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Dienstag, 16. Juni 2026

Rhabarbertarte mit Aprikose und Joghurtguss

Bei unserem Obststand gab es nochmal frischen Rhabarber. Bald ist die Saison ja wieder vorbei. Daraus wollte ich dieses Mal eine Tarte backen. Am liebsten essen wir eine solche Tarte mit Quarkguss. Dieses Mal hatte ich aber keinen, sodaß ich griechischen Joghurt stattdesssen genommen habe. Einen großen Geschmacksunterschied konnten wir jetzt nicht feststellen, die Tarte war wieder sehr lecker.

Des weiteren hatte ich dieses Mal einen fertigen Mürbeteig verwendet. Er ist nicht gesüßt und folglich wurde die gesamte Tarte eher "unsüß", was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat. Auch die wenigen Aprikosen am Rand der Tarte waren sehr lecker und passten sehr gut. Man hätte gut noch viel mehr Aprikose nehmen können, aber das waren die letzten Früchte, die ich noch hatte.

Die Tarte war rundherum gelungen.




Rhabarbertarte mit Aprikose und Joghurtguss   32er Tarteform

für einen Mürbeteigboden:

  • 250 g Dinkelmehl 630er
  •  50 g Mondamin
  • 100 g Zucker
  • 150 g weiche Süßrahmbutter
  • 1 Prise Vanillesalz 
  • 1 Ei Gr. L
alternativ: 
  • 1 Rolle Mürbeteig aus dem Kühlregal

 für den Guss:

  • 500 g Griechischer Joghurt, 10%ig
  • 70 g Zucker
  • etwas Vanillepaste
  • 1 Teelöffel Zitronenzucker 
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver zum Kochen (37g)
  • 1 großes Ei

  • ca. 500 g Rhabarberstangen, gewürfelt
  • einige Aprikosen, entsteint und geviertelt


Für den Mürbeteig alle Zutaten rasch verkneten. Den Teig zwischen zwei Klarsichtfolien (Backpapier geht auch) mit einem Nudelholz ca. 0,5 cm dünn ausrollen und in eine Tarteform legen und bis zum Rand hochziehen. Eventuelle Teigreste können als Kekse ausgestochen werden. Die Form (und die ausgestochenen Kekse) einige Zeit im Kühlschrank durchkühlen lassen. So wird der Boden später schön mürbe. 

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Boden vor dem Backen mit einer Gabel einstechen, damit er keine Blasen wirft. Einen Bogen Backpapier hineinlegen und getrocknete Erbsen oder Linsen einfüllen und den Boden bei 200°C ca. 30 Minuten hell golden vorbacken. Die Hülsenfrüchte dann mit dem Backpapier entfernen. Ausgekühlt können sie jederzeit zum Blindbacken wieder verwendet werden. Ich hebe sie nach dem Auskühlen in einem alten Marmeladenglas auf.

Der Boden kann auch gut einen Tag vorher gebacken werden.

Alternativ kann auch eine Rolle Tarte- bzw. Mürbeteig aus dem Kühlregal verwendet werden. Dann bitte der Anleitung auf der Packung folgen. Aber den Boden ebenso vorbacken.

Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. 

Für die Joghurtmasse alle Zutaten zu einer glatten Masse verrühren. Den Rhabarber waschen und in gleichmäßige, große Würfel schneiden. 

Den Teig mit dem Backpapier in die Tarteform legen und den Guss auf den Boden geben und glattstreichen. Zuerst die Aprikosen vierteln aund am Rand auf dem Guss verteilen. Dann die Rhabarberwürfel dicht an dicht (eventuell auch nach gewünschtem Muster) in die Creme setzen bzw. auflegen. 

Die Form in den auf 180°C vorgeheizten Ofen, 2. Stufe von unten (Ober-/ Unterhitze) stellen und ca. 40 Minuten backen. Eventuell noch einige Minuten bei ausgeschalteter Hitze nachbacken lassen. Man muss den Kuchen einfach ein wenig beobachten, die Creme soll gestockt sein und eine leicht goldene Farbe haben. 

Den Kuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Gerade eben ausgekühlt schmeckt die Tarte sensationell, wie wir finden. Leckere Creme, nicht so süß, knuspriger Boden und säuerlicher Rhabarber. Klasse. . . 

Bitte die Tarte nicht abdecken, so bleibt sie schön mürbe. 


Die Tarte vor und nach dem Backen.



Die Tarte war sehr fruchtig und "unsüß", genau so wie man sich so eine Tarte vorstellt.








Freitag, 12. Juni 2026

Spargelrisotto mit gebratenem Lachs

Bei uns am Spargelstand gibt es sehr guten Spargel, nicht nur I.Wahl, sondern auch sehr schönen Bruchspargel oder II.Wahl. Die letztgenannten kaufe ich sehr gerne. Mir ist es egal, ob die Stangen krumm sind oder teilweise abgebrochen. Wichtig ist mir, dass sie nicht zu dünn sondern lieber daumendick sind.

Nun hatte ich noch Bruchspargel übrig, den ich verbrauchen wollte. Da es hauptsächlich Spargelspitzen waren, kam mir gleich die Idee eines Risottos. Die Idee war eine sehr leckere, zumal ich gebratenen Lachs dazu hatte. Den mögen wir besonders gerne. 

Leider kann man auf dem Foto die Spargelstückchen kaum sehen, aber geschmeckt hat das Spargelrisotto besonders gut. Der Arborio - Reis war für das Risotto spitze. 

Diesen besonders großen Rundkornreis nehme ich am liebsten. Auch für Milchreis. Der wird auch immer sehr lecker. Der "normale" Milchreis, den man sonst kaufen kann, der hat mir persönlich zu kleine Körner und manchmal auch viel Bruch. Deswegen sind meine bevorzugten Reissorten sowohl für ein Risotto als auch für Milchreis die Sorten Arborio oder Carnaroli. Probiert es aus, es lohnt sich.



Spargelrisotto mit gebratenem Lachs

  • 1 große Tasse Arborio oder Carnaroli Reis

  • ein Stückchen Butter
  • etwas Olivenöl
  • 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
  • ein großer Schuß Weißwein, trocken
  • 2 - 3 große Tassen heiße Brühe
  • ca. 300 g Spargelstücke
  • 1 Handvoll geraspelten Parmesan oder Pecorino Romano
  • evtl. Salz
  • etwas Zitronenöl
  •  
  • pro Person 1 Stück Lachsfilet
  • Rosmarin - Zitronen - Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • etwas Olivenöl

die Butter mit dem Öl erhitzen und die Zwiebelwürfelchen anschwitzen, aber keine Farbe nehmen lassen. Den Reis dazu geben und ebenso leicht anschwitzen. Dann unter Rühren mit Weißwein ablöschen. Alles leicht köcheln lassen, dann eine Tasse Brühe dazu geben. Gut umrühren und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Dabei die Flüssigkeit beobachten, ggfls. Brühe nachgießen. 

Wenn der Reis nach den 10 Minuten innen noch fest ist, die Spargelstückchen dazu geben und weitere Brühe.

Alles köcheln lassen, bis der Reis bissfest ist. Der Reis soll schön "schlotzig" werden und nicht zu trocken. Als letztes den Parmesan unterrühren und das Risotto mit Salz und Zitronenöl abschmecken.  

Während der Reis köchelt, den Lachs abspülen, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. 
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Lachs bei mittlere Hitze rundherum golden braten.

Und schon kann serviert werden.

Solche Spargelspitzen bieten sich sehr gut für das Risotto an. Sie sind sehr schnell gar.



An unserem Spargelstand habe ich schon solche dicken Stangen Spargel gekauft, die überhaupt nicht holzig oder innen hohl waren. Sie hatten ein tolles Aroma und waren sehr gut. Das war übrigens auch II. Wahl.





Freitag, 5. Juni 2026

Bruschetta "Lipari" auf meine Art

Mitte April waren wir auf Sizilien unterwegs. Das Wetter war prima, die Landschaft teilweise sehr spektakulär und das Essen, wie überall in Italien, super lecker.

Bei einem Tagesausflug auf die äolischen bzw. liparischen Inseln Lipari und Vulcano haben wir ein mega leckeres Bruschetta gegessen. Das gab es an dem kleinen Aussichtspunkt Belvedere da Graziella "auf die Hand". Selten haben wir ein so leckeres Bruschetta kosten dürfen. Leider weiß ich nicht mehr so ganz genau was alles auf der Bruschetta war, aber ist auch egal, es war so lecker. Die Aussicht auf Vulcano gab es dann noch kostenlos dazu. 

Zuhause habe ich nun probiert dieses leckere Essen so halbwegs nachzumachen. Es ist mir logischerweise nicht ganz gelungen, aber meine Version hier hat uns auch sehr gut geschmeckt. Und so sollte es sein. 

Falls ihr mein Rezept mal testen wollt, es sieht so aus:


So sah unsere "Bruschetta Lipari" aus und sie hat uns sehr gut geschmeckt.


So sah die leckere Bruschetta auf der Insel Lipari am Aussichtspunkt "Belvedere da Graziella" aus. Soweit ich mich erinnere, bestanden sie aus gebratenen Auberginen, Kapernäpfel von der Insel Salina, Olivenöl, Peperoncino, Knoblauch, Oregano und Oliven. Es hat wunderbar geschmeckt.

Bruschetta "Lipari" auf meine Art

  • Bruschetta Brot, große Scheiben
  • Olivenöl
  •  
  • Zwiebeln, in Streifen geschnitten, golden angedünstet
  • Knoblauch, fein gewürfelt
  •  
  • Tomaten, entkernt und fein gewürfelt
  • Oliven in Kräuter - Knoblauch - Marinade, in Scheiben geschnitten
  • gegrillte, in Öl eingelegte Paprika, in Streifen geschnitten
  • in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten, in Streifen geschnitten
  • Kapernäpfel, in Scheibchen geschnitten 
  • Jalapeño Scheibchen (nach Geschmack)
  •  
  • Balsamico Creme
  • etwas Pecorino Romano oder Parmesan, fein gehobelt
  • klein gehackte Basilikumblätter
Für den Belag die Zwiebelscheiben in etwas Öl dünsten und leicht Farbe annehmen lassen. Dann den Knoblauch dazu geben, untermischen und die Pfanne vom Herd nehmen.

Sämtliche Zutaten in Streifen oder Würfel schneiden und bereit stellen.

Die Brotscheiben rösten und mit Olivenöl beträufeln. Dann sämtliche Zutaten auf dem Brot verteilen. Mit Olivenöl und Balsamico Creme beträufeln, darauf dann den Pecorino und das Basilikum verteilen.






Die Tomatenauswahl war riesig.








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Wie das auf Inseln oft ist, es zogen ein paar Wolken hinein. Leider war die Sicht auf Vulcano bei unserem Stopp etwas verhangen. Kurze Zeit später waren die Wolken verschwunden und die Berge wieder frei.




Im Hafen von Lipari. Hier schien die Sonne und die Wolken hatten sich verzogen.


Das Schwefel - Schlammbad auf Vulcano. Man konnte es schon von weitem riechen . . . und aus kleinen Löchern am Wegesrand strömte heißer Dampf heraus. Vulkano ist eine wilde Insel mit schwarzen Stränden und rauchendem Vulkan.
Das war ein sehr schöner, lohnenswerter Ausflug. Uns hat es sehr gut gefallen.







Dienstag, 2. Juni 2026

Bitter Lemon Sirup

Letzte Tage hatte ich euch das Rezept eines sehr saftigen, fruchtigen und aromatischen Bitter Lemon Cakes vorgestellt.

Bei diesem Kuchen bleiben Reste der gekochten Zitronen übrig, die ich noch nicht direkt wegwerfen wollte. Da kam mir eine Idee sie noch zu verwenden.

Ich habe die Reste einfach noch mit einem halben Liter Wasser und 50 g Zucker zusammen aufgekocht und noch einige Zeit leise köcheln lassen. Ich wollte noch recht viele Aromen aus den Schalenrückständen heraus holen. Und das hat halbwegs geklappt.

Dann habe ich den entstanden Sirup durch ein Sieb gegossen und in ein Gefäß gefüllt. Je nach Geschmack kann man sein Wasser mit diesem Sirup nun aromatisieren und enthält so noch nebenbei ein leckeres Getränk.

Die ausgekochten Zitrusrückstände sind dann wirklich für den Müll.


500 ml Sirup sind aus den Resten dabei entstanden.


Bitter Lemon Sirup

  • Reste der gekochten und ausgedrückten 3 Zitronen vom Cake
  • 500 ml Wasser
  • 50 g Zucker


Alle Zutaten einige Minuten köcheln lassen, dann alles durch ein Sieb gießen bzw. passieren, fertig ist der Sirup.

Mit Wasser nach Wunsch einfach verdünnen und genießen. Prost.


Links die gekochten Zitronen für den Cake, mittig sind sie schon püriert und rechts passiert (mit dem Zitronenrest im Sieb).


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