Samstag, 24. September 2016

Fächerkartoffeln - die etwas andere Beilage

Kartoffeln können so vielseitig sein. Egal, ob so gekocht, püriert, gebacken oder gebraten werden. Heute stelle ich euch Fächerkartoffeln vor. Sie sind ganz einfach zu machen und schmecken super gut. Und sie sind eine prima Beilage zu Schnitzel, Steak und Co.
Wie es geht lest ihr hier:




Fächerkartoffeln

  • ovale, gleichgroße Kartoffeln
  • flüssige Butter
  • Fleur de Sel
  • etwas frisch gemahlenen Pfeffer wenn man mag
  • Paniermehl oder Semmelbrösel

Ovale, gleichgroße Kartoffeln schälen (ich nehme am liebsten mehlig kochende), an einen Holzlöffel legen und 2mm dünn fächerförmig einschneiden. Achtung - sie müssen unten zusammen bleiben und dürfen nicht durchgeschnitten sein.

Die nun eingeschnittenen, gefächerten Kartoffeln in eine Auflaufform setzen, dabei kommen die Schnittflächen nach oben. Die Kartoffeln mit flüssiger Butter bestreichen, mit Fleur de Sel würzen und mit Paniermehl/Semmelbrösel bestreuen.

Die Kartoffeln werden nun im vorgeheizten Ofen bei 175°C Heißluft golden gebacken.

Backzeit je nach Kartoffelgröße ca. 40 Min. evtl. Stäbchenprobe machen.


Dienstag, 20. September 2016

feines Knoblauchsüppchen mit Knoblauchchips

jetzt wundert sich bestimmt niemand mehr. . . ich habe mal wieder ein Süppchenrezept für euch. Um genauer zu sein, ein feines Knoblauchsüppchen. Es ist schon einige Jahre her, da haben wir in einem unserer Urlaube eine sehr leckere Knoblauchsuppe gegessen. Ich fand das damals sehr ungewöhnlich und konnte mir nicht vorstellen, dass so eine Suppe schmecken sollte. . . Aber wir waren mutig und haben sie probiert. Was soll ich sagen, die Suppe war der Knaller, sie schmeckte phantastisch. Ich habe dann zu Hause lange herumprobiert, bis ich eine Suppe entwickelt habe, die uns geschmeckt hat. Und hier ist sie nun, meine sehr leckere, cremige und dezent nach Knoblauch und Wein schmeckende Knoblauchsuppe. Mutige vor, ihr solltet das Rezept unbedingt probieren.
PS.: das Süppchen eignet sich auch sehr gut als Vorspeise vor einem schönen Menü.



für 4 Tassen Suppe benötigt man:
  • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
  • 4 - 6 dicke Knoblauchzehen, fein gewürfelt
  • 2 Essl. Butter oder Olivenöl
  • 2 gehäufte Essl. Mehl
  • 500 ml heiße Brühe
  • 250 ml Vollmilch
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 200 ml Sahne
  • Pfeffer, Salz
für die Knoblauchchips benötigt man:
  • 4 große Zehen Knoblauch, in feine Scheiben geschnitten
  • Olivenöl
für die Suppe werden die Zwiebeln in der heißen Butter glasig gedünstet, dann kommt der Knoblauch dazu und wird ebenso glasig angeschwitzt. Die Zwiebeln und der Knoblauch sollen keine Farbe annehmen. Das Mehl einstreuen und kurz anschwitzen, mit der heißen Brühe ablöschen. Wenn sich die Mehl-Zwiebel-Knoblauchmischung gut mit der Brühe verbunden hat, dann das Ganze schon einmal kurz pürieren bis alles fein und glatt ist. Dann die Milch und den Weißwein zugeben und aufkochen lassen. Deckel drauf, die Hitze reduzieren und einige Zeit leise köcheln lassen. Die Sahne wird dann angegossen, alles lässt man nochmals kurz aufkochen und püriert die Suppe nochmals. Mit Salz und Pfeffer wird sie dann nur noch abgeschmeckt. Fertig ist eine leckeres, feines Knoblauchsüppchen.

PS.: noch besser schmeckt die Suppe aufgewärmt. Von daher eignet sie sich gut als Vorsuppe vor einem schönen Menü, denn man kann sie sehr gut schon einen Tag vorher zubereiten.

für die Knoblauchchips erhitzt man das Olivenöl. Die feinblättrig geschnittenen Knoblauchscheibchen hineingeben und auf mittlerer Hitze rösten. Wenn sie golden sind auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und sofort auf die Suppe geben.






Donnerstag, 15. September 2016

Crêpes mit Knoblauchfrischkäse, Basilikum und Paprika

Manchmal weiß man nicht, was man Mittags kochen soll. Schrecklich. Da hat man die Schränke mit Kochbüchern voll, blättert sie durch, aber so richtig gefällt einem nix. Wenn mir das passiert, dann sind Pfannkuchen oder Crêpe oft eine gute Wahl.
Heute war wieder so ein Tag. Mir wollte nichts so recht einfallen. Ein Blick in den Kühlschrank und die Idee für einen Crêpe war geboren. Eier, Mehl, Milch, Knoblauch-Frischkäse und frische Paprika waren noch da, ebenso frisches Basilikum. Salz, Pfeffer und gutes Olivenöl sowieso.
Schnell war der Crêpeteig zusammen gerührt. Ich habe ihn dann einige Minuten rasten lassen. Währenddessen habe ich die Paprika gewaschen, entkernt und in lange, dünne Streifen geschnitten und die Pfanne vorgeheizt. Der Rest war schnell erledigt. Crêpe backen, etwas abkühlen lassen, mit dem Frischkäse bestreichen, Paprika und Basilikum dazu, pfeffern und aufrollen. Voilà, das Essen war fertig.
Einen Crêpe habe ich direkt gegessen, den anderen nimmt mein Mann morgen mit ins Büro. Der Crêpe schmeckt auch kalt sehr gut.



für 2 Crêpes benötigt man:
  • 2 große Eier
  • 2 geh. Essl. Mehl
  • Milch
  • Pfeffer, Salz, Paprikapulver
Butter oder gutes Olivenöl zum Backen der Crêpes
  • 200 g Frischkäse "Knoblauch"
  • 2 Paprikaschoten,  in lange, dünne Streifen geschnitten
  • Pfeffer
  • frisches Basilikum

aus obigen Zutaten wird ein nicht zu dickflüssiger Teig hergestellt. Die Konsistenz sollte wie flüssige Sahne sein. Diesen Teig lässt man ca. 15 Min. rasten und schlägt ihn nochmals auf. Sollte er zu dick sein, dann bitte noch mit Milch verdünnen.
In der Zwischenzeit die Paprika waschen, vom Kerngehäuse befreien und in dünne, lange Streifen schneiden. Eine große Crêpe-Pfanne oder beschichtete Pfanne erhitzen und Butter oder Olivenöl darin erhitzen. Aus dem Teig 2 goldene Crêpes backen* und zur Seite stellen.
Die abgekühlten Crêpes werden dann mit der Frischkäsecreme bestrichen und darauf kommen dann die Paprikastreifen, die Basilikumblätter, nach Wunsch pfeffern. Dann die Pfannkuchen aufrollen und schon kann serviert werden. Wenn man sie nicht sofort isst, dann in Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank kühl stellen. Zum späteren Zeitpunkt kann man sie in dicke Scheiben schneiden und servieren. Ideal für ein leichtes Mittag- oder Abendessen, für den Fernsehabend oder fürs Buffet. Oder man nimmt den Crêpe mit ins Büro.

* ich habe mir vor einiger Zeit eine gusseiserne Crêpe-Pfanne von LeCreuset geleistet. Im Outlet war sie zum Drittel des Herstellerpreises zu bekommen und da musste die Pfanne mit nach Hause . . . Es ist wirklich erstaunlich, vielleicht aber auch nur Einbildung, aber die Crêpes und Pfannkuchen schmecken aus einer Gusspfanne nochmal so gut (im Vergleich zur beschichteten Teflon-Pfanne).








Sonntag, 11. September 2016

Bacon Bombs

Wenn man ein schönes Steak oder auch eine leckere Bratwurst auf den Grill legt, dann möchte man nicht immer das Gleiche als Beilage dazu essen. So war es auch letztens, als Freunde zu Besuch da waren und ich nicht schon wieder Wedges zum Gegrillten servieren wollte. Deswegen hatte ich mal wieder was Neues ausprobiert.
Ich habe "Bacon Bombs" gebacken. Eine Muffinform aus Silikon schien mir da sehr angebracht, weil man gerade aus Silikon das Gebackene wunderbar herauslösen kann. Für die Bomben wollte ich Englischen Bacon, Kartoffeln, etwas Käse sowie Gewürze verwenden. Und so habe ich einfach den Bacon in die Form gelegt, die Kartoffeln mit Käse und Gewürzen vermischt und hineingefüllt und die überlappenden Baconscheiben habe ich dann über die Kartoffelmasse gelegt. Ab in den Ofen, alles wurde golden gebacken und heraus kam eine wunderbare Beilage. Eines stand fest, ich hätte wesentlich mehr backen müssen, wir hätten noch mehr davon essen können. Aber da es ein Versuch war, weiß ich, dass ich fürs nächste Mal auf jeden Fall die doppelte Menge backen werde.




Bacon Bombs 

  • 2 Bacon Scheiben pro Bacon Bomb
  • Pellkartoffeln grob geraffelt
  • Pizzakäse geraspelt
  • Pfeffer
  • Salz
  • Thymian
  • Oregano
  •  
  • Silikon-Muffinform
Backzeit bei 175°C Ober-/ Unterhitze ca. 35 Min.

Zwei Scheiben Bacon legt man über Kreuz in eine Muffinform. Die Kartoffeln mit Pfeffer und Salz würzen. Den geraspelten Käse untermischen und die Masse mit etwas Thymian und Oregano würzig abschmecken. Das Verhältnis Kartoffeln - Käse sollte so ca. 2 : 1 sein.
Die Kartoffelmasse in die mit Bacon ausgelegte Form geben und etwas festdrücken. Den Bacon darüber legen. Jetzt die Form in den vorgeheizten Ofen geben und in ca. 35 Min. golden backen.




Dienstag, 6. September 2016

Fruchtgummis selbstgemacht

schon letztes Jahr habe ich selber Fruchtgummis aus frischem Kirschsaft gemacht. Das geht einfacher als gedacht und sie stehen den gekauften in (fast) nichts nach. Das Schöne ist, auch hier weiß man genau, was drin ist. Die selbstgemachten Fruchtgummis enthalten weder Konservierungs- noch Farbstoffe. Und so darf man dann auch eins mehr essen. . . 
Am besten nimmt man selbst gepresste Säfte. Leicht säuerliche Früchte wie Kirsche, Pflaume, Himbeer oder Brombeer eignen sich da besonders gut. Aber vielleicht sollte man es auch mit Orangensaft ausprobieren. . . 



für diese Fruchtgummis habe ich frischen Fruchtsaft verwendet. Die Menge des Zitronensaftes und des Zuckers sind nur ungefähre Mengenangaben. Man sollte sich an der Süße und der Säure des Saftes orientieren. Von daher bitte die fertige Masse probieren und ggfls. noch mehr süßen oder auch noch weiteren Zitronensaft hinzugeben. Und nicht vergessen, die Gelatine schluckt Geschmack, deshalb erst kurz vorm Ausgießen abschmecken.
Und hier ist das Rezept für wirklich sehr fruchtig schmeckende Fruchtgummis. Der Fruchtgeschmack steht im Vordergrund und genau so wollte ich sie auch haben. Lecker.

Fruchtgummi ca. 50 Stück
  • 300 ml Fruchtsaft
  • 24 Blatt Gelatine *
  • ca. 2 Eßl. Zitronensaft
  • ca. 3 Eßl. Zucker
  • 1 Prise Salz

  • Silikon - Pralinenförmchen

zuerst schon mal die Silikonformen* auf ein Brett stellen, damit man sie gefüllt später besser in den Kühlscharnk stellen kann. Den Fruchtsaft abmessen, in eine Schüssel geben und die Blattgelatine 5 Min. darin einweichen. Nun den Saft abgießen, die Gelatine abtropfen lassen. Den aufgefangenen Saft mit neuem Saft auf 300 ml auffüllen. In einem Topf den Saft mit dem Zucker und dem Zitronensaft erhitzen, aber nicht kochen lassen. Ansonsten würde die Gelatine ihre Gelierkraft verlieren. In dem heißen Fruchtsaft die eingeweichten Gelatineblätter auflösen. Jetzt die Flüssigkeit vorsichtig in die Silikonförmchen gießen und ab in den Kühlschrank. Nach ca. 1 Stunde sind die Fruchtgummis fest und können aus der Form gelöst werden. Sie sind erstaunlich stabiler als man denkt. Wenn sie nicht alle gleich genascht werden sollen, dann hebt man sie am besten in einer Lock&Lock - Dose im Kühlschrank auf.

* wer keine Gelatine nehmen möchte, der kann mit Sicherheit diese auch gegen Agar-Agar austauschen. Damit habe ich aber bisher noch keine Erfahrung gemacht. Von daher bitte genau auf die Packung schauen, wieviel man davon nehmen soll, wenn man die Gelatine gegen Agar-Agar austauschen möchte.

Tipp: wer keine Silikon-Pralinenförmchen hat, der kann die Masse auch auf ein Backblech oder in eine große, rechteckige Auflaufform gießen. Nach dem Aushärten einfach mit einem geölten Kochmesser in Würfel schneiden.


Dienstag, 30. August 2016

gelbes Paprika - Rahmsüppchen mit Milchschaumhaube

es ist noch Suppe da. . . . Wie ihr bestimmt schon an meinen diversen Suppenrezepten gemerkt habt, essen wir gerne Suppe. Eine Suppe ist schnell gekocht, macht satt, man kann alles mögliche in einer Suppe verarbeiten und unterbringen, sie kann kalorienreich oder auch kalorienarm sein und sie schmeckt immer. Die Suppenvielfalt ist riesig und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Im Winter kocht man daher eher herzhafte, sättigende und wärmende Suppen, jetzt im Sommer kocht man eher leichte, frische und/oder cremige Varianten.

Mein Tipp heute für die nächste Suppenmahlzeit ist eine gelbe Paprika - Rahmsuppe mit einem Klecks pikantem Milchschaum. Jetzt gibt es so wunderbare Paprika. Wer keine gelben bekommt, kann selbstverständlich auch rote Paprika nehmen.

Vor ein paar Tagen bekam ich die Gelegenheit, den "Philips Senseo Milk-twister Milchaufschäumer" auszuprobieren. Innerhalb kurzer Zeit hat das Gerät mit einer Milchspirale, die per Induktion angetrieben wird, sehr schönen, stabilen und heißen Milchschaum gezaubert. Ich hatte uns einen Cappucchino gemacht und beim Betrachten des sehr stabilen Schaumes kam mir die Idee für das Süppchen, welches ich am nächsten Tag kochen wollte . . . 

Ist es nicht der Wahnsinn, wie viele verschiedene Milchaufschäumer es gibt, wenn man sich auf dem "Milchaufschäumermarkt" mal so so umschaut. Und für jeden Geldbeutel ist auch etwas dabei. Und dann stellt sich wieder die Frage, welchen soll ich denn in die nähere Wahl nehmen. Die einen wollen lieber einen batteriebetriebenen Aufschäumer, die anderen einen manuellen und die dritten einen elektrischen. Klasse finde ich die Internetseite  http://www.milchaufschaeumertests.com/ . Dort sind ganz viele verschiedene Milchaufschäumer genauestens erklärt und man kann sie schön vergleichen. So kann man sich schon zu Hause vorab informieren, welches Gerät einem gefallen könnte. 

Aber Milchschaum auf einer Suppe? Ja, warum denn nicht. Wer es etwas pikanter möchte, der gibt noch etwas Chiliflocken unter den Milchschaum. Oder oben drauf. Der Milchschaum unterstreicht noch die Konsistenz der Suppe. Er schmeckt gut und optisch macht es auch was her. Finde ich . . .




gelbes Paprika - Rahmsüppchen mit pikantem Milchschaumhäubchen
  • 2 dicke Zwiebeln
  • ca. 700 g gelbe Paprikaschoten
  • 400 ml Brühe
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Prise Zucker
  • Chili aus der Mühle
  • Salz, Pfeffer
  • 200 ml Sahne (oder Frischkäse)
  • Olivenöl zum Anrösten
  •  
  • Milchschaum aus 3,5% iger Vollmilch
  • etwas Chiliflocken* aus der Mühle (wer es etwas pikanter möchte)

die Zwiebel und die Paprika würfeln und in dem heißen Olivenöl anrösten. Mit dem Wein ablöschen und leicht einköcheln lassen. Die Brühe dazugeben, ebenso etwas Chili nach Geschmack, und die Suppe nun ca. 15 Min. weichkochen. Mit einem Stabmixer die Suppe fein pürieren, die Sahne dazu gießen, nochmals pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Mit einem Milchaufschäumer  eine Portion heißen Milchschaum herstellen. Die Suppe in einen Teller oder in eine Suppentasse füllen und einige Löffel cremigen Milchschaum* oben auf die Suppe geben. Sieht nicht nur schön aus, schmeckt auch gut. . . 

*für pikanten Milchschaum hebt man fein gemahlene Chiliflocken unter den Milchschaum oder gibt sie darüber




Aber noch einmal zurück zur Suppe. Wie ich schon oben erwähnt habe, kam mir der Gedanke für das Häubchen beim Cappucchino. . . wer weiß, was mir mit dem Milchaufschäumer noch so alles einfällt. . . wie heißt meine Seite so schön 

. . .ich hab da mal was ausprobiert . . .

Milchschaum mit Chiliflocken, meine Rezeptidee fürs Süppchen






Freitag, 26. August 2016

Gemüse - Blumentarte mit Quarkölteig

Der Sommer ist so schön. Die Sonne scheint, es gibt wunderbares, knackiges, frisches Gemüse und schon geht die Überlegung los, was koche ich damit. Schon letztes Jahr habe ich aus verschiedenen bunten Karotten und gelben und grünen Zucchini eine Gemüse - Rosen - Tarte gebacken. Da wurden die einzelnen Gemüsestreifen zu kleinen Röschen gedreht und in die Tarte gesetzt. Die Tarte hier im Rezept enthält zwar auch so dünne Gemüsestreifen wie die Gemüse - Rosen - Tarte , aber ich habe sie als eine einzige Blume gerollt. Dadurch sieht sie komplett anders aus, macht aber ebenso viel her und schmecken tut sie auch sehr gut.
Die Tarte schmeckt bei diesen warmen Sommertemperaturen nicht nur heiß, sie ist auch kalt ein großer Genuss. So kann man sie auch sehr gut mit ins Büro nehmen. Aber auch auf einem Buffet sieht sie sensationell aus. Und Zucchini und Möhren müssen ja nicht immer gewürfelt werden. . . 




Gemüseblumen - Tarte mit Quarkölteig

Quarkölteig:
  • 150 g Magerquark
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eßl. Milch
  • 6 Eßl. Öl
  • 1 Ei
  • 300g - 350 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Quark mit Salz, Milch, Öl und Ei gut vermischen, das Mehl mit dem Backpulver mischen und in die Quarkmasse geben. Mit einem Knethaken alles zu einem glatten Teig kneten. Der Teig kann sofort weiter verarbeitet werden und reicht für 1 Backblech oder für 2 Quiche-/Tarteformen (24cm).

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Eine Quiche- oder Tarteform fetten und den Teig hineinlegen. Die überstehenden Teigreste abschneiden. (evtl. Teigreste können später weiter verwendet oder auch eingefroren werden).
Den Teig mit einer Gabel stippen und ein Stück Backpapier einlegen. Darauf eine Lage Hülsenfrüchte zum Blindbacken einfüllen und die Form in den vorgeheizten Backofen stellen. Bei 185°C Heißluft  (200°C Ober-/Unterhitze) 15 Min. blind vorbacken. Das Backpapier mit den Hülsenfrüchten herausnehmen und die Tarte etwas auskühlen lassen. Die Hülsenfrüchte nach dem Auskühlen in ein gut verschließbares Gefäß geben und bis zum nächsten Mal aufheben.

Belag:
  • 2 Eier
  • Pfeffer, Salz, Paprika, Muskat
  • 2 Eßl. Quark
  • 50 g Pizzakäse, fein gerieben
  • 2 dicke Karotten*, in feine Streifen gehobelt
  • 2 mittlere Zucchini, in feine Streifen gehobelt

in der Zwischenzeit die Karottenstreifen und Zucchinistreifen nacheinander in Salzwasser al dente vorkochen, damit man das Gemüse rollen kann. Die Eier mit den Gewürzen verquirlen, pikant abschmecken, den Quark unterziehen und alles glatt rühren. Zuletzt den Käse unterrühren.

Die Eiermasse auf den vorgebackenen Boden geben, glattstreichen. Einige Gemüsestreifen zu einer Rose rollen und in die Mitte der Käsemasse stellen. Dabei die Zucchini der Länge nach falten, damit die Außenschale nach oben schaut. Dann abwechselnd mit den Karotten die Gemüsestreifen um die Mitte legen, bis die ganze Form ausgefüllt ist. Jetzt kommt die Form zurück in den Ofen und wird noch einmal ca. 25 Min. gebacken, bis die Eiermasse gestockt und der Rand schön golden ist.

bei 185°C Heißluft (oder 200°C Ober-/Unterhitze) in ca. 25 Min. golden fertig backen.

*Tipp: wenn man noch gelbe und lila Karotten (Urmöhren) bekommt, dann wird die Tarte noch bunter.








Dienstag, 23. August 2016

meine erste Ziegenmilch - Seife

am 03.07.2016 hatte ich meine erste Seife gesiedet. Das war für mich schon etwas besonderes, Seife wollte ich immer schon mal selber sieden. Wie es dazu kam und was man so alles dafür benötigt, das habe ich in meinem Blogbeitrag  vom 03.07.16 schon beschrieben. Meine Seifen bestehen alle aus reinen Zutaten, ohne Konservierungs- oder Farbstoffe und sie sind auch Parfumfrei.

Die erste Seife hatte nur destilliertes Wasser in der Lauge, die zweite Seife habe ich mit abgekühlten Grünen Tee statt Wasser gesiedet. In einen Teil des Seifenleims habe ich noch fein gemörserten Grünen Tee untergerührt. Und in der drittne Seife  habe ich statt Wasser frisch gepressten Möhrensaft verwendet. Diese drei Seifen sind schon wunderbar geworden. Die erste Seife ist bei ums im Bad auch schon seit ein paar Tagen im Einsatz. Ich bin ganz begeistert. Die Seife hat einen feinen, cremigen Schaum und ist auch leicht rückfettend, da sie 5% überfettet ist und somit die Haut auch nicht so austrocknet. Meinem Mann gefällt diese Seife auch sehr gut, er hat sie sogar schon als Rasierseife verwendet. . . selbst das gelingt sehr gut.

Gestern war es dann soweit. Ich wollte immer schon mal eine Ziegenmilch - Seife haben. Die findet man auch auf Märkten oder in Fachgeschäften sehr selten (oder ich habe bisher immer an den falschen Stellen nach Seife gesucht). Tja, nun habe ich es selber probiert. Die erste Ziegenmilch - Seife habe ich gestern gesiedet, in 6 Silikonförmchen gefüllt und bis heute Mittag stehen lassen. Nun ist sie frisch geschlüpft, sie gefällt mir sehr, sehr gut und sie muss jetzt nur noch mindestens 6 - 8 Wochen an einem trockenen, dunklen Ort reifen. Je länger sie reift umso milder soll sie werden.

Tadaa . . . und hier ist sie, meine erste Ziegenmilch - Seife:





Für die Ziegenmilch - Seife (das 25er Rezept**) benötigt man:
  • 125 g Bio - Olivenöl
  • 125 g Rapsöl
  • 125 g Kokosfett
  • 125 g Pflanzenfett

  • 70 g NaOH (Natriumhydroxid) aus der Apotheke
  • 175 g gefrorene Bio - Ziegenmilch in kleinen Würfeln


** das Grundrezept und die genaue Anleitung stammen aus dem Buch "Seife sieden für Einsteiger" von Sandra Cramm, ISBN: 9-783732-285556

das Arbeiten mit dem Natriumhydroxid bzw. der Natronlauge ist nicht ganz ungefährlich. Die Natronlauge kann bei unsachgemäßem Gebrauch schwere Verätzungen auf der Haut hervorrufen. Deswegen muss man einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, die in dem Buch genau beschrieben sind. Die benötigten Gegenstände zur Seifenherstellung findet ihr >hier< Vor allem darf man seine Nase nicht über die heiße Lauge halten, da die Dämpfe ätzend sind und die Nase bzw. Lunge schädigen können.
Alle Zutaten müssen Gramm genau abgewogen werden. Ganz wichtig, nichts abmessen sondern wiegen! Die Fette werden geschmolzen, die Öle dazu gegeben, die Mischung lässt man handwarm abkühlen. In der Zwischenzeit wird die Natronlauge vorbereitet. Die gefrorenen Ziegenmilch-Würfel in einen großen Meßbecher geben, die benötigten Perlen/Pellets werden langsam und etappenweise auf die gefrorenen Würfel gegeben und ganz vorsichtig darin aufgelöst. Dabei wird die Lauge sehr heiß und kann auch spritzen. Vorsicht! Wenn die Lauge auch handwarm ist, dann wird sie unter Rühren vorsichtig in die Fett-Öl-Mischung gegossen. Beide Mischungen sollen höchstens ca. 40°C warm sein. Mit dem Pürierstab wird alles gemixt, zwischendurch gerührt, wieder gemixt, bis alles die Konsistenz von dicklichem Pudding hat. Die Masse in die Silikonförmchen füllen, mit Klarsichtfolie abdecken. Die Form beiseite stellen. Nach 24 Std. ist die Seife fest, sie kann aus der Form genommen werden. Sollte sie noch sehr weich sein, noch einen Tag länger warten. Auf der Unterseite kann man die Seife noch stempeln, ich habe dafür einen ausrangierten Keksstempel verwendet. Oder man kann seine Initialen mit einem Messer hineinritzen. Falls man möchte. Und nun muss man Geduld haben, die Seife benötigt noch ca. 6 - 8 Wochen bis sie gebrauchsfertig ist. Je länger sie reift um so besser soll sie werden. . . 


Und hier sind meine ersten drei gesiedeten 25er Seifen. Mit Bio - Olivenöl, Rapsöl, Kokosfett und Pflanzenfett. Von links nach rechts:
- 25 er Seife mit NaOH aufgelöst in Wasser
- 25 er Seife mit NaOH aufgelöst in frisch gepresstem Karottensaft
- 25 er Seife mit NaOH aufgelöst in Grünem Tee und fein gemörsertem Grüntee







Sonntag, 21. August 2016

Ellis Streusel - Walnuss - Kuchen

Nach den vielen Torten und Obstkuchen habe ich heute mal ein etwas "kalorienreicheres" Backrezept für euch. Es ist Ellis Streuselkuchen, das Rezept einer lieben Freundin. Wir haben es vor Jahren bei ihr probieren dürfen und sie hat mir sehr gerne ihr Rezept für diesen sehr leckeren Kuchen verraten. Der Kuchen ist zwar eine absolute Kalorienbombe, aber da Kuchen nie ein Diätessen ist, lohnt es sich auf jeden Fall ihn einmal auszuprobieren. Auf ihrem handgeschriebenen Rezept hatte sie sogar den Warnhinweis "Achtung Kalorienbombe - aber sehr gut" vermerkt. . . 

Den Kuchen backt man auf einem Backblech, er ist sehr geeignet für die Kaffeerunde im Büro oder für die große Kaffeetafel, wenn noch andere Torten und Kuchen serviert werden. Eventuelle Reste schmecken auch gut noch am nächsten und am übernächsten Tag. Aber ich glaube kaum, das da ein Krümel von übrig bleiben wird . . . 




Der Kuchen besteht aus drei Schichten. Ein Boden aus Quark-Ölteig wird mit einer Streusel-Walnuss-Masse bestreut, dann gebacken und auf den noch warmen Kuchen kommt noch ein Sahne-Butter-Zuckerguss und wer möchte verziert ihn dann noch mit ein wenig Schokoladensprinklern.

Und hier nun zu den Zutaten. Man benötigt für

Ellis Streusel - Walnuss - Kuchen

für den Boden: einen Quark-Ölteig 
  • 250 g Magerquark
  • 9 Eßl. Öl
  • 5 Eßl. Milch
  • 400 g Mehl
  •   85 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Backpulver

die trockenen Zutaten mischen und mit den nassen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig ausrollen und auf ein gefettetes oder mit Backpapier belegtes Blech legen.

für den Belag: Streuselteig herstellen aus:
  • 200 g weiche Butter
  • 200 g Mehl
  • 200 g Zucker sowie
  • 400 g grob zerkleinerte Walnüsse

weiche Butter, Mehl und Zucker zu Streuseln verarbeiten und zuletzt die Nüsse untermischen. Die Streusel müssen fettig sein. Diese Streusel auf dem Quark-Öl-Teig verteilen und dann im vorgeheizten Ofen backen bei

Umluft 150°C, oder Ober-/Unterhitze 175°C , 30 Min. backen 

Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt

für den Guss: 
  • 1 Becher Saure Sahne
  • 125 g zerlassene Butter
  • 4 Eßl. Puderzucker

alles gut verschlagen und sofort auf dem warmen Kuchen verteilen. Den Kuchen jetzt abkühlen lassen. Da das jetzt noch nicht genug Kalorien sind, wird noch etwas Kuvertüre erwärmt und mit einem Löffel der fertige Kuchen besprenkelt ….. Zum Servieren in kleine Stückchen, Rauten oder Dreiecke schneiden.

Da wünsche ich nur noch guten Appetit, Kalorien sollte man beim Kuchenessen sowieso nicht zählen ….. er schmeckt wirklich sehr gut!







Samstag, 20. August 2016

plattes Huhn

wer gerne ein ganzes Hähnchen grillen möchte, der setzt es meistens gewürzt auf ein Blech, schiebt es in den Ofen und nach ca. 1 - 1/12 Std. ist es fertig. Aber man sollte es zwischenzeitlich wenden, damit es von allen Seiten braun wird, aber das gelingt nicht so richtig. Die eine Seite wird nie so richtig knusprig, die Haut ist labberig und dadurch nicht lecker. Und knusprige Haut ist doch das Beste am gegrillten Hähnchen. . . 
Dann gibt es noch die Möglichkeit, das Hähnchen auf einen Spieß zu stecken, oder man spießt es auf ein spezielles Gestell auf und das Huhn steht hochkant im Ofen (wird auch "beercan - chicken" genannt) aber das finde ich auch nicht so gut.

Und nun kommt mein Tipp für mein "plattes Huhn". . . Dafür schneide ich das Hähnchen am Rücken mit einer Geflügelschere komplett auf und "biege" es auseinander. Das Hähnchen wird dann nach Wunsch innen und außen gewürzt. Ich bestreiche es anschließend noch mit Olivenöl und lege es mit der Innenseite nach unten auf ein gelochtes Blech. Dieses emaillierte, gelochte Blech stammt noch von unserem alten Gasgrill aus den USA. Es passt wunderbar auf mein Backblech (siehe Foto) und das Fett des Hähnchens kann durch die Löcher auf das Backblech laufen. So liegt es nicht im eigenen Fett und es wird rundherum golden braun. Die Brust kann auch nicht austrocknen, sie liegt mittig. Und die ganze Haut wird wunderbar knusprig. Alternativ kann man das platte Huhn natürlich auch auf das Backgitter legen. Das Blech schiebt man dann darunter, damit das Fett aufgefangen wird.

Jetzt kommt die ganze Konstruktion in den auf ca. 175°C Heißluft/ 200°C Ober- /Unterhitze vorgeheizten Backofen und bleibt je nach Gewicht des Hähnchens ca. 50 - 75  Min. im heißen Ofen. 

Mein Extratipp: Wer seinen Backofen nun auch noch vor Fettspritzern schützen möchte, der stellt noch einen Backrahmen um das Hähnchen. . . 


und so sieht mein "plattes Huhn" fertig gebraten aus. Ist es nicht zum Anbeißen? Hach. . . ich hätte jetzt gerne ein Stückchen. . . Das Hähnchen ist von allen Seiten komplett knusprig braun gebraten, es ist genau so, wie es sein soll . . . da kann man nur guten Appetit wünschen.