Posts mit dem Label Kirschen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kirschen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 27. Juni 2025

Marmelädchen von Aprikose und Sauerkirsch mit einem Hauch von Orange

Unser kleiner Kirschbaum hinterm Haus hatte dieses Jahr eine wahnsinnig "große" Menge Sauerkirschen am Baum. Irre, wie viele es jetzt waren . . . 

Letztes Jahr waren gar keine Kirschen am Baum, dieses Jahr waren es gerade mal eine Handvoll. Was sollte man damit machen? Na klar, ich habe damit ein Marmelädchen gekocht. Denn für ein einziges Gläschen Marmelade reichte die Handvoll Kirschen gerade so aus . . . mehr war nicht dran. 

Aber selbst aus einer Handvoll Früchte kann man ruckzuck ein Glas Marmelädchen kochen. Gelierzucker habe ich immer im Vorrat, sodaß ich jederzeit einen leckeren Fruchtaufstrich kochen kann.

Da ich noch ein paar sehr reife Aprikosen im Kühlschrank hatte, habe ich mich für ein gemischtes Marmelädchen entschieden. Ich hab da einfach mal was ausprobiert. Heraus kam ein sehr leckeres Produkt. Es schmeckt schön fruchtig und fein säuerlich, mit einem Hauch von Orange. Und die Farbe ist auch genial.

Leider war es nur ein Glas plus etwas zum direkten Ausprobieren. Egal. Wer mehr Früchte zur Verfügung hat, kann sich die Menge problemlos hochrechnen. Zum Ausprobieren reicht die unten aufgeführte Menge auf jeden Fall aus.



Marmelädchen von Aprikose und Sauerkirsch mit einem Hauch von Orange

  • 250 g Aprikosenwürfelchen
  • 100 g Sauerkirschen, entsteint gewogen
  • 170 g Gelierzucker 2:1
  • 1 Teelöffel Orangen-/ Zitronenzucker
  • 1 Prise Vanillesalz

  • eventuell etwas neutrales Öl (falls die Masse etwas schäumt)

Alle Zutaten, bis auf das Öl, in einem hohen Topf rührend zum Kochen bringen. Wer möchte püriert das Ganze noch mit dem Zauberstab. Wenn alles sprudelnd kocht, die Hitze etwas reduzieren und die Masse ca. 4 Minuten * weiter köcheln lassen. 

Sollte etwas Schaum auf der Marmelade sein, dann unter Rühren ganz wenig Öl in die Masse gießen, der Schaum sollte dann direkt verschwinden.

Auf einem kalten Tellerchen eine Gelierprobe nehmen, wird das Marmelädchen fest, dann kann sie in ein gut gereinigtes und kochend ausgespültes Schraubglas gegeben werden. Die Masse bis knapp zum Rand einfüllen. Den ebenfalls so vorbereiteten Schraubdeckel aufschrauben und das Glas abkühlen lassen. Wenn der Deckel ploppt, dann ist es das Zeichen, dass ein Vakuum entstanden ist. 

Die angebrochene Marmelade bitte im Kühlschrank aufheben und alsbald verbrauchen.

* mein Tipp: Sollte die Masse noch nicht richtig fest sein, dann noch ein Minütchen oder zwei weiter köcheln lassen.


Das war doch eine enorme Menge Kirschen, die der kleine Baum trug, oder?




Mit einer großen Sicherheitsnadel kann man super Kirschen entkernen. Dafür nimmt man das Ende der Sicherheitsnadel und hebelt damit den Kern heraus.



Aprikosenwürfel und entsteinte Sauerkirschen warten nun auf die restlichen Zutaten und wollen zum Marmelädchen werden.


Die Menge war doch etwas mehr als gedacht, sodaß ich den Rest des Marmelädchens noch in ein kleines Glas gefüllt habe. So konnten wir am nächsten Tag das Marmelädchen direkt probieren.












Samstag, 1. April 2023

Holländer Kirschtorte - eine meiner Lieblingstorten

Ab und an backe ich eine leckere Torte. Am liebsten natürlich eine meiner Lieblingstorten, wie z.B. eine "Holländer Kirsch". Die ist richtig üppig und mega lecker. Auch optisch macht sie viel her und eure Gäste werden begeistert sein.

Das Rezept hier ist nach einem Rezept von TV-Backexperte Marcel Seeger*. Seine Kreationen sind immer eine Wucht und leicht nachzubacken. Und schmecken tun sie sowieso.

*dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung

Lange Rede, kurzer Sinn. Hier ist das leckere Rezept der Holländer Kirschtorte.



meine Holländer Kirschtorte, nach einem Rezept von Marcel Seeger, (ca. 26-27 cm Durchmesser und 7 cm Höhe)

Mürbeteigboden:

  • 100 g weiche Süßrahmbutter
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas Vanille
  • 150 g Dinkelmehl 630er
  • etwas kaltes Wasser

Butter, Zucker, Wasser, Salz und Vanillemark miteinander vermischen. Das Mehl zufügen und alles mit der Hand oder in der Küchenmaschine zu einem glatten Mürbeteig kneten. Sollte er noch krümelig sein, etwas Wasser zugeben.

Den Teig etwa 45 Minuten kühl stellen und dann auf einer leicht gemehlten Arbeitsfläche einen Boden von 27 cm Durchmesser ausrollen. 

Den Boden auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. So wirft er keine Blasen während des Backens. 

Im vorgeheizten Backofen bei 200° C Ober- und Unterhitze etwa 15 Minuten goldbraun backen. 

  • Kirschmarmelade, erwärmt

Den Boden abkühlen lassen und mit der Konfitüre bestreichen und auf eine Tortenplatte legen. Den Boden mit einem Tortenring von 26 Zentimetern Durchmesser und sieben Zentimetern Höhe umstellen.

Zutaten für die Blätterteigböden

  • 4 Rollen Blätterteig (aus dem Kühlregal)
  • etwas heiße Kirschmarmelade
  • etwas dickflüssige Zuckerglasur (aus Puderzucker und heißem Wasser)

Den Blätterteig 10 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen. Dann den Teig entrollen und jeweils zwei Teigplatten übereinander legen und mit dem Rollholz festdrücken bzw. festrollen. 

Aus den beiden Blätterteigplatten drei Böden mit einem Tortenring von 28 cm Durchmesser ausstechen. Man erhält zwei ganze Teigkreise und zwei halbe Teigkreise. Diese beiden Hälften dann zu einem Boden zusammenfügen und an der Mittelnaht festdrücken. (Die Teigreste in Stücke schneiden, mit Zimt&Zucker bestreuen und auf ein extra Backblech legen und später abbacken. So hat man noch kleine Kekse zum Naschen.)

Diese Böden jeweils auf ein Backblech mit Backpapier legen und dann immer wieder mit einer Gabel einstechen. So bekommen die Böden beim Backen keine Blasen. Bevor die Böden in den vorgeheizten Ofen kommen, sollten sie noch einmal 20 Minuten entspannen, damit sie im Ofen nicht „schnurren“ und kleiner werden!

Im vorgeheizten Ofen bei 230°C Ober- und Unterhitze jeden Boden in circa 12-15 Minuten golden backen. Wenn man merkt, dass die Böden zu sehr aufgehen, sie mit einer Gabel nochmals mehrfach einstechen, damit die Luft entweichen kann.

Tipp: Wer die Böden gemeinsam backen möchte, kann auch mit Umluft backen, dann genügt eine Temperatur von 210°C.

Nach dem Backen die Böden auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. 

Den schönsten Boden mit heißer Kirschmarmelade dünn bestreichen. Sobald die Marmelade fest geworden ist, die Marmeladenschicht mit Hilfe eines Silikonpinsels mit dem dickflüssigen Zuckerguß bepinseln und gut trocknen lassen. Dieser Boden dient später zur Dekoration der Torte und wird in 12 Stücke geschnitten.

Den ersten Blätterteigboden auf den vorbereiteten Mürbeteigboden einlegen und etwas andrücken.

Zutaten für die Kirschfüllung:

  • 400 g Sauerkirschen aus dem Glas, abgetropft
  • 15 g Speisestärke
  • eine dicke Prise gemahlenen Ceylonzimt
  • etwas Kirschwasser (falls man mag)

Die Kirschen gut abtropfen lassen. 60 g des Kirschsafts mit der Speisestärke klümpchenfrei verrühren. Den restlichen Saft mit dem Zimt aufkochen. Sobald er kocht, die Speisestärke zufügen, alles zusammen noch einmal aufkochen und abbinden. Dann die Kirschen unter den gebundenen Saft geben, mit Kirschwasser aromatisieren und anschließend abkühlen lassen. Die abgekühlten Kirschen auf den Blätterteigboden im Ring geben und glattstreichen.

Zutaten für die Sahnefüllung:

  • 4 Becher Sahne à 200ml
  • 80 g Zucker
  • eine Prise Vanillesalz
  • etwas gemahlene Vanille
  • 5 Blatt Gelatine, eingeweicht und ausgedrückt
  • etwas Kirschmarmelade zum Marmorieren
  •  
  • 12 Belegkirschen

Die Sahne mit dem Zucker aufschlagen, Salz und die Vanille unterrühren. Die Gelatine auflösen und unter die Sahne rühren. Nun die Hälfte der Sahnecreme auf die Kirschen in den Tortenring geben und glattstreichen.

Den zweiten Blätterteigboden einlegen und leicht andrücken. Etwas Sahne für die Dekoration in aufheben. Nun die andere Hälfte der Sahnefüllung einfüllen und glattstreichen. Jetzt die Kirschmarmelade auf der Sahne verteilen und mit einer Gabel leicht vermischen für einen schönen „Marmoreffekt“. Meine Marmelade war zu dickflüssig und so hatte ich nur "grobe Flecken" in der Sahne. 

Die geschichtete Torte jetzt für mindestens 45 Minuten in den Kühlschrank geben, damit sie fest wird.

In der Zwischenzeit kann der glasierte Dekorations-Blätterteigboden in 12 Tortenstücke eingeteilt werden. Dazu taucht man ein scharfes Kochmesser vor jedem Schnitt in heißes Wasser ein, damit die Glasur nicht daran kleben bleibt.

Die Tortenstücke auf die glattgestrichene Sahneschicht legen und mit Sahnetupfen verzieren. Auf jeden Tupfen eine Belegkirsche legen. 

Die Torte zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen.

zur Info und mein Tipp: mein hoher Tortenrahmen ist leider ein wenig eirig und nicht richtig rund. Deshalb war meine Torte auch nicht so ganz rund. Folglich passten die zugeschnittenen Tortenstücke nicht ganz auf die Torte und ich musste improvisieren. 

Ich habe auf die Sahneschicht 12 Sahnetupfen gespritzt, dann die Tortenstücke schräg aufgelegt. So passte alles und optisch sah die Torte auch noch gut aus. 




🍒🍒🍒




🍒🍒🍒




🍒🍒🍒


für Ostern bietet sich die Torte besonders gut an


🍒🍒🍒





Mittwoch, 14. Dezember 2022

mein Kirschmarmelädchen "Kirschwälder Schwarz"

Oh, was ist mir das Kirschmarmelädchen gut gelungen. Ich freue mich wie Bolle. Und mein Mann hätte am liebsten gleich den ganzen Topf ausgeschleckt.

Wovon ich spreche? Ich hab mal eben zwischendurch ein paar Gläser Kirschmarmelade gekocht. Im Froster befanden sich noch 500 g Sauerkirschen aus dem Garten. Die sollten nun endlich verbraucht werden, weil ich den Platz im Froster für Weihnachten benötige.

Gesagt, getan. Die Kirschen habe ich aufgetaut, entkernt, püriert und in meinem Kupfer-Marmeladentopf zu einem sehr köstlichen Marmelädchen verkocht. Ich wollte aber kein "normales" Kirschmarmelädchen kochen, das war mir zu langweilig. Ich hatte Lust mal etwas zu experimentieren. Da Kirschen sehr gut mit Schokolade und Kirschwasser zusammen harmonisieren, kam ich auf die Idee das alles zu einem Aufstrich zu verarbeiten. Von meinem Ergebnis bin ich selbst erstaunt und freue mich, denn ich habe mich fast selber übertroffen. Wirklich. Aber genug der eigenen Lobhudelei, jetzt verrate ich euch, was für einen leckeren Aufstrich ich da gezaubert habe. 

Also falls ihr noch ein kleines Geschenk für Weihnachten sucht, dieses Marmelädchen wäre bestimmt was.


die "Ausbeute" von 500 g Kirschen plus Gelierzucker

Karins Kirschmarmelädchen 🍒 "Kirschwälder Schwarz" 🍒

  • 500 g entsteinte Sauerkirschen
  • 500 g Gelierzucker 1:1
  • etwas Vanille
  • eine Prise Salz
  • 1 Teelöffel Zitronenzucker
  • 1 Esslöffel Backkakao
  • 20 ml Kirschwasser aus dem Schwarzwald (50%)
  •  
  • kleine Marmeladengläser

Die Sauerkirschen zusammen mit dem Gelierzucker, Vanille, Salz und Zitronenzucker in einen hohen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Masse mit einem Mixstab zur gewünschten Konsistenz pürieren.
Den Backkakao und die Hälfte des Kirschwassers dazu geben und alles unter Rühren zum Kochen bringen. Die Masse jetzt 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Etwas Marmelade dann auf einen kalten Teller geben und prüfen, ob die Marmelade schon fest genug ist. Ansonsten noch etwas länger kochen lassen. Ist die Masse so wie gewünscht, den Rest des Kirschwassers gut unterrühren.

Die kochendheiße Masse in die gut gereinigten und frisch sterilisierten Gläser* bis zum Rand einfüllen, den Deckel sofort aufsetzten und zudrehen und die Gläser abkühlen lassen. Ich stelle die Gläser nicht auf den Kopf, der heiße Dampf sterilisiert den aufgesetzten Deckel und beim Erkalten hört man ein Knacken. So ist das Glas fest verschlossen. 

* die Marmeladengläser- und Deckel gut reinigen und ausspülen, dann in die Gläser bis zum Rand kochendes Wasser füllen und die Deckel in kochendes Wasser einlegen. Alles einige Minuten stehen lassen, das Wasser vorsichtig ausgießen, die Gläser umgedreht auf einem Geschirrtuch abtropfen lassen, die Deckel aus dem Wasser nehmen und ebenso auf das Geschirrtuch legen. 

mein Tipp für die Kerne:
übrigens, . . . die Kirschen musste ich noch entsteinen. Als mein Mann sie im Sommer pflückte, war das Fruchtfleisch so fest an den Kernen, dass beim Entsteinen nichts übrig geblieben wäre. So habe ich sie mit Kernen eingefroren. Als sie aufgetaut waren, ließen sich die Kerne ganz einfach und ohne "Schwund" entkernen. Die Kerne habe ich dann mit kochendem Wasser übergossen und etwas stehen lassen. Dann mehrfach mit frischem, klaren Wasser gespült und zwischen den Händen gerubbelt, damit auch kleinste Fruchtfasern noch abgingen. Das Schüsselchen mit den sauberen Kernen habe ich dann mit in den Backofen gestellt, als ich gerade eine Tarte im Ofen hatte. So konnten die Kerne gut durchtrocknen. Die abgekühlten Kerne habe ich dann zu den anderen gegeben, die ich schon hatte. Die Kerne sind wunderbar zum Blindbacken geeignet. Oder man nimmt sie für ein Kirschkernkissen.


frische Sauerkirschen vom Sommer - ich hatte sie dann eingefroren



🍒

herrlich und so lecker ist dieses Marmelädchen auf einem kräftigen Graubrot


🍒


🍒



🍒🍒🍒





Samstag, 19. November 2022

knusprige Kirschröllchen

Manchmal hat man Japp auf eine Kleinigkeit zum Kaffee. So war es auch jetzt und die Frage war, was soll es zum nachmittäglichen Kaffee geben. Im Kühlschrank hatte ich noch eine Rolle Yufkateig. Die hatte ich letztens beim Einkauf mitgenommen und diese wartete nun auf ihren Auftritt.

Dann sah ich im TV ein Rezept, wo Yufkateig mit Äpfeln als kleiner Strudel gebacken wurde. Ach, hab ich gedacht, das ist auch eine gute Idee. Und so hatte ich mich entschlossen, kleine Röllchen mit dem Teig zu backen. Allerdings habe ich sie nicht mit Äpfeln gefüllt sondern mit Sauerkirschen.

Die Kirschröllchen sind sehr lecker geworden, der Teig war schön knusprig und die Füllung schön fruchtig, saftig und nicht zu süß. Genau so hatte ich sie mir vorgestellt.

Und hier ist nun mein Rezept der knusprigen Kirschröllchen:



knusprige Kirschröllchen, ca. 18 Stück

  • 1 Packung Yufka-/Filo-/ Strudelteigblätter aus dem Kühlregal, (ca. 400g, ca. 15 Bögen, ca.30x40cm)

  • 1 Glas Schattenmorellen, 720 ml
  • Kirschsaft (der abgetropften Schattenmorellen)
  • 1/2 - 1 Päckchen Vanille - Puddingpulver zum Kochen
  • ca. 1 Löffel Zucker nach Geschmack
  • 1 große Prise Zimt
  • 1 Schüsschen Kirschwasser, wenn man mag
  • 1 Händchen voll Walnüsse, gehackt

  • etwas geschmolzene Butter oder neutrales Öl
  • etwas Hagelzucker und etwas brauner Zucker

die Kirschen abtropfen und den Saft auffangen. Den Kirschsaft mit dem Puddingpulver, etwas Zucker und Zimt gut vermischen und zum Kochen bringen und eine Minute rührend köcheln lassen. Die Masse sollte eine puddingähnliche Konsistenz haben. Wer mag rührt noch ein Schüsschen Kirschwasser unter.  Mit Zucker und Zimt eventuell nochmal abschmecken.

Die heiße Masse über die Kirschen gießen, alles gut mischen und die Walnüsse unterziehen. Die Masse abkühlen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen, den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den Teig entrollen und ihn mit einem feuchten Tuch abdecken, damit der Teig nicht trocken wird. Oder man besprüht den Teig leicht mit etwas Wasser.

Pro Röllchen einen Bogen doppelt legen (ca. 20x30cm), mit etwas Wasser besprühen und auf das untere Viertel einen Esslöffel Kirschmasse aufsetzen. Die langen Seiten ca. 2cm breit zur Mitte schlagen und die schmale Seite des Teiges über die Kirschen schlagen, dann alles zu einem Röllchen aufrollen. Das Teigende nochmals kurz mit etwas Wasser besprühen, damit der Teig gut hält. 

Die Röllchen rundherum mit Hilfe eines Silikonpinsels mit etwas geschmolzener Butter (oder Öl) dünn bestreichen und die Röllchen mit der Naht nach unten auf das Backpapier legen. Mit etwas Zucker und Hagelzucker bestreuen und das Blech mittig in den heißen Ofen schieben.

Die Röllchen in ca. 20 Minuten golden backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.









Samstag, 12. März 2022

saftig schokoladiger Schoko - Kirsch - Quark - Gugelhupf

Wochenende ist Kuchenzeit. Ich hatte schon längere Zeit zum Wochenende keinen Kuchen gebacken, für zwei Personen lohnt das meist ja nicht so, aber dann fand ich mein heutiges Rezept bei der lieben Sigrid auf ihrem schönen Blog Madame Rote Rübe. Der mexikanische Gugelhupf mit Sauerkirschen hatte es mir angetan, sodass ich das Rezept gleich abgespeichert habe. 

Und diesen Kuchen habe ich gebacken. Wie so oft, habe ich das Rezept etwas verändert. Sigrid, ich hoffe du siehst es mir nach, aber Honig mag und vertrage ich leider nicht, ich habe stattdessen Zucker genommen. Und statt Vollkorn habe ich 630er Dinkel verwendet. Kakaonips hatte ich leider versäumt zu besorgen, von daher fehlten sie leider. Aber beim nächsten Einkauf werde ich die Augen mal aufhalten. Damit schmeckt der Kuchen bestimmt noch besser.

Ehrlich gesagt, ich bin sonst nicht so der Schokokuchenliebhaber, aber dieser Kuchen hier ist eine wahre Gaumenfreude. Einen so schokoladigen, saftigen, nicht zu süßen, fruchtigen Schokoladenkuchen habe ich bisher selten gegessen. Er ist der Hammer, muss ich wirklich so sagen. Mein Mann, der dann nach 2 Tagen das letzte Stückchen verputzte, meinte noch, das könnte glatt sein Lieblingskuchen werden, der Kuchen sei sooooo lecker, saftig und schokoladig und er schmeckte bis zum letzten Bissen. Meine Nachbarin bekam auch ein Stück ab und war auch sehr begeistert. Ein größeres Lob kann man sich kaum wünschen und ich reiche es der lieben Sigrid gerne weiter. Danke schön, liebe Sigrid, für dein leckeres Rezept. 💝

Meine Zutaten für diesen herrlichen Kuchen habe ich euch hier aufgeschrieben, schaut aber wenn ihr mögt auch gerne Sigrids Originalrezept an. 

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)



saftig schokoladiger Schoko - Kirsch - Quark - Gugelhupf 

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • 1 Tütchen Backpulver
  • ½ Teelöffel Natron
  • 1 große Prise Vanillesalz
  • 50 g Kakaopulver (Backkakao)
  • 2 Prisen Chili, gemahlen
  • 1 gehäufter Teelöffel Ceylon-Zimt 
  • (35 g Kakaonips - die hatte ich leider nicht)

  • 5 Eischnee, Gr. L
  • 1 Prise Vanillesalz

  • 180 g weiche Butter und 70 g neutrales Öl (oder insgesamt 250 g Butter)
  • 200 g Zucker
  • etwas Vanille aus der Mühle
  • 5 Eigelbe, Gr. L
  • 250 g Magerquark

  • ein Glas Sauerkirschen, gut abgetropft (Saft auffangen)
  • 40 g Maisgrieß (Semolina), fein gemahlen oder Semmelbrösel/Paniermehl
  •  
  • Backtrennspray für die Gugelhupfform
  • Semolina oder Paniermehl/Semmelbrösel für die Form

  • Kakao-Puderzucker
  • etwas Kirschsaft
  • einige Belegkirschen


Die 24er Gugelhupfform mit Backtrennspray aussprühen und mit feinem Paniermehl oder dem Maisgrieß ausstreuen.

Den Backofen auf 170°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Das Mehl mit dem Backpulver, dem Natron, Kakao, Salz, Chili und Zimt in einer Schüssel mit einem Schneebesen gut durchmischen und durchsieben, so entstehen keine Backpulvernester.

Das Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen und beiseite stellen.

Die Butter mit dem Öl weißcremig aufschlagen, den Zucker und die Vanille dazu geben und weiter verrühren. Danach die Eigelbe eins nach dem anderen untermixen, aber erst, wenn jedes vollständig untergerührt ist.

Den Quark unterrühren, dann die Mehlmischung nach und nach mit einem festen Spatel oder Holzlöffel unterarbeiten, das dauert eine Weile. 

Die gut abgetropften Kirschen mit dem Maisgrieß vermischen. Nun die Hälfte des Eischnees vorsichtig unter den Teig mischen und dann die Kirschen. Dann das restliche Eiweiß vorsichtig untermischen.

Den Teig gleichmäßig in die vorbereitete Form füllen, dabei zwischendurch immer mal die Form aufstoßen, damit sich die Luftlöcher mit Teig schließen. Die Oberfläche glatt streichen.

Die Form auf die 2. Stufe von unten mittig in den vorgeheizten Ofen schieben. Mein Tipp: legt ein Stück Backpapier zum Schutz unter die Form, bei mir lief mittig etwas Teig über und tropfte auf den Ofenboden . . . Den Kuchen ca. 60 Minuten backen. Zum Ende der Backzeit mit einem Holzstäbchen an mehreren Stellen prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist. Ansonsten noch einige Minuten länger backen lassen.

Die Form auf einem Kuchengitter 30 Minuten stehen und etwas abkühlen lassen, erst dann vorsichtig auf die Tortenplatte stürzen und fast auskühlen lassen.

Für die Glasur den Kakao-Puderzucker mit etwas Kirschsaft anrühren und mit Hilfe eines Silikonpinsels auf dem Kuchen auftragen. Mit Belegkirschen noch verzieren und den Kuchen komplett abkühlen lassen.

Der Kuchen hält sich locker 3 Tage frisch, die Schnittflächen des Kuchens mit Folie abdecken, dann trocknet er da nicht aus.




frische Sauerkirschen und eingefrorene eignen sich auch für den Kuchen

😋😋😋




😋😋😋



😋😋😋

Samstag, 29. Mai 2021

Kirschkerne zum Blindbacken und ein feines Kirsch - Marmelädchen mit Rum

Letztes Jahr hatten wir ganz viele Kirschen an unserem kleinen Kirschbaum im Garten. Es waren sogar so viele, dass es sich lohnte, ein paar Gläser Kirsch-Marmelädchen mit Rum zu kochen. Bei über zwei Kilo (entsteinte) Kirschen sind jede Menge Kerne angefallen. Die wollte ich nicht wegwerfen, mir kam eine Idee.

Zum Blindbacken von Böden habe ich bisher immer Linsen verwendet. Das hat auch soweit gut geklappt. Aber die Kirschen sind etwas größer und halten die Hitze besser. Aus diesem Grund nimmt man sie oft auch für Kirschkern-Wärmekissen. Aber ich wollte sie nicht für ein Wärmekissen nehmen, ich wollte sie für das nächste Blindbacken aufheben. 

Aber dafür bedarf es doch ein klein wenig "Arbeit", bis sie so schön aussehen wir auf den Fotos. Aber die Arbeit hat man nur ein Mal, die Kerne sind dann unbegrenzt haltbar. Dafür bin ich folgendermaßen vorgegangen.


die abgekochten, gereinigten Kirschkerne trocknen auf einem Frottiertuch


🍒🍒🍒

man nehme frisch entkernte Kirschkerne. Rubbelt diese gegeneinander in einem Tuch ordentlich, damit anhaftendes Fruchtfleisch schon etwas entfernt wird. Die Kerne werden dann ordentlich gespült. Diese gibt man dann in einen entsprechend großen Topf, bedeckt alles mit Wasser, Deckel drauf und bringt alles zum Kochen. 

Die Kochzeit ist etwa 10 - 15 Minuten. Man fischt ein paar Kerne heraus und versucht das Fruchtfleisch abzurubbeln. Geht das noch nicht, dann die Kerne noch einige Minuten weiter köcheln lassen.

Wenn die Kerne ihr Fruchtfleisch so gut wie verloren haben, dann die Kerne abseihen, abspülen und alle Kerne in einem groben Handtuch ordentlich rubbeln, bis das restliche Fruchtfleisch entfernt ist. Auch eine grobe Bürste kann man zur Hilfe nehmen. Alles gut spülen, es soll kein Fruchtfleisch mehr an den Kernen hängen.

Die gereinigten und gespülten Kerne auf einem Frottiertuch flach und mit Abstand ausbreiten und an der Luft komplett trocknen lassen. Das Trocknen könnte aber auch der Backofen übernehmen, aber die Sonne schafft das notfalls auch. Ab und zu die Kerne wenden.

Die komplett durchgetrokneten, sauberen Kirschkerne werden dann in einem gut schließenden Gefäß oder Dose aufbewahrt. 

Möchte man einen Boden blind backen, dann Backpapier auf den Teig legen, die Kirschkerne einfüllen, glattstreichen und den Boden nach Rezept backen. Anschließend das Backpapier mit den Kernen herausheben, die Kerne abkühlen lassen und zurück ins Gefäß geben. Für das nächste Mal. So sind jederzeit Kirschkerne zum Blindbacken griffbereit.


🍒🍒🍒





🍒🍒🍒




🍒🍒🍒


und hier noch das Rezept des leckeren Kirsch - Marmelädchens:

Peters Kirsch - Marmelädchen mit Rum,  man nehme für ca. 5 Gläser
  • 1000 g Sauerkirschen (Nettogewicht, entsteint ** gewogen)
  • 500 g Gelierzucker aus Rohrohrzucker 2:1 
  • 1 dicke Prise Zitronensalz 
  • 1 Esslöffel Orangenzucker 
  • etwas Vanillepaste
  •  
  • 1 kleiner Schuss Rum 60%
  • 1 kleiner Schuss natives Olivenöl (oder neutrales Öl)

die entsteinten und abgewogenen Sauerkirschen in einen entsprechend großen und hohen Topf geben. Den Gelierzucker, das Salz, Zucker und Vanille zugeben und unter Rühren alles zum Kochen bringen. Da wir sehr gerne musige Marmelade essen, habe ich alles noch mit dem Pürierstab püriert. 

Einen kleinen Teller in den Tiefkühler stellen, die Marmeladengläser für das Füllen vorbereiten. Ich lege die sauberen Deckel einige Zeit in kochendes Wasser und lasse sie auf einem Küchentuch abtropfen. Die sauberen, gut gespülten Gläser fülle ich bis zum Rand mit kochendem Wasser und lasse sie einige Zeit stehen. Dann mit Hilfe einer Zange das heiße Glas fassen und das heiße Wasser ausschütten und das Glas umgedreht auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Das Marmelädchen zum Kochen bringen und wenn alles köchelt, die Masse 3 Minuten kochen lassen. Dabei die leicht brodelnde Masse immer gut rühren. Ist die Kochzeit um, etwas Marmelade auf den eiskalten Teller geben. Ist die Marmelade fertig, dann geliert die Masse sofort auf dem eiskalten Teller. Ist sie noch zu flüssig, dann noch einige Zeit weiter kochen lassen.

Nach Wunsch noch einen kleinen Schuss Rum in die fertige Masse geben und alles gut verrühren. Dann noch etwas Öl einrühren, so verschwindet ruckzuck eventueller Schaum.

Das Kirsch - Marmelädchen nun in die vorbereiteten Gläser bis kurz unter den Rand einfüllen und den Deckel sofort handfest aufdrehen. Umdrehen ist nicht erforderlich. Die heiße Masse sterilisiert mit dem Dampf den Deckel. Beim Abkühlen "knackt" der Deckel. Das ist das Zeichen, dass das Glas gut verschlossen ist. Nach dem Abkühlen die Gläser noch beschriften, fertig ist ein leckerer Fruchtaufstrich.

** mein Tipp zum Entkernen: 🍒 schon meine Mutter nahm dazu eine große Sicherheitsnadel. Mit dem runden Ende fährt man am Stielansatz in die Kirsche hinein und "hebelt" damit den Kern heraus. Das geht sehr gut und hat man den Bogen mal raus, dann geht es recht schnell.



🍒🍒🍒







🍒🍒🍒




Donnerstag, 1. April 2021

meine Holländer Kirschtorte

Endlich habe ich mal wieder eine leckere Torte gebacken. Es war eine Holländer Kirschtorte, die ich schon immer mal backen wollte. Der liebe Marcel Seeger hatte vor einigen Monaten so eine Torte im WDR gebacken und wie alle seine Torten war auch diese wieder ein Highlight. So war es auch kein Wunder, dass ich mir das Rezept sofort abgespeichert habe.

+++WERBUNG ohne Auftrag+++ (Namensnennung und/oder Verlinkung)

Und hier stelle ich euch meine Holländer Kirschtorte vor, sie sah nicht nur optisch sehr gut aus, sie war auch unheimlich lecker. Das letzte kleine Stückchen hatte ich am 4. Tag noch gegessen und sie war immer noch lecker. Aber frisch gebacken schmeckt sie natürlich am besten.




🍒🍒🍒



🍒🍒🍒




meine Holländer Kirschtorte, nach einem Rezept von Marcel Seeger, (ca. 26-27 cm Durchmesser und 7 cm Höhe)

Mürbeteigboden:

  • 100 g weiche Süßrahmbutter
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas Vanille
  • 150 g Dinkelmehl 630er
  • etwas kaltes Wasser

Butter, Zucker, Wasser, Salz und Vanillemark miteinander vermischen. Das Mehl zufügen und alles mit der Hand oder in der Küchenmaschine zu einem glatten Mürbeteig kneten. Sollte er noch krümelig sein, etwas Wasser zugeben.

Den Teig etwa 45 Minuten kühl stellen und dann auf einer leicht gemehlten Arbeitsfläche einen Boden von 27 cm Durchmesser ausrollen. 

Den Boden auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. So wirft er keine Blasen während des Backens. 

Im vorgeheizten Backofen bei 200° C Ober- und Unterhitze etwa 15 Minuten goldbraun backen. 

  • Kirschmarmelade, erwärmt

Den Boden abkühlen lassen und mit der Konfitüre bestreichen und auf eine Tortenplatte legen. Den Boden mit einem Tortenring von 26 Zentimetern Durchmesser und sieben Zentimetern Höhe umstellen.

Zutaten für die Blätterteigböden

  • 4 Rollen Blätterteig (aus dem Kühlregal)
  • etwas heiße Kirschmarmelade
  • etwas dickflüssige Zuckerglasur (aus Puderzucker und heißem Wasser)

Den Blätterteig 10 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen. Dann den Teig entrollen und jeweils zwei Teigplatten übereinander legen und mit dem Rollholz festdrücken bzw. festrollen. 

Aus den beiden Blätterteigplatten drei Böden mit einem Tortenring von 28 cm Durchmesser ausstechen. Man erhält zwei ganze Teigkreise und zwei halbe Teigkreise. Diese beiden Hälften dann zu einem Boden zusammenfügen und an der Mittelnaht festdrücken. (Die Teigreste in Stücke schneiden, mit Zimt&Zucker bestreuen und auf ein extra Backblech legen und später abbacken. So hat man noch kleine Kekse zum Naschen.)

Diese Böden jeweils auf ein Backblech mit Backpapier legen und dann immer wieder mit einer Gabel einstechen. So bekommen die Böden beim Backen keine Blasen. Bevor die Böden in den vorgeheizten Ofen kommen, sollten sie noch einmal 20 Minuten entspannen, damit sie im Ofen nicht „schnurren“ und kleiner werden!

Im vorgeheizten Ofen bei 230°C Ober- und Unterhitze jeden Boden in circa 12-15 Minuten golden backen. Wenn man merkt, dass die Böden zu sehr aufgehen, sie mit einer Gabel nochmals mehrfach einstechen, damit die Luft entweichen kann.

Tipp Wer die Böden gemeinsam backen möchte, kann auch mit Umluft backen, dann genügt eine Temperatur von 210°C.

Nach dem Backen die Böden auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. 

Den schönsten Boden mit heißer Kirschmarmelade dünn bestreichen. Sobald die Marmelade fest geworden ist, die Marmeladenschicht mit Hilfe eines Silikonpinsels mit dem dickflüssigen Zuckerguß bepinseln und gut trocknen lassen. Dieser Boden dient später zur Dekoration der Torte und wird in 12 Stücke geschnitten.

Den ersten Blätterteigboden auf den vorbereiteten Mürbeteigboden einlegen und etwas andrücken.

Zutaten für die Kirschfüllung:

  • 400 g Sauerkirschen aus dem Glas, abgetropft
  • 15 g Speisestärke
  • eine dicke Prise gemahlenen Ceylonzimt
  • etwas Kirschwasser (falls man mag)

Die Kirschen gut abtropfen lassen. 60 g des Kirschsafts mit der Speisestärke klümpchenfrei verrühren. Den restlichen Saft mit dem Zimt aufkochen. Sobald er kocht, die Speisestärke zufügen, alles zusammen noch einmal aufkochen und abbinden. Dann die Kirschen unter den gebundenen Saft geben, mit Kirschwasser aromatisieren und anschließend abkühlen lassen. Die abgekühlten Kirschen auf den Blätterteigboden im Ring geben und glattstreichen.

Zutaten für die Sahnefüllung:

  • 4 Becher Sahne à 200ml
  • 80 g Zucker
  • eine Prise Vanillesalz
  • etwas gemahlene Vanille
  • 5 Blatt Gelatine, eingeweicht und ausgedrückt
  • etwas Kirschmarmelade zum Marmorieren
  •  
  • 12 Belegkirschen

Die Sahne mit dem Zucker aufschlagen, Salz und die Vanille unterrühren. Die Gelatine auflösen und unter die Sahne rühren. Nun die Hälfte der Sahnecreme auf die Kirschen in den Tortenring geben und glattstreichen.

Den zweiten Blätterteigboden einlegen und leicht andrücken. Etwas Sahne für die Dekoration in aufheben. Nun die andere Hälfte der Sahnefüllung einfüllen und glattstreichen. Jetzt die Kirschmarmelade auf der Sahne verteilen und mit einer Gabel leicht vermischen für einen schönen „Marmoreffekt“. Meine Marmelade war zu dickflüssig und so hatte ich nur "grobe Flecken" in der Sahne. 

Die geschichtete Torte jetzt für mindestens 45 Minuten in den Kühlschrank geben, damit sie fest wird.

In der Zwischenzeit kann der glasierte Dekorations-Blätterteigboden in 12 Tortenstücke eingeteilt werden. Dazu taucht man ein scharfes Kochmesser vor jedem Schnitt in heißes Wasser ein, damit die Glasur nicht daran kleben bleibt.

Die Tortenstücke auf die glattgestrichene Sahneschicht legen und mit Sahnetupfen verzieren. Auf jeden Tupfen eine Belegkirsche legen. 

Die Torte zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen.

zur Info und mein Tipp: mein hoher Tortenrahmen ist leider ein wenig eirig und nicht richtig rund. Deshalb war meine Torte auch nicht so ganz rund. Folglich passten die zugeschnittenen Tortenstücke nicht ganz auf die Torte und ich musste improvisieren. 
Ich habe auf die Sahneschicht 12 Sahnetupfen gespritzt, dann die Tortenstücke schräg aufgelegt. So passte alles und optisch sah die Torte auch noch gut aus. 


alles steht zum Schichten der Torte bereit


🍒🍒🍒




🍒🍒🍒




🍒🍒🍒



🍒🍒🍒








Samstag, 27. Juni 2020

Peters Kirsch - Marmelädchen mit Rum

Hinter unserem Haus steht ein kleiner Kirschbaum. Letztes Jahr hatte er kaum Kirschen, aber dieses Jahr hat er sich selber übertroffen und reichlich Kirschen hervorgebracht. Es sind kleinere Sauerkirschen, die auch die Vögel gerne fressen, aber mein Mann war so lieb und hat mal einige Kirschen gepflückt. Die heutige Ausbeute war 2.500 g Netto - Kirschgewicht. Aus den ersten 1000 g haben wir ein leckeres Kirsch - Marmelädchen mit Rum gekocht, die anderen entsteinten Kirschen habe ich für später eingefroren.


Das ist die Ausbeute von 1000 g Kirschen plus Gelierzucker 2:1

* dieser Blogbeitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung)

Peters Kirsch - Marmelädchen mit Rum, man nehme für ca. 5 Gläser
  • 1000 g Sauerkirschen (Nettogewicht, entsteint gewogen)
  • 500 g Gelierzucker aus Rohrohrzucker 2:1 (z.B. von Alnatura*)
  • 1 dicke Prise Zitronensalz 
  • 1 Esslöffel Orangenzucker 
  • etwas Vanillepaste
  •  
  • 1 kleiner Schuss Rum 60%
  • 1 kleiner Schuss natives Olivenöl (oder neutrales Öl)

die entsteinten** und abgewogenen Sauerkirschen in einen entsprechend großen und hohen Topf geben. Den Gelierzucker, das Salz, Zucker und Vanille zugeben und unter Rühren alles zum Kochen bringen. Da wir sehr gerne musige Marmelade essen, habe ich alles noch mit dem Pürierstab püriert. 

Einen kleinen Teller in den Tiefkühler stellen, die Marmeladengläser für das Füllen vorbereiten. Ich lege die sauberen Deckel einige Zeit in kochendes Wasser und lasse sie auf einem Küchentuch abtropfen. Die sauberen, gut gespülten Gläser fülle ich bis zum Rand mit kochendem Wasser und lasse sie einige Zeit stehen. Dann mit Hilfe einer Zange das heiße Glas fassen und das heiße Wasser ausschütten und das Glas umgedreht auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Das Marmelädchen zum Kochen bringen und wenn alles köchelt, die Masse 3 Minuten kochen lassen. Dabei die leicht brodelnde Masse immer gut rühren. Ist die Kochzeit um, etwas Marmelade auf den eiskalten Teller geben. Ist die Marmelade fertig, dann geliert die Masse sofort auf dem eiskalten Teller. Ist sie noch zu flüssig, dann noch einige Zeit weiter kochen lassen.

Nach Wunsch noch einen kleinen Schuss Rum in die fertige Masse geben und alles gut verrühren. Dann noch etwas Öl einrühren, so verschwindet eventueller Schaum.

Das Kirsch - Marmelädchen nun in die vorbereiteten Gläser bis kurz unter den Rand einfüllen und den Deckel sofort handfest aufdrehen. Fertig ist ein leckerer Fruchtaufstrich. 

Beim Abkühlen "knackt" der Deckel. Das ist das Zeichen, dass das Glas gut verschlossen ist. Nach dem Abkühlen die Gläser noch beschriften, fertig ist ein leckerer Fruchtaufstrich.


** mein Tipp zum Entkernen: schon meine Mutter nahm dazu eine große Sicherheitsnadel. Mit dem runden Ende fährt man am Stielansatz in die Kirsche hinein und "hebelt" damit den Kern heraus. Das geht sehr gut und hat man den Bogen mal raus, dann geht es recht schnell.


So wird der Kirschkern mit dem Ende einer Sicherheitsnadel entfernt.


🍒🍒🍒🍒🍒


die Sauerkirschen sind gepflückt - daraus wird ein leckeres Marmelädchen


🍒🍒🍒🍒🍒


ca. 2.500 g Kirschen mussten entsteint werden

🍒🍒🍒🍒🍒



🍒🍒🍒🍒🍒




Sonntag, 14. Juni 2020

einfache, knusprige Herzwaffeln . . . und die "Bergische Kaffeetafel"

Wir hatten mal wieder Lust auf Waffeln, dieses mal aber keine Belgischen Waffeln, sondern Lust auf einfache Herzwaffeln. Das Rezept hatte ich schon ewig nicht mehr gebacken und so war es mal wieder an der Zeit das alte Herzchen - Waffeleisen aus dem Schrank zu holen. Leider ist mir das Waffeleisen kurz vorm Ende noch kaputt gegangen. Schade, ich hatte es erst 40 Jahre in Gebrauch . . .




für ca. 12 Waffeln benötigt man:
  • 150 g weiche Butter
  • 120 g Zucker *
  • 4 Eier, Gr. L
  • 350 g Dinkelmehl 630er
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Prise Zimt
  • etwas Vanillepaste
  • ca. 180 - 200 ml Wasser
die Butter mit dem Zucker schaumig rühren und nach und nach die Eier zugeben und unterrühren.  Das Backpulver mit dem Mehl vermischen, ebenso das Salz und den Zimt zugeben. Nach und nach unter die Butter-Eier-Mischung rühren und das Wasser zugeben. Der Teig soll recht dünnflüssig sein.

* Wer die Waffeln etwas süßer möchte, nimmt 150 g Zucker.

Im heißen Waffeleisen die Waffeln goldbraun ausbacken und auf einem Kuchengitter gut auskühlen lassen. So bleiben sie knusprig.

Beim Schreiben des Beitrages habe ich gesehen, wir hatten als Deko den Puderzucker ganz vergessen . . . Aber die Waffeln schmeckten auch ohne.




☕☕☕🌼☕☕☕




die "Bergische Kaffeetafel"

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung, Ortsnennung und/oder Verlinkung) 

Bei uns im Bergischen Land werden sehr gerne Waffeln serviert. Besonders gerne im Rahmen einer "Bergischen Kaffeetafel". Diese Spezialität bekommt man in manchen Restaurants und Cafés im Raum Velbert - Wuppertal - Solingen. Die Bergische Kaffeetafel ist sehr üppig, wird meist im größeren Rahmen mit mehreren Personen verspeist und muss meist vorbestellt werden. Aber was gehört zur Bergischen Kaffeetafel?

Zur "Bergischen Kaffeetafel" gehören viele leckere Sachen und eine "Dröppelminna". Diese regionale Spezialität ist sehr üppig und wird noch gerne im Bergischen Land gepflegt. Es gehören nicht nur Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne dazu, sondern auch noch Rosinenstuten, Schwarzbrot und/oder Pumpernickel. Dazu Butter, Honig, Rübenkraut (Zuckerrübensirup) oder Apfelkraut, süßer Milchreis (stiefen Ries bzw. Dicker Reis) mit Zimt und Zucker und Quark (Klätschkies). Der Kaffee kommt dann aus der "Dröppelminna" und wird am Tisch ausgeschenkt. Je nach Anlass kommt noch für die Liebhaber der deftigen Sachen noch Rührei, Blut- und Leberwurst sowie Gouda dazu. Man muss also nicht verhungern . . . 



Das sind hier so genannte "Dröppelminnas". Kaffeekannen, wie man sie früher bei der Bergischen Kaffeetafel benutzte. Meist sind sie aus Zinn, selten aus Silber, aber immer aus Metall. Diese Kanne * mit Kran beherbergte den Kaffee und wurde durch ein Stövchen warmgehalten. Wollte man etwas "guten Bohnenkaffee", dann konnte die Dame des Hauses oder eine Bedienstete den Kaffee durch den Hahn abzapfen. Meist verstopfte er und der Kaffee kam nur tropfenweise heraus. Er "dröppelte" (tropfte), sodass diese Kanne im Bergischen Land "Dröppelminna" genannt wurde.

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung) 


☕☕☕🌼☕☕☕