Freitag, 3. Juli 2026

Crème Brûlée "Tonka" auf meine schnelle, einfache Art

Alle Welt liebt eine Crème Brûlée, wir auch. Aber eine "richtige" enthält sehr viele Eigelbe, ist dadurch recht kalorisch und muss im Wasserbad im Ofen zubereitet werden. Das finde ich persönlich sehr aufwändig, aber natürlich auch sehr, sehr lecker. . . 

Aus diesem Grunde habe ich mir eine andere Lösung ausgedacht, die auch schmeckt. Natürlich kommt sie nicht an eine Creme heran, die mit zig Eigelben zubereitet wird, aber meine hier schmeckt auch sehr gut. Wie wir finden. Und da es schnell geht, kann man sie auch des öfteren zubereiten. 



Crème Brûlée "Tonka" auf meine schnelle Art,  ca. 4 Portionen

  • 400 ml Vollmilch
  • 100 ml Sahne
  • 1 Tonka - Bohne

  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  • 35 g Vanillezucker
  •  
  • 1 Eigelb (falls man es noch cremiger möchte)
  •  
  • Brauner Zucker
  • kleiner Gasbrenner zum Abbrennen


die Milch in einen Kochtopf geben und erhitzen, aber noch nicht zum Kochen bringen. Den Herd ausschalten, den Topf auf der heißen Platte stehen lassen und die Tonka - Bohne in die heiße Milch geben. Gut umrühren. Die Bohne 10 - 15 Minuten in der heißen Milch ziehen lassen. Wer skeptisch ist, der kann zwischendurch die Milch probieren, ob sie schon genug Tonkageschmack angenommen hat. Der Geschmack soll zart nach (wie ich finde) Waldmeister-Vanille-Muskat schmecken.

Dann die Bohne heraus nehmen, gründlich abwaschen und auf einem Küchenkrepp trocknen lassen. * 

Dann die Herdplatte wieder anschalten, die Sahne dazu geben und mit einem Schneebesen das Puddingpulver und den Zucker in die heiße Mischung einrühren und alles rührend zum Kochen bringen. Das Pulver muss nicht extra mit Milch angerührt werden, das ist nicht notwendig. Sollten sich wider Erwarten doch ein paar Klümpchen gebildet haben, dann kurz den Zauberstab hinein halten und die Creme pürieren. Wenn alles kocht, den Pudding mindestens eine Minute kochen lassen bis er blubbert und dicklich ist. Falls ein Eigelb gewünscht ist, dieses dann unterrühren.

Den gekochten Pudding bis zum Rand in ein Crème Brûlée-Förmchen (oder in ein anderes flaches Schälchen mit ca. 120ml Inhalt) geben und sofort mit einem Stück Klarsichtfolie blasenfrei abdecken. Das verhindert die Hautbildung. Mit den verbleibenden Förmchen ebenso verfahren. Die Crème abkühlen lassen und anschließend zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen.

Wenn der Besuch schon am Tisch sitzt und auf den Nachtisch wartet, dann auf jede Crème eine ordentliche Portion braunen Zucker gleichmäßig verstreuen und mit einem Brenner abflämmen bis eine goldenbraune Karamellschicht entsteht. 

Sofort servieren und genießen. Und? Liest sich das nicht lecker? Bitte unbedingt probieren, es lohnt sich. . . 

* die ganze Tonka - Bohne kann bis zu 10 x wiederverwendet werden. Nach jedem Benutzen sehr gründlich abwaschen, abtrocknen und auf einem Küchenkrepp ca. 1 Tag trocknen lassen, ab und an die Bohne wenden. Wenn die Bohne gut getrocknet ist, dann kann sie in einem kleinen Schraubglas bis zum nächsten Einsatz aufbewahrt werden. Ein Zettel mit der Anzahl der bisher verwendeten Einsätze ist hilfreich und man weiß wie oft man sie schon benutzt hat.






immer wieder ein Genuss






 

Freitag, 26. Juni 2026

Bulgur Salat

Gemeinsame Grillfeste sind immer schön. Wir waren jetzt zu einem eingeladen, wo jeder Teilnehmer einen Salat oder eine Grillbeilage mitbringen sollte. Die Idee finde ich immer prima, zumal man dann Gelegenheit hat, etliche verschiedene Salate probieren zu können und man sich Anregungen holen kann.

Für dieses Event hatte ich mir einen Bulgur Salat überlegt. Ich hatte einen Tag vorher nicht so viel Zeit, sodaß mir die Idee eines solchen Salates kam. Außerdem waren für den Tag an die 30°C vorhergesagt und ich wollte keinen Salat machen, der Mayonnaise oder schnell verderbliches enthält. Und recht frisch sollte er schmecken.

Der Salat ist wirklich sehr schnell zusammengerührt. Bulgur verwende ich sonst nie in der Küche, deswegen war ich erstaunt, wie schnell er für den Salat fertig war. Ich hatte mich an die Anleitung auf der Packung gehalten, das klappte sehr gut.

Der Salat kam gut an und hat allen gut geschmeckt. Er passte sehr gut zu Gegrilltem, so sollte es auch sein.

 


Bulgur Salat

  • 1 Tasse Bulgur
  • 2 Tassen kochendes Wasser
  • 1 Teelöffel Gemüsebrühpulver
  •  
  • 1/2 Zitronensaft
  • 5 Esslöffel neutrales Öl
  • 1 gehäufter Teelöffel Tomatenmark
  • 2 Teelöffel Ahornsirup
  • 2 Teelöffel Pul Biber, edelsüß
  • 1 Teelöffel Sumak
  • Schwarzer Pfeffer
  • evtl. etwas Salz
  • 1 Esslöffel Schnittlauchröllchen
  •  
  • 1 große Paprika, fein gewürfelt
  • 1 Gurke, fein gewürfelt
  • 1 dicke Tomate, entkernt und fein gewürfelt

Den Bulgur in eine Schüssel geben, die gekörnte Brühe dazu geben. Das Wasser im Wasserkocher aufkochen und sofort über den Bulgur gießen. Alles verrühren und ca. 15 Minuten quellen lassen. 

In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten. Dafür alle Zuten verrühren und abschmecken. Wenn der Bulgur gequollen ist, das Dressing darüber gießen, gut mischen. Dann die restlichen gewürfelten Zutaten untermischen. Den Salat durchziehen lassen und nochmals abschmecken.







Dienstag, 23. Juni 2026

Mülleimer in Köln mit flotten Sprüchen

Ab und an fahren wir nach Köln zum Bummeln oder auch ins Theater. Meist mit der S-Bahn, ab und an auch mit dem Auto. Ich fahre gerne nach Köln, ich mag die Stadt, bin aber auch immer wieder glücklich, wenn ich nach dem Ausflug wieder die trubelige Stadt verlasse und nach Hause fahre. 

Fotomotive finde ich in Köln immer, egal, wo ich hergehe. Manchmal sind es tolle Türen, dann große oder kleine Graffiti, diverse Schilder, hübsche Häuser, blühende Blumen, in meinen Augen "Lustiges, Interessantes" oder wie in diesem Fall Mülleimer. 

Auf die Idee auch mal Mülleimer zu fotografieren kam ich, weil mir etwas auffiel. Die Kölner Mülleimer mitten in der City haben lustige Aufkleber mit kölschen Sprüchen. Find ich richtig gut. Vielleicht landet dann mehr im Mülleimer statt daneben. Und schon hatte ich etliche Fotos geschossen. Die Kölner AWB (Abfallwirtschaftsbetriebe) hatte diese Aufkleber wohl neuerdings aufgeklebt, sie waren mir vorher nie aufgefallen. Eigentlich fehlte noch der Spruch "orange trägt nur die Müllabfuhr. . .", weil die Kleidung der Kehrmännchen (wie man die Müllmänner in Köln liebevoll nennt) ist immer orange.

Schon in Berlin hatte ich 2020 Mülleimer fotografiert. Auch dort hatten sie lustige Aufkleber.

Und das war die Ausbeute in Köln:


"brauchen wir nicht, weg damit"



"Kölle Alaaf!"
25v Jahre AWB - wir tun es für euch


"fix aufgeräumt"


"Hui, hoppla, der Dreck ist weg"



Küssen, kehren, tanzen



"Dreckshütte, Rumpelkammer"



"wir schauen was da kommt!"



"Restekiste" oder Mülleimer



"macht euch frei!"



"ich bin da, Jahr für Jahr", also immer


Immer ein Erlebnis - der Blick auf den Kölner Dom
Manchmal sprechen die Kölner auch vom "kleinen Bahnhofskapellchen - gegenüber von McD" . . . 



Freitag, 19. Juni 2026

aus Zwetschgenkernen wird ein leckerer Likör "Amaretto"

Bevor es bald wieder Zwetschgen gibt, möchte ich euch schon jetzt darauf aufmerksam machen, dass man die Zwetschgenkerne nicht wegwerfen sollte. Daraus kann man ganz leicht einen Likör machen, der sehr nach Amaretto schmeckt. Selbst mit einer kleinen Menge Zwetschgenkerne kann man es mal ausprobieren, das Ergebnis überzeugt auf jeden Fall. Die Alkohol- und Kandismenge richtet sich dann nach dem Gewicht der Kerne.

Da es mittlerweile auch schon Pflaumen gibt, könnte man das mit Pflaumenkernen bestimmt auch probieren. Damit habe ich aber keine Erfahrung, meinen "Amaretto" habe ich bisher immer mit Zwetschgenkernen hergestellt.

Der Ansatz sollte dann mindestens 3 Monate (aber ruhig auch 6 Monate) reifen. Danach lässt man den Likör nach dem Abseihen noch einige Zeit reifen, damit er umso besser schmeckt. Deshalb mein Tipp,  notiert euch heute schon das Rezept. Denn die Zwetschgenzeit kommen schneller als man denkt.

Nun aber zum einfachen Rezept.


Ich hatte mehrere kleine Mengen angesetzt und alles zusammen in einer Flasche abgefüllt.
Die dunkle Farbe ist doch der Knaller.

 

 "Amaretto" aus Zwetschgenkernen, ca. 1 Liter
  • ca. 140 g Zwetschgenkerne (die Kerne von ca. 2 kg Früchten)
  • 300 g Kandiszucker (möglichst brauner)
  • ein Stückchen Vanilleschote
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 700 ml Wodka oder Doppelkorn
  •  
  • evtl. noch ein paar Zwetschgenstückchen

die ausgelösten Zwetschgenkerne in ein ausreichend großes, verschließbares Glas oder Flasche füllen. Sollte noch etwas Fruchtfleisch an den Kernen sein, bitte dran lassen. Den Kandis darauf geben, ebenso das Stückchen Vanilleschote. Dann wird alles mit Schnaps bedeckt und das Glas bzw. die Flasche verschlossen.

An einem dunkeln Ort nun reifen lassen. Hat sich der Kandis aufgelöst, dann wöchentlich die Flasche schütteln. Der "Amaretto" soll mindestens drei Monate reifen, besser sind sechs Monate. Je länger, desto intensiver wird der Likör. Man kann ihn ja zwischendurch mal probieren . . . 

Den "Amaretto" durch einen Kaffee- oder Teefilter nun abgießen, zurück in die Flasche füllen und nochmals einige Wochen reifen lassen. Fertig ist ein Likör, der nach "Amaretto" schmeckt.



Eine Kiste voller Zwetschgen.















Dienstag, 16. Juni 2026

Rhabarbertarte mit Aprikose und Joghurtguss

Bei unserem Obststand gab es nochmal frischen Rhabarber. Bald ist die Saison ja wieder vorbei. Daraus wollte ich dieses Mal eine Tarte backen. Am liebsten essen wir eine solche Tarte mit Quarkguss. Dieses Mal hatte ich aber keinen, sodaß ich griechischen Joghurt stattdesssen genommen habe. Einen großen Geschmacksunterschied konnten wir jetzt nicht feststellen, die Tarte war wieder sehr lecker.

Des weiteren hatte ich dieses Mal einen fertigen Mürbeteig verwendet. Er ist nicht gesüßt und folglich wurde die gesamte Tarte eher "unsüß", was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat. Auch die wenigen Aprikosen am Rand der Tarte waren sehr lecker und passten sehr gut. Man hätte gut noch viel mehr Aprikose nehmen können, aber das waren die letzten Früchte, die ich noch hatte.

Die Tarte war rundherum gelungen.




Rhabarbertarte mit Aprikose und Joghurtguss   32er Tarteform

für einen Mürbeteigboden:

  • 250 g Dinkelmehl 630er
  •  50 g Mondamin
  • 100 g Zucker
  • 150 g weiche Süßrahmbutter
  • 1 Prise Vanillesalz 
  • 1 Ei Gr. L
alternativ: 
  • 1 Rolle Mürbeteig aus dem Kühlregal

 für den Guss:

  • 500 g Griechischer Joghurt, 10%ig
  • 70 g Zucker
  • etwas Vanillepaste
  • 1 Teelöffel Zitronenzucker 
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver zum Kochen (37g)
  • 1 großes Ei

  • ca. 500 g Rhabarberstangen, gewürfelt
  • einige Aprikosen, entsteint und geviertelt


Für den Mürbeteig alle Zutaten rasch verkneten. Den Teig zwischen zwei Klarsichtfolien (Backpapier geht auch) mit einem Nudelholz ca. 0,5 cm dünn ausrollen und in eine Tarteform legen und bis zum Rand hochziehen. Eventuelle Teigreste können als Kekse ausgestochen werden. Die Form (und die ausgestochenen Kekse) einige Zeit im Kühlschrank durchkühlen lassen. So wird der Boden später schön mürbe. 

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Boden vor dem Backen mit einer Gabel einstechen, damit er keine Blasen wirft. Einen Bogen Backpapier hineinlegen und getrocknete Erbsen oder Linsen einfüllen und den Boden bei 200°C ca. 30 Minuten hell golden vorbacken. Die Hülsenfrüchte dann mit dem Backpapier entfernen. Ausgekühlt können sie jederzeit zum Blindbacken wieder verwendet werden. Ich hebe sie nach dem Auskühlen in einem alten Marmeladenglas auf.

Der Boden kann auch gut einen Tag vorher gebacken werden.

Alternativ kann auch eine Rolle Tarte- bzw. Mürbeteig aus dem Kühlregal verwendet werden. Dann bitte der Anleitung auf der Packung folgen. Aber den Boden ebenso vorbacken.

Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. 

Für die Joghurtmasse alle Zutaten zu einer glatten Masse verrühren. Den Rhabarber waschen und in gleichmäßige, große Würfel schneiden. 

Den Teig mit dem Backpapier in die Tarteform legen und den Guss auf den Boden geben und glattstreichen. Zuerst die Aprikosen vierteln aund am Rand auf dem Guss verteilen. Dann die Rhabarberwürfel dicht an dicht (eventuell auch nach gewünschtem Muster) in die Creme setzen bzw. auflegen. 

Die Form in den auf 180°C vorgeheizten Ofen, 2. Stufe von unten (Ober-/ Unterhitze) stellen und ca. 40 Minuten backen. Eventuell noch einige Minuten bei ausgeschalteter Hitze nachbacken lassen. Man muss den Kuchen einfach ein wenig beobachten, die Creme soll gestockt sein und eine leicht goldene Farbe haben. 

Den Kuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Gerade eben ausgekühlt schmeckt die Tarte sensationell, wie wir finden. Leckere Creme, nicht so süß, knuspriger Boden und säuerlicher Rhabarber. Klasse. . . 

Bitte die Tarte nicht abdecken, so bleibt sie schön mürbe. 


Die Tarte vor und nach dem Backen.



Die Tarte war sehr fruchtig und "unsüß", genau so wie man sich so eine Tarte vorstellt.








Freitag, 12. Juni 2026

Spargelrisotto mit gebratenem Lachs

Bei uns am Spargelstand gibt es sehr guten Spargel, nicht nur I.Wahl, sondern auch sehr schönen Bruchspargel oder II.Wahl. Die letztgenannten kaufe ich sehr gerne. Mir ist es egal, ob die Stangen krumm sind oder teilweise abgebrochen. Wichtig ist mir, dass sie nicht zu dünn sondern lieber daumendick sind.

Nun hatte ich noch Bruchspargel übrig, den ich verbrauchen wollte. Da es hauptsächlich Spargelspitzen waren, kam mir gleich die Idee eines Risottos. Die Idee war eine sehr leckere, zumal ich gebratenen Lachs dazu hatte. Den mögen wir besonders gerne. 

Leider kann man auf dem Foto die Spargelstückchen kaum sehen, aber geschmeckt hat das Spargelrisotto besonders gut. Der Arborio - Reis war für das Risotto spitze. 

Diesen besonders großen Rundkornreis nehme ich am liebsten. Auch für Milchreis. Der wird auch immer sehr lecker. Der "normale" Milchreis, den man sonst kaufen kann, der hat mir persönlich zu kleine Körner und manchmal auch viel Bruch. Deswegen sind meine bevorzugten Reissorten sowohl für ein Risotto als auch für Milchreis die Sorten Arborio oder Carnaroli. Probiert es aus, es lohnt sich.



Spargelrisotto mit gebratenem Lachs

  • 1 große Tasse Arborio oder Carnaroli Reis

  • ein Stückchen Butter
  • etwas Olivenöl
  • 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
  • ein großer Schuß Weißwein, trocken
  • 2 - 3 große Tassen heiße Brühe
  • ca. 300 g Spargelstücke
  • 1 Handvoll geraspelten Parmesan oder Pecorino Romano
  • evtl. Salz
  • etwas Zitronenöl
  •  
  • pro Person 1 Stück Lachsfilet
  • Rosmarin - Zitronen - Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • etwas Olivenöl

die Butter mit dem Öl erhitzen und die Zwiebelwürfelchen anschwitzen, aber keine Farbe nehmen lassen. Den Reis dazu geben und ebenso leicht anschwitzen. Dann unter Rühren mit Weißwein ablöschen. Alles leicht köcheln lassen, dann eine Tasse Brühe dazu geben. Gut umrühren und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Dabei die Flüssigkeit beobachten, ggfls. Brühe nachgießen. 

Wenn der Reis nach den 10 Minuten innen noch fest ist, die Spargelstückchen dazu geben und weitere Brühe.

Alles köcheln lassen, bis der Reis bissfest ist. Der Reis soll schön "schlotzig" werden und nicht zu trocken. Als letztes den Parmesan unterrühren und das Risotto mit Salz und Zitronenöl abschmecken.  

Während der Reis köchelt, den Lachs abspülen, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. 
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Lachs bei mittlere Hitze rundherum golden braten.

Und schon kann serviert werden.

Solche Spargelspitzen bieten sich sehr gut für das Risotto an. Sie sind sehr schnell gar.



An unserem Spargelstand habe ich schon solche dicken Stangen Spargel gekauft, die überhaupt nicht holzig oder innen hohl waren. Sie hatten ein tolles Aroma und waren sehr gut. Das war übrigens auch II. Wahl.





Freitag, 5. Juni 2026

Bruschetta "Lipari" auf meine Art

Mitte April waren wir auf Sizilien unterwegs. Das Wetter war prima, die Landschaft teilweise sehr spektakulär und das Essen, wie überall in Italien, super lecker.

Bei einem Tagesausflug auf die äolischen bzw. liparischen Inseln Lipari und Vulcano haben wir ein mega leckeres Bruschetta gegessen. Das gab es an dem kleinen Aussichtspunkt Belvedere da Graziella "auf die Hand". Selten haben wir ein so leckeres Bruschetta kosten dürfen. Leider weiß ich nicht mehr so ganz genau was alles auf der Bruschetta war, aber ist auch egal, es war so lecker. Die Aussicht auf Vulcano gab es dann noch kostenlos dazu. 

Zuhause habe ich nun probiert dieses leckere Essen so halbwegs nachzumachen. Es ist mir logischerweise nicht ganz gelungen, aber meine Version hier hat uns auch sehr gut geschmeckt. Und so sollte es sein. 

Falls ihr mein Rezept mal testen wollt, es sieht so aus:


So sah unsere "Bruschetta Lipari" aus und sie hat uns sehr gut geschmeckt.


So sah die leckere Bruschetta auf der Insel Lipari am Aussichtspunkt "Belvedere da Graziella" aus. Soweit ich mich erinnere, bestanden sie aus gebratenen Auberginen, Kapernäpfel von der Insel Salina, Olivenöl, Peperoncino, Knoblauch, Oregano und Oliven. Es hat wunderbar geschmeckt.

Bruschetta "Lipari" auf meine Art

  • Bruschetta Brot, große Scheiben
  • Olivenöl
  •  
  • Zwiebeln, in Streifen geschnitten, golden angedünstet
  • Knoblauch, fein gewürfelt
  •  
  • Tomaten, entkernt und fein gewürfelt
  • Oliven in Kräuter - Knoblauch - Marinade, in Scheiben geschnitten
  • gegrillte, in Öl eingelegte Paprika, in Streifen geschnitten
  • in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten, in Streifen geschnitten
  • Kapernäpfel, in Scheibchen geschnitten 
  • Jalapeño Scheibchen (nach Geschmack)
  •  
  • Balsamico Creme
  • etwas Pecorino Romano oder Parmesan, fein gehobelt
  • klein gehackte Basilikumblätter
Für den Belag die Zwiebelscheiben in etwas Öl dünsten und leicht Farbe annehmen lassen. Dann den Knoblauch dazu geben, untermischen und die Pfanne vom Herd nehmen.

Sämtliche Zutaten in Streifen oder Würfel schneiden und bereit stellen.

Die Brotscheiben rösten und mit Olivenöl beträufeln. Dann sämtliche Zutaten auf dem Brot verteilen. Mit Olivenöl und Balsamico Creme beträufeln, darauf dann den Pecorino und das Basilikum verteilen.






Die Tomatenauswahl war riesig.








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Wie das auf Inseln oft ist, es zogen ein paar Wolken hinein. Leider war die Sicht auf Vulcano bei unserem Stopp etwas verhangen. Kurze Zeit später waren die Wolken verschwunden und die Berge wieder frei.




Im Hafen von Lipari. Hier schien die Sonne und die Wolken hatten sich verzogen.


Das Schwefel - Schlammbad auf Vulcano. Man konnte es schon von weitem riechen . . . und aus kleinen Löchern am Wegesrand strömte heißer Dampf heraus. Vulkano ist eine wilde Insel mit schwarzen Stränden und rauchendem Vulkan.
Das war ein sehr schöner, lohnenswerter Ausflug. Uns hat es sehr gut gefallen.







Dienstag, 2. Juni 2026

Bitter Lemon Sirup

Letzte Tage hatte ich euch das Rezept eines sehr saftigen, fruchtigen und aromatischen Bitter Lemon Cakes vorgestellt.

Bei diesem Kuchen bleiben Reste der gekochten Zitronen übrig, die ich noch nicht direkt wegwerfen wollte. Da kam mir eine Idee sie noch zu verwenden.

Ich habe die Reste einfach noch mit einem halben Liter Wasser und 50 g Zucker zusammen aufgekocht und noch einige Zeit leise köcheln lassen. Ich wollte noch recht viele Aromen aus den Schalenrückständen heraus holen. Und das hat halbwegs geklappt.

Dann habe ich den entstanden Sirup durch ein Sieb gegossen und in ein Gefäß gefüllt. Je nach Geschmack kann man sein Wasser mit diesem Sirup nun aromatisieren und enthält so noch nebenbei ein leckeres Getränk.

Die ausgekochten Zitrusrückstände sind dann wirklich für den Müll.


500 ml Sirup sind aus den Resten dabei entstanden.


Bitter Lemon Sirup

  • Reste der gekochten und ausgedrückten 3 Zitronen vom Cake
  • 500 ml Wasser
  • 50 g Zucker


Alle Zutaten einige Minuten köcheln lassen, dann alles durch ein Sieb gießen bzw. passieren, fertig ist der Sirup.

Mit Wasser nach Wunsch einfach verdünnen und genießen. Prost.


Links die gekochten Zitronen für den Cake, mittig sind sie schon püriert und rechts passiert (mit dem Zitronenrest im Sieb).


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