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Freitag, 11. September 2026

spicy oven fried Turkey mit pikantem Kartoffelpüree

Ach was war das wieder ein leckeres Essen. Seit ewigen Zeiten hatte ich keine Putenschnitzel mehr gebacken, vor allem nicht diese, die man im Backofen backt.

Ich rede von "spicy oven fried turkey" Schnitzel. Das sind pikante Putenschnitzel, die man mit vielen Gewürzen in Buttermilch einlegt, sie in einer pikanten Panade wendet und im Ofen backt. Lecker. Das schöne ist auch, dass man diese Schnitzel quasi nebenbei backen kann, da man nicht am Herd stehen muss. Der Backofen erledigt hier die Arbeit und der Rest ist auch schnell gemacht

Dazu gab es leckeres, fluffiges und pikant gewürztes Kartoffelpüree und einen Tomatensalat. Uns allen hat es gut geschmeckt.


pikant - scharfes Putenschnitzel

(spicy oven fried turkey) , im Ofen gebacken), 4 Portionen

  • 300 ml Buttermilch
  • 2 Esslöffel Tabasco "grün" 
  • 2 Esslöffel feiner, mittelscharfer Senf
  • 2 - 4 große Knoblauchzehe, fein gewürfelt oder geraspelt 
  • 1 Teelöffel schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 1 Teelöffel Salz

  • 4 große Putenschnitzel (ca. 800g) die Schnitzel sollten möglichst gleich dick sein, evtl. die dickeren Stellen etwas flach klopfen. 

Am Vortag: alle Zutaten für die Marinade vermischen und in ein gut zu verschließendes Gefäß (z.B. eine Lock&Lock - Dose) geben und die Schnitzel in die Marinade legen. Das Fleisch soll rundherum mit der Marinade bedeckt sein. Das Gefäß nun verschließen und alles im Kühlschrank über Nacht marinieren lassen. 

am nächsten Tag:

  • 1 Becher Paniermehl oder Semmelbrösel
  • 1/2 Becher fein geriebener Parmesan oder Pecorino Romano
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 2 Teelöffel Thymian, getrocknet
  • ½ Teelöffel Paprikapulver
  • ½ Teelöffel Cayennepfeffer
  • ½ Teelöffel feines Salz

  •  neutrales Öl für das Backblech
  • neutrales Öl zum Besprühen bzw. Bestreichen

alle trockenen Zutaten gut miteinander verrühren und in eine große Form füllen.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen, leicht abtropfen lassen und in der Panade wälzen und andrücken. Das Fleisch nun 20 Minuten ruhen lassen. Die Marinade wird nicht weiter verwendet !

Das Öl auf ein Backblech geben und verteilen. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Nun das geölte Backblech in den heißen Ofen schieben und 5 Min. aufheizen lassen.

Das heiße Blech mit dem panierten Fleisch belegen und in die Mitte des Ofens schieben. Die Schnitzel nach ca. 10 Minuten mit etwas Öl besprühen oder bestreichen. 

Je nach Dicke des Fleisches die Schnitzel in ca. 30-40 Minuten hellbraun - golden backen.

Die Schnitzel werden nicht gewendet!


Dazu passen Kartoffel - Wedges,  Ballon - Kartoffeln, homemade Knusperwedges Backofenkartoffeln, Karo - Kartöffelchen Bratkartoffeln, Pommes frites oder Kartoffelpüree sowie ein Salat. Da kann man nur noch guten Appetit wünschen.


Wir hatten zu den Schnitzeln Kartoffelpüree und Tomatensalat.

Wie man Kartoffelpüree kocht wisst ihr mit Sicherheit, da kann jeder sein eigenes Rezept nehmen. Deswegen habe ich auch keine Mengen angegeben. Wichtig ist aber bei meinem Rezept, dass das fertige Püree noch mit ordentlich Muskat und Sahnemeerrettich abgeschmeckt wird. Wichtig ist dabei der leichte Geschmack des Meerrettichs. Das Püree ist einfach köstlich.

Pikantes Kartoffelpüree 

(mashed potatoes with horseradish)

  • mehlig kochende Kartoffeln
  • Salz
  • heiße Vollmilch
  • kalte Butter
  • Muskatnuss
  • Sahnemeerrettich

Die Kartoffeln schälen und in etwas Salzwasser weich kochen. Die Kartoffeln abgießen und durch eine Kartoffelpresse drücken. 

Die Kartoffeln mit der Milch zu einem schönen, nicht zu festem Püree rühren. Die Butter unterrühren und das Püree mit Salz und einer großen Prise frisch gemahlener Muskatnuss abschmecken.

Als letztes (je nach Menge des Pürees und Geschmack) nach und nach ca. 2 - 4 Teelöffel Sahnemeerrettich unterrühren. Das Püree soll leicht nach Muskatnuss und auf jeden Fall auch nach Meerrettich schmecken. Das ist der besondere Kick an dem Püree und so lecker.




statt Putenschnitzel hatte ich hier Hähnchenbrust verwendet


🤠🤠🤠🤠🤠




Freitag, 28. August 2026

Kartoffelbomben und Bacon Bombs

Zum Steak oder auch schonmal zu Hamburgern essen wir sehr gerne eine Kartoffelbeilage. Oft sind es Wedges, selbstgemachte Pommes oder auch Kartoffelbomben bzw. Bacon Bombs.

Habt ihr schon mal solch ungewöhnliche Kartoffelkugeln gesehen oder sogar gegessen? Diese leckeren, geraffelten und gewürzten Kartoffeln, die mit Käseraspeln vermischt werden, sind im Speckmantel eine wunderbare Beilage zum Steak, Frikadelle oder Burger & Co. . Und sie sind mal etwas ganz Anderes.  Man kann sie wunderbar schon einige Stunden im Voraus vorbereiten und sie ca. eine halbe Stunde vor dem Essen in den Backofen schieben. Sie sehen optisch nicht nur gut aus, sie schmecken auch klasse. Zu dem Ergebnis kamen jedenfalls alle, die die Bacon Bombs schon bei uns gegessen haben.

Man kann sie auf verschiedenen Wegen backen. Zum Beispiel in einer Silikon -  Muffinform. Aber es geht auch anders. In der Muffinform wurden sie mir nicht so knusprig wie erhofft. Auf einer Pyramiden-Backmatte im Backofen gelingen sie besonders gut. Sie waren rundherum wirklich schön knusprig. Alternativ zur Pyramidenmatte kann man natürlich auch ein Backblech mit Backpapier nehmen. Das geht auch. Oder man nimmt bei einer kleineren Menge Bacon Bombs einfach eine Tarteform und legt sie hinein. Ein Foto seht ihr weiter unten.

Für alle, die keinen Speck mögen, die Kartoffelbomben schmecken auch ohne Speck, lasst ihn einfach weg und bepinselt die Bomben einfach mit etwas Öl, dann werden sie auch schön knusprig und lecker. Ich habe sie dann Kartoffelbomben getauft.

Jetzt habe ich euch bestimmt schon den Mund wässerig gemacht, von daher kommt jetzt endlich das Rezept. Eine genaue Mengenangabe habe ich nicht gemacht, weil ich sie "pi mal Daumen" mische, aber das sollte kein Problem sein. Man nehme wie folgt:



Kartoffelbomben oder Bacon Bombs  (pro Bomb nehme man ca. 1 dicke Kartoffel)

  • 2 größere Bacon Scheiben pro Bacon Bomb

  • gekochte Pellkartoffeln, geschält, abgekühlt und grob geraffelt
  • Pizzakäse geraspelt
  • frisch gemahlener Schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • feine Chiliflocken oder Cayennepfeffer
  • Thymian
  • Oregano
  •  
  • etwas Öl zum Bestreichen


Backzeit bei 175°C Ober-/ Unterhitze ca. 40 Minuten bis sie golden braun sind

Die gekochten, geschälten und grob geraspelten Kartoffeln kräftig mit Pfeffer und Salz würzen. Den geraspelten Käse untermischen und die Masse mit Thymian und Oregano würzig abschmecken. Wer es etwas pikanter mag gibt noch ein wenig Chiliflocken dazu. Das Verhältnis geraspelte Kartoffeln - geraspelter Käse sollte so ca. 3 : 1 sein. Der eine liebt mehr Käse, der andere weniger, nehmt da so viel wie ihr meint oder habt. Nun gleichgroße, feste Kugeln formen und jede Kugel mit 2 Baconscheiben über Kreuz umwickeln, man sollte keine Kartoffeln mehr sehen. 

Das wären dann die Bacon Bombs.

Ein Backblech mit einer Pyramiden-Backmatte oder Backpapier auslegen und die Bacon Bombs darauf legen. Das Blech in den vorgeheizten Ofen geben und die Bombs in ca. 35 - 40 Minuten golden backen.

Wenn man sie ohne Baconumhüllung zubereitet, dann hat man Kartoffelbomben. Sie werden vor dem Backen noch leicht mit etwas Öl bestrichen, damit sie schön knusprig werden.

Beide Sorten passen sehr gut zum Hamburger, zum Steak, zum Kotelett oder zum Schnitzel anstelle von Bratkartoffeln, Pommes, Wedges & Co. 


Hier wurden die Bombs in einer Silikon - Muffinform gebacken. Dafür den Bacon über Kreuz in die Form legen, die Kartoffelmasse hinein geben und festdrücken, den Bacon darüber legen.


Man kann die Bombs auch in einer Tarteform (oder auf einem Backblech) backen.



Meine Kartoffelbomben hatte ich hier zu flachen Kugeln geformt und ohne Baconumhüllung auf einem Blech gebacken. Sie waren dann eine Beilage zum Hamburger.


. . . auf einer Pyramidenmatte kann man sie auch gut backen. Auf dem Foto waren es Zucchinisticks, die ich gebacken hatte. 









Freitag, 24. Juli 2026

Österreichischer Erdäpfelsalat mit Hesperidenessig

Im Juni waren wir für ein paar Tage im Salzburger Land in Urlaub. Die Landschaft und das Essen sind immer eine Reise wert. In solchen Urlauben schaue ich auch immer gerne in Lebensmittelläden vorbei, was ich dort Leckeres, Neues, Außergewöhnliches und/oder Landestypische entdecke. Dabei wandert oft auch etwas in meinem Einkaufskorb.

So war es jetzt auch wieder, ich habe nicht nur Graumohn aus dem Waldviertel und würzig - süßen Senf mitgenommen, sondern auch eine Flasche Essig. 

Es ist kein gewöhnlicher Essig, sondern ein "Hesperidenessig"* von der Fa. Mautner - Markhof. Produkte der Firma kaufe ich immer sehr gerne. Z.B. der im Barique ausgebaute Apfelessig* schmeckt hervorragend, genauso wie der Kremser Senf*, der mild - süß schmeckt. Die Zutaten des Hesperidenessigs sind eine Mischung aus Branntweinessig, Weißweinessig und Apfelsaftkonzentrat. So etwas kannte ich bis dato nicht.

Als ich diesen Hesperidenessig nun im Regal sah, wusste ich nicht, was das für ein Essig ist. Ich hatte den Namen noch nie gehört. Aber das Schild auf der Flaschenrückseite erklärte alles, ich zitiere:

"Das österreichische Original! Seit 1927 produzieren wir den Original MAUTNER MARKHOF Hesperiden Essig - eine spezielle Komposition aus Weingeistessig, Weinessig und dem Geschmack sonnengereifter Äpfel. 

Er ist nach den Hüterinnen des Apfelhaines der Göttin Hera benannt - den Hesperiden. Diese Nymphen hüteten in einem wunderschönen Garten einen Baum mit goldenen Äpfeln. Die Äpfel verliehen den Göttern ewige Jugend. Österreichs beliebtester Essig verleiht vor allem Erdäpfel-, Häuptel- und Gurkensalat seinen unnachahmlich guten Geschmack und darf in keiner Küche fehlen." 

Folglich landete eine Literflasche des Essigs mit in meinem Einkaufskorb. Nun brauchte ich nur noch ein österreichisches Rezept, was ich auf der Mautner Seite fand. Dieses habe ich dann als Anregung genommen. Auch hier zitiere ich:

"Ein klassischer, österreichischer Kartoffelsalat mit Mautner Markhof Hesperidenessig wird traditionel warm oder lauwarm angemacht. Er überzeugt durch seine perfekte 'schlotzige' Konsistenz, die durch die Verbindung von heißer Gemüsebrühe, mittelscharfem Senf, hochwertigem Öl und dem typischen Kräuteressig entsteht."

Schon im Urlaub hatte ich mich auf so einen leckeren, schlotzigen Kartoffelsalat gefreut. Als wir wieder zu Hause waren, habe ich dann so einen Kartoffelsalat zubereitet. Leute, was soll ich euch sagen, ich war sehr begeistert. Der Salat war genau so wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Schön schlotzig, würzig, pikant und nicht zu sauer, er war perfekt. Noch nie war mir ein Kartoffelsalat so gut gelungen.

Das Zusammenspiel von leckeren Kartoffeln (ich hatte festkochende Pfälzer Grumbeere gekauft), diesem leckeren Hesperidenessig, einem Hauch Senf, sowie Brühe und Salz und Pfeffer war genial.

Wer folglich in Österreich so einen Essig findet, der sollte mal eine Flasche mitnehmen. Vielleicht schmeckt euch der Salat ebenso gut wie uns. Wer ansonsten das Rezept gerne probieren möchte und keinen Hesperidenessig hat, der kann mit Sicherheit auch einen guten Weinessig mit einem Schlückchen Apfelessig oder Apfelsaft nehmen.

* dieser Beitrag kann +++ WERBUNG ohne Auftrag +++ enthalten (Namennennung und/oder Verlinkung)


Schön "schlotzig" war mein Kartoffelsalat.


Österreichischer Erdäpfelsalat mit Hesperidenessig *

  • 1 kg festkochende Kartoffeln (ich hatte Pfälzer Grumbeere)

  • ca. 500 ml heiße Brühe
  • 50 ml Hesperidenessig
  • 30 ml Pflanzenöl (ich nehmme gerne Rapsöl)
  • 1/2 Teelöffel mittelscharfer Senf
  • 1/2 Teelöffel süßer Senf (z.B. Kremser Senf)
  • 1 keine rote Zwiebel (fein gewürfelt)
  • Salz
  • frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer

Die Kartoffeln mit Schale je nach Größe in ca. 30 Minuten gar kochen. Abgießen und etwas abkühlen lassen. Dann pellen und in ca. 3mm dünne Scheibchen schneiden.

Für das Dressing die heiße Brühe mit allen anderen Zutaten mischen und abschmecken. Das Dressing (erst einmal ca. 400 ml) über die Kartoffeln gießen und vorsichtig mischen. Den Salat mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur gut durchziehen lassen. Zwischendurch immer wieder durchmischen und ggfls. noch das restliche Dressing dazu geben. Die Kartoffeln saugen die Flüssigkeit auf und der Salat soll schön schlotzig - saftig sein. Vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Hier noch ein kleines Video von der Herstellerseite: Salat mit Essig













Freitag, 19. Dezember 2025

Karo - Kartöffelchen

Ab und an gönnen wir uns ein schönes Steak. Mit Kräuterbutter, einem Salat und Kartoffeln. 

Je nach Lust und Laune bereite ich die Kartoffeln auf verschiedene Weise zu. Z.B. als WedgesTornado - Kartoffeln Knusper - Pommes, Zwuler oder mit Bacon-Bombs. Bratkartoffeln gibt es manchmal auch dazu.

Dieses Mal habe ich Kartoffeln zu "Karo - Kartöffelchen" zubereitet. Die sind super lecker geworden. Besonders gut gelingen sie im Airfryer, wie ich finde. Sie werden da besonders knusprig und golden gebräunt.

Solltet ihr keinen Airfryer haben, dann könnt ihr die Kartoffeln natürlich auch im Backofen bei Umluft 180°C  backen. 


Fertig sind die Karo - Kartöffelchen. Sie sahen super aus. Und lecker waren sie auch.

Karo - Kartöffelchen 

  • möglichst gleichgroße Kartoffeln (vorwiegend festkochend)

  • Öl
  • Pfeffer 
  • Salz
  • Paprika
  • Thymian
  • Rosmarin 

Die Kartoffeln schälen, der Länge nach halbieren. Zwei Essstäbchen auf das Brett legen, die Kartoffel mit der Schnittfläche nach unten zwischen die Stäbchen legen.  

Mit einem großen Messer mit gerader Schneide (z.B. Santoku) feine Schnitte von ca. 2 mm Breite in die Kartoffeln schneiden. Dann die Kartoffel etwas drehen und den Vorgang wiederholen. So erhält man das Karomuster.

Das Öl mit sämtlichen Gewürzen gut verrühren.

Etwas Backpapier in die Schublade des Airfryers legen, die Kartoffeln hineinlegen und mit Hilfe eines Silikonpinsels die Kartoffeln mit der Ölmischung einstreichen. Wenn möglich das Öl auch in die Zwischenräume streichen. So gehen sie später beim Backen schön auf.

Die Zeit des Backens kann je nach Größe und Dicke der Kartoffel variieren. So lange haben meine Kartoffeln benötigt:

Den Airfryer auf 180°C einstellen. Die Kartoffeln nun 20 Minuten backen. Die Kartoffeln nochmals mit dem Würzöl bestreichen. Dann die Temperatur auf 190°C erhöhen, weitere 15 Minuten backen.

Sollten die dicken Kartoffeln dann noch nicht richtig weich und/oder schön gebräunt sein, dann nochmals weiterbacken bei 180°C ca. 10 Minuten.


Hier sieht man, wie man die Kartoffeln schneidet. Für "Fächerkartoffeln" werden sie nur so wie hier gezeigt eingeschnitten. Durch die Essstäbchen bleiben die Kartoffeln unten zusammen.


Die rohen, eingeschnittenen und geölten Kartoffeln kommen nun in den Airfryer.



Mit einem Steak schmeckten die Kartöffelchen richtig lecker.













Freitag, 10. Oktober 2025

Kartoffelsticks mit Apfelmus

Wenn das Mittagessen kochen mal recht schnell gehen soll, dann gibt es bei uns gerne mal "FastFoot ". Aber es ist nicht das, was man im Allgemeinen mit Fast Food bezeichnet. Ich habe Kartoffelsticks mit Apfelmus zubereitet. 

Man könnte auch sagen, dass sie eine Art dicke Schupfnudeln mit Panade sind. Die Dinger sind so lecker, sie schmecken meinem Mann sogar abends noch kalt, falls mal welche übrig bleiben sollten.

Aber frisch aus der Pfanne schmecken die Sticks am besten, vor allem wenn sie schön heiß sind und mit dem kalten Apfelmus als Kontrast. Das Rezept ist für 2 Personen ein Hauptgericht, als Beilage reichen sie bestimmt für 4 Personen.


Bei diesen Sticks hatte ich gekauftes Paniermehl/Semmelbrösel verwendet.


für die  Kartoffelsticks  benötigt man: 

  • 500 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
  • 100 g Mehl
  • 1 großes Ei
  • Salz (etwas großzügig sein, Kartoffeln schlucken immer viel Salz)
  • Pfeffer 
  • frisch geriebene Muskatnuß (eine großzügige Prise)
  • Paniermehl * bzw. Semmelbrösel
  • Rapsöl zum Braten

  • Apfelmus


die gewaschenen Kartoffeln kocht man in der Schale bis sie gar sind. Nach dem Kochen abschrecken, pellen und sofort durch eine feine Kartoffelpresse drücken. Die Kartoffeln mit der Gabel auflockern, damit sie auch etwas auskühlen.

Das Mehl und die Gewürze dazugeben und mit einer Gabel alles gründlich mischen. Das Muskat ruhig etwas großzügig verwenden, man sollte das Muskat ruhig ein wenig schmecken. Alles nun mit einer Gabel locker untermischen, bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Dann das Ei dazugeben, nochmals alles gut vermischen bis der Teig homogen ist und alles gut verbunden ist. Der Teig sollte relativ fest aber noch gut formbar sein.

Mit feuchten Händen kleine Rollen formen und diese in Paniermehl wälzen. 

Eine beschichtete Pfanne erhitzen und darin dann das Rapsöl erhitzen. Die Rollen ins heiße Öl geben und rundherum anbraten. 

Manchmal sind sie nicht so fest, dann ergeben sich dann eher dreieckige Sticks als runde Rollen, das macht aber nichts . . . 

Wenn sie rundherum schön golden sind, dann sind sie auch schon fertig. Uns schmecken sie besonders gut zusammen mit Apfelmus. Aber sie passen auch gut zu herzhaften Gerichten als Beilage.

mein Tipp zum Paniermehl: man kann selbstverständlich gekauftes Paniermehl bzw. Semmelbrösel nehmen. Aber ich nehme auch gerne selbstgemachtes Paniermehl. Manches Mal bleibt ein Rest Brot übrig und keiner mag es mehr essen. Dann lasse ich Brötchen oder auch Roggenmischbrot ganz durchtrocknen. Ist das Brot steinhart, dann reibe ich es mit Hilfe der Küchenmaschine (Reibeaufsatz, Moulinette, Thermomix, Foodprozessor o.ä.) ganz fein. Aufgehoben wird es dann in einer gut schließenden Dose.


Hier wurden die Sticks mit selbstgemachtem Paniermehl aus Bauernbrot und Brötchen paniert, deshalb die dunklen "Stückchen" in der Panade.




Die panierten Sticks vor, während und nach dem Braten.

 

Dienstag, 19. August 2025

würziger Bohnenstampf mit Bohnenkraut, Röstzwiebeln, Sahne, und Speck

Frische Bohnen sind was sehr Leckeres. Wir mögen sie sehr gerne. Die Tage bekam ich eine größere Menge frischer Stangenbohnen von meiner lieben Nachbarin geschenkt. Sie hatte selber so viele geschenkt bekommen, dass sie sie alleine gar nicht verbrauchen konnte. So bekamen wir welche ab und haben uns sehr gefreut.

Da wir die Tage schon Fleisch hatten, ich nicht meinen leckeren Kartoffel-Bohnen-Hack-Auflauf kochen wollte, beschloss ich, einen leckeren Bohnenstampf zu kochen. Die Menge war so groß, sie reichte locker für zwei Tage. Auch aufgewärmt schmeckte der Stampf sehr gut. Und schnell gekocht ist er auch. In rund 25 Minuten steht er frisch gekocht auf dem Tisch. Wenn das mal nicht schnelle Küche ist.

Und hier kommt das einfache, aber leckere Rezept. Lasst es euch schmecken.



würziger Bohnenstampf mit Bohnenkraut, Röstzwiebeln, Sahne, und Speck 4 Portionen

  • 750 g frische, grüne Brechbohnen
  • 800 g Kartoffeln
  • ca. 250 ml Brühe
  • 2 Teelöffel Bohnenkraut, getrocknet

  • etwas Öl oder Butter
  • 1 kleine Zwiebel
  • ca. 100 g Schinkenwürfelchen

  • ca. 200 ml Sahne
  • 1 Handvoll geröstete Zwiebeln (Fertigprodukt) 
  • Salz und Pfeffer


Die Bohnen putzen und in 2cm lange Stücke schneiden. Die Kartoffeln schälen, vierteln und in feine Scheibchen schneiden.

Die Bohnen mit etwas Brühe und dem Bohnenkraut 15 Minuten kochen, die Kartoffeln mit etwas Brühe aufsetzen und ebenfalls ca. 15 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit in einer beschichteten Pfanne die fein geschnittene Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten, dann den Speck  auslassen, bis er leicht golden gebräunt ist.

Die Brühe der Bohnen und der Kartoffeln jeweils abgießen und die Flüssigkeiten auffangen. Dann die Kartoffeln leicht stampfen. Nach und nach die Sahne und eventuell noch Brühe angießen, bis ein cremiger Stampf entsteht. 

Die Bohnen unterrühren, ebenso die Speckwürfelchen und die Röstzwiebeln. Alles gut durchziehen lassen, mit Pfeffer und Salz abschmecken und mit weiterer Sahne und/oder Brühe "verdünnen", bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Und schon kann serviert werden. Guten Appetit. 

PS.: aufgewärmt schmeckt der Stampf auch super lecker.

  

 
Optisch nicht ganz so schön, dafür aber sehr lecker.




 

Freitag, 14. Februar 2025

BBQ - Chicken mit Knusper - Pommes und Blattspinat

Bei uns gab es mal wieder etwas texanisch angehauchtes Essen. Wir hatten uns für ein BBQ - Chicken mit selbstgemachten Knusper - Pommes und lecker gewürztem Blattspinat entschieden. Das war ein richtig leckeres Mittagessen und der Aufwand war nicht allzu hoch. Pommes und Chicken waren zusammen im Ofen und der Spinat war als letztes schnell auf dem Herd geschmort. Und schon konnte serviert werden.




BBQ - Chicken benötigt man: (2 Portionen)

für den Rub:

  • 1 Teelöffel Knoblauchpulver
  • 1 Teelöffel Paprika
  • etwas Cayenne Pfeffer
  • 1 Teelöffel Mehl
  • 1/2 Teelöffel feines Salz
  • etwas frisch gemahlener Schwarzer Pfeffer
  •  
  • oder:
  • BBQ - Rub Mischung nach Wahl

für das Chicken:

  • 2 gleichgroße Hähnchenbrüste
  • Gewürzmischung (Rub)
  • ca. 200 g (8 Scheiben) nicht zu dünner Bacon
  • etwas Brauner Zucker
  • natives Olivenöl
  •  
  • BBQ - Sauce 

alle Zutaten für die Gewürzmischung gut vermischen und die Hähnchenbrust damit rundherum einreiben. Eine große Auflaufform mit etwas Öl ausstreichen und den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.

Jede gewürzte Hähnchenbrust mit Bacon umwickeln und in die Auflaufform setzen. Etwas Braunen Zucker darauf verstreuen und etwas Olivenöl aufträufeln. Die Form mittig in den vorgeheizten Ofen schieben. 

Die Backzeit beträgt insgesamt ca. 30 - 40 Minuten, nach den ersten 15 Minuten etwas BBQ - Sauce in die schon entstandene Sauce geben, alles mit dem Silikonpinsel verrühren und damit dann die Chicken bestreichen, damit alles schön knusprig wird und der Bacon schön glänzt. 

Nach weiteren 10 Minuten den Vorgang wiederholen. Am Ende der Garzeit mit einem Fleischthermometer die Temperatur an der dicksten Stelle testen. Sie sollte über 75°C betragen. Sind die 75°C noch nicht erreicht oder wenn der Bacon noch nicht schön braun ist, evtl. noch einige Minuten länger backen lassen. Das Chicken zusammen mit der Sauce servieren.

mein Tipp: das Chicken und die Pommes können im Umluftofen auf zwei Ebenen zusammen gebacken werden. Ich schiebe die Pommes immer zuerst in den Ofen und das Hähnchen ca. 10 Minuten später. So wird alles zusammen gar und knusprig.


Knusper - Pommes 

  • 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
  •  
  • kochendes Salzwasser
  • 2 Esslöffel heller Essig
  •  
  • 3 - 5 Esslöffel neutrales Öl
  •  
  • Pommesgewürz 

Die Kartoffeln waschen, schälen, abtrocknen und die Kartoffeln mit einem Koch- oder Santokumesser  in gleich dicke Stifte schneiden. Oder man nimmt ein Wellenschnittmesser, wie in diesem Fall.

In einem ausreichend großen Topf Wasser zum Kochen bringen, Salz dazu geben und den Essig. Die Pommes dazu geben, alles durchrühren und die Pommes ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Mit einem Schöpflöffel die Pommes herausheben, mit einem Küchenhandtuch rundherum abtrocknen. Die Pommes dann in eine Schüssel geben und mit Öl benetzen. Jede Pommes soll rundherum von einem dünnen Ölfilm überzogen sein.

Die Pommes dann auf das Backblech geben, sie sollen nebeneinander und nicht übereinander liegen und möglichst noch etwas Abstand zu den anderen haben. Jetzt ab in den Ofen, mittlere Schiene und die Pommes ca. 40 - 45 Minuten golden backen. 

Wenn die Pommes rundherum schön golden gebräunt sind und rascheln, dann sind sie fertig. In eine Schüssel geben und mit Pommesgewürz (Menge nach Geschmack) würzen und dann genießen.


für den Blattspinat:

  •  200 g frischer Blattspinat
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 - 2 Knoblauchzehen
  • etwas Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
Den Spinat waschen und trocken schleudern. In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen, die Zwiebelwürfelchen leicht golden anschwitzen, dann den Knoblauch dazu geben und weiter anbraten. Dann den Spinat dazu geben, alles vermischen und den Spinat zusammen fallen lassen. Das geht sehr schnell. Jetzt nur noch kräftig mit Salz, Pfeffer und ordentlich Muskat abschmecken. Und dann kann schon serviert werden.







Das ist ein Foto von einem HardRock T-Shirt (Rückenansicht) von 1996. Damals gab es noch sehr schöne T-Shirts und wir brachten uns aus jedem HardRock Café eines mit. Jedes Café hatte sein spezielles Motiv auf der Rückseite. Dieses hier müsste aus San Antonio/Texas gewesen sein.. "The Alamo", das Wahrzeichen der Stadt, ist zusammen mit Cowboystiefeln, Opuntien und einer Gitarre ein Indiz dafür. 

★★☆★★


Samstag, 14. Dezember 2024

Fisch Bordelaise mit gewürztem Babyspinat und Hasselback Kartoffeln

Mindestens ein Mal die Woche essen wir Fisch. Auswahl, die uns schmeckt, gibt es genug. Dieses Mal gab es ein Schlemmerfilet Bordelaise. Meistens gibt es dazu einen Salat und Kartoffelpüree, aber dieses Mal hatte ich eine andere Idee. 

Ich hatte Babyspinat mitgebracht, den ich mit Zwiebelchen, Knoblauch und viel Muskat zum Fisch servieren wollte und dazu wollte ich kein Kartoffelpüree essen. So kam mir die Idee der Fächerkartoffeln. Das Schlemmerfilet brauchte ca. 40 Minuten im Ofen, das war genau die Zeit, die auch die Kartoffeln benötigten. Sie fanden in der Auflaufform daneben noch Platz im Backofen. So konnte beides zusammen garen. Außerdem hatte ich genug Zeit mich um den Spinat zu kümmern, der ja nur einige wenige Minuten zum Garwerden benötigt.

Gesagt, getan. Das Essen hat uns sehr gut geschmeckt. Es sieht auf dem Foto zwar nicht so spektakulär aus, aber dafür war es sehr lecker. Meine Rezeptur habe ich euch hier aufgeschrieben. Ich hatte dieses Mal aber gekauftes Schlemmerfilet verwendet. Solltet ihr es lieber selber machen wollen, mein Rezept für selbstgemachten Knusperfisch habe ich euch auch aufgeschrieben.


Hier hatte ich gekauftes Schlemmerfilet "à la Bordelaise"

Fisch Bordelaise: 

  • ein Schlemmerfilet Bordelaise (für 2 Personen) aus dem Froster
das Fischfilet nach Packungsanleitung im Ofen backen. Meist sind es 40 Minuten bei 200°C Umluft.

oder selbstgemacht:

Fischfilet mit Kräuter - Knusperkruste, 2 Portionen

  • 2 dicke Stücke Seelachsfilet (Köhler) *  à  150g
  • schwarzer Pfeffer
  • Zitronensalz 

  • 40 g geschmolzene Butter
  • 40 g Paniermehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Teelöffel Thymian
  • 2 gehäufte Teelöffel "8-Kräuter", gefroren
  • 1 Schuss Olivenöl

  • * ich hatte tiefgefrorenen Fisch, der halb aufgetaut war.

den Fisch beidseitig mit Pfeffer und Salz würzen und in eine kleine Auflaufform legen. Die Zutaten für die Kruste mischen, abschmecken und auf den Fisch geben. Die Kruste fest andrücken.

Die Form in den auf 185°C Heißluft eingestellten Backofen schieben und ca. 30 - 35 Minuten backen.


gewürzter Babyspinat:
  • 200 g frischer Babyspinat in Bio - Qualität

  • etwas Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 große Knoblauchzehe, fein gewürfelt
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • eine große Prise Muskatnuss, frisch gemahlen
Den Spinat putzen, waschen und trocken schleudern.
In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfelchen leicht golden anschwitzen, dann den Knoblauch zugeben und noch etwas anschwitzen.
Dann den Spinat hineingeben, der fällt recht schnell zusammen, und unter Wenden leicht dünsten lassen. Mit Pfeffer, Salz und Muskat kräftig würzen und direkt servieren.

Fächerkartoffeln bzw. Hasselback Potatoes:

  • gleichgroße Kartoffeln, vorwiegend festkochend

  • Olivenöl
  • Pfeffer
  • Paprika
  • Salz
  • Thymian 
  • Rosmarin
  • Knoblauch, fein gerieben oder fein gewürfelt

  • Parmesan, fein geraspelt

Die Kartoffeln waschen, schälen und an einer Seite den Boden leicht flach schneiden, damit die Kartoffeln gut aufliegen und nicht wegrutschen. 

Dann zwei Essstäbchen oder dünne Kochlöffelstiele auf ein Brett legen. Die Kartoffel eng dazwischen legen und mit einem großen Messer dicht an dicht fein fächerförmig einschneiden. Die Stäbchen verhindern das Durchschneiden der Kartoffeln. Das ist wichtig.

Eine Auflaufform leicht einölen, dann Olivenöl mit den Gewürzen vermischen. Jede Kartoffel mit Abstand in die Form setzen, mit Hilfe eines Silikonpinsels mit dem Kräuteröl bestreichen. Dabei darauf achten, dass das Öl auch möglichst in die Zwischenräume gelangt.

Die Auflaufform in den auf 200°C Umluft vorgeheizten Ofen schieben und ca. 35 Minuten backen. Dann die Kartoffeln nochmals mit dem Öl bestreichen und etwas Parmesan auf die Kartoffeln streuen. Weitere ca. 10 Minuten backen lassen bis der Parmesan leicht golden gebräunt und die Kartoffeln gar sind. 











Mittwoch, 4. Dezember 2024

Fächerkartoffeln oder auch Hasselback Potatoes genannt

Habt ihr schon mal Fächerkartoffeln zubereitet? Das geht super einfach, sie sehen klasse aus und schmecken tun sie auch noch sehr gut. Zubereitet werden sie im Backofen und man hat währenddessen für andere Dinge (am Herd)  Zeit. Sie sind eine leckere Beilage zu Fleisch oder Fisch. Oder schmecken auch nur mit einem Quark - Kräuterdip. 

Die Fächerkartoffeln werden auch Hasselback Kartoffeln genannt. Der Name (schwedisch: hasselbackspotatis) geht auf den schwedischen Koch Leif Elisson aus Värmland zurück, der diese Zubereitungsart 1953 im Restaurant Hasselbacken auf der Stockholmer Insel Djurgården einführte. 

Mittlerweile kennt man sie in vielen Ländern und sie sind wirklich klasse. Man würzt sie nach seinem eigenen Geschmack und kann sie je nach Gericht in der Würzung variieren.

Hier ist unsere leckere Version der Fächerkartoffeln. Würzen kann man sie aber ganz nach eigenem Geschmack.



Fächerkartoffeln bzw. Hasselback Potatoes:
  • gleichgroße Kartoffeln, vorwiegend festkochend

  • Olivenöl
  • Pfeffer
  • Paprika
  • Salz
  • Thymian 
  • Rosmarin
  • Knoblauch, fein gerieben oder fein gewürfelt

  • Parmesan, fein geraspelt
Die Kartoffeln waschen, schälen und an einer Seite den Boden leicht flach schneiden, damit die Kartoffeln gut aufliegen und nicht wegrutschen. 

Dann zwei Essstäbchen oder dünne Kochlöffelstiele auf ein Brett legen. Die Kartoffel eng dazwischen legen und mit einem großen Messer dicht an dicht fein fächerförmig einschneiden. Die Stäbchen verhindern das Durchschneiden der Kartoffeln. Das ist wichtig.

Eine Auflaufform leicht einölen, dann Olivenöl mit den Gewürzen vermischen. Jede Kartoffel mit Abstand in die Form setzen, mit Hilfe eines Silikonpinsels mit dem Kräuteröl bestreichen. Dabei darauf achten, dass das Öl auch möglichst in die Zwischenräume gelangt.

Die Auflaufform in den auf 200°C Umluft vorgeheizten Ofen schieben und ca. 35 Minuten backen. Dann die Kartoffeln nochmals mit dem Öl bestreichen und etwas Parmesan auf die Kartoffeln streuen. Weitere ca. 10 Minuten backen lassen bis der Parmesan leicht golden gebräunt und die Kartoffeln gar sind. 

Fertig ist eine sehr leckere Kartoffelbeilage.

Die fertigen Kartoffeln bei Tisch eventuell noch mit Salz würzen.



Mit einem Santokumesser, das eine gerade Schnittkante hat, kann man die Kartoffeln wunderbar in feinste Scheiben schneiden. Aber ein großes Koch- oder Fleischmesser klappt auch.







Samstag, 9. November 2024

herzhafter Rosenkohlauflauf mit Kasseler und Knusperkruste

Endlich gibt es wieder Rosenkohl. Wir mögen dieses Gemüse, was oft die Geister scheidet, sehr gerne. Vor allen Dingen in diesem herzhaften Auflauf. Manch einer von euch kennt vielleicht schon dieses leckere Rezept, aber diejenigen, die es nicht kennen, die möchten es vielleicht mal probieren.

Als Kind mochte ich nicht gerne Rosenkohl, ich fand er schmeckte oft so streng. Die Sorten scheinen sich geändert zu haben, mittlerweile finde ich Rosenkohl sehr aromatisch. Und bitter schmeckt er auch nicht mehr. So ändern sich die Zeiten und die Erzeuger haben sich dem Geschmack der Kunden angepasst.

Rosenkohl essen wir nicht so oft, aber wenn, dann am liebsten wie im folgenden Rezept. Als "Auflauf" mit Kasseler und Kartoffelpüree. Das Zusammenspiel von würzigem Rosenkohl, cremigem Püree und herzhaften Kasseler in einem Zwiebelsößchen, überbacken mit Knusperkruste, hach. . . das ist so lecker und damit kann man oft auf Rosenkohlverweigerer überzeugen. Pepp gibt auch das mit Meerrettich und Muskat gewürzte Püree und von dem Knusper könnte man glatt mehr essen. Von daher gibt es in der kalten Jahreszeit des öfteren dieses leckere Essen.

Selbst am nächsten Tag aufgewärmt schmecken eventuelle Reste noch. Da sollte man dann den Heißluftofen benutzen, weil die Kruste in der Mikrowelle doch leider pappig wird.

Jetzt habe ich euch aber hoffentlich genug den Mund wässrig gemacht, das Rezept kommt jetzt:



Rosenkohl - Auflauf mit Kasseler, Kartoffelpüree und Knusperkruste  für 4 Personen:

  • 1 kg weichkochende Kartoffeln
  • ca. 150 ml lauwarme Vollmilch
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 dicke Prise Salz
  • ca. 1 Esslöffel Sahne - Meerrettich aus dem Glas
  •  
  • 50 g Butter
  • 80 g Zwiebackbrösel
  •  
  • 800 g Rosenkohl *
  • etwas frisch gemahlene Muskatnuss
  •  
  • 500 g ausgelöstes, mageres und nicht zu durchwachsenes Kasseler, gewürfelt, 1cm Kantenlänge
  • 1 dicke Zwiebel, gewürfelt
  • etwas Rapsöl
  • 300 ml Brühe
  • 100 ml Sahne
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • etwas Saucenbinder oder Mondamin


die Kartoffeln weich kochen und mit der Milch und dem Sahnemeerrettich zu einem Püree verarbeiten, pikant abschmecken und zur Seite stellen. Der Meerrettich mit dem Muskat soll im Geschmack leicht herausschmecken.

Die Zwiebackbrösel in der Butter golden rösten und zur Seite stellen.

Den Rosenkohl putzen, unten am Strunk über Kreuz einschneiden, damit er gleichmäßig gart und in ca. 15 Minuten in etwas gesalzenem Wasser bissfest garen. Abschütten und zur Seite stellen.

Die Zwiebelwürfel in etwas Öl golden dünsten, die Kasselerwürfel dazu geben und ebenfalls anbraten. Mit der Brühe und der Sahne ablöschen, mit Pfeffer würzen und mit dem Saucenbinder oder Mondamin leicht andicken. Nochmals aufkochen und abschmecken.

Eine Auflaufform fetten, zuunterst das Püree einfüllen und etwas glattstreichen, den Rosenkohl halbieren und gleichmäßig darüber verteilen und mit etwas Muskat würzen. Das Kasseler mit der Sauce auf dem Gemüse verteilen und zuletzt die Zwiebackbrösel darüber streuen.

Die Form in den auf 175°C vorgeheizten Backofen (Umluft) mittig schieben und ca. 20 Minuten backen.

* sollte man keinen Rosenkohl mögen, dann kann man durchaus auch knackig gekochte Brokkoliröschen verwenden. Das schmeckt auch.

Ich wünsche euch Guten Appetit!


der Rosenkohl . . .
oder auch Brüsseler Kohl, Sprute (rheinisch), Sprüütcher, Popeköchekäppesje (kölsch), Bebbelesköhl (schwäbisch), Kohlsprossen, Sprossenkohl (Österreich) . . . so viele verschiedene Namen für ein und das gleiche Gemüse. Welche Namen kennt ihr noch? 







Samstag, 12. Oktober 2024

cremiger Bohnenstampf

Wir waren letztens wieder im Hofladen einkaufen. Zu meiner Freude gab es wieder frische Brechbohnen. Die mögen wir immer sehr gerne. Und leckere Kartoffeln haben wir auch mitgenommen. 

Dieses Mal habe ich mich von Sigrids Rezept *  inspirieren lassen. Sie hatte einen cremigen Kartoffelstampf mit Schnibbelbohnen gekocht. Mein gekochter Bohnenstampf war so lecker geworden, dass ich mich direkt nach dem Essen an den PC gesetzt und die Rezeptur eingetippt habe.

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In meine Rezeptur kamen Kartoffeln, Brechbohnen, Speckwürfelchen und geröstete Zwiebeln. Den Speck hätte man auch gut weglassen können, aber wir mögen gerne den Geschmack von gebratenem Speck. Er gab (für meinen Geschmack) dem Gericht noch das gewisse etwas. Genau wie die Röstzwiebeln. Es war einfach lecker.

Das Essen ist auch schnell gekocht. In rund 25 Minuten steht das Essen auf dem Tisch.



cremiger Bohnenstampf  2 Portionen

  • 500 g frische, grüne Brechbohnen
  • 600 g Kartoffeln
  • ca. 250 ml Brühe
  • 1 Teelöffel Bohnenkraut, getrocknet

  • ca. 100 g Katenrauchwürfel
  • ca. 100 ml Milch oder Sahne
  • 1 Handvoll geröstete Zwiebeln (Fertigprodukt) 
  • Salz und Pfeffer
Die Bohnen putzen und in 2cm lange Stücke schneiden. Die Kartoffeln schälen, vierteln und in feine Scheibchen schneiden.
Die Bohnen mit etwas Brühe und dem Bohnenkraut 15 Minuten kochen, die Kartoffeln mit etwas Brühe aufsetzen und ebenfalls ca. 15 Minuten köcheln lassen.
Den Speck in einer beschichteten Pfanne auslassen, bis er leicht golden gebräunt ist.

Die Brühe der Bohnen und der Kartoffeln jeweils abgießen und die Flüssigkeiten auffangen. Dann die Kartoffeln leicht stampfen. Nach und nach die Sahne/Milch und eventuell noch Brühe angießen, bis ein cremiger Stampf entsteht. 
Die Bohnen unterrühren, ebenso die Speckwürfelchen und die Röstzwiebeln. Alles gut durchziehen lassen, mit Pfeffer und Salz abschmecken und mit weiterer Sahne/Milch und/oder Brühe "verdünnen", bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Und schon kann serviert werden. Guten Appetit.







Mittwoch, 3. Juli 2024

Zwuler - eine köstliche Resteverwertung aus Kartoffeln

Vom Vortag hatte ich noch ein paar gekochte, festkochende Kartoffeln im Kühlschrank. Daraus lässt sich eine knusprige, leckere Beilage zubereiten. Sie nennt sich "Zwuler".

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Das Rezept fand ich in der Sendung Servicezeit "essen&trinken"  mit Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer. Die Sendung über "Resteküche" stellte eine Art Bratkartoffeln vor, die sich "Zwuler" (bayerisch für "zerwühlte" Kartoffeln) nannten und ein wunderbares Resteessen sind. 

Ich habe es nachgekocht und diese "Zwuler" sind wirklich eine sehr leckere Beilage. Die Mengen sind als Anhaltspunkt gedacht. Wichtig ist nur, dass die geraspelten Kartoffeln gut vom Mehl komplett ummantelt sind und dann in ausreichender Menge Öl oder Butter gebraten werden. 

Zubereitet werden sie so:


Eine Miniportion Zwuler als Amuse-Bouche zum Abendbrot.


Zwuler (Bratkartoffeln) ein Rezept von "Martina und Moritz" 

Zutaten für 2 Personen:

  • 4 - 5 kalte, gekochte, festkochende Kartoffeln vom Vortag (sie sollen 1-2 Tage alt sein)
  • ca. 2 gehäufte Esslöffel Mehl
  • 50-60 g Butter, Margarine oder neutrales Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

die Kartoffeln werden auf einer groben Reibe grob geraffelt und in einer Schüssel mit Mehl gemischt. Wenn man nicht die Hände benutzen möchte, dann geht das sehr gut mit einer Gabel. Alle Raspel müssen gut mit Mehl bedeckt und ummantelt sein.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen, die Butter darin schmelzen und die Kartoffeln dazugeben und alles mehrfach wenden. Die Kartoffeln werden langsam bei mittlerer Hitze geröstet, bis alles golden gebräunt ist. Die Pfanne ab und an schütteln, damit die Kartoffeln nicht aneinander kleben.

Sind sie schön golden gebräunt und rascheln beim Schütteln, dann sind sie fertig und werden erst jetzt gesalzen, gepfeffert und mit Muskat gewürzt. Wer möchte kann auch Pommes Gewürzsalz zum Würzen verwenden.

Dazu passt sehr gut ein Spiegelei und auch ein knackiger Salat. Guten Appetit.


Von der geraspelten Kartoffel zum Zwuler.