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Dienstag, 18. August 2026

Marillenknödel mit Topfenteig 2026

Im Sommer liebe ich frische Aprikosen. Sie sind für mich der Inbegriff eines Sommers und dazu gehören auch leckere selbstgemachte Marillenknödel mit Topfenteig. 

Kennengelernt haben wir sie vor etlichen Jahrzehnten in Österreich, sodaß ich die Aprikosenknödel auch immer mit der österreichischen Bezeichnung betitel. 

Mit einem Kartoffelteig kann man die Aprikosen auch zubereiten, das schmeckt auch sehr gut, aber mit Quark sind sie gefühlt etwas "leichter", die Knödel sind unterm Strich auch nicht so süß und schön locker. 

In sämtlichen Rezepten steht immer, dass man die Aprikosen mit einem Stück Würfelzucker füllen soll. Ich mache es anders. Wir wollen den vollen Aprikosengeschmack, die Früchte selber sind uns süß genug, und so gebe ich statt des Würfelzuckers ein Stück Aprikose hinein. Wer es süßer möchte, könnte das Stück Aprikose ja noch etwas in Zucker wälzen und dann in die Frucht legen. Aber glaubt mir, das ist nicht erforderlich.

Und hier ist mein bewährtes Rezept leckerer Marillenknödel mit Topfenteig.



Marillenknödel mit Topfenteig (Quarkteig)  6 - 8 Stück (je nach Größe der Aprikosen)

  • 1 Eischnee
  • 1 Prise Vanillesalz

  • 1 Eigelb
  • 50 g Butter
  • 60 g Hartweizengrieß
  • 2 Teelöffel Zitronenzucker
  • 250 g Magerquark
  •  
  • 80 g Dinkelmehl 630er, evtl etwas mehr
  •  
  • 7 - 9 dicke Aprikosen (Marillen)
  •  
  • reichlich Mehl zum Bemehlen der Hände
  • Einmalhandschuhe

  • großer Kochtopf 
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 2 Teelöffel Salz
  •   
  • 50 g Paniermehl oder Semmelbrösel
  • 25 g Zucker
  • 1 knapper Teelöffel Zimt (Ceylonzimt)

  • zerlassene, braune Butter (falls man mag)

das Eiweiß mit einer dicken Prise Salz ganz steif schlagen und beiseite stellen. Das Eigelb mit der Butter schaumig rühren und nach und nach den Quark untermischen. Danach den Grieß, das Mehl und den Zitronenzucker. Der Teig sollte nicht zu sehr kleben. Zuletzt den Eischnee unterheben.

Die Masse für 45 Minuten in den Kühlschrank stellen. Währenddessen das Paniermehl mit dem Zucker und dem Zimt gut vermischen und die Aprikosen entkernen. 

Eine Aprikose halbieren, dann die Hälften nochmals halbieren und das Viertel quer teilen. Mit diesem Stück Frucht jede Aprikose füllen *.

* viele nehmen statt der Frucht ein Stück Würfelzucker. Aber wir mögen gerne besonders viel Frucht in den Knödeln und so ersetze ich den Kern mit einem Stück Frucht statt Würfelzucker. Wer es süßer mag, könnte das Stück Frucht noch in Zucker wälzen.

Den Teig in sechs bis acht Teile teilen (je nach Größe der Aprikosen) und jede gefüllte Aprikose mit dem Teig umhüllen. Damit alles nicht so an den Händen klebt, Einmalhandschuhe anziehen. Dann die Hände ordentlich bemehlen, der Teig klebt leider (manchmal) sehr. Mit den bemehlten Händen zu schönen, runden, möglichst glatten Knödeln rollen. Der Teig soll nicht mehr kleben. 

Die fertig gerollten Knödel auf etwas Mehl legen, dass die Unterseite des Knödels am Brett nicht festklebt.

Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, Salz dazu geben und einen Esslöffel Zucker. Wenn es kocht, die Knödel hinein legen, die Temperatur herunterschalten und die Knödel leise simmern lassen bis sie an der Oberfläche schwimmen. Das dauert je nach Größe der Knödel ca. 10 - 15 Minuten. Ab und an die Knödel wenden.

Mit einem Schaumlöffel die Knödel herausheben und sie einzeln in der Bröselmischung wenden. Wer mag gibt noch zerlassene Butter darüber. (Das haben wir uns aber verkniffen, schmeckt aber nochmal besser). Und schon kann geschlemmt werden.


 Sehen Sie nicht lecker aus? Mittig sieht man das zusätzliche Stückchen Frucht.


🍑🍑🍑🍑🍑




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Freitag, 14. August 2026

Cipollina siziliana - eine Spezialität aus Sizilien

IIm April waren wir auf einer Rundreise auf Sizilien. Die Insel ist sehr vielseitig in ihrer Landschaft, überall gibt es interessante Sachen zu entdecken. Wir zehren immer sehr von solchen Reisen und freuen uns, dass wir so etwas erleben dürfen. Zu Hause werden dann die Fotos gesichtet und gespeichert, ein Fotobuch wird erstellt und auch Leckereien, die wir gegessen haben, werden nachgekocht oder nachgebacken. So kann man den Urlaub noch verlängern und alles Revue passieren lassen.

Ein Rezept einer sehr leckeren Bruschetta, die wir auf der Äolischen Insel Lipari gegessen haben, habe ich euch > hier < aufgeschrieben. Schaut gerne mal in den Bericht.

Rund um den Ätna bzw. Catania, hatten wir bei einem Picknick in einem Pinienwald u.a. eine leckere kulinarische Spezialität kennengelernt. Sie nennt sich "Cipollina siziliana".  Die Leckerei besteht aus Blätterteigpäckchen (oder einer Art Plunderteig), die mit vielen geschmälzten Zwiebeln, Tomaten, gekochtem Schinken, Mozzarella und einigen Gewürzen gefüllt werden. Sie sind ein leckeres Streetfood und man bekommt es dort überall. 

Uns haben diese Cipollina sehr gut geschmeckt. Zuhause habe ich dann im Internet nach einem genaueren Rezept gesucht, ich wollte sie so gut es ging "nachbacken". Und hier ist meine Version der leckeren Cipollina. Gegessen werden sie warm, aber sie schmecken auch kalt.

Die Cipollina waren mir sehr gut gelungen. Die Füllung war sehr lecker und so, wie wir sie aus Sizilien im Gedächnis hatten. Schmelzende, leicht süße, gewürzte Zwiebeln, dann der Schinken und der cremige Mozzarella. Herrlich. Ich hatte allerdings nur eine Rolle Blätterteig verwendet und daraus 6 Stücke geschnitten. Das war alles sehr lecker, aber das nächste Mal würde ich eine zweite Rolle Blätterteig dazu nehmen und den Teig doppelt legen. Dann wird der Teig dicker, was dem Original näher kommt.

Einfach lecker war die Cipollina.

"Cipollina siziliana"   6 Stück

  • 2 große Zwiebeln, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 dicke Knoblauchzehe, fein gewürfelt
  • etwas natives Olivenöl

  • 4 mittlere, geschälte und entkernte Tomaten, fein gewürfelt
  • 1 Teelöffel Tomatenmark
  • einige Basilikumblätter, fein gehackt
  • etwas Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • eine Prise Zucker

  • 1 Mozzarella-Kugel, in Scheiben 
  •  
  • 6 Scheiben Prosciutto cotto oder gekochter Schinken
  •  
  • 2 Rollen Blätterteig
  • etwas Milch zum Bestreichen
  •  
  • Zahnstocher


Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln unter Rühren leicht glasig dünsten lassen. Dann den Knoblauch dazu geben und alles leicht golden braten. Dann die fein gehackten Tomaten dazu geben und zu einer dicklichen Sauce köcheln lassen. Dann das Tomatenmark dazu geben.

Mit Basilikum, einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken und die restliche Flüssigkeit einkochen lassen, bis sie verdampft ist.

Die Mischung abkühlen lassen.

Den Blätterteig 10 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen, den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen, ein Backblech mit Backpapier belegen.

Den Blätterteig aufeinander legen, festdrücken und ihn in ca. 6 gleichgroße Quadrate schneiden und mit Abstand auf das Backpapier legen.

Auf jedes Teigquadrat mittig den Prosciutto legen, darauf etwas Zwiebelfüllung geben und mit den Mozzarellascheiben belegen.

Die vier Teigecken nun zur Mitte falten und die Päckchen verschließen, die Ränder leicht festrücken und mit Milch bestreichen. Mittig jeweils einen Zahnstocher hinein stecken, damit die Päckchen während des Backens nicht aufgehen.

Das Backblech mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und die Cipollina in ca. 15 - 20 Minuten golden backen.


Die fertige Füllung für die Cipollina.




Vom rohen Teig zur fertigen Cipollina.




Picknickplatz auf dem Ätna in Sizilien in einem Pinienwäldchen in über 1000 m Seehöhe. 


Picknick im Pinienwald: leckere, warme Cipollina wurden dort serviert. Ich vermute, sie waren aus einer Art Plunderteig, denn der Teig war auch recht dick. So konnte man die Cipollina gut aus der Hand essen.



Leckeres Fingerfood am Ätna.



Die Füllung und auch der Teig drumherum schmeckten sehr lecker.












Freitag, 7. August 2026

Limburger Aprikosen Vlaai

Als wir letztens Maastricht mal wieder einen kleinen Besuch abgestattet hatten, fielen uns wieder die vielen Vlaai auf, die in Cafés und Bäckereien angeboten und serviert werden. Ein Vlaai ist eine Art Flan aus Hefeteig mit Kompottfüllung. Egal ob es Aprikosen, Kirschen, Äpfel oder Pflaumen sind, lecker sehen sie alle aus.

In einer Bäckerei an der Bisschopsmolen waren etliche Vlaai im Schaufenster ausgestellt. Einer sah leckerer aus als der andere. Als ich dann im Schaufenster noch den Hinweis sah, dass man auf der Homepage Bisschopsmolen* auch Rezepte finden konnte, habe ich zu Hause gleich nachgeschaut. Und siehe da, etliche Rezepte waren zu finden, auch ein Rezept eines "Limburger Aprikosen Vlaai".

Laut Wikipedia* ist ein Limburger Vlaai* , ich zitiere, . . . "ein typisches Gebäck aus der niederländisch - belgischen Region Limburg. Die Zusammenstellung eines flachen Hefeteigs und einer Füllung aus angedicktem Fruchtkompott gilt als eine regionale Spezialität, die in erster Linie zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen, Familienfeiern, Feiertagen, etc. verzehrt wird. . . "

Das folgende Rezept eines Aprikosenvlaais* habe ich auf der Seite von Grainlabs* gefunden und als Anregung genommen.

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)


Frisch aus dem Backofen und noch warm.


Limburger Aprikosen Vlaai (nach einem Rezept von  grainlabs.nl*)

für eine Tarteform von 28 cm

  • 700 g entsteinte Aprikosen, grob gewürfelt **
  • 350 ml Wasser 
  • 130 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 50 g Stärkemehl (Mondamin)
Das Wasser mit dem Zucker, Salz und dem Stärkemehl gut vermischen, bis sich die Stärke aufgelöst hat. Unter Rühren zum Kochen bringen, etwas köcheln lassen und die grob gewürfelten Aprikosen untermischen. 
** ich hatte 500 g Aprikosen und 200 g Plattpfirsiche grob gewürfelt, was sehr gut geschmeckt hat.
Das Kompott noch einige Minuten köcheln lassen, damit die Früchte weich werden. Dann das Kompott in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Dann zum Durchkühlen und Festwerden in den Kühlschrank stellen. Das kann man sehr gut schon einen Tag vorher erledigen.
  • 500 g Dinkelmehl
  • 30 g frische Hefe oder  1 1/2 Päckchen Trockenhefe (11 Gramm)
  • 150 g weiche Butter 
  • 3 Esslöffel Zucker 
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 Ei, Gr. L, Zimmertemperatur 
  • 150 ml lauwarme Vollmilch
Das Mehl mit der Trockenhefe mischen, den Zucker und das Salz dazu geben und mit der weichen Butter, dem Ei und der Milch zu einem glatten Hefeteig verarbeiten, bis der Teig nicht mehr am Schüsselrand klebt.

Den Teig aus der Maschine nehmen, zu einer Kugel formen und abgedeckt ca. 20 Minuten gehen lassen. 

Eine Tarteform mit Backpapier und etwas Überstand auslegen. So kann man den fertigen Vlaai nach dem Backen besser der Form entnehmen.

Den Teig rund ausrollen (ca. 3mm dick) und in die Form legen. Darauf achten, dass unter dem Teig keine Luftblasen sind. Eventuelle Teigüberstände am Rand mit einem Messerrücken abschneiden.

Die kalte Kompottfüllung nun auf den Teigboden geben und glattstreichen.

Für den Deckel den restlichen Teig ausrollen (ca. 3 mm dick) und mit Kondensmilch (oder verquirltem Ei) bestreichen. Darauf dann den Zucker geben.

Mit einem Teigrädchen den Teig in ca. 2cm breite Streifen schneiden. Diese dann gitterförmig auf der Füllung verteilen, dabei den überflüssigen Zucker abschütteln. Eventuelle Teigüberstände abschneiden.

Den Kuchen nun ca. 30 Minuten gehen lassen.

Währenddessen den Backofen auf  200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den Kuchen in den vorgeheizten Backofen schieben, 2. Stufe von unten, und in ca. 15 bis 20 Minuten backen, bis er goldbraun ist.

Den Kuchen nach dem Backen sofort aus der Kuchenform nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.


für einen Vlaai von 22cm benötigt man laut grainlabs.nl* 

  • 300 g Dinkel-Flan-Teig für den Boden
  • 600 g Kompottfüllung
  • 50 g Dinkel-Flan-Teig für den Deckel
  • 1 Ei zum Bestreichen
  • Zucker für den Deckel

für einen 28 cm Vlaai (wie auf dem Foto oben) habe ich folgende Mengen genommen:

  • 480 g Teig
  • 1000 g Kompott
  • 200 g Teig für den Deckel
  • etwas Kondensmilch zum Bestreichen
  • Zucker für den Deckel


Der Vlaai mit Aprikosen - Plattpfirsichkompott vor und nach dem Backen. 



Ein Stück Aprikosen - Plattpfirsich Vlaai, lecker war's.


Limburger Vlaai im Schaufenster der Bäckerei De Bisschopsmolen.



Die Kirche Sint - Janskerk mit dem roten Turm und die Servatiusbasilika am Vrijthof in Maastricht.


Freitag, 24. Juli 2026

Österreichischer Erdäpfelsalat mit Hesperidenessig

Im Juni waren wir für ein paar Tage im Salzburger Land in Urlaub. Die Landschaft und das Essen sind immer eine Reise wert. In solchen Urlauben schaue ich auch immer gerne in Lebensmittelläden vorbei, was ich dort Leckeres, Neues, Außergewöhnliches und/oder Landestypische entdecke. Dabei wandert oft auch etwas in meinem Einkaufskorb.

So war es jetzt auch wieder, ich habe nicht nur Graumohn aus dem Waldviertel und würzig - süßen Senf mitgenommen, sondern auch eine Flasche Essig. 

Es ist kein gewöhnlicher Essig, sondern ein "Hesperidenessig"* von der Fa. Mautner - Markhof. Produkte der Firma kaufe ich immer sehr gerne. Z.B. der im Barique ausgebaute Apfelessig* schmeckt hervorragend, genauso wie der Kremser Senf*, der mild - süß schmeckt. Die Zutaten des Hesperidenessigs sind eine Mischung aus Branntweinessig, Weißweinessig und Apfelsaftkonzentrat. So etwas kannte ich bis dato nicht.

Als ich diesen Hesperidenessig nun im Regal sah, wusste ich nicht, was das für ein Essig ist. Ich hatte den Namen noch nie gehört. Aber das Schild auf der Flaschenrückseite erklärte alles, ich zitiere:

"Das österreichische Original! Seit 1927 produzieren wir den Original MAUTNER MARKHOF Hesperiden Essig - eine spezielle Komposition aus Weingeistessig, Weinessig und dem Geschmack sonnengereifter Äpfel. 

Er ist nach den Hüterinnen des Apfelhaines der Göttin Hera benannt - den Hesperiden. Diese Nymphen hüteten in einem wunderschönen Garten einen Baum mit goldenen Äpfeln. Die Äpfel verliehen den Göttern ewige Jugend. Österreichs beliebtester Essig verleiht vor allem Erdäpfel-, Häuptel- und Gurkensalat seinen unnachahmlich guten Geschmack und darf in keiner Küche fehlen." 

Folglich landete eine Literflasche des Essigs mit in meinem Einkaufskorb. Nun brauchte ich nur noch ein österreichisches Rezept, was ich auf der Mautner Seite fand. Dieses habe ich dann als Anregung genommen. Auch hier zitiere ich:

"Ein klassischer, österreichischer Kartoffelsalat mit Mautner Markhof Hesperidenessig wird traditionel warm oder lauwarm angemacht. Er überzeugt durch seine perfekte 'schlotzige' Konsistenz, die durch die Verbindung von heißer Gemüsebrühe, mittelscharfem Senf, hochwertigem Öl und dem typischen Kräuteressig entsteht."

Schon im Urlaub hatte ich mich auf so einen leckeren, schlotzigen Kartoffelsalat gefreut. Als wir wieder zu Hause waren, habe ich dann so einen Kartoffelsalat zubereitet. Leute, was soll ich euch sagen, ich war sehr begeistert. Der Salat war genau so wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Schön schlotzig, würzig, pikant und nicht zu sauer, er war perfekt. Noch nie war mir ein Kartoffelsalat so gut gelungen.

Das Zusammenspiel von leckeren Kartoffeln (ich hatte festkochende Pfälzer Grumbeere gekauft), diesem leckeren Hesperidenessig, einem Hauch Senf, sowie Brühe und Salz und Pfeffer war genial.

Wer folglich in Österreich so einen Essig findet, der sollte mal eine Flasche mitnehmen. Vielleicht schmeckt euch der Salat ebenso gut wie uns. Wer ansonsten das Rezept gerne probieren möchte und keinen Hesperidenessig hat, der kann mit Sicherheit auch einen guten Weinessig mit einem Schlückchen Apfelessig oder Apfelsaft nehmen.

* dieser Beitrag kann +++ WERBUNG ohne Auftrag +++ enthalten (Namennennung und/oder Verlinkung)


Schön "schlotzig" war mein Kartoffelsalat.


Österreichischer Erdäpfelsalat mit Hesperidenessig *

  • 1 kg festkochende Kartoffeln (ich hatte Pfälzer Grumbeere)

  • ca. 500 ml heiße Brühe
  • 50 ml Hesperidenessig
  • 30 ml Pflanzenöl (ich nehmme gerne Rapsöl)
  • 1/2 Teelöffel mittelscharfer Senf
  • 1/2 Teelöffel süßer Senf (z.B. Kremser Senf)
  • 1 keine rote Zwiebel (fein gewürfelt)
  • Salz
  • frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer

Die Kartoffeln mit Schale je nach Größe in ca. 30 Minuten gar kochen. Abgießen und etwas abkühlen lassen. Dann pellen und in ca. 3mm dünne Scheibchen schneiden.

Für das Dressing die heiße Brühe mit allen anderen Zutaten mischen und abschmecken. Das Dressing (erst einmal ca. 400 ml) über die Kartoffeln gießen und vorsichtig mischen. Den Salat mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur gut durchziehen lassen. Zwischendurch immer wieder durchmischen und ggfls. noch das restliche Dressing dazu geben. Die Kartoffeln saugen die Flüssigkeit auf und der Salat soll schön schlotzig - saftig sein. Vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Hier noch ein kleines Video von der Herstellerseite: Salat mit Essig













Freitag, 5. Juni 2026

Bruschetta "Lipari" auf meine Art

Mitte April waren wir auf Sizilien unterwegs. Das Wetter war prima, die Landschaft teilweise sehr spektakulär und das Essen, wie überall in Italien, super lecker.

Bei einem Tagesausflug auf die äolischen bzw. liparischen Inseln Lipari und Vulcano haben wir ein mega leckeres Bruschetta gegessen. Das gab es an dem kleinen Aussichtspunkt Belvedere da Graziella "auf die Hand". Selten haben wir ein so leckeres Bruschetta kosten dürfen. Leider weiß ich nicht mehr so ganz genau was alles auf der Bruschetta war, aber ist auch egal, es war so lecker. Die Aussicht auf Vulcano gab es dann noch kostenlos dazu. 

Zuhause habe ich nun probiert dieses leckere Essen so halbwegs nachzumachen. Es ist mir logischerweise nicht ganz gelungen, aber meine Version hier hat uns auch sehr gut geschmeckt. Und so sollte es sein. 

Falls ihr mein Rezept mal testen wollt, es sieht so aus:


So sah unsere "Bruschetta Lipari" aus und sie hat uns sehr gut geschmeckt.


So sah die leckere Bruschetta auf der Insel Lipari am Aussichtspunkt "Belvedere da Graziella" aus. Soweit ich mich erinnere, bestanden sie aus gebratenen Auberginen, Kapernäpfel von der Insel Salina, Olivenöl, Peperoncino, Knoblauch, Oregano und Oliven. Es hat wunderbar geschmeckt.

Bruschetta "Lipari" auf meine Art

  • Bruschetta Brot, große Scheiben
  • Olivenöl
  •  
  • Zwiebeln, in Streifen geschnitten, golden angedünstet
  • Knoblauch, fein gewürfelt
  •  
  • Tomaten, entkernt und fein gewürfelt
  • Oliven in Kräuter - Knoblauch - Marinade, in Scheiben geschnitten
  • gegrillte, in Öl eingelegte Paprika, in Streifen geschnitten
  • in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten, in Streifen geschnitten
  • Kapernäpfel, in Scheibchen geschnitten 
  • Jalapeño Scheibchen (nach Geschmack)
  •  
  • Balsamico Creme
  • etwas Pecorino Romano oder Parmesan, fein gehobelt
  • klein gehackte Basilikumblätter
Für den Belag die Zwiebelscheiben in etwas Öl dünsten und leicht Farbe annehmen lassen. Dann den Knoblauch dazu geben, untermischen und die Pfanne vom Herd nehmen.

Sämtliche Zutaten in Streifen oder Würfel schneiden und bereit stellen.

Die Brotscheiben rösten und mit Olivenöl beträufeln. Dann sämtliche Zutaten auf dem Brot verteilen. Mit Olivenöl und Balsamico Creme beträufeln, darauf dann den Pecorino und das Basilikum verteilen.






Die Tomatenauswahl war riesig.








🍅🍅🍅🍅🍅



Wie das auf Inseln oft ist, es zogen ein paar Wolken hinein. Leider war die Sicht auf Vulcano bei unserem Stopp etwas verhangen. Kurze Zeit später waren die Wolken verschwunden und die Berge wieder frei.




Im Hafen von Lipari. Hier schien die Sonne und die Wolken hatten sich verzogen.


Das Schwefel - Schlammbad auf Vulcano. Man konnte es schon von weitem riechen . . . und aus kleinen Löchern am Wegesrand strömte heißer Dampf heraus. Vulkano ist eine wilde Insel mit schwarzen Stränden und rauchendem Vulkan.
Das war ein sehr schöner, lohnenswerter Ausflug. Uns hat es sehr gut gefallen.







Freitag, 24. Oktober 2025

fluffiger Apfelschmarrn mit Preiselbeerkompott

Letztens gab es bei uns zum Mittagessen mal wieder einen Apfelschmarrn. Aber dieses Mal wünschte mein Mann sich einen "so richtig fluffigen", wie man ihn auch in Südtirol bekommt. So würde er noch besser schmecken. Ich hatte mir bis dato das Aufschlagen des Eiweißes immer verkniffen . . .

Gut, hab ich gedacht, dann gebe ich dieses Mal nicht nur die ganzen Eier in den Teig, sondern schlage das Eiweiß vorher noch zu steifem Schnee, dann wird er bestimmt auch fluffiger. Und was soll ich euch sagen, mein Mann hatte natürlich recht, durch den Eischnee wurde der Schmarrn so richtig schön fluffig. Er hat noch besser geschmeckt als sonst.

Normalerweise wird der Schmarrn dann im Backofen fertig gebacken. Aber der Aufwand ist mir zu hoch, zumal meine Pfanne keinen hitzebeständigen Griff hat. Auch die Stromkosten dafür halte ich für zu hoch. Aber Frau kann sich ja behelfen, ein aufgelegter Deckel erreicht das gleiche . . .

Und so habe ich ihn zubereitet:



fluffiger Apfelschmarrn mit Preiselbeerkompott  für 2 Portionen:

  • 1 großer Apfel
  • eine kleine Handvoll Rosinen (falls man mag)

  • etwas Rapsöl

  • 3 Eischnee
  • 1 Prise Vanillesalz

  • 3 große Eigelb
  • 3 Esslöffel Dinkelmehl 630er
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Esslöffel Vanillezucker
  • Vollmilch (ca. 150ml)
  •  
  • Puderzucker zum Bestreuen
  •  
  • Preiselbeerkompott 


die Rosinen in etwas Wasser (und wer mag zusätzlich noch mit etwas Rum) übergießen und einige Zeit stehen lassen. Dann gut abtropfen lassen.

Den Apfel waschen, entkernen und feinblättrig schneiden. Das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und eine Prise Salz zufügen. 

Die Eigelbe mit dem Mehl, Zucker, Salz und der Milch zu einem nicht zu festen, eher dickflüssigen Teig verquirlen. Der Teig sollte die Konsistenz von gesüßter Kondensmilch haben. Den Teig einige Zeit ruhen lassen. Dann den Eischnee unterziehen.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen, etwas Öl hinein geben und erhitzen. Die Apfelscheibchen darin etwas anschwitzen. Sie sollen ruhig etwas weich werden. Dann die Apfelscheiben auf dem Pfannenboden gleichmäßig verteilen, den Teig vorsichtig darüber gießen und die abgetropften Rosinen auf dem Teig gleichmäßig verteilen. Die Hitze der Pfanne auf mittlere Stufe schalten, einen Deckel auflegen und alles stocken lassen. Dann Deckel entfernen.

Ist der Schmarrn schön golden gebräunt, ihn wenden. Eventuell etwas Öl nachgießen und den Schmarrn in Stücke zerteilen und alles gut wenden und alles leicht bräunen.

Und schon kann serviert werden. Den Schmarrn auf zwei Tellern verteilen und mit Puderzucker bestäuben. Guten Appetit.








Freitag, 17. Oktober 2025

Südtiroler Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano

Endlich war es soweit, ich habe mich mal wieder an die Herstellung leckerer Schlutzkrapfen gewagt. Diese Leckerei kennen und lieben wir seit etlichen Jahrzehnten, wir hatten sie seinerzeit in Südtirol  kennengelernt.

Schlutzkrapfen sind eine Art Ravioli, aber mit Roggenmehl zusätzlich im Nudelteig. Sie werden mit Spinat, Quark und Parmesan würzig gefüllt und mit Brauner Butter und Parmesan serviert. Das ist ein wunderbares, leckeres Gericht.

Meine Rezeptur war für vier große Portionen, die zweite Hälfte Schlutzer hatte ich ungekocht in einer Lock&Lock-Dose im Kühlschrank aufbewahrt und sie dann am nächsten Tag frisch gekocht. Auch die Braune Butter hatte ich frisch zubereitet. So konnten wir an zwei Tagen schlemmen. Ach, was war das lecker.

Normalerweise werden die Schlutzkrapfen mit Parmesan serviert. Im Monent favorisieren wir aber den Pecorino Romano, da er so schön würzig und "rund" schmeckt. Aus diesem Grund habe ich die Schlutzer mit Pecorino zubereitet.


eine große Portion Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano


Südtiroler Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano  4 Portionen

für den Nudelteig:

  • 150 g Roggenmehl 1050er *
  • 100 g Weizenmehl 
  • 1 große Prise Salz
  • 1 großes Ei
  • 70 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  •  
  • * oder 100 g Roggenmehl 1150er und 50 g Vollkorn Roggenmehl

Die trockenen Zutaten gründlich mischen, das Ei mit dem Wasser und Öl verquirlen, zur Mehlmischung geben und daraus einen geschmeidigen, glatten Teig kneten. 

Den glatten Teig zur flachen Kugel formen und in Folie verpackt rund 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten:
  • 250 g aufgetauten, gehackten Blattspinat
  • 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Esslöffel Butter
  • 3 gehäufte Teelöffel Quark (oder griechischen Joghurt **)
  • 2 Esslöffel Parmesan oder Pecorino Romano
  • 1 große Prise Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer
Den aufgetauten Spinat gründlich ausdrücken und ggfls. fein hacken. In einer kleinen Pfanne die Butter erhitzen, darin die Zwiebel und den Knoblauch leicht golden dünsten, den Spinat dazu geben und einige Minuten köcheln lassen. Alles in eine Schüssel umfüllen, mit den Gewürzen und dem Parmesan pikant abschmecken und den Quark ** unterrühren. Die Masse soll nicht zu flüssig, sondern eher fest sein.
** ich hatte keinen Quark da und habe stattdessen griechischen Joghurt genommen, das schmeckt auch.
Den Nudelteig mit Hilfe der Nudelmaschine recht dünn ausrollen. Auf die Nudelplatte mit ca. 5cm Abstand jeweils ca. 1 Teelöffel Füllung geben. Rund herum den Teig mit etwas Wasser bestreichen, die andere Hälfte Teig darüber schlagen und rund um die Füllung andrücken. Darauf achten, dass die Luft rausgedrückt ist. 

Mit einem 7cm großen, runden Teigausstecher Halbmonde ausstechen. Den Rand mit Hilfe der Gabel andrücken, dass er beim Kochen nicht aufgeht.

Die Schlutzer auf ein Küchentuch legen unnd nacheinander den ganzen Teig verarbeiten.

Desweiteren benötigt man:
  • ca. 80 g Butter
  • geriebenen Parmesan oder Pecorino Romano
Die Butter auf mittlerer Hitze zu Brauner Butter schmelzen lassen, immer wieder rühren, die Braune Butter ist fertig, wenn die Molke zu kleinen, braunen Stückchen geworden ist. Dann den Topf zur Seite ziehen.

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, die Schlutzer in dem leicht siedenden Wasser in ca. 3 - 5 Minuten kochen und mit einer Schaumkelle herausnehmen.

Die abgetropften Schlutzer auf einen Teller geben, mit Brauner Butter beträufeln und Parmesan darüber streuen.



Vom ausgerollten, gefüllten Teig zur Braunen Butter.
Oben links sieht: Herstellung der Schlutzer, rechts oben: die fertigen Schlutzer ruhen auf einem Küchentuch
unten links: Schlutzer für den nächsten Tag, unten rechts: Braune Butter







Freitag, 3. Oktober 2025

Croquetas de Jamón

Wer schon mal in Spanien war, wird mit Sicherheit diese leckeren, kleinen Croquetas kennen- (und bestimmt auch) liebengelernt haben.

Deshalb habe ich heute ein Rezept der Croquetas de Jamón für euch. Diese leckere Kleinigkeit findet man auf der Iberischen Halbinsel und auch auf den spanischen Inseln in vielen Restaurants oder Bars.

Diese "Dinger" sind einfach köstlich und schon auf unserer Rundreise vor Jahren durch Spanien haben wir sie lieben gelernt. Schon da stand es für mich fest, so etwas Leckeres möchte ich zu Hause auf jeden Fall nachkochen.

Wie das manchmal so ist, nach Jahren war es soweit, ich habe dieses Gericht endlich einmal ausprobiert. Es ging einfacher als gedacht und der Geschmack war auch sehr lecker. Jedenfalls hat es uns sehr gut geschmeckt und ich war mit dem ersten Versuch mehr als zufrieden. Sie wurden zwar nicht oval wie bei den Originalen Croquetas, aber die Form spielt letztlich ja keine Rolle. Der Geschmack zählt, das ist das wichtigste. 

Heute möchte ich euch das Rezept noch einmal vorstellen. Mein Tipp wäre, bereitet den Teig schon einen Tag vorher zu und stellt alles zum Durchkühlen in den Kühlschrank, dann ist das Ausbacken am nächsten Tag ein Klacks.

Und hier kommt mein Rezept der "Croquetas de Jamón". Guten Appetit.




Croquetas de Jamón 

  • 2 Esslöffel Butter
  • 50 g Mehl
  • 450 ml Vollmilch
  • Salz
  • eine große Prise Muskatnuss
  • etwas frisch gemahlener Pfeffer

  • 100 g Serrano Schinken, fein gewürfelt (oder anderer geräucherter Schinken)
  • etwas Öl
  •  
  • Paniermehl
  • 2 Eier
  • etwas Salz
  • neutrales Öl
  •  
  • Knoblauchsauce
  • Salsa
  • Paprikasauce


Die Butter zerlassen, das Mehl zugeben und mit einem Schneebesen alles gut verrühren. Dann die Milch nach und nach zugeben und auf mittlerer Hitze unter Rühren zum Kochen bringen. Die dicke Bechamel ca. 10 Minuten leise köcheln lassen, dabei des öfteren umrühren, damit nichts anbrennt. Die recht dicke Sauce mit Salz, Pfeffer und einer ganz großen Prise Muskatnuss kräftig abschmecken. Den Topf von der Herdplatte nehmen, etwas abkühlen lassen.

Den fein gewürfelten Schinken in etwas Öl anbraten, dann abtropfen lassen und unter die dicke Sauce mischen, nochmals abschmecken.

Eine Auflaufform einölen oder mit Folie ausschlagen, die Sauce hinein gießen und über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

In einer Schale die Eier verquirlen, leicht salzen. In der anderen Schale das Paniermehl hinein geben. Aus der gut gekühlten Masse ovale Kroketten formen. Ich hatte die Masse in längliche Rechtecke geschnitten und diese nicht nochmal geformt. So blieb die Masse fest und wurde nicht weich. Die Kroketten rundherum im Paniermehl wenden. Danach rundherum in der Eimasse wenden und nochmals panieren. 

Wichtig ist, dass die komplette Krokette paniert ist und keine freie Stelle zu sehen ist, weil ansonsten die Krokette beim Frittieren ausläuft.

Das Öl in einem Wok, Fritteuse oder hohen Topf auf ca. 170°C erhitzen (Stäbchenprobe machen, dafür einen Holzstiel ins heiße Fett halten, steigen sofort Bläschen auf, dann hat das Öl die richtige Temperatur) und die Kroketten nach und nach rundherum golden ausbacken. Das geht recht schnell. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Mit Salsa, Paprikasauce oder Knoblauchsauce servieren. Guten Appetit. 

Sie schmecken übrigens auch ohne Sauce und auch kalt . . . 


Aus der zubereiteten Masse wurden die fertigen Croquetas. An der Optik könnte man noch etwas arbeiten.


Das waren diverse Croquetas mit Knoblauchsauce, die wir als Vorspeise im "Parador de Segovia" in Spanien serviert bekamen.



Leckere Croquetas, die wir in einem weiteren Parador in Spanien serviert bekamen. Welche Sorte das war kann ich leider nicht mehr sagen. Sie waren jedenfalls köstlich.