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Freitag, 4. September 2026

Brombeer Japonais Törtchen

Als Marcel * letztens diese leckeren Brombeer Japonais Törtchen im TV gebacken hatte, da stand für mich gleich fest, die backe ich nach. Sie sahen aber auch köstich aus. Diese dicke, wunderbare Creme zwischen den leckeren Japonais Böden, herrlich.

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)

Jetzt hatte ich sie nachgebacken und allen, die diese Törtchen probiert hatten, fanden sie sehr lecker. Und das war für mich das wichtigste. Mir haben sie auch sehr gut geschmeckt, ich war nur mit meinem Ergebnis unterm Strich nicht ganz so zufrieden wie ich es mir erhofft hatte. Ich hatte da andere Ansprüche an mich gestellt. Aber "et is wie et is", wie man hier so sagt. Ich hatte mit Sicherheit einige Fehler gemacht. Aber es war unterm Strich auch "jammern" auf hohem Niveau. 

Was hatte ich zu "bemängeln"? Ich habe es euch unter dem Rezept mal genauer aufgeschrieben.


Die Arbeit hatte sich gelohnt, die Törtchen waren sehr lecker.


Hier das Törtchen (7 cm)  auf einem kleinen Unterteller.


Brombeer - Japonais - Törtchen  ca. 8 Stück von circa 7 cm Durchmesser
das Rezept ist von Marcel Seeger * :

Zutaten für die Böden:
  • 3 Eiweiße, Größe M (ich hatte Größe L)
  • 130 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 g gemahlene Mandeln (ich hatte Haselnüsse)
  • 15 g Mehl, Type 550 (ich nahm 630er Dinkelmehl)
Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen und auf jedes Backpapier acht Kreise (Ø 7 cm) aufzeichnen. Dazu eignet sich ein Dessertring mit passendem Durchmesser oder auch der alte Zirkel aus dem Schulunterricht. (Ich drehe das Papier dann um und lege das Backpapier auf eine helle Arbeitsfläche. So sieht man die Kreise und der Teig kommt nicht mit dem Bleistift in Berührung. Das Papier kann man dann anschließend aufs Backblech ziehen).

Eiweiße und Zucker mit der Prise Salz zu einem stabilen Eischnee aufschlagen und mit den gemahlenen Mandeln und dem Mehl vermischen. Die fertige Masse mit einem Spritzbeutel mit Lochtülle spiralförmig auf die aufgezeichneten Kreise spritzen. Anschließend die kleinen Böden im vorgeheizten Backofen ca. 9–12 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen die Böden vorsichtig vom Backpapier lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Zutaten für die Füllung
  • 250 g Mascarpone
  • 40 g Zucker
  • etwas ausgekratztes Vanillemark aus der Vanilleschote, alternativ Vanillepaste
  • 1 Prise Salz
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 200 g Sahne, aufgeschlagen
  • 250 g Brombeeren, mit einer Gabel zerdrückt
  •  
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • einige Brombeeren zur Deko
  •  
  • ich hatte noch 2 Teelöffel SanApart unter die Sahne geschlagen
  • Marcels Tipp: wer sie einen Tag später servieren aber vorbereiten möchte, sollte noch 1 Blatt aufgelöste Gelatine unterziehen und die Böden mit etwas geschmolzener Kuvertüre bestreichen, damit sie nicht durchweichen. Den Deckel erst kurz vor dem Servieren auflegen.

Die Sahne aufschlagen. Die Brombeeren mit einer Gabel zerdrücken. Mascarpone, Zucker, Vanillemark, Zitronensaft und Salz in einer Schüssel verrühren. Anschließend die geschlagene Sahne und dann die zerdrückten Brombeeren unterheben. Die fertige Füllung mit einem Spritzbeutel mit großer Lochtülle gleichmäßig auf die acht Japonais-Böden aufspritzen und dann jeweils einen Japonais-Boden als Abschluss auflegen. Nach Belieben dünn mit etwas Puderzucker besieben und mit Brombeere dekorieren.



Das waren selbstgepflückte Brombeeren vom Waldrand aus dem letzten Jahr. Die hätten bestimmt besser geschmeckt als die gezüchteten von der Plantage.








Und so ist es mir beim Herstellen der Törtchen ergangen:

Fehler Nummer 1: Die Törtchen hatte ich wohl etwas zu lange gebacken, denn als die vorgegebene Zeit vorbei war, waren sie noch sehr weich und gingen nicht vom Backpapier ab. So habe ich sie noch länger gebacken, bis sie fest waren. Dann hatte ich immer noch Probleme sie vom Papier zu bekommen. Warum auch immer. Aber es klappte dann. Gut ausgekühlt habe ich sie dann in einer gut schließenden Dose bis zum nächsten Tag aufbewahrt. Sie waren durch und durch fest und optisch sehr schön.

Einige Stunden vor dem Servieren der Törtchen habe ich die Creme hergestellt. Die (recht teuren) und wie gemalt aussehenden, großen Brombeeren waren recht fest und beim Zerdrücken mit der Gabel sehr flüssig. Komisch, bei den festen Beeren. Das Flüssige war dann aber wohl Fehler Nummer 2. Da wunderte ich mich schon ein wenig. 

Als ich dann den Mascarpone mit dem Zucker gut aufgeschlagen hatte und die Brombeeren (mit der Flüssigkeit) untergezogen hatte, war die Creme nicht so dicklich wie erhofft. Hatte ich die Mascarpone zu lange aufgeschlagen oder lag es an den Brombeeren bzw. ihrem Saft? Deshalb hatte ich die Sahne zusätzlich mit SanApart steif geschlagen und sie dann vorsichtig unter die Masse gezogen. Das ging gut, aber die Masse war doch nicht so fest wie es Marcel im TV/Video zeigte. Und ein Blatt Gelatine wollte ich nicht auch noch nehmen, weil ich ja schon SanApart drin hatte. Wäre aber wohl besser gewesen. Nun ja, aber die Creme war sehr lecker ! Obwohl ich mir ehrlich gesagt vom Geschmack der Brombeeren mehr versprochen hatte, aber da steckt man ja nicht drin.

Zur Probe hatte ich dann die Creme auf einen Boden aufgesetzt. Aufspritzen wollte ich die Creme nicht, ich bin da nicht so talentiert, so kam ich auf die Idee, den 7 cm Ring auf den Boden zu setzen und die Creme mit einem Löffel einzufüllen.  Das klappte sehr gut. Allerdings hatte ich sie nicht so hoch eingefüllt, wie Marcel es zeigte, im Nachhinein war das wohl recht gut. Den Ring habe ich dann nach oben vorsichtig abgezogen und die Creme stand mehr schlecht als recht auf dem Törtchen. Sie rutschte leicht über den Rand des Bodens.  Ich glaub, wäre die Creme noch höher gewesen, dann hätte man durch die Schwerkraft der Creme vom Boden nix mehr gesehen . . . Fand ich jetzt nicht so toll, nun ja. Ich hatte dann beschlossen die Törtchen erst kurz vor dem Servieren fertig zu stellen. 

Sämtliche Törtchen, die dann gegessen werden sollten, hatte ich dann frisch zusammen gebaut. Den Deckel aufgelegt, etwas Creme unter eine Brombeere gegeben und diese dann mittig auf den Deckel gesetzt. Als letztes wurde alles mit etwas Puderzucker besiebt. Die Törtchen sahen ganz gut aus, aber mit mehr Creme wären sie optisch natürlich noch viel schöner gewesen. Nun ja, das war ja nicht so schlimm. 

Leider konnte man die Törtchen mit der Kuchengabel nicht von oben nach unten zum Essen "durchstechen", die Böden waren sehr knusprig. So musste man das anderweitig bewerkstelligen.  Aber auch das war dann egal. 

Geschmacklich waren sie aber mega lecker. Und das war ja das wichtigste. Die einzige, die im Vorfeld was zu meckern hatte, war ja ich. Die Japonais Böden waren schön nussig, die Creme nicht so süß  und zusammen war der Geschmack sehr gut.

Die restliche Creme und auch die Böden haben mein Mann und ich dann am nächsten Tag verspeist. Die Creme hatte immer noch die gleiche Konsistenz wie am Tag davor, das war gut. Ich hatte sie dann auf zwei Schüsselchen verteilt und die Böden dazu gelegt. So haben wir dann die Böden in die Creme getunkt und sie dann gegessen . . . 

Auch wenn ich im Ganzen mit mir und dem Ergebnis nicht so zufrieden war, ich würde sie Törtchen auf jeden Fall wieder backen. Sie waren einfach lecker. Vielleicht hatte ich nur einen schlechten Tag, ich hatte zu hohe Ansprüche an mich oder es lag an den Zutaten,  man weiß es nicht.



Freitag, 3. Juli 2026

Crème Brûlée "Tonka" auf meine schnelle, einfache Art

Alle Welt liebt eine Crème Brûlée, wir auch. Aber eine "richtige" enthält sehr viele Eigelbe, ist dadurch recht kalorisch und muss im Wasserbad im Ofen zubereitet werden. Das finde ich persönlich sehr aufwändig, aber natürlich auch sehr, sehr lecker. . . 

Aus diesem Grunde habe ich mir eine andere Lösung ausgedacht, die auch schmeckt. Natürlich kommt sie nicht an eine Creme heran, die mit zig Eigelben zubereitet wird, aber meine hier schmeckt auch sehr gut. Wie wir finden. Und da es schnell geht, kann man sie auch des öfteren zubereiten. 



Crème Brûlée "Tonka" auf meine schnelle Art,  ca. 4 Portionen

  • 400 ml Vollmilch
  • 100 ml Sahne
  • 1 Tonka - Bohne

  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  • 35 g Vanillezucker
  •  
  • 1 Eigelb (falls man es noch cremiger möchte)
  •  
  • Brauner Zucker
  • kleiner Gasbrenner zum Abbrennen


die Milch in einen Kochtopf geben und erhitzen, aber noch nicht zum Kochen bringen. Den Herd ausschalten, den Topf auf der heißen Platte stehen lassen und die Tonka - Bohne in die heiße Milch geben. Gut umrühren. Die Bohne 10 - 15 Minuten in der heißen Milch ziehen lassen. Wer skeptisch ist, der kann zwischendurch die Milch probieren, ob sie schon genug Tonkageschmack angenommen hat. Der Geschmack soll zart nach (wie ich finde) Waldmeister-Vanille-Muskat schmecken.

Dann die Bohne heraus nehmen, gründlich abwaschen und auf einem Küchenkrepp trocknen lassen. * 

Dann die Herdplatte wieder anschalten, die Sahne dazu geben und mit einem Schneebesen das Puddingpulver und den Zucker in die heiße Mischung einrühren und alles rührend zum Kochen bringen. Das Pulver muss nicht extra mit Milch angerührt werden, das ist nicht notwendig. Sollten sich wider Erwarten doch ein paar Klümpchen gebildet haben, dann kurz den Zauberstab hinein halten und die Creme pürieren. Wenn alles kocht, den Pudding mindestens eine Minute kochen lassen bis er blubbert und dicklich ist. Falls ein Eigelb gewünscht ist, dieses dann unterrühren.

Den gekochten Pudding bis zum Rand in ein Crème Brûlée-Förmchen (oder in ein anderes flaches Schälchen mit ca. 120ml Inhalt) geben und sofort mit einem Stück Klarsichtfolie blasenfrei abdecken. Das verhindert die Hautbildung. Mit den verbleibenden Förmchen ebenso verfahren. Die Crème abkühlen lassen und anschließend zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen.

Wenn der Besuch schon am Tisch sitzt und auf den Nachtisch wartet, dann auf jede Crème eine ordentliche Portion braunen Zucker gleichmäßig verstreuen und mit einem Brenner abflämmen bis eine goldenbraune Karamellschicht entsteht. 

Sofort servieren und genießen. Und? Liest sich das nicht lecker? Bitte unbedingt probieren, es lohnt sich. . . 

* die ganze Tonka - Bohne kann bis zu 10 x wiederverwendet werden. Nach jedem Benutzen sehr gründlich abwaschen, abtrocknen und auf einem Küchenkrepp ca. 1 Tag trocknen lassen, ab und an die Bohne wenden. Wenn die Bohne gut getrocknet ist, dann kann sie in einem kleinen Schraubglas bis zum nächsten Einsatz aufbewahrt werden. Ein Zettel mit der Anzahl der bisher verwendeten Einsätze ist hilfreich und man weiß wie oft man sie schon benutzt hat.






immer wieder ein Genuss






 

Dienstag, 26. Mai 2026

Rhabarber - Crumble

Zurzeit gibt es wieder leckeren Rhabarber. Auf meinem Blog findet ihr oben auf dieser Seite unter der Rubrik "Rezepte von A - Z" einige Rezepte mit Rhabarber.  Da wird bestimmt jeder fündig werden.

Heute habe ich ein Crumble für euch. Crumble sind so vielseitig, ob mit Äpfeln, Zwetschgen, Aprikosen oder auch mit Kirschen. Lecker sind sie alle. 

Dieses Mal habe ich ein Crumble mit Rhabarber gebacken. Ich habe das Rezept auf zwei Glasauflaufformen verteilt und im Airfryer gebacken. So hatten mein Mann und ich jeder eine große Portion Crumble zum Nachmittagskaffee. 

Wer keinen Airfryer sein eigen nennt, der gibt das Crumble einfach in eine geeignete Auflaufform und backt alles im Backofen. Zeit und Temperatur habe ich auch dazu geschrieben.

Also ab in die Küche, wir backen Crumble.



Rhabarber - Crumble    2 große Portionen

  • 100 g Mehl
  • 80 g feine Haferflocken
  • 1 große Prise Vanillesalz
  • 1 große Prise Zimt
  • 90 g Zucker
  • 100 g weiche Butter
  •  
  • ca. 500 gr. Rhabarber, fein gewürfelt
  • eventuell Zucker, falls man es süßer möchte


Für den Crumnle alle trockenen Zutaten mischen, dann die Butter dazu geben und alles mit der Gabel zu einem Streuselteig verrühren. Die Crumble sollen nicht zu fein aber auch nicht zu groß werden. Die Crumble zum Durchkühlen kurz in den Kühlschrank stellen, so werden sie später knuspriger.

Den Rhabarber waschen und in ca. 1cm große Würfel bzw. Scheiben schneiden und in 2 Auflaufformen füllen. Ich habe ihn nicht extra gesüßt, weil die Streusel genug Zucker enthalten. Darauf dann den Streuselteig gleichmäßig verteilen.

Die Auflaufform in den Airfryer stellen, Airfry 170°C, ca. 30 Minuten

Kommt die Form in den Backofen, dann den Ofen ebenso auf 170°C Umluft stellen und den Crumble in ca. 30 Minuten golden backen.


Hier ist alles in einer Auflaufform im Backofen gebacken worden.












Dienstag, 28. April 2026

"Majarete de Maiz verde" - . . . ein Dessert aus der Dominikanischen Republik

Wer schon mal in der Dominikanischen Republik war kennt vielleicht dieses Rezept. Es ist wie ich finde ein ganz ungewöhnliches Rezept. Das Dessert "Majarete de Maiz verde" stammt von dort und wird dort sehr gerne zu besonderen Angelegenheiten serviert. Wie es immer so ist, jede Familie hat ihr eigenes Rezept. Mein Rezept hier stammt aus der Gegend um Santo Domingo. Ich hatte es vor Corona schon mal aufgeschrieben und möchte es euch heute nochmals vorstellen.

Als wir es bei meiner Schwester kosten durften, wussten wir nicht, was wir essen und wir alle sollten raten, was für Zutaten dieses Dessert enthält. Die einzelnen Gewürze haben wir so ziemlich rausgeschmeckt, aber auf die Hauptzutat Mais wären wir nie im Leben gekommen. Das Dessert schmeckte uns unvergleichlich gut. Cremig, schön würzig, nicht zu süß, einfach mega lecker und mal etwas ganz anderes.

Ich habe dieses sehr leckere und ungewöhnliche Rezept nachgekocht, das Ergebnis stelle ich euch mit dem Rezept nun vor:



"Majarete de Maiz verde" der Nachtisch reicht für bestimmt 10 kleinere Portionen

  • 2 Dosen Mais (à 425 ml)
  • ca. 1 Liter Vollmilch

  • ein Stück Zimtstange
  • 1/2 Essl. Pimentkörner
  • 1 Prise Muskat
  • 5 Nelken
  • etwas Vanille
  • eine dicke Prise Salz
  • etwas Zitronenschale
  • eine Dose gesüßte Kondensmilch, 340ml
  • 200 ml H - Sahne
  • ein Stück Butter
  • eine Handvoll Rosinen

  • Schokoraspel, bunte Zuckerdeko, Kokosraspel, etwas Sahne und/oder ein paar Früchte für die Deko


den Mais abschütten, in einen Mixer geben und mit Milch bedecken. Alles nun ganz fein pürieren. Je feiner je besser. Die Flüssigkeit durch ein Sieb streichen und in einem Kochtopf auffangen. Es sollen nur im Sieb die ganz feinen Schalenreste übrig bleiben.

Jetzt den Zimt, Piment, Muskatnuss, Nelken, Vanille, Salz, Zitronenschale und die Rosinen dazu geben. Ebenso die Kondensmilch und die Sahne sowie etwas Butter.

Die gesamte Masse rührend zum Kochen bringen und ca. 20 Min. leise köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt.

Das Dessert in eine Schüssel füllen, mit Folie abdecken, damit sich wie beim Pudding keine Haut bildet und alles abkühlen lassen. Anschließend im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Vor dem Servieren alles noch einmal gut durchrühren und wer möchte, der fischt mit einem gelochten Löffel o.ä. die Gewürze aus dem Dessert. Ich hab sie drin gelassen und die Esser aufmerksam gemacht, dass sich u.U. Gewürze im Dessert befinden können. 

Serviert wird "Majarete de Maiz verde" mit Schokoraspeln, vielleicht etwas Sahne und ein paar Kokosflocken, falls man welche hat. Oder auch mit einigen Früchten. Erlaubt ist was gefällt und was einem schmeckt.

Tipp: "Majarete de Maiz verde"  kann sowohl heiß, lauwarm oder auch schön durchgekühlt gegessen und serviert werden. Die Gewürze kann man auch drin lassen und mitservieren. Von daher bitte beim Essen Obacht geben, damit man nicht auf die Gewürze beißt. Mir persönlich schmeckt es mit den Gewürzen gut durchgezogen und eiskalt serviert am besten.




hier ein paar Impressionen aus der Dominikanischen Republik, die Fotos hat mir meine Schwester freundlicherweise zur Verfügung gestellt:

Obstwagen in Santo Domingo

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Santo Domingo

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Dienstag, 3. Februar 2026

Blutorangen - Kompott

Im Winter (von Dezember bis März) gibt es immer leckere Blutorangen. Jede Frucht ist innen farblich anders und sorgt für eine Überraschung. Manche Früchte sind ganz dunkelrot, andere eher hell. Aber lecker sind sie alle.

Aus diesen Blutorangen habe ich jetzt Kompott gekocht. Das ist so lecker geworden und wird sehr gut zum Mallorquinischen Mandelkuchen passen. 

Wer lieber eine Marmelade kochen möchte, dem empfehle ich meine Blutorangen - Marmelade. Die ist auch mega lecker und schön fruchtig.

Aber nun zum Kompott. Das ist schnell gekocht. Wer es nicht direkt essen und für später aufbewahren möchte, der füllt das kochendheiße Kompott bis zum Rand in ein kochendheiß ausgespültes und sterilisiertes Schraubglas/Einmachglas und verschließt dieses direkt mit dem ebenso sterilisierten Schraubdeckel. Wenn der Inhalt abkühlt, knackt der Deckel. Das ist das Zeichen dafür, dass das Glas ein Vacuum gebildet hat. Das Glas ist kühl und dunkel so einige Zeit haltbar.



 mein Blutorangen - Kompott

  • knapp 2  Esslöffel Zucker
  • 1 Stich Butter
  • Saft einer halben Zitrone
  • der Saft der geschnittenen Blutorangen

  • ca. 5  Blutorangen, geschält, gewürfelt (den austretenden Saft auffangen)
  • etwas Orangenschale
  • etwas Zitronenschale

  • 3 Teelöffel Stärkemehl/Mondamin
  • etwas selbstgemachter Amaretto oder Orangenlikör (alternativ Wasser oder O-Saft)

  • Prise Kardamom
  • etwas Zimt

Die Blutorangen schälen, die weiße Haut entfernen und die Orangen in grobe Stücke schneiden. Den austretenden Saft auffangen und zum Zitronensaft geben.

Den Zucker schmelzen und ganz leicht bräunen. Dann die Butter dazu geben. Alles gut rühren und dann den Saft dazugeben. Achtung, das könnte spritzen. Sofort weiterrühren und die gewürfelten Orangen und Zesten dazugeben. Kurz dünsten und gut rühren. Eventueller, fester Zucker löst sich nach und nach auf. Wenn alles gut aufgekocht hat, die Orangenstücke schon etwas weich sind und der Zucker geschmolzen ist, dann kann man das Kompott andicken.

Die Stärke in etwas Schnaps (alternativ Wasser oder Saft) auflösen und ins Kompott geben. Rührend kurz aufkochen lassen bis alles gebunden ist. Vom Herd nehmen und mit dem Kardamom und Zimt abschmecken. In eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen. 

mein Tipp: Oder man füllt das kochendheiße Kompott sofort in sterilisierte Gläser und verschließt diese sofort. So hat man für später Orangenkompott. Da nicht so viel Zucker im Kompott enthalten ist, würde ich die Gläser kühl aufbewahren und innerhalb der nächsten Zeit verbrauchen. Übrigens, das Kompott schmeckt auch gut im Joghurt.

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Blutorangen in vielen Farben.


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Freitag, 9. Januar 2026

Kekse - "Resteverwertung"

Nun ist das neue Jahr schon ein paar Tage alt und ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Auch 2026 geht "das Schlemmen" selbstverständlich weiter. 

Habt ihr auch noch Spekulatius, also Gewürz-Spekulatius von Weihnachten und der Adventszeit übrig? Wir mögen Weihnachtskekse komischerweise immer nur in der Vorweihnachtszeit. Und auf Weihnachten. Meistens sind sie aber auch bis dahin aufgefuttert.

Solltet ihr aber noch einige Spekulatius (oder andere Kekse) haben, dann ist mein Dessertrezept eine gute Alternative zur Vernichtung von Keksen.

Ich hatte für mein Dessert noch einigen Gewürzspekulatius übrig behalten. Zusammen mit einer leicht gesüßten Mascarpone-Sahnecreme, etwas Birnenlikör und fruchtigem Apfelmark entsteht ein sensationelles Dessert. Das schmeckt so lecker. Ich hätte gleich mehr machen sollen . . .

Die unten im Rezept aufgeführten Mengen sind alles Circa - Angaben, weil man das Dessert so schichten kann, wie man gerne möchte. Meine Version habe ich euch mal aufgeschrieben.

Also, falls ihr noch Weihnachtsplätzchen oder Spekulatius habt, dann wäre dieses Dessert doch eine gute Resteverwertung. Falls ihr keine "Restkekse" mehr habt, dann könnte  man ja auch eine Packung anderer, gekaufter Lieblings - Kekse nehmen . . .




Keks- Trifle mit Äpfeln ca. 6 größere Portionsgläser

  • 4 mittelgroße, säuerliche Äpfel
  • etwas Zimt nach Geschmack
  • etwas Zucker nach Geschmack

  • 1 Becher geschlagene Sahne
  • 250 g Mascarpone
  • 1 Esslöffel Vanillezucker

  • 4 Esslöffel Apfelsaft
  • 2 Esslöffel Williamslikör (oder Apfelschnaps) *

  • 200 g Gewürzspekulatius (oder andere Kekse)
  • einige Apfelchips (getrocknete Apfelscheiben) zur Deko 


die Äpfel schälen, entkernen und mit ganz wenig Wasser dünsten bis sie weich sind. Mit einem Stampfer oder einer Gabel grob stampfen bis sie zu Mus werden. Mit Zimt und eventuell noch mit etwas Zucker abschmecken. Auskühlen lassen.

Die Sahne mit dem Zucker und der Mascarpone verrühren, den Spekulatius in kleine Stückchen bröseln. 

Den Apfelsaft mit dem Schnaps verrühren.

* muss nicht, kann aber hinein. Aber wenn Kinder mitessen den Likör unbedingt weglassen ❗

Jetzt geht es ans Schichten. In jedes Schälchen als erste Schicht einige Keksbrösel hineingeben, mit etwas Saft beträufeln. Dann eine Schicht Apfelmark hineingeben und darauf die Mascarponecreme. Dann den Vorgang wiederholen. Die Gläschen in den Kühlschrank stellen und mindestens 3 Stunden gut durchkühlen lassen.

Vor dem Servieren einige feine Brösel und noch eine Scheibe Apfelchips als Deko auf die Creme geben.

Das Trifle schmeckt aber auch noch am nächsten Tag sehr gut. 

Tipp: wer das Apfelmark nicht selber kochen möchte, der nimmt gekauftes Apfelmark. Apfelmark ist im Gegensatz zum Apfelmus nicht gesüßt.





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Dienstag, 14. Oktober 2025

Apfelquitten und Quittenmus - eine Köstlichkeit

Von einer lieben Freundin bekam ich dieses Jahr eine ordentliche Portion sehr großer Quitten geschenkt. Und das in Bioqualität. Ich habe mich sehr darüber gefreut und möchte mich auch hier nochmals sehr für die Quitten bedanken. Danke, liebe Liss. 💝

Die Ernte in ihrem Garten war dieses Jahr so enorm, dass sie kaum wussten, wie sie dieser Menge Herr werden sollten. Sie haben schon Mus eingekocht, Gelee zubereitet und sogar einen Quittenauflauf damit gezaubert. Und einiges wartet noch darauf verarbeitet zu werden.

So fragte sie uns, ob wir denn auch ein paar Quitten abbekommen möchten. Zuerst hatte ich dieses verneint, weil wir vor bestimmt 25 Jahren mal Birnenquitten probiert hatten und sie hatten uns viel zu parfümiert geschmeckt. Das war gar nicht unser Geschmack. Und wie das so ist, man probiert es danach einfach nicht mehr aus. 

Nun hatte meine Freundin mir trotzdem drei Apfelquitten geschenkt. Sie duften auch so wunderbar. Sie meinte, wir sollten es auf jeden Fall nochmals mit der Quitte probieren. Es wäre ja ein Unding, dass uns das nicht schmecken würde. Zuerst dachte ich, ohje . . . Quitten, was soll ich damit machen, wir mögen sie doch nicht. Eine habe ich als Deko in eine Schale mit kleinen Zieräpfelchen gelegt, aus der anderen habe ich zur Probe ein Mus gekocht und die dritte lag als Deko in der Obstschale in der Küche.

Was soll ich euch sagen, das Mus schmeckt uns sensationell. So fluffig, samtig mit sehr leckerem Aroma. Auch meinem Mann schmeckte das Mus super lecker. Und da ich ihr so davon vorschwärmte, bekam ich noch eine große Tüte Quitten geschenkt. Die werde ich nach und nach noch zu Mus verarbeiten. Nochmals meinen herzlichsten Dank. 

Das Mus kochen geht so schnell und einfach. Soll ich euch etwas sagen? Der Tipp zum Kochen der steinharten Früchte meiner lieben Freundin ist einfach genial. 

Und nun ab zum Rezept, wie ich das Mus gekocht habe.


Diese vielen Quitten bekamen wir geschenkt. 💝

Quittenmus 

  • Apfelquitten
  • etwas Wasser oder Apfelsaft
  • Zucker
  • Braunen Zucker
  • etwas Vanillezucker

Den Flaum der Quitten mit einem Tuch abrubbeln und die Quitten gut waschen. Nun mit einem großen Kochmesser die Quitte halbieren. Vorsicht, dass die Frucht nicht wegrutscht, sie ist sehr fest.
Jede Hälfte mit der Schnittfläche aufs Brett legen und nochmals halbieren. Den Blütenansatz entfernen. Fertig sind die Quittenviertel zum Kochen.

Das ist der Kochtipp meiner Freundin. Ich hätte die Quitte sonst versucht zu schälen und auch das harte Kerngehäuse vor dem Kochen zu entfernen. Das wäre sehr schwierig geworden. Aber das ist nicht notwendig. Durch die Schale und das Kerngehäuse bekommt das Mus noch eine ordentliche Portion Pektine ab. Und das Entfernen der Kerngehäuse aus den gekochten Früchten geht ruckzuck und einfach.

Einen ausreichend großen Topf auf den Herd stellen, die Quittenviertel hineingeben und soviel Wasser oder Saft angießen, bis die Flüssigkeit ca. 2cm hoch im Topf steht.

Den Topf mit einem Deckel verschließen und alles zum Kochen bringen. Wenn alles kocht, die Hitze herunter schalten und die Früchte ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen.

Mit einem Messer testen, ob das Fruchtfleisch weich ist. Den Topf von der Herdplatte nehmen, die Quittenviertel mit einem Sieblöffel herausnehmen und auf einen Teller legen. Die Flüssigkeit im Topf belassen und nicht wegschütten..

Die Quitten einige Zeit auskühlen lassen, dann das Kerngehäuse und die harten Stellen rundherum mit einem kleinen Küchenmesser herausschneiden. Die Quitten wieder in den Topf geben und mit einem Zauberstab alles fein pürieren. 

Das fertige Mus mit Zucker nach Geschmack abschmecken. Eine genaue Mengenangabe kann ich hier nicht geben. Man muss es ausprobieren und solange Zucker dazu geben, bis einem das Mus richtig gut schmeckt.


Möchte man das Mus für den Vorrat aufheben, dann geht man am besten so vor:

Gut gespülte kleinere Schraubgläser (von Marmeladen, Obstkonserven o.ä.) sowie deren Deckel mit kochendem Wasser bis oben hin füllen und einige Zeit stehen lasen. Die Deckel kann man in einer Schüssel mit dem kochenden Wasser bedecken. So werden die Gläser und Deckel quasi sterilisiert.

Das fertige, abgeschmeckte Mus bitte nochmals aufkochen. Dann das sehr heiße Wasser der Gläser vorsichtig ausgießen, das kochenheiße Mus bis knapp unter dem Rand einfüllen und sofort den Deckel aufschrauben.

Wenn das Mus abgekühlt ist, sollte der Deckel ein Knackgeräusch von sich geben. Das ist das Zeichen, dass sich ein Vakuum gebildet hat. So ist das Mus einige Zeit im kühlen Vorratsraum oder auch im Kühlschrank haltbar.



Hier sieht man die wahnsinnige Ausbeute eines Apfelquittenbaumes im Garten unserer Freunde. 



Von den rohen Quitten zum leckeren Mus.



Diese Quitte duftet wunderbar und sieht mit den Zieräpfelchen doch als herbstliche Tischdeko hübsch aus.



Freitag, 25. Juli 2025

Aprikosen - Trifle

Es war mal wieder an der Zeit für eine neue Dessertkreation. Gerade wo es jetzt so schöne Aprikosen gibt wollte ich mal ein Dessert damit zubereiten. Gesagt, getan.

Beim Überlegen kam ich auf die Idee eines Aprikosen - Trifles. Für ein Trifle schichtet  man mehrer verschiedene Zutaten in ein Glas und erhält so ein (auch optisch) schönes Dessert. Vom Geschmack war ich positiv überrascht, es schmeckte so gut wie erhofft und das Dessert war sehr schnell fertig gestellt. Und das wichtigste, lecker war es auch. Ich hätte nur noch ein wenig mehr Marillenlikör auf die Kekse geben können, das Teelöffelchen war doch zu wenig . . .

Hier ist meine Rezeptkreation, vielleicht gefällt sie euch.



Aprikosen - Trifle

  • 250 g Aprikosen, fein gewürfelt
  • 1 gehäufter Teelöffel Orangen-Zitronenzucker
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • ca. 1 Esslöffel Zucker
  • etwas Stärkemehl (Mondamin) zum Abbinden

  • "Schoko Cookies", Fertigprodukt, fein zerdrückt
  • Marillenlikör zum Beträufeln (falls man mag und keine Kinder mit am Tisch sitzen)

  • 250 g Ricotta
  • 200 ml geschlagene Sahne
  • 2 Teelöffel Vanillezucker
  • etwas abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • etwas Zucker nach Geschmack


Die Aprikosenwürfelchen mit etwas Wasser in ca. 15 Minuten weich kochen. Etwas Stärkemehl in etwas Wasser auflösen und das Kompott damit abbinden und aufkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Orangen-Zitronenzucker und Vanillezucker dazu geben und mit dem "normalen" Zucker abschmecken, bis die gewünschte Süße erreicht ist. Das Kompott abkühlen lassen.

Die zerdrückten Kekse in ein Dessertglas geben, mit etwas Marillenlikör (alternativ etwas Apfelsaft) beträufeln und die Oberfläche flach drücken.

Den Ricotta glattrühren, die geschlagene Sahne unterziehen und mit Zucker und Zitronenschale abschmecken. 

Etwas Creme auf die Keksschicht geben, glattstreichen und etwas Kompott darauf verteilen. Dann nochmals eine Schicht Creme darauf verteilen. Zuletzt noch Kompott sowie ein paar Kekskrümel als Deko aufstreuen. 

Das Trifle zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen. Fertig ist ein leckeres Dessert, was auch optisch was hermacht.

















Hach, war das lecker.



Freitag, 13. Juni 2025

knusprige Strauben nach Südtiroler Rezept

Dieses Jahr waren wir seid langem mal wieder in Südtirol. Wir lieben das Land und die Menschen dort schon seit Anfang der 1980er Jahre. Damals fuhren wir meist in die Dolomiten nach Tiers, Sexten, das Ahrntal und vor allem nach Villnöß. Es waren immer wunderschöne Ferientage mit schönen Wanderungen hoch oben im Gebirge und Spaziergängen durch die hübschen Ortschaften. Wir haben immer sehr viel gesehen, erlebt und auch die Küche Südtirols kennen- und liebengelernt. 

So auch die Strauben. Sie werden gerne auf Volksfesten und an kirchlichen Feiertagen gegessen. Der fluffige Teig wird durch einen Straubentrichter in heißes Öl gegossen und ausgebacken. Heraus kommt ein tellergroßes, knuspriges Gebäck, das mit Puderzucker bestäubt wird. Man isst es aus der Hand. Im Lokal werden die Strauben oft auch mit Preiselbeerkompott serviert. Das schmeckt uns besonders gut.

Dieses Jahr waren wir aber in Lana im Burggrafenamt. Meran, Dorf Tirol, der Vinschgau und das Etschtal mit vielen Sehenswürdigkeiten liegt direkt vor der Tür. Es gab wie immer viel Neues zu entdecken. 

Besonders hatte ich mich gefreut, dass wir auf einer unserer Wanderungen in einer Burgschenke Strauben bekamen. Die waren so lecker und für mich stand sofort fest, nun ist es an der Zeit, diese zu Hause nachzubacken. Was soll ich sagen, sie sind Spitze geworden. Sie schmeckten so wie in Südtirol. 

Solltet ihr etwas Zeit und Muße haben, dann backt auch mal Strauben. Der Teig ist schnell angerührt und auch recht schnell ausgebacken. Die Teigmenge hier reicht für etliche Strauben in Kuchentellergröße.



Sehen die Strauben nicht perfekt aus? Ich war ganz begeistert. 

. . . und das waren die Strauben in Südtirol:

Das war die Portion Strauben mit Preiselbeerkompott (und Radler), die ich in der Burgschenke von Burg Hocheppan gegessen habe. Sie waren lauwarm, schön knusprig und sehr lecker. 


knusprige Stauben nach Südtiroler Rezept

  • 2 Eischnee, Gr. L
  • 1 Prise Salz

  • 200 g Dinkelmehl 630er
  • 1/4 Teelöffel Backpulver

  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 große  Prise Vanillesalz 
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 2 Stich Butter
  • 2 cl Rum *
  • 2 Eigelb, Gr. L

  • neutrales Öl zum Ausbacken
  • Puderzucker
  • Preiselbeerkompott


Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen.

Die Milch erwärmen, das Salz und den Zucker dazu geben und die Butter darin schmelzen lassen. Das Eigelb und den Rum hineinrühren.

Die lauwarme Flüssigkeit nach und nach in das Mehl geben und mit dem Mixer alles zu einem glatten Teig rühren.

Den Teig etwas ruhen lassen. In der Zwischenzeit das Öl in einem Wok auf ca. 175°C erhitzen. 

Mein Tipp: zum Frittieren nehme ich gerne meinen Wok, weil der Wok sich nach oben hin erweitert und man dadurch nicht so viel Öl benötigt.

Wenn das Öl die Temperatur erreicht hat, dann wird der Eischnee noch unter den Teig gezogen. Alles gut mischen und den dickflüssig Teig in eine Spritzflasche (mit ca. 3mm dicker Lochtülle) einfüllen. 

Den Teig kreisförmig, zügig und mit wildem Muster in das heiße Öl laufen lassen. Ist die Unterseite schön golden, dann die Straube wenden und auf der zweiten Seite ebenso goldbraun-knusprig ausbacken.

Die Straube mit einem Schaumlöffel oder Zange aus dem Öl nehmen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und sofort mit Puderzucker bestäuben. Mit Preiselbeerkompott servieren.

* Wer Sorge wegen des Alkohols hat, den kann ich beruhigen. Den Schnaps bemerkt man nicht, er wird aber wegen der Triebkraft benötigt. Alkohol verdampft ab ca. 78°C und das Gebäck wird dadurch lockerer. Die Strauben werden bei 175°C gebacken, da sollte dann nach dem Ausbacken kein Alkohol mehr im Gebäck sein.


Hier sieht man schön, wie die Strauben im Wok gebacken wurden. Den Teig einfließen lassen und beidseitig ausbacken. Fertig. Dann noch mit Puderzucker bestäuben und schon kann geschlemmt werden.


 




Burg Hocheppan


* zu den Strauben, die ich auf Burg Hocheppan in der Burgschenke gegessen habe, gibt es noch eine kleine Geschichte:

Es ging um das dazu bestellte Besteck. Wir waren sehr verwundert. Natürlich wusste ich, dass man Strauben ohne Besteck isst. Sie wurden auch ohne Besteck serviert, was auch in der Karte stand. Aber ich bestellte eine Gabel dazu. Ich mochte bei dem vielen Puderzucker und dem Kompott das Gericht nicht mit den Fingern essen. Wie konnte ich nur eine Gabel verlangen. Widerwillig und nach einiger Diskussion mit der Bedienung bekam ich mit rollenden Augen dann doch meine verlangte Gabel. . .  Ein Herr am Nebentisch meinte nur ganz laut, "also ich hätte mir auch eine Gabel dazu bestellt . . . " Dem Herrn galt mein Dank und auch er wunderte sich über die eigenwillige Bedienung.














Auf dem Drei - Burgen - Weg, und natürlich auch von Hocheppan aus, hat man wunderbare Ausblicke auf das Etschtal und Bozen, im Hintergrund ist der Schlern mit in der Nacht gefallenem Schnee zu sehen.


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Ein paar Südtiroler Rezepte hätte ich noch für euch:

Tirtlen - eine Spezialität aus dem Ahrntal

Spinatknödel mit Brauner Butter und Parmesanspänen

Affogato al Caffe

Spitzbuben

Spinatspatzen mit Schinken - Sahnesößchen

Südtiroler Apfelstrudel 

Apfel - Schmarrn mit Preiselbeeren 





Freitag, 21. März 2025

Panna Cotta mit Mangopüree

Nach einem leckeren Essen mögen alle gerne einen leckeren Nachtisch. Dieses Mal habe ich eine Panna Cotta mit Mangopüree zubereitet. Alle waren begeistert und die Panna Cotta war so schön sahnig - cremig, man hätte glatt die doppelte Menge essen können. Dazu das fruchtige, aromatische Mangopüree. Herrlich. Ich schwärme jetzt noch.

Bei Mangos besteht oft ein Dilemma. Habe ich eine gute reife, saftige, fruchtige erwischt oder täuscht sie das nur vor und man findet nach dem Schälen der weicheren Frucht nichtssagendes, kaum aromatisches Fruchtfleisch. Tja, dieses Mal hatte ich nicht so viel Glück und die Mango war nicht so aromatisch wie erhofft. 

Aber ich habe mir mit einem "Trick" geholfen. Ich habe das Fruchtfleisch mit etwas Wasser, Zitronensaft und etwas Zitronenzucker weich gekocht und anschließend fein püriert und nochmals abgeschmeckt. Durch das Erhitzen bekam die Mango den erhofften aromatisch - fruchtigen Geschmack.

Wäre die Mango aromatisch gewesen, dann hätte ich das Fruchtfleisch nur mit einem Hauch Zitrone püriert und dieses dann auf der Panna Cotta serviert.


Panna Cotta mit Mangopüree und Amarettini


Panna Cotta mit Mangopüree 4 Portionen

Panna Cotta

  • 400 ml Sahne
  • 20 g Vanillezucker
  • 30 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Stück Vanilleschote
  •  
  • 3 Blatt Gelatine
Die Sahne mit dem Zucker, Salz und der Vanilleschote in einen Topf geben und 15 Minuten leicht köcheln lassen. Die Vanilleschote entfernen und den Topf zur Seite stellen.

In der Zwischenzeit die Gelatineblätter für ca. 3 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Sie abtropfen lassen und in der noch heißen (nicht mehr kochenden ) Sahne auflösen.

Die Sahne auf vier Gläser verteilen und sie zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

Mangopüree
Die Mango waschen, schälen und das Fruchtfleisch würfeln. 300 g abwiegen und mit etwas Wasser und dem Zitronensaft in einem Topf zum Kochen bringen. Deckel auflegen und die Mango einige Minuten leicht köcheln lassen, bis die Mango weich ist.

Die weiche Mango fein pürieren und probieren, ob sie süß genug ist. Bei Bedarf noch mit etwas Zitronenzucker abschmecken. Das Mangopüree kühl stellen.

Hat man eine sehr aromatische Mango, dann braucht sie nicht gekocht werden. Einfach mit etwas Zitrone pürieren und ggfls. noch mit etwas Zitronenzucker abschmecken.

Wenn die Panna Cotta fest geworden ist, das Mangopüree auf der Panna Cotta verteilen. Ein paar Amarettinis runden das Ganze ab und schon kann serviert werden.



Eine Kiste mit frischen Mangos.