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Freitag, 7. August 2026

Limburger Aprikosen Vlaai

Als wir letztens Maastricht mal wieder einen kleinen Besuch abgestattet hatten, fielen uns wieder die vielen Vlaai auf, die in Cafés und Bäckereien angeboten und serviert werden. Ein Vlaai ist eine Art Flan aus Hefeteig mit Kompottfüllung. Egal ob es Aprikosen, Kirschen, Äpfel oder Pflaumen sind, lecker sehen sie alle aus.

In einer Bäckerei an der Bisschopsmolen waren etliche Vlaai im Schaufenster ausgestellt. Einer sah leckerer aus als der andere. Als ich dann im Schaufenster noch den Hinweis sah, dass man auf der Homepage Bisschopsmolen* auch Rezepte finden konnte, habe ich zu Hause gleich nachgeschaut. Und siehe da, etliche Rezepte waren zu finden, auch ein Rezept eines "Limburger Aprikosen Vlaai".

Laut Wikipedia* ist ein Limburger Vlaai* , ich zitiere, . . . "ein typisches Gebäck aus der niederländisch - belgischen Region Limburg. Die Zusammenstellung eines flachen Hefeteigs und einer Füllung aus angedicktem Fruchtkompott gilt als eine regionale Spezialität, die in erster Linie zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen, Familienfeiern, Feiertagen, etc. verzehrt wird. . . "

Das folgende Rezept eines Aprikosenvlaais* habe ich auf der Seite von Grainlabs* gefunden und als Anregung genommen.

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)


Frisch aus dem Backofen und noch warm.


Limburger Aprikosen Vlaai (nach einem Rezept von  grainlabs.nl*)

für eine Tarteform von 28 cm

  • 700 g entsteinte Aprikosen, grob gewürfelt **
  • 350 ml Wasser 
  • 130 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 50 g Stärkemehl (Mondamin)
Das Wasser mit dem Zucker, Salz und dem Stärkemehl gut vermischen, bis sich die Stärke aufgelöst hat. Unter Rühren zum Kochen bringen, etwas köcheln lassen und die grob gewürfelten Aprikosen untermischen. 
** ich hatte 500 g Aprikosen und 200 g Plattpfirsiche grob gewürfelt, was sehr gut geschmeckt hat.
Das Kompott noch einige Minuten köcheln lassen, damit die Früchte weich werden. Dann das Kompott in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Dann zum Durchkühlen und Festwerden in den Kühlschrank stellen. Das kann man sehr gut schon einen Tag vorher erledigen.
  • 500 g Dinkelmehl
  • 30 g frische Hefe oder  1 1/2 Päckchen Trockenhefe (11 Gramm)
  • 150 g weiche Butter 
  • 3 Esslöffel Zucker 
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 Ei, Gr. L, Zimmertemperatur 
  • 150 ml lauwarme Vollmilch
Das Mehl mit der Trockenhefe mischen, den Zucker und das Salz dazu geben und mit der weichen Butter, dem Ei und der Milch zu einem glatten Hefeteig verarbeiten, bis der Teig nicht mehr am Schüsselrand klebt.

Den Teig aus der Maschine nehmen, zu einer Kugel formen und abgedeckt ca. 20 Minuten gehen lassen. 

Eine Tarteform mit Backpapier und etwas Überstand auslegen. So kann man den fertigen Vlaai nach dem Backen besser der Form entnehmen.

Den Teig rund ausrollen (ca. 3mm dick) und in die Form legen. Darauf achten, dass unter dem Teig keine Luftblasen sind. Eventuelle Teigüberstände am Rand mit einem Messerrücken abschneiden.

Die kalte Kompottfüllung nun auf den Teigboden geben und glattstreichen.

Für den Deckel den restlichen Teig ausrollen (ca. 3 mm dick) und mit Kondensmilch (oder verquirltem Ei) bestreichen. Darauf dann den Zucker geben.

Mit einem Teigrädchen den Teig in ca. 2cm breite Streifen schneiden. Diese dann gitterförmig auf der Füllung verteilen, dabei den überflüssigen Zucker abschütteln. Eventuelle Teigüberstände abschneiden.

Den Kuchen nun ca. 30 Minuten gehen lassen.

Währenddessen den Backofen auf  200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den Kuchen in den vorgeheizten Backofen schieben, 2. Stufe von unten, und in ca. 15 bis 20 Minuten backen, bis er goldbraun ist.

Den Kuchen nach dem Backen sofort aus der Kuchenform nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.


für einen Vlaai von 22cm benötigt man laut grainlabs.nl* 

  • 300 g Dinkel-Flan-Teig für den Boden
  • 600 g Kompottfüllung
  • 50 g Dinkel-Flan-Teig für den Deckel
  • 1 Ei zum Bestreichen
  • Zucker für den Deckel

für einen 28 cm Vlaai (wie auf dem Foto oben) habe ich folgende Mengen genommen:

  • 480 g Teig
  • 1000 g Kompott
  • 200 g Teig für den Deckel
  • etwas Kondensmilch zum Bestreichen
  • Zucker für den Deckel


Der Vlaai mit Aprikosen - Plattpfirsichkompott vor und nach dem Backen. 



Ein Stück Aprikosen - Plattpfirsich Vlaai, lecker war's.


Limburger Vlaai im Schaufenster der Bäckerei De Bisschopsmolen.



Die Kirche Sint - Janskerk mit dem roten Turm und die Servatiusbasilika am Vrijthof in Maastricht.


Dienstag, 7. Juli 2026

meine Homemade Burger Buns

Fast immer, wenn es denn dann mal homemade Burger gibt, backe ich meine Buns selber. Sie sind recht schnell zu backen und was vor allem wichtig ist, sie sind wunderbar fluffig und doch fest, dabei saftig und nicht so "nichtssagend, weich und geschmacklos" wie manche gekauften Buns. 

Wir finden sie richtig klasse. Man kann sie auch sehr gut einfrieren.




Zutaten für fünf  Hamburger Buns
  • 10 g frische Hefe
  • 17 g brauner Zucker
  • 100 ml lauwarmes Wasser
  • 2 Eßl. Kondensmilch 4%, Zimmertemperatur

  • 250 g Dinkelmehl 630er
  • 4 g feines Salz
  • 40 g flüssige, aber nicht warme Butter
  • 30 g verquirltes Ei, Zimmertemperatur
  •  
  • für die Glasur:
  • das restliche verquirlte Ei, Zimmertemperatur
  • etwas Kondensmilch 4%, Zimmertemperatur
  • Sesam zum Bestreuen

die Hefe mit dem Zucker, der Milch und dem Wasser vermischen und kurz stehen lassen. 
In der Zwischenzeit das Mehl mit dem Salz vermischen, dann die Hefeflüssigkeit, das Ei und die Butter dazu geben und alles in der Küchenmaschine in ca. 10 Minuten zu einem glatten Teig kneten lassen. Den Teig zur Kugel formen, in eine bemehlte Schüssel geben, abdecken und an einem warmen Ort mindestens eine Stunde gehen lassen, bis sich der Teig sichtlich verdoppelt hat. 

Den Teig in fünf gleiche Teile teilen, ein Stück sollte so ca. 90 g wiegen.

Ein Backblech mit einem Backpapier belegen, die einzelnen Teigstücke mit bemehlten Händen zu einer glatten Kugel formen und rollen. Nähte sollte man keine sehen. Mit großem Abstand auf das Blech legen und jede Kugel gleichmäßig flach drücken, die Teigdicke sollte ca. 1 cm hoch sein.

Die Teigruhe beträgt jetzt erneut ca. eine Stunde, bis sich die Buns deutlich vergrößert haben. Den Ofen auf 200 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen und die Buns mit der Glasur bestreichen, Sesam nach Wunsch aufstreuen.

Im gut vorgeheizten Ofen werden sie nun ca. 15 - 20 Minuten golden gebacken. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Die Buns vor dem Belegen durchschneiden und auf der Schnittseite kurz grillen, damit die Schnittfläche schön knusprig wird und die Saucen des Hamburgers nicht gleich das Brötchen durchweichen. Dann nach Wunsch belegen.

🍔🍔🍔🍔🍔


Sah der fertige Burger nicht zum Anbeißen aus? 

Sandwich- und BBQ-Sauce, Guacamole, Romanosalat, gegrilltes Rinderhackpatty, gebratener Bacon, Cheddarkäse, Sandwichgurken, Jalapenos (für extra Schärfe). . . ich hoffe ich habe bei der Aufzählung nix vergessen . . . jedenfalls war der Burger megalecker. Alle waren begeistert.








Freitag, 17. April 2026

Pizza spinaci e aglio - Pizza Spinat und Knoblauch

Alle lieben Pizza und die Auswahl ist riesig. In mancher Pizzeria schmeckt die Pizza spitzenmäßig, in anderen auch mal nicht ganz so gut. Das ist dann immer besonders ärgerlich.

So gibt es bei uns meist selbstgemachte Pizza. Wir haben schon seit ca. 20 Jahren einen kleinen "Alfredo" Pizzaofen, der jede Pizza auf einem runden Pizzastein sehr gut backt. Der Boden wird schön knusprig und die Pizza schmeckt (fast) so wie in einer guten Pizzeria mit Holzbackofen.

In letzter Zeit backe ich den Teig gerne mit 00er Manitobamehl. Das ist eine spezielle proteinreiche Weizensorte, die auch gerne in Italien genommen wird. Aber "normales" Mehl, Dinkelmehl 630er bzw. Pizzamehl geht selbstverständlich auch.

Ab und an backe ich die Pizza aber auch als Blechpizza im Backofen, dann verwende ich die Pizzastufe. Der Teig hier reicht dann auch für ein Backblech.

Wenn ich aber den "Alfredo" nehme, dann helfe ich mir mit einer Dauerbackfolie, auf der ich die Pizza ausrolle und komplett belege und in den Ofen befördere. Die Pizza plus Folie lege ich dann auf den vorgeheizten Backstein, schließe den Deckel und nach knapp einer Minute öffne ich den Deckel, ruckel an der Pizza und wenn sie rutscht, dann ziehe ich die Folie direkt unter der Pizza weg. So verrutscht die dünne Pizza auch nicht auf dem Weg in den Ofen. Sie anderweitig auf den Stein zu befördern hat bei mir nie geklappt, von daher ist mir die Dauerbackfolie eingefallen. Die Folie hält den kurzen Moment im Alfredo auch gut aus, ich habe jedenfalls nichts gegenteiligen bisher bemerkt. Die Pizza backe ich dann nach Sicht, sie muss ggfls. im "Alfredo" etwas gedreht werden, damit alles schön backt. Backzeit ist ca. 7 Minuten.


Pizza Spinat und Knoblauch

🍕🍕🍕


Knusprig und dünn, so muss die Pizza sein.


Pizza spinaci e aglio - Pizza Spinat und Knoblauch 2 Pizzen

  • 280 g Pizzamehl 00er oder Manitobamehl 00er
  • 180 ml lauwarmes Wasser
  • 7 g frische Hefe
  • 7 g Salz
  • 1 Esslöffel natives Olivenöl 
  •  
  • 1 Esslöffel Tomatenmark, 2-fach konzentriert
  • ca. 150 ml passierte Tomaten
  • 2 mittlere Knoblauchzehen, fein gerieben
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 gehäufter Teelöffel Oregano
  • etwas Italienische Kräuter, getrocknet
  • 1 dicke Knoblauchzehe, fein gerieben
  • Chiliflocken (falls man es schärfer mag)
  •  
  • 200 g Mozarella oder Pizzakäse

  • ca. 200 g Blattspinat, aufgetaut
  • Pfeffer
  • Salz
  • Muskatnuss
  • 2 dicke Knoblauchzehen, fein gerieben
  •  
  • etwas natives Olivenöl zum Beträufeln 


Achtung: Der Pizzateig wird einen Tag vorher hergestellt und zum Reifen in den Kühlschrank gestellt.

Die Hefe in etwas Wasser auflösen, mit dem Öl zum Mehl geben und in der Küchenmaschine soviel Wasser zugießen, bis sich der Teig so langsam bildet. Dann das Salz zugeben und die Maschine weiterkneten lassen bis alles geschmeidig ist und der Teig nicht mehr am Schüsselrand klebt.

Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz kneten und zur Kugel formen. Die Schüssel leicht mit etwas Öl ausstreichen, den Teig hineingeben, mit etwas Öl bestreichen und mit einem Deckel verschließen. 

Den Teig dann für ca. 24 bis 30 Stunden in den Kühlschrank stellen. Der Teig sollte sich dann verdoppelt haben. 


Wenn man Pizza nun backen möchte, den Teig ca. eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.

Für die Pizzaiola das Tomatenmark mit den passierten Tomaten und allen Gewürzen und dem Knoblauch  verrühren und pikant abschmecken.

Den aufgetauten Spinat ggfls. ausdrücken, er sollte nicht zu nass sein, und mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss würzen. Den Knoblauch fein reiben.

Den Backofen auf höchster Pizzastufe (ca. 270°C) oder einen Pizzaofen nach Herstellerangabe  vorheizen. 

Den Teig halbieren und jedes Teigstück zu einem runden, dünnen Pizzafladen mehr drücken als ausrollen. Rundherum einen Rand stehen lassen.

Die Pizzaiola auf der Pizza verstreichen, dann den Pizzakäse darauf verteilen. Nun kommt der Spinat und der Knoblauch an die Reihe. Abschließend etwas Olivenöl darüber träufeln. 

Die Pizza in den heißen Ofen schieben und ca. 7 - 10 Minuten backen, bis der Rand golden gebräunt ist und alles blubbert.

Den Vorgang mit der zweiten Pizza wiederholen. 




🍕🍕🍕



🍕🍕🍕






Dienstag, 17. März 2026

selbstgebackene Aufbackbrötchen

Vor einiger Zeit hatte  ich im TV gesehen, dass man ohne Probleme und relativ schnell selber so genannte "Aufbackbrötchen" selber backen kann.  Der Brot-Sommelier Patrick Zimmer * stellte das Rezept vor und ich hab gedacht, das sieht alles so einfach aus, das teste ich mal.

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Gesagt, getan, hier ist das Rezept. Die Brötchen sind sehr lecker geworden und einen Teil hatte ich nach dem Auskühlen gleich in den Froster gelegt. Zwei hatten wir einige Tage später zum Frühstück auf dem Toaster aufgebacken.



Selbstgebackene Aufbackbrötchen  (Rezept von Patrick Zimmer

Zutaten für  8 Brötchen:

  • 500 g Weizenmehl Type 550 (ich habe Dinkelmehl 630er verwendet)
  • 10 g Salz 
  • 8 g Zucker
  • 6 g frische Hefe
  • 350 ml Wasser

  • 1 Esslöffel neutrales Öl

Mehl mit Salz und Zucker in eine große Schale geben.

Die Hefe im Wasser auflösen und alle Zutaten gut durchkneten, bis ein glatter Teig entsteht.

Eine große Frischhaltedose innen mit etwas Öl einreiben, den Teig hinein legen und die Dose mit Deckel verschließen. Anschließend kommt die Dose für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank. Das macht man am besten über Nacht, damit man die Brötchen morgens frisch aufbacken kann. Ich habe den Teig fast 24 Stunden im Kühlschrank gelassen und die fertigen Brötchen wurden durch das lange Reifen sehr aromatisch.

Nachdem der Teig gegangen ist, die Arbeitsplatte und den Teig bemehlen und 8 Teiglinge daraus portionieren. Ich habe jedes Brötchen rund gewirkt und mit dem Teigschluß nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt. Oder man nimmt die Teigenden und schlägt sie nach oben übereinander und legt das Brötchen dann aufs Blech.

Den Backofen auf 250 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Eine hitzefeste Schale mit heißem Wasser mit in den Ofen stellen.

Das Blech mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und die Brötchen für etwa 13 bis 17 Minuten in den Ofen geben bis sie die gewünschte Bräunung haben.

Tipp: Feuerfestes Schälchen mit Wasser in den Ofen stellen. Der Wasserdampf sorgt für einen schönen Glanz und eine knusprige Kruste. 

Tipp vom Profi: Die Brötchen können als Aufbackbrötchen eingefroren werden. Dafür reduziert man die Backzeit auf etwa acht bis zehn Minuten und lässt die halbgebackenen Brötchen anschließend vollständig auskühlen. Dann kann man sie in einer luftdichten Verpackung einfrieren. Bei Bedarf lassen sich die tiefgefrorenen Brötchen bei 250 C° Ober-/Unterhitze wieder aufgebacken. Dafür ist ein Vorheizen des Ofens nicht nötig. Backzeit – je nach Ofen: zehn bis 15 Minuten.

oder mein Tipp: Ich hatte die fertig gebackenen Brötchen nach dem Auskühlen direkt in einen gut schließenden Ziplockbeutel gelegt, die Luft herausgedrückt und dann  eingefroren. Zwei der Brötchen habe ich dann am späten Abend vorher herausgelegt (im Beutel gelassen) und morgens auf dem Brötchenaufsatz des Toasters beidseitig kurz aufgebacken. Das ging ohne Probleme und die Brötchen schmeckten wie frisch gebacken.


die Brötchen vor und nach dem Backen















Freitag, 6. März 2026

Marcels Hefekranz mit Marzipan und Nüssen

Wir hatten jetzt Lust auf etwas Leckeres zum Nachmittagskaffee. Im Vorrat war noch eine Packung Marzipan und Haselnüsse wollten auch verbraucht werden. So habe ich jetzt einen Hefekranz mit Marzipan und Nüssen gebacken.

Das Rezept habe ich vom lieben Marcel Seeger, der im WDR bei "hier+heute" wöchentlich backt. Diesen Kranz hatte er letztens gebacken und da hatte ich mir das Rezept direkt abgespeichert.

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Der Teig ist mit der Maschine ohne Probleme flott geknetet, dann lässt man ihn ca. 50 Minuten an einem warmen Ort gehen. In der Zwischenzeit stellt man die Marzipancreme her. Nachdem der Teig dann ausgerollt und mit der Creme bestrichen ist, rollt man das Ganze auf, schneidet die Rolle der Länge nach auf und verdreht die beiden Teigstreifen und legt alles zu einem Kranz zusammen.

Ab in den heißen Ofen und nach rund 30 Minuten ist er auch schon fertig gebacken. Den lauwarmen Kranz bestreicht man dann noch mit Zuckerglasur und dem Schlemmen steht nix mehr im Wege.

Frisch gebacken schmeckt der Kranz natürlich am allerbesten. Er ist nicht zu süß, er ist schön fluffig und saftig und die Marzipan - Nussnote kommt wunderbar durch. 

Aber wenn man zu zweit ist, dann kann man leider nicht alles an einem Tag auffuttern. Obwohl unsere Nachbarin auch etwas Kuchen abbekam, blieb trotzdem noch recht viel übrig. So hatten wir an den zwei folgenden Tagen auch noch etwas zum Kaffee. Die Schnittflächen des Kranzes habe ich mit Folie abgedeckt, die Zuckerglasur hat den Kranz auch gut vor dem Austrocknen geschützt. Am ersten Folgetag war er noch recht saftig, am zweiten Tag wurde er (logischerweise) doch etwas trockener. Aber geschmeckt hat es trotzdem.

Ansonsten würde ich vorschlagen, den halben Kranz direkt nach dem Auskühlen gut verpackt und unglasiert einzufrieren. Bei Bedarf den Kranz im Ofen kurz aufbacken und wenn er dann nur noch lauwarm ist, ihn dann frisch zu glasieren. Dann schmeckt er mit Sicherheit wie frisch gebacken.


 

Der Kranz vor und nach dem Backen und glasiert.

    

Marcels Hefekranz mit Marzipan und Nüssen (nach einem Rezept von Marcel Seeger)

Zutaten für den Hefeteig:   

  • 125 ml lauwarme Milch
  • 15 g frische Hefe, zerbröselt
  • 350 g Dinkelmehl 630er
  • 30 g Zucker
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Ei (Gr. L)
  • 3 g Salz
  • etwas Vanille aus der Mühle

Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Mehl mit Zucker, Salz, Butter, Vanille und Ei vermischen und die Hefemilch dazu geben. Alles mit der Maschine zu einem glatten Teig kneten.

Den Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Das kann ca. 50 Minuten dauern.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten.

Zutaten für die Marzipan - Nussfüllung:

  • 200 g Marzipanrohmasse, in kleine Stücke geschnitten
  • 75 g gehackte Haselnüsse 
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei (Gr. L)
  • ca. 30 ml Milch
  • evtl. etwas Backkakaopulver zum Färben der Creme 

Das Marzipan in kleine Stücke schneiden und mit den Nüssen, Salz, Ei und Milch in einer Küchenmaschine zu einer streichfähigen Füllung verkneten oder pürieren. Ich habe die Masse in einem kleinen Multihacker fein püriert. Sollte die Masse recht fest sein, dann noch etwas Milch dazu geben, dass eine streichfähige Masse entsteht.

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit einem Stück Backpapier belegen.

Den gegangenen Hefeteig zu einem großen Rechteck (ca. 30 x 60cm) auf bemehlter Arbeitsplatte ausrollen. Die Füllung darauf streichen, rundherum aber ca. 2 cm Rand frei lassen.

Die Ränder dünn mit etwas Wasser bepinseln, dann den Teig von der langen Seite her zu einer gleichmäßigen Rolle formen. Diese der Länge nach mit einem scharfen Messer halbieren. Die beiden Hälften mit der Schnittfläche nach oben miteinander verflechten, dann den geflochtenen Teigstrang auf einem mit Backpapier belegten Backblech zu einem Kranz formen. Die Enden gut zusammen drücken, damit der Kranz nicht aufgeht.

Den Hefekranz im vorgeheizten Backofen in ca. 30 bis 35 Minuten goldbraun backen. 

Wenn der Kranz nur noch lauwarm ist, wird er noch mit Zuckerguss bestrichen.

Zutaten für die Glasur

  • Puderzucker
  • Zitronensaft

Den Puderzucker nach und nach mit etwas Zitronensaft verrühren, bis ein dickflüssiger Guss entstanden ist. Den Kranz damit bestreichen und die Glasur trocknen lassen.


Leider kann man die Marzipan - Nuss - Füllung in dem Kranz nicht so sehr erkennen, weil Teig und Creme die gleiche Farbe haben. Ich hätte die Creme vielleicht noch mit etwas Backkakao einfärben können/sollen . . ., dann hätte man den Swirl besser gesehen. 








Habt einen schönen Tag.



Freitag, 23. Januar 2026

leckere Frühstückshörnchen

Ab und an backe ich leckere Frühstückshörnchen. Diese Hörnchen sind wunderbar locker und fluffig, sie sind nicht trocken und erinnern mich immer an meine Kindheit. Als Kind bekam ich sehr oft, wenn ich mit meiner Mutter in der Stadt war, beim Bäcker ein leckeres Milchhörnchen. Manchmal denke ich, diese Milchhörnchen gibt es gar nicht mehr. Oder ist es einfach so, dass ich sie beim Bäcker nicht wahrnehme? Folglich bekomme ich ab und an mal wieder Lust so ein leckeres Hörnchen zu essen. 

Falls es euch auch so geht, ich habe hier ein erprobtes Rezept. Die Hörnchen sind so leicht und recht schnell gebacken, außerdem kann man sie wunderbar einfrieren.


 


leckere Frühstückshörnchen  16 Stück 

  • 125 ml lauwarme Vollmilch
  • 1/2 Würfel frische Hefe (= 20 g)
  • 500 g Dinkelmehl 630er *
  • 50 g Zucker 
  • 1/2 gestrichener Teelöffel  Salz
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Eiweiß
  • 250 g Magerquark 
  •  
  • 1 Eigelb
  • 1 Eßlöffel Vollmilch 


die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl mit dem Zucker und dem Salz gut vermischen, dann die Hefe-Milch, die weiche Butter sowie das Eiweiß und den Quark zugeben und alles in ca. 5 Min. zu einem glatten, weichen Teig kneten. Evtl. noch etwas Milch dazugeben. Der Teig soll allerdings nicht am Schüsselrand kleben.

Abgedeckt gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat. Das dauert ca. 30 - 60 Minuten. Den Teig noch einmal kurz kneten, halbieren und jeweils zur Kugel formen. Jede Kugel zu einer runden Platte von 35 cm Durchmesser ausrollen und diese jeweils in 8 Tortenstücke teilen. Jedes Tortenstück zum Hörnchen aufrollen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen, die Hörnchen darauf legen und ca. 30 Min. gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze oder 160°C Umluft vorheizen und das Eigelb mit der Milch verquirlen. Die gegangenen Hörnchen mit der Eiermilch bestreichen. Das Blech kommt sofort in den vorgeheizten Ofen, die Backzeit beträgt etwa 18 Minuten. Nach dem Backen die Hörnchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

* wer kein Dinkelmehl da hat, kann auch ohne weiteres Weizenmehl 550er oder 405er nehmen

Tipp: gleich die doppelte Menge backen und direkt nach dem Auskühlen gut verpacken und einfrieren. Dann hat man für das nächste Wochenende noch ein paar Hörnchen.

Tipp Nr. 2: für Schokohörnchen einfach ein Stückchen Schokolade vor dem Aufrollen auf den Teig legen.





hier kamen die Hörnchen frisch aus dem Ofen 



hier auf dem Kuchengitter konnten die Hörnchen gut auskühlen. Danach habe ich einige direkt in einen Ziplockbeutel gegeben und in den Froster gelegt. So habe ich fürs nächste Wochenende gleich ein paar frische Hörnchen, die nur noch kurz im heißen Ofen aufgebacken werden müssen.




Dienstag, 30. Dezember 2025

leckere Glücksklee und Glücksschweinchen wünschen euch ein gutes Neues Jahr

Schon wieder ist ein Jahr vorbei und Silvester ist da. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. 

Zum Jahreswechsel ist es fast überall Tradition, mit Schweinchen 🐷, Schornsteinfegern, Hufeisen, Fliegenpilzen 🍄und/oder Kleeblättern 🍀 Glück zu wünschen. Und geknallt wird um Mitternacht auch noch. Diese Silvesterfeuerwerke sehen ja immer sehr schön aus und werden von Jahr zu Jahr besser, aber ich hab es nicht so mit der Knallerei, von mir aus bräuchte es das nicht zu geben. Von daher kaufen wir schon seit ganz vielen Jahren kein Feuerwerk mehr. 

Ich backe lieber Glücksschweinchen bzw. Glücksklee aus Stutenteig als kleine Überraschung für den Jahreswechsel. So hat jeder für den Neujahrsmorgen etwas Leckeres zum Frühstück. Wir essen sie am liebsten mit "guter Butter" und Gouda. Aber auch mit Marmelade sind sie sehr lecker. Oder auch mit feiner Leberwurst. . . das schmeckt auch.

Ich wünsche euch von 💝 Herzen 💝 ein ganz besonders gutes, glückliches, erfolgreiches, gesundes und schönes Jahr 2026. Möge alles gelingen, was ihr euch vor nehmt. Alles Liebe und Gute wünsche ich euch !







🐷 Glücksschweinchen  🐷 aus Hefeteig   ca. 6 Stück

  • 500 g Dinkelmehl 630er
  • 85 g Zucker
  • 1 Teelöffel Salz
  • ½ Würfel frische Hefe (20g)
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 60 g zerlassene Butter 
  • 30 g verquirltes Ei (Ei bitte verquirlen und abwiegen)
  • 20 dicke Rosinen

  • restliches verquirltes Ei zum Teig bestreichen

die trockenen Zutaten werden vermischt. Die Hefe löse ich in etwas lauwarmer Milch auf, dann wird die Butter und das verquirlte Ei in die restliche lauwarme Milch gegeben und alles verrührt, bis sich die Butter gerade aufgelöst hat. Die aufgelöste Hefe mit der Butter-Ei-Milch-Mischung zum Mehl geben und alles mit der Küchenmaschine gründlich verkneten. Der Teig sollte nicht kleben. Abgedeckt gehen lassen, bis der Teig sich deutlich vergrößert hat.

Den Teig ca. 1cm dick ausrollen und Kreise (Durchmesser ca. 10cm) ausstechen und mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Aus dem restlichen Teig ebenso viele Kreise (ca. 5cm) ausstechen. Mit einem kleinen Apfelausstecher (1cm) 2 kleine Kreise für die Nasenlöcher ausstechen und die gelochten Kreise als Schnauze auf die großen Teile legen. Nochmals kleine Kreise ausstechen, diese vierteln und pro Schweinchen 2 Viertel als Ohren aufsetzen. Oberhalb der Schnauze kleine Löcher in den Teig piksen und die Rosinen als Augen einsetzen. Die Schweinchen mit dem restlichen verquirlten Eigelb bestreichen und ca. 30 Minuten gehen lassen. in der Zwischenzeit den Backofen auf 190°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Das Blech in die Mitte des vorgeheizten Ofens schieben und in ca. 20 Minuten golden backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

PS.: die Schweinchen sind auch schön für einen Kindergeburtstag 

Die Schweinchen schmecken gut mit frischer Butter und auch mit Marmelade oder jungem Gouda. Gouda ist aber mein Favorit. . . 

Tipp: aus dem Teig kann man sehr gut einen süßen Bergischen Stuten backen oder auch einen Hefezopf aus 6 Strängen.

🍀 Glücksklee 🍀 6 Stück

Die Glücksklee werden mit dem gleichen Teig hergestellt. Auch die Geh- und Backzeiten sind die gleichen.

Man rollt den Teig zu einer gleichmäßig dicken Platte aus, sticht für ein Kleeblatt vier gleichgroße Herzen aus und fügt diese mit etwas Wasser aneinander. Beim Backen kleben die Herzen zu einem Glücksklee zusammen. 









 In eigener Sache:

ganz herzlich möchte ich mich bei euch für die vielen Besuche auf meinem Blog bedanken. Ich freue mich sehr, dass ihr schon so lange meinem Blog folgt. Mittlerweile besteht er schon über 11 Jahre und er wurde schon über 3,03 Millionen mal angeklickt. Wahnsinn, was für eine Zahl. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich darüber freue. Habt ganz herzlichen Dank. 

Für das Neue Jahr hoffe ich, dass ich genug Ideen für neue Blogposts habe und ich oft sagen kann "ich hab da mal was ausprobiert". 

Anfang des Jahres werde ich wohl eine kleine Auszeit nehmen, mal sehen . . . sooner or later,  I will be back . . .

Alle lieben Grüße schickt euch

  Katharina.  aka   Karin




©Foto: Barista Dritan Alsela, Düsseldorf


Dienstag, 11. November 2025

Laugenkastanien und kleine Laugenbrötchen

Viele mögen sehr gerne Laugengebäck. Das gibt es überall zu kaufen und die Vielfalt an Laugengebäck ist reichlich. Es gibt Laugenstangen, Laugenbrezel, Laugenbrötchen oder Laugenecken. Aber Laugenkastanien habe ich bisher noch nirgends entdeckt. Das macht aber nichts, die kann man sehr gut selber backen. 

Schwierig ist das nicht, am besten nehmt ihr euer Lieblings-Brötchenrezept oder ihr nehmt meins hier im Blogbeitrag.

So genannte Laugenkastanien sehen nicht nur klasse aus, sie schmecken auch sehr gut. Am besten frisch gebacken und noch gerade lauwarm mit etwas Butter und vielleicht sogar einem Stück Gouda.

Bevor ihr loslegt, besorgt ihr euch am besten 4 %ige Natronlauge in der Apotheke. 100 - 200 ml reichen vollkommen aus. Ihr werdet bestimmt gefragt, wofür ihr diese benötigt, denn Natronlauge ist ätzend. (Vor allem in höherer Konzentration). Wenn ihr sagt, die Lauge benötigt ist für Laugengebäck und Laugenbrötchen, dann werdet ihr sie mit Sicherheit ohne Probleme bekommen. Sie kostet auch nicht viel und sie ist mehrfach verwendbar. Aus diesem Grunde empfehle ich auch die fertige Lauge aus der Apotheke und keine Herstellung dieser Lauge in der heimischen Küche. Das geht natürlich auch, erfordert aber einige Vorsichtsmassnahmen. Aber es soll ja unkompliziert in der Küche zugehen.

Möchtet ihr lieber Lauge aus Hausnatron** verwenden, das geht selbstverständlich auch. Aber Laugengebäck mit echter Natronlauge schmeckt (uns) besser, der Bäcker verwendet auch echte Lauge. 

Aber egal für welche Lauge ihr euch entscheidet, lecker sind die Laugengebäcke auf jeden Fall.

Wenn ihr also die fertige Lauge habt, dann kann das Brötchenbacken auch schon losgehen.


Leckere Laugenkastanien warten auf ihren Einsatz am Frühstücks- oder Abendbrottisch.






Laugenkastanien und kleine Laugenbrötchen  
  • 20 g frische Hefe
  • 240 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Teelöffel Honig
  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 1 Teelöffel Backmalz
  • 10 g Salz
  •  
  • ca. 200 ml echte Natronlauge 4 %ig *
  • Glasschälchen
  • Silikonpinsel
  • Einmalhandschuhe
  •  
  • oder:

  • 150 ml kochendes Wasser
  • 2-3 Eßlöffel Haushaltsnatron (Kaiser-Natron) **
  • Glasschälchen
  • Silikonpinsel
  • Einmalhandschuhe

die Hefe mit dem Honig im warmen Wasser auflösen. Die trockenen Zutaten mischen und die Flüssigkeit nach und nach zum Mehl geben und mit Hilfe der Küchenmaschine einige Minuten lang zu einem glatten Teig kneten. 
Den Teig zur Kugel formen und abgedeckt ca. 90 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und den Backofen auf 200°C Ober- Unterhitze vorheizen. 

Kleine Teigkugeln von ca. 60 g abstechen, mit bemehlten Händen erst rund wirken und dann eiförmig formen und mit Abstand aufs Backblech legen. 15 Minuten gehen lassen.

für die Laugenkastanien:
Als erstes Einmalhandschuhe anziehen. Etwas Lauge in ein Glasschüsselchen füllen. Jeden Teigling mit einem Silikonpinsel rundherum mit Lauge bestreichen und die Lauge etwas antrocknen lasen. Das geht ganz schnell. Dann das Teigstück mit einer Schere durchschneiden. Dabei bitte vorsichtig zu Werke gehen, deswegen die Einmalhandschuhe, da die Lauge die Haut angreifen kann. Die Schnittstellen bleiben dabei frei von Lauge und bleiben beim Backen hell. 

für die Laugenbrötchen:
die Teigkugeln mit einem Silikonpinsel rundherum mit der Lauge bestreichen, kurz antrocknen lassen und mit einem sehr scharfen Messer der Länge nach einritzen. Dabei bitte vorsichtig zu Werke gehen, am besten Einmalhandschuhe tragen, da die Lauge die Haut angreifen kann. 

Sämtliche Teiglinge mit Abstand zurück auf das mit Backpapier belegte Blech legen, damit sie nicht zusammenbacken. Das Blech mittig in den heißen Ofen schieben und das Gebäck in ca. 20 Minuten golden backen.

* die 4 %ige Natronlauge ist nicht sonderlich gefährlich, nicht dass ihr nun Angst davor habt. Aber die Herstellung und Verwendung der Natronlauge erfordert ein wenig Obacht, da Natronlauge je nach Konzentration sehr ätzend sein kann. Denn man benötigt NaOH-Pellets, die in sehr kaltem Wasser aufgelöst werden. Beim Auflösen erhitzt sich das Wasser sehr. Ohne Schutzbrille und Handschuhe sollte man da nicht ans Werk gehen. Aus diesem Grund kauft man am besten in der Apotheke fertige 4 %ige Natronlauge. 200 ml reichen völlig aus. Sie reicht für etliche Gebäcke.
Die Konzentration der Lauge ist bei  4 % auch sehr gering. Trotzdem sollen eventuelle Spritzer bitte sofort mit viel kaltem Wasser abgespült/abgewischt werden. Für das Bepinseln immer nur etwas Lauge in ein Glasschüsselchen füllen. Die Reste der verwendeten Lauge aus dem Schüsselchen können vorsichtig mit viel Wasser in der Spüle verdünnt und somit entsorgt werden. Dabei unbedingt die Lauge ins Wasser gießen, nie umgekehrt. Den Pinsel auch gut abspülen, ebenso die Schere und dann die Glasschüssel. Alles mit Spüli oder in der Spülmaschine reinigen. Die restliche Lauge, die noch in der Flasche ist,  kann über längere Zeit in der Originalflasche aufgehoben werden.

**  wem die "echte Natronlauge" zu "gefährlich" ist, der nimmt lieber die Lauge aus Hausnatron. Das schmeckt zwar nicht ganz so gut wie mit echter Natronlauge, aber es schmeckt natürlich auch. Die Hausnatron-Lauge stellt man so her:
  • 150 ml kochendes Wasser
  • 2-3 Eßlöffel Haushaltsnatron (Kaiser-Natron)

das Natron in dem frisch aufgekochten Wasser auflösen, Vorsicht, das schäumt ordentlich, deshalb ein großes Gefäß nehmen. Die gegangenen Brötchen überall 2 - 3 x mit der Lauge bestreichen und wieder aufs Blech legen. Diese Lauge kann man nicht länger aufheben.







Leckere Laugenecken kann man auch backen. 

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Dienstag, 30. September 2025

Rosenbrot mit Kräuterbutter

Zu einem Steak, auf einer Party oder auch zu einem Grillfest isst man gerne Brot. Aber meist gibt es Baguette. Das schmeckt ja auch, aber manchmal ist das doch ein wenig langweilig.

Da backe ich lieber ein schönes Rosenbrot. Das sieht nicht nur optisch gut aus, es schmeckt auch sehr lecker, weil es mit Kräuterbutter gewürzt ist. Außerdem braucht man kein Messer zum Abschneiden. Man zupft einfach ein Röschen aus dem Brot heraus. Mein Tipp ist, backt gleich eine doppelte Menge, euer Besuch wird es sehr mögen . . . 

Bei diesem Rosenbrot werden schmale Hefeteigstreifen vor dem Aufrollen mit Kräuterbutter bestrichen und in eine Backform gestellt und dann gebacken. Fertig ist ein optisch sehr schönes Brot und jeder kann sich bei Bedarf ein Stückchen abbrechen.

Das Brot schmeckt immer so gut, dass es sich jedesmal ruckzuck in Luft auflöst. . . Es ist aber auch immer lecker. So schön knusprig außen und innen schön fluffig mit einem Hauch von Kräuterbutter. So wie es sein soll. Hach . . . 

Übrigens, statt der Kräuterbutter kann man auch ein Pesto verwenden. Das schmeckt auch sehr gut.





mein Rosenbrot  Durchmesser ca. 30cm
  • 600 g Dinkelmehl 630er
  • ca. 300 ml lauwarmes Wasser
  • 20 g frische Hefe
  • ½ Teel. Zucker
  • 1 Teel. Salz
  • 50 g Olivenöl

  • Belag: 
  • ca. 120 g weiche Butter
  • diverse Kräuter
  • etwas geriebener Knoblauch
  • Salz, Pfeffer

  • oder fertig gekaufte Kräuterbutter
  •  
  • alternativ: Pesto statt Kräuterbutter

die trockenen Zutaten mischen und die Hefe im warmen Wasser auflösen. Alle Teigzutaten zu einem glatten Hefeteig kneten und ca. 30 Min. gehen lassen, bis der Teig sich deutlich vergrößert hat. In der Zwischenzeit die Kräuterbutter herstellen oder die gekaufte bereit stellen. Den Teig für das Rosenbrot in zwei Teile teilen und jedes Stück zu einem Rechteck in der Größe eines Backbleches ausrollen. 

Die Teigplatten  mit der  Kräuterbutter bestreichen  und in ca. 5 cm breite Streifen * schneiden. Die langen Streifen halbieren und jeden Streifen zu kleinen Röllchen locker aufrollen und in eine gefettete Springform ** mit etwas Abstand nebeneinander setzen. Dabei mittig beginnen. Das Brot ca. 15 Minuten gehen lassen. 

Das gegangene Brot im vorgeheizten Backofen bei 180°C - 200°C Ober-/ Unterhitze in ca. 30 Minuten golden backen.

* Für dieses Rosenbrot hier habe ich zum Schneiden ein gezacktes "Teigrad" verwendet, deshalb ist der Rand ein wenig gewellt. 
** Ich backe das Brot immer in einer emaillierten Tarteform, die ich mit Backpapier auslege. Um die Teigröschen stelle ich dann einfach einen Backrahmen. Oder man nimmt ein Backblech mit Backrahmen. Man kann aber auch sehr gut eine Springform nehmen. 
Man kann das Brot auch sehr gut am Vormittag schon backen und kurz vor dem Verzehr nochmals für ca. 15 Min. im Ofen aufbacken. Dafür das Brot morgens nicht zu dunkel backen und abends dann bis zur gewünschten Bräunung bei 175°C aufbacken. So wird es wieder schön knusprig.

Das Brot schmeckt sehr gut zu Gegrilltem, zum Glas Wein, zum Fondue oder es ist auch ein leckerer Hingucker auf einem Buffet.


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Freitag, 22. August 2025

leckere, selbstgemachte Bagel

Ab und an backe ich für mein Leben gerne Bagel. Das geht recht einfach, vor allem wenn man Jamie Olivers "foolproof recipe" nimmt. Das Rezept ergibt 12 Bagel, die man nach dem Backen und Auskühlen auch wunderbar einfrieren kann.

Die Bagel werden genau so wie wir sie gerne mögen und sie sein sollen. So schön "chewy", wie man im englischen sagt. Und mit dem gewünschten Lieblingsbelag schmecken sie besonders gut. Ich bevorzuge da eine recht dicke Schicht Frischkäse und eventuell noch etwas Räucherlachs. Dann schmeckt er (fast so) wie ein Lox-Bagel in New York.

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homemade Bagel nach Jamie Oliver, 12 Stück

  • 750 g Weizenmehl 405er
  • 7 g Trockenhefe (ein Tütchen)
  • 3 Teelöffel Brauner Zucker
  • 2 Teelöffel feines Meersalz
  • 450 ml lauwarmes Wasser
  •  
  • kochendes Wasser
  • 1 Teelöffel Natron (Sodium-Bicarbonat)
  • 1/2 Teelöffel Salz
  •  
  • 1 Ei, verquirlt
  • Sesam, Bagelgewürz und/ oder Mohn zum Bestreuen


Das Mehl mit der Hefe und dem Zucker im Kessel der Küchenmaschine vermischen, die Maschine anschalten und die Hälfte des Wassers nach und nach in die laufende Maschine geben. Dann das Salz in die laufende Maschine dazu geben, das restliche Wasser nach und nach ebenso dazu gießen und alles in ein paar Minuten zu einem glatten Teig kneten lassen. Dieser wird recht fest und seidig-glatt werden.

Den Teig kurz mit der Hand durchkneten, die Schüssel leicht ölen und den Teig zurück in die Schüssel legen. Mit einem Deckel oder feuchtem Tuch abdecken und an einem warmen Ort (oder im Backofen auf "Gärstufe" bei 38°C)  bis zu 2 Stunden gehen lassen. Der Teig soll sich verdoppeln. 

Zwei Backbleche mit Backpapier vorbereiten. Den Teig durchkneten und daraus 12 Teigkugeln à 100g formen. Jede Kugel mittig mit dem Zeigefinder durchlöchern, dann die durchlöcherte Kugel mit beiden Zeigefingern kreiseln und den Teigkringel zu einem Ring formen. Der Innendurchmesser des Teiglochs soll ca. 2cm betragen. Den Bagel auf das Backblech legen. Diesen Vorgang mit allen Teigkugeln wiederholen.

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, das Salz dazu geben sowie das Natron. Dann (je nach Topfgröße) 4 - 6 Bagel in das kochende Wasser legen und die Bagel je Seite eine Minute lang leise köcheln lassen. Mit einem Schaumlöffel die Bagel heraus heben und sie zurück auf das Backblech legen.

Die Bagel mit verquirltem Ei bestreichen und nach Wunsch mit Sesam o.ä. bestreuen oder die Oberseite in den Mohn drücken. 

Die Bleche in den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 20 - 25 Minuten golden backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. 

Frisch gebacken und vielleicht noch lauwarm schmecken sie besonders gut. Man kann sie aber auch sehr gut einfrieren und später im heißen Ofen (oder durchgeschnitten im Toaster) wieder aufbacken. Wir mögen Bagel gerne nur mit Butter oder Frischkäse oder Frischkäse mit Räucherlachs oder auch mit Gouda oder Salami. Marmelade schmeckt aber auch. Belegt sie so wie ihr mögt.

mein Tipp: am besten schmecken die Bagel am nächsten Tag, wenn man sie aufgeschnitten im Toaster aufbackt.






Vom rohen Teig zum genußfertigen Bagel.