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Freitag, 28. August 2026

Kartoffelbomben und Bacon Bombs

Zum Steak oder auch schonmal zu Hamburgern essen wir sehr gerne eine Kartoffelbeilage. Oft sind es Wedges, selbstgemachte Pommes oder auch Kartoffelbomben bzw. Bacon Bombs.

Habt ihr schon mal solch ungewöhnliche Kartoffelkugeln gesehen oder sogar gegessen? Diese leckeren, geraffelten und gewürzten Kartoffeln, die mit Käseraspeln vermischt werden, sind im Speckmantel eine wunderbare Beilage zum Steak, Frikadelle oder Burger & Co. . Und sie sind mal etwas ganz Anderes.  Man kann sie wunderbar schon einige Stunden im Voraus vorbereiten und sie ca. eine halbe Stunde vor dem Essen in den Backofen schieben. Sie sehen optisch nicht nur gut aus, sie schmecken auch klasse. Zu dem Ergebnis kamen jedenfalls alle, die die Bacon Bombs schon bei uns gegessen haben.

Man kann sie auf verschiedenen Wegen backen. Zum Beispiel in einer Silikon -  Muffinform. Aber es geht auch anders. In der Muffinform wurden sie mir nicht so knusprig wie erhofft. Auf einer Pyramiden-Backmatte im Backofen gelingen sie besonders gut. Sie waren rundherum wirklich schön knusprig. Alternativ zur Pyramidenmatte kann man natürlich auch ein Backblech mit Backpapier nehmen. Das geht auch. Oder man nimmt bei einer kleineren Menge Bacon Bombs einfach eine Tarteform und legt sie hinein. Ein Foto seht ihr weiter unten.

Für alle, die keinen Speck mögen, die Kartoffelbomben schmecken auch ohne Speck, lasst ihn einfach weg und bepinselt die Bomben einfach mit etwas Öl, dann werden sie auch schön knusprig und lecker. Ich habe sie dann Kartoffelbomben getauft.

Jetzt habe ich euch bestimmt schon den Mund wässerig gemacht, von daher kommt jetzt endlich das Rezept. Eine genaue Mengenangabe habe ich nicht gemacht, weil ich sie "pi mal Daumen" mische, aber das sollte kein Problem sein. Man nehme wie folgt:



Kartoffelbomben oder Bacon Bombs  (pro Bomb nehme man ca. 1 dicke Kartoffel)

  • 2 größere Bacon Scheiben pro Bacon Bomb

  • gekochte Pellkartoffeln, geschält, abgekühlt und grob geraffelt
  • Pizzakäse geraspelt
  • frisch gemahlener Schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • feine Chiliflocken oder Cayennepfeffer
  • Thymian
  • Oregano
  •  
  • etwas Öl zum Bestreichen


Backzeit bei 175°C Ober-/ Unterhitze ca. 40 Minuten bis sie golden braun sind

Die gekochten, geschälten und grob geraspelten Kartoffeln kräftig mit Pfeffer und Salz würzen. Den geraspelten Käse untermischen und die Masse mit Thymian und Oregano würzig abschmecken. Wer es etwas pikanter mag gibt noch ein wenig Chiliflocken dazu. Das Verhältnis geraspelte Kartoffeln - geraspelter Käse sollte so ca. 3 : 1 sein. Der eine liebt mehr Käse, der andere weniger, nehmt da so viel wie ihr meint oder habt. Nun gleichgroße, feste Kugeln formen und jede Kugel mit 2 Baconscheiben über Kreuz umwickeln, man sollte keine Kartoffeln mehr sehen. 

Das wären dann die Bacon Bombs.

Ein Backblech mit einer Pyramiden-Backmatte oder Backpapier auslegen und die Bacon Bombs darauf legen. Das Blech in den vorgeheizten Ofen geben und die Bombs in ca. 35 - 40 Minuten golden backen.

Wenn man sie ohne Baconumhüllung zubereitet, dann hat man Kartoffelbomben. Sie werden vor dem Backen noch leicht mit etwas Öl bestrichen, damit sie schön knusprig werden.

Beide Sorten passen sehr gut zum Hamburger, zum Steak, zum Kotelett oder zum Schnitzel anstelle von Bratkartoffeln, Pommes, Wedges & Co. 


Hier wurden die Bombs in einer Silikon - Muffinform gebacken. Dafür den Bacon über Kreuz in die Form legen, die Kartoffelmasse hinein geben und festdrücken, den Bacon darüber legen.


Man kann die Bombs auch in einer Tarteform (oder auf einem Backblech) backen.



Meine Kartoffelbomben hatte ich hier zu flachen Kugeln geformt und ohne Baconumhüllung auf einem Blech gebacken. Sie waren dann eine Beilage zum Hamburger.


. . . auf einer Pyramidenmatte kann man sie auch gut backen. Auf dem Foto waren es Zucchinisticks, die ich gebacken hatte. 









Freitag, 17. Juli 2026

herzhafte Brokkoli - Muffins. Eine Eigenkreation.

Heute habe ich herzhafte Brokkoli - Muffins für euch. Das Rezept meiner Eigenkreation hatte ich schon 2023 veröffentlicht.  Heute möchte ich es euch nochmal vorstellen. 

Brokkoli ist sehr gesund und man könnte/sollte ihn öfter essen. Aber wie das so ist, oft weiß man auch nicht, wie man ihn verarbeiten soll.

So kam ich auf folgende Idee und hatte mal etwas ausprobiert.

Das Ergebnis meines Brokkoli Rezeptes in Form von Muffins war sehr, sehr lecker. Im Anschnitt hätte man meinen können, es wäre eine Frikadellenmasse. Auch als ich probierte, erinnerte mich der Geschmack ein klein wenig an Frikadellen. Obwohl keinerlei Fleisch enthalten ist und die Würzung auch anders ist, als bei Frikadellen. Zum Brokkoli hatte ich mir überlegt, welche Zutaten passen und dann habe ich einfach mal etwas "zusammengerührt". Meine Kreation, die optisch nicht ganz so toll auf dem Foto aussieht, habe ich direkt nach dem Essen aufgeschrieben. Damit ich beim nächsten Mal weiß, wie ich sie zubereitet habe. Die Dinger sind richtig lecker geworden.

Übrigens, sie schmecken auch kalt . . .

Ich denke, man könnte sie auch als Frikadellen formen und dann in einer beschichteten Pfanne braten, dann schmecken sie bestimmt auch sehr lecker. 




herzhafte Brokkoli - Muffins   6 Stück

  • 500 g Brokkoli (frisch)
  • Pfeffer
  • Salz
  • eine große Prise Muskatnuss 
  • 1/4 Teelöffel Paprikapulver

  • 1 mittlere Zwiebel, sehr fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, sehr fein gewürfelt
  • 50 g selbstgemachtes Paniermehl (aus getrocknetem Roggenmischbrot)
  • 1 Teelöffel getrocknete "Italienische Kräuter"
  • 1 Teelöffel "Kräuter der Provence"
  • 30 g geraspelter Parmesan
  • 100 g Gouda, mittelalt, fein geraspelt

  • 3 Eier
  •  
  • etwas Olivenöl
  •  
  • Knoblauchsauce und/oder Paprikasauce "grilled Paprika"

den Brokkoli in kleine Stücke schneiden und portionsweise in einem Mixer ganz fein schreddern. Mit den Gewürzen pikant abschmecken. Dann nach und nach die anderen Zutaten gründlich untermischen. Zuletzt die Eier zum Binden dazu geben. Nochmals gut mischen und abschmecken.

Den Backofen auf 190°C Umluft vorheizen.

Eine große Muffinform fetten und die Masse auf 6 Förmchen verteilen und gut andrücken. Die Oberfläche glattstreichen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

Die Muffinform auf die 2. Stufe von unten in den vorgeheizten Backofen schieben und 25 Minuten golden backen lassen. Dann den Ofen ausschalten und die Muffins weitere 5 - 10 Minuten im Ofen lassen.

Die Muffins mit der Sauce servieren. Guten Appetit.



🥦🥦🥦



🥦🥦🥦

Freitag, 3. Juli 2026

Crème Brûlée "Tonka" auf meine schnelle, einfache Art

Alle Welt liebt eine Crème Brûlée, wir auch. Aber eine "richtige" enthält sehr viele Eigelbe, ist dadurch recht kalorisch und muss im Wasserbad im Ofen zubereitet werden. Das finde ich persönlich sehr aufwändig, aber natürlich auch sehr, sehr lecker. . . 

Aus diesem Grunde habe ich mir eine andere Lösung ausgedacht, die auch schmeckt. Natürlich kommt sie nicht an eine Creme heran, die mit zig Eigelben zubereitet wird, aber meine hier schmeckt auch sehr gut. Wie wir finden. Und da es schnell geht, kann man sie auch des öfteren zubereiten. 



Crème Brûlée "Tonka" auf meine schnelle Art,  ca. 4 Portionen

  • 400 ml Vollmilch
  • 100 ml Sahne
  • 1 Tonka - Bohne

  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  • 35 g Vanillezucker
  •  
  • 1 Eigelb (falls man es noch cremiger möchte)
  •  
  • Brauner Zucker
  • kleiner Gasbrenner zum Abbrennen


die Milch in einen Kochtopf geben und erhitzen, aber noch nicht zum Kochen bringen. Den Herd ausschalten, den Topf auf der heißen Platte stehen lassen und die Tonka - Bohne in die heiße Milch geben. Gut umrühren. Die Bohne 10 - 15 Minuten in der heißen Milch ziehen lassen. Wer skeptisch ist, der kann zwischendurch die Milch probieren, ob sie schon genug Tonkageschmack angenommen hat. Der Geschmack soll zart nach (wie ich finde) Waldmeister-Vanille-Muskat schmecken.

Dann die Bohne heraus nehmen, gründlich abwaschen und auf einem Küchenkrepp trocknen lassen. * 

Dann die Herdplatte wieder anschalten, die Sahne dazu geben und mit einem Schneebesen das Puddingpulver und den Zucker in die heiße Mischung einrühren und alles rührend zum Kochen bringen. Das Pulver muss nicht extra mit Milch angerührt werden, das ist nicht notwendig. Sollten sich wider Erwarten doch ein paar Klümpchen gebildet haben, dann kurz den Zauberstab hinein halten und die Creme pürieren. Wenn alles kocht, den Pudding mindestens eine Minute kochen lassen bis er blubbert und dicklich ist. Falls ein Eigelb gewünscht ist, dieses dann unterrühren.

Den gekochten Pudding bis zum Rand in ein Crème Brûlée-Förmchen (oder in ein anderes flaches Schälchen mit ca. 120ml Inhalt) geben und sofort mit einem Stück Klarsichtfolie blasenfrei abdecken. Das verhindert die Hautbildung. Mit den verbleibenden Förmchen ebenso verfahren. Die Crème abkühlen lassen und anschließend zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen.

Wenn der Besuch schon am Tisch sitzt und auf den Nachtisch wartet, dann auf jede Crème eine ordentliche Portion braunen Zucker gleichmäßig verstreuen und mit einem Brenner abflämmen bis eine goldenbraune Karamellschicht entsteht. 

Sofort servieren und genießen. Und? Liest sich das nicht lecker? Bitte unbedingt probieren, es lohnt sich. . . 

* die ganze Tonka - Bohne kann bis zu 10 x wiederverwendet werden. Nach jedem Benutzen sehr gründlich abwaschen, abtrocknen und auf einem Küchenkrepp ca. 1 Tag trocknen lassen, ab und an die Bohne wenden. Wenn die Bohne gut getrocknet ist, dann kann sie in einem kleinen Schraubglas bis zum nächsten Einsatz aufbewahrt werden. Ein Zettel mit der Anzahl der bisher verwendeten Einsätze ist hilfreich und man weiß wie oft man sie schon benutzt hat.






immer wieder ein Genuss






 

Freitag, 26. Juni 2026

Bulgur Salat

Gemeinsame Grillfeste sind immer schön. Wir waren jetzt zu einem eingeladen, wo jeder Teilnehmer einen Salat oder eine Grillbeilage mitbringen sollte. Die Idee finde ich immer prima, zumal man dann Gelegenheit hat, etliche verschiedene Salate probieren zu können und man sich Anregungen holen kann.

Für dieses Event hatte ich mir einen Bulgur Salat überlegt. Ich hatte einen Tag vorher nicht so viel Zeit, sodaß mir die Idee eines solchen Salates kam. Außerdem waren für den Tag an die 30°C vorhergesagt und ich wollte keinen Salat machen, der Mayonnaise oder schnell verderbliches enthält. Und recht frisch sollte er schmecken.

Der Salat ist wirklich sehr schnell zusammengerührt. Bulgur verwende ich sonst nie in der Küche, deswegen war ich erstaunt, wie schnell er für den Salat fertig war. Ich hatte mich an die Anleitung auf der Packung gehalten, das klappte sehr gut.

Der Salat kam gut an und hat allen gut geschmeckt. Er passte sehr gut zu Gegrilltem, so sollte es auch sein.

 


Bulgur Salat

  • 1 Tasse Bulgur
  • 2 Tassen kochendes Wasser
  • 1 Teelöffel Gemüsebrühpulver
  •  
  • 1/2 Zitronensaft
  • 5 Esslöffel neutrales Öl
  • 1 gehäufter Teelöffel Tomatenmark
  • 2 Teelöffel Ahornsirup
  • 2 Teelöffel Pul Biber, edelsüß
  • 1 Teelöffel Sumak
  • Schwarzer Pfeffer
  • evtl. etwas Salz
  • 1 Esslöffel Schnittlauchröllchen
  •  
  • 1 große Paprika, fein gewürfelt
  • 1 Gurke, fein gewürfelt
  • 1 dicke Tomate, entkernt und fein gewürfelt

Den Bulgur in eine Schüssel geben, die gekörnte Brühe dazu geben. Das Wasser im Wasserkocher aufkochen und sofort über den Bulgur gießen. Alles verrühren und ca. 15 Minuten quellen lassen. 

In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten. Dafür alle Zuten verrühren und abschmecken. Wenn der Bulgur gequollen ist, das Dressing darüber gießen, gut mischen. Dann die restlichen gewürfelten Zutaten untermischen. Den Salat durchziehen lassen und nochmals abschmecken.







Freitag, 19. Juni 2026

aus Zwetschgenkernen wird ein leckerer Likör "Amaretto"

Bevor es bald wieder Zwetschgen gibt, möchte ich euch schon jetzt darauf aufmerksam machen, dass man die Zwetschgenkerne nicht wegwerfen sollte. Daraus kann man ganz leicht einen Likör machen, der sehr nach Amaretto schmeckt. Selbst mit einer kleinen Menge Zwetschgenkerne kann man es mal ausprobieren, das Ergebnis überzeugt auf jeden Fall. Die Alkohol- und Kandismenge richtet sich dann nach dem Gewicht der Kerne.

Da es mittlerweile auch schon Pflaumen gibt, könnte man das mit Pflaumenkernen bestimmt auch probieren. Damit habe ich aber keine Erfahrung, meinen "Amaretto" habe ich bisher immer mit Zwetschgenkernen hergestellt.

Der Ansatz sollte dann mindestens 3 Monate (aber ruhig auch 6 Monate) reifen. Danach lässt man den Likör nach dem Abseihen noch einige Zeit reifen, damit er umso besser schmeckt. Deshalb mein Tipp,  notiert euch heute schon das Rezept. Denn die Zwetschgenzeit kommen schneller als man denkt.

Nun aber zum einfachen Rezept.


Ich hatte mehrere kleine Mengen angesetzt und alles zusammen in einer Flasche abgefüllt.
Die dunkle Farbe ist doch der Knaller.

 

 "Amaretto" aus Zwetschgenkernen, ca. 1 Liter
  • ca. 140 g Zwetschgenkerne (die Kerne von ca. 2 kg Früchten)
  • 300 g Kandiszucker (möglichst brauner)
  • ein Stückchen Vanilleschote
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 700 ml Wodka oder Doppelkorn
  •  
  • evtl. noch ein paar Zwetschgenstückchen

die ausgelösten Zwetschgenkerne in ein ausreichend großes, verschließbares Glas oder Flasche füllen. Sollte noch etwas Fruchtfleisch an den Kernen sein, bitte dran lassen. Den Kandis darauf geben, ebenso das Stückchen Vanilleschote. Dann wird alles mit Schnaps bedeckt und das Glas bzw. die Flasche verschlossen.

An einem dunkeln Ort nun reifen lassen. Hat sich der Kandis aufgelöst, dann wöchentlich die Flasche schütteln. Der "Amaretto" soll mindestens drei Monate reifen, besser sind sechs Monate. Je länger, desto intensiver wird der Likör. Man kann ihn ja zwischendurch mal probieren . . . 

Den "Amaretto" durch einen Kaffee- oder Teefilter nun abgießen, zurück in die Flasche füllen und nochmals einige Wochen reifen lassen. Fertig ist ein Likör, der nach "Amaretto" schmeckt.



Eine Kiste voller Zwetschgen.















Dienstag, 16. Juni 2026

Rhabarbertarte mit Aprikose und Joghurtguss

Bei unserem Obststand gab es nochmal frischen Rhabarber. Bald ist die Saison ja wieder vorbei. Daraus wollte ich dieses Mal eine Tarte backen. Am liebsten essen wir eine solche Tarte mit Quarkguss. Dieses Mal hatte ich aber keinen, sodaß ich griechischen Joghurt stattdesssen genommen habe. Einen großen Geschmacksunterschied konnten wir jetzt nicht feststellen, die Tarte war wieder sehr lecker.

Des weiteren hatte ich dieses Mal einen fertigen Mürbeteig verwendet. Er ist nicht gesüßt und folglich wurde die gesamte Tarte eher "unsüß", was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat. Auch die wenigen Aprikosen am Rand der Tarte waren sehr lecker und passten sehr gut. Man hätte gut noch viel mehr Aprikose nehmen können, aber das waren die letzten Früchte, die ich noch hatte.

Die Tarte war rundherum gelungen.




Rhabarbertarte mit Aprikose und Joghurtguss   32er Tarteform

für einen Mürbeteigboden:

  • 250 g Dinkelmehl 630er
  •  50 g Mondamin
  • 100 g Zucker
  • 150 g weiche Süßrahmbutter
  • 1 Prise Vanillesalz 
  • 1 Ei Gr. L
alternativ: 
  • 1 Rolle Mürbeteig aus dem Kühlregal

 für den Guss:

  • 500 g Griechischer Joghurt, 10%ig
  • 70 g Zucker
  • etwas Vanillepaste
  • 1 Teelöffel Zitronenzucker 
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver zum Kochen (37g)
  • 1 großes Ei

  • ca. 500 g Rhabarberstangen, gewürfelt
  • einige Aprikosen, entsteint und geviertelt


Für den Mürbeteig alle Zutaten rasch verkneten. Den Teig zwischen zwei Klarsichtfolien (Backpapier geht auch) mit einem Nudelholz ca. 0,5 cm dünn ausrollen und in eine Tarteform legen und bis zum Rand hochziehen. Eventuelle Teigreste können als Kekse ausgestochen werden. Die Form (und die ausgestochenen Kekse) einige Zeit im Kühlschrank durchkühlen lassen. So wird der Boden später schön mürbe. 

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Boden vor dem Backen mit einer Gabel einstechen, damit er keine Blasen wirft. Einen Bogen Backpapier hineinlegen und getrocknete Erbsen oder Linsen einfüllen und den Boden bei 200°C ca. 30 Minuten hell golden vorbacken. Die Hülsenfrüchte dann mit dem Backpapier entfernen. Ausgekühlt können sie jederzeit zum Blindbacken wieder verwendet werden. Ich hebe sie nach dem Auskühlen in einem alten Marmeladenglas auf.

Der Boden kann auch gut einen Tag vorher gebacken werden.

Alternativ kann auch eine Rolle Tarte- bzw. Mürbeteig aus dem Kühlregal verwendet werden. Dann bitte der Anleitung auf der Packung folgen. Aber den Boden ebenso vorbacken.

Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. 

Für die Joghurtmasse alle Zutaten zu einer glatten Masse verrühren. Den Rhabarber waschen und in gleichmäßige, große Würfel schneiden. 

Den Teig mit dem Backpapier in die Tarteform legen und den Guss auf den Boden geben und glattstreichen. Zuerst die Aprikosen vierteln aund am Rand auf dem Guss verteilen. Dann die Rhabarberwürfel dicht an dicht (eventuell auch nach gewünschtem Muster) in die Creme setzen bzw. auflegen. 

Die Form in den auf 180°C vorgeheizten Ofen, 2. Stufe von unten (Ober-/ Unterhitze) stellen und ca. 40 Minuten backen. Eventuell noch einige Minuten bei ausgeschalteter Hitze nachbacken lassen. Man muss den Kuchen einfach ein wenig beobachten, die Creme soll gestockt sein und eine leicht goldene Farbe haben. 

Den Kuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Gerade eben ausgekühlt schmeckt die Tarte sensationell, wie wir finden. Leckere Creme, nicht so süß, knuspriger Boden und säuerlicher Rhabarber. Klasse. . . 

Bitte die Tarte nicht abdecken, so bleibt sie schön mürbe. 


Die Tarte vor und nach dem Backen.



Die Tarte war sehr fruchtig und "unsüß", genau so wie man sich so eine Tarte vorstellt.








Freitag, 5. Juni 2026

Bruschetta "Lipari" auf meine Art

Mitte April waren wir auf Sizilien unterwegs. Das Wetter war prima, die Landschaft teilweise sehr spektakulär und das Essen, wie überall in Italien, super lecker.

Bei einem Tagesausflug auf die äolischen bzw. liparischen Inseln Lipari und Vulcano haben wir ein mega leckeres Bruschetta gegessen. Das gab es an dem kleinen Aussichtspunkt Belvedere da Graziella "auf die Hand". Selten haben wir ein so leckeres Bruschetta kosten dürfen. Leider weiß ich nicht mehr so ganz genau was alles auf der Bruschetta war, aber ist auch egal, es war so lecker. Die Aussicht auf Vulcano gab es dann noch kostenlos dazu. 

Zuhause habe ich nun probiert dieses leckere Essen so halbwegs nachzumachen. Es ist mir logischerweise nicht ganz gelungen, aber meine Version hier hat uns auch sehr gut geschmeckt. Und so sollte es sein. 

Falls ihr mein Rezept mal testen wollt, es sieht so aus:


So sah unsere "Bruschetta Lipari" aus und sie hat uns sehr gut geschmeckt.


So sah die leckere Bruschetta auf der Insel Lipari am Aussichtspunkt "Belvedere da Graziella" aus. Soweit ich mich erinnere, bestanden sie aus gebratenen Auberginen, Kapernäpfel von der Insel Salina, Olivenöl, Peperoncino, Knoblauch, Oregano und Oliven. Es hat wunderbar geschmeckt.

Bruschetta "Lipari" auf meine Art

  • Bruschetta Brot, große Scheiben
  • Olivenöl
  •  
  • Zwiebeln, in Streifen geschnitten, golden angedünstet
  • Knoblauch, fein gewürfelt
  •  
  • Tomaten, entkernt und fein gewürfelt
  • Oliven in Kräuter - Knoblauch - Marinade, in Scheiben geschnitten
  • gegrillte, in Öl eingelegte Paprika, in Streifen geschnitten
  • in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten, in Streifen geschnitten
  • Kapernäpfel, in Scheibchen geschnitten 
  • Jalapeño Scheibchen (nach Geschmack)
  •  
  • Balsamico Creme
  • etwas Pecorino Romano oder Parmesan, fein gehobelt
  • klein gehackte Basilikumblätter
Für den Belag die Zwiebelscheiben in etwas Öl dünsten und leicht Farbe annehmen lassen. Dann den Knoblauch dazu geben, untermischen und die Pfanne vom Herd nehmen.

Sämtliche Zutaten in Streifen oder Würfel schneiden und bereit stellen.

Die Brotscheiben rösten und mit Olivenöl beträufeln. Dann sämtliche Zutaten auf dem Brot verteilen. Mit Olivenöl und Balsamico Creme beträufeln, darauf dann den Pecorino und das Basilikum verteilen.






Die Tomatenauswahl war riesig.








🍅🍅🍅🍅🍅



Wie das auf Inseln oft ist, es zogen ein paar Wolken hinein. Leider war die Sicht auf Vulcano bei unserem Stopp etwas verhangen. Kurze Zeit später waren die Wolken verschwunden und die Berge wieder frei.




Im Hafen von Lipari. Hier schien die Sonne und die Wolken hatten sich verzogen.


Das Schwefel - Schlammbad auf Vulcano. Man konnte es schon von weitem riechen . . . und aus kleinen Löchern am Wegesrand strömte heißer Dampf heraus. Vulkano ist eine wilde Insel mit schwarzen Stränden und rauchendem Vulkan.
Das war ein sehr schöner, lohnenswerter Ausflug. Uns hat es sehr gut gefallen.







Dienstag, 2. Juni 2026

Bitter Lemon Sirup

Letzte Tage hatte ich euch das Rezept eines sehr saftigen, fruchtigen und aromatischen Bitter Lemon Cakes vorgestellt.

Bei diesem Kuchen bleiben Reste der gekochten Zitronen übrig, die ich noch nicht direkt wegwerfen wollte. Da kam mir eine Idee sie noch zu verwenden.

Ich habe die Reste einfach noch mit einem halben Liter Wasser und 50 g Zucker zusammen aufgekocht und noch einige Zeit leise köcheln lassen. Ich wollte noch recht viele Aromen aus den Schalenrückständen heraus holen. Und das hat halbwegs geklappt.

Dann habe ich den entstanden Sirup durch ein Sieb gegossen und in ein Gefäß gefüllt. Je nach Geschmack kann man sein Wasser mit diesem Sirup nun aromatisieren und enthält so noch nebenbei ein leckeres Getränk.

Die ausgekochten Zitrusrückstände sind dann wirklich für den Müll.


500 ml Sirup sind aus den Resten dabei entstanden.


Bitter Lemon Sirup

  • Reste der gekochten und ausgedrückten 3 Zitronen vom Cake
  • 500 ml Wasser
  • 50 g Zucker


Alle Zutaten einige Minuten köcheln lassen, dann alles durch ein Sieb gießen bzw. passieren, fertig ist der Sirup.

Mit Wasser nach Wunsch einfach verdünnen und genießen. Prost.


Links die gekochten Zitronen für den Cake, mittig sind sie schon püriert und rechts passiert (mit dem Zitronenrest im Sieb).


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Dienstag, 26. Mai 2026

Rhabarber - Crumble

Zurzeit gibt es wieder leckeren Rhabarber. Auf meinem Blog findet ihr oben auf dieser Seite unter der Rubrik "Rezepte von A - Z" einige Rezepte mit Rhabarber.  Da wird bestimmt jeder fündig werden.

Heute habe ich ein Crumble für euch. Crumble sind so vielseitig, ob mit Äpfeln, Zwetschgen, Aprikosen oder auch mit Kirschen. Lecker sind sie alle. 

Dieses Mal habe ich ein Crumble mit Rhabarber gebacken. Ich habe das Rezept auf zwei Glasauflaufformen verteilt und im Airfryer gebacken. So hatten mein Mann und ich jeder eine große Portion Crumble zum Nachmittagskaffee. 

Wer keinen Airfryer sein eigen nennt, der gibt das Crumble einfach in eine geeignete Auflaufform und backt alles im Backofen. Zeit und Temperatur habe ich auch dazu geschrieben.

Also ab in die Küche, wir backen Crumble.



Rhabarber - Crumble    2 große Portionen

  • 100 g Mehl
  • 80 g feine Haferflocken
  • 1 große Prise Vanillesalz
  • 1 große Prise Zimt
  • 90 g Zucker
  • 100 g weiche Butter
  •  
  • ca. 500 gr. Rhabarber, fein gewürfelt
  • eventuell Zucker, falls man es süßer möchte


Für den Crumnle alle trockenen Zutaten mischen, dann die Butter dazu geben und alles mit der Gabel zu einem Streuselteig verrühren. Die Crumble sollen nicht zu fein aber auch nicht zu groß werden. Die Crumble zum Durchkühlen kurz in den Kühlschrank stellen, so werden sie später knuspriger.

Den Rhabarber waschen und in ca. 1cm große Würfel bzw. Scheiben schneiden und in 2 Auflaufformen füllen. Ich habe ihn nicht extra gesüßt, weil die Streusel genug Zucker enthalten. Darauf dann den Streuselteig gleichmäßig verteilen.

Die Auflaufform in den Airfryer stellen, Airfry 170°C, ca. 30 Minuten

Kommt die Form in den Backofen, dann den Ofen ebenso auf 170°C Umluft stellen und den Crumble in ca. 30 Minuten golden backen.


Hier ist alles in einer Auflaufform im Backofen gebacken worden.