Montag, 29. März 2021

Auszeichnung "Die 100 besten Rezepte der besten Foodblogger" - und ich bin dabei

Man kennt mich selten sprachlos, aber die Tage war ich es. Der Postbote brachte mir ein recht schweres Paket und über den Inhalt habe ich mich sowas von gefreut, das kann ich euch gar nicht sagen.

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Aber nun der Reihe nach . . .

Schon seit einigen Jahren veröffentliche ich ab und an Rezepte auf der Seite Rezeptebuch.com. Irgendwann im letzten Jahr las ich dann auf der Seite, dass sie einen Award vergeben wollen. Dass die Rezepte dann in einem Buch festgehalten werden, hatte ich irgendwie wohl überlesen oder übersehen . . . Denn gemeinsam mit dem Callwey Verlag haben sie den "Rezeptebuch Award 2021" zum ersten Mal für die besten Rezepte der besten Foodblogger vergeben und als opulentes Buch herausgebracht. 

Jedenfalles hatte ich mich mit drei Rezepten beworben und nicht mehr daran gedacht. Ende Januar bekam ich dann eine Mail, dass sie die Rezepte sichten und ich doch noch Fotos meiner eingereichten Rezepte in größerer Auflösung einschicken soll. Ob eines meiner Rezepte dabei sei, wurde noch nicht verraten.

Nun ja, hab ich gedacht, lass dich mal überraschen, was weiter passiert. Ich war immer noch der Ansicht, der Award würde online auf der Homepage vergeben.

Mitte März bekam ich dann wieder eine sehr nette Mail, dass eines meiner Rezepte dabei wäre, ich bitte meine Adresse für ein Belegexemplar angeben möge und ich bekäme dann das Buch zugeschickt. Das habe ich natürlich sofort getan und mich schon sehr gefreut. 

Dass das aber nun so ein wunderbares, sehr hochwertiges und wunderschönes gebundenes Buch geworden ist, und sogar mein Foto in dem Buch verwendet wurde, damit hat man mich absolut überrascht. Ich hätte nie damit gerechnet. Sämtliche Rezepte im Buch wurden mit den eingereichten Originalfotos der Blogger versehen. Und ein Rezept ist bald schöner als das andere. Ich habe schon ganz viele entdeckt, die ich demnächst mal ausprobieren möchte.

In dieses schöne Buch hat es mein Rezept vom Zwetschgenstrudel mit gehackten Mandeln und Müsli geschafft. Ich freue mich immer noch wie Bolle und bin stolz, dass mein Rezept ausgewählt wurde. Vielen Dank an die Redaktion vom Rezeptebuch.com, die sich für mein Rezept entschieden hat und Danke, lieber Callwey - Verlag, für das schöne Buchgeschenk.

Mein Tipp: dieses schöne Koch- und Backbuch ist auch ein schönes Geschenk für alle, die gerne kochen, sich bekochen lassen oder gerne in solchen Büchern blättern und stöbern. Und zwei meiner Freundinnen haben mir schon erzählt, sie hätten sich das Buch schon gekauft.

 




Blick ins Buch



dieses Foto findet ihr zusammen mit dem Rezept im Buch auf Seite 180


mein  Zwetschgen - Strudel  mit gehackten Mandeln und Müsli

für den Strudelteig:

  • 150 g Dinkelmehl 630er
  • 60 ml lauwarmes Wasser
  • 30 ml verquirltes Ei
  • 1 Teelöffel neutrales Öl
  • 1/2 Teelöffel Apfelessig
  • 1 Prise Vanillesalz

  • neutrales Öl zum Bestreichen der Teigkugel

das Mehl mit allen Zutaten vermischen und zu einem schönen, glatten, elastischen Teig kneten. Die Teigkugel mit Öl bestreichen und in Klarsichtfolie verpackt bei Zimmertemperatur 20 - 30 Min. ruhen lassen. 

Ein Küchentuch/Abtrockentuch dünn mit Mehl bestreuen. Da ist mein Mehlzerstäuber eine gute Hilfe. Den Teig auf das bemehlte Küchentuch legen und vorsichtig von der Mitte her mit dem bemehlten Handrücken und/oder bemehlten Händen ganz dünn ausziehen. Dabei darauf achten, dass die Ränder nicht zu dick sind und keine Löcher entstehen. 

Den Teig bis fast zum Rand ziehen. Eventuelle dicke Ränder abschneiden. Das Muster des Tuches sollte zu sehen sein. Dann den Teig mit etwas geschmolzener Butter bestreichen.

für die Füllung:

  • 600 g Zwetschgen
  • etwas zerlassene Butter
  • einige Esslöffel Müslimischung mit Nüssen und Mandeln
  • 50 g gehackte Mandeln
  • einige Esslöffel Paniermehl/ Semmelbrösel
  • Zimt und Zucker
  • etwas gemahlene Vanille aus der Mühle

  • zerlassene Butter zum Bestreichen
  • Puderzucker zum Bestäuben

Die Zwetschgen waschen, entkernen * und grob würfeln. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Als erstes wird der ausgezogene Teig mit etwas flüssiger Butter bestrichen und mit etwas Paniermehl bestreut. Dabei an allen Seiten einen ca. 5 cm breiten Rand frei lassen. 

Die Zwetschgenwürfel mit Paniermehl vermischen, so wird austretender Saft der Zwetschgen aufgesogen. Auf das Paniermehl nun das Müsli und die Zwetschgenwürfel verteilen, Zimt und Zucker nach Geschmack darüber geben, ebenso die Mandelstückchen. Das Obst nur auf die Hälfte des Teiges geben (siehe Foto). 

Die schmalen Seiten nun über die Füllung legen und mit Hilfe des Tuches den Strudel von der schmalen Seite her möglichst eng einrollen. Den Strudel jetzt nicht vom Tuch nehmen, sondern zuerst ein Backblech mit Backpapier belegen und den Strudel vom Tuch vorsichtig auf das Backblech rollen. Die Naht soll unten liegen. 

Den positionierten Strudel mit flüssiger Butter bestreichen und in den vorgeheizten Ofen schieben und ihn hellbraun backen. Sieht er zu "trocken" aus, ihn zwischendurch nochmals mit etwas geschmolzener Butter bestreichen. Die Backzeit beträgt ca. 35 - 40 Min. 

Wenn der Strudel nur noch lauwarm ist, wird er mit Puderzucker bestreut und dann kann auch schon serviert werden. Aber natürlich schmeckt er auch kalt . . . 

Dazu passt sehr gut eine selbstgekochte echte Vanillesauce , geschlagene Vanillesahne und/oder auch eine Kugel  selbstgemachtes Vanille - Eis .   

* Tipp: die Zwetschgenkerne nicht wegwerfen, probiert doch mal, daraus einen "Amaretto"  selber herzustellen


mein Zwetschgenstrudel mit gehackten Mandeln und Müsli

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ich bin dabei und ich freue mich sehr 😊






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dieses Siegel darf ich auf meiner Seite verwenden

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Samstag, 27. März 2021

Mändelchen - Pudding (wie früher)

Wer kennt ihn noch? Den berühmten "Mändelchenpudding", den es schon im 19. Jahrhundert gab. Noch heute wird er hergestellt und die Packung sieht immer noch so aus, wie ich ihn als Kind kennengelernt hatte. Meine Mutter liebte diesen Pudding auch schon als Kind und als wir klein waren, gab es diesen leckeren Pudding ab und an Sonntags zum Nachtisch.

Vor einiger Zeit hatte ich mal ein Päckchen gekauft, aber der Pudding hat mir nicht mehr so gut geschmeckt, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Er schmeckte mir irgendwie ein wenig künstlich und zu sehr nach Mandelaroma. 

Da ich ja gerne herumexperimentiere, hab ich mich mal selber an einen Mändelchenpudding gewagt. Heraus kam ein leckerer Grießpudding mit leichtem Mandelgeschmack. Uns hat er sehr gut geschmeckt, obwohl er nach dem Abkühlen doch recht fest war. Aus diesem Grund habe ich mein Rezept hier auch korrigiert (ich hatte 150 g gGrieß genommen) und habe jetzt etwas weniger Grieß im Rezept aufgeschrieben. 

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, wieso in meinem Mändelchenpudding keine Mandeln sind. Früher waren Mandeln mit Sicherheit sehr teuer und so kamen nur einige wenige zerriebene Mandeln in den Grießpudding und bestimmt noch Mandelaroma. Das wurde dann über Jahrzehnte so beibehalten. Da ich aber kein Freund von künstlichen Aromastoffen bin und Mandelmehl nicht ganz so viel Aroma hat, habe ich mir mit Marzipan geholfen. Marzipan besteht ja aus gerösteten, mit Rosenwasser verfeinerten, feinst zerriebenen Mandeln und dadurch hat es viel Mandelaroma und schmeckt sehr aromatisch. So habe ich in mein Rezept statt Mandeln etwas Marzipan hineingegeben. Das Resultat fand ich sehr lecker.

Aber ganz ehrlich . . . so lauwarm und direkt aus dem Topf hat er mir am besten geschmeckt . . . 

Ich bin schon gespannt, wie er euch schmecken wird, ob ihr ihn auch mögt. Ich würde mich über einen Kommentar sehr freuen.




Mändelchen - Pudding  (wie früher)    Zutaten für eine Puddingform, ca. 6 - 8 Portionen
  • 1 Liter Vollmilch
  • 1/2 Vanilleschote
  • 40 g Marzipan

  • 100 g Zucker
  • 130 g Weichweizengrieß
  •  
  • 1 Eigelb Gr. L
  •  
  • 1 Eischnee Gr. L
  • 1 Prise Vanillesalz *

das Ei trennen, den Eischnee mit der Prise Salz steif schlagen und in den Kühlschrank stellen. 

Die Milch mit der aufgeschnittenen und ausgekratzten Vanilleschote und dem Marzipan in einen Topf geben und fast bis zum Kochpunkt erhitzen. Dabei mit einem Schneebesen gut rühren. Ist die Milch sehr heiß, den Herd ausstellen und die Vanille für ca. 15 Minuten (oder länger) in der Milch ziehen lassen. Das Marzipan soll sich außerdem auflösen.

In der Zwischenzeit die Puddingform mit kaltem Wasser ausspülen und bereitstellen.

Die Milch jetzt zum Kochen bringen, den Zucker zugeben und die Vanilleschote * entfernen und beiseite legen. Wenn alles köchelt, den Grieß dazugeben, nochmals kurz aufkochen lassen und den Topf vom Herd nehmen und ihn ein paar Minuten stehen lassen. So kann der Grieß quellen. Ab und an mit dem Schneebesen durchrühren.

Den Grießbrei in eine Schüssel umfüllen, das Eigelb unterziehen und zuletzt das steifgeschlagene Eiweiß vorsichtig unterziehen.

Den Mändelchenpudding in die ausgespülte Form geben und die Form mit einem Deckel sofort verschließen, oder eine Klarsichtfolie direkt auf den heißen Pudding legen, damit sich keine Haut bildet. Nach dem Abkühlen den Pudding in den Kühlschrank stellen.

* mein Tipp für die Vanilleschote:

die Vanilleschote hat immer noch genug Aroma für weitere Anwendungen. Man spült sie ab und lässt sie auf einem Küchenkrepp kurz trocken und gibt sie anschließend in ein Schraubglas mit Zucker. Die Schote mit dem Zucker bedecken und alles gut ziehen lassen. Ab und an schütteln. Die Schote im Zucker lassen. So hat man nach ein paar Tagen echten Vanillezucker und braucht keinen kaufen. Möchte man wieder einen Pudding kochen, kann man die Schote ohne Weiteres nochmals benutzen und den Vorgang mehrfach wiederholen. Den Tipp habe ich vor Jahren mal in einer TV Sendung gehört. Ich meine Herr Schuhbek hätte den Tipp damals verraten. 

Das gleiche geht auch mit Salz. So hat man sein eigenes Vanillesalz.


kleiner Gag am Rande . . . 







Donnerstag, 25. März 2021

Stoff-Osterhase im Blumentopf

Kaum ist Weihnachten vorbei, schon ist Ostern da. Die Zeit vergeht (gefühlt) immer schneller und mein Zeitgefühl ist mir Dank Corona auch abhanden gekommen. 

So ist es nun wirklich an der Zeit euch noch einmal meine Stoff-Osterhasen im Blumentopf vorzustellen. Ich liebe diese Hasen. Schon vor über 20 Jahren habe ich welche in Texas genäht und ich habe sie immer noch. Und da sie auch schnell zu nähen und zu basteln sind, ihr vielleicht noch Zutaten zu Hause habt, so könnt ihr auch gleich mit dem Basteln loslegen.







Wie gefallen euch denn meine Osterhasen aus Stoff, die fröhlich über einen Blumentopf hüpfen? Na ja, hüpfen ist vielleicht ein wenig übertrieben, da sie ja einen Stock im Bauch haben, aber durch die Schleifen wird der Stock ein wenig überdeckt. . . 

Die Hasen sind aus Baumwollstoff und mit Bastelwatte gefüllt und stecken in einem mit Steckmasse gefüllten Blumentopf. Schleife drum und etwas Gras auf den Topf, fertig. Ich mag sie sehr gerne und sie erfreuen einen auch noch nach Ostern.

Mein Tipp für ganz Eilige: 
Wer keine Nähmaschine hat, kann sie natürlich auch mit der Hand nähen oder man nimmt einen Bastelkleber. Dafür einfach den Stoff links auf links legen und den Rand schmal mit Kleber bestreichen und die beiden Stofflagen zusammenkleben. Nach dem Trocknen fortfahren wie beschrieben.


was benötigt man für einen Hasen? Man nehme:
  • ein Stück Papier
  • Bleistift
  • Baumwollstoff
  • Schere
  • Stecknadeln
  • Nähgarn
  • Nähmaschine
  • Füllwatte
  • Kochlöffel
  • Holzstab
  • Schleifenband
  • Blumentopf
  • Steckmasse 
  • Ostergras oder Heu
  •  
  • Bastelkleber

den Hasen zeichnet man in gewünschter Größe und Form auf ein Blatt Papier und schneidet ihn aus. Den Stoff legt man rechts auf rechts, legt den Hasen darauf, steckt ihn mit Stecknadeln fest und zeichnet ihn auf. Mit der Maschine dann auf der aufgemalten Linie mit kleinem Steppstich entlang nähen.  Achtung, an der Bauchunterseite ca. 3 cm zum Wenden offen lassen. Nun den Hasen knappkantig neben der Steppnaht ausschneiden. An den schmalen Stellen zwischen den Ohren und dem Rücken und vorne an den Pfötchen den Stoff vorsichtig bis zur Naht einschneiden. Den Hasen mit Hilfe eines Kochlöffels vorsichtig wenden und alle Ecken herausarbeiten. Den Hasen mit Bastelwatte füllen.

Steckmasse in den Blumentopf stecken, einen Holzstab mittig hineinstecken und jetzt den Hasen aufstecken. Auf den Boden des Topfes etwas Gras legen und einige Schleifen unter dem Bauch des Hasens befestigen. Fertig. Sollten die Schleifen rutschen, entweder mit einer Stecknadel am Hasen feststecken oder mit etwas Garn am Hasen festnähen.



den Stoff doppelt zuschneiden, unten bitte die Öffnung beim Nähen offen lassen. Das wird die Wendeöffnung.


hier lag der Stoff links auf links und die Naht liegt außen. Den Stoff habe ich dann knappkantig ausgeschnitten.
Die Anleitung für die Origami - Schmetterlinge findet ihr >hier<



nach dem Aufmalen wird der Stoff auf der Linie abgesteppt (blauer Hase), dann ausgeschnitten (gelber Hase). 
Nun noch wenden und mit Bastelwatte füllen.

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das sind meine Texas-Hasen, die ich 1997 genäht habe


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Ich wünsche euch trotz Corona ein schönes Osterfest




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weitere Deko- und Bastelideen für Ostern findet ihr hier:










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Mittwoch, 24. März 2021

Prasselkuchen mit Stachelbeeren und Haferflocken-Zimt-Streuseln

Kuchen backen macht Spaß. Manchmal nehme ich mir ganz viel Zeit für einen besonderen Kuchen oder eine schöne Torte, aber manchmal mag ich es etwas flotter. Dann bevorzuge ich Kuchen, die wirklich schnell fertig sind und nicht viel Arbeit machen.

So einen Kuchen möchte ich euch heute vorstellen. Es ist ein Prasselkuchen. Ich hatte letztens ein Rezept eines solchen Kuchens gesehen. Er bestand nur aus Blätterteig, Marmelade und Streuseln mit Zuckerguß obendrauf. Ich fand ihn nicht schlecht und er sah sehr lecker aus. Aber warum er so heißt kann ich nicht wirklich sagen, er besteht jedenfalls immer aus Blätterteig. Ich vermute mal, vielleicht heißt er aufgrund der Streusel so, die auf den Teig "prasseln" ? Keine Ahnung. Aber egal wie er sich nennt, mein heutiger Kuchen ist sehr lecker geworden.

Dieser Prasselkuchen hier besteht aus buttrig-blättrigem Blätterteig, fruchtigen Stachelbeeren und knusprigen Zimt-Streuseln. Den Zuckerguß hab ich weggelassen . . . bzw. ich hab ihn schlichtweg vergessen. Das war aber nicht verkehrt.

Und hier ist nun mein Rezept für "Prasselkuchen mit Stachelbeeren und Haferflocken-Zimt-Streuseln". Lasst ihn euch schmecken, egal ob mit Marmelade oder Frucht. Erlaubt ist was gefällt.



für einen quadratischen Prasselkuchen mit Stachelbeeren und Haferflocken-Zimt-Streuseln benötigt man:

  • 100 g Dinkelmehl 630er
  • 50 g Haferflocken
  • 80 g Zucker
  • eine Prise Vanillesalz
  • etwas Vanille
  • 1/2 Teelöffel Ceylon-Zimt

  • 100 g dickflüssige Butter

die trockenen Zutaten alle mischen, die flüssige Butter dazu geben und alles mit einer Gabel zu nicht zu großen Streuseln rühren. Die Streusel dann in den Kühlschrank stellen, damit die Butter wieder fest wird.

  • eine Rolle Butter - Blätterteig (280 g Fertigprodukt aus dem Kühlregal)
aus dem Kühlschrank nehmen und ein mit Backpapier belegtes Blech vorbereiten, den Backofen auf 200°C Umluft bzw. 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Blätterteig entrollen und quadratisch zuschneiden. Den restlichen Teig in 12 gleichbreite Streifen schneiden und diese übereinander auf dem Teigquadrat als Rand auflegen und leicht festdrücken.

  • ein 700g - Glas Stachelbeeren (ca. 360 g Abtropfgewicht)
  • 1 - 2 Esslöffel Speisestärke
die abgetropften Stachelbeeren mit der Stärke mischen und auf dem Teigquadrat flach verteilen, den Rand frei lassen. Die Streusel aus dem Kühlschrank nehmen und gleichmäßig auf den Stachbeeren verteilen. Den Rand dabei unbedingt frei lassen, damit er schön aufgehen kann.

Den Kuchen mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 25 Min. golden backen.

Frisch gebacken schmeckt er natürlich am besten, aber selbst am nächsten Tag ist er noch knusprig und sehr lecker. Bitte beachten, der Kuchen darf nicht abgedeckt werden, sonst ist er am nächsten Tag nicht mehr knusprig. Man kann ihn höchstens mit einem Küchenkrepp abdecken, aber auf keinen Fall mit einer Haube oder Folie.


making of "Prasselkuchen"




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Samstag, 20. März 2021

Spitzkohlstrudel mit Möhren und Kartoffeln

Ich habe mal wieder einen Strudel gebacken, aber keinen süßen Strudel, wie z.B. Apfelstrudel, Zwetschgenstrudel mit gehackten Mandeln und Müsli oder Marillenstrudel, nein, ich habe einen herzhaften Strudel gebacken. Mit Spitzkohl, Möhren und Kartoffeln. Das ist mal ein etwas anderes Mittagessen und es ist sehr lecker geworden.

Der selbstgemachte Strudelteig ist auch nicht so schwierig, wie man denken könnte. Wenn man sich an meine Anleitung hält, dann sollte das ohne Probleme klappen. Wichtig ist nur, dass der Teig ruht, man das Küchentuch gut bemehlt und man den Teig gleichmäßig und mit Ruhe vorsichtig "auszieht". Das klappt wirklich besser als man denkt. 

Wem der Strudel ein wenig zu "trocken" ist, der könnte auch noch ein Sahnesößchen, vielleicht auch eine Kräutersauce oder eine Sauce Hollandaise dazu servieren. Lasst es euch schmecken. Ich wünsche euch einen guten Appetit.



Spitzkohlstrudel

für den Strudelteig:

  • 250 g Dinkelmehl 630er
  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • 3 Esslöffel neutrales Öl 
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • eine ordentliche Prise frisch geriebene Muskatnuss

aus obigen Zutaten einen glänzenden, geschmeideigen und seidigen Teig herstellen und zu einer Kugel formen. Diese mit etwas Öl bestreichen und eingewickelt in Folie ca. 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Zutaten für die Füllung zubereiten.

  • 700 g Spitzkohl, in Streifen geschnitten
  • 2 - 3 geraspelte Möhren

  • 300 g gekochte, zerdrückte Kartoffeln
  • ca. 200 g Kräuterfrischkäse
  • evtl. etwas Milch
  •  1 Zwiebel, fein gerieben

  • etwas Milch, Sahne oder Kondensmilch zum Bestreichen

den Kohl in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten blanchieren und abkochen. Abgießen und gut abtropfen lassen.

Die fein zerdrückten Kartoffeln mit der Zwiebel und dem Frischkäse gut vermischen. Sollte die Masse zu fest sein, mit etwas Milch "verdünnen".

Ein großes Küchentuch leicht mit Mehl bestäuben und den Strudelteig vorsichtig und mit Bedacht von der Mitte her ausziehen. Das klappt besser als gedacht und der Teig sollte überall gleich dünn sein, eventuelle dicke Ränder abschneiden. Sollte sich irgendwo ein Loch gebildet haben, einfach ein Stückchen dünnen Teig nehmen und auf das Loch legen und festdrücken.

Ein Backblech mit Backpapier belegen und den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den Kohl auf 3/4 des Teiges gleichmäßig verteilen, darauf die Möhrenraspel und dann die Kartoffelmasse aufstreichen. Von der schmalen Seite her mit Hilfe des Tuches den Strudel aufrollen. Dann den Strudel mit dem Tuch zusammen auf das Blech rollen. Alles zurechtrücken und die Oberfläche mit Milch, Sahne oder Kondensmilch bestreichen.

Den Strudel im vorgeheizten Ofen in ca. 30 Minuten golden backen.



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Mittwoch, 17. März 2021

kleine Dinkel - Wärmekissen als Geschenk für Neugeborene

In unserer Straße haben Nachbarn Nachwuchs bekommen und da haben wir natürlich gratuliert. Nicht nur eine Karte haben wir überreicht, sondern auch ein kleines Geschenk für den neuen Erdenbürger. 

Zuerst hatte ich überlegt, mit welchem kleinen Geschnek man eine Freude bereiten könnte. Es sollte auch nur eine kleine Aufmerksamkeit sein. Da das Baby noch ein größeres Geschwisterchen hat, sind genug Spielsachen und Kleidung mit Sicherheit vorhanden. So dachte ich mir, ich nähe etwas. Ein kleines Dinkel - Wärmekissen. Das kann man immer gebrauchen. Wenn das Baby Bauchweh hat, oder kalte Füßchen, dann kann man das Wärmekissen gut verwenden. Oder man gibt es ihm einfach zum Kuscheln.

Ich habe mehrere Wärmekissen genäht und diese mit Dinkelkörnern in Bio-Qualität gefüllt. Der "große" Bruder sollte auch eines bekommen. Als Schutz für ein Wärmekissen habe ich einen kleinen Bären aus Fleece genäht, bzw. eine Hülle mit Applikation für ein quadratisches Kissen. 

Da kommt das Kissen hinein und dieser Bezug kann bei Bedarf auch gewaschen werden. Auch Hüllen aus Trikotstoff oder Shirtstoff eignen sich und auch Erwachsenen kann man mit solchen Dinkel - Körnerkissen eine Freude bereiten. Wir haben auch immer welche im Haus, die gerne bei Nackenverspannungen oder Rückenschmerzen genommen werden. Wir erwärmen sie in der Mikrowelle, kneten das Kissen gut durch, damit sich die Wärme gut verteilen kann und platzieren sie dort, wo sie benötigt werden. Die Dinkelkörner halten auch recht lange ihre Wärme.




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für ein kleines   Dinkel - Wärmekissen   benötigt man:

  • Baumwollstoffe (für das Inlet und auch für die Hülle)
  • Fleece für die Außenhülle
  • kleine Applikationen aus Stoff
  • Schere, Nähgarn, Maßband, Stecknadeln
  • Nähmaschine
  • ca. 1 kg Dinkelkörner in Bio - Qualität
  • Trichter
  • Papier und Bleistift

Auf Papier zeichnet man mit Bleistift das gewünschte Motiv auf und schneidet es aus. Ein rechteckiges, quadratisches oder auch rundes Motiv bietet sich hier an. Das Schnittmuster überträgt man auf den Stoff und schneidet es mit Nahtzugabe aus. Für das Rückenteil den Stoff etwas großzügiger bemessen.

Eventuelle Applikationen steppt man mit feinem Zickzackstich auf dem Stoff auf. Bitte darauf achten, dass alles gut festgenäht ist und sich nichts lösen kann. Für die Rückseite wird der Stoff zuerst geteilt und an zwei Seiten gesäumt. Diese beiden Säume bilden den "Hotelverschluß" für die Aussenhülle und werden ca. 2cm überlappend aufeinander gelegt und an den Seiten knappkantig abgesteppt, damit nichts verrutscht. Dann das Oberteil mit der rechten Seite auf die rechte Seite des Rückenteiles legen und die Hülle rundherum absteppen und die Kanten versäubern. Nun kann die Hülle durch den Hotelverschluß gewendet werden. Fertig ist die Kissenhülle.

Nun wird das Dinkelkissen genäht. Zuerst misst man aus, wie groß es werden soll. Maßgebend ist die äußere Hülle. Die Kissenhülle wird etwas kleiner zugeschnitten, rechts auf rechts gelegt und rundherum mit kleinem Stich abgesteppt. Bitte eine Wendeöffnung von ca. 2-3 cm an einer Seite nicht vergessen. Die Hülle wenden und mit Hilfe des Trichters die Dinkelkörner einfüllen. Das Kissen nicht zu prall füllen. Die offene Naht mit der Maschine absteppen. Fertig ist das Dinkelkissen.

Das Kissen kann nun in die Hülle gelegt werden. 

Möchte man das Kissen erwärmen, bitte das Kissen aus der Hülle nehmen und in der Mikrowelle in ein paar Sekunden vorsichtig erwärmen (ca. 400Watt, ca. 30 Sekunden, dann Kissen kneten, damit sich die Wärme gut verteilt und den Vorgang evtl. wiederholen, bis die gewünschte Wärme erreicht ist).

Hat man keine Mikrowelle, dann legt man es in den auf 100°C vorgeheizten Backofen und lässt das Kissen dort für ca. 10 Minuten. Auch hier bitte das Kissen durchkneten und das Aufwärmen im Blick behalten. Oder man legt das Körnerkissen im Winter auf die Heizung. 

Wichtig: Gerade für Kinder das Kissen nicht zu stark erhitzen. 

Das erwärmte Kissen nun in die Hülle stecken schon ist es einsatzbereit. Nach Gebrauch das ausgekühlte Kissen an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort aufbewahren.






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nett verpackt sind die Dinkel-Wärmekissen ein hübsches, kleines Geschenk


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Sonntag, 14. März 2021

der "Fourme d'Ambert" - Blauschimmelkäse aus der Auvergne in einer cremigen Sauce mit Putenschnitzel und Bandnudeln

Wie ihr alle wisst, probiere ich gerne etwas aus. Und so habe ich mich sehr gefreut, als ich letztens eine Email bekam und man mich darin fragte, ob ich meinen Lesern nicht mal einen Französischen Fourme d'Ambert Blauschimmelkäse vorstellen möchte. Zuerst hatte ich meine Zweifel, weil wir nicht so die Freunde von "kräftigem" Käse sind, aber als ich ein wenig recherchierte, stellte ich fest, dass dieser Fourme d'Ambert zu den ältesten und besonders milden Blauschimmelkäsen Frankreichs gehört. Und so war mein Interesse geweckt und ich habe das Käsepaket mit Freude entgegen genommen. 

Beim Anschneiden des zylindrischen Käses stellte ich schon fest, dass er auf keinen Fall "streng" duftete. Er duftet sehr sahnig, aromatisch und mild. Ich hab sofort ein Stückchen heraus geschnitten und probiert. Sofort war ich sehr begeistert. Der Käse schmeckt sehr sahnig, cremig, mild und im Abgang, wie man so schön sagt, bemerkt man auch, dass es sich um einen Blauschimmelkäse handelt. Aber ganz dezent. Auch der Salzgehalt rundet den Geschmack sehr gut ab. Mein Mann sollte natürlich auch sofort probieren, was er auch tat. Er ist immer sehr vorsichtig, was "fremde" Käsesorten angeht und ich bin immer seine Vorkosterin, aber auch ihm hat der Käse sehr,sehr gut geschmeckt. Er meinte auch, pur als Häppchen zum Glas Wein oder auch Abends mit einem Stückchen Baguette, ist das auf jeden Fall auch sein Geschmack. 

Aber nicht nur pur oder auf dem Brot kann man diesen leckeren Käse essen, sondern auch in einer cremigen Sauce zu Bandnudeln und Schnitzel. Das Rezept dieses schmackhaften Mittagessens habe ich euch mal aufgeschrieben. Dazu passt sehr gut ein Feldsalat mit Vinaigrette und bei besonderen Anlässen auch ein Gläschen Wein.


+++ WERBUNG wegen Namensnennung/Verlinkung/Kooperation mit Heimgourmet.com und Fourme d'Ambert  +++

 


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Putenschnitzel mit Bandnudeln und Fourme d'Ambert - Käsesauce


Putenschnitzel mit Bandnudeln und Fourme d'Ambert* Käsesauce , 2 Portionen

  • 2 dünne Putenschnitzel
  • Zitronensalz (selbstgemacht)
  • schwarzer Pfeffer
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 1 Ei
  • etwas Kondensmilch oder Sahne
  • Semmelbrösel oder Paniermehl
  • Rapsöl 
  •  
  • ca. 150 g Bandnudeln

Die Schnitzel mit Salz und Peffer würzen. Eine "Panierstraße" (oder drei Teller) bereitstellen und in einem Teller das Ei mit der Milch verschlagen. Das Mehl und die Semmelbrösel jeweils in die anderen beiden Teller geben. 
Das gewürzte Fleisch in Mehl wenden und überschüssiges Mehl abklopfen. Das Schnitzel dann durch das Ei ziehen und beidseitig in den Semmelbröseln wenden.

Das Öl in einer großen, beschichteten Pfanne auf mittlerer Hitze erhitzen und die Schnitzel beidseitig golden braun braten. Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen und warmhalten.

In der Zwischenzeit die "Fourme d'Ambert* Käsesauce" zubereiten:

  • 1 kleine Schalotte
  • etwas natives Olivenöl
  • 200 ml Vollmilch
  • ca. 150 g "Fourme d'Ambert" Blauschimmelkäse aus der Auvergne
  • Schwarzer Pfeffer
  • evtl. etwas Stärke zum Binden
  • (etwas Rosmarin, klein geschnitten)

in einem kleinen Topf das Öl erhitzen und die kleingewürfelte Schalotte glasig anschwitzen. Mit Milch aufgießen und den gewürfelten Käse in die heiße Milch geben. Auf kleiner Flamme langsam und rührend den Käse schmelzen lasen. Mit Pfeffer abschmecken. Wer mag, der kann auch noch einen kleinen Hauch Rosmarin dazu geben. Sollte die Sauce zu dünnflüssig sein, dann kann man sie noch mit etwas Stärke (aufgelöst in Milch) andicken.

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* Falls jemand noch nicht den "Fourme d'Ambert"- Blauschimmelkäse kennt, hier eine kleine Info (Quelle: Wikipedia):

Dieser Blauschimmelkäse ist eine sehr alte französiche Edelschimmelkäsesorte aus der Auvergne. Man vermutet, dass dieser Käse schon seit dem 9. Jahrhundert in Frankreich hergestellt wird. Die verwendete Milch stammt von Salers-Rindern, einer alten Rinderrasse aus dem Zentralmassiv. Der Käse ist durch die Appellation d’Origine Contrôlée (AOP) geschützt.

Hergestellt wird der Käse im Umkreis um die französische Stadt Ambert. Der Bruch wird in Formen gefüllt, in denen man ihn abtropfen lässt. Die Zylinderform hat einen Durchmesser von rund 12 cm. Dabei wird der Käse ähnlich wie der Roquefort zunächst mit einer Blauschimmelkultur (Penicillium glaucum) geimpft. Mit Hilfe langer Nadeln werden in den Käseteig Luftkanäle eingeführt, die sicherstellen, dass sich diese Blauschimmelkultur ausbreiten kann. Er reift üblicherweise zwei bis fünf Monate und hat einen ausgeprägt nussig-fruchtigen, kurz gereift auch einen cremig milden Geschmack.


Der junge Käse ist sehr cremig, sahnig und sehr mild. Einfach lecker. Ich denke mal, dass ihn auch diejenigen mögen, denen ansonsten der Roquefort zu streng schmeckt.

Wer also mal etwas Besonderes an Käse probieren möchte, dem empfehle ich auf jeden Fall diesen sehr leckeren Blauschimmelkäse. Gerade der milde, sahnig-cremige Geschmack gefällt mir besonders gut. Er schmeckt nicht nur pur sehr gut, auch heiß in einer Käsesauce ist er ein Gedicht. Solltet ihr ihn irgendwo an der Käsetheke finden, dann lohnt sich der Kauf mit Sicherheit, er wird euch bestimmt ebenso gut schmecken wie uns.

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damit das Servieren hübscher aussieht, habe ich noch den Namen des Käses mit Schokoladenschrift auf den Teller geschrieben.

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aus Käse, Milch und Zwiebeln entsteht ein leckeres Sößchen


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Tags darauf haben wir abends dann den leckeren Käse mit einem Glas Rotwein, Birnenspalten und etwas Brot gegessen. Herrlich. So einen cremigen, sahnigen, vollmundigen und leckeren Käse hatten wir lange nicht, wir schwärmen jetzt noch. Vielen herzlichen Dank, Heimgourmet für die Kooperation und den leckeren Fourme d'Ambert Blauschimmelkäse

+++ WERBUNG wegen Namensnennung, Verlinkung und Kooperation +++

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Ein Stück des Käses bekamen Freunde von uns zum Probieren. Sie haben den Käse auf Vollkornbrot mit Walnüssen probiert und waren auch ganz begeistert vom milden, sahnigen Geschmack. 


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Samstag, 13. März 2021

Tragetasche für eine Auflaufform, Kuchenform oder auch für einen Topf

Ab und zu möchte man eine Auflaufform, eine Kuchenform oder auch mal einen Topf von A nach B transportieren. Und auch wenn wir zu Schwiegermutter fahren, nehmen wir immer Mittagessen und auch Kuchen mit. So braucht sie nichts vorbereiten und kann sich an einen gedeckten Tisch setzen.

Letztens hatten wir einen Auflauf (Rosenkohl-Kasseler-Auflauf) mitgenommen und die große Auflaufform passte nicht in meinen Einkaufskorb. Das Hantieren mit der gefüllten Form zum Auto und dann in die Wohnung ist immer heikel, ich habe jedes Mal Sorge, sie fällt mir hin. Und so habe ich überlegt, wie ich die Form besser transportieren könnte.

Nach einigem Überlegen und surfen im WorldWideWeb habe ich eine Art Tragetasche gefunden, die aus einem Stoffquadrat, Ösen und einem Handgriff besteht. Das gefiel mir so gut, dass ich so eine Tasche nun genäht habe. 
Ich hatte einige Anforderungen an so eine Tasche. Sie sollte stabil sein und auch größeres Gewicht ohne Probleme tragen können. Nett aussehen sollte sie auch und ich wollte Stoff aus meinem nicht enden wollenden Fundus verwenden.

Bei der Durchsicht meiner Stoffe fand ich plötzlich alte, gequiltete und leicht wattierte Tischsets aus festem Outdoorstoff und amerikanischen Baumwollstoff, die ich vor Jahren mal für den Balkon genäht hatte. Aber irgendwie hatten wir sie nie benutzt. Und aus diesen Sets habe ich nun eine Tragetasche genäht. 

Da die Ränder der Sets eine Bogenkante hatten, habe ich diese abgeschnitten. Vier Sets habe ich dann zu einem ca. 60 cm großen Quadrat zusammen genäht und die Sets mit dichtem Zickzackstich verbunden. Auf diese Nähte habe ich beidseitig Stoffstreifen aufgesteppt, damit auch alles gut verbunden ist. Die Außenseiten habe ich noch mit zurechtgeschnittenen, gefalteten und gebügelten Stoffstreifen eingefasst.




so ist die Form gut eingepackt und bereit für den Transport


für eine Tragetasche benötigt man:

  • 2 Stoffquadrate à 60 x 60 cm
  • Fleecestoff, Moltontuch oder leichte Wattierung 60 x 60 cm
  • 2 Stoffstreifen ca. 25 x 10 cm (für die Schlaufen)
  • 1 Stoffstreifen ca. 80 x 10 cm (für den Griff)
  • 1 Stoffstreifen ca. 2,50 m x 10 cm (für die Einfassung)
  • Maßband
  • Schere
  • Nähmaschine und Nähgarn
  • Stecknadeln und/oder Stoffklammern

den Fleecestoff zwischen die Stoffquadrate legen und alles mit Steppstich miteinander verbinden. Das Stoffquadrat anschließend mit Muster nach Wunsch quilten bzw. absteppen. 

Alle Stoffstreifen jeweils mittig falten und bügeln. Dann beide Seiten zur Mitte hin klappen und ebenso bügeln, erneut zusammenklappen und nochmals bügeln. Das ganz lange Band wird die Umrandung bzw. Einfassung für das Stoffquadrat. Die anderen drei Bänder jeweils am Rand der Länge nach zunähen/absteppen und kreuz und quer zur Verstärkung noch mit Muster absteppen oder der Länge nach absteppen.

Nun werden die Schlaufen befestigt. Dazu an einer Ecke des fertigen Quadrates beginnen, 10 cm von der Ecke her wird jetzt eine "Schlaufe" mehrfach aufgesteppt. Die eine Seite der Schlaufe kommt an die eine Seite, die andere an die andere Seite der Ecke. Die zweite Schlaufe an der gegenüberliegenden Ecke gegengleich arbeiten.

Das lange Band nun aufklappen, an einer Ecke beginnend und das Stoffquadrat einlegen und mit Klammern oder Stecknadeln feststecken. Das Band an den Ecken so falten, dass das Band "auf Spitze" liegt (siehe Foto unten). Das gesamte Band um den Stoff legen und feststecken oder festklammern. Wenn alles gut passt und sitzt das Band mit der Maschine feststeppen. So sind die Schlaufen gleich mitgefasst. 

Als letztes folgt noch das lange Band für den Griff. Es wird an den freien Ecken mit ca. 10cm Abstand zur Ecke aufgesteppt. Alles ordentlich und mehrfach absteppen und die Tragetasche ist fertig.

Anleitung zum Benutzen der Tragetasche:

die Tasche offen auf den Tisch legen und die Auflaufform, Kuchenform oder Topf mittig unter das lange Band stellen. Das Band hochheben und durch eine Schlaufe ziehen und dann das Band durch die andere Schlaufe ziehen. Jetzt schließt sich wie von Zauberhand die Tasche beim Hochheben der Tasche und die Form ist in der Waage.


die Schlaufen sind hier noch nicht aufgenäht. Ich habe sie später eingefügt.



so wird die Tragetasche verwendet. 
Die Tragetasche ist gut geeignet für z.B. eine rechteckige Auflaufform, einen Topf oder auch für eine Tarte-/ Backform von 32cm Durchmesser


Detailaufnahmen meiner Tragetasche, genäht aus vier gequilteten Tischsets






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Mittwoch, 10. März 2021

Endivien - Kartoffelsalat mit Speckwürfelchen und Backfisch

Salat essen wir immer sehr gerne. Es gibt ja auch reichlich Auswahl. Aber ab und an darf es auch gerne mal ein Endiviensalat sein. Diesen essen wir nicht allzu oft. Ich kenne ihn aus meiner Kindheit mit einer Kartoffel-Zwiebel-Marinade. Meine Mutter rührte aus Kondensmilch, Essig und etwas Öl eine Marinade an, gab kleingewürfelte Zwiebeln, Pfeffer und Salz dazu und eine dicke, heiße, zerdrückte Pellkartoffel. Und dann wurde der klein geschnittene Endiviensalat untergemischt. Fertig war ein leckerer Salat. So isst man auch heute noch im Niederbergischen Land den Endiviensalat.

Auf diese Art und Weise habe ich ihn letztens auch noch zubereitet. Aber der Endivienkopf war dermaßen groß, dass wir noch eine weitere Mahlzeit damit zubereiten konnten. Aber ich wollte ihn anders zubereiten, weil er zum Fisch serviert werden sollte.

Mein Mann hatte vor ewigen Zeiten mal Endiviensalat serviert bekommen, der mit Kartoffeln und Speck angemacht war. Und das war damals sehr lecker gewesen, meinte er und ich könnte doch mal probieren, ob ich nicht auch so einen Endiviensalat kreieren könnte. Gut, hab ich gedacht, probieren geht über studieren, ich probiere es mal aus.

Heraus kam ein super leckerer Endivien - Kartoffelsalat mit Speckwürfelchen. Der Salat war genial, selten hat mir ein Endiviensalat so gut geschmeckt, ich war mehr als begeistert. Meinem Mann hatte es auch sehr gut geschmeckt und er meinte, dass damals der Salat auch so gut geschmeckt hätte. Ich bin so froh, dass ich ihn so zubereitet habe, er war zu lecker. Die knusprig - würzigen Speckwürfelchen brachten Geschmack und Crunch, die Kartoffeln waren cremig und die Endivie war herb - knackig. Eine super Mischung. Auch der Backfisch passte hervorragend dazu. So wird es bei uns den Endivienslat nur noch geben. Und da er uns so gut geschmeckt hat, habe ich auch gleich das Rezept aufgeschrieben. Schaut doch mal hier:



Endivien-Kartoffelsalat mit Speckwürfelchen und Backfisch 2 Portionen

  • 2 dicke Pellkartoffeln
  • ca. 50 g Katenrauch - Schinkenwürfel

  • 3 Esslöffel Essig
  • 2 Esslöffel natives Olivenöl
  • 1 Teelöffel Ahornsirup
  • 1 Esslöffel Kondensmilch oder Sahne
  • ein Esslöffel gefriergetrocknete Zwiebelwürfelchen (oder frische Zwiebelwürfel)
  • Pfeffer und Salz

  • 1/4 Kopf Endivie
  •  
  • 2 Stück Backfisch (Fertigprodukt aus dem Kühlregal)
  • etwas Rapsöl

die Kartoffeln kochen, pellen, vierteln und die Viertel in feine Scheiben schneiden und abkühlen lassen. Den Katenrauchschinken in einer beschichteten Pfanne ohne Fett kross ausbraten und beiseite stellen.

Aus Essig, Öl und den anderen Zutaten eine Marinade rühren und abschmecken und die abgekühlten Kartoffelscheiben in die Marinade geben. Ab und an durchrühren, damit die Kartoffeln die Marinade gut aufnehmen. Die Endivie waschen und in 1cm dicke Streifen schneiden.

In der Zwischenzeit eine beschichtete Pfanne erhitzen, etwas Rapsöl hineingeben und heiß werden lassen, dann den Backfisch beidseitig darin in einigen Minuten golden backen.

Die Endivie unter die Kartoffeln rühren und alles gut wenden. Den Salat auf beide Teller verteilen, die krossen Speckwürfel darüber geben und den Backfisch dazu servieren. Guten Appetit.




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Sonntag, 7. März 2021

gedeckter Apfelkuchen

Und schon wieder habe ich einen lecken, saftigen Apfelkuchen gebacken. Dieses Mal mit Deckel. Man soll ja immer noch zu Hause bleiben und dann machen wir es uns zu Hause gemütlich. Dazu gehört auch etwas Leckeres für die Seele.

Für Apfelkuchen verwende ich gerne Mürbeteig. Er wird nicht so schnell weich und hat mehr "Biss". Ich finde, der Apfel kommt auch so besser zur Geltung. Für diesen Kuchen sollte man auch eine säuerliche, mürbe Apfelsorte, wie z.B. den Boskoop, verwenden. Dann schmeckt der Kuchen besonders aromatisch. Und mit dem Mürbeteigdeckel schmeckt er doppelt gut. Ich wünsche euch guten Appetit.





gedeckter Apfelkuchen     ca. 28cm
  • 400 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas gemahlene Vanille
  • 250 g Butter (wenn möglich Süßrahmbutter)
  • 2 Eier 

aus den Zutaten einen Knetteig herstellen und mindestens 20 Min. kühlen. 2/3 des Teiges zwischen Klarsichtfolie dünn ausrollen und in eine gebutterte Tarteform mit Rand auslegen. Den Teig mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Ofen, Mitte, Ober- / Unterhitze 200°C,  ca. 10 Min. vorbacken.

In der Zwischenzeit 
  • 1 kg Boskoop Äpfel (oder andere, säuerliche Äpfel)
  • etwas Zitronensaft
  • ca. 2 Eßl. Zucker
  • etwas gemahlene Vanille
  • etwas Zimt nach Geschmack

Die Äpfel schälen und in feine Würfel schneiden oder auch grob raspeln. Mit dem Zitronensaft, dem Zucker und den Gewürzen mischen.

Die Äpfel auf den vorgebackenen Teig geben und gleichmäßig verteilen. Den restlichen Teig zwischen Folie dünn ausrollen. Die Teigplatte soll die Größe der Form haben. Mit Hilfe einer Folie den Teig auf den Äpfeln platzieren und am Rand ein wenig andrücken. Mit einer Gabel die Teigdecke anpicksen und die Form zurück in den heißen Ofen stellen.

auf der 2. Stufe von unten braucht der Kuchen bei 200°C noch ca. 30 Min. bis er golden braun ist.

  • Puderzucker
  • Apfelsaft

Nach dem Abkühlen kann man die Oberfläche noch ein wenig mit Zuckerguss, der mit Apfelsaft angerührt wurde, besprenkeln. 





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wer beim Äpfel schälen gerne die Schale an einem Stück abschält, der kann daraus noch hübsche Apfelrosen  zur Deko drehen. 

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