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Dienstag, 21. Oktober 2025

Karins Birnenschmaus mit gerösteten Haselnüssen und Amaretto

Herbstzeit ist auch Birnenzeit. Diese leckeren Früchte sind ja auch vielseitig verwendbar. Man isst sie gerne roh oder als Kompott, manchmal auch im Kuchen oder wie wäre es mit einem Brotaufstrich? Schon vor ein paar Jahren habe ich mir diese Leckerei ausgedacht und sie findet immer Abnehmer.

Mit leckeren Birnen kann man einen wunderbaren Fruchtaufstrich kochen. Besonders mit gerösteten Haselnüssen und Amaretto ist das sehr lecker. Wer es lieber etwas frischer und mit Kick haben möchte, dem empfehle ich meinen Birnenschmaus mit karamellisierten  Mandelblättchen und Ingwer.

Egal für welchen Aufstrich ihr euch entscheidet, lecker sind sie beide. Die Mengen im folgenden Rezept sind quasi zum Ausprobieren, die Menge entspricht ca. drei kleinen Gläschen.



Karins Birnenschmaus mit gerösteten Haselnüssen und Amaretto

(für ca. 3 kleinere Marmeladengläschen) 

  • 550 g reife Birnenwürfel (mit Schale, entkernt gewogen)
  • 200 g Gelierzucker 1:1
  • 20 g Zitronenzucker
  • 1 Prise Zitronensalz
  • 15 g geröstete, gehackte Haselnüsse
  •  
  • 1 Schüsschen Amaretto 

  • evtl. noch 2 Teelöffel Stärke


die Birnen mit dem Zucker und dem Salz bedecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag die Masse in einen ausreichend hohen Topf füllen, die Nüsse dazu geben und alles rührend zum Kochen bringen. 

Währenddessen die Gläser mit kochendem Wasser bis zum Rand füllen und die Deckel kurz in kochendes Wasser einlegen. Das Wasser ausschütten und die Gläser kopfüber auf ein Geschirrtuch stellen, die Deckel ebenso.

Einen kleinen Teller in das Gefrierfach stellen.

Wenn die Masse schön brodelt, die Masse mindestens 5 Minuten köcheln lassen. Dabei immer rühren. Dann den Amaretto  (gerne auch selbstgemachten) hinzugeben und abschmecken.

Wenn die Zeit um ist, den Teller aus dem Gefrierfach holen, etwas Masse auf den Teller geben und probieren. Wird alles dickflüssig - fest, dann ist der Schmaus fertig.

mein Tipp: Sollte die Masse zu dünnflüssig sein, dann die Stärke in etwas kaltem Wasser auflösen und den Schmaus damit binden und alles nochmals gut aufkochen lassen. Normalerweise wird natürlich keine Marmelade mit Stärke abgebunden, aber ich hab mir damit sehr gut geholfen, da der Schmaus recht dünnflüssig war. Besser wäre Pektin gewesen, aber das hatte ich nicht. Und die Menge war eine sehr kleine, die ich gekocht hatte. Ich vermute mal, die Birnensorte war schuld.

Ist die gewünschte Konsistenz erreicht, den Birnenschmaus kochendheiß in die vorbereiteten Gläser bis zum Rand einfüllen und sofort verschließen.

Die Gläser müssen nicht auf den Kopf gestellt werden, die kochendheiße und bis oben zum Rand eingefüllte Masse bzw. der Dampf sterilisiert den Deckel mit. Beim Abkühlen ertönt ein "Knackgeräusch" und das Glas ist dann vakuumiert. 

Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufheben und alsbald verbrauchen. 

Guten Appetit.


Frische Birnen, diese Sorte war eine Abate Fetel.


Hier blubbert der Birnenschmaus im Kupfertopf.



          
    

Solche Etiketten könnt ihr euch gerne ausdrucken.

Freitag, 27. Juni 2025

Marmelädchen von Aprikose und Sauerkirsch mit einem Hauch von Orange

Unser kleiner Kirschbaum hinterm Haus hatte dieses Jahr eine wahnsinnig "große" Menge Sauerkirschen am Baum. Irre, wie viele es jetzt waren . . . 

Letztes Jahr waren gar keine Kirschen am Baum, dieses Jahr waren es gerade mal eine Handvoll. Was sollte man damit machen? Na klar, ich habe damit ein Marmelädchen gekocht. Denn für ein einziges Gläschen Marmelade reichte die Handvoll Kirschen gerade so aus . . . mehr war nicht dran. 

Aber selbst aus einer Handvoll Früchte kann man ruckzuck ein Glas Marmelädchen kochen. Gelierzucker habe ich immer im Vorrat, sodaß ich jederzeit einen leckeren Fruchtaufstrich kochen kann.

Da ich noch ein paar sehr reife Aprikosen im Kühlschrank hatte, habe ich mich für ein gemischtes Marmelädchen entschieden. Ich hab da einfach mal was ausprobiert. Heraus kam ein sehr leckeres Produkt. Es schmeckt schön fruchtig und fein säuerlich, mit einem Hauch von Orange. Und die Farbe ist auch genial.

Leider war es nur ein Glas plus etwas zum direkten Ausprobieren. Egal. Wer mehr Früchte zur Verfügung hat, kann sich die Menge problemlos hochrechnen. Zum Ausprobieren reicht die unten aufgeführte Menge auf jeden Fall aus.



Marmelädchen von Aprikose und Sauerkirsch mit einem Hauch von Orange

  • 250 g Aprikosenwürfelchen
  • 100 g Sauerkirschen, entsteint gewogen
  • 170 g Gelierzucker 2:1
  • 1 Teelöffel Orangen-/ Zitronenzucker
  • 1 Prise Vanillesalz

  • eventuell etwas neutrales Öl (falls die Masse etwas schäumt)

Alle Zutaten, bis auf das Öl, in einem hohen Topf rührend zum Kochen bringen. Wer möchte püriert das Ganze noch mit dem Zauberstab. Wenn alles sprudelnd kocht, die Hitze etwas reduzieren und die Masse ca. 4 Minuten * weiter köcheln lassen. 

Sollte etwas Schaum auf der Marmelade sein, dann unter Rühren ganz wenig Öl in die Masse gießen, der Schaum sollte dann direkt verschwinden.

Auf einem kalten Tellerchen eine Gelierprobe nehmen, wird das Marmelädchen fest, dann kann sie in ein gut gereinigtes und kochend ausgespültes Schraubglas gegeben werden. Die Masse bis knapp zum Rand einfüllen. Den ebenfalls so vorbereiteten Schraubdeckel aufschrauben und das Glas abkühlen lassen. Wenn der Deckel ploppt, dann ist es das Zeichen, dass ein Vakuum entstanden ist. 

Die angebrochene Marmelade bitte im Kühlschrank aufheben und alsbald verbrauchen.

* mein Tipp: Sollte die Masse noch nicht richtig fest sein, dann noch ein Minütchen oder zwei weiter köcheln lassen.


Das war doch eine enorme Menge Kirschen, die der kleine Baum trug, oder?




Mit einer großen Sicherheitsnadel kann man super Kirschen entkernen. Dafür nimmt man das Ende der Sicherheitsnadel und hebelt damit den Kern heraus.



Aprikosenwürfel und entsteinte Sauerkirschen warten nun auf die restlichen Zutaten und wollen zum Marmelädchen werden.


Die Menge war doch etwas mehr als gedacht, sodaß ich den Rest des Marmelädchens noch in ein kleines Glas gefüllt habe. So konnten wir am nächsten Tag das Marmelädchen direkt probieren.












Dienstag, 6. August 2024

mein Brombeermarmelädchen - mit einem Hauch Orange

Bei uns in der Nähe sind dieses Jahr besonders viele Brombeeren reif. Das freut mich richtig, denn dann kann ich wieder unser beliebtes Brombeermarmelädchen kochen. Ich pflücke immer so viele Früchte wie ich bekommen kann, bzw. wie ich erreichen kann. Die Menge spielt dabei keine Rolle, selbst ein kleines Händchen voll habe ich schon zu einem leckeren Marmelädchen verarbeitet.

Wichtig dabei ist, die gewaschenen, geputzten Früchte abzuwiegen. Danach richtet sich dann die Zuckermenge, die man ja ganz einfach ausrechnen kann. Die Faustregel ist auf 1000 g  Früchte, 1000 g Gelierzucker 1:1, bei Verwendung von Gelierzucker 2:1 wären das dann nach Adam Riese 500 g Gelierzucker 2:1. Gelierzucker 3:1 verwende ich nicht, aber das wären dann 333 g Gelierzucker 3:1 auf 1000 g Früchte. 

Dazu kommt noch eine Prise Salz, etwas Vanille, Zitrone, Orange und/oder ein Schuss Likör. Sollte nach der Kochzeit Schaum auf der Oberfläche sein, diesen bitte nicht abschöpfen. Dagegen hilft ein kleines Löffelchen neutrales Öl.  Das Öl sorgt dafür, dass der Schaum verschwindet. Wenn man mal einen Blick auf die Gelierzucker wirft, dann stellt man fest, dass oft pflanzliches Öl in dem Zucker enthalten ist. Das wird der einzige Grund sein, warum in Gelierzucker Fette und Öle enthalten sind.



mein Brombeermarmelädchen - mit einem Hauch Orange

  • 500 g Brombeeren
  • 250 g Gelierzucker 2:1 (oder 500 g Gelierzucker 1:1, oder 170 g Gelierzucker 3:1)
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 1 gehäufter Teelöffel Orangenzucker
  • eine Prise Vanillesalz
  •  
  • 1 Schuss Brombeerlikör (falls man mag)
  •  
  • 1 Teelöffel neutrales Öl 


Die Brombeeren waschen. Die Früchte abwiegen und mit der halben Menge Gelierzucker 2:1 in einen entsprechend großen, hohen Topf geben. Das Salz, den Vanillezucker und den Orangenzucker dazu geben und alles gut mischen.

Die Marmeladengläser mit kochendem Wasser bis zum Rand füllen, die Deckel in kochendes Wasser einlegen und einige Minuten stehen lassen. Die Deckel mit einer Zange aus dem Kochwasser nehmen und umgedreht auf einem Tuch abtropfen lassen, die Gläser mit Hilfe der Zange ausschütten und umgedreht auf das Küchentuch stellen.

Einen kleinen Porzellanteller in das Gefrierfach stellen.

Die Früchte nun zum Kochen bringen. Dabei immer wieder rühren (Holzlöffel oder Silikonspatel). Wenn alles kocht, die blubbernde Masse laut Packungsaufdruck einige Minuten weiter köcheln lassen. Meist sind das 3 - 5 Minuten. Da wir am liebsten musigere Marmelade mögen, püriere ich die Masse noch mit Hilfe eines Pürierstabes durch. Ansonsten einfach so belassen und man hat stückigen Aufstrich.

Dann etwas Marmelade auf den kalten Teller geben. Geliert die Masse, dann ist das Marmelädchen fertig. Ansonsten noch etwas länger köcheln lassen und erneut testen.

Jetzt einen Schuss Brombeerlikör in die kochende Masse geben, nochmals rühren. 

Sollte sich Schaum auf der Oberfläche befinden, etwas neutrales Öl dazu geben. Das Öl sorgt dafür, dass der Schaum verschwindet.

Die kochendheiße Masse sofort bis zum Rand in die vorbereiteten, sterilisierten Gläser füllen und sofort mit dem Deckel verschließen. Die Gläser müssen nicht umgedreht werden, der heiße Dampf der Marmelade sterilisiert nochmals den Deckel. Beim Abkühlen "knacken" meist die Deckel. Das ist das Zeichen, dass sich ein Vakuum gebildet hat und das Glas gut verschlossen ist.

Die angebrochene Marmelade im Kühlschrank aufbewahren und alsbald verbrauchen. 

meine anderen Konfitüren- und Marmelädchenrezepte möchte ich euch auch ans Herz legen:








Hier hatte ich stückigeren Brombeeraufstrich gekocht und die Masse nicht püriert.


Samstag, 3. August 2024

selbstgemachter Frischkäse mit Kräutern

Habt ihr schon mal Frischkäse selber gemacht? Nein? Das dachte ich mir, ich hatte es bisher auch noch nie probiert. Aber das geht ganz schnell und einfach in der heimischen Küche. Es ist kein Hexenwerk und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen und schmeckt auch super gut.

Meine Freundin Irmi hat es vor kurzem ausprobiert und "cremigen Kräuter - Frischkäse"  hergestellt. Ich sah ihr Rezept mit den schönen Fotos auf ihrem Blog und dachte mir gleich, oh wie sieht das lecker aus, das probiere ich auch einmal.

Gesagt, getan, ich habe es ausprobiert. Leider hatte ich H-Milch verwendet. Diese wurde beim Kochen mit dem Zitronensaft nicht so flockig wie erhofft. Die Masse war leicht grisselig und ich dachte schon, was ist jetzt falsch gelaufen. Ich hatte dann noch einen kleinen Schuss Essig in die Masse gegeben und alles unter Rühren weiter köcheln lassen, aber es wurde nicht besser. Das heiß gebügelte Küchentuch habe ich dann doppelt ins Sieb gelegt und alles hinein geschüttet. Wider Erwarten lief die Molke sehr gut ab und die klitzekleinen Käsestückchen sind im Tuch verblieben.
Nach Rücksprache mit Irmi meinte sie, ihre Schwester hätte es auch schon mit H-Milch probiert und es klappte nicht, wichtig wäre frische Vollmilch. Damit wird der Käsebruch größer und der Käse schmeckt besser.

Also werde ich das nächste Mal auf jeden Fall frische Vollmilch verwenden. Solltet ihr es aber mit H-Milch probieren wollen, dann das Tuch doppelt legen. Der Frischkäse schmeckt auch, geschmacklich ist dagegen nichts einzuwenden.





selbstgemachter Frischkäse mit Kräutern
  • 1 Liter  frische Vollmilch 3,8%
  • 1 Teelöffel Salz
  • der Saft einer Bio-Zitrone *
  • (1 knapper Teelöffel heller Essig)

  • 2 Esslöffel Sauerrahm oder Schmand
  • etwas frischer Zitronenabrieb *
  • Kräuter nach Wunsch, z.B. 1 - 2 gehäufte Esslöffel gefrorene italienische Kräutermischung
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • evtl. Salz
Die Milch mit dem Salz rührend zum Kochen bringen, vom Herd ziehen und den Zitronensaft hinein geben. Den Topf auf die Herdplatte zurück stellen und rührend wieder zum köcheln bringen. 
Die Masse sollte nun ausflocken. Weiterrühren und einige Minuten köcheln lassen. Sollte alles nicht so sehr ausflocken, dann noch etwas hellen Essig einrühren. 

Ein Küchensieb mit einem heiß gebügelten und somit keimarmen Küchentuch doppelt auslegen. Die Masse in das Tuch schütten. Wer möchte fängt die Molke zur weitere Verwendung auf (ich habe sie weggeschüttet, ich mag keine Molke . . .) .  Den Frischkäse abtropfen lassen. 

Wenn der Käse abgetropft und ausgekühlt ist, dann den Schmand unterrühren. Sollte einem die Konsistenz zu fest oder zu bröckelig sein, dann kann man das Ganze  noch mit einem Pürierstab kurz pürieren und mit Schmand cremiger rühren. Dann mit den Kräutern vermischen sowie mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Den fertigen Frischkäse in einen gut verschließbaren Behälter füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält er sich einige Tage gut frisch.

Bei Bedarf noch bei Tisch mit Salz und Pfeffer würzen. Lasst es euch schmecken.

* die Schale vorher abreiben und später mit in den Frischkäse geben oder anderweitig verwenden. Z.B. für Zitronenzucker oder Zitronensalz.


 



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Samstag, 11. Mai 2024

mein Birnenschmaus 2024 mit karamellisierten Mandeln, Ingwer und einem Hauch Vanille und Orange

Die Tage hatte ich Birnen der Sorte Conference zum "so essen" gekauft, wie man hier im Rheinland so sagt. Aber wie es manchmal so ist, man tut es nicht und so "mussten" die Birnen für etwas anderes herhalten.

Schon länger hatte ich keinen Birnenschmaus mehr gekocht, den ich 2018 das erste Mal gekocht hatte. Wir hatten diesen leckeren Aufstrich in einem wunderbaren Wellnesshotel in Franken zum Frühstück probiert und für zu Hause ein Gläschen käuflich erworben. Zu Hause habe ich dann versucht, diesen Aufstrich "nachzukochen". Es ist mir gut gelungen. Heraus kam ein wunderbarer, sehr leckerer Birnenschmaus. Karamellisierte Mandelblättchen habe ich auch hinzu gefügt. Für den frischen, leicht zitronig - scharfen Geschmack kam Ingwer dazu. Herrlich.

Und hier ist meine heutige 2024 Kreation des Birnenschmauses. Ich wünsche euch guten Appetit. 

P.S.: Weil ich nicht genug Gelierzucker 1:1 da hatte, habe ich einfach noch 2:1 Gelierzucker dazu verwendet. Man ist ja flexibel. Zusätzlich habe ich noch etwas Orangenzucker dazu gegeben, was alles auch noch sehr lecker macht. 

 

Das war die "Ausbeute" von knapp 800 g Obst

mein Birnenschmaus mit karamellisierten Mandeln, Ingwer und einem Hauch Vanille und Orange

  • 700 g reife Birnen ** (geputzt gewogen) 
  • 80 g Apfel (geputzt gewogen)
  • 280 g Gelierzucker 1:1
  • 50 g Gelierzucker 2:1
  • 2 Esslöffel Zitronensaft

  • etwas gemahlene Vanille 
  • 2 dicke Prisen Zimt
  • 2 Prisen Vanillesalz
  • 1/4 Teelöffel frisch geriebene Bio - Orangenschale *

  • 90 g Zucker
  • 40 g Mandelblättchen
  • 1 größeres Stückchen Butter

  • 10 g fein gewürfelter, frischer Ingwer


die Birnen und den Apfel waschen, entkernen und würfeln. Die Schale ruhig dran lassen. Mit dem Zitronensaft und dem Gelierzucker vermischen und alles erhitzen. Die Masse mit dem Pürierstab pürieren. Nun die Vanille, Salz, die Orangenschale und den Zimt zugeben und alles langsam zum Kochen bringen. 

In der Zwischenzeit den Zucker hell karamellisieren lassen und die Mandeln zugeben. Unter Rühren weiter karamellisieren bis alles golden braun ist. Sofort vom Herd nehmen und die Butter einrühren. Vorsicht, das könnte spritzen. Das heiße Gemisch zu den fast kochenden Birnen geben und unter Rühren alles zum Kochen bringen. Der Karamell mit den Mandeln wird sich dann auch gut auflösen.

Wenn alles ca. 6 bis 8 Minuten gekocht hat, den Ingwer zugeben und nochmals kurz aufkochen lassen. Nicht länger kochen, das wird sonst zu scharf. Den Schmaus noch einmal probieren, evtl. nachwürzen, Dann die Masse in sterilisierte Marmeladengläser füllen und die Gläser sofort verschließen.

Der fertige Birnenschmaus schmeckt wunderbar fruchtig nach Birne, mit einem Hauch von zitronig-scharfen Ingwer und leichtem Mandelkaramell. Einfach wunderbar. Angebrochene Gläser bitte im Kühlschrank aufbewahren und baldmöglichst verbrauchen.

* alternativ 1 gehäufter Teelöffel Orangenzucker 

** ich nehme gerne die Sorten Williams Christ, Abate Fetel oder Conference


mein Tipp für den Topf mit dem Karamell: Karamell klebt so wunderbar und man fragt sich wie man das Ganze wieder gelöst bekommt. Ich stelle den noch heißen Topf zusammen mit dem Kochlöffel in die Spüle und fülle bis zum Rand Wasser mit etwas Spüli ein. Bis ich mit der Marmelade fertig bin, ist auch der Zucker im Topf und am Kochlöffel gelöst und das Spülen ist ruckzuck erledigt.


Der Birnenschmaus blubbert im Kupfertopf.


Frische Birnen



das Foto könnt ihr gerne als Etikett ausdrucken.








Mittwoch, 1. Mai 2024

Rustikales Brot mit Roggen, Emmer und Dinkel und meine selbstgemachten Marmelädchen

Es geht doch nichts über ein leckeres, kräftiges Brot. Wir mögen sehr gerne welches mit schöner, kräftiger Kruste, viel Roggenanteil und mit Sauerteig, Dieses Mal habe ich Fertigsauerteig aus dem Handel verwendet, an selber hergestellten Sauerteig habe ich mich noch nicht so richtig drangetraut. Aber wer weiß, vielleicht probiere ich das auch mal aus. 

Dieses Brot hier hat uns sehr gut geschmeckt. Egal ob mit Käse, Wurst, Marmelade oder Schokocreme bestrichen, es schmeckt mit jedem Belag. Außerdem bleibt es einige Tage schön saftig. Damit das Brot auch optisch noch was hermacht, habe ich es vor dem Backen noch mit einer Rasierklinge bzw. einem "bread scoring tool" verziert.


Sehr rustikal ist es geworden und sieht doch ganz hübsch aus.

rustikales Brot mit Roggen, Emmer und Dinkel 

  • 200 g Dinkelmehl 630er
  • 100 g Emmermehl °
  • 150 g Roggenmehl 1050er
  • 10 g Backmalz *
  • 10 g Brötchenback *
  • 10 g Salz
  • 1 Beutel Trockensauerteig (für 500 g Mehl)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (für 500 g Mehl)
  • 1 Prise Zucker 
  • 1 Schuss natives Olivenöl
  • ca. 250 ml lauwarmes Wasser


alle Mehle mit dem Backmalz, dem Brötchenback, Trockenhefe, Trockensauerteig, Zucker und dem Salz gründlich vermischen. 

° Emmer (Triticum dicoccum), auch Zweikorn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weizen (Triticum). Er ist, zusammen mit Einkorn, eine der ältesten kultivierten Getreidearten und ein so genanntes Urgetreide. Weitere Infos zum Emmer findet ihr auch > hier <

Die Küchenmaschine mit Knethaken anstellen und auf kleinster Stufe laufen lassen. In die laufende Maschine nun das Olivenöl dazu geben und dann nach und nach das lauwarme Wasser. Den Teig nun mindestens 5, besser 8 Minuten langsam kneten lassen, bis sich ein geschmeidiger Teig gebildet hat und nicht mehr am Schüsselrand klebt. Sollte alles zu trocken sein, dann etwas mehr Wasser zufügen, ist der Teig zu flüssig, dann mehr Dinkelmehl zugeben. 

Ist der Teig nach dem Kneten in der Maschine schön seidig und klebt nicht mehr, dann mit bemehlten Händen auf bemehlter Arbeitsplatte rund wirken und in die bemehlte Schüssel zurück legen und mit einem Tuch abdecken. Den Teig an einem warmen Ort ca. zwei Stunden gehen lassen, er soll schön aufgehen. 

Ein Backblech mit Backpapier belegen, den gegangenen Teig aus der Schüssel nehmen, auf bemehlter Arbeitsplatte mit bemehlten Händen noch einmal rund formen und dabei darauf achten, dass die Oberfläche eine schöne Spannung bekommt und die Naht unten liegt. Aufs Backblech legen und nochmals ca. 60 Minuten abgedeckt gehen lassen. 

In den Backofen eine mit heißem Wasser befüllte feuerfeste Schale stellen und den Ofen auf 220°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. **

** man kann auch einen Pizzastein verwendet. Der Stein wird in den kalten Ofen auf das Rost (unterste Stufe) gelegt und dann gut aufgeheizt. Ist der Ofen auf 220°C vorgeheizt, dann wartet man noch ca. 10 Min., damit der Stein auch die Hitze ordentlich aufnimmt. Das gegangene und geritzte Brot mit dem Backpapier dann auf den heißen Stein geben und nach ca. 10 Min. das Backpapier unter dem Brot wegziehen und das Brot auf dem Stein fertig backen.

Wenn das Brot schön gegangen ist, den Laib mit etwas Mehl bestreuen. Dafür nehme ich meinen "Mehlzerstäuber". Nun eine scharfe/frische Rasierklinge nehmen und das Brot nach Wunsch mit einem Muster einritzen. Dabei nicht zu tief ritzen.

Ist der Ofen vorgeheizt, das Blech mittig hineinschieben und das Brot ca. 50 Minuten nach Sicht backen, bis die gewünschte Farbe erreicht ist. Herausnehmen, die Klopfprobe an der Unterseite machen (das durchgebackene Brot wird sich hohl anhören) und auf einem Gitter auskühlen lassen.

° kann hinein, muss aber nicht. Wenn man es nicht hat, klappt es bestimmt auch ohne. Durch das Backmalz * und das Brötchenbackmittel * wird das Brot allerdings schön locker und besonders knusprig. 

 

 * dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten (Markennennung und/oder Verlinkung)










Sehr lecker schmeckt das Brot auch mit Marmelade. Eine kleine Auswahl an selbstgemachten Marmelädchen findet ihr hier: 






Ich wünsche euch einen schönen Tag.



Samstag, 23. März 2024

Blutorangen Marmelade

Zur Zeit gibt es noch wunderbare Blutorangen. Dieses Jahr hatte ich mir mal gedacht, ich koche daraus mal eine Marmelade. Immer nur Erdbeer, Kirsch oder Aprikose ist ja auch langweilig. Obwohl das immer noch meine liebsten Sorten sind. Und Brombeer . . .

Zurück zu den Blutorangen. Ich habe mich nun an so einer Marmelade probiert und ich muss gestehen, sie ist wirklich sehr lecker geworden. Der feine Orangengeschmack ist mal ganz etwas anderes und unheimlich lecker. Die Saftausbeute von 1,5 kg Früchten war ca. 650 ml. Im Grunde hatte ich etwas mehr erwartet bzw. erhofft, aber die Früchte waren nicht ganz so groß. Egal. Die Menge reichte für das erste Mal auf jeden Fall aus. Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, war das die fertige Menge Marmelade. 

Solltet ihr spontan Appetit auf so eine Blutorangen Marmelade haben, dann ab in den Laden, noch gibt es schöne Blutorangen.


Das war meine "Ausbeute".



Die Blutorangen sind ausgepresst, der Saft abgemessen und der Zucker steht auch schon bereit.


meine Blutorangen Marmelade

  • ca. 1,5 kg Blutorangen (ca. 650 ml Saft)
  • 500 g Gelier - Rohrzucker 2:1
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas Vanille aus der Mühle
  • 1 Esslöffel Orangenzucker
  •  
  • 1 Teelöffel neutrales Öl
  • 1 Schüsschen Himbeerlikör (falls man hat oder mag)

Die Orangen entsaften. Es sollten ca. 650ml Saft heraus kommen. 

Die kleinen, gut gereinigten Marmeladengläser mit kochendem Wasser bis zum Rand befüllen, die Deckel in eine Schüssel legen und ebenso mit kochendem Wasser übergießen.

Den Saft mit dem Gelierzucker, Salz, Vanille und Zucker in einen ausreichend großen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Wenn alles blubbert und köchelt, die Masse ca. 5 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder mit dem Gummischaber rühren, damit nichts ansetzt.

Nach den 5 Minuten das Öl dazu geben. Eventueller Schaum verschwindet durch das Öl. Wer mag aromatisiert die Marmelade noch mit etwas Likör.

Dann eine Gelierprobe machen, ein Löffelchen Marmelade sollte auf einem kalten Teller schnell fest werden, ansonsten die Marmelade noch etwas weiter kochen lassen und den Vorgang wiederholen. Dann kann die Marmelade abgefüllt werden.

Das heiße Wasser aus den Gläsern ausschütten und die Deckel zum Abtropfen auf ein Tuch legen. Die kochendheiße Marmelade bis zum Rand in die Gläser füllen und sofort den Deckel aufschrauben. Umgedreht werden müssen die Gläser nicht, der heiße Dampf sterilisiert von innen den Deckel.

Wenn beim Abkühlen ein Knackgeräusch zu hören ist, dann ist das das Zeichen, dass die Deckel vakuumiert sind.

Angebrochene Gläser bitte im Kühlschrank aufbewahren.



Blutorangen im Anschnitt.


Vom ausgepressten Saft zur Marmelade.









Samstag, 14. Oktober 2023

Birnenschmaus mit gerösteten Mandelblättchen und Ingwer

Vor einigen Jahren hatten wir in einem wunderbaren Wellnesshotel morgens auf dem Frühstücksbuffet eine leckere Birnenkonfitüre probiert. Ich bin sonst nur der Fan für klassische Konfitüren wie Aprikose, Erdbeer und Kirsche, aber diese Birnenkonfitüre war großartig. Sie enthielt Mandelblättchen und schmeckte leicht zitronig - scharf. Ein herrlicher Aufstrich. Wir waren ganz begeistert. 

Natürlich konnten wir ein Glas für zu Hause käuflich erwerben. Sie schmeckte uns auch zu Hause so gut, dass ich sie "nachgekocht" habe. Heraus kam ein wunderbarer, sehr leckerer Birnenschmaus. Mandelblättchen habe ich auch hinzu gefügt. Für den frischen, leicht zitronig - scharfen Geschmack kam Ingwer dazu. Herrlich.

Und hier ist meine Kreation des Birnenschmauses. Ich wünsche euch guten Appetit.



mein Birnenschmaus mit Ingwer und karamellisierten Mandeln

  • 1000 g reife Birnen (geputzt gewogen)
  • 120 g Apfel (geputzt gewogen)
  • 350 g Gelierzucker 1:1
  • 2 Esslöffel Zitronensaft

  • 1 Stückchen Vanilleschote (oder gemahlene Vanille)
  • 2 dicke Prisen Zimt
  • 2 Prisen Vanillesalz

  • 100 g Zucker
  • 40 g Mandelblättchen
  • 1 größeres Stückchen Butter

  • ca. 10 g fein gewürfelter, frischer Ingwer


die Birnen und den Apfel waschen, entkernen und würfeln. Die Schale ruhig dran lassen. Mit dem Zitronensaft und dem Gelierzucker vermischen und alles erhitzen. Die Masse mit dem Pürierstab fein pürieren. Nun die Vanille, Salz und den Zimt zugeben und alles langsam zum Kochen bringen. 

In der Zwischenzeit den Zucker hell karamellisieren lassen und die Mandeln zugeben. Unter Rühren weiter karamellisieren bis alles golden braun ist. Sofort vom Herd nehmen und die Butter einrühren. Das heiße Gemisch zu den fast kochenden Birnen geben und unter Rühren alles zum Kochen bringen. 

Wenn alles ca. 6 bis 8 Minuten gekocht hat, den Ingwer zugeben und nochmals alles gut durchkochen. Die Vanilleschote entfernen, den Schmaus noch einmal probieren, evtl. nachwürzen, nochmals aufkochen lassen und dann die Masse in sterilisierte Marmeladengläser füllen und die Gläser sofort verschließen.

Der fertige Birnenschmaus schmeckt wunderbar fruchtig nach Birne, mit einem Hauch von zitronig-scharfen Ingwer und leichtem Mandelkaramell. Einfach wunderbar. Angebrochene Gläser bitte im Kühlschrank aufbewahren und baldmöglichst verbrauchen.













Mittwoch, 14. Dezember 2022

mein Kirschmarmelädchen "Kirschwälder Schwarz"

Oh, was ist mir das Kirschmarmelädchen gut gelungen. Ich freue mich wie Bolle. Und mein Mann hätte am liebsten gleich den ganzen Topf ausgeschleckt.

Wovon ich spreche? Ich hab mal eben zwischendurch ein paar Gläser Kirschmarmelade gekocht. Im Froster befanden sich noch 500 g Sauerkirschen aus dem Garten. Die sollten nun endlich verbraucht werden, weil ich den Platz im Froster für Weihnachten benötige.

Gesagt, getan. Die Kirschen habe ich aufgetaut, entkernt, püriert und in meinem Kupfer-Marmeladentopf zu einem sehr köstlichen Marmelädchen verkocht. Ich wollte aber kein "normales" Kirschmarmelädchen kochen, das war mir zu langweilig. Ich hatte Lust mal etwas zu experimentieren. Da Kirschen sehr gut mit Schokolade und Kirschwasser zusammen harmonisieren, kam ich auf die Idee das alles zu einem Aufstrich zu verarbeiten. Von meinem Ergebnis bin ich selbst erstaunt und freue mich, denn ich habe mich fast selber übertroffen. Wirklich. Aber genug der eigenen Lobhudelei, jetzt verrate ich euch, was für einen leckeren Aufstrich ich da gezaubert habe. 

Also falls ihr noch ein kleines Geschenk für Weihnachten sucht, dieses Marmelädchen wäre bestimmt was.


die "Ausbeute" von 500 g Kirschen plus Gelierzucker

Karins Kirschmarmelädchen 🍒 "Kirschwälder Schwarz" 🍒

  • 500 g entsteinte Sauerkirschen
  • 500 g Gelierzucker 1:1
  • etwas Vanille
  • eine Prise Salz
  • 1 Teelöffel Zitronenzucker
  • 1 Esslöffel Backkakao
  • 20 ml Kirschwasser aus dem Schwarzwald (50%)
  •  
  • kleine Marmeladengläser

Die Sauerkirschen zusammen mit dem Gelierzucker, Vanille, Salz und Zitronenzucker in einen hohen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Masse mit einem Mixstab zur gewünschten Konsistenz pürieren.
Den Backkakao und die Hälfte des Kirschwassers dazu geben und alles unter Rühren zum Kochen bringen. Die Masse jetzt 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Etwas Marmelade dann auf einen kalten Teller geben und prüfen, ob die Marmelade schon fest genug ist. Ansonsten noch etwas länger kochen lassen. Ist die Masse so wie gewünscht, den Rest des Kirschwassers gut unterrühren.

Die kochendheiße Masse in die gut gereinigten und frisch sterilisierten Gläser* bis zum Rand einfüllen, den Deckel sofort aufsetzten und zudrehen und die Gläser abkühlen lassen. Ich stelle die Gläser nicht auf den Kopf, der heiße Dampf sterilisiert den aufgesetzten Deckel und beim Erkalten hört man ein Knacken. So ist das Glas fest verschlossen. 

* die Marmeladengläser- und Deckel gut reinigen und ausspülen, dann in die Gläser bis zum Rand kochendes Wasser füllen und die Deckel in kochendes Wasser einlegen. Alles einige Minuten stehen lassen, das Wasser vorsichtig ausgießen, die Gläser umgedreht auf einem Geschirrtuch abtropfen lassen, die Deckel aus dem Wasser nehmen und ebenso auf das Geschirrtuch legen. 

mein Tipp für die Kerne:
übrigens, . . . die Kirschen musste ich noch entsteinen. Als mein Mann sie im Sommer pflückte, war das Fruchtfleisch so fest an den Kernen, dass beim Entsteinen nichts übrig geblieben wäre. So habe ich sie mit Kernen eingefroren. Als sie aufgetaut waren, ließen sich die Kerne ganz einfach und ohne "Schwund" entkernen. Die Kerne habe ich dann mit kochendem Wasser übergossen und etwas stehen lassen. Dann mehrfach mit frischem, klaren Wasser gespült und zwischen den Händen gerubbelt, damit auch kleinste Fruchtfasern noch abgingen. Das Schüsselchen mit den sauberen Kernen habe ich dann mit in den Backofen gestellt, als ich gerade eine Tarte im Ofen hatte. So konnten die Kerne gut durchtrocknen. Die abgekühlten Kerne habe ich dann zu den anderen gegeben, die ich schon hatte. Die Kerne sind wunderbar zum Blindbacken geeignet. Oder man nimmt sie für ein Kirschkernkissen.


frische Sauerkirschen vom Sommer - ich hatte sie dann eingefroren



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herrlich und so lecker ist dieses Marmelädchen auf einem kräftigen Graubrot


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