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Mittwoch, 10. November 2021

"Magic - Boxen" in verschiedenen Größen selber nähen

Bald ist es schon wieder soweit, das Weihnachtsfest naht und viele stellen sich die Frage, was soll/möchte ich verschenken. Dieses Dilemma hat man jedes Jahr. Dieses Jahr wird es noch erschwert, da man überall liest, vieles wäre knapp und hätte Lieferschwierigkeiten. Von daher habe ich heute einen Nähtipp für euch.

Kennt ihr schon eine "Magic Box"?

Durch Zufall bin ich im letzten Jahr im Internet auf eine "Magic Box" gestoßen. Diese Box ist eine Tasche für Kleinkram, die man überall verwenden kann. Es passt jede Menge hinein und mit dem Reißverschluss ist sie auch sehr schnell geschlossen. Öffnet man die Box komplett, dann liegen alle Sachen wie in einer Schale und man sieht sofort wo was ist. Wenn man dann alles wieder wegräumen möchte, dann einfach den Reißverschluss schließen und alles ist verstaut. Wenn das mal nicht praktisch ist. Falls ihr meinen Bericht darüber lesen wollt, dann schaut bitte >HIER<

Ich bin von dieser Box ganz begeistert. Nicht nur Nähutensilien, sondern auch Kosmetikartikel, Stifte, kleines Spielzeug, Kabel oder was einem sonst noch so einfällt, kann man hinein legen. Sogar für meinen Mann und für seine Fotosachen und Handyzubehör/Kabel habe ich so Boxen schon genäht.

Meine "Magic Box" habe ich nach folgendem Video * genäht. Ich finde es sehr anschaulich und alles wird sehr gut erklärt. Ich habe nur nach einigen Boxen den Arbeitsweg etwas abgewandelt. und meine Anleitung vom letzten Jahr ein wenig überarbeitet.

Damit ihr einen kleinen Überblick bekommt, habe ich die einzelnen Arbeitsschritte so gut es ging aufgeschrieben. Ich hoffe, ihr versteht es einigermaßen. Aber wie schon gesagt, schaut euch bitte das Video * an, das Nähen der Box an sich ist nicht allzu schwer.

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)

 



man benötigt für eine "Magic Box": fertige Größe ca. 24 x 11 cm

  • Stoffquadrat für die Oberseite, ca. 40 x 40 cm (feste Baumwolle oder ähnliches)

  • Volumenvlies oder Vliesstoff, ca. 45 x 45 cm
  • Baumwollstoff für das Futter, ca. 45 x 45 cm

  • Endlosreißverschluss mit Schieber, ca. 57 cm 

  • zwei Stoffstreifen ca. 20 x 10 cm für die Seitenteile vom Oberstoff
  • zwei Stoffstreifen ca. 20 x 10 cm für die Seitenteile vom Futterstoff

  • zwei Stoffstreifen für die äußeren Laschen (Größe nach Wunsch)

  • Maßband
  • Lineal
  • Bleistift
  • Papierbogen für das Schnittmuster 40 x 40 cm cm
  • Schere
  • Nähgarn
  • Nähclips/ Wonderclips oder Stecknadeln
  • Nähmaschine
  • Bügeleisen

  • Aus dem Papierbogen laut Foto unten einen Schnitt anfertigen. 

Die Anleitung könnte man auch in wenigen Sätzen so zusammenfassen:
Den Stoff zuschneiden, RV abmessen, RV aufnähen, gequilteter/gesteppter Futterstoff mit Oberstoff zusammenstecken und am RV beide Teile zusammennähen. Stoffüberschuß zuschneiden, alles wenden. Schieber einfädeln, RV testen, wieder öffnen. Tasche auf links drehen, Seiten mit Naht schließen, andere Seite ebenso. Seitenwände nähen, an den beiden Seitennähten innen annähen, Ecken fixieren, fertig. 

Den glatt gebügelten Oberstoff so falten, dass er vierlagig liegt. Den Schnitt falten und auflegen und  ihn laut Video aus- und zuschneiden, dass nach dem Auseinanderfalten des Stoffes ein doppeltes "T" entsteht. An dem "T" die Ecken etwas rund schneiden, damit der Reißverschluss besser aufgenäht werden kann. Die Innenfläche in der Mitte der Stoffstücke ist 20 x 20 cm. Den Stoff nochmals bügeln. Applikationen, Stickereien oder ähnliches werden jetzt auf dem Oberstoff aufgenäht.

Den quadratischen Futterstoff und das Vlies aufeinander legen (Oberseite Futterstoff liegt unten/außen) und den ganzen Stoff noch absteppen bzw. quilten.

Den Reißverschluss (rechte Seite des RV auf die rechte Seite des Stoffs legen) mit den Zähnen nach innen zeigend an die Kanten des Oberstoffes legen und an jeder Seite etwas überstehen lassen. So sieht man, ob die Länge stimmt. Den Reißverschluß feststecken (rechte Seite des RV auf die rechte Seite des Stoffs legen) und mit dem Reißverschlußfüsschen der Nähmaschine aufnähen. 

Den RV nach oben klappen, das entgegengesetzte Ende des Stoffes ebenso nach oben klappen (rechte Stoffseite liegt innen) und bündig auf den Reißverschluß legen und ebenso feststeppen. 

Alternativ kann man auch den RV auseinander nehmen, die eine Hälfte auf die eine Seite des Oberstoffes (an der gebogenen Kante) mit den Zähnchen nach innen auflegen (rechte Seite des RV auf die rechte Seite des Stoffs), ihn mit den Klammern feststecken. An beiden Seiten soll der RV etwas überstehen. Jetzt den RV aufsteppen. 

Das andere Stück RV auf der gegenüberliegenden Seite gegengleich aufsteppen. Zähne zeigen jeweils nach innen.

Den Futterstoff mit der rechten Seite nach oben auf die Arbeitsfläche legen. Den Oberstoff mit der rechten Seite glatt auflegen. Jetzt liegen die Stoffe rechts auf rechts, die Zähnchen zeigen alle nach innen. Den Futterstoff an den RV feststecken und absteppen. Dabei genau auf der Nählinie nähen. Die andere Seite ebenso arbeiten. Jetzt sind nur noch die Seitenteile offen. Wenn man das Stoffteil nun betrachtet, liegen die linken Stoffseiten außen und zwischen den rechten Stoffseiten liegen die beiden Reißverschlussteile mit den Zähnchen nach innen. 

Den Stoff wenden, dass beide rechten Stoffseiten außen liegen. Jetzt den Futterstoff wie den Oberstoff zuschneiden. Die ausgeschnittenen Seitenteile werden für die Seitenteile verwendet. Die offenen Seiten ganz knappkantig zusammennähen und die genaue Mitte an beiden Seiten anzeichnen. Dort werden die Laschen angenäht.

Aus zwei schmalen Stoffstreifen jeweils zwei Laschen nähen/legen und diese knappkantig auf der Oberstoffseite an den markierten Stellen aufsteppen. Die Laschen zeigen nach innen.

Jetzt an einer Seite den Schieber für den Reißverschluss einsetzen (siehe Videos unten), das andere Reißverschlussteil einfädeln und den RV schließen, ob alles passt.  Die Tasche (bzw. "Schlauch") nun wieder wenden, dass der Außenstoff (rechte Stoffseite) innen liegt. 

Nun werden die Seiten geschlossen. Die eine Seite jetzt schließen, indem man die Seiten zusammenklammert und der Länge nach über den RV hinweg absteppt. Dabei ist der RV und die Lasche genau in der Mitte der Naht.

Den RV öffnen, die andere Naht ebenso schließen. Die Tasche jetzt durch die Reißverschlussöffnung wenden. Nun ist sie fast fertig. Zur Probe den RV wieder schließen, ob alles richtig zusammengenäht wurde. Die Tasche dann wieder öffnen und zurück auf links drehen. Den überflüssigen RV an der Naht abschneiden. Die Tasche so auf die Arbeitsplatte legen, dass nur noch das innere Quadrat zu sehen ist, die beiden Nähte liegen außen am Rand.

Nun werden die Seitenteile für die Box genäht. Die Stoffstreifen (20 x 10cm) Ober- und Futterstoff legt man rechts auf rechts und näht sie knappkantig an den beiden kurzen Seiten und einer Längsseite zusammen. Den Stoff wenden, bügeln und knappkantig rundherum absteppen. Für die zweite Seitenwand den Vorgang wiederholen.

Jetzt ein Seitenteil mit der Futterstoffseite an die Naht legen und feststecken. Die Futterseite liegt dabei nach innen auf das Innenseite der Tasche. Das Seitenteil nun auf der Naht feststeppen und nach oben klappen. Eventuelle Überstände begradigen und abschneiden. Wenn man sich die Box nun anschaut, dann ist die lange Naht noch zwischen Reißverschluß/Taschenwand und Seitenteil zu sehen. Jetzt klappt man die Seitenwand stramm über die komplette Naht und steckt alles mit Klammern fest. Diesen Wulst steppt man jetzt von der Innenseite her ab. So ist die Naht verschlossen.
Die Tasche jetzt ausformen, die Seitenwände ausrichten und jede Ecke mit kurzen Handstichen an der Futterseite festnähen. Den RV schließen und schauen, ob alles passt. 

Fertig ist eine Magix Box. Zum besseren Verständnis schaut euch bitte noch das  Video * an.

mein Tipp: die Box in der beschrieben Größe lässt sich recht einfach nähen und man sollte am besten bei ersten Mal auch diese Größe wählen. Natürlich kann man sie auch in anderen Größen nähen. Dafür einfach den Schnitt verkleinern oder vergrößern. Wichtig ist quadratischer Stoff, den Stoff in 16 gleichgroße Quadrate zu teilen wie in der folgenden Zeichnung. Den Endlosreißverschluß erst dann abmessen, wenn der Oberstoff schon fertig zugeschnitten ist.

Endlos - Reißverschlüsse mit Schiebern bestellt man am besten im Internet. Dort gibt es eine große Auswahl zu recht günstigen Preisen.


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weißer Futterstoff, dunkler Oberstoff (fertig zugeschnitten), Reißverschluß und Schieber

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sind Ober- und Futterstoff mit RV verbunden, dann die Ecken zur Mitte legen und die Naht schließen


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hier eine kleine Auswahl meiner bisher genähten Boxen


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* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)



und hier noch ein prima Tipp mit einer Gabel. Ich klemme die Gabel immer in der Küche zwischen Besteckschublade und Arbeitsplatte




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Freitag, 16. März 2018

Stoffhühnchen

Nicht nur nette, kleine Hüllen für Papiertaschentücher kann man aus Stoffresten nähen, sondern auch diese lustigen Hühner. Je nachdem, wie klein oder groß man die Stoffquadrate wählt, so bekommt man verschieden große oder kleine Hühner. Auch die Stoffart ist unerheblich, man nimmt einfach was einem gefällt oder was man noch zu Hause hat.
Man benötigt nicht viel um sie zu nähen, das meiste habt ihr bestimmt zu Hause. So kann man gleich mit dem Nähen beginnen und ruckzuck hat man nette Hühner für die Osterdekoration. 

Die Form der Hühner erinnert mich an die Sunkist-Trinkpackungen, die es in den 1960er Jahren gab. Die ein wenig Älteren unter euch werden sich bestimmt an Sunkist erinnern . . . 


als Kantenhocker sitzt das kleine Huhn hier zum Fototermin auf der Tischkante

für ein Stoffhuhn benötigt man:
  • ein Stoffrechteck, z.B. 10 x 5 cm oder 20 x 10 cm 
  • kleine rote Stoffstücke oder Filzreste für Schnabel und Kamm
  • zwei Bänder für die Beine
  • Stecknadeln
  • Nähgarn
  • Schere
  • Nähmaschine
  • Filzstift
  • Füllwatte
  • Federn
  • Band, Angelschnur oder Faden für eine Aufhängung
  • lange Nähnadel

In die eine äußere Ecke wird der Hahnenkamm und der Schnabel auf der rechten Stoffseite gelegt und festgesteckt. So ca. 1cm bleibt an der Ecke frei. Dann den Stoff rechts auf rechts legen wie man auf dem linken Foto unten sieht. Jetzt mit Stecknadeln die obere und die rechte Kante feststecken und knappkantig absteppen. Die untere Seite bleibt offen. Das entstandene Quadrat nun öffnen und so falten, dass die Naht mittig liegt. Die Bänder für die Beine nach innen legen und feststecken. Siehe das 2. Foto rechts oben. Bis auf 2 cm in der Mitte den Stoff knappkantig abnähen, das wird die Wendeöffnung. Das Hühnchen nun wenden und mit Füllwatte füllen und die Naht schließen. Jetzt mit einer Nadel die Ecken herausziehen, die Augen mit einem Filzstift aufmalen und bei Wunsch noch eine Feder als Schwänzchen einstecken. 

Fertig ist das Stoffhühnchen. Wer es aufhängen möchte, der befestigt noch ein Bändchen zum Aufhängen. Dafür ein entsprechend langes Stück Faden oder Schnur abmessen und mittig mit Hilfe einer sehr langen Nähnadel von unten durch das Huhn stechen bis die Nadel an der Oberseite mittig wieder herauskommt. Die Schnur unten verknoten und das Huhn zurechtzupfen.

Tipp: wer keine Nähmaschine hat und nicht mit der Hand nähen möchte, der kann den Stoff auch vorsichtig mit Klebstoff zusammen kleben. 






zieht man das Band ein wenig fest, dann hat das Huhn sogar "dicke Oberschenkel"  





Hühner groß und klein ( ca. 5 und 3 cm )





Dienstag, 16. Januar 2018

Narrenkappe selbst genäht

Die jecke oder närrische Jahreszeit ist schon in vollem Gang und manch einer überlegt, was er denn dieses Jahr als Kostüm auswählt. 
Ich habe dieses Jahr so gut wie nix mit Karneval am Hut, aber für meinen Mann habe ich dieses Jahr mal einen genäht. Eine Narrenkappe, um genau zu sein, die er Karneval im Büro gut aufsetzen kann. 


rot - weiß sollte sie werden, die Narrenkappe. Das war die einzige Bedingung.


. . . und hier mit Beleuchtung und Köln - Wappen


drei Mal Kölle Alaaf . . . 
für eine Narrenkappe benötigt man:

  • Baumwollstoff
  • Bügelvlies
  • Litze, Applikationen, Bommel, etc.
  • Nähgarn
  • Schere
  • Stecknadeln
  • Maßband
  • Papier für den Schnitt
  • Stift
  • Werbeprospekt
  • Nähmaschine
  • Bügeleisen

Wie fertigt man eine Narrenkappe? Das habe ich mich auch gefragt und habe mir überlegt, wie ich es am besten anstelle. Zuerst habe ich eine Kappe aufs Papier gemalt. Den Kopfumfang genau ausgemessen und die Maße auf ein 4-lagiges Werbeprospekt übertragen. Dann habe ich mit grobem Steppstich die Ränder abgesteppt und den Rand unten umgeschlagen. Fertig war die Narrenkappe aus Papier.
Mein Mann konnte so die Kappe ausprobieren, ob sie sitzt. Ich hatte Glück, sie gefiel vom Stil und von den Proportionen und passte auch noch. Dann habe ich mit an das Schnittmuster begeben. Mit Hilfe von Backpapier habe ich die 4 Teile pro Seite abgepaust. Die Einzelteile habe ich dann ausgeschnitten und laut Musterkappe zusammen genäht. Die Litze und die Applikationen habe ich ebenso aufgenäht.
Beide Seiten zusammen stecken und aufprobieren. Sollte sie passen, dann beide Teile auf das Bügelvlies zum Versteifen der Kappe legen und festbügeln. Die Teile ausschneiden, rechts auf rechts legen und knappkantig absteppen. Die Kappe wenden, den Rand umlegen und fertig. Jetzt braucht man nur noch die Kappe aufsetzen und sich freuen.

Ich habe als Gag noch eine kleine, batteriebetriebene Lichterkette am Rand dekoriert. Mein Mann hat sich sehr über diese Kappe gefreut. So ist er Karneval gut "behütet".

Aber was mache ich  jetzt noch mit dem restlichen Stoff . . . ich hatte doch nur einen halben Meter vom Streifenstoff und vom gepunktetem Stoff gekauft und es ist immer noch viel übrig. Der rote Stoff war aus meinem Fundus. Aber ich habe ja eine große Stoffkiste, da kann der Stoff auf seinen nächsten Einsatz warten . . . 


die Probekappe aus einem Werbeprospekt. Hier kann man Maß für die einzelnen Schnitteile nehmen. Die Kappe besteht pro Seite aus 4 Teilen.



Donnerstag, 11. Januar 2018

PaTaTüHü - Papiertaschentücher hübsch verpackt

Wer in diesen Tagen erkältet ist, der benötigt auf jeden Fall Kleenex-Tücher. Aber oft gefallen einem die Pappkartons nicht. Und da habe ich eine Idee für euch. Eine Hülle für die Kleenex - Box habe ich schon mehrfach genäht. Ihr habt vielleicht schon die Anleitung hier in meinem Blog gesehen. Die Hüllen (wie hier aus Jeans) sind schön praktisch, man kann sie seinem Einrichtungsstil anpassen und man hat keine Pappschachteln herumstehen. 
Eigentlich müsste man sich jetzt wundern, warum ich so etwas in der Art noch nicht für eine Packung Taschentücher genäht habe. Aber die Tage war es soweit, ich habe jetzt welche genäht. Stoff habe ich immer noch in Hülle und Fülle in meinem Fundus, er wird irgendwie nicht weniger. Aber auch wenn ihr nur kleine Stoffstückchen habt, das reicht auch, denn für eine Hülle braucht man nicht viel. Ich habe hier kleine Reste von "Herbst- und Winterstoffen" verwendet, so zum üben. Aber man kann ja jeden erdenklichen Stoff, ob gemustert oder uni nehmen. Schön ist das, was gefällt. Meine Hüllen sollen hier nur der Anregung dienen.
Beim Nähen kommen euch bestimmt noch viele Ideen, wie ihr die Hüllen gestalten könnt. Und wenn man erst einmal eine Hülle genäht hat, dann kann man kaum damit aufhören. Ich habe jetzt schon etliche genäht, die jetzt auf einen Besitzer und auf den Einsatz in einer Handtasche warten. . . 





und das benötigt man für eine PaTaTüHü - eine PapierTaschencher lle
  • 2 Stück Baumwollstoff 18 x 16 cm (bzw. 18 x 18 cm)
  • Nähgarn
  • Lineal
  • Stecknadeln
  • Nähmaschine
  • Schere
  • Litze, Schrägband, Patches, Knöpfe o.ä. zur Verzierung
  • Bügeleisen
die beiden Stoffstücke rechts auf rechts legen und an beiden schmalen Seiten (16cm) den Stoff knappkantig absteppen. Den Stoff wenden und bügeln. Das entstandene Rechteck rundherum knappkantig absteppen. Damit die Hülle stabiler wird den Stoff noch mehrfach in gewünschtem Muster absteppen. Oder zur Verzierung eine Litze aufnähen, oder Patches, da fällt euch bestimmt genug ein. Freie Kanten noch mit Zickzack säubern.
Die 16cm Seite aufeinander legen und feststecken. Die rechte Seite, die die Außenseite werden soll liegt innen. Dann den Stoff oben und unten ca. 4cm lang ganz knapp steppen. Die Mitte bleibt frei, das ist die Öffnung für die Taschentücher.
Jetzt den entstanden "Schlauch" so falten, dass der große Schlitz genau mittig liegt. Den Stoff mit Nadeln fixieren.

Eckvariante Nr. 1: Jetzt die beiden offenen Seiten füßchenbreit absteppen. Jede Ecke nun zum Dreieck falten und 1cm absteppen, ein kleines Dreieck von 1cm Kantenlänge entsteht und beim Wenden wird die Hülle nicht flach sondern es entsteht eine schöne Hülle in der Größe einer Packung Taschentücher. Siehe das Foto der blauen Hülle.

Eckvariante Nr. 2: an der schmalen Schlauchseite jeweils 1cm von außen abmessen und den Stoff der langen Seite hineinschieben/falten bis die Markierung erreicht ist. Feststecken. Der Stoff sieht an der schmalen Seite jetzt von oben betrachtet je Seite aus wie der Buchstabe "W" oder "M". Nun jede Seite Füßchenbreit absteppen. Jede Ecke ist direkt mitgenäht. Jetzt die Hülle wenden und die Ecken herausziehen. Siehe die rote Hülle im unteren Foto.

Variante Nr. 3: Bei der Lila Hülle benötigt man aber ein Stoffstück von 18 x 18cm. die beiden Stoffstücke rechts auf rechts legen und an zwei gegenüberliegenden Seiten den Stoff knappkantig absteppen. Den Stoff wenden und bügeln. Das entstandene Rechteck rundherum knappkantig absteppen. Damit die Hülle stabiler wird den Stoff noch mehrfach in gewünschtem Muster absteppen, verzieren, etc. Freie Kanten noch mit Zickzack säubern.
Beim Falten zur Mitte bitte die Stoffseiten ca. 1cm überlappen. Der so gefaltete Stoffschlauch sollte jetzt 8cm breit sein. Den Stoff mit Nadeln fixieren. An der schmalen Schlauchseite jeweils 1cm von außen abmessen und den Stoff der langen Seite hineinschieben/falten bis die Markierung erreicht ist. Feststecken. Der Stoff sieht jetzt an der schmalen Seite von oben betrachtet je Seite aus wie der Buchstabe "W" oder "M". Die Breite ist jetzt ca. 5cm. Nun jede Seite Füßchenbreit (ca. 1cm) absteppen. Jede Ecke ist direkt mitgenäht.  Jetzt nur noch die Hülle wenden und fertig ist die Lila Hülle.
Als Zusatz habe ich noch ein "handmade" - Schild angenäht.

Jetzt braucht die Hülle nur noch mit mindestens einem Päckchen Papiertaschentücher befüllt werden.



Ecke Nr. 1: hier sieht man gut die Ecken, die durch die kleinen Dreiecke beim Nähen entstanden sind



Ecke Nr. 2 kann man hier besonders gut erkennen. Im Gegensatz zu Nr. 1 wird die schmale Seite hier in einem Arbeitsgang genäht. Die Kanten der Öffnung liegen aneinander.

hier sieht man Variante Nr. 3  mit den überlappten Kanten:



Welche Ecke gefällt euch besser? Ich wünsche euch viel Spaß beim Nacharbeiten der doch hübschen Hüllen. Und ist es nicht schön, dass jede Hülle ein absolutes Unikat ist?







Freitag, 1. Januar 2016

schicke Stoffhüllen für Kosmetikboxen

Schon im Sommer hatte ich in der ARD-Buffet-Sendung gesehen, wie die Bloggerin Yoshiko Klein (http://www.noriko-handmade.de/  ) eine sehr schöne Idee zur Verschönerung einer Kosmetikbox (z.B. Kleenex) vorgestellt hatte. Oftmals sind die Papierboxen mit Mustern bedruckt, die einem nicht so gefallen oder sie farblich nicht in die Wohnung passen. Von daher ist die Idee der Stoffhülle wunderbar. Man kann selbst hässlichste Boxen schön verpacken, die Hülle ist immer wieder zu verwenden und auch noch waschbar. 

Da ich immer noch einige Stoffe aus den USA in meinem Fundus habe, hatte ich mich schon im Sommer ans Werk gemacht und diese Idee in die Tat umgesetzt. Dazu benötigt man zwei verschieden farbige Stoffquadrate nach Wunsch und schon konnte es losgehen. Am besten eignen sich nicht elastische Baumwollstoffe. In gut sortierten Stoffgeschäften findet man jede Menge Auswahl, vor allem in der Abteilung "Patchwork und Quilt" findet man sehr viele amerikanische Stoffe. Aber egal, für welches Muster oder welche Farbe man sich entscheidet, entscheidend ist der persönliche Geschmack. Die Stoffe müssen auch nicht zwingend gemustert sein. Einfarbig sehen die Hüllen auch sehr schön aus. Und wenn man dann noch alte Knöpfe zu Hause hat, umso besser. Passend zum Stoff habe ich mir Knöpfe herausgesucht. Ich habe keine Knöpfe mit Öse verwendet, ich habe die Knöpfe mit Stiel angenäht. Das klappt genauso gut. Als zusätzlichen Hingucker habe ich andersfarbiges Garn verwendet. 





Zu Weihnachten habe ich erneut Stoff und einige Knöpfe aus meinem Fundus herausgeholt und noch einige Hüllen genäht, um diese auch zu verschenken. Die Hüllen sind sehr gut angekommen und die Beschenkten haben sich sehr gefreut.






man benötigt:
  • Baumwollstoff-Quadrate in 2 verschiedenen Mustern oder Farben
  • Maßband oder Lineal
  • Stoffschere
  • 2 Knöpfe mit Öse, ca. 1,5 - 2 cm im Durchmesser (Tipp: hat man keine Knöpfe mit Öse, dann nimmt man normale Knöpfe und näht diese mit Stiel an)
  • Nähgarn
  • Nähnadel
  • Stecknadeln
  • Nähmaschine
  • Bügeleisen

die Größe der Stoffquadrate richtet sich nach der Größe der Box. Yoshiko Klein hat folgende Formel berechnet:
(Höhe der Box x 2 +36) : 1,41 + 3
daraus ergeben sich folgende Größen:

für eine Box, die ca. 5 cm hoch ist - 36cm Seitenlänge
                            ca. 7 cm              -  39 cm
                            ca. 9 cm              -  41 cm

nun geht es aber ans Werk. Beide Stoffe werden in der gewünschten Größe zugeschnitten (ohne Nahtzugabe). Die Stoffe legt man rechts auf rechts und näht mit 1 cm Abstand zum Rand die Nähte zusammen. Achtung. An einer Stelle 10 cm zum Wenden offen lassen. Die 4 Ecken ein wenig abschneiden, den Stoff wenden und die Ecken mit einer Nadel herausziehen. Das Quadrat nun bügeln und im Abstand von 0,5 cm absteppen. Dabei darauf achten, dass auch die offene Naht mitgenäht wird. Das Quadrat nun zum Dreieck legen und oben an der rechtwinkeligen Ecke je Seite 9cm abmessen. Beide Stellen mit etwas Nähgarn in wenigen Stichen mit der Hand zusammennähen. An den zwei spitzen Ecken jeweils einen Knopf mit Stiel annähen. Jetzt schiebt man die Kosmetikbox in das Dreieck und die Seiten mit den Knöpfen werden durch die Öffnung in der Mitte gezogen. Das ganze zupft man noch ein wenig zurecht - voilà, fertig ist eine schöne Hülle. Je nach Wunsch kann man sie auch wenden.

Viel Spaß beim Nähen.










Dienstag, 3. November 2015

Sternenquilt - Decke für den Christbaum

bald steht wieder der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer und ich finde, eine schöne Decke unter dem Baum macht nochmal so richtig was her. Vor allem dann, wenn der Baum direkt auf den Boden gestellt wird. Deshalb habe ich vor einigen Jahren für unseren Baum auch eine Decke genäht. Den Schnitt erstand ich damals bei Keepsake Quilting in New Hampshire. Er wird auch "America's favorite quiltshop" genannt. Das ist ein wundervoller Stoffladen (Video: a visit to keepsake quilting), wo es Tausende von verschiedenen Stoffen sowie sämtliches Zubehör rund ums Nähen und Quilten gibt (es gibt auch einen online shop). Die passenden Stoffe für die 6 Rechtecke habe ich dann in mühevoller Kleinarbeit später in Ruhe zusammengesucht. Es sind 8 verschiedene Stoffe für die Oberseite. Falls ich mich recht erinnere, habe ich für die dunkleren Stoffstreifen jeweils 1 yard (Meter) gekauft, für die innenliegenden Streifen auch nur 1/2 yard (Meter). Für das Mittelteil reicht auch ein Reststück Stoff. Die Rückseite ist aus einer Stofffarbe.
Alle Stoffstreifen sowie die Vierecke sind im 60°-Winkel zugeschnitten. Bitte genau auf den Winkel achten, ansonsten wird der Stern ungleichmäßig und passt hinterher nicht richtig zusammen.



Und so wird der Quilt genäht:

man fängt mit einem kleinen Rechteck für die Mitte an. Der Stoff wird im 60° -Winkel mit Zugabe zugeschnitten. Dann geht es an die Streifen. Alle Streifen in gleicher Breite (ca. 5cm) zuschneiden. Am Anfang wieder den Winkel von 60° schneiden. Den Streifen rechts rechts auf rechts legen und auf das Rechteck nähen. Im Winkel abschneiden. Nun den nächsten Streifen anlegen und aufnähen. Dann den 3. und den 4. Streifen. Zwischendurch immer wieder die Nähte in eine Richtung bügeln. Wie man auf dem unteren linken Bild in der Mitte sieht, sind die Streifen in der Länge alle unterschiedlich. So werden nach und nach alle Streifen aufgenäht bis das gewünschte Rechteck entstanden ist. Nachdem alle Nähte schön flach gebügelt wurden schneidet man pro Viereck ein Stück Batting (Füllwatte) und den Unterstoff zu. Die drei Lagen werden nach dem Zusammenstecken abgesteppt. So sind Unter- und Oberteil miteinander verbunden. So verfährt man mit jedem Rechteck. 

das Mittelteil ist im 60°-Winkel zugeschnitten. Nr. 1 ist der 1. Stoffstreifen, der aufgenäht wird. Im genauen Winkel oben am Mittelteil abschneiden. Dann Nr. 2 aufnähnen und ebenso abschneiden, Nr. 3 folgt u.s.w.

Alle 6 Rechtecke werden dann zum Stern zusammen gesteckt, man hat dann 5 Nahtstellen. Diese Nähte schließt man per Steppstich. Die letzten Stoffstreifen näht man aneinander, steckt sie auf der Außenseite des gesamten Sterns rechts auf rechts fest und näht sie dann fest. Den Streifen dann um die Kante nach unten legen und nochmals in der Naht absteppen. Fertig ist der Rand. Jetzt ist der Stern nur an einer Seite offen, damit man die Decke um den Baum und über den Ständer legen kann.


Ich hoffe, ich habe mich ein wenig verständlich ausgedrückt, Wer aber schon etwas Näherfahrung hat oder auch schon selber gequiltet hat, der kann anhand der Fotos leicht erkennen, wie der Stern genäht wurde. Allen, die auch so eine Decke nähen wollen, wünsche ich viel Spaß beim Nacharbeiten und gutes Gelingen.

PS.: die Anleitung, die ich damals hatte, war in Englischer Sprache und ich hatte zuerst den Hinweis mit dem 60° Winkel überlesen. Folglich war mein erstes Viereck, mit dem ich damals begonnen hatte, in den Maßen falsch. Nur wenn alle Vierecke einen Winkel von 60° haben ergibt sich auch der fertige Stern mit 360°. Ich konnte das zu spitze Viereck nicht für den Stern verwenden . . . dieses Viereck war viel länger. 
Übrigens verwende ich es nun als Tischläufer zur Weihnachtszeit . . .