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Mittwoch, 2. April 2025

Gestatten, mein Name ist Hase . . .

Bald ist Ostern, braucht ihr noch eine kleine ruck - zuck - Deko? Wie wäre es mit ein paar Häschen für die Küche. So als kleiner Gag? Das Internet brachte mich mal wieder auf eine Idee . . .
Diese Hasen sind sehr schnell gebastelt und kosten so gut wie nichts. Man braucht nur etwas Zeit, einen alten Eierkarton, Stifte, Schere und Klebeband. Und schon kann es los gehen.





Hase mit Blumenhemd



kleiner Dekohase für die Küche
  • die dicken Spitzen von einem Eierkarton
  • Schere
  • Buntstifte
  • Filzstift
  • ein Stück Buntpapier
  • Klebeband
eine dicke Spitze vom Eierkarton unten an der Basis gerade ausschneiden, sodaß die Spitze stehen kann. Aus einer weiteren Spitze zwei Seitenteile für die Ohren ausschneiden.

Für den Kopf nun die Spitze mit Augen und Schnauze bemalen, die Ohren ebenso bemalen. Die Ohren mit Klebeband innen am Kopf festkleben.

Aus einem quadratischen Stück Bastelpapier einen "Pullover" ausschneiden, diesen nach Wunsch dekorieren, benmalen und anschließend ausschneiden.

Ein Stück Klebeband zu einem Ring kleben, Klebeseite liegt außen und den "Pullover" an der Fliese aufkleben, das gleiche mit dem Kopf machen. Fertig ist die schnelle Hasendeko und sie ist auch ohne Rückstände jederzeit wieder ablösbar.



Gestatten, mein Name ist Hase.


weitere Deko- und Bastelideen für Ostern findet ihr hier:








großer Osterhase aus Pappe 












Mittwoch, 25. September 2024

Yogakissen - selber nähen

Seit einigen Jahren hat mich der Yogavirus erwischt. Ich freue mich immer wenn es wieder zum Kurs geht und ich mache mit Begeisterung mit. Das tolle am Yoga ist für mich, dass sich meine Beweglichkeit und Haltung total verbessert hat. Rückenschmerzen kenne ich nicht und mein Gleichgewicht und der Stand sind deutlich besser geworden. Mit anderen Worten, man fühlt sich rundherum wohl. Und zu Hause mache ich seitdem auch die ein oder andere Übung, damit man auch weiterhin schön beweglich bleibt.

Vor einiger Zeit sah ich dann zufällig im Internet, dass man sich ganz leicht ein Yogakissen selber nähen kann. Mein Interesse war direkt geweckt, denn in meinem Stofffundus hatte ich noch geeigneten Stoff. 

Genäht war das Kissen flotter als gedacht. Es hat richtig Spaß gemacht. Ich habe euch hier die Anleitung aufgeschrieben und auch die Seite verlinkt, wo man sich noch ein Nähvideo anschauen kann.

Im Link wurde geschrieben, dass für den Rand (der dort als Boden bezeichnet wurde) ein langes Stück Stoff genommen wird. Ich hatte mich aber dafür entschieden, den Stoffstreifen zu halbieren. So kann man besser den Reißverschluss einnähen und in der Länge hat man anschließend etwas Spiel und muss nicht fürchten, dass man Probleme beim Zusammennähen von Rand und Deckel hat.

Ich hoffe ich habe die Anleitung halbwegs verständlich geschrieben. Aber wenn man sich das Video anschaut, dann sieht man wie die Nähschritte sind und man kommt gut klar.





Das sind keine vier Kissen, das Kissen hat zwei Seiten.


Yogakissen selber nähen:

  • 2 Stoffkreise (Polsterstoff oder fester Stoff) von je 35,3 cm Durchmesser
  • 10,5 cm x 18 cm Stoff für die Trageschlaufe
  • 110 cm x 17,5 cm Stoff für den Rand (ich habe ihn halbiert in 2 x 55cm)
  • 1 Reißverschluss von 20cm
  •  
  • Schere
  • Maßband
  • Stift
  • Stoffklammern oder Stecknadeln
  • Nähgarn
  • Nähmaschine
  •  
  • Papierschnipsel aus dem Aktenvernichter/Schredder oder Dinkelspelz


Alle Stoffe sollen fest gewebt sein, es können auch Polsterstoffreste sein. Hat man nur Baumwollstoff, dann diesen doppelt legen. Alle zugeschnittenen Stoffteile werden rundherum mit Zickzackstich umsäumt.

Aus dem schmalen Stück Stoff eine Schlaufe nähen. Dafür den Stoff der Länge nach rechts auf rechts zusammen legen und 1cm vom Rand absteppen. Den Stoff wenden, die Naht mittig legen und mehrfach der Länge nach absteppen.

Jeden Kreis zur Hälfte falten, dann vierteln und dann achteln. Jede Bruchkannte am Rand mit einem Stift markieren, sodass man den Kreis in 8 gleiche "Pizza"- Stücke aufgeteilt hat. Die Länge zwischen zwei Markierungen am Rand abmessen, es sind ca. 13cm. 

Für den Rand den langen Stoffsteifen halbieren. Die zwei Streifen rechts auf rechts zusammen stecken,  und oben und unten jeweils 3cm absteppen. Nähabstand zum Rand ca. 1,5 cm. Den Stoff auseinander bügeln und dann den Reißverschluss einlegen und feststecken. Mit einem Reißverschlussfüßchen den Reißverschluss einnähen. Den Reißverschluss ausprobieren, ob er klappt und beim Schließen der Stoff aneinander stößt. Die Enden des Reißverschlusses nochmals gut verriegeln, damit er nicht aufgeht.

Die Schlaufe nun auf den Reißverschluss legen und oben und unten an der Kante aufnähen. Die Schlaufe soll etwas "Spiel haben" und nicht zu stramm aufliegen. Eventuellen Überstand von Reißverschluss und Schlaufe wird später abgeschnitten

Jetzt legt man den langen Stoffstreifen mit der rechten Seite auf die Arbeitsplatte und misst jetzt beginnend von der Mitte des Reißverschlusses jeweils 13cm nach rechts aus. dort wird oben und unten am Stoffstreifen eine Markierung angebracht. Von dort wieder 13cm abmessen und markieren. Den Vorgang noch zwei Mal wiederholen. Den Vorgang an der linken Stoffseite wiederholen. Nun hat man acht Segmente, die genau mit dem auf dem Kreis markierten Stellen übereinstimmen sollten. 

Zur Probe kann man den Stoffstreifen nun an den Kreis anhalten, ob alles passt. Dabei den Stoff zum Kreis an der letzten Markierung feststecken. 

Dort wird nach der letzten Markierung jetzt noch ein Überstand sein. Wenn alles passt, den Stoff dann rechts auf rechts legen und an der letzten Markierung die Stoffe zum Kreis zusammen nähen. Den Überstand dann abschneiden oder einfach umlegen. Der Reißverschluss muss unbedingt geöffnet sein, das ist später die Wendeöffnung.

Nun verbindet man den ersten Stoffkreis mit dem Rand. Beide Stoffe liegen rechst auf rechts. Zuerst werden die Markierungen von Kreis und Rand zusammen gesteckt, danach die Zwischenräume. Beide Stoffe werden dann mit der Maschine ca. 1,5cm zum Rand hin zusammen gesteppt. Dabei bitte auf der Randseite nähen, die liegt oben und der Kreis liegt unten. 

Den anderen Stoffkreis auf die gleiche Weise annähen. Den Überstand von Schlaufe und Reißverschluss abschneiden.

Nun die Hülle durch den geöffneten Reißverschluss wenden. Fertig ist das Yogakissen und nun kann es befüllt werden.

Um das Kissen durch die Reißverschlussöffnung zu füllen benötigt man einen Trichter. Ich habe mir eine dünne Kunststoffschneideplatte zu einem Trichter gerollt, mit einer Wäscheklammer festgesteckt und ihn dann in die Öffnung gesteckt. 

Gefüllt habe ich mein Kissen mit geschreddertem Papier aus dem Aktenvernichter. Man benötigt relativ viel, aber Papier hat man immer reichlich (Zeitschriften und feste Prospekte kann man auch gut verwenden), sodass man ohne Probleme bei Bedarf noch Papier hinein füllen kann.

Dann den Reißverschluss schließen und fertig ist das Yogakissen. 

Die Anleitung und Idee zum Yogakissen fand ich beim SWR - Kaffee oder Tee kreativ *

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)




Aus den wenigen Zutaten wurde schnell ein Yogakissen. Unter dem Griff befindet sich der Reißverschluss.



Oben rechts sieht man den Rand, wo 3 cm abgenäht wurden. Darunter ist dann die Öffnung für den Reißverschluss. Unten links habe ich die erste Markierung auf dem Kreis an den Rand mit dem Reißverschluss gelegt. Unten rechts ist der Kreis schon auf dem Rand mit Stoffklammern befestigt und muss nur noch rundherum abgesteppt werden.



Oben rechts: Der erste Stoffkreis wird mit der Maschine auf dem Rand festgenäht. Unten Rechts ist der erste Kreis festgenäht und zur Probe gewendet, ob alles passt.



Die beiden Stoffkreise sind mit dem Rand verbunden und der Reißverschluss ist geöffnet. Der eine Überstand vom Reißverschluss wurde abgeschnitten. Die Hülle dann durch die Reißverschlussöffnung wenden, der Reißverschluss ist unter der Trageschlafe verdeckt. Unten dann der Trichter zum Füllen und die Papierschnipsel als Füllung.




Ich wünsche euch viel Spaß beim Nähen.

Montag, 18. März 2024

schnelle Deko - Vögelchen

Kurz vor Ostern möchte ich euch noch eine ganz schnelle Dekoidee mit ein paar hübschen Vögelchen zeigen. Dieses kleine Bastelprojekt kann man ruckzuck nacharbeiten, es kostet nichts und Spaß macht es auch. Mit Sicherheit ist das auch eine nette Bastelidee mit Kindern. Und die Vögelchen kann man rund ums Jahr als Deko ins Fenster hängen.

Die benötigten Zutaten habt ihr mit Sicherheit alle im Haus. Leere Klopapierrollen und Servietten hat doch jeder. 


Piepmatz im Rosmarin



An einem dünnen Nylonfaden und mit Drahtbeinchen versehen hängt er im Fenster.


für die  schnellen Deko - Vögelchen  benötigt man:

  • leere Toilettenpapierrollen
  • Schere
  • Heftklammern
  • Wäscheklammern/ Binderclips
  • Klebstoff
  • Filzstift und/oder Wackelaugen
  • Stück buntes Papier oder Serviette
  • etwas Puder-Rouge
  • Buntstifte
  •  
  • ca. 18 cm Draht für die Beinchen
  • Bastel-/Drahtzange
  • Streifen durchsichtiges Klebeband

  • Nylonfaden und Nähnadel
Aus zwei kleinen Papierquadraten Herzchen ausschneiden und diese mittig falten. Das sind die späteren Flügel.
Aus einem weiteren Stück Papier ein Rechteck schneiden und dieses bis auf 1cm der Länge nach in dünne Fäden schneiden.

Die eine Seite der Papierrolle vorsichtig flach drücken und rund schneiden. Aus einem Teil der abgeschnittenen Papierrolle ein Dreieck für den Schnabel schneiden. Diesen mittig an die Rundung kleben und mit Klammern alles befestigen, damit der Kleber gut trocknen kann.
Die andere Seite um 90° drehen und am untersten Rand ca. 1cm leicht festdrücken. Mittig die Fransen einlegen und das Ganze mit drei Heftklammern festtackern.

Nun ist der Vogel schon fast fertig. Die Augen aufkleben oder aufmalen und für die Flügel nun die Herzchen befestigen. Das Herz mittig falten, und das tropfenförmige Papier mit der Spitze nach oben und die geschlossene Seite zum Rücken hin schräg auf den Vogel kleben. Die andere Seite gegengleich arbeiten. 
Wer möchte verpasst dem Piepmatz noch etwas Rouge auf den Wangen oder man malt ihn noch mit Buntstiften an. Erlaubt ist was gefällt.

Soll der Piepmatz noch Beinchen bekommen, dann mit Hilfe einer Draht- oder Bastelzange den Draht zurechtbiegen. Dafür beide Enden zu kleinen Füßen biegen (2 oder 3 kleine Schlaufen nebeneinander) und mittig 1cm Breite abmessen und links und rechts davon die Beine nach unten biegen. Den Draht an den 1cm mit einem Streifen Klebeband unter dem Vogel befestigen.

Möchte man den Vogel aufhängen, dann ein Stück Nylonfaden mit Hilfe der Nähnadel oben am Piepmatz befestigen.


Hier sitzt das Vögelchen in einem kleinen Nest.




aus einer Papierrolle und einem Stück Serviette wird innerhalb kürzester Zeit ein Vögelchen








Mittwoch, 2. August 2023

kleines Etui aus Fahrradschlauch für Kleingeld, Ausweis und Schlüssel

Habt ihr schon mal mit alten Fahrradschläuchen gebastelt? Das macht so viel Spaß und das Ergebnis kann sich auch sehen lassen. Finde ich zumindest.

Mein Mann hebt schon seit einigen Jahren alte, defekte und ausrangierte Fahrradschläuche auf und so kann ich in seinem mittlerweile recht großen Fundus immer den passenden Schlauch auswählen und daraus etwas basteln. Die Breite reicht von sehr schmalen Rennradschläuchen bis zu breiten Mountainbike- bzw. Crossbikeschläuchen. 

Mein heutiges Etui aus Fahrradschlauch ist gut geeignet für Radfahrer, die neben ein paar Euro und dem Hausschlüssel auch den Ausweis mitnehmen wollen. Alles ist gut vor Feuchtigkeit geschützt und kann wunderbar in der Tasche des Radtrikots untergebracht werden. 

Aber nicht nur Radfahrer freuen sich über so ein Etui, manch einer mag es vielleicht auch in der Hosentasche transportieren oder auch das Etui für ganz andere Sachen verwenden. Wie sagt der Amerikaner immer, "you got the idea", von daher wünsche ich euch viel Spaß beim Nacharbeiten und Benutzen.

mein Tipp: solltet ihr selber keine Fahrradschläuche haben, dann fragt doch befreundete Radfahrer oder auch Händler nach alten, defekten, ausrangierten Schläuchen. Vielleicht schenken sie euch welche.





man benötigt für ein Etui aus Fahrradschlauch
  • 27 cm Fahrradschlauch, ca. 4 cm breit
  • 1,5 cm Fahrradschlauch, ca. 15mm breit
  • ca. 17 cm rundes Gummiband
  •  
  • Schere
  • Lineal
  • Nähmaschine
  • Nähgarn
  • Stoffklammern
Das benötigte Stück aufgeschnittener Fahrradschlauch ist bei diesem Etui 27 cm lang und 8 cm breit.

Den Fahrradschlauch, der leicht gebogen ist, an der inneren Biegung der Länge nach aufschneiden. Das Innere des Schlauches (er ist mit Talkum eingepudert) muss nun gereinigt werden, dafür den Schlauch mit Spüli und Wasser rundherum reinigen und anschließend abtrocknen. 

An einem Ende des Fahrradschlauches den Schlauch dann doppelt legen und eine Rundung abschneiden. 

Den Schlauch jetzt so legen, dass ein Etui entsteht und mit Stoffklammern feststecken. Das gerundete Teil über das Etui legen und festlegen, wo das kleine Stückchen Schlauch aufgenäht werden soll. Die Öffnungen des kleinen Schlauches zeigen zu beiden Seiten.

Mit der Nähmaschine (großer Zickzackstich) das kleine Stück Schlauch auf der späteren Klappe aufsteppen.

Die Seitenteile ebenso absteppen. Nun braucht nur noch das Gummiband durch das kleine Schlauchteil gezogen werden. Die Enden verknoten, über das Etui klappen und schauen, ob das Etui gut und nicht zu feste oder zu lose verschlossen ist. Wenn alles passt, den Knoten in die Schlaufe ziehen. 

Fertig ist das kleine Etui aus Fahrradschlauch. Zum Verschließen einfach mit der einen Hand das kleine Stückchen Schlauch festhalten und mit der anderen Hand das Gummiband über das Etui ziehen. Fertig.


Hier sieht man die verschiedenen Arbeitsschritte. Vom aufgeschnittenen Schlauch bis zum verschlossenen Etui. Wie man sieht, sind es nur wenige Arbeitsschritte.

🚲🚲🚲

Noch weitere Basteltipps mit Fahrradschläuchen findet ihr hier:








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Mittwoch, 7. Juni 2023

kleine Crossbag aus alten Fahrradschläuchen

Mein Mann fährt oft und gerne mit seinen Rennrädern oder seinem Crossbike. Und wie das oft so ist, ab und an hat Mann eine Panne und die Schläuche müssen gewechselt werden. Sie werden dann geflickt und Mann kann dann weiterfahren. Aber ab und zu müssen sie doch auch getauscht werden. Und so sammeln sich mit der Zeit einige Schläuche an.

Mit diesen alten Schläuchen habe ich jetzt mal wieder gebastelt. Kleine Mäppchen und Geldbörsen hatte ich schon genäht, dieses Mal wollte ich mich mal an einer Crossbag versuchen. Gesagt, getan. Die schmalen Schläuche hatte ich in halb-Zentimeter breite Ringe geschnitten, diese dann verbunden und zu einem großen Rechteck gesteckt. Das hat zwar etwas gedauert und das Durchziehen der einzelnen Schlaufen ist mitunter auch recht beschwerlich, aber es klappte.  


Größe der Tasche: ca. 22 x 16 cm 

für eine Crossbag benötigt man: Taschengröße: 22 x 16 cm

  • einige schmale, alte Fahrradschläuche (ich meine es wären 2 schmale Schläuche gewesen)
  • Schere
  • Kordel zur Befestigung der beiden Seitenteile
  • Gurtband für den Umhängegurt
  • 2 Metallösen für die Befestigung
  • 1 großer Knopf
  • gezwirbelte, dicke Wolle für die Knopfschlaufe und für die Befestigung der Ösen
  • starker, schwarzer Bindfaden für den Taschenrand
  • große Stopfnadel mit runder Spitze

  • für die Innentasche (wenn man mag): 
  • ein Stück Jeansstoff (doppelte Höhe mal Breite der Fahrradschlauchtasche plus Nahtzugabe)
  • ein Stück Bauwollstoff (doppelte Höhe mal Breite der Fahrradschlauchtasche plus Nahtzugabe)
  • 1 Reißverschluss (Breite der Tasche)
  • Nähgarn
  • Nähmaschine
  • Stecknadeln
  • Schere

den Fahrradschlauch in gleichmäßig breite Schlaufen schneiden. Aus vier Schlaufen den ersten Teil für die Tasche zusammenstecken. Dabei zieht man eine Schlaufe über und unter die andere, wie auf folgendem Foto. An dieses Stück "baut" man nun in mühsamer Fleißarbeit immer wieder ein Stück Schlaufe an bis die gewünschte Breite für die Tasche erreicht ist.
Dann fängt man an einer Seite an und arbeitet sich nach und nach in die Höhe bzw. Länge. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis die gewünschte Größe erreicht ist.

Für die Seitenteile arbeitet man eine Reihe, die so lang ist wie die Tasche hoch werden soll (siehe Foto). Die Schlaufen an den Seiten der Tasche und die des Seitenteils verbindet man mit einer starken Kordel, indem man diese einfach abwechselnd durch die Schlaufen zieht. 

Den oberen Taschenrand folgendermaßen arbeiten. Dafür den Bindfaden durch die Schlaufen an der Innenseite durchziehen bzw. verweben, dass die hochstehenden Schlaufen nach innen geklappt und befestigt sind.

Fertig ist die Tasche. Die Ösen für den Gurt habe ich mit dicker Wolle an die Tasche "genäht". Ebenso den Knopf und die Knopfschlaufe. Das Gurtband durch die Ösen ziehen und mit der Nähmaschine festnähen.

Die Innentasche separat nähen und in die Tasche stellen. Fertig. 

Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und ihr könnt die Tasche auch anhand der Fotos nacharbeiten. Dabei wünsche ich euch viel Spaß. Solltet ihr Fragen haben, bitte meldet euch, ich helfe gerne.




Detailaufnahme: 
aus 4 Schlaufen wird ein Element für die Tasche. An jeder Schlaufe werden die nächsten 4 Schlaufen angefügt. Nach und nach ergibt sich dann eine größere Fläche. Siehe folgende Fotos:


Die Schäuche sind innen mit Talkumpuder bestreut, damit sie beim Fahren nicht aneinanderkleben.
 Deshalb das "weiße Pulver".

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vom Fahrradschlauch zur fertigen Tasche

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Mittwoch, 28. September 2022

Wende - Einkaufsbeutel aus Jeansstoff ganz einfach genäht

Letztens haben wir Jeans aussortiert. Ich wollte sie nicht in irgendeine dubiose Sammelbox geben und für ein Second-Hand-Kaufhaus waren sie nicht "schön" genug. So habe ich einen Teil der Jeans für ein DIY - Projekt, wie es so schön heißt, verwendet. Aus zwei Beinen und einem Stück Baumwollstoff habe ich einen Wende - Einkaufsbeutel genäht. Das hat richtig viel Spaß gemacht, zumal das Nähen auch recht schnell ging, die Anleitung sehr einfach war und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Als ich den Pin * für so einen Wendebeutel bei Pinterest* sah und ich ihn mir genauer anschaute, kam mir sofort die Idee, so eine Tasche auch einmal zu nähen. Stoff hab ich ja immer noch reichlich. Bevor ich aber ein großes Stück Stoff genommen habe, hatte ich zum Testen erst mal eine bzw. zwei Papierservietten verwendet. Solche Servietten sind ja quadratisch und recht stabil. Für das Probestück also genau richtig. Und was soll ich euch sagen, mir hat das so gut gefallen, dass ich mich gleich an eine große Version begeben habe.

Für einen Wendebeutel benötigt ihr nur zwei quadratische Stoffe (z.B. 60 x 60cm) und einen Stoffstreifen oder Gurt für den Griff. Der Stoff kann auch etwas kleiner sein, so 50x50cm oder auch größer ca. 80 x 80cm und alles was dazwischen ist, wäre auch ok. Hauptsache quadratisch. Die Tasche in Serviettengröße finde ich nett für Kinder, die einen Apfel z.B. und ein Brot mit in den Kindergarten nehmen möchten. Diese Tasche kann man ja auch aus Stoff nähen . . . 

Vielleicht testet ihr auch erstmal eine kleine Tasche mit zwei Servietten. Sie wird euch bestimmt gefallen. 

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)

 

die Jeansseite des Wende - Einkaufsbeutels



die Innenseite des Beutels. Mein Baumwollstoff ist noch aus Texas . . . 


Wende - Einkaufsbeutel aus Jeansstoff * 

  • 2 Stoffquadrate 60 x 60 cm
  • 1 Stück Gurtband oder Stoffstreifen (30 x 2cm) aus 30cm x 4cm

ein Stoffquadrat zum Rechteck zusammenlegen, rechts liegt innen und beide Seiten füßchenbreit absteppen. Den Stoff so auseinander ziehen, dass beide Ecknähte mittig aufeinander treffen, den Stoff an der langen, offenen Kante glatt ziehen, beide Seiten an den Enden jeweils 15cm in der Länge füßchenbreit absteppen. Mittig bleibt ein langer Schlitz offen. (siehe Foto) 

Den Stoff zum Quadrat legen und die Nähte flach bügeln.

Das zweite Stoffquadrat gegengleich arbeiten.

Nun beide Quadrate miteinander verbinden. Ein Quadrat mit den Nähten auf die Arbeitsplatte legen, das andere Quadrat mit den Nähten nach oben auf das untere Quadrat auflegen. Darauf achten, dass beide offenen Nähte in die gleiche Richtung zeigen. Das wird später die Taschenöffnung.

Nun an jeder Ecke 10 cm abmessen und die beiden Punkte an den Ecken mit Schneiderkreide verbinden. So entstehen vier Dreiecke. Mit Stecknadeln gut befestigen. Alle vier Dreiecke nun auf der Linie absteppen. So sind beide Stoffquadrate miteinander an den Ecken verbunden. Den Überstand der Ecken abschneiden, dabei 1 cm Stoff stehen lassen. Der Stoff kann mit Zickzack versäubert werden. Entstanden ist nun ein Achteck.

Aus einem 30 x 4cm langen Stoffstreifen ein Band (das wird der Griff) nähen, dafür die langen Seiten zur Mitte legen und bügeln, dann nochmals der Länge nach zusammenlegen und das Band der Länge nach absteppen.

Nun den Stoff zur Tasche wenden. Die gewünschte Außenseite liegt dabei außen. Alle Ecken von innen mit der Hand ausformen. Jetzt ist die Tasche schon fast fertig. Den Beutel so auf die Arbeitsplatte legen, dass der lange Schlitz nach oben liegt. Ein Ende des Bandes mittig zwischen die beiden Stoffe (Außen- und Futterstoff) legen und feststecken. Das andere Ende des Bandes an der gegenüberliegenden Seite. Die restlichen Öffnungen links und rechts des Bandes ebenso feststecken und rundherum mit der Maschine absteppen und somit die gesamte offene Naht schließen. Den Griff  nochmals gut feststeppen, damit er beim Tragen nicht ausreißt.

Fertig ist der Beutel. Möchte man die Innenseite außen haben, dann einfach die Tasche wenden. Viel Spaß beim Nähen und frohes Einkaufen.

Ich hoffe die Anleitung ist einigermaßen verständlich. Aber die Fotos helfen bestimmt: 



die mittlere Linie zeigt die ungefähre Länge des Schlitzes für die Beutelöffnung. Der Jeansbeutel liegt unter diesem Beutel mit der Öffnung nach unten. Beide Teile zusammenstecken. An jeder Ecke 10 cm abmessen und die beiden Punkte an den Ecken mit Schneiderkreide verbinden. So entstehen vier Dreiecke. Mit Stecknadeln gut befestigen. Alle vier Dreiecke nun auf der Linie absteppen. So sind beide Stoffquadrate (Beutel) miteinander an den Ecken verbunden. Den Überstand der Ecken abschneiden, dabei 1 cm Stoff stehen lassen. Der Stoff kann mit Zickzack versäubert werden. Entstanden ist nun ein Achteck. Dann alles wenden und die Tasche fertig nähen.


dieser Beutel ist größer, die Stoffgröße war ca. 80 x 80 cm, für die Ecken wurden 15 cm abgemessen



Wendebeutel aus alten Jeans und Baumwollstoff mit Schneemännern



hier die große Jeanstasche - der Außenstoff war neuer Jeansstoff mit aufgenähter Borte und das Futter Baumwolle mit maritimen Aufdruck. Jede Tasche ist auf ihre Art schön.




bei folgendem Foto hatte ich zum "Testen" zwei Servietten genommen und einfach anhand des Schnittes zum Wendebeutel zusammengenäht. Selbst in dieser kleinen Form sieht die Tasche hübsch aus und ein Glas Marmelade passt z.B. als kleines Mitbringsel gut hinein.







Samstag, 12. Juni 2021

ich war mal eine alte Jeans . . . und bin nun eine Tasche

Wie das schon mal so ist, ich hatte noch eine Jeans, die schon das Beste hinter sich hatte. Die Beine waren noch etwas weiter geschnitten und nicht mehr nach der aktuellen Mode. So wollte ich sie auch nicht in den Kleidercontainer geben, denn wer möchte noch mit einer "altmodischen" Jeans herumlaufen. So hab ich mir gedacht, da kannst du mal etwas draus nähen. Geht es schief ist es auch egal.

So habe ich aus den Beinen der Jeans jetzt eine Handtasche genäht. Und ich muss sagen, sie gefällt mir doch erstaunlich gut. Ich hatte vor einiger Zeit im Internet eine Tasche gesehen, die selbstgenäht und aus Quadraten hergestellt war. Die Idee gefiel mir recht gut und so beschloß ich, das probierst du aus. Eine direkte Anleitung hatte ich nicht, nur ein paar Fotos, aber ich hab mich getraut und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Außerdem nähe ich ja schon etliche Jahre und so schwierig fand ich das jetzt nicht.

Ich habe nach dem Nähen nun versucht, die Arbeitsschritte aufzuschreiben. Ich hoffe, es ist mir einigermaßen gelungen und ihr kommt mit der Anleitung klar und versteht wie es geht. Allzu schwierig ist es wirklich nicht. Solltet ihr aber noch Fragen haben oder es sich Fehler eingeschlichen haben, dann meldet euch bitte in den Kommentaren. Vielen Dank. Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß beim nacharbeiten. Alles kann, nichts muss, seid variabel in der Taschengröße und nehmt meine Anleitung als Anregung. Viel Spaß.

Und nun zur Anleitung:



Ich bitte die verschiedenen Farbvarianten bei der Tasche auf den Fotos zu entschuldigen. Ich hatte die Tasche bei verschiedenen Lichtverhältnissen aufgenommen und es selbst mit Bildbearbeitung nicht hinbekommen, dass sich die Farben halbwegs gleichen . . . 


👜👜👜




für eine   Jeanstasche aus Quadraten   benötigt man:

  • die Beine einer alten Jeans
  • fester Baumwollstoff ca. 60 x 50 cm
  • Nähgarn
  • Schere
  • Maßband/Lineal
  • Nähmaschine
  • Stecknadeln und/oder Stoffklammern
  • ein großer Knopf
  • Jeansreste für den Riegel
  • Jeansrest für die Innentasche (ca. 20 x 20 cm)
  • 6 Jeansstreifen ca. 35 x 4 cm
  • 4 Rechtecke für die Griffe (ca. 5 x 10 cm)
  • Filzstift
  • Bügeleisen
  • Stück Papier und Bleistift
die Jeansbeine schneidet man an den Nähten auseinander und trennt die festen Nähte ab. Den Stoff glattstreichen und ggfls. bügeln. Nun 46 Quadrate (8 x 8 cm) zuschneiden. 

die Quadrate nun reihenweise aneinander nähen (siehe Foto). 

Dafür mit 3 Quadraten beginnen. Die nächste Reihe hat 5 Quadrate. 
Diese an die 3er Reihe nähen. Nun folgt eine Reihe mit 7 Quadraten. 
Diese an die 5er Reihe nähen. Reihe  4 und 5 hat jeweils 8 Quadrate. 
Reihe 6 wieder 7 Quadrate, Reihe 7 hat 5 Quadrate und die letzte Reihe 3 Quadrate.
In Reihe 2 und Reihe 8 wird das rechte bzw. linke Quadrat zum Dreieck nach innen gelegt und kurz fixiert. Jetzt den Stoff ausrichten und gut bügeln.

Den fertigen Stoff nun so auf den Tisch legen, dass das Dreieck mittig oben und mittig unten liegt und an den Seiten jeweils 4 Spitzen liegen. Nun festlegen, welches die Vorderseite der Tasche werden soll. Ein Stückchen Papier beschriften mit "Vorderseite" und es oben an das Dreieck mit einer Stecknadel befestigen.

Aus dem Jeansstoff nun die Innentasche nähen. Dafür den Stoff rechts auf rechts legen, knappkantig umsäumen. Dabei eine kleine Wendeöffnung freiassen und den Stoff wenden. Nach Wunsch den Stoff absteppen und/oder mit einem Stickstich verzieren.

Den Baumwollstoff mit der linken Seite nach oben auf den Tisch legen, den Jeansstoff mit der linken Seite nach oben auf den Stoff legen. 
Mit einem Filzstift die Umrandungen des Jeansstoffes auf den Bauwollstoff malen und den Stoff ausschneiden. Bei dem Dreieck bitte einige Zentimeter Nahtzugabe geben, die werden später nach innen geschlagen. Auch hier ein Stück Papier "Vorderseite" auf die rechte Seite an den Futterstoff stecken.

Nun den Stoff für die Innentasche auf der rechten Seite des Baumwollstoffes posistionieren (ich wollte die Innentasche auf der Rückseite der Tasche haben. Siehe Fotos) und feststecken. Ca. 5 cm vom "Dreieck" entfernt. Den Stoff  nun doppelt legen , ob die Innentasche an der richtigen Stelle sitzt. Die Innentasche nun an den drei Seiten aufsteppen.

Jetzt geht es ans Zusammennähen der Taschen.

 

Den Stoff rechts auf rechts legen und die Ecken der Tasche wie folgt nähen. Zuerst Nr. 1 zusammen nähen. Blau liegt auf blau und wird abgesteppt. Als nächste Naht kommt Ecke Nr.2. Die grüne Linie aufeinander legen und abgesteppen. Dann wie mit gelb markiert Nr. 3 nähen und in Verlängerung als letzte Naht die rote Linie 4. Die Tasche wenden und alle Ecken ausarbeiten. Nun hat man quasi die Tasche fertig.

Den Futterstoff näht man auf die gleiche Art und Weise. Stoff rechts auf rechts legen und die Ecken nacheinander absteppen und mit Nr. 4 die letzte Naht schließen. Die Ecken ausarbeiten. Das Futter mit Innentasche ist nun auch fertig.

Nun kommt der spannende Teil. Das Futter (die rechte Stoffseite liegt innen) wird in die Tasche gestellt und zur Probe an der Außenhülle am Rand oben festgesteckt, ob auch alles passt und sitzt. Ist man mit der Passform zufrieden, alles wieder auseinander nehmen. 

Beide Taschententeile werden nun miteinander vernäht. Der Außenstoff wird auf links gewendet, der Innenstoff hat die rechte Seite außen. Beide werden so mit dem Innenstoff zusammen gesteckt, dass die rechten Seiten beider Stoffe aufeinander liegen. Die Heftung der Dreiecke auftrennen. Jetzt beide Taschenhüllen oben an den offenen Kanten feststecken und alles (bis auf die Dreiecke) rundherum absteppen. Die zwei Nähte der Dreiecke (rosa Linie) bleiben offen, eine davon ist die Wendeöffnung. 

Ist alles bis auf die Wendeöffnung abgesteppt, dann die Tasche wenden und alle Ecken ausarbeiten. den Innenstoff des Dreieckes nach innen falten, das Jeansdreieck ebenso. Diese beiden offenen Nähte nun zusammenstecken. Die Tasche oben rundherum knappkantig absteppen. Die offenen Nähte werden dabei mit verschlossen. Und nun ist die Tasche schon fast fertig. Es fehlen jetzt nur noch die Griffe und der Verschluss.

Für die Griffe werden alle 6 Stoffstreifen jeweils mittig gefaltet und mit Zickzack abgesteppt. Aus drei Streifen wird ein Griff geflochten und an den Enden kurz verriegelt. 
Aus den vier Rechtecken werden nun die Befestigungen der Griffe genäht. Die Kanten knappkantig absteppen, das Rechteck zum Quadrat falten und ein Ende des Griffes hineinschieben und festnähen. Das an allen anderen drei Griffenden wiederholen. Die Griffe an der Tasche positionieren und feststeppen.

Für den Verschluß den Knopf an der Vorderseite aufnähen. Aus dem restlichen Stück Jeans einen Riegel nähen, ein entsprechend großes Knopfloch nähen und auftrennen, den Riegel an der Rückseite der Tasche aufsteppen und fertig ist die Jeanstasche.


die gestrichelte Linie ist der "Bruch". Die rosa Linie an den Dreiecken bitte beim Zusammennähen der Tasche offen lassen. Eine offene Naht ist dann die Wendeöffnung.


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ich mag dieses bunte Regenbogengarn, es sieht doch ganz witzig aus. Zufällig hatte ich in meiner Knopfdose sogar noch einen blauen Knopf mit einem Anker, der passt sehr gut zum Futterstoff.

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die Innentasche mit großem Fach ist an der Rückseite des Futterstoffes festgenäht. Ich hatte mit meiner Nähmaschine ein paar Muster aufgestickt.


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also dafür, dass ich so eine Tasche noch nie genäht habe, ist sie doch ganz gut geworden.

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Samstag, 29. Mai 2021

Kirschkerne zum Blindbacken und ein feines Kirsch - Marmelädchen mit Rum

Letztes Jahr hatten wir ganz viele Kirschen an unserem kleinen Kirschbaum im Garten. Es waren sogar so viele, dass es sich lohnte, ein paar Gläser Kirsch-Marmelädchen mit Rum zu kochen. Bei über zwei Kilo (entsteinte) Kirschen sind jede Menge Kerne angefallen. Die wollte ich nicht wegwerfen, mir kam eine Idee.

Zum Blindbacken von Böden habe ich bisher immer Linsen verwendet. Das hat auch soweit gut geklappt. Aber die Kirschen sind etwas größer und halten die Hitze besser. Aus diesem Grund nimmt man sie oft auch für Kirschkern-Wärmekissen. Aber ich wollte sie nicht für ein Wärmekissen nehmen, ich wollte sie für das nächste Blindbacken aufheben. 

Aber dafür bedarf es doch ein klein wenig "Arbeit", bis sie so schön aussehen wir auf den Fotos. Aber die Arbeit hat man nur ein Mal, die Kerne sind dann unbegrenzt haltbar. Dafür bin ich folgendermaßen vorgegangen.


die abgekochten, gereinigten Kirschkerne trocknen auf einem Frottiertuch


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man nehme frisch entkernte Kirschkerne. Rubbelt diese gegeneinander in einem Tuch ordentlich, damit anhaftendes Fruchtfleisch schon etwas entfernt wird. Die Kerne werden dann ordentlich gespült. Diese gibt man dann in einen entsprechend großen Topf, bedeckt alles mit Wasser, Deckel drauf und bringt alles zum Kochen. 

Die Kochzeit ist etwa 10 - 15 Minuten. Man fischt ein paar Kerne heraus und versucht das Fruchtfleisch abzurubbeln. Geht das noch nicht, dann die Kerne noch einige Minuten weiter köcheln lassen.

Wenn die Kerne ihr Fruchtfleisch so gut wie verloren haben, dann die Kerne abseihen, abspülen und alle Kerne in einem groben Handtuch ordentlich rubbeln, bis das restliche Fruchtfleisch entfernt ist. Auch eine grobe Bürste kann man zur Hilfe nehmen. Alles gut spülen, es soll kein Fruchtfleisch mehr an den Kernen hängen.

Die gereinigten und gespülten Kerne auf einem Frottiertuch flach und mit Abstand ausbreiten und an der Luft komplett trocknen lassen. Das Trocknen könnte aber auch der Backofen übernehmen, aber die Sonne schafft das notfalls auch. Ab und zu die Kerne wenden.

Die komplett durchgetrokneten, sauberen Kirschkerne werden dann in einem gut schließenden Gefäß oder Dose aufbewahrt. 

Möchte man einen Boden blind backen, dann Backpapier auf den Teig legen, die Kirschkerne einfüllen, glattstreichen und den Boden nach Rezept backen. Anschließend das Backpapier mit den Kernen herausheben, die Kerne abkühlen lassen und zurück ins Gefäß geben. Für das nächste Mal. So sind jederzeit Kirschkerne zum Blindbacken griffbereit.


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und hier noch das Rezept des leckeren Kirsch - Marmelädchens:

Peters Kirsch - Marmelädchen mit Rum,  man nehme für ca. 5 Gläser
  • 1000 g Sauerkirschen (Nettogewicht, entsteint ** gewogen)
  • 500 g Gelierzucker aus Rohrohrzucker 2:1 
  • 1 dicke Prise Zitronensalz 
  • 1 Esslöffel Orangenzucker 
  • etwas Vanillepaste
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  • 1 kleiner Schuss Rum 60%
  • 1 kleiner Schuss natives Olivenöl (oder neutrales Öl)

die entsteinten und abgewogenen Sauerkirschen in einen entsprechend großen und hohen Topf geben. Den Gelierzucker, das Salz, Zucker und Vanille zugeben und unter Rühren alles zum Kochen bringen. Da wir sehr gerne musige Marmelade essen, habe ich alles noch mit dem Pürierstab püriert. 

Einen kleinen Teller in den Tiefkühler stellen, die Marmeladengläser für das Füllen vorbereiten. Ich lege die sauberen Deckel einige Zeit in kochendes Wasser und lasse sie auf einem Küchentuch abtropfen. Die sauberen, gut gespülten Gläser fülle ich bis zum Rand mit kochendem Wasser und lasse sie einige Zeit stehen. Dann mit Hilfe einer Zange das heiße Glas fassen und das heiße Wasser ausschütten und das Glas umgedreht auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Das Marmelädchen zum Kochen bringen und wenn alles köchelt, die Masse 3 Minuten kochen lassen. Dabei die leicht brodelnde Masse immer gut rühren. Ist die Kochzeit um, etwas Marmelade auf den eiskalten Teller geben. Ist die Marmelade fertig, dann geliert die Masse sofort auf dem eiskalten Teller. Ist sie noch zu flüssig, dann noch einige Zeit weiter kochen lassen.

Nach Wunsch noch einen kleinen Schuss Rum in die fertige Masse geben und alles gut verrühren. Dann noch etwas Öl einrühren, so verschwindet ruckzuck eventueller Schaum.

Das Kirsch - Marmelädchen nun in die vorbereiteten Gläser bis kurz unter den Rand einfüllen und den Deckel sofort handfest aufdrehen. Umdrehen ist nicht erforderlich. Die heiße Masse sterilisiert mit dem Dampf den Deckel. Beim Abkühlen "knackt" der Deckel. Das ist das Zeichen, dass das Glas gut verschlossen ist. Nach dem Abkühlen die Gläser noch beschriften, fertig ist ein leckerer Fruchtaufstrich.

** mein Tipp zum Entkernen: 🍒 schon meine Mutter nahm dazu eine große Sicherheitsnadel. Mit dem runden Ende fährt man am Stielansatz in die Kirsche hinein und "hebelt" damit den Kern heraus. Das geht sehr gut und hat man den Bogen mal raus, dann geht es recht schnell.



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