Mittwoch, 8. Juli 2020

meine Aprikosentarte - noch ein Lieblingskuchen im Sommer

Endlich gibt es wieder aromatische Aprikosen und ich kann endlich wieder eine meiner Lieblingskuchen im Sommer backen. Eine Aprikosentarte. Herrlich.

Diese Mal habe ich mein Rezept der Aprikosentarte 2018 ein wenig verändert. Nicht in der Auflage, sondern im Mürbeteig. Ich habe nicht nur Dinkelmehl verwendet, sondern zusätzlich noch Hafermehl. Hafer ist ja sehr gesund und wenn man das dann noch mit gutem Geschmack verbinden kann, dann ist es umso besser. 

Bei dieser leckeren Tarte treffen aromatische, frische Aprikosen auf buttrigen Dinkel-Hafer-Mürbeteig und cremig-sahnigen Vanilleguss. Dazu vielleicht noch ein Schlag Vanillesahne und eine leckere Tasse Kaffee oder Tee und schon kann das Schlemmen beginnen. Sollte etwas übrig bleiben, dann könnt ihr sie ohne Weiteres (bei warmen Wetter) in den Kühlschrank stellen. Da hält sie sich dann noch mindestens 2 Tage, falls sie nicht doch zügiger aufgefuttert wird . . . 




fruchtige Aprikosentarte mit Hafermehl und Schmandguss     30cm Durchmesser
  • 200 g Dinkelmehl 630er
  • 50 g Hafermehl
  • 50 g Zucker
  • 20 g Vanillezucker 
  • 1 Prise Vanillesalz 
  • 1 Ei 
  • 125 g Butter 

Aus allen Zutaten rasch einen Teig kneten, zwischen Backpapier dünn ausrollen und in eine gefettete Tarteform (30cm) legen und mit einer Gabel den Teig einstechen. Die Form 30 Min. in den Kühlschrank stellen und alles gut durchkühlen lassen. So wird der Teig nach dem Backen schön mürbe.

Für den Belag:
  • 2 Esslöffel Paniermehl und 
  • 25 g Mandelblättchen auf den Boden streuen.
  • ca. 1 kg Aprikosen entsteinen, halbieren und dicht an dicht auf den vorbereiteten Boden legen

Für den Guss:
  • 100 g Zucker
  • 200 g Schmand oder Saure Sahne
  • 4 Eier
  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  •  
  • Mandelblättchen

Für den Guss alle Zutaten gut verrühren und über die Aprikosen gießen. Wer möchte streut noch ein paar Mandelblättchen auf die Tarte und schiebt sie dann in den vorgeheizten Ofen bei 175°C Ober-/Unterhitze 2. Schiene von unten in 50-60 Min. backen. 

Gerade ausgekühlt schmeckt die Tarte sensationell, wie wir finden. Aber auch am nächsten Tag ist sie immer noch wie frisch gebacken. Bitte nicht mit Folie abdecken, so bleibt der Rand schön knusprig.





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ein Foto der Aprikosentarte mit Mandelblättchen oben drauf 

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Samstag, 4. Juli 2020

Marillenknödel - so schmeckt der Sommer

Wenigstens ein Mal im Jahr gibt es bei uns diese leckeren Aprikosen- oder Marillenknödel. Denn Sommerzeit ist für mich auch Zeit der leckeren, saftigen Aprikosen. Ich liebe diese Früchte und kann es kaum abwarten, wieder etwas Leckeres mit ihnen zu kochen oder zu backen. Marillenknödel haben wir vor etlichen Jahren mal im Urlaub in Österreich und auch in Südtirol gegessen und von da an waren wir Fans dieser Knödel. Sie sind aber auch lecker.

Aber nicht nur diese leckeren Knödel bereite ich jedes Jahr zu, sondern auch meine geliebte fruchtige Aprikosentarte und auch sehr gerne meinen Aprikosenstrudel mit Mandelblättchen. Der ist im Vergleich zum Südtiroler Apfelstrudel auch nicht zu verachten.

Oft werden Marillenknödel mit Topfen- bzw. Quarkteig zubereitet. Aber ich hatte sie dieses Mal mit Kartoffelteig ummantelt. Das fand ich für ein Mittagessen etwas besser. Außerdem hatte ich noch mehlig kochende Kartoffeln . . . Die leckere braune, geschäumte Butter, die oft und gerne als Topping dazu serviert wird, haben wir uns gespart. Wer es also besonders lecker möchte, der kann noch etwas geschäumte braune Butter bei Tisch darüber geben. Aber die Knödel schmecken auch so sehr lecker.


einfach lecker

Aprikosen- oder Marillenknödel: ca. 12 Knödel je nach Größe der Aprikosen
  • 400 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 Esslöffel weiche Butter
  • 1 Eigelb, Gr. L
  • 150 g Dinkelmehl 630er
  • etwas Salz
  •  
  • ca. 14 schöne reife, gleichgroße Aprikosen
  •  
  • 50 g Paniermehl oder Semmelbrösel
  • 25 g Zucker
  • 1/4 Teel. Ceylonzimt, gemahlen
  •  
  • zerlassene braune, aufgeschäumte Butter (falls man mag)

die Kartoffeln waschen und mit Schale in etwas Wasser weichkochen. Die Kartoffeln pellen und durch die Kartoffelpresse drücken, mit der Butter und dem Eigelb gut vermischen und abkühlen lassen. Dann das Mehl und Salz rasch unterkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Nicht zu lange kneten, ansonsten wird der Teig zäh.

Die Aprikosen waschen und entsteinen. Zwei Aprikosen vierteln und dann die Viertel nochmals teilen. Diese kleinen Aprikosenstücke anstelle des Kerns in die Aprikosen stecken. Normalerweise nimmt man Würfelzucker, aber mir ist das zuviel Zucker, weil schöne reife Aprikosen süß genug sind. Oder ihr nehmt Mandelkerne, das geht und schmeckt auch.

Den Teig dünn ausrollen (oder einfach flach drücken) und mit bemehlten Händen jede gefüllte Aprikose mit dem Teig gleichmäßig ummanteln und schöne runde Knödel formen.

In einem ausreichend großen Topf Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Knödel in das leicht kochende Wasser geben. Ca. 15 Minuten auf kleiner Flamme leise simmern lassen bis die Knödel gar sind und an der Oberfläche schwimmen. 

In der Zwischenzeit das Paniermehl mit dem Zucker und dem Zimt mischen. Die gut abgetropften, gekochten Knödel in der Mischung wälzen und auf einem Teller direkt servieren. 

Wer mag kann noch aufgeschäumte, geschmolzene braune Butter darüber geben, aber das habe ich mir verkniffen, obwohl sie dann noch besser schmecken. . . 



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Die Aprikose ist mit einem Stück Aprikose gefüllt und kann nun mit dem Teig ummantelt werden.
Anschließend schön rund formen, dass keine Lücke entsteht, dann bleibt der Kloß beim Kochen ganz.


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Mittwoch, 1. Juli 2020

meine Träublestarte - mein Lieblingskuchen im Sommer

Jedes Jahr fieber ich dem Tag entgegen, wenn es endlich wieder rote Johannisbeeren zu kaufen gibt. Und Montag war der Tag da, ich konnte welche kaufen und sofort habe ich damit eine wunderbar knusprig - mürbe Träublestarte gebacken. Ich liebe so eine mürbe Johannisbeertarte und sie ist schnell gebacken. Die Zutaten dafür habe ich (bis auf die Früchte) immer im Haus.

Dieses Mal habe ich die Zutaten des Mürbeteiges ein wenig abgeändert. Ich habe Dinkelmehl und Hafermehl verwendet. Und was soll ich sagen, es ist sehr lecker und unglaublich mürbe geworden. Also probiert es ruhig aus, es lohnt sich. Solltet ihr nicht so experimentierfreudig sein, dann nehmt einfach 405er Weizenmehl. Das klappt und schmeckt auf jeden Fall auch.

Die Tarte ist wieder super lecker geworden. Säuerliche Johannisbeeren in nussigem Baiser, dazu der leckere, buttrige Mürbeteig . . . hach . . . ich hätte mehr als ein Stück essen können. 

Der ein oder andere wird jetzt bestimmt fragen, was sind denn Träubles. Träubles werden in Schwaben die Johannisbeeren genannt, weil die Beeren wie kleine Trauben (Träuble) an den Stielen hängen. In Österreich werden sie Ribisl genannt und vielleicht habt ihr noch andere Bezeichnungen für Johannisbeeren. Träubles oder Ribisl sind doch schöne Namen für eine leckere Obstsorte. 

Aber nun zurück zum Kuchen . . . Wie ich die Träublestarte backe? Das lest ihr hier:



meine Träublestarte  ca. 26 cm Tarteform

für den Mürbeteig:
  • 200 g Dinkelmehl 630er *
  • 50 g Hafermehl *
  • 50 g Zucker
  • 25 g Vanillezucker 
  • 1 Prise Vanillesalz 
  • 125 g Butter
  • 1 großes Ei

  • 2 Eßl. Zwiebackbrösel oder Paniermehl


für die Nussbaiser - Füllung:
  • 3 Eischnee Gr. L **
  • 1 Prise Vanillesalz 
  • etwas gemahlene Vanille
  • 75 g Zucker
  • 75 g gemahlene Haselnüsse (leicht angeröstet)
  • 500 g rote Johannisbeeren
  •  
  • Puderzucker zum Bestäuben


für den Mürbeteig alle Zutaten (außer Paniermehl) rasch zu einem glatten Teig kneten. Sollte der Teig noch nicht richtig gebunden sein, vorsichtig ein wenig eiskaltes Wasser zugeben. Zwischen Klarsichtfolie oder Backpapier dünn ausrollen. Den Teig mit Hilfe  der Folie/Backpapier  in eine Springform oder Tarteform stürzen und glattstreichen, die Folie entfernen, den Rand ca. 3cm hoch auslegen und die Form in den Kühlschrank stellen und gut durchkühlen lassen. So wird die Tarte später schön mürbe.

In der Zwischenzeit für die Füllung die Johannisbeeren von den Stielen abstreifen und den Eischnee mit dem Salz steif schlagen. Den Zucker und die gemahlenen Nüsse vorsichtig unter den Eischnee heben, zuletzt die Beeren. Die Form aus dem Kühlschrank holen und den Boden mit den Bröseln bestreuen. Die Masse gleichmäßig auf den Boden geben und glattstreichen. 

Nun die Form in das untere Drittel des auf  bei 180° - 200°C vorgeheizten Ofens, Ober- /Unterhitze, schieben und in ca. 35 - 45 Min. golden backen.

Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestreuen und fertig ist die leckere Tarte. Frisch schmeckt die Tarte am besten. Aber auch am nächsten Tag schmeckt sie noch sehr gut. Bitte die Tarte nicht abdecken, sie wird sonst weich.

* Tipp: anstelle des Dinkelmehls und/oder des Hafermehls kann man selbstverständlich auch "normales" Weizenmehl nehmen.

** Tipp: die übrig gebliebenen Eigelbe friere ich einzeln für später ein. (siehe Foto weiter unten). Dafür lege ich ein Stückchen Folie in ein kleines Schälchen oder Eierkarton. Das Eigelb gebe ich hinein und verdrehe die Folie. Die Eigelbpäckchen lege ich dann eng an eng in eine kleine Kunststoffdose und friere alles ein. So hat man für später immer mal wieder ein Eigelb im Vorrat. Wenn man ein Eigelb benötigt, einfach rechtzeitig aus dem Froster nehmen und auftauen lassen. Das Eigelb dann wie gewohnt weiterverwenden.

In einer Springform habe ich den Kuchen auch schon gebacken: Johannisbeerkuchen 2015    










Rote Johannisbeeren 




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** so friere ich die Eigelbe ein, gut verpackt in etwas Folie. Das ganz linke ging beim Einfüllen leider kaputt, ist aber nicht weiter schlimm.

mein Tipp: Mit diesen Eigelben kann man wunderbares Vanille - Eis zu Hause zubereiten. Es schmeckt besser, als manch gekauftes - sagt meine Familie 


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Samstag, 27. Juni 2020

Peters Kirsch - Marmelädchen mit Rum

Hinter unserem Haus steht ein kleiner Kirschbaum. Letztes Jahr hatte er kaum Kirschen, aber dieses Jahr hat er sich selber übertroffen und reichlich Kirschen hervorgebracht. Es sind kleinere Sauerkirschen, die auch die Vögel gerne fressen, aber mein Mann war so lieb und hat mal einige Kirschen gepflückt. Die heutige Ausbeute war 2.500 g Netto - Kirschgewicht. Aus den ersten 1000 g haben wir ein leckeres Kirsch - Marmelädchen mit Rum gekocht, die anderen entsteinten Kirschen habe ich für später eingefroren.


Das ist die Ausbeute von 1000 g Kirschen plus Gelierzucker 2:1

* dieser Blogbeitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung)

Peters Kirsch - Marmelädchen mit Rum, man nehme für ca. 5 Gläser
  • 1000 g Sauerkirschen (Nettogewicht, entsteint gewogen)
  • 500 g Gelierzucker aus Rohrohrzucker 2:1 (z.B. von Alnatura*)
  • 1 dicke Prise Zitronensalz 
  • 1 Esslöffel Orangenzucker 
  • etwas Vanillepaste
  •  
  • 1 kleiner Schuss Rum 60%
  • 1 kleiner Schuss natives Olivenöl (oder neutrales Öl)

die entsteinten** und abgewogenen Sauerkirschen in einen entsprechend großen und hohen Topf geben. Den Gelierzucker, das Salz, Zucker und Vanille zugeben und unter Rühren alles zum Kochen bringen. Da wir sehr gerne musige Marmelade essen, habe ich alles noch mit dem Pürierstab püriert. 

Einen kleinen Teller in den Tiefkühler stellen, die Marmeladengläser für das Füllen vorbereiten. Ich lege die sauberen Deckel einige Zeit in kochendes Wasser und lasse sie auf einem Küchentuch abtropfen. Die sauberen, gut gespülten Gläser fülle ich bis zum Rand mit kochendem Wasser und lasse sie einige Zeit stehen. Dann mit Hilfe einer Zange das heiße Glas fassen und das heiße Wasser ausschütten und das Glas umgedreht auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Das Marmelädchen zum Kochen bringen und wenn alles köchelt, die Masse 3 Minuten kochen lassen. Dabei die leicht brodelnde Masse immer gut rühren. Ist die Kochzeit um, etwas Marmelade auf den eiskalten Teller geben. Ist die Marmelade fertig, dann geliert die Masse sofort auf dem eiskalten Teller. Ist sie noch zu flüssig, dann noch einige Zeit weiter kochen lassen.

Nach Wunsch noch einen kleinen Schuss Rum in die fertige Masse geben und alles gut verrühren. Dann noch etwas Öl einrühren, so verschwindet eventueller Schaum.

Das Kirsch - Marmelädchen nun in die vorbereiteten Gläser bis kurz unter den Rand einfüllen und den Deckel sofort handfest aufdrehen. Fertig ist ein leckerer Fruchtaufstrich. 

Beim Abkühlen "knackt" der Deckel. Das ist das Zeichen, dass das Glas gut verschlossen ist. Nach dem Abkühlen die Gläser noch beschriften, fertig ist ein leckerer Fruchtaufstrich.


** mein Tipp zum Entkernen: schon meine Mutter nahm dazu eine große Sicherheitsnadel. Mit dem runden Ende fährt man am Stielansatz in die Kirsche hinein und "hebelt" damit den Kern heraus. Das geht sehr gut und hat man den Bogen mal raus, dann geht es recht schnell.


So wird der Kirschkern mit dem Ende einer Sicherheitsnadel entfernt.


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die Sauerkirschen sind gepflückt - daraus wird ein leckeres Marmelädchen


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ca. 2.500 g Kirschen mussten entsteint werden

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Mittwoch, 24. Juni 2020

leckere Spargel - Möhren - Quiche mit Eierguss

Bevor es keinen Spargel mehr gibt, habe ich noch schnell eine Quiche gebacken. Beim örtlichen Spargelhof gab es günstigen Bruchspargel und Möhren hatte ich noch im Haus. Und gerade "unschöner" Bruchspargel eignet sich für dieses Rezept besonders gut, weil der Spargel für dieses Rezept in 1cm dicke Stücke geschnitten wird.

Für eine 30cm Quiche benötigt man:




Spargel - Möhren - Quiche, (30cm Tarteform):
  • 1 Packung Quiche- /Tarteteig aus dem Kühlregal
  • ca. 1kg Bruchspargel
  • 2 dicke Möhren
  • 2 Esslöffel "8 - Kräuter" - Mischung aus dem Tiefkühlfach
  • ca. 100 g Pizzakäse

  • 4 Eier, Gr. L
  • ca. 3 Esslöffel Joghurt 3,5%ig
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver und frisch geriebene Muskatnuss

Eine Tarteform mit Backpapier auslegen, den Quicheteig ausrollen und die Form damit auslegen. Sollte man nur rechteckigen Quicheteig bekommen, kein Problem. Einfach den Teig zum Quadrat legen und ausschneiden, das Quadrat in die Form legen, den übrig gebliebenen Rest vierteln und an das Quadrat legen und festdrücken. Mit eventuellen Überständen die Lücken schließen. So reicht der Teig wunderbar für die runde Tarteform.

Den Spargel schälen und in 1cm lange Stücke schneiden. Die Möhren schälen, der Länge nach vierteln und dann in 5mm dünne Scheiben schneiden. Die Gemüse werden NICHT vorgekocht und bleiben roh. So ist das Gemüse später "al dente" und nicht weichgekocht. 

Den Backofen auf 180 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Auf dem Teig etwas Käseraspel verteilen. Dann die Möhren und den Spargel gleichmäßig auf dem Käse verteilen. Die Kräuter darüber streuen.

Die Eier verquirlen und mit Salz, Pfeffer, etwas Paprikapulver und geriebener Muskatnuss würzen. Dann den Joghurt unterrühren. Den Eierguss über die Gemüse verteilen und zuletzt noch etwas Käse aufstreuen. 

Die Quiche im unteren Drittel des vorgeheizten Backofens in ca. 30 - 40 Min. golden backen.



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Samstag, 20. Juni 2020

mein "Grünes Dessert mit Amaretto"

Das gab es auch noch nie. Ich hatte von einer Torte Rührteigkrümel übrig. Denn für die grüne Waldfrucht - Sahne - Torte musste der Rührteigboden ausgehöhlt werden und für die Fertigstellung wurden nicht alle Krümel benötigt. So hatte ich folglich noch Krümel übrig. Und aus denen habe ich dann ein sehr leckeres Dessert zubereitet.

Unsere Freunde, die zu Besuch waren, waren von diesem Dessert auch ganz angetan. Und sie fragten sich natürlich, mit was das Dessert denn so schön grün gefärbt wurde. Auf Spinat wäre so schnell niemand gekommen und da sie mit Gemüse im Kuchen keine Probleme haben, waren sie auch nicht skeptisch, ob das überhaupt schmeckt. Aber das Grüne Dessert überzeugte im Geschmack. Und so habe ich es zubereitet:




man nehme für mein "Grünes Dessert mit Amaretto" , 4 Portionen
  • 2 Tassen grüne Rührteigkrümel *
  • 2 Esslöffel selbstgemachter Amaretto °
  • 1 Esslöffel  Rum°
  •  
  • 200 ml Sahne
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 1 Tütchen Sahnesteif
  •  
  • etwas Schokostreusel
  • einige Amarettini

die fein zerkrümelten Rührteigkrümel werden mit dem Amaretto und dem Rum beträufelt und gut vermengt.

° Sollten Kinder mitessen, dann unbedingt den Alkohol weglassen und stattdessen Apfelsaft nehmen.

Die Sahne mit dem Zucker und dem Sahnesteif schön steif schlagen, die getränkten Krümel nach und nach unter die Sahne ziehen und alles gut mischen.

In vier Portionsgläser füllen. Bis zum Servieren abgedeckt in den Kühlschrank stellen und alles gut durchziehen lassen. 

Vor dem Servieren nach Wunsch mit Schokodekor und Amarettini verzieren. Da kann man nur noch guten Appetit wünschen.



* für den Rührteigboden:
  • 250 g Blattspinat, tiefgekühlt
  • 90 ml Rapsöl

  • 2 Eier, Gr. L
  • 100 g Zucker
  • 10 g Vanillezucker 
  • 10 g Zitronenzucker 
  • 1 Prise Vanillesalz 

  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 200 g Dinkelmehl 630er
  • knapp 1 Teelöffel Backpulver

den Spinat auftauen, feste ausdrücken und fein pürieren. Sollte das nicht so klappen wie gewünscht, dann nach und nach das Öl zugeben und zusammen alles fein mixen.

Einen runden Backrahmen (20cm) mit Backpapier einschlagen und den Backofen auf 170°C Ober- / Unterhitze vorheizen. 

Die Eier mit dem Zucker und dem Salz dickcremig aufschlagen. Das Mehl mit den Mandeln und dem Backpulver mischen. Die Mehlmischung und das Spinatmus nach und nach unter die Eimasse ziehen. Alles in die vorbereitete Form füllen und glattstreichen.

Im vorgeheizten Ofen mittig ca. 30 - 35 Min. backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Boden durchgebacken ist. Ihn auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. 

Dieser Kuchenboden wurde für meine grüne Waldfrucht - Sahne - Torte  benötigt. Dafür wird der Boden ausgehöhlt, ein Teil der Krümel kam in die Sahneschicht der Torte und ein Teil der Krümel blieben übrig. 

Aus diesen übrig gebliebenen Krümeln habe ich das Dessert kreiert.


Das "Grüne Dessert mit Amaretto" und kleinen Amarettini war fertig zum Servieren.








Mittwoch, 17. Juni 2020

fruchtiger Erdbeer - Tomaten - Ketchup

Frische Erdbeeren gibt es ja reichlich und man ist auch wieder mitten in der Grillsaison. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Von daher möchte ich euch heute ein leckeres Ketchup vorstellen, was auch sehr gut zu Pommes, zum Steak und zum Hamburger passt. Es ist ein fruchtiges Erdbeer - Tomaten - Ketchup. Und natürlich selbst gekocht.
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Das Rezept fand ich 2017 in meiner Lieblingszeitschrift "Einfach Hausgemacht"*. Ich liebe diese Hefte, die alle 2 Monate neu auf den Markt kommen, sie sind immer so liebevoll gestaltet und enthalten wunderbare Rezepte und Anregungen. Und so probiere ich doch das ein oder andere schon mal aus.

Nun aber zurück zum Ketchup. Man ist ja immer skeptisch, wie solch ein Ketchup schmecken wird, aber alle, die diesen Ketchup bei uns zum Homemade Hamburger gekostet haben, waren begeistert. Der Ketchup ist schön fruchtig, nicht zu süß und schön würzig. 

Wer sich nun traut und eine Flasche Ketchup auch kochen möchte, für den habe ich das Rezept hier aufgeschrieben:



🍓🍅  Erdbeer - Tomaten - Ketchup 🍓🍅 
  • 400 g Erdbeeren, grob gewürfelt
  • 400 g pürierte, aromatische Tomaten (oder passierte Tomaten aus der Packung)
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 110 ml Apfelessig
  • 110 g Roh - Rohrzucker (brauner Zucker)
  • 1/2 - 1 Teelöffel Salz

  • 1/2 Teelöffel Senfkörner
  • 5 Nelken
  • 4 Pimentkörner
  • 8 schwarze Pfefferkörner
  • 1/4 Stange Ceylonzimt

  • etwas Pfeffer, Zucker und Salz zum Abschmecken
  •  
  • evtl. etwas Stärke oder Mondamin zum Andicken
die Erdbeeren mit den Tomaten in einen großen Topf geben, die Zwiebelwürfelchen  zusammen mit dem Essig, dem Zucker und dem Salz dazugeben. Die Gewürze in einen Teebeutel füllen und auch in die Masse hängen. Jetzt alles zum Kochen bringen und ca. 40 Min. auf kleiner Flamme leise köcheln lassen. Achtung, es darf nichts ansetzen. Immer wieder rühren. Den Gewürzbeutel entfernen, die Masse mit einem Mixstab fein pürieren und wer möchte gießt alles noch durch ein feines Sieb. 

Die Mischung kann jetzt noch nach Wunsch und Geschmack mit Pfeffer, Salz und/oder Zucker abgeschmeckt werden. Dann alles nochmals aufkochen lassen. Sollte einem der Ketchup zu dünnflüssig sein, dann kann man ihn noch mit etwas Stärkemehl bzw. Mondamin, aufgelöst in etwas kaltem Wasser, bis zur gewünschten Konsistenz andicken.

Das fertige Ketchup sofort in sterilisierte Flaschen oder Gläser füllen und sofort verschließen. Nach dem Abkühlen dunkel aufbewahren, damit die Farbe erhalten bleibt. Geöffnete Flaschen in den Kühlschrank stellen und alsbald verbrauchen.

Rezept nachgekocht aus dem Heft "Einfach Hausgemacht" drei/2017 




🍓🍓🍓🍓🍓

falls ihr noch süße Rezepte mit Erdbeeren sucht, dann schaut doch mal hier vorbei:

Sonntag, 14. Juni 2020

einfache, knusprige Herzwaffeln . . . und die "Bergische Kaffeetafel"

Wir hatten mal wieder Lust auf Waffeln, dieses mal aber keine Belgischen Waffeln, sondern Lust auf einfache Herzwaffeln. Das Rezept hatte ich schon ewig nicht mehr gebacken und so war es mal wieder an der Zeit das alte Herzchen - Waffeleisen aus dem Schrank zu holen. Leider ist mir das Waffeleisen kurz vorm Ende noch kaputt gegangen. Schade, ich hatte es erst 40 Jahre in Gebrauch . . .




für ca. 12 Waffeln benötigt man:
  • 150 g weiche Butter
  • 120 g Zucker *
  • 4 Eier, Gr. L
  • 350 g Dinkelmehl 630er
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Prise Zimt
  • etwas Vanillepaste
  • ca. 180 - 200 ml Wasser
die Butter mit dem Zucker schaumig rühren und nach und nach die Eier zugeben und unterrühren.  Das Backpulver mit dem Mehl vermischen, ebenso das Salz und den Zimt zugeben. Nach und nach unter die Butter-Eier-Mischung rühren und das Wasser zugeben. Der Teig soll recht dünnflüssig sein.

* Wer die Waffeln etwas süßer möchte, nimmt 150 g Zucker.

Im heißen Waffeleisen die Waffeln goldbraun ausbacken und auf einem Kuchengitter gut auskühlen lassen. So bleiben sie knusprig.

Beim Schreiben des Beitrages habe ich gesehen, wir hatten als Deko den Puderzucker ganz vergessen . . . Aber die Waffeln schmeckten auch ohne.




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die "Bergische Kaffeetafel"

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Bei uns im Bergischen Land werden sehr gerne Waffeln serviert. Besonders gerne im Rahmen einer "Bergischen Kaffeetafel". Diese Spezialität bekommt man in manchen Restaurants und Cafés im Raum Velbert - Wuppertal - Solingen. Die Bergische Kaffeetafel ist sehr üppig, wird meist im größeren Rahmen mit mehreren Personen verspeist und muss meist vorbestellt werden. Aber was gehört zur Bergischen Kaffeetafel?

Zur "Bergischen Kaffeetafel" gehören viele leckere Sachen und eine "Dröppelminna". Diese regionale Spezialität ist sehr üppig und wird noch gerne im Bergischen Land gepflegt. Es gehören nicht nur Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne dazu, sondern auch noch Rosinenstuten, Schwarzbrot und/oder Pumpernickel. Dazu Butter, Honig, Rübenkraut (Zuckerrübensirup) oder Apfelkraut, süßer Milchreis (stiefen Ries bzw. Dicker Reis) mit Zimt und Zucker und Quark (Klätschkies). Der Kaffee kommt dann aus der "Dröppelminna" und wird am Tisch ausgeschenkt. Je nach Anlass kommt noch für die Liebhaber der deftigen Sachen noch Rührei, Blut- und Leberwurst sowie Gouda dazu. Man muss also nicht verhungern . . . 



Das sind hier so genannte "Dröppelminnas". Kaffeekannen, wie man sie früher bei der Bergischen Kaffeetafel benutzte. Meist sind sie aus Zinn, selten aus Silber, aber immer aus Metall. Diese Kanne * mit Kran beherbergte den Kaffee und wurde durch ein Stövchen warmgehalten. Wollte man etwas "guten Bohnenkaffee", dann konnte die Dame des Hauses oder eine Bedienstete den Kaffee durch den Hahn abzapfen. Meist verstopfte er und der Kaffee kam nur tropfenweise heraus. Er "dröppelte" (tropfte), sodass diese Kanne im Bergischen Land "Dröppelminna" genannt wurde.

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Freitag, 12. Juni 2020

Spargel - Gemüsetopf mit Hackbällchen

In der Spargelzeit essen wir sehr gerne Spargel, Schnitzel und Sauce Hollandaise. Aber nicht nur klassisch schmeckt der Spargel sehr gut, sondern auch im folgenden Gemüsetopf.

Der leckere Spargel-Gemüsetopf mit Hackbällchen ist immer wieder sehr lecker. Der Topf ist nicht zu arbeitsaufwändig und er schmeckt. . . hmm. . . wunderbar.

Obwohl es nur sehr wenige und unspektakuläre Zutaten sind, schmeckt das Ergebnis doch unerwartet gut. Klasse ist auch, dass die Hackbällchen sehr locker sind, obwohl kein Ei zur Bindung enthalten ist. Man sollte sie nur recht kräftig abschmecken, dann schmecken sie besonders gut. Wichtig ist in diesem Gericht auch der Schnittlauch. Also bitte nicht vergessen oder weglassen.








Spargel - Gemüsetopf mit Hackbällchen,  für 4 Personen

für den Gemüsetopf:

  • 8 Stangen weißer Spargel
  • 8 Stangen grüner Spargel
  • 4 mittlere Möhren
  • 3 mittlere Kartoffeln
  • 1 mittlere Kohlrabi
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • evtl. etwas Stärke zum Binden
  • 1/2 Bund Schnittlauch

  • etwas Butter oder Rapsöl
  • evtl. etwas Speisestärke zum Binden der Sauce

für die Hackbällchen: 

  • 250g Rinderhack
  • 3 Eßl. Magerquark (oder Schmand oder Frischkäse)
  • 2 Eßl. Paniermehl
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1/2 Bund Schnittlauch

  • etwas Rapsöl

für die Bällchen alles vermengen und würzig abschmecken. Kleine Bällchen formen und in einer Pfanne kurz anbraten, Beiseite stellen.

für den Gemüsetopf alle Gemüse waschen, schälen und in gleichgroße Stücke schneiden. Möhren-, Kartoffel- und Kohlrabiwürfel in etwas Butter in einem Topf andünsten. Mit ca. 250 ml Brühe ablöschen, dann die weißen Spargelstücke dazugeben und die Hackbällchen oben auflegen, den Topf mit einem Deckel verschließen und alles ca. 15 Min. leise garen. 5 Min. vor Ende der Garzeit die grünen Spargelstücke dazugeben, kurz aufkochen, die Sahne angießen und zu Ende kochen. 

Wenn alles gar ist, den Gemüsetopf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Evtl. noch mit etwas Speisestärke andicken, wenn man die Sauce etwas sämiger mag. Als letztes den restlichen Schnittlauch dazugeben, fertig, lecker. Guten Appetit.

Tipp: man kann das Gericht auch sehr gut einfrieren - und es schmeckt auch aufgewärmt sehr gut.



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Mittwoch, 10. Juni 2020

Karins "Affogato al caffè"

In unserem letzten Südtirolurlaub waren wir wie immer viel wandern. Bei einer gemeinsamen Wanderung mit unseren Südtiroler Freunden hat meine liebe Freundin Irmi auf der Steinrast-Alm* hoch oben im Ultental einen "Affogato" nach dem Essen bestellt. Ich habe sie ganz irritiert angeschaut, weil wir einen Affogato gar nicht kannten. Sie erklärte mir, dass das ein typisch italienisches Dessert nach einem guten Essen sei und man ihn auch in Südtirol sehr gerne trinken/essen würde. Ich war ganz erstaunt, Affogato war uns bis dato auf keiner Speisekarte aufgefallen. Da fährt man schon seit Anfang der 1980er Jahre nach Südtirol und lernt immer noch etwas Neues kennen.
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Aber total egal, ich hab den Affogato nicht vergessen und endlich habe ich es auch geschafft, einen Affogato zu Hause zu kreieren. Mit unserem neuen Maschinchen klappt das jetzt besonders gut und was soll ich sagen, er ist mega lecker geworden. Schnell zubereitet, sehr, sehr lecker und sehr zu empfehlen.

Jetzt fragt sich mancher bestimmt, was ist denn nun ein Affogato? Affogato heißt "ertrunken" und das Eis ertrinkt hier quasi im Espresso.

Ein normaler "Affogato al caffè" ist heißer Espresso mit einer Kugel Vanilleeis und vielleicht noch etwas Pistazien oder Kakao als Deko. Das ist im Grunde genommen schon alles. Die Luxusversion hat laut Irmis Rezept* noch den Zusatz von etwas Alkohol bzw. Likör. Entweder Amaretto, Grappa, Zwetschgenbrand oder auch Schokoladen-Kaffeelikör.

Als ich spontan die Idee zum Affogato jetzt hatte, hatte ich weder Vanilleeis noch Kaffeelikör. Egal, meine Version war auch super lecker. Wie ich ihn zubereitet habe verrate ich euch jetzt:





Karins "Affogato al caffè", 1 Portion


Die Kugel Eis in ein Dessertgläschen geben und etwas Amaretto darüber geben. Nun mit einem frisch gebrühten Espresso aufgießen und fertig ist der Affogato. Dazu einige Amarettini und man kann sofort genießen. Lasst es euch schmecken. 





aus einem Espresso, Amaretto und Eis wird ein Affogato



Die Jausenstation "Steinrast Ulten" in 39016 Sankt Walburg/Ultental in Südtirol.


nach dem vorzüglichen Essen gab es noch einen Grappa . . . 





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