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Dienstag, 11. August 2026

Zwetschgenkuchen mit Quarkölteig und extra Tipp

Ach wie lecker. Nun sind wieder die Zwetschgen reif und dreimal dürft ihr raten, was ich jetzt gebacken habe. Ein Blech Zwetschgenkuchen. Oft sagt man dazu auch Pflaumenkuchen, obwohl immer Zwetschgen verwendet werden. Man nennt ihn im Rheinland rund um Köln auch Prummetaat. Mit Prummen sind die Pflaumen gemeint, mit Taat die Torte . . . 

Am liebsten backe ich so einen Blechkuchen mit Quarkölteig. Ich bilde mir ein, der Boden wird auch am nächsten Tag nicht so trocken wie mitunter beim Hefeteig. Aber egal, ob ihr ihn mit Quarkölteig oder mit Hefeteig backt, lecker wird er auf jeden Fall.

Heute möchte ich euch nicht nur das Rezept an die Hand geben, sondern auch einen sehr guten Tipp vom lieben Marcel. Viele werden, so wie ich auch, den Tipp mit dem Aufstreuen von Paniermehl, Semmelbrösel oder Kuchenbröseln gegen das Durchweichen des Obstes auf dem Boden kennen. Aber Marcel vermischt noch Vanille - Puddingpulver mit den Bröseln und gibt diese Mischung dann auf den Boden. Ich habe jetzt noch etwas Zimt dazu gegeben.

Der Tipp mit den Bröseln und dem Puddingpulver ist prima, der Boden weicht tatsächlich nicht so durch und der Saft wird gut gebunden. Ich bin richtig begeistert und werde den Tipp zukünftig immer bei Obstkuchen beherzigen.

Übrigens, werft bitte die Pflaumenkerne nicht weg, daraus kann man einen leckeren Likör nach Art eines Amarettos machen. 


Die Zwetschgen waren sehr saftig und der Kuchen dadurch sehr lecker.




Zwetschgenkuchen (Prummetaat oder Pflaumenkuchen) mit Quark - Ölteig  (1 Blech)

für den Boden:

  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 85 g Zucker
  • etwas Vanille aus der Mühle
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Päckchen Backpulver
  •  
  • 250 g Quark 20 %
  • 5 Esslöffel neutrales Öl (z.B. Rapsöl)
  • 8 Esslöffel Vollmilch

  • 3 Esslöffel Paniermehl oder Zwiebackbrösel
  • etwas Zimt 
  • 3 Teelöffel Vanille - Puddingpulver 

  • etwas Zucker und Zimt nach Geschmack


die trockenen Zutaten mischen und mit den nassen Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. 

Den Teig gleichmäßig dünn ausrollen und auf ein tiefes, gefettetes oder mit Backpapier belegtes Blech legen. Einen Backrahmen drumherum stellen. Dieser verhindert, dass Saftspritzer den Backofen verschmutzen. 

Das Paniermehl mit dem Puddingpulver sowie etwas Zimt gut mischen. Die Oberfläche des Teiges damit bestreuen. So wird später die Flüssigkeit der Zwetschgen besser aufgesogen und der Boden weicht nicht durch. 

für den Belag:

  • ca. 2 kg Zwetschgen 
  • Zimt & Zucker
  • Hagelzucker

Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. In Reihen oder in wildem Muster eng an eng hochkant auf den Teig stellen. Nach Wunsch mit Zucker und Zimt bestreuen.

Das Backblech in den auf 200°C vorgeheizten Ofen Ober-/Unterhitze auf die 2. Stufe von unten  schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Teigrand schön golden ist. 

Nach dem Backen die Zwetschgen noch mit etwas Hagelzucker sowie Zucker & Zimt bestreuen. 

Mein Tipp:  Man weiß nie wie saftig die Zwetschgen sind. Sollte sich nach dem Backen zu viel Flüssigkeit auf der Kuchenoberfläche gesammelt haben, dann einfach mit einem Küchenkrepp den Saft aufsaugen, oder mit einem Löffel abnehmen. 

Am besten frisch und vielleicht sogar noch lauwarm genießen. Ein Schlag Vanillesahne dazu schmeckt besonders gut.

mein Tipp: aus den Kernen kann man noch wunderbaren Amaretto aus Zwetschgenkernen herstellen.


Hier sieht man den dünn ausgerollten Quarkölteig und das mit Puddingpulver vermische Paniermehl. Das Foto ist schon älter, denn hier war kein Zimt mit untergemischt.


Das war "das letzte Stück" am nächsten Tag. Nichts ist durchgeweicht und der Boden immer noch sehr lecker. Das obere Stückchen Kuchen war der Boden, den ich mit Apfelscheiben belegt hatte, denn ich hatte nicht so viele Zwetschgen. Leider war der Geschmack der Apfelsorte nicht so dolle, sie schmeckten im Grunde nach nichts . . . , aber was will man machen.


Zwetschgen erkennt man an dem "weißen Belag" auf der Oberfläche. Pflaumen haben diese Schicht nicht. Für Zwetschgenkuchen bitte nur Zwetschgen und keine Pflaumen nehmen, Pflaumen sind mitunter noch saftiger als Zwetschgen und nicht so backfest.


So eine Zwetschge hatte ich bisher auch noch nicht gesehen. An der Zwetschge "klebte" eine schrumpelig - vertrocknete Zwetschge.  







Freitag, 6. Februar 2026

leckere Quarkbrötchen - flott gebacken

Brötchen essen wir recht selten, aber ab und an mögen wir sie doch sehr gerne. So freue ich mich immer, wenn ich mal ein Rezept habe, was einfach und unkompliziert ist und sie natürlich auch sehr gut schmecken. Denn das ist ja das wichtigste.

Für folgendes Brötchenrezept benötigt man keine Hefe. Der Teig wird schnell und einfach (mit einer Gabel) vermischt, kurz geknetet und dann in 6 Teile geteilt. Diese kann man dann noch formen wie man möchte und nach rund 20 Minuten hat man schon leckere, knusprige Brötchen auf dem Tisch. Ich finde sie genial und wenn man sie isst, kommt man nicht so ohne weiteres darauf, dass sie mit Quark und Backpulver gebacken sind und nicht mit Hefe. Probiert es aus, es lohnt sich. Die Menge hier reicht für sechs Brötchen und wer noch einen Airfryer sein eigen nennt, der ist fein raus. In diesem Gerät gelingen sie schnell und einfach.

Nun aber zum schnellen Rezept:


Frisch gebacken und gerade ausgekühlt. Mit Butter hat mir das Brötchen sehr sehr gut geschmeckt.


leckere Quarkbrötchen  6 Stück

  • 250 g Dinkelmehl 630er
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 knapper Teelöffel feines Salz
  • 250 g Magerquark
  • 1 Ei, Gr. L
  •  
  • Sesam und/oder Mohn zum Bestreuen
Mehl, Backpulver und Salz mit einer Gabel vermischen. Das Ei und den Quark dazu geben und alles zu einem Teig verkneten. Wer das nicht mit der Gabel mischen möchte, der kann natürlich auch den Handmixer mit Knethaken oder die Küchenmaschine mit Flachrührer nehmen. Das bietet sich natürlich an, wenn man die Teigmenge gleich verdoppelt. 

Den Teig anschließend in sechs gleiche Teile teilen un daraus Brötchen formen. Ich hatte den Teig länglich geformt und dieses dann in sechs gleich dicke Scheiben geschnitten.

Mohn oder Sesam auf einen kleinen Teller geben und die Oberfläche des Brötchens darin wälzen. und das Brötchen auf ein Backpapier legen.

Die Brötchen samt Backpapier in die Schublade des Airfryers legen und diese dann bei 160°C Airfry in ca. 17 Minuten golden backen. Evenuell kurz vor Ende der Backzeit die Brötchen wenden, damit das Brötchen rundherum schön golden wird. Man kann auch mit einem Schaschlikspieß prüfen, ob das Brötchen gar ist oder noch Teig am Stäbchen hängen bleibt.

Mein Tipp: Wer keinen Airfryer besitzt, der backt die Brötchen bei 175°C Umluft im vorgeheizten Backofen in ca. 15 - 18 Minuten golden braun. Das sollte auch klappen.


Oben: die ungebackenen Brötchen liegen schon im Korb des Airfryers
Unten: die frisch gebackenen fertigen Brötchen



Wer noch mehr Brötchen backen möchte, der findet hier noch eine große Auswahl an verschiedenen Brötchen:







Freitag, 28. November 2025

Apfelballen aus dem Ofen

Dieses Jahr gibt es eine Flut von Äpfeln, sodaß man des öfteren mal etwas Leckeres mit Äpfeln backen kann. Heute habe ich Apfelballen aus dem Ofen für euch.

Der Bäcker backt Apfelballen meist in Öl oder Fett aus. Das schmeckt ja auch immer sehr lecker. Aber zu Hause backe ich ssolche Ballen lieber im Ofen als in der Fritteuse. Dieses Rezept hier ist wirklich prima. Die Zubereitung geht schneller als das berühmte Brezelbacken und schon nach einer knappen halben Stunde sind duftende Apfelballen fertig. 

Lauwarm und frisch aus dem Ofen schmecken sie besonders gut, aber auch am nächsten Tag kann man sie noch sehr gut essen. Am besten hebt man sie dann in einer gut schließenden Dose auf, so werden sie nicht trocken und sie sind immer noch schön saftig und lecker.

Wer es besonders lecker haben möchte, der gibt sie am nächsten Tag noch für ein paar Minuten in den heißen Ofen oder in den Airfryer und backt sie dort kurz auf. Vielleicht klappt das sogar auf dem Brötchenrost des Toasters oder auch kurz in der Mikrowelle. Toaster und Mikrowelle habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Ich wünsche euch guten Appetit bei den leckeren Apfelballen aus dem Ofen.

übrigens . . . Ganz viele Apfel(kuchen)rezepte findet ihr unter der Rubrik "Rezepte A - Z" oben in der Leiste.



🍎 saftige Apfelballen aus dem Ofen  🍎 ca. 12 Stück

  •  200 g Magerquark
  •  100 ml Rapsöl
  •  etwas Vanille
  • 1 Prise Vanillesalz
  •  110 g Zucker

  •  300 g Dinkelmehl 630er
  •  1 Päckchen Backpulver

  •  3 mittlere Äpfel (z.B. Elstar)
  •  
  • Zucker & Zimt


den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Aus den Schalen können noch Apfelrosen* gerollt werden. Wie es geht steht weiter unten.

Magerquark, Rapsöl, Vanille, Salz und Zucker verrühren. Mehl mit Backpulver vermischen und zum Quarkgemisch hinzugeben und alles gut verkneten.

Die Äpfel dazugeben und mit den Händen unterkneten. ca. 10 - 12 Bälle formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mittig in den vorgeheizten Backofen schieben und alles ca. 25 Minuten backen.

Nach dem Backen werden die Bällchen sofort in Zucker & Zimt gewälzt und auf einem Kuchengitter ausgekühlt. 

Wer sie für den nächsten Tag aufheben möchte, der legt die Ballen nach dem Auskühlen in eine gutschließende Dose. So bleiben die Ballen frisch und werden nicht trocken.



🍎🍏🍎


Ein Apfel der Sorte "Elstar"

🍎🍏🍎


für solche hübschen Apfelrosen benötigt man:

  • möglichst lange, dünne und schmale Apfelschalen
die langen Apfelschalen einfach von einer Seite her relativ dicht aufrollen. Die Rose entsteht fast von alleine. Sollte die Schale reißen, einfach ein neues Stück überlappend anlegen und die Rose weiter bis zur gewünschten Größe aufrollen. fertig sind die Röschen. 🌹

Sie eignen sich gut als Deko auf der Kaffeetafel,  und getrocknet sehen sie auch noch recht ansehnlich aus.






Kaffeepause - dazu schmeckt sehr gut ein Cappuccino

Dienstag, 28. Oktober 2025

kleine Speck - Zwiebel - Käse - Brötchen im Miniformat

Dieses leckere Speck - Zwiebel - Brötchenrezept habe ich schon seit Ewigkeiten  in meinem Rezeptbuch stehen. Aber wie das manchmal so ist, man backt sie viel zu selten, obwohl sie sehr lecker sind.

Nun hatten wir Besuch und ich wollte als kleine Vorspeise etwas Leckeres servieren. Wir entschlossen uns für eben diese Brötchen im Miniformat, dazu gab es eine selbstgemachte Kräuterbutter. Eine gekaufte Kräuter- oder Knoblauchbutter ginge selbstverständlich auch.

Die Brötchen sind schnell gebacken, sie sind schön saftig und fluffig und außen schön knusprig. Selbst am nächsten Tag schmecken sie noch sehr lecker und sie sind nicht trocken. Nur das Knusprige fehlt, was aber nichts macht. Optisch machen die kleinen Brötchen auch was her und wie man sich denken kann, sind sie meist schnell im Mund verschwunden.



Kleine Speck - Zwiebel - Käse - Brötchen ca. 50 Stück

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Zucker

  • 250 g Magerquark
  • 8 Esslöffel Milch
  • 6 Esslöffel Öl (Raps- oder Sonnenblumenöl
aus den Zutaten einen Quarkölteig herstellen. Dafür zuerst die trockenen Zutaten vermischen und dann nach und nach die restlichen Zutaten unterkneten, dann 
  • 100 g Röstzwiebeln
  • 100 g geriebener Käse
  • 100 g Schinkenwürfel 

unterkneten und daraus Kugeln in der Größe eines 50 Cent Stückes rollen. Die kleinen Kugeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, bei 180° C Ober- Unterhitze im vorgeheizten Ofen in  ca. 30 Minuten golden backen.

Die Brötchen schmecken lauwarm am besten, aber auch kalt sind sie der Hit auf dem Büffet.

Mein Tipp für Halloween: Für "Spinnenbrötchen" benötigt man nur noch zusätzlich einige Salzstangen. Diese werden in gleichgroße Stücke gebrochen und wie Spinnenbeine in die fertigen Brötchen gesteckt.

Fertig sind für Halloween lustige Spinnenbrötchen.


Oben die rohen Teigkugeln, unten die fertig gebackenen Brötchen.




Diese Menge Brötchen ergab das Rezept. 




Hier gab es mal Spinnen-Brötchen "creepy critters". Die Kinder fanden sie klasse.







Hier noch eine kleine Dekoidee zu Halloween für die Wohnungstür. Dafür kleine Mäuse aus schwarzem Kartonpapier ausschneiden und mit Klebeband (auf der Rückseite der Maus) an der Tür befestigen.

Happy Halloween 



Freitag, 7. Februar 2025

saftige Apfelballen aus dem Ofen und ein paar Röschen

Bei meinem heutigen Rezept geht es um Apfelballen. Der Bäcker backt Apfelballen meist in Öl oder Fett aus. Das schmeckt ja auch sehr lecker. Aber zu Hause backe ich lieber im Ofen als in der Fritteuse. Dieses Rezept hier ist wirklich prima .Die Zubereitung geht schneller als das berühmte Brezelbacken und schon nach einer knappen halben Stunde sind duftende Apfelballen fertig. 

Lauwarm und frisch aus dem Ofen schmecken sie besonders gut, aber auch am nächsten Tag kann man sie noch sehr gut essen. Am besten hebt man sie dann in einer gut schließenden Dose auf, so werden sie nicht trocken und sie sind immer noch schön saftig und lecker.

Wer es besonders lecker haben möchte, der gibt sie am nächsten Tag noch für ein paar Minuten in den heißen Ofen und backt sie kurz auf. Vielleicht klappt das sogar auf dem Brötchenrost des Toasters oder auch kurz in der Mikrowelle. Toaster und Mikrowelle habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Ich wünsche euch guten Appetit bei den leckeren Apfelballen aus dem Ofen.



🍎 saftige Apfelballen aus dem Ofen  🍎 ca. 12 Stück

  •  200 g Magerquark
  •  100 ml Rapsöl
  •  etwas Vanille
  • 1 Prise Vanillesalz
  •  110 g Zucker

  •  300 g Dinkelmehl 630er
  •  1 Päckchen Backpulver

  •  3 Äpfel (z.B. Elstar)
  •  
  • Zucker & Zimt

den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Aus den Schalen können noch Apfelrosen gerollt werden. Wie es geht steht weiter unten.

Magerquark, Rapsöl, Vanille, Salz und Zucker verrühren. Mehl mit Backpulver vermischen und zum Quarkgemisch hinzugeben und alles gut verkneten.

Die Äpfel dazugeben und mit den Händen unterkneten. ca. 10 - 12 Bälle formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mittig in den vorgeheizten Backofen schieben und alles ca. 25 Minuten backen.

Nach dem Backen werden die Bällchen sofort in Zucker & Zimt gewälzt und auf einem Kuchengitter ausgekühlt. 

Wer sie für den nächsten Tag aufheben möchte, der legt die Ballen nach dem Auskühlen in eine gutschließende Dose. So bleiben die Ballen frisch und werden nicht trocken.


Frisch gebacken und in Zimt & Zucker gewälzt schmecken sie besonders gut.



Ein Apfel der Sorte Elstar.





für solche hübschen Apfelrosen benötigt man:
  • möglichst lange, dünne und schmale Apfelschalen
die langen Apfelschalen einfach von einer Seite her relativ dicht aufrollen. Die Rose entsteht fast von alleine. Sollte die Schale reißen, einfach ein neues Stück überlappend anlegen und die Rose weiter bis zur gewünschten Größe aufrollen. fertig sind die Röschen. 🌹

Sie eignen sich gut als Deko auf der Kaffeetafel,  und getrocknet sehen sie auch noch recht ansehnlich aus.



Kaffeepause - Zeit für einen Cappuccino. 

Mittwoch, 11. September 2024

Zwetschgenkuchen mit Hefeteig

Kuchen geht immer, Kuchen schmeckt immer. Gerade jetzt sind die Zwetschgen reif, da "muss" man doch einen Zwetschgenkuchen backen, den man aber meist als Pflaumenkuchen betitelt. Egal.  

Im Rheinland rund um Köln nennt man ihn auch Prummetaat. Mit Prummen sind die Pflaumen gemeint, mit Taat die Torte. Aber die Prummen sind immer Zwetschgen. Denn Zwetschgen sind länglich und fest, Pflaumen sind rund und sehr saftig und für Kuchen nicht so geeignet. Steigt ihr jetzt noch durch? Zwetschgen, Pflaumen, ja was denn nun. Egal. Für diesen Pflaumenkuchen werden jedenfalls Zwetschgen benötigt . . . 

Am liebsten backe ich so einen Blechkuchen mit Quarkölteig. Ich bilde mir ein, der Boden wird auch am nächsten Tag nicht so trocken wie mitunter beim Hefeteig. Aber egal, ob ihr ihn mit Quarkölteig oder mit Hefeteig backt, lecker wird er auf jeden Fall.

Heute habe ich einen Zwetschgenkuchen mit Hefeteig für euch. Das Rezept reicht für ein Backblech. Ich hatte dieses Mal aber den Kuchen in der Tarteform gebacken, von daher ist etwas Teig übrig geblieben, daraus hatte ich noch kleine Brötchen gebacken.



Zwetschgenkuchen mit Hefeteig:

für den Boden: (diese Menge reicht für ein Backblech)

  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 1/4 Teelöffel Vanillesalz
  • 60 g Zucker
  • 125 ml lauwarme Vollmilch
  • 20 g frische Hefe
  • 1 Ei, Zimmertemperatur
  • 75 g weiche Butter

  • 3 Esslöffel Paniermehl oder Zwiebackbrösel
  • 3 Teelöffel Vanille - Puddingpulver

  • etwas Zucker und Zimt nach Geschmack
  •  
  • Schlagsahne, mit Vanille und Zucker leicht gesüßt

Für den Hefeteig das Mehl mit dem Zucker und dem Salz vermischen, die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Die Hefemilch in die Mehlmischung geben, mit etwas Mehl bestreuen und einige Zeit stehen lassen. Wenn die Oberfläche Risse bekommt (das ist das Zeichen, dass die Hefe geht), das Ei und die weiche Butter zugeben und alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten, nicht mehr klebenden Teig kneten lassen. Den Teig abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.

Circa 2/3 des Teiges gleichmäßig dünn ausrollen und in eine tiefe, gefettete Tarteform (32 cm ) legen und einen Rand hochziehen.

Aus dem restlichen Teig einen weiteren, kleinen Kuchen backen, ihn einfrieren für nächstes Mal oder kleine Brötchen daraus formen und diese abbacken.

Das Paniermehl mit dem Puddingpulver gut mischen. Die Oberfläche des Teiges damit bestreuen. So wird später die Flüssigkeit der Zwetschgen besser aufgesogen und der Boden weicht nicht durch. Wer möchte gibt noch etwas Zucker und Zimt darauf.

für den Belag:

  • ca. 2 kg Zwetschgen
  • Zimt & Zimt
  • Hagelzucker

Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. In Reihen oder in wildem Muster eng an eng hochkant auf den Teig stellen. Nach Wunsch mit Zucker und Zimt bestreuen. Den Kuchen jetzt nochmal ca. eine halbe Stunde gehen lassen.

Das Backblech in den auf 180°C vorgeheizten Ofen Ober-/Unterhitze auf die 2. Stufe von unten  schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Teigrand schön golden ist. 

Nach dem Backen die Zwetschgen noch mit etwas Hagelzucker sowie Zucker & Zimt bestreuen. Am besten frisch und vielleicht sogar noch lauwarm genießen. Ein Schlag Vanillesahne dazu schmeckt besonders gut.

mein Tipp: aus den Kernen kann man noch wunderbaren Amaretto aus Zwetschgenkernen herstellen.





frische Zwetschgen vom Markt



Zwetschgen in so vielen verschiedenen Größen hatte ich auch noch nicht in einem Korb. Die ganz große links war riesig, die mittleren hatten die ideale Größe.








Samstag, 7. September 2024

Prummetaat mit Gitter

Nun kommt schon bald der Herbst, oder soll ich lieber sagen, der Sommer ist bald vorbei? Egal. Zu dieser Jahreszeit gibt es auf jeden Fall schöne Zwetschgen, mit denen man gerne einen Kuchen backt.

Gerade jetzt sind die Zwetschgen reif, da "muss" man doch einen Zwetschgenkuchen backen, den man aber meist als Pflaumenkuchen betitelt. Egal.  

Im Rheinland rund um Köln nennt man ihn auch Prummetaat. Mit Prummen sind die Pflaumen gemeint, mit Taat die Torte. Aber die Prummen sind immer Zwetschgen. Denn Zwetschgen sind länglich und fest, Pflaumen sind rund und sehr saftig und für Kuchen nicht so geeignet. Steigt ihr jetzt noch durch? Zwetschgen, Pflaumen, ja was denn nun. Egal. Für diesen Pflaumenkuchen werden jedenfalls Zwetschgen benötigt . . . 

Dieses  Mal habe ich eine Prummetaat mit Teiggitter gebacken. Eine so genannte Gitterstanze oder Gitterschablone habe ich schon ewig und brauche sie viel zu selten. Dabei sehen diese schnell hergestellten Gitter immer klasse und doch recht professionell aus.  Wie man das bewerkstelligt habe ich euch unten aufgeschrieben. 

Solltet ihr keine Stanze haben, dann schneidet bitte für ein Gitter die dünne Teigplatte in schmale Streifen und legt sie dann gitterförmig auf den Kuchen. Das hat natürlich den gleichen Effekt.

Wie man sieht ist der Kuchen auch recht ansehnlich geworden, geschmeckt hat er auch und so schreibe ich nicht lange um den heißen Kuchen herum, hier kommt mein Rezept.



Prummetaat mit Gitter   32cm Tarteform

für den Boden: (diese Menge reicht sogar für den Boden eines Backbleches)

  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 85 g Zucker
  • etwas Vanille aus der Mühle
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Päckchen Backpulver
  •  
  • 250 g Magerquark
  • 6 Esslöffel neutrales Öl (z.B. Rapsöl)
  • 7 Esslöffel Vollmilch

  • 2 Esslöffel Paniermehl oder Zwiebackbrösel
  • 2 Teelöffel Vanille - Puddingpulver


die trockenen Zutaten mischen und mit den nassen Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. 

Knapp 2/3 des Teiges gleichmäßig dünn ausrollen und in eine tiefe, gefettete Tarteform legen, den Rand hochziehen. 

Das Paniermehl mit dem Puddingpulver gut mischen. Die Oberfläche des Teiges damit bestreuen. So wird später die Flüssigkeit der Zwetschgen besser aufgesogen und der Boden weicht nicht durch. Wer möchte gibt noch etwas Zucker und Zimt darauf.

für den Belag:

  • ca. 2 kg Zwetschgen
  • Zimt & Zimt
  • Hagelzucker
  •  
  • Puderzucker zum Bestreuen

  • Schlagsahne, mit Vanille und Zucker leicht gesüßt

Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. In Reihen oder in wildem Muster eng an eng hochkant auf den Teig stellen. Nach Wunsch mit Zucker und Zimt bestreuen.

Für das Gitter den restlichen Teig dünn ausrollen und in schmale Streifen schneiden. Diese nach Wunsch auf die Pflaumen legen und die Ränder festdrücken.

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Oder man benutzt eine so genannte "Gitterschablone". Meine ist rechteckig und ich habe sie schon seit über 20 Jahren - und benutze sie im Grunde viel zu selten . . . Es gibt sie aber auch in rund. Die Gitterschablone oder Gitterstanze ist ein zweiteiliges Plastikgitter mit rautenförmigen Löchern/Gitter. Auf dieses legt man die Teigplatte und rollt sehr beherzt mehrfach in allen Richtungen mit einem bemehlten Rollholz über den Teig. Man kann auch eine Backfolie auf den Teig legen. Der Teig, der in den kleinen Rauten hängt, fällt heraus und kann anderweitig verbraucht werden. Dann werden beide Gitterteile zusammen mit dem Teig kopfüber auf den Kuchen gelegt. Das obere Gitter (orange) wird vorsichtig vom unteren (cremefarben) abgenommen. Der Teig fällt dann langsam vom zweiten Gitter herunter auf die Pflaumen. Eventuell muss man vorsichtig mit einem schmalen Löffelstiel nachhelfen. Dann das helle Gitter abnehmen. Eventuellen Überstand abschneiden und den Teig an den Rändern festdrücken.

Die Tarteform in den auf 200°C vorgeheizten Ofen Ober-/Unterhitze auf die 2. Stufe von unten  schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Teig schön golden ist. Die Teigoberfläche mit Puderzucker besieben.

Die Prummetaat abkühlen lassen oder lauwarm servieren. Ein Schlag Vanillesahne dazu schmeckt besonders gut.

mein Tipp: aus den Kernen kann man noch wunderbaren Amaretto aus Zwetschgenkernen herstellen.



 

Das mit der Gitterstanze hergestellte Gitter vor und nach dem Backen.


Auf das Gitter (helle Seite liegt oben) legt man die Teigplatte und rollt sehr beherzt mehrfach in allen Richtungen mit einem bemehlten Rollholz über den Teig. (Foto oben links). Man kann auch eine Backfolie auf den Teig legen. Der Teig, der in den kleinen Rauten hängt, fällt heraus und kann anderweitig verbraucht werden. 
Dann werden beide Gitterteile zusammen mit dem Teig kopfüber auf den Kuchen gelegt (Foto rechts oben). Das obere Gitter (orange) wird vorsichtig vom unteren (cremefarben) abgenommen. Links unten ist das helle Gitter mit dem darunter hängenden Teig zu sehen. Der Teig fällt dann langsam vom zweiten Gitter herunter auf die Pflaumen. Eventuell muss man vorsichtig mit einem schmalen Löffelstiel nachhelfen. Dann das helle Gitter abnehmen. Auf dem Foto unten rechts ist das fertige Gitter zu sehen. 











Montag, 14. August 2023

ein Blech Zwetschgenkuchen mit Quarkölteig und Extratipp

Nun sind wieder die Zwetschgen reif und dreimal dürft ihr raten, was ich jetzt gebacken habe. Ein Blech Zwetschgenkuchen. Oft sagt man dazu auch Pflaumenkuchen, obwohl immer Zwetschgen verwendet werden. Man nennt ihn im Rheinland rund um Köln auch Prummetaat. Mit Prummen sind die Pflaumen gemeint, mit Taat die Torte.

Am liebsten backe ich so einen Blechkuchen mit Quarkölteig. Ich bilde mir ein, der Boden wird auch am nächsten Tag nicht so trocken wie mitunter beim Hefeteig. Aber egal, ob ihr ihn mit Quarkölteig oder mit Hefeteig backt, lecker wird er auf jeden Fall.

Heute möchte ich euch nicht nur das Rezept an die Hand geben, sondern auch einen sehr guten Tipp vom lieben Marcel. Viele werden, so wie ich auch, den Tipp mit dem Aufstreuen von Paniermehl, Semmelbrösel oder Kuchenbröseln gegen das Durchweichen des Obstes auf dem Boden kennen. Aber Marcel vermischt noch Vanille - Puddingpulver mit den Bröseln und gibt diese Mischung dann auf den Boden. 

Das habe ich jetzt getestet. Wunderbar hat das geklappt. Die Brösel und das Puddingpulver haben den Saft der sehr saftigen Zwetschgen sehr gut aufgesogen und der Boden ist überhaupt nicht durchgeweicht. Das folgende Foto vom Kuchen hatte ich am darauffolgenden Tag aufgenommen. Wie man sieht, ist der Boden überhaupt nicht durchgeweicht. Ich bin richtig begeistert und werde den Tipp zukünftig immer bei Obstkuchen beherzigen.

Übrigens, werft bitte die Pflaumenkerne nicht weg, daraus kann man einen leckeren Likör nach Art eines Amarettos machen.



ein Blech  Zwetschgenkuchen (Prummetaat oder Pflaumenkuchenmit Quark - Ölteig:

für den Boden:

  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 85 g Zucker
  • etwas Vanille aus der Mühle
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Päckchen Backpulver
  •  
  • 250 g Magerquark
  • 6 Esslöffel neutrales Öl (z.B. Rapsöl)
  • 7 Esslöffel Vollmilch

  • 3 Esslöffel Paniermehl oder Zwiebackbrösel
  • 3 Teelöffel Vanille - Puddingpulver

  • etwas Zucker und Zimt nach Geschmack


die trockenen Zutaten mischen und mit den nassen Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. 

Den Teig gleichmäßig dünn ausrollen und auf ein tiefes, gefettetes oder mit Backpapier belegtes Blech legen. Einen Backrahmen drumherum stellen. Dieser verhindert, dass Saftspritzer den Backofen verschmutzen. 

Das Paniermehl mit dem Puddingpulver gut mischen. Die Oberfläche des Teiges damit bestreuen. So wird später die Flüssigkeit der Zwetschgen besser aufgesogen und der Boden weicht nicht durch. Wer möchte gibt noch etwas Zucker und Zimt darauf.


für den Belag:

  • ca. 2,5 kg Zwetschgen
  • Zimt & Zimt
  • Hagelzucker

Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. In Reihen oder in wildem Muster eng an eng hochkant auf den Teig stellen. Nach Wunsch mit Zucker und Zimt bestreuen.

Das Backblech in den auf 200°C vorgeheizten Ofen Ober-/Unterhitze auf die 2. Stufe von unten  schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Teigrand schön golden ist. 

Nach dem Backen die Zwetschgen noch mit etwas Hagelzucker sowie Zucker & Zimt bestreuen. Am besten frisch und vielleicht sogar noch lauwarm genießen. Ein Schlag Vanillesahne dazu schmeckt besonders gut.

mein Tipp: aus den Kernen kann man noch wunderbaren Amaretto aus Zwetschgenkernen herstellen.


Hier sieht man den dünn ausgerollten Quarkölteig und das mit Puddingpulver vermische Paniermehl.



Zwetschgen erkennt man an dem "weißen Belag" auf der Oberfläche. Pflaumen haben diese Schicht nicht. Für Zwetschgenkuchen bitte nur Zwetschgen und keine Pflaumen nehmen, Pflaumen sind mitunter noch saftiger als Zwetschgen und nicht so backfest.









Samstag, 15. Juli 2023

kleiner Aprikosen - Haselnuss - Dinkelkuchen mit Nektarine

Für meine Marillenknödel benötigte ich doch weniger Aprikosen als gedacht, und so waren noch ca. 400 g Früchte übrig. Daraus habe ich einen kleinen, leckeren Kuchen zum spontanen Kaffee gebacken.

Der Quarkölteig ist für solche Kuchen ideal, da er auch am nächsten Tag noch frisch schmeckt und nicht wie Hefeteig leicht trocken wird.

Besonderen "Kick" geben die gerösteten Haselnüsse, die perfekt zu den aromatischen, saftigen  Aprikosen und Nektarinen passen. 

Gebacken habe ich den Kuchen so:



kleiner Aprikosen - Haselnuss - Dinkelkuchen mit Nektarine und Quarkölteig   26cm Tarteform

  • 210 g Dinkelmehl 630er
  • 20 g Puddingpulver Vanille
  • 9 g Backpulver
  • 40 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas gemahlene Vanille
  •  
  • 150 g Quark
  • 3 Esslöffel neutrales Öl
  • 3 Esslöffel Vollmilch
  •  
  • etwas Mehl zum Ausrollen
  •  
  • gehackte, geröstete Haselnüsse
  • Aprikosen
  • 1 Nektarine
  • etwas Zucker
  •  
  • etwas Puderzucker
  • etwas Kondensmilch oder Wasser

das Mehl mit allen trockenen Zutaten gut mischen, dann Quark, Öl und Milch dazu geben und alles zu einem glatten Teig kneten. Ist der Teig zu kleberig, dann noch etwas Mehl dazu fügen. 

Die Aprikosen waschen, entkernen und vierteln. Die Nektarine waschen, entkernen und in Spalten schneiden

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und eine Backform/Tarteform fetten

Den Teig auf einer bemehlten Unterlage mit einem bemehlten Rollholz dünn ausrollen und in die Backform legen. Teigüberstände abschneiden, ausrollen und in Streifen schneiden.

Die Haselnüsse gleichmäßig auf dem Kuchenboden verteilen und leicht andrücken. Am Rand beginnend die Aprikosenviertel auf dem Boden verteilen, mittig die Nektarine einsetzen. Etwas Haselnüsse aufstreuen und etwas Zucker auf dem Obst verteilen.

Nun die Teigstreifen nach Wunsch auflegen.

Die Form auf die 2. Stufe von unten in den heißen Ofen schieben und alles ca. 20 - 25 Min. golden backen. Die Form auf einem Kuchengitter etwas auskühlen lassen.

Aus dem Puderzucker und der Milch einen dickflüssigen Guss anrühren und mit einem Silikonpinsel auf dem Teig verstreichen.

Fertig ist ein leckerer, nicht zu süßer und sehr fruchtig-saftiger Kuchen.














Am besten schmeckt der Kuchen frisch gebacken, von daher ist er ideal für den Sonntag. 
Morgens backen, nachmittags direkt genießen.

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