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Dienstag, 11. August 2026

Zwetschgenkuchen mit Quarkölteig und extra Tipp

Ach wie lecker. Nun sind wieder die Zwetschgen reif und dreimal dürft ihr raten, was ich jetzt gebacken habe. Ein Blech Zwetschgenkuchen. Oft sagt man dazu auch Pflaumenkuchen, obwohl immer Zwetschgen verwendet werden. Man nennt ihn im Rheinland rund um Köln auch Prummetaat. Mit Prummen sind die Pflaumen gemeint, mit Taat die Torte . . . 

Am liebsten backe ich so einen Blechkuchen mit Quarkölteig. Ich bilde mir ein, der Boden wird auch am nächsten Tag nicht so trocken wie mitunter beim Hefeteig. Aber egal, ob ihr ihn mit Quarkölteig oder mit Hefeteig backt, lecker wird er auf jeden Fall.

Heute möchte ich euch nicht nur das Rezept an die Hand geben, sondern auch einen sehr guten Tipp vom lieben Marcel. Viele werden, so wie ich auch, den Tipp mit dem Aufstreuen von Paniermehl, Semmelbrösel oder Kuchenbröseln gegen das Durchweichen des Obstes auf dem Boden kennen. Aber Marcel vermischt noch Vanille - Puddingpulver mit den Bröseln und gibt diese Mischung dann auf den Boden. Ich habe jetzt noch etwas Zimt dazu gegeben.

Der Tipp mit den Bröseln und dem Puddingpulver ist prima, der Boden weicht tatsächlich nicht so durch und der Saft wird gut gebunden. Ich bin richtig begeistert und werde den Tipp zukünftig immer bei Obstkuchen beherzigen.

Übrigens, werft bitte die Pflaumenkerne nicht weg, daraus kann man einen leckeren Likör nach Art eines Amarettos machen. 


Die Zwetschgen waren sehr saftig und der Kuchen dadurch sehr lecker.




Zwetschgenkuchen (Prummetaat oder Pflaumenkuchen) mit Quark - Ölteig  (1 Blech)

für den Boden:

  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 85 g Zucker
  • etwas Vanille aus der Mühle
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Päckchen Backpulver
  •  
  • 250 g Quark 20 %
  • 5 Esslöffel neutrales Öl (z.B. Rapsöl)
  • 8 Esslöffel Vollmilch

  • 3 Esslöffel Paniermehl oder Zwiebackbrösel
  • etwas Zimt 
  • 3 Teelöffel Vanille - Puddingpulver 

  • etwas Zucker und Zimt nach Geschmack


die trockenen Zutaten mischen und mit den nassen Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. 

Den Teig gleichmäßig dünn ausrollen und auf ein tiefes, gefettetes oder mit Backpapier belegtes Blech legen. Einen Backrahmen drumherum stellen. Dieser verhindert, dass Saftspritzer den Backofen verschmutzen. 

Das Paniermehl mit dem Puddingpulver sowie etwas Zimt gut mischen. Die Oberfläche des Teiges damit bestreuen. So wird später die Flüssigkeit der Zwetschgen besser aufgesogen und der Boden weicht nicht durch. 

für den Belag:

  • ca. 2 kg Zwetschgen 
  • Zimt & Zucker
  • Hagelzucker

Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. In Reihen oder in wildem Muster eng an eng hochkant auf den Teig stellen. Nach Wunsch mit Zucker und Zimt bestreuen.

Das Backblech in den auf 200°C vorgeheizten Ofen Ober-/Unterhitze auf die 2. Stufe von unten  schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Teigrand schön golden ist. 

Nach dem Backen die Zwetschgen noch mit etwas Hagelzucker sowie Zucker & Zimt bestreuen. 

Mein Tipp:  Man weiß nie wie saftig die Zwetschgen sind. Sollte sich nach dem Backen zu viel Flüssigkeit auf der Kuchenoberfläche gesammelt haben, dann einfach mit einem Küchenkrepp den Saft aufsaugen, oder mit einem Löffel abnehmen. 

Am besten frisch und vielleicht sogar noch lauwarm genießen. Ein Schlag Vanillesahne dazu schmeckt besonders gut.

mein Tipp: aus den Kernen kann man noch wunderbaren Amaretto aus Zwetschgenkernen herstellen.


Hier sieht man den dünn ausgerollten Quarkölteig und das mit Puddingpulver vermische Paniermehl. Das Foto ist schon älter, denn hier war kein Zimt mit untergemischt.


Das war "das letzte Stück" am nächsten Tag. Nichts ist durchgeweicht und der Boden immer noch sehr lecker. Das obere Stückchen Kuchen war der Boden, den ich mit Apfelscheiben belegt hatte, denn ich hatte nicht so viele Zwetschgen. Leider war der Geschmack der Apfelsorte nicht so dolle, sie schmeckten im Grunde nach nichts . . . , aber was will man machen.


Zwetschgen erkennt man an dem "weißen Belag" auf der Oberfläche. Pflaumen haben diese Schicht nicht. Für Zwetschgenkuchen bitte nur Zwetschgen und keine Pflaumen nehmen, Pflaumen sind mitunter noch saftiger als Zwetschgen und nicht so backfest.


So eine Zwetschge hatte ich bisher auch noch nicht gesehen. An der Zwetschge "klebte" eine schrumpelig - vertrocknete Zwetschge.  







Freitag, 13. Februar 2026

Apfelkuchen mit Schmandguss

Apfelkuchen geht immer und es gibt bestimmt hunderte von verschiedenen Rezepten. Auf meinem Blog findet ihr auch jede Menge Apfelkuchenrezepte unter der Rubrik "Rezepte A - Z". 

Ich habe jetzt mal in meinem alten, handschriftlichen Rezeptbuch nach einem weiteren Rezept gesucht und mich für einen Apfelkuchen mit Schmandguss entschieden. Das Rezept habe ich schon ewig in meinem Rezeptbuch, aber ich habe den Kuchen schon X Jahre nicht mehr gebacken. Wie das manchmal so ist. Es gibt ja auch so wenig Rezepte . . .

Dieser Kuchen hier ist schnell gebacken. Der Mürbeteig muss nach der Herstellung zwar einige Zeit im Kühlschrank durchkühlen. Aber in der Zwischenzeit kann man die Äpfel schälen und raspeln und der Guss ist auch ruckzuck verrührt. Gebacken wird er bei Ober-/ Unterhitze im vorgeheizten Ofen. Und nach rund 40 Minuten ist er auch schon fertig gebacken.



Apfelkuchen mit Schmandguss  28 cm 

Mürbeteigboden:

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • ½ Teel. Backpulver
  • 130 g feiner Zucker
  • 10 g Vanillezucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 190 g kalte Butter
  • 1 Ei Gr. L

Die trockene Zutaten vermengen, Ei und Butter hinzufügen und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig circa eine Stunde kalt stellen. Er soll gut durchkühlen.
Eine Backform bzw. einen Tortenring (28cm) in Backpapier einschlagen und auf das Backblech stellen.

Wer keinen 28er Tortenring hat, der nimmt eine 26er Springform. Dann werden der Boden sowie die Füllung dicker. Eventuell muss der Kuchen etwas länger backen.

Apfelfüllung:

  • 1 kg grob geraspelte Äpfel (z.B. Elstar oder Boskop)
  • 1 Esslöffel Zitronenzucker
  • 1 Esslöffel Zitronensaft

Die geraspelten Äpfel mit Zucker und Saft vermischen.

Schmand - Sahne - Guss:

  • 200 g Schmand 
  • 200 g süße Sahne
  • 1 Ei Gr. L
  • 20 g Vanille-Puddingpulver
  • 1 Prise Salz
  • Zucker nach Belieben (ca. 1 Esslöffel)

Alle Zutaten zu einem glatten Guss verrühren.

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. 

Den Mürbeteig zwischen Klarsichtfolie oder Backpapier zu einem Boden ausrollen und in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Springform geben, (28cm Durchmesser), dabei den Rand frei lassen. Die geraspelten Äpfel darauf verteilen und glattstreichen, den glattgerührten Guss gleichmäßig darauf verteilen.

Den Kuchen auf die 2. Stufe von unten in den den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 40 Minuten golden backen. 

Zum Ende der Backzeit eine Stäbchenprobe nehmen, ob der Kuchen gar ist. Sollte noch etwas Teig am Stäbchen kleben, dann den Kuchen noch einige Minuten weiter im heißen Ofen lassen.













 

Dienstag, 28. Oktober 2025

kleine Speck - Zwiebel - Käse - Brötchen im Miniformat

Dieses leckere Speck - Zwiebel - Brötchenrezept habe ich schon seit Ewigkeiten  in meinem Rezeptbuch stehen. Aber wie das manchmal so ist, man backt sie viel zu selten, obwohl sie sehr lecker sind.

Nun hatten wir Besuch und ich wollte als kleine Vorspeise etwas Leckeres servieren. Wir entschlossen uns für eben diese Brötchen im Miniformat, dazu gab es eine selbstgemachte Kräuterbutter. Eine gekaufte Kräuter- oder Knoblauchbutter ginge selbstverständlich auch.

Die Brötchen sind schnell gebacken, sie sind schön saftig und fluffig und außen schön knusprig. Selbst am nächsten Tag schmecken sie noch sehr lecker und sie sind nicht trocken. Nur das Knusprige fehlt, was aber nichts macht. Optisch machen die kleinen Brötchen auch was her und wie man sich denken kann, sind sie meist schnell im Mund verschwunden.



Kleine Speck - Zwiebel - Käse - Brötchen ca. 50 Stück

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Zucker

  • 250 g Magerquark
  • 8 Esslöffel Milch
  • 6 Esslöffel Öl (Raps- oder Sonnenblumenöl
aus den Zutaten einen Quarkölteig herstellen. Dafür zuerst die trockenen Zutaten vermischen und dann nach und nach die restlichen Zutaten unterkneten, dann 
  • 100 g Röstzwiebeln
  • 100 g geriebener Käse
  • 100 g Schinkenwürfel 

unterkneten und daraus Kugeln in der Größe eines 50 Cent Stückes rollen. Die kleinen Kugeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, bei 180° C Ober- Unterhitze im vorgeheizten Ofen in  ca. 30 Minuten golden backen.

Die Brötchen schmecken lauwarm am besten, aber auch kalt sind sie der Hit auf dem Büffet.

Mein Tipp für Halloween: Für "Spinnenbrötchen" benötigt man nur noch zusätzlich einige Salzstangen. Diese werden in gleichgroße Stücke gebrochen und wie Spinnenbeine in die fertigen Brötchen gesteckt.

Fertig sind für Halloween lustige Spinnenbrötchen.


Oben die rohen Teigkugeln, unten die fertig gebackenen Brötchen.




Diese Menge Brötchen ergab das Rezept. 




Hier gab es mal Spinnen-Brötchen "creepy critters". Die Kinder fanden sie klasse.







Hier noch eine kleine Dekoidee zu Halloween für die Wohnungstür. Dafür kleine Mäuse aus schwarzem Kartonpapier ausschneiden und mit Klebeband (auf der Rückseite der Maus) an der Tür befestigen.

Happy Halloween 



Samstag, 25. Januar 2025

Serbische Bohnensuppe

Im Winter mögen wir sehr gerne eine leckere Suppe. Suppenrezepte gibt es wie Sand am Meer. Auch hier auf meinem Blog findet ihr etliche Suppen. Es gibt klare, gebundene, cremige oder sahnige Suppen. Gemüsesuppen und Bohnensuppen, mit und ohne Fleischeinlage, die Aufzählung könnte man noch beliebig verlängern.

Heute möchte ich euch ein altes Rezept einer Bohnensuppe vorstellen. Und zwar das Rezept einer leckeren serbischen Bohnensuppe. So wie man sie früher kochte. In den 1970er Jahren bekam meine Mutter das Rezept von einer Nachbarin, denn diese kochte die Suppe für eine Party, wo meine Eltern auch eingeladen waren. 

Diese Suppe ist wirklich der Hit. Sie wärmt im Winter gut durch, ist sättigend, herzhaft und auch als Partysuppe durchaus geeignet. Im großen Topf gekocht und aufgewärmt schmeckt sie am besten. Aber sie lässt sich auch sehr gut einfrieren. Von daher kann der kleine Haushalt auch diese leckere Suppe kochen und sie ggfls. portionsweise einfrieren. Schon 2016 hatte ich euch das Rezept auf meinem Blog vorgestellt und ich denke, manch einer hat es mit Sicherheit noch nicht gelesen. 

Dieses Mal hatte ich die Mettwürstchen weggelassen.



Serbische Bohnensuppe ca. 6 Portionen

  • 250 g durchwachsener Speck *
  • 250 g Zwiebeln
  • 2 große Knoblauchzehen
  • 2 Esslöffel Tomatenmark

  • 1 große Dose "Weiße Bohnen mit Suppengrün"
  • ca. 1/2 - 1 Liter Brühe
  • Salz
  • Pfeffer 
  • 1/2 Teelöffel Zucker
  • ca. 1 Teelöffel getrockneter Majoran

  • 250 g Paprikawürfel
  • 250 g Tomatenwürfel

  • 2 geräucherte Mettwürstchen, in Scheiben geschnitten (falls man möchte)

den Speck würfeln und kurz anbraten, die gewürfelten Zwiebeln dazu geben und ebenso mit anbraten. Den Knoblauch würfeln und dazu geben, ebenso das Tomatenmark. Wenn alles angeschwitzt ist, die Dose Bohnen zugeben. Ebenso die Brühe, Salz, Pfeffer, Zucker und Majoran. Alles aufkochen, Deckel drauf und 30 Minuten auf kleinster Flamme leise köcheln lassen.

Zuletzt kommen noch die Paprika, Tomaten und Mettwürstchen dazu, nochmals alles ca. 15 Minuten weiterköcheln lassen.

* den Speck kann man auch weglassen, dann aber die Mettwurst mit anbraten, das schmeckt herzhafter

Fertig ist eine leckere Suppe, die sich auch prima auf dem Party-Buffet macht. Und aufgewärmt schmeckt sie nochmal so gut.










Mittwoch, 17. Januar 2024

Lachsfilet mit Endivien - Kartoffelsalat und Speckwürfelchen

Im Winter essen wir unheimlich gerne Endiviensalat. Meist ist ein Kopf so groß, dass wir zu zweit mindestens drei mal davon essen (müssen).

Am liebsten essen wir den Endiviensalat so wie folgt beschrieben. Und am liebsten mit einem Stück Fisch dazu.

Ich kenne Endiviensalat aus meiner Kindheit mit einer Kartoffel-Zwiebel-Marinade. Meine Mutter rührte aus Kondensmilch, Essig und etwas Öl eine Marinade an, gab klein gewürfelte Zwiebeln, Pfeffer und Salz dazu und eine dicke, heiße, zerdrückte Pellkartoffel. Und dann wurde der klein geschnittene Endiviensalat untergemischt. Fertig war ein leckerer Salat. So isst man auch heute noch im Niederbergischen Land den Endiviensalat.

Aber seit einiger Zeit bereite ich ihn etwas anders zu. Der Endivien - Kartoffelsalat mit krossen Speckwürfelchen schmeckt uns so noch viel besser. Die knusprig - würzigen Speckwürfelchen bringen Geschmack und Crunch, die Kartoffeln sind cremig und die Endivie herb - knackig. Eine super Mischung. 

Ihr könnt ihn "alleine" essen, aber ein Stück Backfisch oder gebratener Lachs passt hervorragend dazu. Oder auch gebratenes Hühnchen oder eine Frikadelle.



Lachsfilet mit Endivien-Kartoffelsalat und Speckwürfelchen    2 Portionen

  • 2 dicke Kartoffeln
  • ca. 50 g Katenrauch - Schinkenwürfel

  • 3 Esslöffel Essig (ich nehme am liebsten naturtrüben Apfelessig)
  • 2 Esslöffel natives Olivenöl
  • 1 Teelöffel Ahornsirup
  • 1 Esslöffel Kondensmilch, Sahne oder Joghurt natur *
  • 1 Teelöffel Senf
  • ein Esslöffel gefriergetrocknete Zwiebelwürfelchen (oder frische Zwiebelwürfel)
  • Pfeffer und Salz

  • 1/4 Kopf Endivie
  •  
  • 2 Portionen Lachsfilets
  • Rosmarin - Zitronensalz
  • gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • etwas Rapsöl

die Kartoffeln schälen, vierteln und in dünne Scheibchen schneiden. In etwas Salzwasser in ca. 15 Min. gar kochen. Dann abgießen und abkühlen lassen. Den Katenrauchschinken in einer beschichteten Pfanne ohne Fett kross ausbraten und beiseite stellen.

Aus Essig, Öl und den anderen Zutaten eine Marinade rühren und abschmecken und die abgekühlten Kartoffelscheiben in die Marinade geben. Ab und an durchrühren, damit die Kartoffeln die Marinade gut aufnehmen. Die Endivie waschen und in 1cm dicke Streifen schneiden.

* oft nehme ich sogar einen ganzen Becher (200g) griechischen Joghurt

Den Lachs mit Rosmarin - Zitronensalz und Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit eine beschichtete Pfanne erhitzen, etwas Rapsöl hineingeben und heiß werden lassen, dann den gewürzten Lachs beidseitig in einigen Minuten golden backen.

Die Endivie unter die Kartoffeln rühren und alles gut wenden. Den Salat auf beide Teller verteilen, die krossen Speckwürfel darüber geben und den Fisch dazu servieren. Guten Appetit.







Freitag, 15. Dezember 2023

Mandelsplitter hell und dunkel

Wer noch ganz schnell eine leckere Kleinigkeit zum Naschen möchte, der ist mit selbstgemachten Mandelsplitter sehr gut bedient. Es geht schnell und schmeckt unvergleichlich gut.

Möchte man eine Leckerei à la Schokocrossies haben, dann gebt einfach noch ein paar Cornflakes unter die Masse.


Mandelsplitter hell und dunkel


Mandelsplitter hell und dunkel 

man nehme:

  • 200 g Mandelstifte, leicht geröstet
  • 200 g Zartbitterschokolade (für die dunkle Version)
  •  
  • 200 g Mandelstifte, leicht geröstet
  • 200 g Vollmilchschokolade (für die helle Variante)


die Mandelstifte werden entweder in der Mikrowelle oder in einer beschichteten Pfanne ohne Fett leicht geröstet. Die Mandelstifte gut auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die jeweilige Schokoladensorte einzeln vorsichtig schmelzen bis sie gerade geschmolzen ist. Achtung, sie darf nicht zu heiß werden. Die ausgekühlten Mandelstifte in die geschmolzene Schokolade geben und alles gut mischen, bis die Mandeln schön von der Schokolade umhüllt sind.

Ein Backpapier auf die Arbeitsfläche legen, mit zwei Teelöffeln kleine Mandelhäufchen aufs Backpapier setzen und die Schokolade erkalten lassen. Fertig sind leckere Mandelsplitter.

mein Tipp: für Schokocrossies einfach noch einige grob zerkleinerte Cornflakes (ohne Zucker) zusätzlich unter die Mandel-Schokomasse geben.


die Mandelsplitter sind leicht angeröstet und die Schokolade wird geschmolzen




nach dem Vermischen werden mit Hilfe zweier Teelöffel kleine Häufchen aufs Backpapier gegeben.


 



Samstag, 7. Oktober 2023

ein Rezept aus meiner Urlaubsküche: Südtiroler Tirtlen

Die Urlaubszeit ist bei den meisten schon vorbei, man erinnert sich gerne an das leckere Essen im Urlaub oder man freut sich schon auf den nächsten Urlaub an seinem Lieblingsurlaubsort.

So habe ich heute ein Südtiroler Rezept für euch. Südtiroler Tirtlen mit Kartoffel - Topfen - Füllung. Die Tirtlen kann man auch zu Hause gut zubereiten. Aber ich muss euch erst einmal erzählen, was Tirtlen überhaupt sind. 

In Sand in Taufers haben wir Ende der 1980er Jahre "Tirtlen" kennengelernt. Das Örtchen liegt im Tauferer Ahrntal nördlich des Pustertals. Jeden Samstag wurden sie in unserer Pension frisch gebacken und sämtliche Gäste freuten sich mit der Familie auf das große Schlemmen. Herrlich. Tirtlen sind sehr leckere, große Teigtaschen, die auf vielfältige Art gefüllt und anschließend in heißem Öl ausgebacken werden. Jeder Ort und jede Hausfrau wird für die Füllungen sein/ihr eigenes Rezept haben. Aber lecker sind sie alle. Oft bekommt man sie auch auf Jahrmärkten, an Markttagen und sogar in einer Bäckerei habe ich schon welche gesehen. Ich habe euch hier die Füllungen aufgeschrieben, die wir in Sand in Taufers kennengelernt haben. Man konnte gar nicht sagen, welche herzhafte Füllung einem besser geschmeckt hat. Zum Abschluss des Essens gab es dann süße Tirtlen, die mit Marillenkonfitüre gefüllt waren..

Mein Rezept für Tirtlen ist mit Kartoffeln. Das folgende Rezept ist für ca. 30 handtellergroße Tirtlen. Ich habe für 14 Stück ungefähr die Hälfte des Teiges gebraucht und die angegebene Menge für die Kartoffel-Topfen-Füllung. Die andere Hälfte des Teiges habe ich gut verpackt eingefroren. 

In anderen Regionen Südtirols bekommt man statt der Tirtlen "Krapfen" oder "Kirchtagskrapfen". Fotos dazu findet ihr weiter unten.





das Rezept stammt aus dem Buch aus den 1980er Jahren:
"Die Küche in Südtirol" von Anneliese Kompatscher, erschienen im Athesia Verlag 

Südtiroler Tirtlen

für den Teig:

  • 250 g Roggenmehl 1050er
  • 250 g Weizenmehl 405er
  • 2 Eier
  • Salz
  • 30 g weiche Butter
  • lauwarmes Wasser nach Bedarf (ca. 150ml)

aus allen Zutaten einen geschmeidigen, nicht zu festen Teig kneten. Ihn zu einer Rolle formen und in Folie verpackt eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.


für die Füllungen:

  • 200 g gekochte, grob geraffelte Kartoffeln
  • 200 g Magerquark (Topfen)
  • 1 Bund Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
  • Salz

 oder:

  • 200 g gehackter Spinat
  • 200 g Magerquark
  • 1 Knoblauchzehe
  • eine kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

 oder

 gekochtes Sauerkraut

  • Zwiebel, fein gewürfelt und angeschwitzt
  • Kümmel, Lorbeer, Wacholder

 oder

 gekaufte Marillenkonfitüre bzw. selbstgekochtes Aprikosen - Marmelädchen 

  • Rapsöl zum Frittieren


aus der Teigrolle Scheiben abschneiden und jede Scheibe mit Hilfe eines Teigrollers zu einem Kreis sehr dünn ausrollen. Die gewünschten Füllungen bereit stellen. Nun etwas Füllung auf einen Teigkreis geben und mit einem weiteren Kreis abdecken und die Ränder mit der Gabel festdrücken und auf ein Tuch legen. 

So fortfahren bis der Teig aufgebraucht ist. Den Teig kann man auch sehr gut durch die Nudelmaschine drehen und ihn rechteckig ausschneiden und füllen.

In einer Fritteuse * das Rapsöl auf ca. 175°C erhitzen. Mit einem Holzlöffelstiel die Temperatur prüfen, sobald kleine Blasen am Löffelstiel aufsteigen ist das Öl heiß genug. Nun nacheinander die Tirtlen auf beiden Seiten golden ausbacken.

* mein Tipp: wer einen Wok hat, sollte den zum Frittieren nehmen. Das Öl kann man  darin auf höchster Herdstufe recht schnell erhitzen. Im Wok benötigt man nicht so viel Öl wie in einem hohen Topf oder einer Fritteuse und durch die nach oben hin weiter werdende Wokform kann man einige Tirtlen auf einmal frittieren.

Sind die Tirtlen schön golden gebacken, nimmt man sie mit einem Schaumlöffel heraus und lässt sie auf einem Küchenkrepp abtropfen. Nun kann direkt serviert werden. Die Tirtlen schmecken aber auch noch abends kalt, falls mal welche übrig bleiben . . .  Dann aber bitte die Tirtlen nicht abdecken. 


so habe ich die Tirtlen zubereitet



Ultner Mohnkrapfen auf der Steinrast -Alm  im Ultental, 
gegessen und für mega lecker befunden





gefüllt waren sie mit Johannisbeerkonfitüre - dazu eine Tasse Americano. Herrlich.




Original Kirchtagskrapfen, die man in Meran auf dem Freitagsmarkt findet - hier mit Johannisbeerfüllung




Samstag, 30. September 2023

Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus

Ab und an fallen einem Gerichte aus der Kindheit wieder ein, die es damals des öfteren zu Mittag gab. So war es jetzt auch, ich hatte ein ganz altes Rezept aus meiner Kindheit mal wieder hervorgekramt. Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus. Hervorgekramt ist gut, ich habe es aus der Erinnerung heraus gekocht . . . und sie wurden so wie ich es in Erinnerung hatte. 

Vegetarier und Veganer müssen jetzt ganz stark sein und am besten weggucken, denn für dieses Rezept benötigt man unbedingt frischen, fetten Speck (angeräucherter, weißer Rückenspeck). Ohne Speck geht es nicht, denn dann wären es nicht "meine Mehlklöße".

Herrlich, solche Mehlklöße waren früher so lecker und so könnt ihr euch schon denken, was ich jetzt zum Mittagessen gekocht habe. Richtig. Mehlklöße . . .  mit ausgelassenem Speck und Apfelmus . . . und uns hat es wunderbar geschmeckt.




Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus,   2 Portionen


  • 250 g Mehl *
  • 3 Eier
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • ca. 100 ml Vollmilch

  • etwas Fetter Speck (Rückenspeck)

  • feines Apfelmus


Aus Mehl, den Eiern, dem Salz und der Milch einen dicken Teig herstellen. Die Konsistenz sollte so sein wie dicker Spätzleteig. Den Teig ungefähr eine halbe Stunde stehen lassen und nochmals gut durchschlagen. Ist er zu dick einfach noch etwas Milch zugeben. In der Zwischenzeit den fetten Speck in feine, gleichmäßig kleine Würfel schneiden und auf kleiner Flamme langsam auslassen. So lange ausbraten, bis die Speckwürfelchen hell golden sind. Dann zur Seite stellen.

Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht mit 2 Esslöffeln (oder großen Teelöffeln) kleine Nocken abstechen und in das kochende Salzwasser geben. So lange köcheln lassen bis die Mehlklöße an der Oberfläche schwimmen. Noch mehrmals wenden, dann mit einem Schaumlöffel heraus nehmen und warm stellen.

Zum Anrichten die Mehlklöße auf einen Teller geben, einige Grieben und etwas Fett auf die Klöße geben und zusammen mit Apfelmus servieren. Fertig ist ein leckeres Mittagessen der etwas anderen Art.

* ich verwende gerne Dinkelmehl 630er, das klappt und schmeckt genau so gut.

 






Mittwoch, 10. Mai 2023

Pfirsich - Milchreisauflauf

Milchreis ist so lecker und für viele eine Kindheitserinnerung. Wir essen auch so gerne Milchreis. Meist nur mit Zimt & Zucker bestreut. Aber jetzt habe ich einen Auflauf gebacken, weil ich eine schon etwas ältere Dose Pfirsiche verbrauchen wollte.

Der Auflauf ist simpel, recht schnell gemacht und sehr lecker. Auch Kinder werden ihn bestimmt mögen. Nur dann muss man besonders aufpassen, dass man den Auflauf einige Zeit vor Verzehr aus dem Ofen holt, weil die Pfirsiche wahnsinnig lange die Hitze halten. Bitte Obacht.

Hier ist er nun, mein Pfirsich - Milchreisauflauf. 



Pfirsich – Milchreisauflauf   für 3-4 Personen als Hauptgericht (oder für 6-8 Personen als Nachtisch)


  • 200 g Milchreis (ich nehme am liebsten die Sorten Arborio- oder Carnaroli - Rundkornreis)
  • ¾ l Vollmilch
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas Vanille

Den Milchreis mit dem Salz und der Milch kurz aufkochen und ca. 30 Minuten ausquellen lassen. Der Reis soll innen ganz leicht bissfest, aber insgesamt schön "schlotzig" und sehr cremig sein. Ist er zu fest, noch etwas Milch unterrühren.

Den Backofen auf 175°C Ober- /Unterhitze vorheizen.

Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren und die Butter einrühren, alles unter den Reisbrei mischen.

  • 1 Dose Pfirsiche, abgetropft und gewürfelt
  • 100 g Mandelblättchen
  • 2 Eischnee

Die Pfirsiche, die Hälfte der Mandelblättchen und den Eischnee vorsichtig unter die Reismasse heben und in eine gefettete Auflaufform füllen, mit den restlichen Mandelblättchen bestreuen.

Mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Vor dem Verzehr ihn noch einige Zeit auskühlen lassen, weil das Obst die Hitze sehr lange hält. Am besten schmeckt der Auflauf lauwarm. Guten Appetit.








Montag, 20. Februar 2023

kein Rosenmontag ohne rheinischen Mettwurstpfannkuchen

Jedes Jahr gibt es bei uns auf Rosenmontag zu Mittag einen Mettwurstpfannkuchen. Das kennen wir seit unserer Kindheit, in unserer Heimatstadt im Niederbergischen Land bzw. Rheinland gab es in vielen Kneipen, Gaststätten oder auch zu Hause an diesem Tag eben einen solchen Mettwurstpfannkuchen. Ob das heute auch noch so ist, kann ich leider nicht sagen. Das ist aber auch egal. So ein Pfannkuchen ist auf jeden Fall lecker, aber man kann diesen Pfannkuchen natürlich auch außerhalb von Karneval essen, der schmeckt in der kühleren und kalten Jahreszeit besonders gut und deftig.

Jetzt fragt sich manch einer bestimmt, was ist denn ein Mettwurstpfannkuchen. Davon habe ich noch nie etwas gehört. Aber ich erkläre es euch. Mettwurst ist eine angeräucherte Wurst aus Schweinefleisch. Wenn ihr in eurer Nähe einen guten Metzger habt, der "geräucherte Mettenden" (also rohe, leicht geräucherte Mettwürstchen) herstellt, dann solltet ihr den Pfannkuchen doch einmal ausprobieren. Denn nicht nur im Gemüse- oder Suppeneintopf schmeckt die Mettwurst sehr gut. Aber auch bei Aldi Süd bekommt man "geräucherte Mettenden" oder "Schinkenmettwurst", sie sind zu 4 Stück abgepackt und man kann sie auch sehr gut einfrieren. So hat man immer Wurst für Pfannkuchen oder Eintöpfe parat.

In einen neutralen Pfannkuchenteig werden die dünnen Mettwurstscheiben eingebacken. Der Pfannkuchen ist herzhaft, lecker und dazu schmeckt besonders gut ein (alkoholfreies) Bier. Mein Rezept für den Teig ist nur ein Vorschlag, man kann jedes Pfannkuchen-Grundrezept verwenden, Hauptsache ist, dass der Teig nicht süß und nicht zu dünn- oder dickflüssig ist. 



für zwei  Mettwurst - Pfannkuchen  benötigt man

  • 3 Eier
  • 6 Esslöffel Mehl
  • ca. 200 ml Milch
  • Salz und weißer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 2 geräucherte Mettenden oder Mettwürstchen
  •  
  • neutrales Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)


aus Eiern, Mehl, Milch und den Gewürzen einen dickflüssigen und nicht zu dünnen Pfannkuchenteig herstellen und 15 Min. stehen lassen. 

In der Zwischenzeit die Mettwurst in viele, gleichmäßige, dünne Scheiben schneiden. Eine beschichtete Crêpe-Pfanne auf mittlerer Hitze erhitzen und etwas Öl hineingeben und die Hälfte des Pfannkuchenteiges einfüllen. 

Sofort die Mettwurstscheiben auf den Teig legen und einen Deckel auflegen. Hitze evtl. reduzieren und den Pfannkuchen auf der Unterseite golden braun backen bis die Oberseite fest ist. Mit Hilfe eines Deckels oder Tellers den Pfannkuchen vorsichtig wenden und weiter backen, bis auch die Mettwurstscheiben golden sind. 

Pfannkuchen wieder wenden und servieren. Fertig ist ein leckeres Mittagessen. Dazu passt gut ein grüner Salat und als Getränk ein Glas (alkoholfreies) Bier, falls man mag. Oder natürlich ein Glas Wasser.








Montag, 12. Dezember 2022

Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus - eine Kindheitserinnerung

Die Tage habe ich ein ganz altes Rezept aus meiner Kindheit mal wieder hervorgekramt. Ich hatte Appetit auf Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus.

Als ich letztens einkaufen war, ist mir beim Warten an der Fleischtheke fetter Speck ins Auge gesprungen. Diesen Speck hatte ich ewig nicht beachtet und ich habe gleich eine kleine Scheibe mitgenommen. Fetten Speck verwende ich sonst so gut wie nie in der Küche, aber beim Anblick wurden sofort Kindheitserinnerungen wach. 

Herrlich, solche Mehlklöße waren früher so lecker und so könnt ihr euch schon denken, was ich jetzt zum Mittagessen gekocht habe. Richtig. Mehlklöße . . .  mit ausgelassenem Speck und Apfelmus . . . und uns hat es wunderbar geschmeckt.



Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus,   2 Portionen

  • 250 g Mehl *
  • 3 Eier
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • ca. 100 ml Vollmilch

  • etwas Fetter Speck (Rückenspeck)

  • feines Apfelmus

Aus Mehl, den Eiern, dem Salz und der Milch einen dicken Teig herstellen. Die Konsistenz sollte so sein wie dicker Spätzleteig. Den Teig ungefähr eine halbe Stunde stehen lassen und nochmals gut durchschlagen. Ist er zu dick einfach noch etwas Milch zugeben. In der Zwischenzeit den fetten Speck in feine, gleichmäßige Würfel schneiden und auf kleiner Flamme langsam auslassen. So lange ausbraten, bis die Speckwürfelchen hell golden sind und zur Seite stellen.

Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht mit 2 Esslöffeln (oder großen Teelöffeln) kleine Nocken abstechen und in das kochende Salzwasser geben. So lange köcheln lassen bis die Mehlklöße an der Oberfläche schwimmen. Noch mehrmals wenden, dann mit einem Schaumlöffel heraus nehmen und warm stellen.

Zum Anrichten die Mehlklöße auf einen Teller geben, einige Grieben und etwas Fett auf die Klöße geben und zusammen mit Apfelmus servieren. Fertig ist ein leckeres Mittagessen der etwas anderen Art.

* ich verwende gerne Dinkelmehl 630er, das klappt und schmeckt genau so gut.








 

Mittwoch, 31. August 2022

Stielmus, Rübstiel oder Strippmus . . . Leckerer Gemüseeintopf aus dem Rheinland

Letztens war ich wieder in meiner Heimatstadt Velbert zu Besuch und wollte kurz noch eine Kleinigkeit im örtlichen, neuen, großen Supermarkt einkaufen. Zu meiner Freude sah ich in der Gemüseabteilung, dass es Rübstiel gab. Ich habe gleich ein ganzes Kilo des leckeren Gemüses mitgenommen. Kartoffeln, Speck und Mettwurst hatte ich noch zu Hause und so gab es am Tag darauf ein außergewöhnliches bzw. seltenes "Sonntagsessen". Hach, was war das lecker. Die gekochte Portion war natürlich so groß, dass wir montags auch nochmal Rübstiel essen konnten.

Kennt jemand von euch Rübstiel, Stielmus oder Strippmus? Ich könnte mir gut vorstellen, dass man außerhalb des Rheinlandes den Rübstiel so gut wie nicht kennt. Rübstiel sind die jungen Blätter und Stiele einer Speiserübe und wie ich finde ein fast schon vergessenes Gericht.

Es ist nahrhaft und enthält sehr wenig Kalorien. Auf 100 g kommen nur rund 22 Kalorien., der Fettgehalt liegt unter 0,5 g. Auch der Natriumgehalt ist gering (33 mg), es enthält außerdem Kalium (196 mg), Kohlenhydrate (2,9 g) und 3,2 g Protein. Außerdem enthält es Vitamine A, C und B6, Calcium, Eisen und Magnesium. Alles in allem also ein prima Gemüse.

Aber wie schmeckt Rübstiel? Ich finde, er schmeckt einzigartig, ist knackig-frisch, aber auch leicht herb und etwas pfeffrig-scharf. Zusammen mit Kartoffeln, Zwiebeln und etwas Speck gekocht ist es ein leckerer, gesunder Eintopf.

Wer den Rübstiel nun jetzt im Laden oder auf dem Markt findet, der sollte sich ein Herz fassen und ihn mit nach Hause nehmen. Vielleicht wird er zu einem eurer Lieblingsgemüse.

Rübstiel gab es in meiner Kindheit zu Hause des öfteren, aber leider findet man das Gemüse nur noch selten in den Läden. Wenn, dann hat man schon eher die Chance es im Rheinland in einem Bauernladen zu finden. So war meine Freude jetzt sehr groß, dass ich mal wieder Rübstiel kaufen konnte.

Nun möchte ich euch aber ein Rezept aus meiner Heimatstadt Velbert verraten. Das Rezept hier hat die Offers-Kompeneï verraten, sie ist eine Arbeitsgruppe, die das "Velberter Platt" sehr pflegt. Schon meine Mutter kochte es genau so und auch ich habe an dem Rezept nichts abgeändert. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, wie man es sonst isst oder essen könnte. Rübstiel schmeckt uns nach diesem alten Rezept super gut und muss bei uns nicht abgeändert werden. 




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Stielmus oder Rübstiel - Leckeres aus Omas Rezeptbuch *:    4 Portionen

und so wird er gekocht:

  • 1 kg Rübstiel, gewaschen und in ca. 2cm grobe Stücke geschnitten
  • 1 kg Kartoffeln, geschält und gewürfelt

  • 50 g durchwachsenen, gewürfelten Speck *
  • 2 Zwiebeln, fein gewürfelt
  • etwas Rapsöl

  • ½ l Brühe
  • schwarzer Pfeffer, 
  • eventuell etwas Salz
  •  
  • 4 Mettwürstchen (geräucherte Mettenden)

Speck und Zwiebeln zusammen mit etwas Öl in einem Topf rösten bis alles hell golden ist. Mit etwas Brühe ablöschen. 

* gewürfelter, Schwarzwälder Schinken schmeckt auch sehr lecker. Den hatte ich verwendet.

Dann den Rübstiel und die Kartoffeln dazu geben und etwas Pfeffer. Soweit Brühe angießen, dass im Topf ca. 2cm hoch die Brühe steht. Nicht zu viel Brühe zugeben, da der Rübstiel recht viel Flüssigkeit zieht bzw. abgibt. Die Mettwürstchen auf das Gemüse legen.

Deckel auflegen, alles zum Kochen bringen und den Eintopf ca. 30 Min. leise köcheln lassen. Die Kartoffeln sollen weich aber das Gemüse noch leicht knackig sein. Jetzt die entstandene Flüssigkeit abgießen und auffangen. Die Mettwürstchen beiseite legen.

Nun wird der Rübstiel mit den Kartoffeln "gestuuvt". Dafür den Eintopf mit einem Kartoffelstampfer leicht durchstampfen, dabei nach und nach etwas Kochwasser zugeben, bis eine sämige und nicht zu flüssige Konsistenz entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer noch abschmecken.

Wie man sieht hat man nach recht kurzer Zeit ein leckeres Mittagessen auf dem Tisch. Aber der Rübstiel lässt sich auch wunderbar aufwärmen, er schmeckt dann fast  noch besser.

Früher wurde das Gericht gerne mit gekochtem, durchwachsenen Speck und/oder Mettwürsten gegessen. Manch einem schmeckte dazu auch eine Scheibe Schwarzbrot. Wir belassen es nur mit dem gewürfelten Speck im Eintopf und manchmal auch noch mit Mettwürstchen.

Ob früher oder später und für alle Fälle:


Guten Appetit oder lotend et önk guet schmaken!


ein großer Bund frischer Rübstiel, ca. 1 kg





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was ist Rübstiel? Hier eine Erklärung von Wikipedia *

Rübstiel sind die jungen Blätter und Stiele einer Speiserübe. Es ist nahrhaft und enthält sehr wenig Kalorien. Auf 100 g kommen nur rund 22 Kalorien., der Fettgehalt liegt unter 0,5 g. Auch der Natriumgehalt ist gering (33 mg), es enthält außerdem Kalium (196 mg), Kohlenhydrate (2,9 g) und 3,2 g Protein. Außerdem enthält es Vitamine A, C und B6, Calcium, Eisen und Magnesium. Alles in allem also ein prima Gemüse. 

Wie auch die engen Verwandten Rettich, Senf, Kresse und Kohl gehören Speiserüben und Rübstiel zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütengewächse. Diesen allen gemeinsam ist eine besondere Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe: Glucosinolate, auch als Senfölglykoside bezeichnet. Diese Stoffgruppe verursacht den typischen Kohlgeruch und verleiht je nach Menge und Zusammensetzung die Schärfe. Rübstiel hat einen fein-säuerlichen Geschmack und wird am besten frisch nach der Ernte verzehrt, weil die zarten Blätter schnell welken.