Ach wie lecker. Nun sind wieder die Zwetschgen reif und dreimal dürft ihr raten, was ich jetzt gebacken habe. Ein Blech Zwetschgenkuchen. Oft sagt man dazu auch Pflaumenkuchen, obwohl immer Zwetschgen verwendet werden. Man nennt ihn im Rheinland rund um Köln auch Prummetaat. Mit Prummen sind die Pflaumen gemeint, mit Taat die Torte . . .
Am liebsten backe ich so einen Blechkuchen mit Quarkölteig. Ich bilde mir ein, der Boden wird auch am nächsten Tag nicht so trocken wie mitunter beim Hefeteig. Aber egal, ob ihr ihn mit Quarkölteig oder mit Hefeteig backt, lecker wird er auf jeden Fall.
Heute möchte ich euch nicht nur das Rezept an die Hand geben, sondern auch einen sehr guten Tipp vom lieben Marcel. Viele werden, so wie ich auch, den Tipp mit dem Aufstreuen von Paniermehl, Semmelbrösel oder Kuchenbröseln gegen das Durchweichen des Obstes auf dem Boden kennen. Aber Marcel vermischt noch Vanille - Puddingpulver mit den Bröseln und gibt diese Mischung dann auf den Boden. Ich habe jetzt noch etwas Zimt dazu gegeben.
Der Tipp mit den Bröseln und dem Puddingpulver ist prima, der Boden weicht tatsächlich nicht so durch und der Saft wird gut gebunden. Ich bin richtig begeistert und werde den Tipp zukünftig immer bei Obstkuchen beherzigen.
Übrigens, werft bitte die Pflaumenkerne nicht weg, daraus kann man einen leckeren Likör nach Art eines Amarettos machen.
Zwetschgenkuchen (Prummetaat oder Pflaumenkuchen) mit Quark - Ölteig (1 Blech)
für den Boden:
- 400 g Dinkelmehl 630er
- 85 g Zucker
- etwas Vanille aus der Mühle
- 1 Prise Vanillesalz
- 1 Päckchen Backpulver
- 250 g Quark 20 %
- 5 Esslöffel neutrales Öl (z.B. Rapsöl)
- 8 Esslöffel Vollmilch
- 3 Esslöffel Paniermehl oder Zwiebackbrösel
- etwas Zimt
- 3 Teelöffel Vanille - Puddingpulver
- etwas Zucker und Zimt nach Geschmack
die trockenen Zutaten mischen und mit den nassen Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten.
Den Teig gleichmäßig dünn ausrollen und auf ein tiefes, gefettetes oder mit Backpapier belegtes Blech legen. Einen Backrahmen drumherum stellen. Dieser verhindert, dass Saftspritzer den Backofen verschmutzen.
Das Paniermehl mit dem Puddingpulver sowie etwas Zimt gut mischen. Die Oberfläche des Teiges damit bestreuen. So wird später die Flüssigkeit der Zwetschgen besser aufgesogen und der Boden weicht nicht durch.
für den Belag:
- ca. 2 kg Zwetschgen
- Zimt & Zucker
- Hagelzucker
Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. In Reihen oder in wildem Muster eng an eng hochkant auf den Teig stellen. Nach Wunsch mit Zucker und Zimt bestreuen.
Das Backblech in den auf 200°C vorgeheizten Ofen Ober-/Unterhitze auf die 2. Stufe von unten schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Teigrand schön golden ist.
Nach dem Backen die Zwetschgen noch mit etwas Hagelzucker sowie Zucker & Zimt bestreuen.
Mein Tipp: Man weiß nie wie saftig die Zwetschgen sind. Sollte sich nach dem Backen zu viel Flüssigkeit auf der Kuchenoberfläche gesammelt haben, dann einfach mit einem Küchenkrepp den Saft aufsaugen, oder mit einem Löffel abnehmen.
Am besten frisch und vielleicht sogar noch lauwarm genießen. Ein Schlag Vanillesahne dazu schmeckt besonders gut.
mein Tipp: aus den Kernen kann man noch wunderbaren Amaretto aus Zwetschgenkernen herstellen.






































