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Dienstag, 11. August 2026

Zwetschgenkuchen mit Quarkölteig und extra Tipp

Ach wie lecker. Nun sind wieder die Zwetschgen reif und dreimal dürft ihr raten, was ich jetzt gebacken habe. Ein Blech Zwetschgenkuchen. Oft sagt man dazu auch Pflaumenkuchen, obwohl immer Zwetschgen verwendet werden. Man nennt ihn im Rheinland rund um Köln auch Prummetaat. Mit Prummen sind die Pflaumen gemeint, mit Taat die Torte . . . 

Am liebsten backe ich so einen Blechkuchen mit Quarkölteig. Ich bilde mir ein, der Boden wird auch am nächsten Tag nicht so trocken wie mitunter beim Hefeteig. Aber egal, ob ihr ihn mit Quarkölteig oder mit Hefeteig backt, lecker wird er auf jeden Fall.

Heute möchte ich euch nicht nur das Rezept an die Hand geben, sondern auch einen sehr guten Tipp vom lieben Marcel. Viele werden, so wie ich auch, den Tipp mit dem Aufstreuen von Paniermehl, Semmelbrösel oder Kuchenbröseln gegen das Durchweichen des Obstes auf dem Boden kennen. Aber Marcel vermischt noch Vanille - Puddingpulver mit den Bröseln und gibt diese Mischung dann auf den Boden. Ich habe jetzt noch etwas Zimt dazu gegeben.

Der Tipp mit den Bröseln und dem Puddingpulver ist prima, der Boden weicht tatsächlich nicht so durch und der Saft wird gut gebunden. Ich bin richtig begeistert und werde den Tipp zukünftig immer bei Obstkuchen beherzigen.

Übrigens, werft bitte die Pflaumenkerne nicht weg, daraus kann man einen leckeren Likör nach Art eines Amarettos machen. 


Die Zwetschgen waren sehr saftig und der Kuchen dadurch sehr lecker.




Zwetschgenkuchen (Prummetaat oder Pflaumenkuchen) mit Quark - Ölteig  (1 Blech)

für den Boden:

  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 85 g Zucker
  • etwas Vanille aus der Mühle
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Päckchen Backpulver
  •  
  • 250 g Quark 20 %
  • 5 Esslöffel neutrales Öl (z.B. Rapsöl)
  • 8 Esslöffel Vollmilch

  • 3 Esslöffel Paniermehl oder Zwiebackbrösel
  • etwas Zimt 
  • 3 Teelöffel Vanille - Puddingpulver 

  • etwas Zucker und Zimt nach Geschmack


die trockenen Zutaten mischen und mit den nassen Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. 

Den Teig gleichmäßig dünn ausrollen und auf ein tiefes, gefettetes oder mit Backpapier belegtes Blech legen. Einen Backrahmen drumherum stellen. Dieser verhindert, dass Saftspritzer den Backofen verschmutzen. 

Das Paniermehl mit dem Puddingpulver sowie etwas Zimt gut mischen. Die Oberfläche des Teiges damit bestreuen. So wird später die Flüssigkeit der Zwetschgen besser aufgesogen und der Boden weicht nicht durch. 

für den Belag:

  • ca. 2 kg Zwetschgen 
  • Zimt & Zucker
  • Hagelzucker

Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. In Reihen oder in wildem Muster eng an eng hochkant auf den Teig stellen. Nach Wunsch mit Zucker und Zimt bestreuen.

Das Backblech in den auf 200°C vorgeheizten Ofen Ober-/Unterhitze auf die 2. Stufe von unten  schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Teigrand schön golden ist. 

Nach dem Backen die Zwetschgen noch mit etwas Hagelzucker sowie Zucker & Zimt bestreuen. 

Mein Tipp:  Man weiß nie wie saftig die Zwetschgen sind. Sollte sich nach dem Backen zu viel Flüssigkeit auf der Kuchenoberfläche gesammelt haben, dann einfach mit einem Küchenkrepp den Saft aufsaugen, oder mit einem Löffel abnehmen. 

Am besten frisch und vielleicht sogar noch lauwarm genießen. Ein Schlag Vanillesahne dazu schmeckt besonders gut.

mein Tipp: aus den Kernen kann man noch wunderbaren Amaretto aus Zwetschgenkernen herstellen.


Hier sieht man den dünn ausgerollten Quarkölteig und das mit Puddingpulver vermische Paniermehl. Das Foto ist schon älter, denn hier war kein Zimt mit untergemischt.


Das war "das letzte Stück" am nächsten Tag. Nichts ist durchgeweicht und der Boden immer noch sehr lecker. Das obere Stückchen Kuchen war der Boden, den ich mit Apfelscheiben belegt hatte, denn ich hatte nicht so viele Zwetschgen. Leider war der Geschmack der Apfelsorte nicht so dolle, sie schmeckten im Grunde nach nichts . . . , aber was will man machen.


Zwetschgen erkennt man an dem "weißen Belag" auf der Oberfläche. Pflaumen haben diese Schicht nicht. Für Zwetschgenkuchen bitte nur Zwetschgen und keine Pflaumen nehmen, Pflaumen sind mitunter noch saftiger als Zwetschgen und nicht so backfest.


So eine Zwetschge hatte ich bisher auch noch nicht gesehen. An der Zwetschge "klebte" eine schrumpelig - vertrocknete Zwetschge.  







Freitag, 7. August 2026

Limburger Aprikosen Vlaai

Als wir letztens Maastricht mal wieder einen kleinen Besuch abgestattet hatten, fielen uns wieder die vielen Vlaai auf, die in Cafés und Bäckereien angeboten und serviert werden. Ein Vlaai ist eine Art Flan aus Hefeteig mit Kompottfüllung. Egal ob es Aprikosen, Kirschen, Äpfel oder Pflaumen sind, lecker sehen sie alle aus.

In einer Bäckerei an der Bisschopsmolen waren etliche Vlaai im Schaufenster ausgestellt. Einer sah leckerer aus als der andere. Als ich dann im Schaufenster noch den Hinweis sah, dass man auf der Homepage Bisschopsmolen* auch Rezepte finden konnte, habe ich zu Hause gleich nachgeschaut. Und siehe da, etliche Rezepte waren zu finden, auch ein Rezept eines "Limburger Aprikosen Vlaai".

Laut Wikipedia* ist ein Limburger Vlaai* , ich zitiere, . . . "ein typisches Gebäck aus der niederländisch - belgischen Region Limburg. Die Zusammenstellung eines flachen Hefeteigs und einer Füllung aus angedicktem Fruchtkompott gilt als eine regionale Spezialität, die in erster Linie zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen, Familienfeiern, Feiertagen, etc. verzehrt wird. . . "

Das folgende Rezept eines Aprikosenvlaais* habe ich auf der Seite von Grainlabs* gefunden und als Anregung genommen.

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)


Frisch aus dem Backofen und noch warm.


Limburger Aprikosen Vlaai (nach einem Rezept von  grainlabs.nl*)

für eine Tarteform von 28 cm

  • 700 g entsteinte Aprikosen, grob gewürfelt **
  • 350 ml Wasser 
  • 130 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 50 g Stärkemehl (Mondamin)
Das Wasser mit dem Zucker, Salz und dem Stärkemehl gut vermischen, bis sich die Stärke aufgelöst hat. Unter Rühren zum Kochen bringen, etwas köcheln lassen und die grob gewürfelten Aprikosen untermischen. 
** ich hatte 500 g Aprikosen und 200 g Plattpfirsiche grob gewürfelt, was sehr gut geschmeckt hat.
Das Kompott noch einige Minuten köcheln lassen, damit die Früchte weich werden. Dann das Kompott in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Dann zum Durchkühlen und Festwerden in den Kühlschrank stellen. Das kann man sehr gut schon einen Tag vorher erledigen.
  • 500 g Dinkelmehl
  • 30 g frische Hefe oder  1 1/2 Päckchen Trockenhefe (11 Gramm)
  • 150 g weiche Butter 
  • 3 Esslöffel Zucker 
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 Ei, Gr. L, Zimmertemperatur 
  • 150 ml lauwarme Vollmilch
Das Mehl mit der Trockenhefe mischen, den Zucker und das Salz dazu geben und mit der weichen Butter, dem Ei und der Milch zu einem glatten Hefeteig verarbeiten, bis der Teig nicht mehr am Schüsselrand klebt.

Den Teig aus der Maschine nehmen, zu einer Kugel formen und abgedeckt ca. 20 Minuten gehen lassen. 

Eine Tarteform mit Backpapier und etwas Überstand auslegen. So kann man den fertigen Vlaai nach dem Backen besser der Form entnehmen.

Den Teig rund ausrollen (ca. 3mm dick) und in die Form legen. Darauf achten, dass unter dem Teig keine Luftblasen sind. Eventuelle Teigüberstände am Rand mit einem Messerrücken abschneiden.

Die kalte Kompottfüllung nun auf den Teigboden geben und glattstreichen.

Für den Deckel den restlichen Teig ausrollen (ca. 3 mm dick) und mit Kondensmilch (oder verquirltem Ei) bestreichen. Darauf dann den Zucker geben.

Mit einem Teigrädchen den Teig in ca. 2cm breite Streifen schneiden. Diese dann gitterförmig auf der Füllung verteilen, dabei den überflüssigen Zucker abschütteln. Eventuelle Teigüberstände abschneiden.

Den Kuchen nun ca. 30 Minuten gehen lassen.

Währenddessen den Backofen auf  200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den Kuchen in den vorgeheizten Backofen schieben, 2. Stufe von unten, und in ca. 15 bis 20 Minuten backen, bis er goldbraun ist.

Den Kuchen nach dem Backen sofort aus der Kuchenform nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.


für einen Vlaai von 22cm benötigt man laut grainlabs.nl* 

  • 300 g Dinkel-Flan-Teig für den Boden
  • 600 g Kompottfüllung
  • 50 g Dinkel-Flan-Teig für den Deckel
  • 1 Ei zum Bestreichen
  • Zucker für den Deckel

für einen 28 cm Vlaai (wie auf dem Foto oben) habe ich folgende Mengen genommen:

  • 480 g Teig
  • 1000 g Kompott
  • 200 g Teig für den Deckel
  • etwas Kondensmilch zum Bestreichen
  • Zucker für den Deckel


Der Vlaai mit Aprikosen - Plattpfirsichkompott vor und nach dem Backen. 



Ein Stück Aprikosen - Plattpfirsich Vlaai, lecker war's.


Limburger Vlaai im Schaufenster der Bäckerei De Bisschopsmolen.



Die Kirche Sint - Janskerk mit dem roten Turm und die Servatiusbasilika am Vrijthof in Maastricht.


Dienstag, 16. Juni 2026

Rhabarbertarte mit Aprikose und Joghurtguss

Bei unserem Obststand gab es nochmal frischen Rhabarber. Bald ist die Saison ja wieder vorbei. Daraus wollte ich dieses Mal eine Tarte backen. Am liebsten essen wir eine solche Tarte mit Quarkguss. Dieses Mal hatte ich aber keinen, sodaß ich griechischen Joghurt stattdesssen genommen habe. Einen großen Geschmacksunterschied konnten wir jetzt nicht feststellen, die Tarte war wieder sehr lecker.

Des weiteren hatte ich dieses Mal einen fertigen Mürbeteig verwendet. Er ist nicht gesüßt und folglich wurde die gesamte Tarte eher "unsüß", was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat. Auch die wenigen Aprikosen am Rand der Tarte waren sehr lecker und passten sehr gut. Man hätte gut noch viel mehr Aprikose nehmen können, aber das waren die letzten Früchte, die ich noch hatte.

Die Tarte war rundherum gelungen.




Rhabarbertarte mit Aprikose und Joghurtguss   32er Tarteform

für einen Mürbeteigboden:

  • 250 g Dinkelmehl 630er
  •  50 g Mondamin
  • 100 g Zucker
  • 150 g weiche Süßrahmbutter
  • 1 Prise Vanillesalz 
  • 1 Ei Gr. L
alternativ: 
  • 1 Rolle Mürbeteig aus dem Kühlregal

 für den Guss:

  • 500 g Griechischer Joghurt, 10%ig
  • 70 g Zucker
  • etwas Vanillepaste
  • 1 Teelöffel Zitronenzucker 
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver zum Kochen (37g)
  • 1 großes Ei

  • ca. 500 g Rhabarberstangen, gewürfelt
  • einige Aprikosen, entsteint und geviertelt


Für den Mürbeteig alle Zutaten rasch verkneten. Den Teig zwischen zwei Klarsichtfolien (Backpapier geht auch) mit einem Nudelholz ca. 0,5 cm dünn ausrollen und in eine Tarteform legen und bis zum Rand hochziehen. Eventuelle Teigreste können als Kekse ausgestochen werden. Die Form (und die ausgestochenen Kekse) einige Zeit im Kühlschrank durchkühlen lassen. So wird der Boden später schön mürbe. 

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Boden vor dem Backen mit einer Gabel einstechen, damit er keine Blasen wirft. Einen Bogen Backpapier hineinlegen und getrocknete Erbsen oder Linsen einfüllen und den Boden bei 200°C ca. 30 Minuten hell golden vorbacken. Die Hülsenfrüchte dann mit dem Backpapier entfernen. Ausgekühlt können sie jederzeit zum Blindbacken wieder verwendet werden. Ich hebe sie nach dem Auskühlen in einem alten Marmeladenglas auf.

Der Boden kann auch gut einen Tag vorher gebacken werden.

Alternativ kann auch eine Rolle Tarte- bzw. Mürbeteig aus dem Kühlregal verwendet werden. Dann bitte der Anleitung auf der Packung folgen. Aber den Boden ebenso vorbacken.

Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. 

Für die Joghurtmasse alle Zutaten zu einer glatten Masse verrühren. Den Rhabarber waschen und in gleichmäßige, große Würfel schneiden. 

Den Teig mit dem Backpapier in die Tarteform legen und den Guss auf den Boden geben und glattstreichen. Zuerst die Aprikosen vierteln aund am Rand auf dem Guss verteilen. Dann die Rhabarberwürfel dicht an dicht (eventuell auch nach gewünschtem Muster) in die Creme setzen bzw. auflegen. 

Die Form in den auf 180°C vorgeheizten Ofen, 2. Stufe von unten (Ober-/ Unterhitze) stellen und ca. 40 Minuten backen. Eventuell noch einige Minuten bei ausgeschalteter Hitze nachbacken lassen. Man muss den Kuchen einfach ein wenig beobachten, die Creme soll gestockt sein und eine leicht goldene Farbe haben. 

Den Kuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Gerade eben ausgekühlt schmeckt die Tarte sensationell, wie wir finden. Leckere Creme, nicht so süß, knuspriger Boden und säuerlicher Rhabarber. Klasse. . . 

Bitte die Tarte nicht abdecken, so bleibt sie schön mürbe. 


Die Tarte vor und nach dem Backen.



Die Tarte war sehr fruchtig und "unsüß", genau so wie man sich so eine Tarte vorstellt.








Freitag, 24. April 2026

knuspriger Graumohn - Streuselkuchen

Immer diese Fragen, welchen Kuchen soll ich denn backen? Worauf hat man Appetit? Dieses Mal habe ich mich für einen Mohnkuchen entschieden. Mit knusprigen Streuseln und Mürbeteig. An Mohn scheiden sich ja oft die Geister, aber wer Mohn mag, dem wird dieser Kuchen hier mit Sicherheit sehr gut schmecken.

Unsere Nachbarin bekommt meist auch ein Stück Kuchen ab, wenn ich welchen backe, und auf die Frage hin, ob sie Mohn mag, sagte sie: Ja, aber nur im Kuchen. Meine Antwort war: dann dürfen Sie sich gleich über ein Stück Mohnkuchen freuen. Sie war vom Geschmack ganz begeistert und meinte, ich solle doch ein Café eröffnen, meine Kuchen wären immer Spitze . . . Ich musste grinsen und über das Kompliment habe ich mich sehr gefreut.

Im Schrank war noch eine Packung Graumohn und so habe ich einen knusprigen Graumohn - Streuselkuchen gebacken. Normalerweise nehme ich den üblichen "Blaumohn", der auch wesentlich dunkler ist, aber der Graumohn schmeckt wunderbar. Er ist wie der Name schon sagt hellgrau bis grau. Aber er ist aromatischer als der Blaumohn und hat einen ausgeprägten, milden und nussartigen Mohngeschmack. Kennengelernt habe ich ihn in Österreich, im österreichischen Waldviertel wird sehr viel Mohn angebaut. Einige Infos zum Waldviertler Graumohn habe ich hier gefunden. 
Geriebenen Graumohn findet man übrigens im gut sortierten Lebensmittelhandel in der Backartikelabteilung.

Den Kuchen kann man selbstverständlich auch mit Blaumohn backen. Nur bitte kein Mohnback verwenden. Die Rezeptur ist dafür nicht ausgelegt, ich habe auch noch nie mit Mohnback gebacken und habe daher keinerlei Erfahrung damit. Solltet ihr nur ungemahlenen Mohn bekommen, dann "schreddert" ihn bitte ganz fein im Multimixer, Thermomix oder ähnlichem. Die Körner sollen aufgebrochen sein, damit er gut quellen kann.


knuspriger Graumohn - Streuselkuchen (32 cm Tarteform)

für den Mürbeteigboden:

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • 200 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 dicke Prise Vanillesalz
  • 2 Eigelb
  • evtl. ein Schluck eiskaltes Wasser

für die Füllung:

  • 140 g geriebener Graumohn (oder Blaumohn), kein Mohnback !
  • 50 g gemahlene, geröstete Haselnüsse
  • 50 g feine Zwiebackbrösel
  •  
  • 600 ml Vollmilch
  • 50 g Butter
  • 80 g Zucker
  • 20 g Zitronenzucker
  • etwas Vanille
  • 1 Prise Vanillesalz
  •  
  • 2 Esslöffel Rum 60% 
  • 50 g Rosinen

  • etwas Marmelade für den Boden

für die Streusel:

  • 150 g Dinkelmehl 630er 
  • 100 g Butter
  • 100 g Zucker
  • etwas Zimt
  • 1 Prise Vanillesalz
  • evtl. ein Schluck kaltes Wasser


aus den obigen Zutaten einen Mürbeteig kneten, ihn zwischen Folie ca. 0,4mm dünn ausrollen und auf Backpapier in eine große Tarteform legen, mit einer Gabel einstippen. Abgedeckt den Teig im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Man kann den Teig auch schon einen Tag vorher zubereiten.

Den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen und mittig den Mürbeteigboden 15 Min. vorbacken *. 

* mir ist der Rand ein wenig beim Backen nach unten gerutscht. Wenn man das nicht möchte, dann sollte man den Boden blindbacken. Dafür einen Bogen Backpapier auf den Teig legen und mit Hülsenfrüchten beschweren und dann backen. Aber beim fertigen Kuchen war davon nichts mehr zu sehen.

Mohn, gemahlene Nüsse und Zwiebackbrösel mischen. Die Milch mit der Butter, dem Zucker und Salz aufkochen, die Mohnmischung dazu geben und ca. 3 Minuten leise köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren. Wenn alles schön angedickt ist, dann den Rum und die Rosinen unterrühren und alles vom Herd ziehen. Während des Abkühlens immer wieder mal rühren.

Für die Streusel das Mehl mit allen Zutaten krümelig rühren, bis sich kleine Streusel gebildet haben.

Den vorgebackenen Boden dünn mit Marmelade bestreichen, so weicht der Mürbeboden später nicht durch. Dann die Mohnmasse einfüllen, alles glatt streichen. Darauf die Streusel locker verteilen.

Die Form mittig in den auf 190°C vorgeheizten Ofen (Ober-/ Unterhitze) schieben und den Kuchen in ca. 40 Minuten golden backen. 

mein Tipp: den Kuchen nicht abdecken, so bleiben die Streusel und der Boden schön knusprig. Selbst am 3. Tag schmeckt der Kuchen noch fast wie frisch gebacken und ist immer noch nicht durchgeweicht.

 




Diese Packung Graumohn findet man im gut sortierten Lebensmittelhandel. Nach dem Öffnen kann man Reste (in diesem Fall die 60g vom Rezept) gut einfrieren.

😋😋😋

Falls ihr Mohnliebhaber seid, dann empfehle ich euch auch meinen selbsterdachten Mohnkuchen. Die Mohnmasse ist da noch üppiger und durch Apfelraspel in der Masse besonders saftig. Nicht zu erwähnen brauche ich wohl, dass er auch sehr, sehr lecker ist:

Karin's Mohntorte

lasst es euch schmecken

Auch hier ist der Boden aus Mürbeteig und die Füllung mit Blaumohn, Rosinen und geraspelten Äpfeln. Einfach lecker. 


Hier hatte ich ganze Mohnsamen gekauft und sie im Thermomix fein geschreddert.












Freitag, 10. April 2026

Prasselkuchen mit Aprikosen und gerösteten Mandelblättchen

Ab und an überkommt einen die Lust etwas Leckeres zu backen. So war es jetzt auch wieder, wir hatten Lust auf Kuchen.  Dieses Mal habe ich einen Prasselkuchen mit Aprikosen und ein paar gerösteten Mandelblättchen gebacken.

Als Prasselkuchen werden Blätterteiggebäcke mit Streuseln betitelt. Warum der Kuchen so heißt und wo er letztendlich seinen Ursprung hat, kann ich leider nicht sagen. Vielleicht heißt er so, weil die Streusel auf den Teig "prasseln"? Keine Ahnung. Finde ich aber auch unwichtig. Wichtig ist mir immer, dass der Kuchen schmeckt. Schön ist auch, er ist ruckzuck gebacken. 

Und so ein Prasselkuchen ist ein ganz schneller Kuchen. Blätterteig habe ich fast immer im Kühlschrank, Zutaten für die Streusel sowieso und selbst diese sind ganz flott mit einer Gabel zusammen gerührt. Dazu braucht man noch nicht einmal einen Handmixer oder sogar eine Küchenmaschine. Da wir noch ein Glas (gekaufte) Aprikosenkonfitüre im Vorrat hatten, habe ich diese als Belag genommen. Das war eine leckere Entscheidung. Die Streusel sind durch die Haferflocken besonders knusprig geworden und der Hauch von Zimt schmeckt darin besonders gut.

Lange Rede, kurzer Sinn. Hier kommt mein schnelles Kuchenrezept.



Prasselkuchen mit Aprikosen und gerösteten Mandelblättchen

  • 100 g Dinkelmehl 630er
  • 50 g Haferflocken, zarte
  • 10 g Haferflocken, kernige
  • 80 g Zucker
  • eine Prise Vanillesalz
  • etwas Vanille
  • 1/2 Teelöffel Ceylon-Zimt

  • 100 g dickflüssige Butter

die trockenen Zutaten alle mischen, die dickflüssige Butter dazu geben und alles mit einer Gabel zu nicht zu großen Streuseln rühren. Die Streusel dann in den Kühlschrank stellen, damit die Butter wieder fest wird.

  • eine Rolle Butter - Blätterteig (280 g Fertigprodukt aus dem Kühlregal)

10 Minuten vor Verwendung den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Dann den Teig entrollen und ihn mit seinem Backpapier auf ein Backblech legen, den Backofen auf 200°C Umluft bzw. 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 

Den Blätterteig quadratisch zuschneiden. Den restlichen Teig in 8 gleichbreite Streifen schneiden und diese übereinander auf dem Teigquadrat als Rand auflegen und leicht festdrücken.

  • ca. 200 g Aprikosenkonfitüre *
  • geröstete Mandelblättchen

Die Konfitüre dick auf dem Boden verteilen, den Rand dabei frei lassen. Darauf dann einige geröstete Mandelblättchen streuen. Ich hatte noch welche vom letzten Kuchenbacken übrig, nehmt so viele ihr mögt.

Die Streusel aus dem Kühlschrank nehmen und gleichmäßig auf der Aprikosenkonfitüre verteilen. Den Rand dabei unbedingt frei lassen, damit er schön aufgehen kann. 

Den Kuchen mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 25 Minuten golden backen.

Frisch gebacken schmeckt er natürlich am besten. Aber selbst am nächsten Tag ist er noch recht knusprig und sehr lecker. Bitte beachten, der Kuchen darf nicht abgedeckt werden, sonst ist er am nächsten Tag nicht mehr knusprig. Man kann ihn höchstens mit einem Küchenkrepp abdecken, aber auf keinen Fall mit einer Haube oder Folie.

* wer lieber selbstgemachte Aprikosenkonfitüre nehmen möchte, dem empfehle ich mein Rezept. Da steht alles, wie ich mein "Aprikosen - Marmelädchen" immer koche.


Oben links sind schon die Mandelblättchen verteilt und ein kleiner Teil der Streusel.
Oben rechts ist alles fertig für den Backofen.
Unten links der fertig gebackene und in vier Stücke zerteilte Kuchen.
Unten rechts eine Ecke des Prasselkuchens.



Der Prasselkuchen war eine Wucht, er war sehr knusprig und hat uns sehr gut geschmeckt.














war das lecker !





Freitag, 6. März 2026

Marcels Hefekranz mit Marzipan und Nüssen

Wir hatten jetzt Lust auf etwas Leckeres zum Nachmittagskaffee. Im Vorrat war noch eine Packung Marzipan und Haselnüsse wollten auch verbraucht werden. So habe ich jetzt einen Hefekranz mit Marzipan und Nüssen gebacken.

Das Rezept habe ich vom lieben Marcel Seeger, der im WDR bei "hier+heute" wöchentlich backt. Diesen Kranz hatte er letztens gebacken und da hatte ich mir das Rezept direkt abgespeichert.

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG+++ enthalten (Namennennung und/oder Verlinkung)

Der Teig ist mit der Maschine ohne Probleme flott geknetet, dann lässt man ihn ca. 50 Minuten an einem warmen Ort gehen. In der Zwischenzeit stellt man die Marzipancreme her. Nachdem der Teig dann ausgerollt und mit der Creme bestrichen ist, rollt man das Ganze auf, schneidet die Rolle der Länge nach auf und verdreht die beiden Teigstreifen und legt alles zu einem Kranz zusammen.

Ab in den heißen Ofen und nach rund 30 Minuten ist er auch schon fertig gebacken. Den lauwarmen Kranz bestreicht man dann noch mit Zuckerglasur und dem Schlemmen steht nix mehr im Wege.

Frisch gebacken schmeckt der Kranz natürlich am allerbesten. Er ist nicht zu süß, er ist schön fluffig und saftig und die Marzipan - Nussnote kommt wunderbar durch. 

Aber wenn man zu zweit ist, dann kann man leider nicht alles an einem Tag auffuttern. Obwohl unsere Nachbarin auch etwas Kuchen abbekam, blieb trotzdem noch recht viel übrig. So hatten wir an den zwei folgenden Tagen auch noch etwas zum Kaffee. Die Schnittflächen des Kranzes habe ich mit Folie abgedeckt, die Zuckerglasur hat den Kranz auch gut vor dem Austrocknen geschützt. Am ersten Folgetag war er noch recht saftig, am zweiten Tag wurde er (logischerweise) doch etwas trockener. Aber geschmeckt hat es trotzdem.

Ansonsten würde ich vorschlagen, den halben Kranz direkt nach dem Auskühlen gut verpackt und unglasiert einzufrieren. Bei Bedarf den Kranz im Ofen kurz aufbacken und wenn er dann nur noch lauwarm ist, ihn dann frisch zu glasieren. Dann schmeckt er mit Sicherheit wie frisch gebacken.


 

Der Kranz vor und nach dem Backen und glasiert.

    

Marcels Hefekranz mit Marzipan und Nüssen (nach einem Rezept von Marcel Seeger)

Zutaten für den Hefeteig:   

  • 125 ml lauwarme Milch
  • 15 g frische Hefe, zerbröselt
  • 350 g Dinkelmehl 630er
  • 30 g Zucker
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Ei (Gr. L)
  • 3 g Salz
  • etwas Vanille aus der Mühle

Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Mehl mit Zucker, Salz, Butter, Vanille und Ei vermischen und die Hefemilch dazu geben. Alles mit der Maschine zu einem glatten Teig kneten.

Den Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Das kann ca. 50 Minuten dauern.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten.

Zutaten für die Marzipan - Nussfüllung:

  • 200 g Marzipanrohmasse, in kleine Stücke geschnitten
  • 75 g gehackte Haselnüsse 
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei (Gr. L)
  • ca. 30 ml Milch
  • evtl. etwas Backkakaopulver zum Färben der Creme 

Das Marzipan in kleine Stücke schneiden und mit den Nüssen, Salz, Ei und Milch in einer Küchenmaschine zu einer streichfähigen Füllung verkneten oder pürieren. Ich habe die Masse in einem kleinen Multihacker fein püriert. Sollte die Masse recht fest sein, dann noch etwas Milch dazu geben, dass eine streichfähige Masse entsteht.

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit einem Stück Backpapier belegen.

Den gegangenen Hefeteig zu einem großen Rechteck (ca. 30 x 60cm) auf bemehlter Arbeitsplatte ausrollen. Die Füllung darauf streichen, rundherum aber ca. 2 cm Rand frei lassen.

Die Ränder dünn mit etwas Wasser bepinseln, dann den Teig von der langen Seite her zu einer gleichmäßigen Rolle formen. Diese der Länge nach mit einem scharfen Messer halbieren. Die beiden Hälften mit der Schnittfläche nach oben miteinander verflechten, dann den geflochtenen Teigstrang auf einem mit Backpapier belegten Backblech zu einem Kranz formen. Die Enden gut zusammen drücken, damit der Kranz nicht aufgeht.

Den Hefekranz im vorgeheizten Backofen in ca. 30 bis 35 Minuten goldbraun backen. 

Wenn der Kranz nur noch lauwarm ist, wird er noch mit Zuckerguss bestrichen.

Zutaten für die Glasur

  • Puderzucker
  • Zitronensaft

Den Puderzucker nach und nach mit etwas Zitronensaft verrühren, bis ein dickflüssiger Guss entstanden ist. Den Kranz damit bestreichen und die Glasur trocknen lassen.


Leider kann man die Marzipan - Nuss - Füllung in dem Kranz nicht so sehr erkennen, weil Teig und Creme die gleiche Farbe haben. Ich hätte die Creme vielleicht noch mit etwas Backkakao einfärben können/sollen . . ., dann hätte man den Swirl besser gesehen. 








Habt einen schönen Tag.



Freitag, 27. Februar 2026

Apfel - Walnuss - Gugelhupf

Schon wieder habe ich einen Kuchen gebacken. Ab und an steht einem der Sinn danach. Im Moment backe ich nicht so viel wie sonst schon mal, aber das Kuchenbacken geht natürlich auch dieses Jahr weiter. Vielleicht nicht so oft wie sonst schon mal, aber Kuchen muss doch sein. Prima finde ich, wenn man dann einen Kuchen gebacken hat, den man ohne Probleme einige Tage aufheben kann ohne ihn gleich einzufrieren. Das Einfrieren geht natürlich auch, aber dieser leckere Gugelhupf hält sich ohne Probleme ca. 3 - 5 Tage frisch. Dafür aber bitte kühl und abgedeckt aufbewahren. 

Mein heutiges Rezept ist richtig lecker. Der Gugelhupf mit Äpfeln und Walnüssen schmeckt richtig gut, er ist wunderbar saftig und dadurch auch sehr gut einige Tage haltbar. 



Apfel - Walnuss - Gugelhupf

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • 1 Päckchen Backpulver

  • 200 g weiche Butter
  • 140 g Zucker
  • 10 g Vanillezucker 
  • 1 Prise Vanillesalz 

  • 4 Eier, Gr. L

  • 1 gehäufter Teelöffel Zimt
  • 100 g grob gehackte Walnüsse
  • 500 g grob geraspelte Äpfel

  • Puderzucker

Als erstes wird die Gugelhupfform gründlich gefettet und mit feinem Paniermehl dünn ausgestreut, damit später beim Stürzen der Form nichts hängen bleibt.

Das Mehl mit dem Backpulver gut mischen. Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Die Butter wird mit dem Zucker und dem Salz schaumig gerührt. Dann nach und nach die Eier untermixen. Die Walnüsse und den Zimt unterrühren und dann die geraspelten Äpfel untermischen.
Zuletzt das Mehl untermischen und kurz verrühren.

Den Kuchenteig in die vorbereitete Gugelhupfform füllen, glattstreichen und in den vorgeheizten Ofen stellen, 2. Schiene von unten.

Die Backzeit beträgt ca. 70 Minuten. Zum Ende der Garzeit mit einem Holzstäbchen eine Probe nehmen. Sollte noch etwas Teig hängen bleiben, dann den Kuchen noch weitere 10 Minuten bei ausgeschaltetem Ofen backen lassen.

Die Form aus dem Ofen nehmen und auf ein Kuchengitter stellen. Nun muss man 30 Minuten warten, bis die Form gestürzt werden kann. So kann sich der Kuchen "setzen" und bleibt nicht in der Form hängen.

Den Kuchen auf dem Gitter auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Der saftige Kuchen hält sich sehr gut einige Tage frisch.



Die Gugelhupfform heißt "Bavaria" und ist von NordicWare. 

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Hier im Anschnitt sieht man sehr gut, dass der Kuchen sehr saftig ist.

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Freitag, 13. Februar 2026

Apfelkuchen mit Schmandguss

Apfelkuchen geht immer und es gibt bestimmt hunderte von verschiedenen Rezepten. Auf meinem Blog findet ihr auch jede Menge Apfelkuchenrezepte unter der Rubrik "Rezepte A - Z". 

Ich habe jetzt mal in meinem alten, handschriftlichen Rezeptbuch nach einem weiteren Rezept gesucht und mich für einen Apfelkuchen mit Schmandguss entschieden. Das Rezept habe ich schon ewig in meinem Rezeptbuch, aber ich habe den Kuchen schon X Jahre nicht mehr gebacken. Wie das manchmal so ist. Es gibt ja auch so wenig Rezepte . . .

Dieser Kuchen hier ist schnell gebacken. Der Mürbeteig muss nach der Herstellung zwar einige Zeit im Kühlschrank durchkühlen. Aber in der Zwischenzeit kann man die Äpfel schälen und raspeln und der Guss ist auch ruckzuck verrührt. Gebacken wird er bei Ober-/ Unterhitze im vorgeheizten Ofen. Und nach rund 40 Minuten ist er auch schon fertig gebacken.



Apfelkuchen mit Schmandguss  28 cm 

Mürbeteigboden:

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • ½ Teel. Backpulver
  • 130 g feiner Zucker
  • 10 g Vanillezucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 190 g kalte Butter
  • 1 Ei Gr. L

Die trockene Zutaten vermengen, Ei und Butter hinzufügen und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig circa eine Stunde kalt stellen. Er soll gut durchkühlen.
Eine Backform bzw. einen Tortenring (28cm) in Backpapier einschlagen und auf das Backblech stellen.

Wer keinen 28er Tortenring hat, der nimmt eine 26er Springform. Dann werden der Boden sowie die Füllung dicker. Eventuell muss der Kuchen etwas länger backen.

Apfelfüllung:

  • 1 kg grob geraspelte Äpfel (z.B. Elstar oder Boskop)
  • 1 Esslöffel Zitronenzucker
  • 1 Esslöffel Zitronensaft

Die geraspelten Äpfel mit Zucker und Saft vermischen.

Schmand - Sahne - Guss:

  • 200 g Schmand 
  • 200 g süße Sahne
  • 1 Ei Gr. L
  • 20 g Vanille-Puddingpulver
  • 1 Prise Salz
  • Zucker nach Belieben (ca. 1 Esslöffel)

Alle Zutaten zu einem glatten Guss verrühren.

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. 

Den Mürbeteig zwischen Klarsichtfolie oder Backpapier zu einem Boden ausrollen und in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Springform geben, (28cm Durchmesser), dabei den Rand frei lassen. Die geraspelten Äpfel darauf verteilen und glattstreichen, den glattgerührten Guss gleichmäßig darauf verteilen.

Den Kuchen auf die 2. Stufe von unten in den den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 40 Minuten golden backen. 

Zum Ende der Backzeit eine Stäbchenprobe nehmen, ob der Kuchen gar ist. Sollte noch etwas Teig am Stäbchen kleben, dann den Kuchen noch einige Minuten weiter im heißen Ofen lassen.













 

Dienstag, 9. Dezember 2025

Quitten - Streuseltarte

Das hier ist mein letztes Quittenrezept für dieses Jahr auf meinem Blog. Ich habe mich mal an eine Quitten - Streuseltarte gewagt. Meine Freundin schwärmte so davon, dass ich es auch mal ausprobiert habe.

Der Mürbe- bzw. Streuselteig mit kernigen Haferflocken ist ruckzuck zubereitet und schon ist der Kuchen fast im Ofen. Das einzige schwierige, wenn man es denn so nennen will, ist das Schneiden der Quitten. Die sind bekanntlich recht hart. Aber wenn man die Frucht mit einem großen Kochmesser halbiert und dann die Schnittflächen auf ein Brett legt und dann die dünnen Scheiben runterschneidet, dann ist das schnell gemacht. Die Schale bleibt dran, das Kerngehäuse kann man pro Scheibe sehr gut herausschneiden und so ist das schnell erledigt.

Der fertige Kuchen war sehr lecker. Ganz knusprig, nicht zu süß und sehr fruchtig durch die Quitten. Man könnte aber die doppelte Menge an Obst nehmen, dann schmeckt es noch fruchtiger. Aber dann ist es ja keine Tarte mehr . . . 

Die Tarte lohnt sich auf jeden Fall. Wer keine Quitten hat oder mag, der kann auch sehr gut zu Äpfeln greifen. Und mit festen Birnen stelle ich mir die Tarte auch sehr lecker vor.

 



Quitten - Streuseltarte    26cm Springform

  • 350 g Dinkelmehl 630er
  • 80 g kernige Haferflocken
  • 150 g Zucker
  • etwas Vanille
  • 1 große Prise Salz
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 230 g geschmolzene Butter
  •   
  • ca. 2 - 3 Esslöffel Apfelgelee (oder andere Konfitüre oder Fruchtaufstrich *)
  • 2 - 3 Quitten, je nach Größe
  • 1 Handvoll grob gehackte Walnüsse

Die trockenen Zutaten alle mischen, die flüssige Butter dazu geben und alles zu einem Streuselteig verarbeiten.

2/3 des Teiges in eine 26er Springform geben, den Boden flach drücken und das Apfelgelee darauf verteilen, einen schmalen Rand frei lassen.  Das restliche Drittel wird die Streuseldecke.

Die Quitten waschen, halbieren und die einzelnen Hälften in 2 - 3mm feine, dünne Scheiben schneiden. Das Kerngehäuse entfernen, ebenso den Blütenansatz. Die Frucht wird nicht geschält.

Die Quittenscheiben nun dachziegelartig und dicht an dicht auf dem Boden verteilen und die Walnüsse darüber streuen. Die restlichen Streusel über den Kuchen geben.

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Den Kuchen auf die 2. Stufe von unten in den Ofen schieben und den Kuchen ca. 30 - 45 Minuten golden backen. Zum Ende der Backzeit mit einem Messer prüfen, ob die Quitten schon weich sind. Ansonsten die Tarte noch einige Minuten weiter backen lassen.

Die Streuseltarte schmeckt auch noch am nächsten und übernächsten Tag. Bitte nicht mit Folie abdecken, sondern nur mit einem Tuch, denn so bleibt der Kuchen knusprig.

* meine Freundin nimmt "Hiffenmark", das ist Hagebuttenkonfitüre



eine große (Apfel-)Quitte und Zieräpfelchen