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Mittwoch, 17. September 2025

Zwetschgen Crumble

Zur Pflaumen- bzw. Zwetschgenzeit backe ich gerne Zwetschgen Crumble. Das geht ruckzuck und es schmeckt umwerfend, vor allem wenn es noch lauwarm ist. Dann sind die Zwetschgen schön saftig und fruchtig und der Crumble wunderbar knusprig. Man könnte sich da reinlegen, wie man so sagt. . . 

Falls ihr so ein Crumbel noch nie gebacken habt, dann versucht es unbedingt mal. Statt der Zwetschgen kann man natürlich auch andere Früchte nehmen, wie z.B. Äpfel, Aprikosen oder Stachelbeeren. Nehmt was euch gefällt.

Das Crumble habe ich im Airfryer gebacken, aber es geht selbstverständlich auch in jedem Backofen.

Hier kommt mein Rezept:


Lecker, so ein Crumble - und Marcel Seegers * neues Backbuch ist auch Spitze und sehr empfehlenswert. Das erste Durchblättern beim Nachmittagskaffee mit Kaffee und Crumble machte richtig Lust auf leckere Kuchen und Torten. Mal sehen was ich demnächst backen werde.


* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)

Zwetschgen Crumble

  • 100 g Mehl
  • 80 g feine Haferflocken
  • 1 große Prise Vanillesalz
  • 1 große Prise Zimt
  • 90 g Zucker
  • 100 g Butter, weich
  •  
  • ca. 500 gr. Zwetschgen,  gewürfelt
  • ca. 3 Teel. Mondamin oder Stärkemehl
  • 2 Teel. Zimtzucker


Für den Crumnle alle trockenen Zutaten mischen, dann die Butter dazu geben und alles mit der Gabel zu einem Streuselteig verrühren. Die Crumble sollen nicht zu fein aber auch nicht zu groß werden. Die Crumble zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen, so werden sie später knuspriger.

Die Zwetschgen waschen, entsteinen und in ca. 1cm große Würfel schneiden. Anschließend mit etwas Mondamin oder Stärkemehl und Zimtzucker vermischen und in eine bzw. 2 Auflaufformen füllen. Darauf dann den Streuselteig gleichmäßig verteilen.

Die Auflaufform in den Airfryer stellen, Airfry 170°C, ca. 30 Minuten

Kommt die Form in den Backofen, dann den Ofen ebenso auf 170°C Umluft stellen und den Crumble in ca. 30 Minuten golden backen.






Das Crumble in zwei Glasschalen - vor und nach dem Backen.










Freitag, 5. September 2025

Apfelkuchen für alle Tage

Apfelkuchen geht immer. Und mit Mürbeteig sowieso. Wenn man dann noch Glück hat und besonders leckere Äpfel erwischt, dann ist so ein Apfelkuchen ein absoluter Hochgenuss. 

Der Teig für diesen Kuchen hier ist quasi ein Allroundteig für sämtliche Obstkuchen. Statt der Äpfel kann man auch Sauerkirschen, Mirabellen, Stachelbeeren, Pflaumen (Zwetschgen) oder Aprikosen nehmen. Erlaubt ist was gefällt und einem schmeckt bzw. wonach einem gerade der Sinn steht. Es müssen auch keine frischen Früchte sein. Kirschen, Mirabellen oder Stachelbeeren kann man gut aus der Glaskonserve nehmen. Selbst mit Apfelkompott schmeckt der Kuchen gut. Man sollte nur bedenken, dass man je nach Obst die Fruchtmasse noch mit etwas Stärke vorher andicken sollte.

Zurück zum Apfelkuchen. Man kann die Äpfel grob raspeln, blättrig schneiden oder würfeln. Erlaubt ist was gefällt und einem am meisten zusagt. Natürlich können auch ein paar (in Rum eingelegte) Rosinen und/oder ein paar Mandelstifte oder Mandelblättchen mit unter die Apfelmasse gerührt werden.

Die Oberfläche wird dann mit den Teigresten belegt. Entweder in Form von ausgestochenen Plätzchen oder in Streifen. Man kann den Teigrest für die Oberfläche auch krümeln und diese Krümel dann auf dem Obst verteilen.




mein  Apfelkuchen für alle Tage,  ca. 26cm Durchmesser

  • 200 g Süßrahmbutter
  • 150 g Zucker incl. 1 Esslöffel Vanillezucker 
  • 1 Prise Vanillesalz 
  • 1 Ei Gr. L
  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 2 Teelöffel Backpulver
  •  
  • 2 Esslöffel Paniermehl

  • ca. 1 kg Boskoop Äpfel (oder Elstar, Gala, Jonagold)
  • 50 g Mandelblättchen
  • ca. 1/2 Teelöffel fein abgeriebene Bio - Zitronenschale
  • etwas Zitronensaft
  • etwas Zucker nach Geschmack
  • etwas gemahlener Ceylonzimt 
  •  
  • Puderzucker
  •  
  • geschlagene Sahne
  • etwas Vanillezucker nach Geschmack


die Butter schaumig rühren, nach und nach Zucker, Salz und Vanillezucker zugeben und zuletzt das Ei. Wenn alles gut schaumig und schön cremig ist, das mit Backpulver vermischte Mehl löffelweise dazu geben und alles vermischen. Zuletzt das restliche Mehl unterkneten bis alles schön glatt ist. Den Teig ausrollen und ca. 2/3 davon in eine Springform legen und den Rand ca. 5cm hoch formen. Die Form in den Kühlschrank stellen. 

Aus dem restlichen Teig eine nicht zu dünne Platte ausrollen, dann diese in Streifen schneiden oder mit einem Musterholz ein Muster beherzt eindrücken und daraus dann Kekse ausstechen. Man kann den Teig auch gekrümelt später auf den Äpfeln verteilen. Alles auf einen Teller legen und ebenfalls in den Kühlschrank stellen und alles gut durchkühlen lassen. 

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, vierteln und fein blättrig schneiden. Mit Zitronenschale, Zucker und Zimt mischen und die Mandelblättchen untermischen.

Den Backofen auf 190°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Springform aus dem Kühlschrank nehmen, den Boden mit Paniermehl gleichmäßig bestreuen. So wird verhindert, dass die Äpfel den Boden durchweichen. Jetzt die Äpfel üppig und gleichmäßig bis zum Rand einfüllen, leicht festdrücken und die Oberfläche glattstreichen. Dann die ausgestochenen Kekse oder Teigstreifen auflegen.

Die Form in den vorgeheizten Ofen in die Mitte stellen und ca. 50 Minuten golden backen. Den Kuchen nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestreuen, bei einem Muster mit einem Pinsel den Puderzucker leicht verstreichen, damit das Muster besser herauskommt und zusammen mit Schlagsahne (aromatisiert mit etwas echtem Vanillezucker) servieren.

mein Tipp: den Kuchen nur mit einem Küchenkrepp abdecken, wenn man ihn erst am nächsten Tag servieren möchte. So wird der Mürbeteig nicht so weich.


Hier hatte ich den Teig in Streifen mit Wellenrand (Nudelrad) geschnitten und auf der Oberfläche verteilt.














Mittwoch, 9. Oktober 2024

Zwetschgenknödel mit Topfenteig

Herrlich, wenn im Herbst Zwetschgen reif sind und ich damit nicht nur Kuchen, Strudel und Co. backen kann, sondern auch Zwetschgenknödel. Die sind immer eine Wucht. So schön fruchtig, saftig und aromatisch und mit dem Topfenteig leicht zu kochen.

Zum Rollen der Knödel bevorzuge ich mittlerweile Einmalhandschuhe. Der Teig klebt so gut wie nicht an den Handschuhen (Mehl zum Rollen benutze ich aber trotzdem) und die Hände bleiben sauber. Wer keine hat oder benutzen möchte, der nehme bitte ordentlich bemehlte Hände. Das geht natürlich auch.



Zwetschgenknödel mit Quarkteig  8 Stück

  • 1 Eigelb
  • 50 g Butter
  • 60 g Hartweizengrieß
  • 2 Teelöffel Zitronenzucker
  • 250 g Magerquark
  •  
  • 80 g Dinkelmehl 630er
  • 1 Eischnee
  • 1 Prise Vanillesalz
  •  
  • 9 dicke Zwetschgen
  •  
  • 50 g Paniermehl oder Semmelbrösel
  • 25 g Zucker
  • 1 knapper Teelöffel Zimt
  •  
  • reichlich Mehl zum Bemehlen der Hände 

  • großer Kochtopf 
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 2 Teelöffel Salz
  •  
  • zerlassene, braune Butter (falls man mag)


das Eiweiß mit einer dicken Prise Salz ganz steif schlagen und beiseite stellen. Das Eigelb mit der Butter schaumig rühren und nach und nach den Grieß, Mehl, Zitronenzucker und den Quark unterrühren. Dann abwechselnd das Mehl und den Eischnee unterheben.

Die Masse für 45 Minuten in den Kühlschrank stellen. Währenddessen das Paniermehl mit dem Zucker und dem Zimt gut vermischen und die Zwetschgen entkernen. 

Eine Zwetschge halbieren, dann die Hälften nochmals halbieren und das Viertel quer teilen. Mit diesem Stück Frucht jede Zwetschge füllen *.

Den Teig in acht Teile teilen und jede gefüllte Zwetschge  mit dem Teig umhüllen. Dabei die Hände ordentlich bemehlen, der Teig klebt leider (manchmal) sehr. Mit den bemehlten Händen zu schönen, runden, möglichst glatten Knödeln rollen.

* viele nehmen statt der Frucht ein Stück Würfelzucker. Aber wir mögen gerne besonders viel Frucht in den Knödeln und so ersetze ich den Kern mit einem Stück Frucht statt Würfelzucker.

Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, Salz dazu geben und einen Esslöffel Zucker. Wenn es kocht, die Knödel hinein legen, die Temperatur herunterschalten und die Knödel leise simmern lassen bis sie an der Oberfläche schwimmen. Das dauert ca. 10 Minuten. Ab und an die Knödel wenden.

Mit einem Schaumlöffel herausheben und die Knödel einzeln in der Bröselmischung wenden. Wer mag gibt noch zerlassene Butter darüber. (Das haben wir uns aber verkniffen). Und schon kann geschlemmt werden.





Diese verschieden großen Zwetschgen fand ich in einem Korb gekaufter Früchte. Wahnsinn, wie unterschiedlich groß die Zwetschgen waren.



Zwetschgen am Baum



Samstag, 21. September 2024

köstlicher Zwetschgenstrudel ohne Schickimicki

I dit it again . . . ich habe wieder einen Strudel gebacken. Schon Anfang September gab es einen, einen saftigen Aprikosenstrudel. Diesen hatte ich ohne Schnickschnack und mit viel Frucht gebacken. Er war einfach köstlich. Nun waren Zwetschgen die Füllung, das Ergebnis war auch super lecker.

Habt ihr schon mal selber Strudel gebacken? Ich meine keinen tiefgefrorenen, gekauften, sondern selbstgemachten Strudel mit Ziehteig. Das hört sich im ersten Moment schwer an, aber dieser Ziehteig bzw. Strudelteig ist leichter herzustellen als man denkt.

Viele trauen sich ja nicht Strudelteig selber herzustellen, weil sie denken, das Ausziehen des Strudelteiges ist so schwierig und man hat hinterher nur Löcher im Teig. Aber das stimmt nicht. Mit meinem Strudelteigrezept klappt es bestimmt. Versprochen. Der Teig lässt sich ohne Probleme ziehen, es ist die reine Freude. Man ist so schnell fertig, der Teig ist nahezu perfekt. Und wenn man sich die Ruhe nimmt, und bedächtig den Teig vorsichtig auf dem bemehlten Tuch auszieht, dann klappt das auch mit dem Nachbarn . . äh . . Strudelteig . . .

Als ich nun im Laden schöne Zwetschgen fand, dachte ich mir, daraus backe ich nun einen Zwetschgenstrudel. Auch ohne großen Schnickschnack, nur mit Frucht und einem Hauch Zitrone und einer großen Portion Zimt. Was soll ich euch sagen, der Strudel war eine Wucht, weil die Zwetschgen sehr aromatisch waren. So ein Gebäck steht und fällt ja mit dem Geschmack der Früchte. Dieses Mal waren die Zwetschgen phantastisch. Nicht zu sauer, nicht zu süß, nicht zu saftig, sehr intensiv im Geschmack, toll. Wir waren ganz begeistert. Leider weiß ich nicht welche Sorte das war, ich hatte nirgends ein Schild gefunden. Na ja. 




köstlicher  Zwetschgenstrudel  ohne Schickimicki

für den Strudelteig:

  • 150 g Dinkelmehl 630er
  • 60 ml lauwarmes Wasser
  • 30 ml verquirltes Ei
  • 1 Teelöffel neutrales Öl
  • 1/2 Teelöffel Apfelessig
  • 1 Prise Vanillesalz

  • neutrales Öl zum Bestreichen der Teigkugel

das Mehl mit allen Zutaten vermischen und zu einem schönen, glatten, elastischen Teig kneten. Die Teigkugel mit Öl bestreichen und in Klarsichtfolie verpackt bei Zimmertemperatur 20 - 30 Minuten ruhen lassen. 

Währenddessen die Füllung zubereiten.

für die Bröselmischung:

  • 1 Esslöffel Butter
  • 80 g Semmelbrösel
  • 1 Esslöffel Zucker

die Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen, die Brösel und den Zucker dazugeben und alles vorsichtig bei mittlerer Hitze anrösten, beiseite stellen und etwas auskühlen lassen.

für die Füllung:

  • 800 g Zwetschgen, entkernt und gewürfelt
  • etwas Bröselmischung   
  • ca. 1 Esslöffel Zitronenzucker
  • ca. 1 Teelöffel Zimt (oder nach Geschmack)
  • etwas gemahlene Vanille aus der Mühle

  • zerlassene Butter zum Bestreichen
  • Puderzucker zum Bestäuben

Die Zwetschgen waschen, entkernen und grob würfeln. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Ein Küchentuch/Abtrockentuch dünn mit Mehl bestreuen. Da ist mein Mehlzerstäuber** eine gute Hilfe. 

Dann den Teig auf das bemehlte Küchentuch legen und vorsichtig von der Mitte her mit dem bemehlten Handrücken und/oder bemehlten Händen dünn ausziehen. Dabei darauf achten, dass die Ränder nicht zu dick sind und keine Löcher entstehen. Den Teig bis fast zum Tuchrand ziehen. Eventuelle dicke Ränder abschneiden. Das Muster des Tuches sollte zu sehen sein. 

Dann den rechteckigen Teig mit etwas geschmolzener Butter bestreichen. 

Als erstes wird der gebutterte Teig mit den Bröseln bestreut. Etwas Bröselmischung zurück halten und unter die Zwetschgen rühren. Dabei an allen Seiten einen ca. 5 cm breiten Rand frei lassen. 

Auf die Brösel nun die Zwetschgenwürfel verteilen. Das Obst nur auf 2/3 des Teiges geben (siehe Foto).  Die schmalen Seiten nun über die Füllung legen und mit Hilfe des Tuches den Strudel von der schmalen Seite her möglichst eng einrollen. Die Naht des Strudels liegt oben.

Den Strudel jetzt nicht vom Tuch nehmen, sondern mit dem Tuch auf das Backblech mit Backpapier legen. Das Tuch an der einen Seite unter den Strudel ziehen, dann den Strudel vom Tuch vorsichtig auf das Backblech rollen. Die Naht soll jetzt unten liegen. Den positionierten Strudel mit flüssiger Butter bestreichen und in den vorgeheizten Ofen schieben und ihn hellbraun backen. Die Backzeit beträgt ca. 35 - 40 Minuten.

Den goldbraunen Strudel mit Puderzucker bestreuen und dann kann auch schon serviert werden. 

Dazu passt sehr gut eine selbstgemachte, echte Vanillesauce , geschlagene Vanillesahne und/oder auch eine Kugel selbstgemachtes Vanille - Eis .   



mein Tipp: wenn ihr den Strudel nicht an einem Tag aufessen wollt, dann schneidet bitte den Strudel erst mittig durch. Entnehmt links und rechts davon die Stücke, die gegessen werden sollen, und schiebt dann die Schnittflächen aneinander, so bleiben sie schön frisch und trocknen nicht aus.


Hier hatte ich einen Blätterteigstrudel zusammen geschoben.




 
Vom Ausziehen und Füllen des Strudels (hier waren es Aprikosen) . . . 


. . . bis zum fertigen Produkt. Lecker.










Samstag, 7. September 2024

Prummetaat mit Gitter

Nun kommt schon bald der Herbst, oder soll ich lieber sagen, der Sommer ist bald vorbei? Egal. Zu dieser Jahreszeit gibt es auf jeden Fall schöne Zwetschgen, mit denen man gerne einen Kuchen backt.

Gerade jetzt sind die Zwetschgen reif, da "muss" man doch einen Zwetschgenkuchen backen, den man aber meist als Pflaumenkuchen betitelt. Egal.  

Im Rheinland rund um Köln nennt man ihn auch Prummetaat. Mit Prummen sind die Pflaumen gemeint, mit Taat die Torte. Aber die Prummen sind immer Zwetschgen. Denn Zwetschgen sind länglich und fest, Pflaumen sind rund und sehr saftig und für Kuchen nicht so geeignet. Steigt ihr jetzt noch durch? Zwetschgen, Pflaumen, ja was denn nun. Egal. Für diesen Pflaumenkuchen werden jedenfalls Zwetschgen benötigt . . . 

Dieses  Mal habe ich eine Prummetaat mit Teiggitter gebacken. Eine so genannte Gitterstanze oder Gitterschablone habe ich schon ewig und brauche sie viel zu selten. Dabei sehen diese schnell hergestellten Gitter immer klasse und doch recht professionell aus.  Wie man das bewerkstelligt habe ich euch unten aufgeschrieben. 

Solltet ihr keine Stanze haben, dann schneidet bitte für ein Gitter die dünne Teigplatte in schmale Streifen und legt sie dann gitterförmig auf den Kuchen. Das hat natürlich den gleichen Effekt.

Wie man sieht ist der Kuchen auch recht ansehnlich geworden, geschmeckt hat er auch und so schreibe ich nicht lange um den heißen Kuchen herum, hier kommt mein Rezept.



Prummetaat mit Gitter   32cm Tarteform

für den Boden: (diese Menge reicht sogar für den Boden eines Backbleches)

  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 85 g Zucker
  • etwas Vanille aus der Mühle
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Päckchen Backpulver
  •  
  • 250 g Magerquark
  • 6 Esslöffel neutrales Öl (z.B. Rapsöl)
  • 7 Esslöffel Vollmilch

  • 2 Esslöffel Paniermehl oder Zwiebackbrösel
  • 2 Teelöffel Vanille - Puddingpulver


die trockenen Zutaten mischen und mit den nassen Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. 

Knapp 2/3 des Teiges gleichmäßig dünn ausrollen und in eine tiefe, gefettete Tarteform legen, den Rand hochziehen. 

Das Paniermehl mit dem Puddingpulver gut mischen. Die Oberfläche des Teiges damit bestreuen. So wird später die Flüssigkeit der Zwetschgen besser aufgesogen und der Boden weicht nicht durch. Wer möchte gibt noch etwas Zucker und Zimt darauf.

für den Belag:

  • ca. 2 kg Zwetschgen
  • Zimt & Zimt
  • Hagelzucker
  •  
  • Puderzucker zum Bestreuen

  • Schlagsahne, mit Vanille und Zucker leicht gesüßt

Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. In Reihen oder in wildem Muster eng an eng hochkant auf den Teig stellen. Nach Wunsch mit Zucker und Zimt bestreuen.

Für das Gitter den restlichen Teig dünn ausrollen und in schmale Streifen schneiden. Diese nach Wunsch auf die Pflaumen legen und die Ränder festdrücken.

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Oder man benutzt eine so genannte "Gitterschablone". Meine ist rechteckig und ich habe sie schon seit über 20 Jahren - und benutze sie im Grunde viel zu selten . . . Es gibt sie aber auch in rund. Die Gitterschablone oder Gitterstanze ist ein zweiteiliges Plastikgitter mit rautenförmigen Löchern/Gitter. Auf dieses legt man die Teigplatte und rollt sehr beherzt mehrfach in allen Richtungen mit einem bemehlten Rollholz über den Teig. Man kann auch eine Backfolie auf den Teig legen. Der Teig, der in den kleinen Rauten hängt, fällt heraus und kann anderweitig verbraucht werden. Dann werden beide Gitterteile zusammen mit dem Teig kopfüber auf den Kuchen gelegt. Das obere Gitter (orange) wird vorsichtig vom unteren (cremefarben) abgenommen. Der Teig fällt dann langsam vom zweiten Gitter herunter auf die Pflaumen. Eventuell muss man vorsichtig mit einem schmalen Löffelstiel nachhelfen. Dann das helle Gitter abnehmen. Eventuellen Überstand abschneiden und den Teig an den Rändern festdrücken.

Die Tarteform in den auf 200°C vorgeheizten Ofen Ober-/Unterhitze auf die 2. Stufe von unten  schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Teig schön golden ist. Die Teigoberfläche mit Puderzucker besieben.

Die Prummetaat abkühlen lassen oder lauwarm servieren. Ein Schlag Vanillesahne dazu schmeckt besonders gut.

mein Tipp: aus den Kernen kann man noch wunderbaren Amaretto aus Zwetschgenkernen herstellen.



 

Das mit der Gitterstanze hergestellte Gitter vor und nach dem Backen.


Auf das Gitter (helle Seite liegt oben) legt man die Teigplatte und rollt sehr beherzt mehrfach in allen Richtungen mit einem bemehlten Rollholz über den Teig. (Foto oben links). Man kann auch eine Backfolie auf den Teig legen. Der Teig, der in den kleinen Rauten hängt, fällt heraus und kann anderweitig verbraucht werden. 
Dann werden beide Gitterteile zusammen mit dem Teig kopfüber auf den Kuchen gelegt (Foto rechts oben). Das obere Gitter (orange) wird vorsichtig vom unteren (cremefarben) abgenommen. Links unten ist das helle Gitter mit dem darunter hängenden Teig zu sehen. Der Teig fällt dann langsam vom zweiten Gitter herunter auf die Pflaumen. Eventuell muss man vorsichtig mit einem schmalen Löffelstiel nachhelfen. Dann das helle Gitter abnehmen. Auf dem Foto unten rechts ist das fertige Gitter zu sehen. 











Samstag, 31. August 2024

Blaubeertarte mit Dinkelmehl und Quarkguss

Blaubeeren im Kuchen finde ich mittlerweile dermaßen lecker, dass ich sehr gerne damit eine Blaubeertarte backe. Was mich auch freut, es gab sie sehr oft in diesen Sommer und manchmal hatte man Glück und man bekam sie zu einem moderaten Preis.

So war es letztens auch wieder, ich hatte Glück und bekam wunderbare Blaubeeren. Aus einem Teil der Blaubeeren habe ich eine Blaubeertarte gebacken. Vor einiger Zeit hatte ich ein Rezept vom lieben Marcel Seeger ausprobiert, was sehr lecker war. Und da diese Tarte unvergleichlich mürbe, cremig, fruchtig und "unsüß" war, habe ich natürlich dieses Rezept wieder genommen.

* dieser Blogbeitrag kann +++ WERBUNG ohne Auftrag +++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)

Und hier ist das erprobte, sehr leckere Rezept:


Hier wurde die Tarte in einer 32er Form gebacken, dadurch wird der Belag etwas dünner.


Blaubeertarte mit Dinkelmehl und Quarkguss nach Marcels Rezept (für eine 26er Tarte-Form)

Mürbeteig:

  • 70 g Zucker
  • 140 g Butter, Zimmertemperatur
  • 220 g Dinkelmehl, 630er (oder 550er oder 405er Weizenmehl)
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas ausgekratztes Vanillemark aus der Vanilleschote
  • 1 Ei, Gr. L

Zucker mit Butter, Salz, Ei und Vanillemark vermischen. Dann das Mehl zugeben und alles zu einem glatten Mürbteig verkneten. Den Teig auf einem Backpapier ausrollen, in die Tarteform legen, die Ränder abschneiden und den Teig mit einer Gabel einstippen. Für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Während der Kühlzeit den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und die Backform ins untere Drittel schieben und den Boden 10 Minuten vorbacken. Die Form aus dem Ofen nehmen und die Füllung vorbereiten.

Blaubeerbelag:

  • 250 g   Magerquark
  • 50 ml flüssige Sahne  oder Kondensmilch
  • 1 Ei, Gr. L
  • 50 g Vanillezucker
  • 20 g Vanillepuddingpulver
  • 1 Prise Vanillesalz

  • 300 g Blaubeeren, frisch, geputzt

Den Quark mit allen Zutaten glattrühren  und die abgetropften Blaubeeren vorsichtig unterheben. Die Masse auf den vorgebackenen Boden geben und glattstreichen.

Die Form zurück in den vorgeheizten Ofen schieben (2. Stufe von unten) und in ca. 25 - 30 Minuten golden backen. Mit einem Stäbchen prüfen, ob die Masse gestockt ist. Ansonsten noch einige Minuten länger backen.

Die Tarte aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. 

mein Tipp: sollte die Tarte nicht gleich gegessen werden, dann hebe ich die restliche Tarte im Kühlschrank auf. 

 




das letzte Stückchen . . . 



Blaubeeren auf der Blaubeerfarm



Lecker, so frische Beeren.


Samstag, 28. Oktober 2023

Birnen - Walnuss - Schmarrn mit Preiselbeeren

Manchmal kommen mir leckere Ideen in den Sinn und ich "muss" sie direkt in die Tat umsetzen. Es sollte letztens Kaiserschmarrn zum Mittag geben. Aber mit Apfelstückchen im Teig, das mögen wir besonders gerne.

Aber dann fiel mein Blick auf den Obstkorb mit Birnen. Und schon wurde das Rezept abgeändert und ich habe einen leckeren Birnen - Walnuss - Schmarrn mit Preiselbeeren gezaubert.

Das Ergebnis war sehr lecker. Ich hatte die Birnen und die Walnüsse etwas karamellisiert und dann erst den Teig dazu gegeben. Birnen und Walnüsse passen ja wunderbar zusammen und dieser Birnenschmarrn ist eine leckere Alternative zu sonstigen Schmarrn. Gerade jetzt gibt es schöne, feste Tafelbirnen. Die eignen sich dazu besonders gut. Mit weicheren Früchten würde das nicht funktionieren.

Und hier ist mein leckeres Rezept. Lasst es euch schmecken.


mein Birnen - Walnuss - Schmarrn mit Preiselbeeren

Birnen - Walnuss - Schmarrn für 2 Portionen:

  • 2 Esslöffel Zucker
  • etwas Butterschmalz

  • eine große, feste Tafelbirne
  • eine Handvoll Walnüsse, grob gehackt

  • 3 große Eier
  • 4 Esslöffel Dinkelmehl 630er
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Esslöffel Vanillezucker
  • Vollmilch (ca. 150ml)
  •  
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Preiselbeeren aus dem Glas


Die Birne waschen, vierteln, das Gehäuse entfernen und die Viertel in viele schmale, gleichgroße Scheibchen schneiden. 

Die Eier mit dem Mehl, Zucker, Salz und der Milch zu einem nicht zu festen, eher dickflüssigen Teig verquirlen. Der Teig sollte die Konsistenz von gesüßter Kondensmilch haben und die Menge von ca. 450 ml haben. Den Teig etwas ruhen lassen, damit das Mehl aufquellen kann.

Den Zucker in einer trockenen, beschichteten Pfanne auf mittlerer Hitze erhitzen bis der Zucker leicht golden geschmolzen ist. Das Butterschmalz dazu geben, ordentlich rühren und die Birnenscheibchen dazu geben. Alles kurz andünsten, dann die Walnüsse hinzufügen, nochmals kurz rühren.

Die Birne und die Nüsse gleichmäßig in der Pfanne verteilen und den Teig darüber gießen. Einen Deckel auflegen und alles bei mittlerer Hitze backen lassen. Der Boden soll leicht golden sein und die Oberfläche gestockt. Dann alles wenden und nochmals golden backen lassen. Eventuell etwas Butterschmalz zum Bräunen dazu geben. 

Den Schmarrn dann in Stücke zerteilen und alles gut wenden und nochmals kurz anschwitzen, falls manche Stellen noch mehr gebräunt werden sollen.

Und schon kann serviert werden. Den Schmarrn auf zwei Tellern verteilen und mit Puderzucker bestäuben. Wer möchte serviert noch Preiselbeeren aus dem Glas dazu. Guten Appetit.










Samstag, 21. Oktober 2023

Birnen - Walnuss - Kuchen

Mein Mann wünscht sich zum Geburtstag immer einen Kuchen. Dieses Mal war es ein Birnen - Walnuss  - Kuchen. Diesen sehr leckeren Kuchen hatte Marcel Seegers  ein paar Tage vorher im TV gebacken und mein Mann war ganz begeistert. Er isst sehr gerne Walnüsse, und Obst im Rührteig mag er auch total gerne. So habe ich seinen Wunsch liebend gerne erfüllt und ihm zur Feier des Tages einen leckeren, saftigen Birnen - Walnuss - Kuchen gebacken.

Marcels Rezept ist sehr einfach und schnell nachzubacken, und dass der Kuchen sehr lecker war muss ich ja nicht extra erwähnen. Marcels Rezepte sind immer gut. Aber ich habe sein Rezept etwas verändert. Sorry, Marcel. Der Zuckergehalt war mir persönlich zu hoch, sodass ich weniger Zucker genommen habe. Mit meiner Rezeptur war ich mehr als zufrieden, ich könnte das nächste Mal aber die Zuckermenge noch einen Hauch herabsetzen, zu süß mag ich es nicht. . . Seine Zutatenmengen, die ich abgeändert habe, stehen in Klammern.

Der Kuchen ist super gelungen und er hat uns sehr sehr gut geschmeckt. Herz, was willst du mehr. Sogar zwei Tage später schmeckte der Kuchen noch wie frisch gebacken. Ich hatte ihn abgedeckt im Kühlschrank aufgehoben.

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)


Birnen - Walnuss - Kuchen





Birnen -Walnuss - Kuchen (26er Backform) (Marcel Seegers Rezept, seine Rezeptmengen, die ich abgeändert habe, stehen in Klammern)

  • 600-700 g feste Tafelbirnen
  • etwas Zitronensaft

  • 150 g Walnüsse, grob gehackt

  • 250 g weiche Butter (290 g ) *
  • 240 g Zucker (290 g ) *
  • 1 Prise Salz
  • etwas Vanille aus der Mühle

  • 4 Eier (Größe M)
  • 300 g Dinkelmehl 630er (290 g Weizenmehl 550er) *
  • 10 g Backpulver (8 g ) *
  • 140 ml Vollmilch
  •  
  • Puderzucker


Die Birnen waschen, schälen und entkernen. Die Birne vierteln und jedes Viertel in Scheiben schneiden. Alles mit etwas Zitronensaft mischen, damit die Birnen nicht braun werden.

Den Backofen auf 180 °C Ober- Unterhitze vorheizen, die Backform ausfetten oder einen Tortenring mit Backpapier einschlagen.

Mit Hilfe der Küchenmaschine die Butter mit dem Zucker, Vanille und dem Salz so lange aufschlagen, bis alles schön cremig ist. Nach und nach die Eier gut untermischen.

Das Mehl mit dem Backpulver gut mischen und nach und nach unter die aufgeschlagene Masse geben. Als letztes langsam die Milch dazu gießen, dabei die Maschine nur langsam laufen lassen. Ist alles gut verbunden, die Masse nochmals gut aufschlagen.

Den fertigen Teig in die Backform füllen und alles glatt streichen. Die vorbereiteten Birnenscheiben leicht in den Teig stecken und zuletzt die gehackten Walnüsse aufstreuen.

Den Kuchen auf die 2. Stufe von unten in den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 40 - 45 Minuten golden backen.

Nach dem Backen abkühlen lassen, aus der Form lösen und mit einer dünnen Schicht Puderzucker bestreuen. 

* Bei den Zutaten, die ich abgeändert habe, habe ich Marcels Mengen in Klammern gesetzt. Solltet ihr aber lieber Marcels Rezept nachbacken wollen, dann schaut bitte > hier <, da kann man sich auch noch ein Video aus der Sendung anschauen.





Tafelbirnen









Samstag, 15. Juli 2023

kleiner Aprikosen - Haselnuss - Dinkelkuchen mit Nektarine

Für meine Marillenknödel benötigte ich doch weniger Aprikosen als gedacht, und so waren noch ca. 400 g Früchte übrig. Daraus habe ich einen kleinen, leckeren Kuchen zum spontanen Kaffee gebacken.

Der Quarkölteig ist für solche Kuchen ideal, da er auch am nächsten Tag noch frisch schmeckt und nicht wie Hefeteig leicht trocken wird.

Besonderen "Kick" geben die gerösteten Haselnüsse, die perfekt zu den aromatischen, saftigen  Aprikosen und Nektarinen passen. 

Gebacken habe ich den Kuchen so:



kleiner Aprikosen - Haselnuss - Dinkelkuchen mit Nektarine und Quarkölteig   26cm Tarteform

  • 210 g Dinkelmehl 630er
  • 20 g Puddingpulver Vanille
  • 9 g Backpulver
  • 40 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas gemahlene Vanille
  •  
  • 150 g Quark
  • 3 Esslöffel neutrales Öl
  • 3 Esslöffel Vollmilch
  •  
  • etwas Mehl zum Ausrollen
  •  
  • gehackte, geröstete Haselnüsse
  • Aprikosen
  • 1 Nektarine
  • etwas Zucker
  •  
  • etwas Puderzucker
  • etwas Kondensmilch oder Wasser

das Mehl mit allen trockenen Zutaten gut mischen, dann Quark, Öl und Milch dazu geben und alles zu einem glatten Teig kneten. Ist der Teig zu kleberig, dann noch etwas Mehl dazu fügen. 

Die Aprikosen waschen, entkernen und vierteln. Die Nektarine waschen, entkernen und in Spalten schneiden

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und eine Backform/Tarteform fetten

Den Teig auf einer bemehlten Unterlage mit einem bemehlten Rollholz dünn ausrollen und in die Backform legen. Teigüberstände abschneiden, ausrollen und in Streifen schneiden.

Die Haselnüsse gleichmäßig auf dem Kuchenboden verteilen und leicht andrücken. Am Rand beginnend die Aprikosenviertel auf dem Boden verteilen, mittig die Nektarine einsetzen. Etwas Haselnüsse aufstreuen und etwas Zucker auf dem Obst verteilen.

Nun die Teigstreifen nach Wunsch auflegen.

Die Form auf die 2. Stufe von unten in den heißen Ofen schieben und alles ca. 20 - 25 Min. golden backen. Die Form auf einem Kuchengitter etwas auskühlen lassen.

Aus dem Puderzucker und der Milch einen dickflüssigen Guss anrühren und mit einem Silikonpinsel auf dem Teig verstreichen.

Fertig ist ein leckerer, nicht zu süßer und sehr fruchtig-saftiger Kuchen.














Am besten schmeckt der Kuchen frisch gebacken, von daher ist er ideal für den Sonntag. 
Morgens backen, nachmittags direkt genießen.

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