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Freitag, 8. Mai 2026

selbstgemachtes Zitronenöl

Letztes Jahr bekamen wir von lieben Freunden ein Fläschchen selbstgemachtes Zitronenöl geschenkt, worüber ich mich sehr gefreut habe. Bis dato kannte ich so etwas nur aus diversen Essig-Öl-Geschäften, hatte solches aber noch nie probiert. Unsere Freunde verwenden es schon sehr lange und stellen sich das Öl auch immer selber her.

Der Geschmack eines solchen Öls ist wunderbar zitronig und sehr intensiv. Ich bin davon ganz begeistert. Als sich die Flasche dann dem Ende neigte, fragte ich sie, wie man das Zitronenöl denn selber herstellen kann.  Das geht ganz einfach und benötigt im Grunde kein Rezept, meinten sie:

Man nimmt ein Marmeladenglas o.ä., Bio - Zitronen und einfaches Olivenöl. Die Schale schält man hauchdünn ab, gibt sie in das Glas, füllt alles mit Öl auf und stellt das Ganze in den Kühlschrank. Je mehr Schale man nimmt, umso intensiver wird das Öl. Ob man das Ganze jetzt 3 Wochen oder 3 Monate ziehen lässt, ist einem selber überlassen. Man kann ja zwischendurch probieren . . . Dann nimmt man die Schalen heraus und fertig ist das Zitronenöl.

Genau so hatte ich es jetzt probiert und das Ergebnis ist sehr lecker geworden.



selbstgemachtes Zitronenöl

  • Sehr dünn abgeschälte Schalen von einigen Bio - Zitronen
  • einfaches Olivenöl
Die Schalen der Bio - Zitronen gut waschen und abtrocknen. Mit einem Sparschäler die Schale ganz dünn abschälen.  Darauf achten, dass das Weiße nicht mit abgeschält wird. Ansonsten kann das spätere Öl bitter werden.

Der Saft wird anderweitig verwendet oder auch portionsweise für später eingefroren. 

Die Schalen in ein breites Schraubglas geben und mit Olivenöl auffüllen, bis alles gut bedeckt ist. Das Glas verschließen und in den Kühlschrank stellen.

Hier zieht das Öl nun einige Wochen gut durch. Mein Zitronenöl hatte ich jetzt ca. 2 Monate durchziehen lassen. Es duftet und schmeckt schon wunderbar nach Zitrone.

Das Öl durch ein feines Sieb abgießen und die Schalen leicht ausdrücken. Fertig ist das duftende Zitronenöl.

Es wird im Kühlschrank aufbewahrt und überall, wo man Zitrone benötigt kann das Öl sehr gut mit verwendet werden. 
Achtung. Bitte nicht wundern, wenn das Öl im Kühlschrank fest, milchig und/oder flockig wird. Das liegt am kalten Olivenöl. Je besser die Qualität des Öles, desto eher wird es fest. In der warmen Küche wird das dann aber auch wieder flüssig. Deswegen hebe ich das Öl gerne in einem Marmeladenglas auf, dann kann man es löffelweise heraus nehmen und das Glas direkt wieder in den Kühlschrank stellen.

mein Tipp: je aromatischer die Zitronen sind, desto besser wird das Öl 


Hier ein paar Beispiele wo man das Zitronenöl verwenden kann: 
  • Salatsauce
  • Dressing
  • Kochen von Spargel 
  • Fischgerichte 
  • Pastasaucen
  • Rührteig für Kuchen

In das Glas mit dem Öl passen noch einige Zitronenschalen. Es können ruhig auch kleine Stückchen Schale sein, oder grobe Raspel, das ist völlig egal. Hauptsache ist nur, dass das Weiße der Zitrone nicht mit abgeschält wird, das ist bitter. Und das Öl muss die Schalen komplett bedecken, damit nichts schlecht wird.


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Zitronen auf der Insel Lipari


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Zitronen in Rom


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Freitag, 12. Dezember 2025

mein Spritzgebäck

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, nicht so viele Kekse zu backen. Aber Spritzgebäck muss sein. Dieses Rezept hier backe ich nun schon seit über 40 Jahren. Ich habe im Laufe der Zeit nur die Zuckermenge etwas reduziert, so schmeckt das Spritzgebäck eher "unsüß" als zu süß. So mögen wir es am liebsten.

Das eine Jahr hatte ich statt der Vanille etwas Tonkabohne zum Aromatisieren genommen, aber das war nicht so mein Fall. Natürlich kann man auch mehr Zitronenschale oder auch Orangenschale nehmen, manche nehmen vielleicht sogar Zimt, Kardamom oder sogar Spekulatiusgewürz. Das schöne ist, man hat dann immer andere Plätzchen. 

Unser Favorit ist aber die unten aufgeführte Variante mit etwas Zitronenschale und Vanille. Hach, sie sind aber auch lecker und so schön mürbe . . . Dieses Jahr sind sie besonders mürbe und lecker geworden.

Wie ihr mit Sicherheit schon bemerkt habt, backe ich Sämtliches mit 630er Dinkelmehl. Wer kein Dinkelmehl nehmen möchte, kann selbstverständlich auch 405er Weizenmehl nehmen. Das geht genauso gut und schmeckt ebenso. Und hier kommt das Rezept:



mein Spritzgebäck

  • 250 g Butter (Süßrahmbutter)
  • 180 g Zucker
  • 20 g Vanillezucker
  • das Mark einer Vanilleschote oder etwas geriebene, getrocknete Vanille
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Ei, Gr. L (oder 3 Eigelbe * )
  • etwas abgeriebene Bio - Zitronenschale

  • 500 g Dinkelmehl 630er
  • 7 g Backpulver (1/2 Päckchen)
  • ca. 1 Eßlöffel Milch

Butter, Zucker und Ei schaumig rühren. Das Mehl mit dem Backpulver gut mischen und mit der Milch unterkneten. 

Zu Rollen formen, die in der Größe so groß wie der Einfüllstutzen des Fleischwolfes sein sollten und die Rollen abgedeckt im Kühlschrank mindestens 1 Stunde kühlen. Ich stelle den Teig allerdings schon am Vortag her und lasse den Teig über Nacht im Kühlschrank gut durchkühlen.

Die Rollen dann durch den Fleischwolf (mit einem Gebäckaufsatz für Spritzgebäck) drehen und das Gebäck auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 

Im vorgeheizten Ofen bei 185°C Umluft in ca. 15 Minuten golden abbacken.

Das Spritzgebäck auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und dann in einer gut schließenden Blechdose aufheben.

* mit den Eigelben wird das Spritzgebäck noch etwas feiner

* Tipp: anstelle von Vanille kann man auch etwas geriebene Tonkabohne verwenden

noch ein Tipp: backt gleich die doppelte Menge, das ergibt 5 Bleche Kekse 


Ich habe einen Fleischwolf für meine KitchenAid, womit man ganz schnell das Spritzgebäck "durchorgeln" kann.













Dienstag, 14. Oktober 2025

Apfelquitten und Quittenmus - eine Köstlichkeit

Von einer lieben Freundin bekam ich dieses Jahr eine ordentliche Portion sehr großer Quitten geschenkt. Und das in Bioqualität. Ich habe mich sehr darüber gefreut und möchte mich auch hier nochmals sehr für die Quitten bedanken. Danke, liebe Liss. 💝

Die Ernte in ihrem Garten war dieses Jahr so enorm, dass sie kaum wussten, wie sie dieser Menge Herr werden sollten. Sie haben schon Mus eingekocht, Gelee zubereitet und sogar einen Quittenauflauf damit gezaubert. Und einiges wartet noch darauf verarbeitet zu werden.

So fragte sie uns, ob wir denn auch ein paar Quitten abbekommen möchten. Zuerst hatte ich dieses verneint, weil wir vor bestimmt 25 Jahren mal Birnenquitten probiert hatten und sie hatten uns viel zu parfümiert geschmeckt. Das war gar nicht unser Geschmack. Und wie das so ist, man probiert es danach einfach nicht mehr aus. 

Nun hatte meine Freundin mir trotzdem drei Apfelquitten geschenkt. Sie duften auch so wunderbar. Sie meinte, wir sollten es auf jeden Fall nochmals mit der Quitte probieren. Es wäre ja ein Unding, dass uns das nicht schmecken würde. Zuerst dachte ich, ohje . . . Quitten, was soll ich damit machen, wir mögen sie doch nicht. Eine habe ich als Deko in eine Schale mit kleinen Zieräpfelchen gelegt, aus der anderen habe ich zur Probe ein Mus gekocht und die dritte lag als Deko in der Obstschale in der Küche.

Was soll ich euch sagen, das Mus schmeckt uns sensationell. So fluffig, samtig mit sehr leckerem Aroma. Auch meinem Mann schmeckte das Mus super lecker. Und da ich ihr so davon vorschwärmte, bekam ich noch eine große Tüte Quitten geschenkt. Die werde ich nach und nach noch zu Mus verarbeiten. Nochmals meinen herzlichsten Dank. 

Das Mus kochen geht so schnell und einfach. Soll ich euch etwas sagen? Der Tipp zum Kochen der steinharten Früchte meiner lieben Freundin ist einfach genial. 

Und nun ab zum Rezept, wie ich das Mus gekocht habe.


Diese vielen Quitten bekamen wir geschenkt. 💝

Quittenmus 

  • Apfelquitten
  • etwas Wasser oder Apfelsaft
  • Zucker
  • Braunen Zucker
  • etwas Vanillezucker

Den Flaum der Quitten mit einem Tuch abrubbeln und die Quitten gut waschen. Nun mit einem großen Kochmesser die Quitte halbieren. Vorsicht, dass die Frucht nicht wegrutscht, sie ist sehr fest.
Jede Hälfte mit der Schnittfläche aufs Brett legen und nochmals halbieren. Den Blütenansatz entfernen. Fertig sind die Quittenviertel zum Kochen.

Das ist der Kochtipp meiner Freundin. Ich hätte die Quitte sonst versucht zu schälen und auch das harte Kerngehäuse vor dem Kochen zu entfernen. Das wäre sehr schwierig geworden. Aber das ist nicht notwendig. Durch die Schale und das Kerngehäuse bekommt das Mus noch eine ordentliche Portion Pektine ab. Und das Entfernen der Kerngehäuse aus den gekochten Früchten geht ruckzuck und einfach.

Einen ausreichend großen Topf auf den Herd stellen, die Quittenviertel hineingeben und soviel Wasser oder Saft angießen, bis die Flüssigkeit ca. 2cm hoch im Topf steht.

Den Topf mit einem Deckel verschließen und alles zum Kochen bringen. Wenn alles kocht, die Hitze herunter schalten und die Früchte ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen.

Mit einem Messer testen, ob das Fruchtfleisch weich ist. Den Topf von der Herdplatte nehmen, die Quittenviertel mit einem Sieblöffel herausnehmen und auf einen Teller legen. Die Flüssigkeit im Topf belassen und nicht wegschütten..

Die Quitten einige Zeit auskühlen lassen, dann das Kerngehäuse und die harten Stellen rundherum mit einem kleinen Küchenmesser herausschneiden. Die Quitten wieder in den Topf geben und mit einem Zauberstab alles fein pürieren. 

Das fertige Mus mit Zucker nach Geschmack abschmecken. Eine genaue Mengenangabe kann ich hier nicht geben. Man muss es ausprobieren und solange Zucker dazu geben, bis einem das Mus richtig gut schmeckt.


Möchte man das Mus für den Vorrat aufheben, dann geht man am besten so vor:

Gut gespülte kleinere Schraubgläser (von Marmeladen, Obstkonserven o.ä.) sowie deren Deckel mit kochendem Wasser bis oben hin füllen und einige Zeit stehen lasen. Die Deckel kann man in einer Schüssel mit dem kochenden Wasser bedecken. So werden die Gläser und Deckel quasi sterilisiert.

Das fertige, abgeschmeckte Mus bitte nochmals aufkochen. Dann das sehr heiße Wasser der Gläser vorsichtig ausgießen, das kochenheiße Mus bis knapp unter dem Rand einfüllen und sofort den Deckel aufschrauben.

Wenn das Mus abgekühlt ist, sollte der Deckel ein Knackgeräusch von sich geben. Das ist das Zeichen, dass sich ein Vakuum gebildet hat. So ist das Mus einige Zeit im kühlen Vorratsraum oder auch im Kühlschrank haltbar.



Hier sieht man die wahnsinnige Ausbeute eines Apfelquittenbaumes im Garten unserer Freunde. 



Von den rohen Quitten zum leckeren Mus.



Diese Quitte duftet wunderbar und sieht mit den Zieräpfelchen doch als herbstliche Tischdeko hübsch aus.



Dienstag, 19. August 2025

würziger Bohnenstampf mit Bohnenkraut, Röstzwiebeln, Sahne, und Speck

Frische Bohnen sind was sehr Leckeres. Wir mögen sie sehr gerne. Die Tage bekam ich eine größere Menge frischer Stangenbohnen von meiner lieben Nachbarin geschenkt. Sie hatte selber so viele geschenkt bekommen, dass sie sie alleine gar nicht verbrauchen konnte. So bekamen wir welche ab und haben uns sehr gefreut.

Da wir die Tage schon Fleisch hatten, ich nicht meinen leckeren Kartoffel-Bohnen-Hack-Auflauf kochen wollte, beschloss ich, einen leckeren Bohnenstampf zu kochen. Die Menge war so groß, sie reichte locker für zwei Tage. Auch aufgewärmt schmeckte der Stampf sehr gut. Und schnell gekocht ist er auch. In rund 25 Minuten steht er frisch gekocht auf dem Tisch. Wenn das mal nicht schnelle Küche ist.

Und hier kommt das einfache, aber leckere Rezept. Lasst es euch schmecken.



würziger Bohnenstampf mit Bohnenkraut, Röstzwiebeln, Sahne, und Speck 4 Portionen

  • 750 g frische, grüne Brechbohnen
  • 800 g Kartoffeln
  • ca. 250 ml Brühe
  • 2 Teelöffel Bohnenkraut, getrocknet

  • etwas Öl oder Butter
  • 1 kleine Zwiebel
  • ca. 100 g Schinkenwürfelchen

  • ca. 200 ml Sahne
  • 1 Handvoll geröstete Zwiebeln (Fertigprodukt) 
  • Salz und Pfeffer


Die Bohnen putzen und in 2cm lange Stücke schneiden. Die Kartoffeln schälen, vierteln und in feine Scheibchen schneiden.

Die Bohnen mit etwas Brühe und dem Bohnenkraut 15 Minuten kochen, die Kartoffeln mit etwas Brühe aufsetzen und ebenfalls ca. 15 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit in einer beschichteten Pfanne die fein geschnittene Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten, dann den Speck  auslassen, bis er leicht golden gebräunt ist.

Die Brühe der Bohnen und der Kartoffeln jeweils abgießen und die Flüssigkeiten auffangen. Dann die Kartoffeln leicht stampfen. Nach und nach die Sahne und eventuell noch Brühe angießen, bis ein cremiger Stampf entsteht. 

Die Bohnen unterrühren, ebenso die Speckwürfelchen und die Röstzwiebeln. Alles gut durchziehen lassen, mit Pfeffer und Salz abschmecken und mit weiterer Sahne und/oder Brühe "verdünnen", bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Und schon kann serviert werden. Guten Appetit. 

PS.: aufgewärmt schmeckt der Stampf auch super lecker.

  

 
Optisch nicht ganz so schön, dafür aber sehr lecker.




 

Freitag, 15. August 2025

Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus - eine Kindheitserinnerung

Was möchte man mittags essen? Immer diese Fragen, sie nerven mich im Grunde schon seit Jahrzehnten. Aber wie das so ist, es nützt ja nichts, man möchte was essen und man muss sich immer etwas einfallen lassen. Man möchte schließlich nicht immer das Gleiche essen.

Letztens hatte ich am Niederrhein in einem sehr großen Bauernhofladen in der Kühlung ein Stück abgepackten Rückenspeck (fetten Speck) gesehen und direkt mitgenommen. Fetten Speck sieht man ja kaum noch beim Metzger. Ist ja auch kein Wunder, kaum einer isst noch Gerichte wie "früher bei Omma". Aber ich hatte gleich "Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus" im Sinn. Das Gericht gab es früher ab und an, als ich noch Kind war. Ich mochte es immer sehr gerne und so kam mir jetzt das Gericht wieder in den Sinn. Ich freute mich sehr, so ein kleines Stück Speck gefunden zu haben. Mein Mann war auch einverstanden, er isst die Mehlklöße auch immer sehr gerne. Und so einmal im Jahr ist das auch sehr lecker.

Vegetarier und Veganer müssen jetzt ganz stark sein und am besten weggucken, denn für dieses Rezept benötigt man unbedingt frischen, fetten Speck (angeräucherter, weißer Rückenspeck). Ohne Speck geht es nicht, denn dann wären es nicht "meine Mehlklöße".

Herrlich, solche Mehlklöße waren früher so lecker und so könnt ihr euch schon denken, was ich jetzt zum Mittagessen gekocht habe. Richtig. Mehlklöße . . .  mit ausgelassenem Speck und Apfelmus . . . und uns hat es wunderbar geschmeckt.


Mehlklöße mit vielen Grieben und Apfelmus


Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus,   2 Portionen

  • 250 g Mehl 
  • 3 Eier
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • ca. 100 ml Vollmilch

  • etwas Fetter Speck (Rückenspeck), ca. 70 g 

  • feines Apfelmus


Aus Mehl, den Eiern, dem Salz und der Milch einen dicken Teig herstellen. Die Konsistenz sollte so sein wie dicker Spätzleteig. Den Teig ungefähr eine halbe Stunde stehen lassen und nochmals gut durchschlagen. Ist er zu dick einfach noch etwas Milch zugeben. In der Zwischenzeit den fetten Speck in feine, gleichmäßig kleine Würfel schneiden und auf kleiner Flamme langsam auslassen. So lange ausbraten, bis die Speckwürfelchen hell golden sind. Dann zur Seite stellen.

Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht mit 2 großen Teelöffeln kleine Nocken abstechen und in das kochende Salzwasser geben. So lange köcheln lassen bis die Mehlklöße an der Oberfläche schwimmen. Noch mehrmals wenden, dann mit einem Schaumlöffel heraus nehmen und warm stellen.

Zum Anrichten die Mehlklöße auf einen Teller geben, einige Grieben und etwas Fett ** auf die Klöße geben und zusammen mit Apfelmus servieren. Fertig ist ein leckeres Mittagessen der etwas anderen Art.

PS.:  meine Schwester streut noch zusätzlich Zucker & Zimt darüber.

** wir haben nicht alles Fett gegessen, nur hauptsächlich die Grieben. Den Rest habe ich in ein kleines Gläschen gegeben und nach dem Abkühlen in den Kühlschrank gestellt. Es wird wieder richtig fest. Das Schweinespeckfett werde ich anderweitig für einen Eintopf o.ä. verwenden.

 

Mehlklöße









 

Samstag, 27. April 2024

Bunter Spargeltopf mit gebratenen Hackbällchen

Wir sind mitten in der Spargelzeit und jedes Jahr freuen wir uns auf diesen leckeren Gemüsetopf. Er ist schnell gekocht, lässt sich gut aufwärmen und schmeckt sehr lecker.

Ich rede auch nicht lange um diesen Topf herum, hier kommt direkt mein erprobtes Rezept.

Obwohl es nur sehr wenige und unspektakuläre Zutaten sind, schmeckt das Ergebnis doch unerwartet gut. Klasse ist auch, dass die Hackbällchen sehr locker sind, obwohl kein Ei zur Bindung enthalten ist. Man sollte sie nur recht kräftig abschmecken, dann schmecken sie besonders gut. Wichtig ist in diesem Gericht auch der Schnittlauch. Also bitte nicht vergessen oder weglassen. Hat man keinen frischen, dann kann man auch gut gefriergetrockneten Schnittlauch nehmen.

Als Abwandlung kann man gut grünen und weißen Spargel nehmen. Die Hackbällchen können auch mit auf die Gemüse gelegt werden, falls man sie nicht braten möchte.


Spargeltopf mit gebratenen Hackbällchen in reichlich Sauce


Bunter Spargeltopf mit gebratenen  Hackbällchen,  4 Portionen

für den Gemüsetopf:

  • 8 Stangen weißer Spargel (oder grün und weiß gemischt)
  • 4 mittlere Möhren
  • 3 mittlere Kartoffeln
  • 1 mittlere Kohlrabi
  • etwas Butter und etwas Rapsöl

  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • etwas Speisestärke zum Binden der Sauce

für die Hackbällchen: 

  • 400g gemischtes Hackfleisch (halb und halb)
  • 4 Esslöffel Frischkäse
  • 3 Esslöffel Paniermehl
  • 1/2 Teelöffel Salz 
  • Pfeffer, Muskat
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  •  
  • etwas neutrales Öl  

für die Bällchen alles vermengen und würzig abschmecken. Kleine Bällchen formen und beiseite stellen.

Für den Gemüsetopf alle Gemüse waschen, schälen und in gleichgroße Stücke schneiden. 

Die Butter mit dem Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen und die Möhren-, Kartoffel- und Kohlrabiwürfel andünsten. Mit ca. 350 ml Brühe ablöschen und alles zum Köcheln bringen.

Den Topf mit einem Deckel verschließen und alles ca. 5 Minuten leise garen. Dann die Spargelstücke dazu geben und weitere 10 Minuten garen. Alles sollte noch leicht bissfest sein. Am Ende der Garzeit die Sahne angießen und aufkochen lassen.

Für die Hackbällchen eine beschichtete Pfanne erhitzen, das Öl hineingeben und die Bällchen rundherum golden braten.

Wenn alles gar ist, den Gemüsetopf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Evtl. noch mit etwas Speisestärke andicken, wenn man die Sauce etwas sämiger mag. Als letztes den restlichen Schnittlauch dazugeben, fertig, lecker. Guten Appetit.

Tipp: man kann das Gericht auch sehr gut einfrieren - und es schmeckt auch aufgewärmt sehr gut. Die Hackbällchen schmecken sehr gut gebraten oder aber auch, wenn man sie mit auf die Gemüse legt und sie mitdünstet.

 

Spargeltopf mit weißem und grünem Spargel. Hier war die Sauce nicht so angedickt.


Hier hatte ich die Hackbällchen mit auf den Spargeltopf gelegt und alles zusammen leise köcheln lassen bis alles gar war.

 

Alle Zutaten stehen bereit und die Bällchen sind zubereitet.








Mittwoch, 10. April 2024

mein Bergischer Stutenkranz in neuer Optik

Stuten geht zum Frühstück immer. Auch zu Feiertagen backe ich immer gerne einen. So auch dieses Mal zu Ostern. Gerade zum Frühstück schmeckt uns dann der Stuten mit Marmelade, Konfitüre, Gouda und einem nicht zu hart gekochten Osterei sehr gut. Manche essen sogar Leberwurst auf dem Stuten, vor allem auf Rosinenstuten, aber ich esse am liebsten Gouda.

Dieses Jahr habe ihn mal als Kranz in ganz neuer Optik geflochten. Das Ergebnis war doch sehr gut und sah hübsch aus. Leider vergaß ich die einzelnen Arbeitsschritte der Herstellung des Kranzes im Foto festzuhalten. Deshalb habe ich das Flechten mit Garn "nachgestellt". Ich hoffe, ihr werdet daraus halbwegs schlau und könnt ohne Probleme auch so einen Kranz nachflechten. Ansonsten bitte ich um Meldung.




mein Bergischer Stutenkranz in neuer Optik

  • 500 g Dinkelmehl 630er
  • 85 g Zucker
  • 1 Teelöffel feines Salz
  • ½ Würfel frische Hefe (20g)
  • 200ml lauwarme Milch
  • 60 g zerlassene Butter
  • 30 g verquirltes Ei (bitte abwiegen)

  • der Rest vom verquirlten Ei wird die Eistreiche 


die trockenen Zutaten werden vermischt. Die Hefe löse ich in etwas lauwarmer Milch auf, dann wird die Butter und das verquirlte Ei in die restliche lauwarme Milch gegeben und alles verrührt, bis sich die Butter gerade aufgelöst hat. Die aufgelöste Hefe mit der Butter-Ei-Milch-Mischung zum Mehl geben und alles mit der Küchenmaschine gründlich verkneten. Der Teig sollte nicht kleben. Den Teig zur Kugel formen und abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sich deutlich vergrößert hat. Das kann bis zu einer Stunde dauern.

Ein Backblech mit Backpapier belegen und bereitstellen.

Den Teig noch einmal durchkneten und in 6-8 gleichschwere Stücke teilen. Jedes Teigstück rund wirken und mit den Händen jeweils zu einem ca. 50 cm langen Teigstrang rollen. 

Sämtliche Teigstränge sollen gleich lang und gleich dünn sein. Alle Teigstränge mittig falten. Nun mit dem ersten beginnen und dieses auf das Backblech legen. Den zweiten Strang mit der Mitte etwas durch die erste Mitte ziehen. Den dritten durch den zweiten ziehen, usw. Alle Enden zu einer Seite liegen lassen. Weiter flechten, bis alle zu einem Zopf verbunden sind. Durch die letzte Schlaufe die ersten beiden Enden durchziehen und den Zopf zu einem Kreis schließen. Die Enden sind rundherum verteilt.

Jetzt die Enden rundherum verkreuzen und den Rest unter den Kranz legen. Den Kranz ausrichten bis er einem gefällt, ihn mit einem Tuch abdecken und nochmals mindestens ca. 30 Minuten gehen lassen. 

Dann den Stuten mit dem restlichen Ei bestreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/ Unterhitze, 2. Stufe von unten, in ca. 40 Minuten nach Sicht backen. Achtung, dass der Teig nicht zu dunkel wird. 

Der Stuten ist fertig, wenn man die Klopfprobe macht und er sich "hohl" anhört. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Der Stuten schmeckt sehr gut mit selbstgemachter Marmelade, jungem oder mittelaltem Gouda.

Nun wünsche ich gutes Gelingen und guten Appetit. Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall!


Aus 8 Strängen habe ich einen Kranz geflochten. Die Enden werden dann rundherum gekreuzt und unter den Kranz geschoben.

Hier das Ganze nochmals mit 5 Strängen Garn nachgestellt:

Hier zeige ich euch mit Garn nochmals das Kranz flechten. Ich hoffe, ihr könnt erkennen, wie so ein Kranz geflochten wird. Es ist wirklich nicht schwer. Hat man die Stränge erst einmal alle zu einem Strang verschlungen, dann werden die ersten beiden Enden durch die letzte Schlaufe zu einem Kranz verbunden. Die Hefeteigenden dann alle nacheinander kreuzen und alles zuletzt unter den Mittelteil falten. 













Samstag, 10. Februar 2024

Schupfnudeln mit Sauerkraut

Bei kalter Witterung isst man gerne etwas Herzhaftes. Und manchmal soll es auch schnell gehen. Da bieten sich Schupfnudeln mit Sauerkraut sehr an. Dieses leckere Gericht kennt manch einer auch vom Jahrmarkt oder der Kirmes. Wir hatten es vor Jahrzehnten in Schwaben kennen- und liebengelernt. 

Dieses Mal habe ich es sogar vegetarisch gekocht. Speckwürfelchen oder ein Stück Kasseler hatte ich nicht und wollte ich auch jetzt nicht mitkochen. 



Schupfnudeln mit Sauerkraut, ca. 3 große Portionen 

  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • etwas Butterschmalz
  • 500 g mildes, frisches, rohes Sauerkraut (Neusser Sauerkraut)
  • 1 Teelöffel Kümmelsamen, etwas angemörsert
  • 3 - 5 Wacholderbeeren, im Mörser angestoßen
  • 3 - 5 Pimentkörner, im Mörser angestoßen
  • etwas schwarzer Pfeffer
  •  
  • 500 g Schupfnudeln (Bubespitzle), Fertigprodukt aus dem Kühlregal
  • etwas Butterschmalz
 

Den Kümmel in einem Porzellanmörser leicht anmörsern, dann Wacholder und Piment dazu geben und mit dem Pistill grob zerstoßen. 

Das Butterschmalz auslassen und die Zwiebel leicht andünsten. Das Sauerkraut abgießen, probieren ob der Säuregrad einem zusagt. Ansonsten das Sauerkraut kurz abspülen.

Das Sauerkraut zu den Zwiebeln geben, etwas Wasser angießen und die Gewürze untermischen. Den Deckel auflegen und das Sauerkraut auf kleiner Hitze ca. 20 Minuten schmoren lassen. Es sollte noch etwas Biss haben.

Eine beschichtete Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, das Butterschmalz dazu geben, ebenso erhitzen und die Schupfnudeln rundherum leicht golden anbraten.

Wer möchte mischt jetzt das Sauerkraut mit den Schupfnudeln und serviert alles so. Wir essen es gerne "getrennt". Für eine Nicht-vegetarische Variante können noch ein paar Schinkenwürfel mit dem Sauerkraut zusammen gekocht werden. Und auch etwas Kasseler.

Das Sauerkraut mit den Schupfnudeln auf einem Teller anrichten und schon kann serviert werden.









Samstag, 28. Oktober 2023

Birnen - Walnuss - Schmarrn mit Preiselbeeren

Manchmal kommen mir leckere Ideen in den Sinn und ich "muss" sie direkt in die Tat umsetzen. Es sollte letztens Kaiserschmarrn zum Mittag geben. Aber mit Apfelstückchen im Teig, das mögen wir besonders gerne.

Aber dann fiel mein Blick auf den Obstkorb mit Birnen. Und schon wurde das Rezept abgeändert und ich habe einen leckeren Birnen - Walnuss - Schmarrn mit Preiselbeeren gezaubert.

Das Ergebnis war sehr lecker. Ich hatte die Birnen und die Walnüsse etwas karamellisiert und dann erst den Teig dazu gegeben. Birnen und Walnüsse passen ja wunderbar zusammen und dieser Birnenschmarrn ist eine leckere Alternative zu sonstigen Schmarrn. Gerade jetzt gibt es schöne, feste Tafelbirnen. Die eignen sich dazu besonders gut. Mit weicheren Früchten würde das nicht funktionieren.

Und hier ist mein leckeres Rezept. Lasst es euch schmecken.


mein Birnen - Walnuss - Schmarrn mit Preiselbeeren

Birnen - Walnuss - Schmarrn für 2 Portionen:

  • 2 Esslöffel Zucker
  • etwas Butterschmalz

  • eine große, feste Tafelbirne
  • eine Handvoll Walnüsse, grob gehackt

  • 3 große Eier
  • 4 Esslöffel Dinkelmehl 630er
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Esslöffel Vanillezucker
  • Vollmilch (ca. 150ml)
  •  
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Preiselbeeren aus dem Glas


Die Birne waschen, vierteln, das Gehäuse entfernen und die Viertel in viele schmale, gleichgroße Scheibchen schneiden. 

Die Eier mit dem Mehl, Zucker, Salz und der Milch zu einem nicht zu festen, eher dickflüssigen Teig verquirlen. Der Teig sollte die Konsistenz von gesüßter Kondensmilch haben und die Menge von ca. 450 ml haben. Den Teig etwas ruhen lassen, damit das Mehl aufquellen kann.

Den Zucker in einer trockenen, beschichteten Pfanne auf mittlerer Hitze erhitzen bis der Zucker leicht golden geschmolzen ist. Das Butterschmalz dazu geben, ordentlich rühren und die Birnenscheibchen dazu geben. Alles kurz andünsten, dann die Walnüsse hinzufügen, nochmals kurz rühren.

Die Birne und die Nüsse gleichmäßig in der Pfanne verteilen und den Teig darüber gießen. Einen Deckel auflegen und alles bei mittlerer Hitze backen lassen. Der Boden soll leicht golden sein und die Oberfläche gestockt. Dann alles wenden und nochmals golden backen lassen. Eventuell etwas Butterschmalz zum Bräunen dazu geben. 

Den Schmarrn dann in Stücke zerteilen und alles gut wenden und nochmals kurz anschwitzen, falls manche Stellen noch mehr gebräunt werden sollen.

Und schon kann serviert werden. Den Schmarrn auf zwei Tellern verteilen und mit Puderzucker bestäuben. Wer möchte serviert noch Preiselbeeren aus dem Glas dazu. Guten Appetit.










Mittwoch, 25. Oktober 2023

mein schwäbischer Zwiebelkuchen

Jetzt im Herbst isst man gerne Herzhaftes. Da bietet sich ein leckerer Zwiebelkuchen geradezu an. Schon als wir in Schwaben wohnten lernten wir Zwiebelkuchen kennen und lieben. Und seitdem backe ich ab und an leckeren Zwiebelkuchen. Er ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert, lecker und man möchte gerne noch ein weiteres Stück essen. 

Die Tage bekam ich eine große Menge dicke, rosa Zwiebeln geschenkt. Ich wollte erst schon dankend ablehnen, weil es alles sehr dicke Zwiebeln waren. Aber dann fiel mir plötzliche ein, dass man daraus einen wunderbaren Zwiebelkuchen backen kann. Gesagt, getan. Ich habe ein Blech gebacken. Mit Hefeteig. Mensch was war das lecker. Unsere Nachbarin, von der die Zwiebeln waren, bekam selbstverständlich auch ein Stück ab. Sie war sehr begeistert und meinte, so einen guten Zwiebelkuchen hätte sie noch nirgends gegessen. Über das Lob habe ich mich sehr gefreut.

Nun aber zum Rezept. Für eine größere Runde backe ich den Zwiebelkuchen gerne auf einem Backblech. Da bietet sich dieser Hefeteig hier im Rezept sehr gut an. Wer lieber nur eine Tarteform befüllen möchte, der ist mit einem gekauften Quiche-/ Tarteteig gut beraten. Oder der Teigboden wird etwas dicker, wenn man den Hefeteig hier nimmt.


Ein Stück Zwiebelkuchen vom Blech

🧅🧅🧅


Ein Stück Zwiebelkuchen mit gekauftem Quicheteig, gebacken in einer Tarteform.


für 1 Blech  Zwiebelkuchen 

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • 20 g frische Hefe
  • 125 ml warme Milch
  • 80 g weiche Butter
  • 1 Teelöffel Salz
  •  
  • oder eine Rolle Quiche- bzw. Tarteteig aus dem Kühlregal (für 1 Tarteform 28cm)

  • 1500 g Zwiebeln, (1000 g Zwiebeln für die Tarteform)
  • etwas Öl
  • 200 g durchwachsener Speck oder Katenrauchschinkenwürfel, (125 g für die Tarteform)

  • 200 ml Saure Sahne 
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1/2 Teelöffel Paprikapulver
  • (wer mag bis zu 1 Teelöffel grob zerstoßener Kümmel)

Die Hefe in der warmen Milch auflösen und aus den obigen Zutaten einen geschmeidigen Hefeteig herstellen. Diesen abgedeckt mindestens 30 Minuten gehen lassen. Er soll sich deutlich verdoppeln.

Oder bei der Verwendung von Quich-/ Tarteteig, diesen aus dem Kühlschrank nehmen. 

Die Zwiebeln in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Den Speck würfeln und in einer beschichteten Pfanne auslassen und leicht Farbe nehmen lassen, beiseite stellen.

Die Zwiebeln mit etwas Öl beträufeln, gut mischen, damit alles von einem leichten Ölfilm überzogen ist. In einer großen beschichteten Pfanne die Zwiebeln portionsweise dünsten und glasig werden lassen. Vom Herd nehmen und alles etwas abkühlen lassen.

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen bzw. die Tarteform mit Backpapier auskleiden.

Den Teig auf dem Backpapier ausrollen und aufs Blech legen. Einen Backrahmen um den Teig stellen. Die Saure Sahne mit den Eiern, Pfeffer, Paprikapulver und dem Salz sowie Kümmel verquirlen und unter die lauwarme Zwiebelmischung mischen. Die Masse auf der Teigplatte verteilen und alles glattstreichen.

Den Kuchen noch ca. 15 Minuten gehen lassen (bei Verwendung von Hefeteig), die Tarteform direkt ins untere Drittel des vorgeheizten Ofens schieben. 

Den Zwiebelkuchen im unteren Drittel des vorgeheizten Ofens in ca. 30 - 40 Minuten golden backen. 

Und schon kann serviert werden, lauwarm schmeckt er uns am besten.



Ein Blech Zwiebelkuchen mit Rosa Zwiebeln

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Eine Tarteform Zwiebelkuchen mit gekauftem Quicheteig

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Samstag, 30. September 2023

Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus

Ab und an fallen einem Gerichte aus der Kindheit wieder ein, die es damals des öfteren zu Mittag gab. So war es jetzt auch, ich hatte ein ganz altes Rezept aus meiner Kindheit mal wieder hervorgekramt. Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus. Hervorgekramt ist gut, ich habe es aus der Erinnerung heraus gekocht . . . und sie wurden so wie ich es in Erinnerung hatte. 

Vegetarier und Veganer müssen jetzt ganz stark sein und am besten weggucken, denn für dieses Rezept benötigt man unbedingt frischen, fetten Speck (angeräucherter, weißer Rückenspeck). Ohne Speck geht es nicht, denn dann wären es nicht "meine Mehlklöße".

Herrlich, solche Mehlklöße waren früher so lecker und so könnt ihr euch schon denken, was ich jetzt zum Mittagessen gekocht habe. Richtig. Mehlklöße . . .  mit ausgelassenem Speck und Apfelmus . . . und uns hat es wunderbar geschmeckt.




Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus,   2 Portionen


  • 250 g Mehl *
  • 3 Eier
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • ca. 100 ml Vollmilch

  • etwas Fetter Speck (Rückenspeck)

  • feines Apfelmus


Aus Mehl, den Eiern, dem Salz und der Milch einen dicken Teig herstellen. Die Konsistenz sollte so sein wie dicker Spätzleteig. Den Teig ungefähr eine halbe Stunde stehen lassen und nochmals gut durchschlagen. Ist er zu dick einfach noch etwas Milch zugeben. In der Zwischenzeit den fetten Speck in feine, gleichmäßig kleine Würfel schneiden und auf kleiner Flamme langsam auslassen. So lange ausbraten, bis die Speckwürfelchen hell golden sind. Dann zur Seite stellen.

Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht mit 2 Esslöffeln (oder großen Teelöffeln) kleine Nocken abstechen und in das kochende Salzwasser geben. So lange köcheln lassen bis die Mehlklöße an der Oberfläche schwimmen. Noch mehrmals wenden, dann mit einem Schaumlöffel heraus nehmen und warm stellen.

Zum Anrichten die Mehlklöße auf einen Teller geben, einige Grieben und etwas Fett auf die Klöße geben und zusammen mit Apfelmus servieren. Fertig ist ein leckeres Mittagessen der etwas anderen Art.

* ich verwende gerne Dinkelmehl 630er, das klappt und schmeckt genau so gut.

 






Samstag, 23. September 2023

Pillekuchen - mal mit und mal ohne Speck

Auch wenn zur Zeit das Wetter nicht usselig ist, wie man bei uns im Rheinland so sagt, sondern sommerlich warm, hat man Lust auf etwas Herzhafteres. Mein Mann wünschte sich einen Pillekuchen. Egal wie das Wetter ist, Pillekuchen schmeckt immer.

Diese im nördlichen Rheinland beheimatete (bergische) Spezialität, die aus streichholzfeinen Kartoffelstäbchen mit Zwiebel, Speck und etwas Mehl und Ei zu einer Art Pfannkuchen ausgebackenen wird, schmeckt bei nicht ganz so heißem Wetter wunderbar. Der Pillekuchen ist ein wenig mit dem Reibekuchen verwand, welcher auch Kartoffeln und Zwiebeln enthält, aber die Kartoffeln werden dort gerieben.

Wir essen den Pillekuchen am liebsten mit ordentlich Rübenkraut (Zuckerrübensirup), mein Mann bekommt ihn ohne Speckwürfelchen gebacken und ich gebe gerne noch Speckwürfel mit in den Teig hinein. Backt ihn also so wie ihr mögt und probiert unbedingt das Rübenkraut dazu. Das gibt noch den besonderen Pfiff.



Man nehme für 2 große Pillekuchen:

  • ca. 1000g geschälte und gewaschene Kartoffeln 
  • 2 mittlere Zwiebeln, ganz fein gewürfelt

  • 2 Eier
  • 2 Esslöffel Mehl
  • Salz nach Geschmack (ca. 1/2 bis 1 Teelöffel)
  • Pfeffer nach Geschmack

  • 100 g Schinkenwürfel
  • Öl oder Butterschmalz zum Backen
  •  
  • Rübenkraut/ Rübensirup (Grafschafter Goldsaft)


die Eier mit dem Mehl und den Gewürzen gut vermischen. Die Kartoffeln auf einer Raspel nicht zu fein raspeln (Pillen sind kleine, streichholzdünne "Stäbchen"), die Zwiebel fein würfeln. Dann die Kartoffeln und die Zwiebeln unter die Eimasse rühren und alles gut verrühren.

Den Teig halbieren, unter die eine Hälfte die Speckwürfel rühren.

Etwas Öl in eine große, erhitzte, beschichtete Pfanne geben und die Kartoffelmasse (ca. 1 cm dick) einfüllen und glattstreichen. Einen Deckel auflegen, damit die Kartoffeln schneller gar werden. Auf mittlerer Hitze golden backen und mit einem Teller als Hilfe vorsichtig wenden. Die zweite Seite ebenfalls golden backen bis der Pillekuchen gar ist.

Sofort servieren und wer mag, bestreicht den Pillekuchen noch mit Rübenkraut. Ich wünsche gutes Gelingen und guten Appetit!

Für die pikante Variante die Schinkenwürfel zuletzt unter die Kartoffelmasse rühren und backen wie oben beschrieben. Auch der Pillekuchen mit Schinkenwürfeln schmeckt mit Rübenkraut.... aber natürlich auch ohne.

ein Tipp:

hat jemand von euch einen Pfannen-Spritzschutz ohne Rand? Dann nehmt ihn doch als Pfannenwender. Einfach den Kuchen darauf gleiten lassen, evtl. verbliebenes Öl aus der Pfanne auf den Kuchen träufeln, dann die Pfanne mit dem Gesicht nach unten auf den Kuchen geben und zusammen mit dem Wender schnell und vorsichtig wenden. Nun liegt die ungebackene Kuchenseite in der Pfanne und kann weiter braten. Eventuell nochmals etwas Öl zugeben.


Die Zutaten für den Pillekuchen.



Die "Pillen" - kleine, feine, rohe Kartoffelstäbchen






kleiner Gag am Rande - so ein besticktes Handtuch hing früher in mancher Küche über dem Herd