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Freitag, 1. Dezember 2017

eine schöne Adventszeit


heute habe ich mal ein nicht ganz ernstzunehmendes Gedicht aus dem fiktiven Ort Stenkelfeld für euch. Es beschreibt den jährliche Wahnsinn mit der Weihnachtsbeleuchtung in unseren Städten.

Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit und viel Spaß beim Lesen der Geschichte:

🎄🎄🎄🎅🎅🎅🎄🎄🎄

Weihnachtsbeleuchtung in der Reihenhaussiedlung Önkelstieg

Auch in diesem Jahr häufen sich Katastrophenmeldungen von Ereignissen, die auf zu exzessiven Gebrauch von Weihnachtsdekoration zurückzuführen sind:

Sonntag: 1.Advent 

10.00 Uhr.
In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg lässt sich die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.
10 Uhr 14:
Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10-armigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Onkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.
19 Uhr 03:
Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Hocklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stenkelfeld-Nord, ist aber zunächst arglos.
20 Uhr 17:
Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten, durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens, an das Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.
20 Uhr 56:
Der Diskothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensemble Metropolis das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 40 Meter Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröckelt.
21 Uhr 30:
Im Trubel einer Club-Feier im Kohlekraftwerk Sottrup-Hocklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.
21 Uhr 50:
Der 85-Jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs Varta Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tief hängende Wolkendecke.
22 Uhr 12:
Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Kleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Onkelstieg. Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Brohrmeyer gelandet.
22 Uhr 37:
Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstrasse Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel, die Experten in Houston sind ratlos.
22 Uhr 50:
Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerks Sottrup-Hocklage, der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.
23 Uhr 06:
In der taghell erleuchteten Siedlung Onkelstieg erwacht Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen.
Um genau 23 Uhr 12
betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.
23 Uhr 12 und 14 Sekunden:
In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Hocklage wie Donnerhall. Durch den stockfinsteren Ort stapften irre, verwirrte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.

. . . und hier die Hörversion bei Youtube:




Text von "Stenkelfeld". Genaue Infos dazu hier bei Wikipedia:    https://de.wikipedia.org/wiki/Stenkelfeld

Mittwoch, 22. November 2017

dunkel war's, der Mond schien helle . . . ein Scherzgedicht

Geht es euch auch manchmal so? Man hört ein Gedicht aus seiner Kindheit, oder nur einen Satz daraus, und schon kann man das ganze Gedicht aufsagen. Wie aus der Pistole geschossen. So geht es mir jedes Mal, wenn ich das Gedicht "dunkel war's, der Mond schien helle" höre. Ich glaube, man könnte mich nachts wecken und ich würde es sofort runterrasseln. . . Allerdings nur die ersten 5 Strophen. Ich habe dann mal im Internet rumgewühlt und doch tatsächlich noch 6 weitere Strophen gefunden. Schon als Kind faszinierte mich das Gedicht. Meine Mutter und ich haben es oft aufgesagt und meine Oma konnte es auch schon. Herrlich. Ich fand es immer lustig, diese Gegensätze, die ja nicht sein können. Vor allem die alte Schrulle mit der Stulle fand ich gut. Ach ja, lang, lang ist's her. . .
Weil ich das Gedicht heute immer noch lustig und amüsant finde, habe ich es heute mal  für euch aufgeschrieben. 





Dunkel war's, der Mond schien helle,
schneebedeckt die grüne Flur,
als ein Wagen blitzesschnelle
langsam um die Ecke fuhr.

Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschoss'ner Hase
auf der Sandbank Schlittschuh lief.

Und auf einer grünen Bank,
die rot angestrichen war,
saß ein blondgelockter Jüngling
mit kohlrabenschwarzem Haar.

Neben ihm 'ne alte Schrulle,
zählte kaum erst sechzehn Jahr',
in der Hand 'ne Butterstulle,
die mit Schmalz bestrichen war.

Droben auf dem Apfelbaume,
der sehr süße Birnen trug,
hing des Frühlings letzte Pflaume
und an Nüssen noch genug.

Rings herum herrscht tiefes Schweigen
Und mit fürchterlichem Krach
Spielen in des Grases Zweigen
Zwei Kamele lautlos Schach

Und zwei Fische liefen munter
Durch das blaue Kornfeld hin
Endlich ging die Sonne unter
Und ein grauer Tag erschien.

Von der regennassen Straße
wirbelte der Staub empor.
Und der Junge bei der Hitze
mächtig an den Ohren fror.

Beide Hände in den Taschen.
hielt er sich die Augen zu.
Denn er konnte nicht ertragen,
wie nach Veilchen roch die Kuh.

Holder Engel, süßer Bengel,
furchtbar liebes Trampeltier.
Du hast Augen wie Sardellen,
alle Ochsen gleichen Dir.

Dies Gedicht von Goethe
schrieb Schiller abends in der Morgenröte
während er auf'm Nachttopf saß
und seine Morgenzeitung las.

Bildquelle: https://www.pinterest.de/pin/536069161876772060/


Freitag, 20. Oktober 2017

Wo kämen wir hin . . . mein Spruch des Tages


diesen Spruch vom Schweizer Lyriker Kurt Marti habe ich die Tage in der Zeitung gelesen und er hat mir so gut gefallen, dass ich ihn in ein Foto eingebettet habe. Somit ist dieser heute mein

 "Spruch des Tages"





Kurt Marti (* 31.Januar 1921 in Bern; † 11.Februar 2017) war ein Schweizer Pfarrer und Schriftsteller.





Mittwoch, 5. Juli 2017

Sabbel - Glas

Dieses Mal habe ich was komplett Unnützes und Verrücktes für euch. Und es ist sowas von unnütz. . . aber wer es sieht wird mit Sicherheit ein Schmunzeln oder Lächeln im Gesicht haben. Versprochen.

Manchmal braucht der ein oder andere von euch so etwas vielleicht mal . . . Als Party-Gag, als lustiges Mitbringsel oder als Deko auf dem Schreibtisch ist es sicherlich geeignet. Es passt auf jeden Fall neben das Glas "Geduldsfaden". Die Rede ist von einem sogenannten "Sabbel - Glas". Man könnte es auch "Laber-Glas" oder "Blabla-Glas" nennen oder auch einen anderen, regionalen Ausdruck für "sinnloses Geschwätz" nehmen. Jede Region hat bestimmt ihren eigenen, speziellen Ausdruck.

Das Glas funktioniert so:
Wenn einem keiner zuhört, dann macht man das Glas auf, sabbelt und redet soviel man will hinein, verschließt das Glas anschließend schnell. Dann stellt man es zur Seite bis Bedarf besteht. Wenn keiner mit einem spricht oder man keinen Gesprächspartner gerade zur Hand hat, dann öffnet man das Glas und kann sich sein altes Gesabbel in Ruhe anhören . . . 😊 . . . wenn das mal nicht bekloppt und unnütz ist . . . 



für ein   Sabbel - Glas   nehme man:
  • ein hübsches Schraubglas, Apothekerflasche oder ein Weithalsglas
  • Etikett
  • Filzstift oder Kugelschreiber
  • Klebstoff
Etikett mit dem Stift beschriften und auf das Glas kleben, fertig ist eine verrückte und unnütze Bastelidee . . . 





Freitag, 14. Oktober 2016

ein Glas "Geduldsfaden"

heute habe ich mal ein Kuriosum für euch. Denn ab und an benötigt man ein kleines Geschenk oder was Lustiges zum Schmunzeln. Aber was. . . Zeit um in ein Geschenkelädchen zu gehen hat man nicht, tja. . . was soll man da machen. Für diesen "Notfall" habe ich heute eine Ruckzuck - Bastelidee, sie passt auch ein wenig in die Abteilung "Upcycling". Man benötigt weniger als 5 Minuten. Es ist eine Bastelidee "in a hurry". Und ich wette, diese Zutaten für das kleine Geschenk hat wirklich jeder zu Hause.
Ihr fragt jetzt bestimmt, worüber redet sie eigentlich. . . hier die Auflösung. Ich rede über ein Glas "Geduldsfaden". Jeder kann so ein Glas bestimmt ab und an mal gebrauchen, weil einem der Geduldsfaden schon mal reißt. Also kann man bei Bedarf einfach ein Stück Faden entnehmen . . . Von daher denke ich mal, ist es eine nette Geschenkidee mit einem Augenzwinkern. . . und der Geduldsfaden kann einem ab und an auch mal reißen. . . 
Besonders geeignet ist dieses Glas vielleicht für "Schreibtischtäter". Man kann diese Deko der etwas anderen Art immer parat im Büro für Notfälle stehen haben.



für ein Glas "Geduldsfaden" benötigt man
  • 1 kleines Schraubglas
  • einige Stücke dicker Faden
  • ein kleines Etikett
  • Filzstift
  • Kleber oder Tesafilm
  • evtl. Deko für das Glas
einige Fäden in beliebiger Länge abschneiden, in das Glas legen, mit dem Deckel verschließen. Das Etikett beschriften und aufkleben. Das Glas evtl. noch weiter verschönern und fertig.





Montag, 10. Oktober 2016

Herbst ist . . .

dem ist nichts hinzuzufügen


ich wünsche euch eine schöne Woche


Dienstag, 22. September 2015

giggle of the day . . . wandern

ist der Spruch nicht herrlich? Dem ist doch nix hinzuzufügen. . . Wer ihn erdacht hat, kann ich nicht sagen. Ich habe ihn vor einiger Zeit im Schwarzwald am Ende eines Wanderweges gesehen und so musste man nach einer anstrengenden Wanderung doch schmunzeln. . . 


Freitag, 31. Juli 2015

giggle of the day - der Lauscher

was einem doch so alles vor die Linse kommt . . . dieses Ohr haben wir vor einiger Zeit an einem Haus am Niederrhein gesehen und mir kam prompt der Spruch "der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand" in den Sinn. Da ich die Kamera (fast) immer dabei habe, wurde das Ohr sofort im Bild festgehalten:


Donnerstag, 12. Februar 2015

LKW und Schweinekaffee ? ? ?

wenn man so durch die Lande fährt, dann findet man manche Kuriositäten, die ich gerne mit dem Fotoapparat festhalte. So auch in diesen beiden Fällen. 


In Albstadt/Zollernalbkreis in Schwaben habe ich in einer Metzgerei ein nettes Schild gesehen, auf dem von einem LKW die Rede ist. Für alle Nicht-Schwaben hier die Erklärung. Ein LKW ist in Schwaben die gebräuchliche Abkürzung für ein "Leberkäsweckle", sprich ein Brötchen mit einer dicken Scheibe heißem Leberkäse. . . lecker

Foto: https://www.facebook.com/schwabensause/photos/a.
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die Speisekarte rechts im Bild mit dem "Schweinekaffee" und dem "doppelten Schwein" habe ich in einem Café in der Bonner Innenstadt gesehen. Warum der Kaffee allerdings so heißt weiß wohl nur der Besitzer. . . 



Sonntag, 12. Oktober 2014

Herbst ist . . .


. . . dem ist nichts hinzuzufügen . . .