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Dienstag, 14. April 2026

Bärlauchkaviar oder Bärlauchperlen - einfach selbstgemacht

Ich hab mal wieder etwas ausprobiert. Der Name meines Blogs ist schließlich Programm. Dieses Mal sind es Bärlauchperlen bzw. Bärlauchkaviar. Solche Kügelchen kennt manch einer schon mit Balsamico oder auch Fruchtperlen, die man über ein Dessert geben kann.

Solche Perlen sind einfach herzustellen. Man kleckert vielleicht etwas herum, weil man am Anfang nicht so weiß wie man das anstellen soll, aber der Vorgang ist nicht schwer.

Ich habe es jetzt mit Bärlauch ausprobiert. Von lieben Freunden bekam ich eine größere Menge frischen Bärlauch. Sie haben im Garten jede Menge, es ist der Wahnsinn, wieviel da wächst. Und jährlich wird er mehr. So habe ich mich jetzt an das Experiment Bärlauchkaviar gewagt.

Knapp ausgedrückt kann man sagen, der Bärlauch wird geschnitten, mit Wasser fein püriert. Ein Glas mit Öl wird in den Froster gestellt. Den pürierten Bärlauch gießt und drückt man durch ein feines Sieb, fängt die Flüssigkeit auf. Diese wird mit Agar - Agar aufgekocht, etwas abgekühlt und dann tropfenweise in das kalte Öl getropft. Perlen im Öl kurz stehen lassen, abseihen, mit kaltem Wasser abspülen, fertig.

Ich muss vielleicht noch ein wenig üben, damit die Perlen etwas gleichmäßiger werden, aber das Experiment hat geklappt. Wir haben die Perlen am nächsten Tag über den Salat gestreut und es hat uns sehr gut geschmeckt.

Aber auch über Tomate - Mozarella gestreut, bei einem gekochten Ei oder auf kleinen Häppchen als Deko wird der Bärlauchkaviar sehr gut schmecken. Probiert es aus, es wird euch bestimmt gefallen.

 

Kleine und größere Perlen sind heraus gekommen. Alles Unikate . . . 


Bärlauchkaviar oder Bärlauchperlen

  • ein hohes Glas mit neutralem Rapsöl
für mindestens 30 Minuten in den Froster stellen. Das Öl soll sehr kalt werden, aber nicht gefrieren.
  • 100 g Bärlauch
  • 150 ml Wasser
den Bärlauch waschen, fein schneiden und mit dem Wasser fein pürieren. Die Masse durch ein feines Sieb gießen und die Flüssigkeit auffangen. Den zurückgebliebenen Bärlauchbrei ** im Sieb gut ausdrücken und beiseite stellen.
  • 200 ml Bärlauchflüssigkeit
abmessen und mit 
  • 4 g Agar - Agar - Pulver (bei 5 g werden sie bestimmt noch etwas fester)
aufkochen und mindestens zwei Minuten leicht sprudelnd köcheln lassen. Die Flüssigkeit dann abkühlen lassen, bis sie nicht mehr heiß ist.

Eine Tropfflasche mit feiner Öffnung bereitstellen und die Flüssigkeit in die Flasche füllen. Das Öl aus dem Froster nehmen und die Flüssigkeit tropfenweise ins kalte Öl tropfen. Bei meiner Flasche musste ich die Flüssigkeit vorsichtig über einen Löffel ins Gefäß tröpfeln lassen, da sonst alles im Strahl aus der Flasche kam. (warum das auch immer passierte . . .)

Die Kügelchen sinken zu Boden, etwas warten, dann die Kugeln entnehmen und in ein feines Sieb legen. (oder sie mit dem Öl in ein feines Sieb gießen und das Öl auffangen). Die Kügelchen mit kaltem Wasser kurz abspülen und fertig ist der Bärlauchkaviar. 

Man hebt sie am besten verschlossen im Kühlschrank auf.

Im Kühlschrank halten sie sich abgedeckt einige Tage, wir haben sie am Folgetag über den Salat gegeben.

mein Tipp: wenn man, so wie ich, zum Ausprobieren eine kleinere Menge Öl genommen hat, dann muss man zwischendurch die Perlen abgießen und das Öl erneut kühlen. Die Flüssigkeit solange in heißes Wasser stellen, damit sie nicht fest wird. So kann man nach und nach die gesammte Flüssigkeit zu Perlen verarbeiten.

** Den übrig gebliebenen, ausgedrückten Bärlauchbrei kann man ohne weiteres in ein Schraubglas geben, mit dem aufgefangenen Öl verrühren und so viel Öl aufgießen, dass der gesamte Bärlauch von Öl bedeckt ist. Das ist wichtig, das Öl konserviert in dem Fall. So hat man für Salatsaucen, Pesto und Co. frischen Bärlauch zur Hand. Im Kühlschrank hält er sich sehr gut. Oder man friert das Ganze ein. Das klappt auch.

 

Die Perlen schwimmen im kalten Öl und werden dann abgegossen.





Making of Bärlauchkaviar bzw. Bärlauchperlen



Bärlauchperlen auf einem gemischten Salat.

🌱🌿🌱











Hier sind gekaufte Fruchtperlen auf dem Dessert zu sehen. Das werde ich auch noch testen. Die Flüssigkeiten sind ja beliebig austauschbar.


Freitag, 28. März 2025

Veggie Burgerpatty aus Kidneybohnen

Bei uns war wieder Burgertime in größerer Runde. Da freuen sich immer alle darauf und jeder kann seinen (selbstgebackenen) Burgerbun so belegen wie er gerne möchte. Auswahl an Saucen und Toppings haben wir dann reichlich. Dazu gab es dann american coleslaw und knusprige Kartoffel Wedges.

Aber nicht alle wollten einen Fleischpatty, einer isst lieber einen Veggiepatty. So habe ich dann auf Wunsch eines einzelnen einen Veggiepatty mit Kidneybohnen vorbereitet. Dieser kam sehr gut an und unserem Besuch hat es sehr gut geschmeckt. Er fand den Patty sehr gut gewürzt und sehr lecker. Über das Lob ich mich sehr gefreut. 

Den Patty hatte ich in einer kleinen, beschichteten Pfanne mit etwas Öl gebraten, für das Braten auf einem Grillrost ist er nicht geeignet, er würde zerbrechen und durch den Rost fallen.

Da das unten aufgeführte Rezept für zwei Patties ist, hatten mein Mann und ich uns am Tag darauf den Patty geteilt und noch einen kleinen Burger zubereitet. Zwar nicht mit einem Bun, sondern mit einer gerösteten Scheibe Bauernbrot, was uns sehr gut geschmeckt hat. Wir sind von diesem Patty auch sehr angetan. Mega lecker, da vermisst niemand Fleisch. 

Was ich persönlich auch klasse finde, die Masse ist so schnell gemacht, sie sollte nur etwas rasten und durchziehen und schon kann man ihn braten. Er wurde auch sehr schön knusprig. Wir sind wirklich begeistert. Man kann den Patty auch sehr gut für 2 Tage im Kühlschrank - einzeln in Folie sowie dann in einer Lock&Lock-Dose verpackt - aufbewahren.

Nun aber fix zum Rezept, vielleicht habt ihr noch eine Dose Bohnen im Vorrat, dann könnt ihr gleich loslegen. Lasst es euch schmecken.


Hier der Burger in seiner ganzen Pracht im Anschnitt. Er war Spitze! Wir hatten gestern nochmal einen Kidneybohnen Veggie Burger gegessen. Zwei Buns waren noch im Froster und die wollten auch gegessen werden.


Das war nur ein kleines, leckeres Häppchen: eine halbe Scheibe geröstetes Brot mit, Saucen, Salat, Gurke, Tomate und einem Drittel des Patty. Ein "Deckel" wäre auch noch gut gewesen . . .


Veggie Burgerpatty aus Kidneybohnen 2 Patties à ca. 180g

  • 1 Dose Kidney Bohnen 400g  (Abtropfgewicht 260g)

  • 4 Esslöffel Paniermehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • ca. 1 - 1,5 Esslöffel Gewürzmischung für Burger 
  • schwarzer Pfeffer
  • evtl. etwas Salz 

  • 1 gehäufter Teelöffel Tomatenmark

  • evtl. etwas Bohnenwasser
  •  
  • neutrales Öl zum Braten

Die Bohnen abtropfen lassen und das Bohnenwasser auffangen. Die Bohnen habe ich nicht abgespült.

Die Bohnen mit einer Gabel grob zerdrücken. Das Paniermehl mit dem Backpulver, Pfeffer und der Gewürzmischung mischen.

Mit einem Zauberstab die Bohnenmasse gut pürieren, einige Bohnenstücke sollen aber noch sichtbar sein. Nun die trockenen Zutaten und das Tomatenmark mit der Gabel unter die Bohnenmasse mischen und alles verkneten.

Die Masse pikant abschmecken und ca. eine halbe Stunde ruhen lassen. So kann das Paniermehl die Feuchtigkeit aufnehmen und alles gut durchziehen. Dann nochmals gut durchrühren. Die Masse soll gut formbar, aber nicht zu fest sein. Ansonsten noch etwas Bohnenwasser unter die Masse rühren und nochmals abschmecken. Sollte sie zu weich sein, dann noch etwas Paniermehl untermischen.

Mit Hilfe einer Burgerpresse * zwei Patties mit ca. 1,5cm Dicke formen, jedes Patty in Folie schlagen und im Kühlschrank rasten lassen.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen, etwas Öl hinein geben und erhitzen, dann den Patty bei mittlerer Hitze beidseitig golden braten. Erst wenden, wenn der Boden gebräunt ist. 

Fertig ist ein leckerer Veggieburger. 

* mein Tipp für das Pressen der Patties:
Die Burgerpresse mit einem größeren Stück Folie auslegen, die Bohnenmasse hinein geben und mit einer Gabel schön flach drücken, dann die Folie darüber schlagen und mit dem Burgerstempel den Burger in Form pressen. Man kann den ferigen Burger mit der Folie gut aus der Form heben und diese bleibt sauber. Die Patties können mit der Folie dann in den Kühlschrank für z.B. den nächsten Tag oder Abend, oder man friert sie darin (zusätzlich noch etwas gefriertauglich verpackt) ein.

 

Von der Masse zum fertig gebratenen Pattie.



So ein Kidneybohnen Veggie Burger ist schon lecker. Ich hatte die Schnittflächen der Buns noch trocken in der Pfanne angeröstet. Dann die Patties gebraten und den Burger zusammen gestellt.



Dieser Burger kann doch locker mit professionellen mithalten. Und man weiß genau was drin ist . . . 😉













Mittwoch, 28. August 2024

Einmachgurken als Probeportion

Dieses Jahr habe ich mal wieder etwas Neues ausprobiert. Etwas sehr unspektakuläres, denn ich habe ein paar kleine Gürkchen eingelegt.

Vom letzten Jahr hatte ich noch reichlich Einmachgewürz im Schrank, denn ich hatte gegrillte Zucchini eingekocht. 

Als wir letztens in einem schönen Hofladen am Niederrhein einkaufen waren, gab es jede Menge kleinere Einmachgurken im Angebot. Sofort kam mir der Gedanke, das ist jetzt die Gelegenheit mal ein paar mit nach Hause zu nehmen und einzulegen. Sehr viele hatte ich nicht mitgenommen, denn etwas größere Einmach- bzw. Schraubgläser hatte ich nicht mehr. Gesagt, getan.

So wurde es nur eine Handvoll Gurken, die ich mitnahm. Das Einmachen ging superschnell und wir sind schon gespannt, wie die Gurken nach 2 Wochen schmecken werden. Ich werde berichten.

Hier ist mein Rezept für ein Probeglas Einmachgurken. Die Mengen kann man ja individuell auf seine Mengen hochrechnen. 

 


Probeportion Einmachgurken  (1 Glas, ca. 600 ml Inhalt)

  • 250 ml Essig
  • 100 ml Wasser
  • 10 g Salz
  • 50 g Zucker
  • 1 gehäufter Esslöffel Gurken - Einmachgewürz
  •  
  • 300 g kleine Einmachgurken
  • 1 kleine rote Zwiebel, geviertelt

Die Gurken schrubben, das Einmachglas mit kochendem Wasser bis zum Rand befüllen und den Deckel ebenso in kochendes Wasser einlegen.

Den Essig mit Wasser, Salz, Zucker und Gewürz aufkochen lassen, eine kurze Zeit köcheln lassen. Den Sud abschmecken und nach Bedarf noch nachwürzen.

Das Glas leeren, die Gurken hochkant hinein stellen und die Zwiebel dazu geben. Nun den kochend heißen Sud darüber gießen. Die Gurken sollen vom Sud bedeckt sein. Sofort den Deckel aufschrauben.

Wenn alles abgekühlt ist, die Gurken dunkel und kühl für 2 - 3 Wochen ziehen lassen.

PS.: Eine Gurke passte nicht mehr in das Glas hinein. Ich habe sie dann in gleichmäßig dicke Scheiben geschnitten, sie in ein Glas gegeben und mit dem restlichen Sud bedeckt und das Glas verschlossen. 

Nachtrag: die Gurkenscheiben hatten wir nach 10 Tagen probiert. Sie waren schön knackig und würzig. Aber mir schmeckten sie "solo" auch ein klein wenig salzig. Auf einer Scheibe Schwarzbrot mit Leberwurst fand ich sie vom Geschmack her aber genau richtig. 



Eine Handvoll Gurken zum Ausprobieren.






Hier schwimmen die Gurken schon mit den Zwiebeln und Gewürzen im Sud.



Fertig sind zwei Gläschen mit Gurken. Ganze Gürkchen und Gurkenscheiben.




Mittwoch, 3. Juli 2024

Zwuler - eine köstliche Resteverwertung aus Kartoffeln

Vom Vortag hatte ich noch ein paar gekochte, festkochende Kartoffeln im Kühlschrank. Daraus lässt sich eine knusprige, leckere Beilage zubereiten. Sie nennt sich "Zwuler".

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Das Rezept fand ich in der Sendung Servicezeit "essen&trinken"  mit Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer. Die Sendung über "Resteküche" stellte eine Art Bratkartoffeln vor, die sich "Zwuler" (bayerisch für "zerwühlte" Kartoffeln) nannten und ein wunderbares Resteessen sind. 

Ich habe es nachgekocht und diese "Zwuler" sind wirklich eine sehr leckere Beilage. Die Mengen sind als Anhaltspunkt gedacht. Wichtig ist nur, dass die geraspelten Kartoffeln gut vom Mehl komplett ummantelt sind und dann in ausreichender Menge Öl oder Butter gebraten werden. 

Zubereitet werden sie so:


Eine Miniportion Zwuler als Amuse-Bouche zum Abendbrot.


Zwuler (Bratkartoffeln) ein Rezept von "Martina und Moritz" 

Zutaten für 2 Personen:

  • 4 - 5 kalte, gekochte, festkochende Kartoffeln vom Vortag (sie sollen 1-2 Tage alt sein)
  • ca. 2 gehäufte Esslöffel Mehl
  • 50-60 g Butter, Margarine oder neutrales Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

die Kartoffeln werden auf einer groben Reibe grob geraffelt und in einer Schüssel mit Mehl gemischt. Wenn man nicht die Hände benutzen möchte, dann geht das sehr gut mit einer Gabel. Alle Raspel müssen gut mit Mehl bedeckt und ummantelt sein.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen, die Butter darin schmelzen und die Kartoffeln dazugeben und alles mehrfach wenden. Die Kartoffeln werden langsam bei mittlerer Hitze geröstet, bis alles golden gebräunt ist. Die Pfanne ab und an schütteln, damit die Kartoffeln nicht aneinander kleben.

Sind sie schön golden gebräunt und rascheln beim Schütteln, dann sind sie fertig und werden erst jetzt gesalzen, gepfeffert und mit Muskat gewürzt. Wer möchte kann auch Pommes Gewürzsalz zum Würzen verwenden.

Dazu passt sehr gut ein Spiegelei und auch ein knackiger Salat. Guten Appetit.


Von der geraspelten Kartoffel zum Zwuler.









Samstag, 8. Juni 2024

Erdbeer - Tomaten - Ketchup

Die Grillzeit ist da, Ketchup wird auch oft benötigt und manch einer probiert gerne mal etwas Neues aus. Da kommt mein Rezept heute ins Spiel. Ich habe mal ein Erdbeer - Tomaten - Ketchup gekocht. Der Ketchup ist schön fruchtig, nicht zu süß und schön würzig. 

Zu viele Zutaten werden auch nicht benötigt und schon kann es losgehen. 



🍓🍅  Erdbeer - Tomaten - Ketchup 🍓🍅 

  • 400 g Erdbeeren, grob gewürfelt
  • 400 g pürierte, aromatische Tomaten (oder passierte Tomaten aus der Packung)
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 110 ml Apfelessig
  • 110 g Roh - Rohrzucker (oder Brauner Zucker)
  • 1/2 - 1 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Senfkörner
  • 5 Nelken
  • 4 Pimentkörner
  • 8 schwarze Pfefferkörner
  • 1/4 Stange Ceylonzimt
  • etwas Pfeffer, Zucker und Salz zum Abschmecken
  •  
  • etwas Stärke/Mondamin zum Binden (falls gewünscht oder nötig)
  • etwas Wasser


die Erdbeeren mit den Tomaten in einen großen Topf geben, die Zwiebelwürfelchen  zusammen mit dem Essig, dem Zucker und dem Salz dazugeben. Die Gewürze in einen Teebeutel füllen und auch in die Masse hängen. Jetzt alles zum Kochen bringen und ca. 40 Minuten auf kleiner Flamme leise köcheln lassen. Achtung, es darf nichts ansetzen. Immer wieder rühren. Den Gewürzbeutel entfernen, die Masse mit einem Mixstab fein pürieren und wer möchte gießt alles noch durch ein feines Sieb. 

Die Mischung kann jetzt noch nach Wunsch und Geschmack mit Pfeffer, Salz und/oder Zucker abgeschmeckt werden. Dann alles nochmals aufkochen lassen. 

Sollte einem die Konsistenz zu dünnflüssig sein, dann den Ketchup mit etwas Stärke (aufgelöst in etwas Wasser) zur gewünschten Konsistenz abbinden. Nochmals gut aufkochen lassen.

Das fertige Ketchup sofort in sterilisierte Flaschen oder Gläser füllen und sofort verschließen. Nach dem Abkühlen dunkel aufbewahren, damit die Farbe erhalten bleibt. Geöffnete Flaschen in den Kühlschrank stellen und alsbald verbrauchen.

Das Rezept stand damals im Heft "Einfach Hausgemacht" 03/2017 





Tomatenvielfalt auf dem Campo de' Fiori in Rom 


Mittwoch, 6. März 2024

cremiges Möhren - Kokos - Süppchen

Suppe ist so richtiges Soulfood, wie man neudeutsch so sagt. Sie wärmt schön durch, ist gesund, vielseitig und lecker. Hinein kommt was man mag oder man kreiert mit Resten noch ein leckeres Süppchen. Suppen sind so vielseitig und immer lecker. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Wir mögen gerne Cremesuppen. Dort kann man auch schon was mit "einarbeiten", was "weg muss" oder was die Familie sonst nicht so unbedingt mag . . . 

Das Rezept von meinem heutigen Möhren - Kokos Süppchen habe ich von einer lieben Bekannten. Marianne und ihr Mann essen auch gerne Suppe und sie hatte mir dieses Rezept hier ans Herz gelegt. Vielen Dank, liebe Marianne, für das leckere Rezept. Die Suppe ist ausgesprochen köstlich geworden. Man schmeckte sowohl die Möhren, als auch den Kokos und die vielen Gewürze. Eine wunderbare Mischung. Ich habe sie wie folgt gekocht:



cremiges Möhren - Kokos - Süppchen

  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 dicke Zwiebel, fein gewürfelt

  • 4 dicke Möhren, gewürfelt
  • 1 dicke Kartoffel, gewürfelt

  • 1/4 Teelöffel Koriander, gemahlener 
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel/Cumin, gemahlen
  • 1/4 Teelöffel Ingwerpulver
  • 1/4 Teelöffel Brauner Zucker

  • 500 ml Brühe
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • 1 Prise Zitronensalz

  • 200 ml Kokosmilch

  • zusätzlich etwas Schwarzkümmel und gerösteter Sesam zum Bestreuen


Die Zwiebel würfeln, die Möhren und Kartoffel waschen, schälen und in gleichgroße Stückchen schneiden.

Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel leicht golden andünsten. Dann die Möhren und Kartoffel dazu geben und einige Minuten mit anschwitzen. Nun werden die Gewürze auf die Gemüse gegeben, kurz untergerührt und die Brühe angegossen.

Den Deckel auflegen, die Suppe aufkochen lassen und auf kleiner Flamme alles ca. 20 Minuten köcheln lassen. Die Gemüse sollen dann alle gar sein.

Mit einem Zauberstab die Suppe fein pürieren, dann die Kokosmilch dazu geben, alles nochmals pürieren, Deckel auflegen und aufkochen lassen. Dann mit Pfeffer und Zitronensalz abschmecken. Und schon kann serviert werden.

Die Suppe in Teller oder Suppentassen füllen und mit dem Schwarzkümmel und dem Sesam bestreuen.


Möhrenvielfalt - gesehen auf einem Markt.





Mittwoch, 3. Januar 2024

meine cremige Süßkartoffel - Kokos - Suppe

Anfang Dezember waren wir zum Ausspannen für ein paar Tage im wunderbaren Landhotel Sponsel-Regus in Oberfranken. Es ist ein wunderbarer Ort zum Entspannen und Genießen. Nicht nur das Hotel mit seinen Annehmlichkeiten ist super, sondern auch das Essen, mit dem man dort verwöhnt wird. Es ist alles mit ganz viel Liebe und Können gekocht . . . das familiengeführte Hotel ist eine Wucht für einen Kurzurlaub und zum Entspannen.

So bekamen wir an einem Abend als Vorsuppe unseres Menüs eine cremige Süßkartoffel-Kokossuppe mit Mandelsahne. Die hat uns so gut geschmeckt, dass ich schon dort beschloss, so eine Suppe auch zu Hause zu kochen. 

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)

Jetzt nach den Feiertagen hatten wir nun Appetit auf eine leckere Suppe. Nun war es soweit, ich habe eine Süßkartoffelsuppe mit Kokos gekocht. Wir sind gerade begeistert von dieser leckeren Suppe. Sie schmeckt unvergleichlich exotisch- karibisch sowie sahnig und cremig. Und auch etwas scharf. Toll.  Eine dicke Süßkartoffel hatte ich noch da und auch ein Päckchen Kokosmilch. Nach kurzer Überlegung was so alles zur Süßkartoffel und zum Kokos passen könnte, da war die Suppe schon in Arbeit.

Mein Rezept, wie ich sie gekocht habe, verrate ich euch jetzt. Beim Kochen hatte ich direkt einen Zettel parat liegen und hatte alles genau aufgeschrieben, wie und mit was ich die Suppe gekocht habe. Damit ich im Falle des Falles das Rezept nach dem Essen direkt in den PC tippen konnte. Wir haben die Suppe als Hauptgericht gegessen, aber als feine Vorspeise in einem Suppentässchen serviert, eignet sie sich auch sehr gut.

Und hier ist es, mein Rezept. Ich bin schon gespannt, wie euch die Suppe schmecken wird, falls ihr sie nachkochen wollt. Bei uns wird es sie auf jeden Fall wieder geben.



meine cremige Süßkartoffel - Kokos - Suppe , ca. 4 Portionen

  • etwas Öl
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 dicke Knoblauchzehe
  • 1 kg Süßkartoffel
  •  
  • 500 ml Brühe
  • 1 leicht gehäufter Teelöffel frischer Ingwer, fein gewürfelt
  • 200 ml Kokosmilch
  • 3 Teelöffel "Karibikspice" von Potluck (oder Currypulver)
  • etwas schwarzer Pfeffer

  • 1 Schuss Sahne
  •  
  • etwas Schwarzkümmelsamen
  • etwas Kürbiskernöl

Die Süßkartoffel schälen und in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen, fein würfeln und ebenso den Knoblauch. Den Ingwer schälen und wie Zwiebel und Knoblauch in feine Würfelchen schneiden.

In einem Topf das Öl erhitzen und die Zwiebel leicht golden andünsten. Den Knoblauch dazu geben, etwas anschwitzen, dann die Süßkartoffelwürfel dazu geben. Kurz vermischen, dann die Brühe dazu geben. Ebenso den Ingwer, die Kokosmilch, das Gewürz und den Pfeffer. Den Deckel auflegen, wenn alles köchelt, die Suppe in ca. 15 Minuten auf kleiner Stufe fertig garen lassen.

Die Suppe pürieren, ist sie einem zu scharf, mit etwas Sahne verdünnen.

Die Suppe in Teller füllen, mit etwas Schwarzkümmel bestreuen und mit etwas Kürbiskernöl verzieren. Die Suppe schmeckt mit dem Schwarzkümmel und dem Kürbiskernöl nochmal so gut, das gibt noch einen extra Kick und Geschmack.

Guten Appetit.


Von der Ingwerknolle zum gewürfelten Ingwer. und so kann man ihn aufheben.









Das wunderbare Süßkartoffel-Kokossüppchen mit Mandelsahne, serviert im Landhotel Sponsel-Regus in Oberfranken.


Morgens beim Frühstück hat man sein Menü (1, 2 oder 3) für den Abend ausgewählt. Meist konnte man sich kaum entscheiden, was man gerne abends essen würde, denn alles ist dort lecker.



Samstag, 25. März 2023

Gemüsecräcker von der Roten Bete

Heute habe ich mal eine Knabberei für euch. Gemüsecräcker von der Roten Bete. Man benötigt nur ganz wenige Zutaten und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen bzw. es schmeckt auch gut. Das Wichtigste aber, man weiß genau was enthalten ist.

Die Masse ist recht fix zusammengerührt, wird dann aufs Backblech gestrichen und im Ofen mehr getrocknet als gebacken. Abgekühlt ist alles schnell und schon können die Cräcker in handlich kleine Stücke geschnitten oder besser gebrochen werden. Ab in eine gut schließende Dose oder Glas und man hat für den nächsten Feierabend zum Glas Wein, Wasser, Fanta, Saft, Cola oder Bier noch etwas zu knabbern. 



Gemüsecräcker von der Roten Bete (Rezept von Timo Böckle, SWR)

  • 300 g Rote Bete, roh, geschält gewogen
  • 60 g Zwiebel, geschält gewogen
  • 3 Gramm feines Salz
  •  
  • 150 g geschroteter Leinsamen
  • 250 ml warmes Wasser
den Leinsamen mit dem warmen Wasser gut verrühren und ca. 30 Minuten quellen lassen. Zwischendurch immer mal wieder rühren.

Die Bete und Zwiebel grob würfeln und mit einem Mixer (Thermomix, Pürierstab o.ä.) sehr fein pürieren. Das Salz dazu geben. Das Püree mit den gequollenen Leinsamen gut vermischen.

Zwei Backbleche mit Backpapier belegen und den Ofen auf 120°C Umluft einstellen.

Die Masse mit Hilfe eines Tortenhebers dünn und gleichmäßig auf dem Backpapier verstreichen und die Bleche in den Ofen schieben.

Nach ca. 30 - 50 Minuten (je nach Dicke der aufgestrichenen Masse) die Gemüseplatte wenden, die Oberfläche soll schon gut trocken sein. Das Papier abziehen und weitere 30 Minuten backen lassen. Die Masse soll nun gut durchgebacken bzw. durchgetrocknet sein. Eventuell die Cräcker noch im ausgeschalteten Backofen nachtrocknen lassen.

Die Gemüsecräcker aus dem Ofen nehmen, sofort vorsichtig in Stücke brechen und komplett auskühlen lassen. Danach in einer gut schließenden Dose oder Glas aufheben.

Wenn man dann das Glas oder die Dose öffnet, dann strömt einem ein wunderbarer Duft in die Nase. Die Cräcker sind richtig knusprig und sehr lecker. Viel Spaß beim Ausprobieren.


Hier sieht man die verschiedenen Stadien vom Teig bis zu den fertigen Cräckern.



So kann man sie aufbewahren - oder auch als Mitbringsel verpacken.







Als Knabberei am Abend schmecken die Gemüsecräcker zum Glas Wein, Wasser, Fanta, Saft, Cola, Schorle, Fassbrause oder Bier besonders gut.