Sonntag, 29. Mai 2016

Torero - spanische Inspiration aus Salzteig

letztes Jahr haben wir eine wunderbare Rundreise durch das Weltkulturerbe Spaniens unternommen. Rund um Madrid  haben wir sehr schöne, sehenswerte und auch sehr alte Städte kennengelernt:
- Cuenca, die Stadt der hängenden Häuser
- Alcala de Henares, die Stadt des Cervantes und die Stadt der vielen Storchennester
- Segovia, die Altstadt thront auf einem Bergrücken und hat außer einer schönen Kathedrale und dem Alcazar noch ein römisches Aquädukt
- Avila, sie ist die höchstgelegendste Provinzhauptstadt Spaniens, und die romanische Stadtmauer mit Zinnen und Türmen umschließt die ganze Altstadt
- die alte Universitätsstadt Salamanca aus goldfarbenem Sandstein mit der schönsten Plaza Mayor Spaniens
und am Ende der Reise als krönenden Abschluss noch
- Madrid, die stolze Hauptstadt Spaniens

Und was verbindet man mit Spanien noch? Außer Flamenco, leckerem Rotwein und Tapas fallen einem da noch die Toreros ein. Ich hatte im Schaufenster eines kleinen Geschenkeladens in Madrid einen Torero gesehen, der mir sofort ins Auge sprang. Leider war der Laden geschlossen und ich hatte keine Chance mir den Torero genauer anzuschauen und ggfls. auch zu erwerben. Fotografieren ging auch irgendwie nicht, jedenfalls war das Bild nichts geworden, weil sich das Schaufenster so spiegelte. Aber der Torero gefiel mir so gut, dass ich mich zu Hause direkt ans Werk gemacht und ihn aus Salzteig nachgearbeitet habe. Er ist mir auch ganz gut gelungen, wie ich finde und so haben wir jetzt eine schöne Erinnerung an eine wunderbare Reise an der Wand hängen.
Wenn ihr noch ein paar Fotos aus Madrid anschauen möchtet, dann findet ihr einige hier: der Mercado San Miguel und Percebes - Spezialität aus Gallicien

Und hier ist er nun, mein Torero aus Salzteig:






frisch ausgerollt und modelliert, der fertige Torero und der getrocknete, noch nicht bemalte Torero

Salzteig   
  • 1 1/2 Tassen Mehl
  • 1/2 Tasse Speisestärke (z.B. Mondamin)
  • 1 Tasse feines Salz
  • 1 Tasse Wasser
  • 1 - 3 Eßl- Öl
die trockenen Zutaten gut vermischen und das Öl und das Wasser mit dem Knethaken des Handmixers zu einem glatten Teig verkneten. Sobald sich der Teig verbunden hat, wird er mit der Hand zu einem glatten Teig geknetet. Er sollte nicht kleben oder auch nicht zu trocken sein.  Nun ist er fertig zur Verarbeitung. Er kann wie Plätzchenteig ausgerollt werden und dann auch ausgestochen werden oder man kann auch kleinere Objekte daraus formen.

Wenn das gewünschte Objekt fertig modelliert ist, kann man es im Winter zuerst langsam auf der warmen Heizung trocknen. Oder man legt es bei Sonnenschein auf den Balkon. Das dauert mehrere Stunden bis einige Tage. Wer es schneller trocknen möchte, der kann auch den Salzteig in den 120°C - 150°C warmen Backofen (Heißluft) legen. Je nach Dicke dauert es einige Zeit. Ab und an sollte man das dann überprüfen. Der Teig hört sich hohl an, wenn man darunter klopft und er wird auch weiß.

Nach dem Auskühlen kann das Objekt bemalt werden. ich habe hier Wasserfarbe für den Teint und Acrylfarbe verwendet. Acrylfarbe versiegelt auch den Salzteig und dieser wird bei Feuchtigkeit nicht weich. Man kann auch Wasserfarbe nehmen. Vorsicht, nicht zu viel Wasser verwenden, weil der Salzteig sich sonst wieder auflöst. Nach dem Trocknen das Stück bitte noch mit Klarlack versiegeln. Das Versiegeln ist bei Acrylfarbe nicht notwendig.

Evtl. Teigreste kann man noch einen Tag in Klarsichtfolie aufheben.


frisch ausgerollt und noch nicht getrocknet: der Torero aus Salzteig


. . . und so sieht er fertig aus:



Freitag, 27. Mai 2016

saftiger Rhabarberkuchen

Jetzt im Mai und Juni ist Zeit für Rhabarber und ich habe damit heute gebacken. Schon letztes Jahr hatte ich diesen wunderbaren Kuchen geblogt, von daher möchte ich das heute auch noch einmal tun. Nicht nur als Kompott schmeckt Rhabarber sehr gut, sondern auch im Rührteigkuchen. Selbst Menschen, die keinen Rhabarber so gerne essen, weil er oft recht säuerlich ist, mögen ihn. Von daher solltet ihr ihn auf jeden Fall mal ausprobieren. Der Teig ist ruckzuck angerührt und in die Form gefüllt, der Rhabarber wird von der Mitte her dicht an dicht hineingesteckt und schon kommt die Form in den Ofen. Dann heißt es einige Zeit warten und dann ist er fertig. Kurz auskühlen lassen und lauwarm genießen. Hmmm.....sehr lecker.

Bitte nicht wundern, dass der Teig so wenig aussieht. Er reicht völlig für eine 26er Springform. Der Teig wird nur in die Mitte der Form gefüllt und nicht verstrichen. Der Rhabarber wird dann von der Mitte her dicht an dicht in den Teig gesteckt, so verteilt er sich bis an den Rand. Im unteren Foto sieht man genau, wie es gemacht wird.



Rhabarberkuchen 
  • 150 g   Zucker
  • 150 g   Butter
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas geriebene Vanilleschote (oder 1 Vanillezucker)
  •  Eier
  • 150 g  Mehl 405er oder Dinkelmehl 630er
  •  50 g  Speisestärke (z.B. Mondamin)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 kg   Rhabarber, die Stangen sollen möglichst gleich dick sein
  • etwas Zucker zum Rhabarber wälzen
  • Butter oder Backpapier für die Form  
  • Puderzucker 
die Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren und nach und nach die Eier zugeben. Das Mehl mit dem Backpulver und der Stärke mischen und nach und nach unter die Butter-Zucker-Ei-Mischung rühren. Wenn der Teig glatt gerührt ist, den Teig mittig in eine gebutterte Springform (26cm) einfüllen und den Rand frei lassen. Bitte den Teig nicht verteilen, er verteilt sich später von alleine.

Der Rhabarber wird gewaschen und geschält und in ca. 4cm gleichlange Stücke geschnitten. Sollten die Stangen zu dick sein, evtl. halbieren. Alle Stangen kann man dann noch in etwas Zucker wälzen. Dafür die Stücke in eine Schüssel geben, etwas Zucker darüber streuen und alles kurz verrühren, bis der Rhabarber leicht überzuckert ist. Jetzt kommt der spannende Teil. Die Rhabarberstücke werden nun hochkant und dicht an dicht in den Teig gesteckt. Daher bitte in der Mitte der Springform anfangen und kreisförmig den Rhabarber einsetzen. Der Teig steigt dann automatisch in den Zwischenräumen hoch. So viel Rhabarber einsetzen, bis die Form gefüllt ist,

Jetzt kommt die Form ab in den vorgeheizten Backofen und wird bei ca. 160°C Heißluft in ca. 45-60 Min. gebacken. Nach dem Auskühlen den Kuchen noch mit Puderzucker bestäuben.
Fertig ist ein sehr leckerer, lockerer Kuchen. Vielleicht noch leicht geschlagene Sahne dazu. . . perfekt.

 Guten Appetit








Dienstag, 24. Mai 2016

Ferien im Schwarzwald

dieses Jahr brauchten wir unseren Frühjahrsurlaub ganz besonders. Wir sind im April umgezogen. Wer schon mal umgezogen ist, weiß wovon ich spreche. . .  da kommt einige Arbeit auf einen zu und man stellt teilweise erschrocken fest, wieviel "Zeug" man im Laufe der Jahre angesammelt hat und was mit ins neue Domizil soll.  Und da wir alles selber ein- und auch wieder ausgepackt haben, das Umzugsunternehmen "nur" alles von A nach B gebracht hat, war Urlaub dringend erforderlich. 

Gut, dass wir schon letzten Herbst den Urlaub im Schwarzwald gebucht hatten. Schon zum zweiten Mal hatten wir unser Quartier in Lautenbach (Ortenaukreis bei Oberkirch) hoch oben auf dem Sohlberg. In ca. 550m Seehöhe liegt in absoluter Alleinlage die wunderschöne Ferienwohnung "Auf dem Sohlberg" von Daniela Menzel und Herbert Bruder. 


https://www.traum-ferienwohnungen.de/27350/  

hier kann man sich sehr gut erholen. Die frische Luft, der tolle Ausblick, absolute Ruhe und niedliche Haus- und Hoftiere machen es einem leicht, den Alltagstrott für einige Zeit fast zu vergessen. Wer möchte, der kann sich auch mit einem tollen Frühstück verwöhnen lassen. Die unglaublich leckeren und warm servierten Dinkel-Walnußbrötchen backt der Hausherr Herbert  Bruder übrigens selber. Und die Frühstückseier sind von hofeigenen Hühnern.

so schön kann Frühstück sein . . . 




Hund Nellie und niedliche Häschen wohnen hier auch


die niedlichen Zwergziegen vom Sohlberg


Vom Sohlberg aus kann man die verschiedensten Wanderungen unternehmen, oder mit dem Mountainbike die Umgebung erkunden. Aber wer doch etwas Stadtluft schnuppern möchte, der findet reichlich Gelegenheit. Oberkirch, Offenburg, Gengenbach und Straßburg sind nicht weit. Und dass man im Schwarzwald sehr gut essen gehen kann, das brauche ich bestimmt nicht zu erwähnen. Vom einfachen Gasthaus bis zum Sternelokal findet man alles. Herrlich. Und nicht nur der Weinliebhaber kommt auf seine Kosten, denn in und um Oberkirch wird sehr guter Wein angebaut. Auch jede Menge Obst (z.B. Erdbeeren, Kirschen, Äpfel) wird auf Plantagen und Streuobstwiesen angebaut. Von daher ist es im Frühjahr während der Obstblüte besonders schön. 
PS.: ich habe gelesen, dass es über 890 Schnapsbrennereien alleine in Oberkirch geben soll. . . Also dann, Prösterchen 




Wer aber noch mehr Erholung wünscht, der kann sich in Daniela Menzels Praxis zur Gesundheitsfürsorge mit Yoga, Lomi Lomi und/oder TouchLife Massagen verwöhnen lassen. Wir haben schon einige Male die Wellness Massage TouchLife genossen und danach fühlt man sich wie neugeboren. Nicht nur derjenige, der viel Stress hat, wird die Massage sehr genießen und sich dabei wunderbar entspannen können.



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. . . und hier sind einige Impressionen rund um Lautenbach . . .


rund um die Klosterkirche und den Wasserfall Allerheiligen


rund um Oberkirch und die Ruine Schauenburg


Gengenbach:





Sonntag, 22. Mai 2016

meine Flocken - Sahne - Torte mit Mürbeteigboden

schon letztes Jahr hatte ich euch mein Rezept der Flocken - Sahne - Torte verraten. Da ich sie schon so lange nicht mehr gegessen hatte und gestern liebe Freunde zu Besuch kamen, dachte ich mir, das ist nun die Gelegenheit, mal wieder eine leckere Flocken - Sahne - Torte zu backen. Und da für mich bei einer Sahnetorte auch ein Mürbeteigboden als Unterboden gehört, habe ich natürlich auch einen darunter gesetzt. Darauf kamen dann Brandteigböden und dazwischen Preiselbeeren und Sahne.
Voilà, hier ist sie nun, meine Flocken - Sahne - Torte mit Mürbeteigboden. Hach, was ist die lecker. . . 





Karins Flocken - Sahne - Torte


Mürbeteig:
  • 300 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 150 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb* oder etwas kaltes Wasser
Alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig kneten, einige Zeit ruhen lassen und ca. ½ cm dünn ausrollen, mit einer Gabel einstechen. Durchmesser 28cm. Aus dem Teigrest kann man Plätzchen ausstechen und ebenso wie den Boden goldbraun im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze in ca. 25-35 Min. backen. Oder man friert den Teigrest gut verpackt in Folie ein. Den Boden auf einem Kuchengitter gut auskühlen lassen.

*ich wollte nicht noch ein Ei für die Torte nehmen, sodaß ich statt Eigelb kaltes Wasser genommen habe. Die Menge habe ich schlückchenweise dazu gegeben, bis der Teig gerade nicht mehr trocken war.

Brandteig:
  • 250 ml   Wasser
  • 100 g   Butter
  • 1 Eßl.  Zucker
  • 1 Prise   Vanillesalz
  • 150 g  Mehl
  • 4 mittelgroße  Eier
das Wasser mit der Butter, dem Zucker und dem Salz in einem Edelstahlkochtopf zum Kochen bringen, das Mehl hineinschütten und abrösten. Dabei immer mit einem Holzlöffel gut rnd kräftig rühren. Wenn sich auf dem Topfboden ein weißer Belag gebildet hat, den Teig in eine Schüssel geben und etwas auskühlen lassen. Die Eier nach und nach mit einem Holzlöffel oder dem Handrührgerät (mit Knethaken) einzeln unterrühren.
Drei Backpapierbögen vorbereiten und auf jeden Bogen einen Kreis von 28cm Durchmesser aufzeichnen. Darauf den Teig dünn und gleichmäßig aufstreichen. Jeden Boden bei 200°C in 15-20 Min. golden backen und auskühlen lassen.


Füllung:
  • 4 Becher Sahne
  • 1 Eßl. Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 2 Tütchen Vanillezucker
  • 120 ml Eierlikör
  • 6 Blatt Gelatine
  • 1 Glas (450g) Preiselbeerkompott
  • etwas Erdbeerkonfitüre
Gelatine ca. 5 Min. in Wasser einweichen, leicht ausdrücken und laut Packungsangabe auf dem Herd erwärmen bis sie sich auflöst. Vorsicht, die Gelatine darf nicht kochen!
Die Sahne mit dem Zucker steif schlagen, den Eierlikör unter die aufgelöste Gelatine geben, gut verrühren und anschließend nach und nach die Sahne unterziehen.

Tortenaufbau 28cm:

Einen 28er Tortenring auf die Tortenplatte stellen, den Mürbeteigboden einlegen und dünn mit Erdbeerkonfitüre bestreichen. Dann den 1. Boden einsetzen und gleichmäßig mit der Hälfte der Preiselbeeren bestreichen, dann die Hälfte der Sahne darauf verstreichen. Den 2. Boden einsetzen, den Rest der Preiselbeeren aufstreichen und den Rest der Sahne darauf verteilen. Den 3. Boden (in 12 Tortenstücke geschnitten) auflegen und im Kühlschrank einige Stunden oder über Nacht fest werden lassen. Die Torte vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestreuen.



knuspriger Mürbeteig trifft auf Brandteig. Dazwischen ist Preiselbeerkompott und eine üppige Sahneschicht.


Freitag, 20. Mai 2016

Milchhörnchen

das Wochenende naht und ich habe Lust auf Milchhörnchen. Wenn ich als Kind mit meiner Mutter in die Stadt ging, dann bekam ich auch schon mal ein Milchhörnchen auf die Hand. Mensch, war das immer lecker. Leider findet man sie auch nicht mehr so oft in der Bäckerei und so backe ich sie mir heute selber. Dieses Rezept enthält außer der Milch auch noch Quark, sodass sie locker und leicht schmecken und sie auch noch einige Zeit frisch bleiben, falls man sie nicht sofort alle auffuttert. . .  Sehr gut schmecken sie zum Frühstück. Daher empfehle ich, einige Hörnchen sofort nach dem Backen ausgekühlt einzufrieren. Vor dem Frühstück braucht man sie nur kurz im heißen Backofen aufbacken. Guten Appetit





für 16 Hörnchen benötigt man:

  • 125 ml lauwarme Milch
  • 1/2 Würfel frische Hefe (= 20 g)
  • 500 g Dinkelmehl 630er*
  •  50 g Zucker 
  • 1/2 gestr. Teel. Salz
  •  50 g weiche Butter
  • 1 Eiweiß
  • 250 g Magerquark 
  •  
  • 1 Eigelb
  • 2 Eßl. Milch
die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl mit dem Zucker und dem Salz gut vermischen, dann die Hefe-Milch, die weiche Butter sowie das Eiweiß und den Quark zugeben und alles in ca. 5 Min. zu einem glatten, weichen Teig kneten. Evtl. noch etwas Milch dazugeben.
Abgedeckt gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat. Das dauert ca. 30 - 60 Minuten. Den Teig noch einmal kurz kneten, halbieren und jeweils zur Kugel formen. Jede Kugel zu einer runden Platte von 35 cm Durchmesser ausrollen und diese jeweils in 8 Tortenstücke teilen. Jedes Tortenstück zum Hörnchen aufrollen.
Ein Backblech mit Backpapier belegen, die Hörnchen darauf legen und ca. 30 Min. gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze oder 160°C Heißluft vorheizen und das Eigelb mit der Milch verquirlen. Die gegangenen Hörnchen mit der Eiermilch bestreichen. Das Blech kommt sofort in den vorgeheizten Ofen, die Backzeit beträgt etwa 18 Minuten. Nach dem Backen die Hörnchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

*wer kein Dinkelmehl da hat, kann auch ohne weiteres Weizenmehl 550er oder 405er nehmen

Tipp: gleich die doppelte Menge backen und direkt nach dem Auskühlen gut verpacken und einfrieren. Dann hat man für das nächste Wochenende noch ein paar Hörnchen.






Dienstag, 17. Mai 2016

Quarkölteig, Grundrezept für süßes oder pikantes Gebäck

Manchmal hat man Lust auf einen Kuchen oder etwas Herzhaftes und gerade in diesem Moment fehlt einem das Grundrezept für einen Teig. Deswegen möchte ich so nach und nach euch einige Grundrezepte für diverse Teige (und auch Anderes) vorstellen. Mürbeteig habe ich euch ja schon vorgestellt.

Heute geht es los mit einem Quarkölteig. Ihn kann man sowohl für Herzhaftes als auch für Süßes verwenden. Für süßem Teig gibt man einfach noch etwas Zucker hinzu. Geeignet ist der Quarkölteig für Blechkuchen, Quiches, Tartes, Teilchen oder anderes Kleingebäck. Überall wo Hefeteig Verwendung findet, kann man ohne weiteres Quarkölteig verwenden. Vorteil zum Hefeteig ist, dass der Quarkölteig nicht so schnell trocken wird und dadurch das Gebäck einige Tage frisch bleibt.



Quarkölteig:
  • für pikanten Teig:
  • 150 g Magerquark
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eßl. Milch
  • 6 Eßl. Öl
  • 1 Ei
  • 300g - 350 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  •  
  • für süßen Teig zusätzlich:
  • 80 g Zucker
  • 1 Vanillezucker

  • für süßen Quarkölteig ohne Ei  (Menge reicht für 1 Backblech) 
  • 250 g Magerquark
  • 8 Eßl. Öl
  • 6 Eßl. Milch
  • 400 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  •   85 g Zucker
  • 1 Prise Salz

Quark mit Salz, Milch, Öl (und Ei) gut vermischen, das Mehl mit dem Backpulver mischen, Salz und evtl. Zucker zugeben und in die Quarkmasse geben. Mit einem Knethaken alles zu einem glatten Teig kneten. Man kann ihn 
sofort weiter verarbeiten. Die Teigmenge reicht für 1 Backblech oder 2 Quiche-/ Tarteformen

Backtemperatur:
trockener Blechkuchen: 180-200°C
mit Obstbelag: 210°C


Der Teig kann sofort verwendet werden, wie z.B. für eine Quiche oder Tarte so:

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Eine Quiche- oder Pieform fetten und den Teig hineinlegen. Die überstehenden Teigreste abschneiden. (evtl. Teigreste können später weiter verwendet oder auch eingefroren werden).
Den Teig mit einer Gabel stippen und ein Stück Backpapier einlegen. Darauf eine Lage trockene Hülsenfrüchte zum Blindbacken einfüllen und die Form in den vorgeheizten Backofen stellen.

bei 185°C Heißluft 15 Min. blind vorbacken. Das Backpapier mit den Hülsenfrüchten herausnehmen und den Boden etwas auskühlen lassen.  Fertig ist ein vorgebackener Quiche- oder Tarteboden. Die Hülsenfrüchte auskühlen lassen und für das nächste Mal in einem gut schließenden Glas oder einer Dose aufheben.

Natürlich kann man auch den süßen Quarkölteig für einen Blechkuchen verwenden. Dafür den Teig einfach ausrollen, auf ein gefettetes Backblech legen und nach Wunsch mit Obst oder Streuseln belegen und backen.

Wer ein leckeres, herzhaftes Rezept mit Quarkölteig ausprobieren möchte, der guckt z.B. hier:
eine  Zucchini - Möhren - Tarte oder  kleine Pizza - Brötchen .
Mit süßem Quarkölteig wäre dieses Rezept zu empfehlenEllis Streusel - Walnuß - Kuchen

Samstag, 14. Mai 2016

Zitronenrolle

Zitronenrolle, sagte mein Mann auf die Frage, was ich mal wieder backen soll. Prima, habe ich gesagt, die hatten wir ja länger nicht und diesen Wunsch erfülle ich gerne. Und da diese Biskuitrolle einem immer schmeckt und manch einer sie vielleicht auch backen möchte, hier das Rezept zum nachbacken:



Zitronenrolle


Biskuitboden:

  • 6 Eischnee
  • 180 g Zucker
  • 6 Eigelb
  • 200 g Mehl
  • (incl. 2 Päckchen Vanille-Puddingpulver)
  • 1 Msp. Backpulver
  • 1 Msp. Salz
Die Eiweiße mit dem Zucker steif schlagen. Das Eigelb und das Mehl (gemischt mit dem Puddingpulver, dem Salz und dem Backpulver) darüber sieben und vorsichtig unterheben. Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen.
Im vorgeheizten Ofen bei 200°C Ober-/Unterhitze in ca. 15 Min. golden backen. Nach dem Backen das Papier abziehen, sofort wieder auflegen und der Länge nach aufrollen, wieder entrollen und auskühlen lassen.

Zitronencreme:
  • 200 ml  Wasser
  • 1 abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • 6 Eßl. Zitronensaft
  • 100 g Zucker
  • 20 g Mondamin/Stärkemehl
  • 4 Blatt Gelatine
  • ¼ l Sahne, steif geschlagen
  • Ca. 100 g Magerquark
Wasser, Saft, Schale, Zucker und Stärke glattrühren und kurz aufkochen lassen. Eingeweichte Gelatine in der heißen Creme auflösen und kalt stellen. Sobald die Creme zu stocken beginnt, die steif geschlagene Sahne sowie den Quark unterziehen und wieder kühlen.
Die dickliche Creme auf den gebackenen und ausgekühlten Biskuitboden streichen und vorsichtig aufrollen. In Klarsichtfolie stramm einschlagen und kühl stellen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.





Tipp:
Wem das Füllen der Biskuitplatte zu schwierig ist, der kann sich so behelfen:
Kastenform mit Klarsichtfolie auslegen, den Biskuitboden zuschneiden und in die Kastenform legen und andrücken, etwas Creme einfüllen, einen weiteren zugeschnittenen Teigboden einlegen, mit restlicher Füllung auffüllen und einen letzten Boden als Abschluss auflegen. Klarsichtfolie darüber schlagen und im Kühlschrank fest werden lassen.





Mittwoch, 11. Mai 2016

Carpaccio von der Gelben Beete mit Schwarzwälder Schinken

wir essen abends sehr gerne ein Carpaccio. Nein, nicht das Original aus Rinderfilet, sondern eines aus Gemüse. Wie z.B. das Topinambur - Carpaccio . Die Topinambur schmeckt leicht nussig, ist sehr knackig und durch das Dressing zusammen mit rohem Schinken ist es wirklich mal was anderes. So hat man ein sehr leichtes Abendessen, was sehr gut schmeckt und einem nicht sehr schwer im Magen liegt. Aber dieses Carpaccio ist auch eine sehr schöne Vorspeise vor einem schönen Essen. Außerdem läßt es sich sehr einfach und schnell zubereiten. Also ein richtiges "Fast Food".

Gestern gab es wieder zum Abendessen "Fast Food". Dieses Mal habe ich aber eine gelbe Beete verwendet. Zusammen mit einem Senfdressing und Schwarfzwälder Schinken war es eine echte Delikatesse. Und toll sah es durch die schrille gelbe Beete auch aus. . . Mein Mann und ich waren ganz begeistert. Dass es uns sehr gut geschmeckt hat, muss ich bestimmt nicht extra erwähnen. . . 



gelbe Beete Carpaccio mit Schwärzwälder Schinken   (2 Portionen)
  • 1 dicke gelbe Beete
  • 6 Scheiben Schwarzwälder Schinken
  • 1 Teel. Senf
  • ca. 2 Eßl. Balsamico (oder Fruchtbalsam-Essig)
  • ca. 2 Eßl. natives, mildes Olivenöl
  • ca. 1 Teel. Ahornsirup
  • schwarzer Pfeffer
  • evtl. etwas Salz
die Beete schälen und in ganz dünne, gleichmäßige Scheiben hobeln. Die Scheiben auf einem Teller kreisförmig anordnen. In der Mitte die Schinkenscheiben arrangieren. Mit etwas frisch gemahlenem, schwarzem Pfeffer würzen.
Aus den restlichen Zutaten ein Dressing anrühren und abschmecken. Es sollte leicht süßlich schmecken. Nun das Dressing über die Beete und auch etwas über den Schinken träufeln. Schon kann serviert werden.


Freitag, 6. Mai 2016

Zucker - Herzen zum Muttertag


übermorgen ist Muttertag und wer noch keine Kleinigkeit für seine Mutter oder Schwiegermutter hat, für den habe ich noch eine fixe, süße Idee. Zucker - Herzen für Kaffee oder Tee. Geht einfach, sieht toll aus und man hat noch was Süßes für die Kaffeetafel:


Nicht nur Pralinen aus Schokolade oder die schon beschriebenen Duschpralinen kann man in Pralinen - Silikonförmchen herstellen, sondern auch Zucker-Herzen. Und die macht man so:
  • Zucker
  • etwas Wasser
den Zucker mit ganz wenig Wasser verrühren, bis der Zucker die Konsistenz von nicht zu nassem Schnee hat. Dann wird die Masse in die Förmchen gefüllt und festgedrückt. Die Form stellt man dann für circa 2 Stunden in die Sonne oder auch in den leicht warmen Backofen. Dann sind die Zucker-Herzen fest und können vorsichtig aus der Form genommen werden. 

Voilà, fertig sind die Zucker-Herzen und warten nun auf ihren Auftritt im Tee oder im Kaffee.
In einen Cellophanbeutel gefüllt ist das doch eine hübsche Geschenkidee.



diverse Kuchenrezepte für die Pause
findet man auf meinem Blog auch. . .


Mittwoch, 4. Mai 2016

Erdbeeren - freche Früchtchen aus Stoff

jetzt beginnt wieder die leckere Erdbeerzeit. Und überall findet man sie. Sei es die Erdbeertorte  Erdbeer - Konfitüre  oder ähnliches. Erdbeeren sind überall. Und damit dekorieren kann man auch. Schon letztes Jahr hatte ich euch meine "ewig haltbaren Erdbeeren" vorgestellt. Sie sind aus Stoff ganz leicht zu nähen. Sie werden dann mit etwas Watte und/oder Sand, Salz oder Amaranth gefüllt, zugenäht und mit Perlgarn werden noch Blätter aufgestickt. Fertig sind freche Früchtchen aus Stoff. . . Und weil man davon nicht genug bekommen kann und sie auch ein sehr schönes Mitbringsel sind, habe ich noch welche genäht. Wie es geht, lest ihr hier:



für die Erdbeeren benötigt man
  • roter Baumwollstoff (uni oder ganz klein gemustert)
  • Papier-Schnittmuster
  • Nadel und Garn
  • evtl. Sand, Salz oder Amaranth für mehr Gewicht
  • Füllwatte
  • grünes Perl- bzw. Stickgarn
  • Sticknadel

für das Schnittmuster einen Kreis in gewünschter Größe (Durchmesser ca. 6 - 8 cm) aufs Papier zeichnen und den Kreis in drei gleiche Teile teilen. Für "dickere" Erdbeeren den Kreis nicht dritteln sondern halbieren. Das ausgeschnittene, quasi dreieckige Stück Papier (bzw. den Halbkreis) auf den Stoff legen und mit etwas Nahtzugabe ausschneiden. Die zwei geraden Seiten zusammen nähen und wenden. Der Stoff hat jetzt die Form einer Spitztüte. Knapp unter dem oberen Rand mit einem Reihstich einen Faden einziehen. Sollen die Erdbeeren etwas schwerer werden, dann füllt man jetzt zuunterst etwas Sand oder Salz in die zukünftige Erdbeere und dann erst die Füllwatte. Nun die Füllwatte bis zum Rand in die entstandene "Tüte" füllen und den eingezogenen Faden vorsichtig zusammenziehen (evtl. noch etwas Füllwatte nachfüllen) und verknoten. Dieses Oberteil nun mit langen Stichen mit grünem Stickgarn besticken (siehe Foto). Fertig sind die ewig haltbaren Erdbeeren.






Sonntag, 1. Mai 2016

Piepmätze Teil 3 an meinem Küchenfenster

bald hat schon die gesamte heimische Vogelwelt vor meinem Küchenfenster das Vogelhäuschen besucht. Ich freue mich jedesmal, wenn ich diese wunderschönen Piepmätze vor dem Fenster beobachten kann und ich auch die Chance habe, sie auch aufs Bild zu bannen. Und hier sind noch einige schöne Schnappschüsse. Ich wünsche euch ebenso viel Spaß beim Betrachten der Fotos. Und hier sind sie nun, Frau Kernbeißer, Blaumeise, Buntspecht und Co.