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Freitag, 14. August 2026

Cipollina siziliana - eine Spezialität aus Sizilien

IIm April waren wir auf einer Rundreise auf Sizilien. Die Insel ist sehr vielseitig in ihrer Landschaft, überall gibt es interessante Sachen zu entdecken. Wir zehren immer sehr von solchen Reisen und freuen uns, dass wir so etwas erleben dürfen. Zu Hause werden dann die Fotos gesichtet und gespeichert, ein Fotobuch wird erstellt und auch Leckereien, die wir gegessen haben, werden nachgekocht oder nachgebacken. So kann man den Urlaub noch verlängern und alles Revue passieren lassen.

Ein Rezept einer sehr leckeren Bruschetta, die wir auf der Äolischen Insel Lipari gegessen haben, habe ich euch > hier < aufgeschrieben. Schaut gerne mal in den Bericht.

Rund um den Ätna bzw. Catania, hatten wir bei einem Picknick in einem Pinienwald u.a. eine leckere kulinarische Spezialität kennengelernt. Sie nennt sich "Cipollina siziliana".  Die Leckerei besteht aus Blätterteigpäckchen (oder einer Art Plunderteig), die mit vielen geschmälzten Zwiebeln, Tomaten, gekochtem Schinken, Mozzarella und einigen Gewürzen gefüllt werden. Sie sind ein leckeres Streetfood und man bekommt es dort überall. 

Uns haben diese Cipollina sehr gut geschmeckt. Zuhause habe ich dann im Internet nach einem genaueren Rezept gesucht, ich wollte sie so gut es ging "nachbacken". Und hier ist meine Version der leckeren Cipollina. Gegessen werden sie warm, aber sie schmecken auch kalt.

Die Cipollina waren mir sehr gut gelungen. Die Füllung war sehr lecker und so, wie wir sie aus Sizilien im Gedächnis hatten. Schmelzende, leicht süße, gewürzte Zwiebeln, dann der Schinken und der cremige Mozzarella. Herrlich. Ich hatte allerdings nur eine Rolle Blätterteig verwendet und daraus 6 Stücke geschnitten. Das war alles sehr lecker, aber das nächste Mal würde ich eine zweite Rolle Blätterteig dazu nehmen und den Teig doppelt legen. Dann wird der Teig dicker, was dem Original näher kommt.

Einfach lecker war die Cipollina.

"Cipollina siziliana"   6 Stück

  • 2 große Zwiebeln, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 dicke Knoblauchzehe, fein gewürfelt
  • etwas natives Olivenöl

  • 4 mittlere, geschälte und entkernte Tomaten, fein gewürfelt
  • 1 Teelöffel Tomatenmark
  • einige Basilikumblätter, fein gehackt
  • etwas Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • eine Prise Zucker

  • 1 Mozzarella-Kugel, in Scheiben 
  •  
  • 6 Scheiben Prosciutto cotto oder gekochter Schinken
  •  
  • 2 Rollen Blätterteig
  • etwas Milch zum Bestreichen
  •  
  • Zahnstocher


Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln unter Rühren leicht glasig dünsten lassen. Dann den Knoblauch dazu geben und alles leicht golden braten. Dann die fein gehackten Tomaten dazu geben und zu einer dicklichen Sauce köcheln lassen. Dann das Tomatenmark dazu geben.

Mit Basilikum, einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken und die restliche Flüssigkeit einkochen lassen, bis sie verdampft ist.

Die Mischung abkühlen lassen.

Den Blätterteig 10 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen, den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen, ein Backblech mit Backpapier belegen.

Den Blätterteig aufeinander legen, festdrücken und ihn in ca. 6 gleichgroße Quadrate schneiden und mit Abstand auf das Backpapier legen.

Auf jedes Teigquadrat mittig den Prosciutto legen, darauf etwas Zwiebelfüllung geben und mit den Mozzarellascheiben belegen.

Die vier Teigecken nun zur Mitte falten und die Päckchen verschließen, die Ränder leicht festrücken und mit Milch bestreichen. Mittig jeweils einen Zahnstocher hinein stecken, damit die Päckchen während des Backens nicht aufgehen.

Das Backblech mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und die Cipollina in ca. 15 - 20 Minuten golden backen.


Die fertige Füllung für die Cipollina.




Vom rohen Teig zur fertigen Cipollina.




Picknickplatz auf dem Ätna in Sizilien in einem Pinienwäldchen in über 1000 m Seehöhe. 


Picknick im Pinienwald: leckere, warme Cipollina wurden dort serviert. Ich vermute, sie waren aus einer Art Plunderteig, denn der Teig war auch recht dick. So konnte man die Cipollina gut aus der Hand essen.



Leckeres Fingerfood am Ätna.



Die Füllung und auch der Teig drumherum schmeckten sehr lecker.












Freitag, 15. Mai 2026

Prasselkuchen mit Birnen, gerösteten Mandelblättchen und Haferstreusel

Wir hatten Lust auf ein Stückchen Kuchen und ich wollte bei der Gelegenheit noch ein paar Birnen verarbeiten. Schnell sollte es auch gehen und da ich noch (wie so oft) eine Rolle Blätterteig im Kühlschrank hatte, kam mir die Idee eines Prasselkuchens.

Ein Birnenkuchen ist sonst nicht unbedingt so mein Fall, aber der Prasselkuchen mit den festen Birnen war eine sehr gute und leckere Idee. Was auch prima ist, er ist megaschnell gebacken und lauwarm schmeckt er sogar noch am besten.

Lange Rede, kurzer Sinn, der Prasselkuchen war ganz nach unserem Geschmack, los geht es mit meinem Rezept:



Prasselkuchen mit Birnen, gerösteten Mandelblättchen und Haferstreusel

  • 100 g Dinkelmehl 630er
  • 50 g Haferflocken, zarte
  • 10 g Haferflocken, kernige
  • 80 g Zucker
  • eine Prise Vanillesalz
  • etwas Vanille
  • 1/2 Teelöffel Ceylon-Zimt

  • 100 g weiche Butter

die trockenen Zutaten alle mischen, die weiche Butter dazu geben und alles mit einer Gabel zu nicht zu großen Streuseln rühren. Die Streusel dann kurz in den Kühlschrank stellen, damit die Butter wieder fester wird.

  • eine Rolle Butter - Blätterteig (280 g Fertigprodukt aus dem Kühlregal)

10 Minuten vor Verwendung den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Dann den Teig entrollen und ihn mit seinem Backpapier auf ein Backblech legen, den Backofen auf 200°C Umluft bzw. 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 

Vom Blätterteig an der schmalen Seite 4 gleichbreite Streifen abschneiden. Die Streifen rundherum auf dem Teigrechteck bzw. Teigquadrat als Rand auflegen und leicht festdrücken.

  • 3 große, feste Birnen

  • geröstete Mandelblättchen
  • oder:
  • ca. 1 Händchen voll grob gehackter Walnüsse

Die Birnen waschen, entkernen und in kleinere Stückchen (ca. 1cm Kantenlänge) schneiden und auf dem Boden verteilen, den Rand dabei frei lassen. Darauf dann einige geröstete Mandelblättchen streuen. Ich hatte noch welche vom letzten Kuchenbacken übrig, nehmt so viele ihr mögt. Alternativ schmecken mit Sicherheit auch grob gehackte Walnüsse sehr gut, sie passen sehr gut zu den Birnen.

Die Streusel aus dem Kühlschrank nehmen und gleichmäßig auf den Birnenstückchen verteilen. Den Rand dabei unbedingt frei lassen, damit er schön aufgehen kann. 

Den Kuchen mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 25 Minuten golden backen.

Frisch gebacken schmeckt er natürlich am besten. Aber selbst am nächsten Tag ist er noch recht knusprig und sehr lecker. Bitte beachten, der Kuchen darf nicht abgedeckt werden, sonst ist er am nächsten Tag nicht mehr knusprig. Man kann ihn höchstens mit einem Küchenkrepp abdecken, aber auf keinen Fall mit einer Haube oder Folie.





🍐🍐🍐





 

Freitag, 10. April 2026

Prasselkuchen mit Aprikosen und gerösteten Mandelblättchen

Ab und an überkommt einen die Lust etwas Leckeres zu backen. So war es jetzt auch wieder, wir hatten Lust auf Kuchen.  Dieses Mal habe ich einen Prasselkuchen mit Aprikosen und ein paar gerösteten Mandelblättchen gebacken.

Als Prasselkuchen werden Blätterteiggebäcke mit Streuseln betitelt. Warum der Kuchen so heißt und wo er letztendlich seinen Ursprung hat, kann ich leider nicht sagen. Vielleicht heißt er so, weil die Streusel auf den Teig "prasseln"? Keine Ahnung. Finde ich aber auch unwichtig. Wichtig ist mir immer, dass der Kuchen schmeckt. Schön ist auch, er ist ruckzuck gebacken. 

Und so ein Prasselkuchen ist ein ganz schneller Kuchen. Blätterteig habe ich fast immer im Kühlschrank, Zutaten für die Streusel sowieso und selbst diese sind ganz flott mit einer Gabel zusammen gerührt. Dazu braucht man noch nicht einmal einen Handmixer oder sogar eine Küchenmaschine. Da wir noch ein Glas (gekaufte) Aprikosenkonfitüre im Vorrat hatten, habe ich diese als Belag genommen. Das war eine leckere Entscheidung. Die Streusel sind durch die Haferflocken besonders knusprig geworden und der Hauch von Zimt schmeckt darin besonders gut.

Lange Rede, kurzer Sinn. Hier kommt mein schnelles Kuchenrezept.



Prasselkuchen mit Aprikosen und gerösteten Mandelblättchen

  • 100 g Dinkelmehl 630er
  • 50 g Haferflocken, zarte
  • 10 g Haferflocken, kernige
  • 80 g Zucker
  • eine Prise Vanillesalz
  • etwas Vanille
  • 1/2 Teelöffel Ceylon-Zimt

  • 100 g dickflüssige Butter

die trockenen Zutaten alle mischen, die dickflüssige Butter dazu geben und alles mit einer Gabel zu nicht zu großen Streuseln rühren. Die Streusel dann in den Kühlschrank stellen, damit die Butter wieder fest wird.

  • eine Rolle Butter - Blätterteig (280 g Fertigprodukt aus dem Kühlregal)

10 Minuten vor Verwendung den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Dann den Teig entrollen und ihn mit seinem Backpapier auf ein Backblech legen, den Backofen auf 200°C Umluft bzw. 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 

Den Blätterteig quadratisch zuschneiden. Den restlichen Teig in 8 gleichbreite Streifen schneiden und diese übereinander auf dem Teigquadrat als Rand auflegen und leicht festdrücken.

  • ca. 200 g Aprikosenkonfitüre *
  • geröstete Mandelblättchen

Die Konfitüre dick auf dem Boden verteilen, den Rand dabei frei lassen. Darauf dann einige geröstete Mandelblättchen streuen. Ich hatte noch welche vom letzten Kuchenbacken übrig, nehmt so viele ihr mögt.

Die Streusel aus dem Kühlschrank nehmen und gleichmäßig auf der Aprikosenkonfitüre verteilen. Den Rand dabei unbedingt frei lassen, damit er schön aufgehen kann. 

Den Kuchen mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 25 Minuten golden backen.

Frisch gebacken schmeckt er natürlich am besten. Aber selbst am nächsten Tag ist er noch recht knusprig und sehr lecker. Bitte beachten, der Kuchen darf nicht abgedeckt werden, sonst ist er am nächsten Tag nicht mehr knusprig. Man kann ihn höchstens mit einem Küchenkrepp abdecken, aber auf keinen Fall mit einer Haube oder Folie.

* wer lieber selbstgemachte Aprikosenkonfitüre nehmen möchte, dem empfehle ich mein Rezept. Da steht alles, wie ich mein "Aprikosen - Marmelädchen" immer koche.


Oben links sind schon die Mandelblättchen verteilt und ein kleiner Teil der Streusel.
Oben rechts ist alles fertig für den Backofen.
Unten links der fertig gebackene und in vier Stücke zerteilte Kuchen.
Unten rechts eine Ecke des Prasselkuchens.



Der Prasselkuchen war eine Wucht, er war sehr knusprig und hat uns sehr gut geschmeckt.














war das lecker !





Dienstag, 10. Februar 2026

turboschnelle, kleine Schweineöhrchen

Wenn man zum Kaffee etwas Süßes haben möchte, dann bieten sich diese kleinen, turboschnellen Schweineöhrchen sehr gut an. Sie sind schnell gebacken, die Menge, die man daraus bekommt, ist auch nicht so klein und man kann sie in einer gut schließenden Dose ohne Weiteres noch einige Tage aufheben.

Da ich fast immer eine Rolle Blätterteig im Kühlschrank habe, steht dem schnellen Gebäck nichts im Wege. Und schon kann es losgehen.




🐷 Schweineöhrchen 🐷

  • 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
  • etwas Milch zum Bestreichen (oder etwas Wasser)
  • Zimt
  • Zucker bzw. Brauner Zucker

den Blätterteig etwa 10 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen. Den Backofen auf 190°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Den Teig entrollen und mit etwas Milch bestreichen oder mit etwas Wasser besprühen. Die komplette Teigplatte nun mit Zimt und Zucker nach Geschmack mehr oder weniger dick bestreuen. Durch den leichten Milch- bzw. Wasserfilm haftet der Zucker besser. 

Von beiden Längsseiten her den Teig jetzt aufrollen. Dafür jede Längsseite bis zur Mitte rollen bzw. falten, bis sich die Teigrollen treffen. Die Teigrolle mit etwas Milch bestreichen und nochmals mit etwas Zucker bestreuen oder darin wälzen.

Dann die Teigrolle in ca. 1cm dünne Scheiben schneiden und diese mit der Schnittfläche nach oben mit etwas Abstand zueinander auf das Backblech legen. Die Scheiben eventuell noch etwas flachdrücken bzw. ausrichten.

Das Blech in den vorgeheizten Ofen schieben und die Öhrchen nach Sicht leicht golden backen. Das dauert ca. 15 Minuten.

Die Öhrchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Frisch gebacken schmecken sie am besten. Aber man kann sie auch abgekühlt einige Tage in einer gut schließenden Dose aufbewahren.




🐷🐷🐷


















Mittwoch, 16. April 2025

Bärlauch - Feta - Happen

Wenn es frischen Bärlauch gibt, dann backe ich auch meine Bärlauch - Feta - Happen. Sie sind nicht nur sehr lecker, sie sind auch schnell gebacken und machen auch zum Abend mit Freunden als Häppchen viel her. Aber auch als kleines Abendessen eignen sie sich sehr gut. Und abwandeln kann man das Rezept auch noch. 
Mit frischem Bärlauch schmecken sie super lecker, aber man kann auch sehr gut eingefrorenen Bärlauch für dieses Rezept nehmen. Die eingefrorenen, in schmale Streifen geschnittenen Bärlauchblätter verarbeitet man dann aber in gefrorenem Zustand. 

Lange Rede, kurzer Sinn, hier kommt mein erprobtes, leckeres Rezept.



Bärlauch -  Feta - Happen  20 Stück

  • eine Rolle Blätterteig
  • 200 g Feta oder Hirtenkäse
  • ca. 50 g frische Bärlauchblätter (oder mehr) **
  • ca. 1 gehäufter Esslöffel fein gehackte, getrocknete Tomatenwürfelchen
  • Roter Kampot Pfeffer *, frisch gemahlen

  • Sahne oder Milch zum Bestreichen
  • gerösteter Sesam zum Bestreuen
  •  
  • zusätzlich können auch noch klein gewürfelte Datteltomaten mit hinein
  • schwarzer Sesam als Topping ist auch sehr lecker
  • pur, also nur mit Feta und Bärlauch schmecken sie auch sehr gut


den Blätterteig 10 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Blätterteig entrollen und mittig der Länge nach halbieren. Den Bärlauch waschen, die Stiele entfernen, dann den Bärlauch trocknen tupfen und in 1 cm breite Streifen schneiden. Den Fetakäse in schmale Streifen schneiden. 

Den geschnittenen Bärlauch nun mittig der Länge nach auf den beiden Blätterteigstreifen gleichmäßig verteilen, die Fetastreifen darauf legen und alles nach Wunsch pfeffern. Dann die Tomatenwürfelchen aufstreuen. Dabei den Blätterteig an beiden Längsseiten freilassen.

Jetzt den einen Teil des Blätterteiges über die Füllung legen und die andere Seite darüber schlagen und alles festdrücken. Die Rolle wenden, dass die Naht unten liegt. Die Rollen mit Sahne oder Milch bestreichen und mit beiden Sesamsorten bestreuen. Anschließend die Rolle in ca. 4 cm breite Stücke schneiden und die Stücke vorsichtig und mit Abstand zueinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Menge ergibt ca. 20 Stück.

Das Backblech in der Mitte des vorgeheizten Ofens schieben und in ca. 20 Minuten golden backen.

Auf einem Kuchenrost die Häppchen etwas abkühlen lassen. Lauwarm schmecken sie uns am besten, aber auch kalt sind sie ein großer Genuss. 

* anstelle des Roten Kampot Pfeffers kann man alternativ auch frisch gemahlenen Schwarzen Pfeffer nehmen

** Tipp: den Bärlauch habe ich auch schon eingefroren. Dafür die Blätter gut waschen, die Stiele abschneiden und die Blätter trocken tupfen. Nun gibt man sie gebündelt in einen Klarsichtbeutel, drückt soweit es geht die Luft heraus und friert das Ganze gut beschriftet ein. Alternativ kann man den Bärlauch natürlich auch schon in Streifen schneiden. Benötigt man welchen, dann wird er direkt tiefgefroren verwendet. So kann man sehr gut die Bärlauch-Saison verlängern. 


wer den Bärlauch liebt, der mag vielleicht auch diese Rezepte:


Achtung: Verwechselt den Bärlauch auf keinen Fall mit giftigen Maiglöckchen-Blättern oder Herbstzeitlosen. Maiglöckchen und auch die Blätter der Herbstzeitlosen sowie alle Bestandteile der Pflanzen sind hochgiftig.  Bärlauch riecht knofelig und die Unterseiten der Blätter sind matt und auf keinen Fall glänzend.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man ihn auf jeden Fall im Handel kaufen, dort gibt es ihn auch in Bio-Qualität. Sein Merkmal ist außerdem, dass die Bärlauchblätter leicht knofelig "duften" .



Hier kam noch schwarzer Sesam oben auf den Blätterteig und getrocknete Tomatenwürfelchen in die Füllung.


🌿🌿🌿🍃🌿🌿🌿



Die fertig gebackenen Häppchen, dekoriert mit ein paar Bärlauchblüten.


🌿🌿🌿🍃🌿🌿🌿

Samstag, 26. Oktober 2024

Pastéis de Nata 2024

Einen Tag nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub wollten wir etwas Leckeres zum Kaffee haben. Kuchen oder Torte hatte ich nicht, auch nicht mehr im Forster, ich musste mir was anderes einfallen lassen. So entschied ich mich für den Nachmittagskaffee für ein paar Pastéis de Nata. Die sind immer schnell gebacken. 

Diese köstlichen Pastetchen, die mit einer cremig-sahnigen Vanillecreme gefüllt sind, bieten sich für so einen Fall wunderbar an. Sie sind schnell gebacken, Blätterteig kann man immer im Hause haben, Milch und Eier sowieso und lauwarm schmecken sie am besten.

Das Original dieser leckeren Vanillecremetörtchen stammt aus Belém, einem Ortsteil von Lissabon. Die "Pastéis de Belém" * schmecken göttlich. Zarter Blätterteig und eine unvergleichlich sahnig-cremige Füllung ergeben einen Geschmack zum Niederknien. Man wird sofort süchtig nach den Dingern, die am besten lauwarm und mit etwas Zimt bestreut, gegessen werden. 

Die Törtchen wurden 1837 von einem Mönch im Hieronymuskloster in Belém quasi erfunden. Da sie schon recht schnell Berühmtheit erlangten, hielten die Mönche das Rezept geheim. Noch heute ist es unter Verschluss, nur drei Konditoren der Confeitaria * in Lissabon kennen das gut gehütete Rezept.

Aber nicht nur in Belém bekommt man leckere Pastéis de Nata, es gibt sie im ganzen Land in jeder Bäckerei oder Confeitaria. Jeder wird sein eigenes, bewährtes Rezept haben. Frisch gebacken und am besten noch lauwarm, so hatten wir letztes Jahr im Portugalurlaub jeden Tag eine solche Leckerei genossen. Dazu eine leckere Tasse Kaffee, herrlich. Überall haben sie sehr gut geschmeckt, aber die in Belém waren doch die besten . . .


* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)





meine Pastéis de Nata, 12 Stück 

  • 1 Ei Gr. L
  • 2 Eigelb, Gr. L
  • 30 g Vanillezucker
  • 30 g Zucker
  • 1 gute Prise Zimt
  • 1 gute Prise Salz
  • 35 g Vanille-Puddingpulver

  • 200 ml Sahne
  • 200 ml Vollmilch

  • 1 Rolle Butter - Blätterteig 

  • etwas Zimt, eine Prise Muskat und etwas Puderzucker zum Bestreuen 

In einem kleinen Topf mit einem Schneebesen die Eigelbe mit dem Ei und den restlichen, trockenen Zutaten gut verrühren, dass sich keine Klümpchen bilden.

Nach und nach die Sahne und die Milch dazu geben und alles gut verrühren. Die Mischung auf kleiner Flamme rührend bis kurz vor den Siedepunkt erhitzen. Den Topf vom Herd nehmen und alles weiter rühren, bis ein dicklicher Pudding entsteht. Darauf achten, dass die Eigelbe nicht ausflocken. Sollte das passieren, mit einem Stabmixer die Masse glatt pürieren.

Den heißen Pudding in eine mit kaltem Wasser ausgespülte Glasschale füllen, sofort die Oberfläche mit Folie bedecken und den Pudding abkühlen lassen.

Den Blätterteig mindestens 15 Minuten vor Backzeit aus dem Kühlschrank nehmen, ihn aber noch nicht entrollen.

Eine Silikonmuffinform bereitstellen oder eine Metall-Muffinform fetten oder Silikonförmchen/Papierförmchen hineinstellen und den Backofen auf  200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den Blätterteig entrollen, die halbe Teigplatte ganz leicht mit Wasser bestreichen und dann die andere Hälfte der Teigplatte darüber legen und leicht festdrücken. Von der schmalen Seite her recht eng aufrollen. Diese Rolle dann in 12 gleichmäßige Scheiben schneiden.

Jede Scheibe mit der Schnittfläche nach oben legen, mit der Hand flach drücken und den Teig mit den Händen leicht größer ziehen und ihn in ein Förmchen legen. Der Rand soll etwas dicker sein als der Rest.

Den noch lauwarmen Pudding gut durchrühren, mit Zucker, Zimt und Salz abschmecken und die Füllung in die Förmchen geben. Der Rand soll frei bleiben. Ein paar Löffel Pudding werden übrig bleiben, die kann man dann gleich verspeisen. . . 

Das Muffinblech mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und die Pastéis in ca. 20 - 30 Minuten golden backen. Die Oberfläche soll schön golden bis dunkelbraun werden.

Am besten schmecken die Pastéis de Nata lauwarm. Vor dem Servieren die Pastéis mit dem Puderzucker-Zimt-Muskat-Gemisch bestreuen.

mein Tipp: wer nicht gleich alle 12 Pastéis essen möchte, der hebt die restlichen in einer gut schließenden Dose auf.  Am Folgetag entweder im Ofen oder auf dem Brötchenwärmer des Toasters einige Minuten aufbacken. Der Teig wird wieder knusprig, die Füllung schön warm, dann schmecken sie fast wie frisch gebacken .Oder ihr friert sie für später ein und backt sie dann auf. Das sollte auch klappen.
bom proveito!







Ich hab meine neue, faltbare Muffinbackform von Coox * ausprobiert. Das klappte super. Die Förmchen brauchten nicht gefettet werden und nachdem ich sie einige Minuten nach dem Backen hab auskühlen lassen, konnte ich die Pastéis alle "nach oben klappen" und fertig auskühlen lassen. Nichts klebte oder zerbrach. Ich bin begeistert.


Diese Pastéis hatte ich 2023 nach unserer Portugal - Rundreise zum ersten Mal gebacken. Sie waren phantastisch. Statt Papierförmchen hatte ich meine Silikonförmchen in die alte Blech-Muffinform gestellt. Das klappte auch sehr gut.



das ist ein Original Pastéis de Belem aus Lissabon





Mittwoch, 15. Mai 2024

Spargelpäckchen mit Schinken und Frischkäse

Spargel ist lecker. Die einen mögen ihn total gerne, die anderen können ihm nichts abgewinnen. Wie dem auch sei, wir mögen Spargel. Meist wird Spargel klassisch mit Sauce Hollandaise, Kartoffeln und Schnitzel oder Schinken gegessen. Das ist auch sehr lecker und wenigstens ein Mal gibt es ihn auch so bei uns. Aber Spargel schmeckt noch auf andere Art und Weise zubereitet.

Mein Vorschlag ist ein Spargelpäckchen mit Schinken und Frischkäse. Das ist schnell gemacht, kommt dann in den Backofen und nach ca. 30 Minuten kann schon geschlemmt werden.




Spargelpäckchen mit Schinken und Frischkäse 2 Portionen

  • eine Rolle Blätterteig
  • 8 - 10 dicke Stangen Spargel, geschält und roh
  • 200 g gekochter Hinterschinken
  • 200 g Frischkäse "Toscana" 
  • 4 Scheiben Cheddar "pikant mit Chili"
  • Pfeffer und "Potluck Spargel finisher" * - Kräuter
  •  
  • etwas Milch zum Bestreichen

Den Blätterteig 10 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen, ein Backblech vorbereiten und den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen,

Den Blätterteig entrollen, ihn in zwei Teile teilen und mit dem Backpapier auf das Backblech legen. 

Jedes Teigrechteck mittig nun mit etwas Frischkäse bestreichen, darauf den Schinken legen. Dann die Spargelstangen der Länge nach nebeneinander auf den Schinken legen, etwas Kräuter aufstreuen und darauf Frischkäse verteilen. Den Schinken darüber klappen und noch etwas Cheddar auflegen.

Nun die Blätterteigseiten über die Füllung legen, etwas festdrücken und den Teig dünn mit etwas Milch bestreichen. nach Wunsch noch Pfeffer und Kräuter aufstreuen.

Die Päckchen mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 30 Minuten golden braun backen.

* der Beitrag kann +++WERBUNG wegen Namensnennung und/oder Verlinkung +++ enthalten


Hier sieht man schon die Schichten im Anschnitt.


Dieses Mal bekam ich sehr dicke, saftige und frische Spargel direkt vom Hofladen.










Samstag, 4. Mai 2024

meine Puddingbrezel aus "Zwillingsteig" im Zebralook

Alle essen Puddingbrezel gerne. Meist kauft man sie beim Bäcker, aber manchmal hat man Pech und sie schmecken nicht so gut wie erhofft. Bei unserem Bäcker im Ort schmecken sie unheimlich gut. Sie sind auch sehr groß, sodass mein Mann und ich uns ab und an einen zum Kaffee teilen. So hat man zum Lieblingskaffee noch etwas Leckeres für den süßen Zahn.

Diese Puddingbrezel werden aus Plunderteig gebacken. Plunderteig ist ja eine Mischung aus Hefe- und Blätterteig. So einen Teig habe ich bisher noch nicht ausprobiert, aber ich hatte mal eine Idee. Ich habe einen "Zwillingsteig"  genommen. Dazu gleich mehr.

Im TV wurden letztens Puddingbrezel aus Quarkölteig gezeigt, was mir aber nicht so gut gefiel, da das Blättrige sowie das Knusprige des Blätterteiges meines Erachtens dabei fehlt. Und Quarkölteig ist dem Hefeteig ja ähnlich und hat mit Plunderteig nichts gemein. Aber jeder kann ja so backen wie er möchte, dass sie geschmeckt haben, möchte ich nicht in Frage stellen. 

Nun aber zu meinem Rezept.

Meine Puddingbrezel mit meinen zwei Teigsorten sind sehr lecker geworden! Und auch optisch machen sie was her. Man könnte sie auch glatt "Zebra - Puddingbrezel" nennen, denn durch die zwei verschiedenen Teige sehen sie ein wenig gestreift aus. Außerdem sind sie einfacher zu backen als gedacht. Das schwierigste ist vielleicht das Puddingkochen, denn der könnte bei Unachtsamkeit anbrennen, wenn man nicht aufpasst. Aber sonst ist alles ganz einfach. Und sie sind nicht so süß, ich habe auf  möglichst wenig Zucker geachtet. Wie ich sie mit dem "Zwillingsteig" gebacken habe lest ihr hier:



🦓🦓🦓


Irgendwie guckt mich die Brezel an . . . 

meine Puddingbrezel aus "Zwillingsteig" im Zebralook,  12 Stück

  • 250 g Dinkelmehl 630er
  • 40 g Zucker
  • 10 g Vanillezucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Ei, Gr. L
  • 10 g frische Hefe
  • ca. 100 ml lauwarme Vollmilch
  • 2 Esslöffel neutrales Speiseöl
  •  

  • etwas Milch zum Bestreichen des Hefeteiges
  • 1 Rolle Butter - Blätterteig aus dem Kühlregal
  •  
  • 400 ml Vollmilch
  • 20 g Vanillezucker
  • 20 g Zucker
  • 1 Päckchen "Vanille - Puddingpulver" zum Kochen für 500ml Milch

  • etwas Milch zum Bestreichen

  • Puderzucker und etwas Wasser


die Hefe in etwas lauwarmer Milch auflösen. Die trockenen Zutaten alle gut mischen. Die aufgelöste Hefe in die Mehlmischung geben, mit etwas Mehl bedecken und einige Minuten stehen lassen. Wenn sich Risse zeigen, dann "arbeitet" die Hefe schon. Nun das Ei und das Öl dazu geben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine unter Zufügen der restlichen Milch alles zu einem glatten Teig kneten. Der Teig sollte nicht mehr am Schüsselrand kleben.

Den Teig zu einer Kugel formen, leicht bemehlen und abgedeckt ca. 30 Min. gehen lassen. Der Teig soll schön aufgehen.

In der Zwischenzeit aus der Milch, dem Zucker und dem Puddingpulver einen Pudding kochen, ihn dann in eine Schüssel umfüllen, sofort Klarsichtfolie auf die Oberfläche legen, damit sich keine Haut bilden kann und den Pudding etwas abkühlen lassen.

Wenn der Hefeteig schön gegangen ist, den Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen und entrollen. Den Hefeteig gleichmäßig dünn zu einem Rechteck in Blätterteiggröße ausrollen, ganz dünn mit etwas Milch bestreichen. Den Blätterteig auf den Hefeteig legen, eventuelle Überstände vom Hefeteig abschneiden und alles etwas festdrücken. Den Teig mit einem Pizzaschneider, Messer o.ä. in 12 lange Streifen schneiden.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Jeden Teigstreifen so verdrehen, als wolle man eine Kordel drehen. Die Blätterteigseite ist außen. Die Kordel auf das Blech legen und zu einer Brezel formen.

Den abgekühlten Pudding mit einem Schneebesen schön glatt schlagen und in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Die "Löcher" in den Brezeln nun mit Pudding füllen. Den Puddingbrezel dünn mit Milch bestreichen.

Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und das Blech mit den Brezeln mittig in den Ofen schieben und in ca. 20 - 25 Min. die Brezel golden backen.

Auf einem Gitterrost leicht abkühlen lassen. Aus dem Puderzucker und etwas Wasser eine nicht zu dicke Glasur rühren und den ganzen Brezel damit bestreichen.

Die Brezel schmecken frisch am besten und sie sind nicht so süß.

mein Tipp: wenn nicht alle Brezel direkt (oder spätestens am nächsten Tag) gegessen werden sollen, dann die frisch ausgekühlten Brezel gut verpacken und direkt einfrieren. Die gefrorenen Brezel einige Minuten im heißen Ofen aufbacken und frisch mit Puderzuckerglasur bestreichen. Guten Appetit.


Vom rohen Teig zur fertigen Brezel. Irgendwie gucken die Brezel einen an . . 😁


Kleiner Gag am Rande . . . Fotos meiner Puddingbrezel hatte ich meiner Schwester zugeschickt und sie meinte gleich beim Anblick der Fotos, oh. . . leckere "Eiterbrillen". Eiterbrillen? Wat is dat denn . . . ich hab erst einmal kräftig gelacht, denn diesen Ausdruck kannte ich noch nicht. Sie meinte, als sie einmal mit einem Puddingbrezel ins Büro kam, sprach ihre Kollegin von "Eiterbrille" und so muss sie bei Puddingbrezeln immer daran denken. Sachen gibt's, hihi . . .