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Dienstag, 26. Mai 2026

Rhabarber - Crumble

Zurzeit gibt es wieder leckeren Rhabarber. Auf meinem Blog findet ihr oben auf dieser Seite unter der Rubrik "Rezepte von A - Z" einige Rezepte mit Rhabarber.  Da wird bestimmt jeder fündig werden.

Heute habe ich ein Crumble für euch. Crumble sind so vielseitig, ob mit Äpfeln, Zwetschgen, Aprikosen oder auch mit Kirschen. Lecker sind sie alle. 

Dieses Mal habe ich ein Crumble mit Rhabarber gebacken. Ich habe das Rezept auf zwei Glasauflaufformen verteilt und im Airfryer gebacken. So hatten mein Mann und ich jeder eine große Portion Crumble zum Nachmittagskaffee. 

Wer keinen Airfryer sein eigen nennt, der gibt das Crumble einfach in eine geeignete Auflaufform und backt alles im Backofen. Zeit und Temperatur habe ich auch dazu geschrieben.

Also ab in die Küche, wir backen Crumble.



Rhabarber - Crumble    2 große Portionen

  • 100 g Mehl
  • 80 g feine Haferflocken
  • 1 große Prise Vanillesalz
  • 1 große Prise Zimt
  • 90 g Zucker
  • 100 g weiche Butter
  •  
  • ca. 500 gr. Rhabarber, fein gewürfelt
  • eventuell Zucker, falls man es süßer möchte


Für den Crumnle alle trockenen Zutaten mischen, dann die Butter dazu geben und alles mit der Gabel zu einem Streuselteig verrühren. Die Crumble sollen nicht zu fein aber auch nicht zu groß werden. Die Crumble zum Durchkühlen kurz in den Kühlschrank stellen, so werden sie später knuspriger.

Den Rhabarber waschen und in ca. 1cm große Würfel bzw. Scheiben schneiden und in 2 Auflaufformen füllen. Ich habe ihn nicht extra gesüßt, weil die Streusel genug Zucker enthalten. Darauf dann den Streuselteig gleichmäßig verteilen.

Die Auflaufform in den Airfryer stellen, Airfry 170°C, ca. 30 Minuten

Kommt die Form in den Backofen, dann den Ofen ebenso auf 170°C Umluft stellen und den Crumble in ca. 30 Minuten golden backen.


Hier ist alles in einer Auflaufform im Backofen gebacken worden.












Dienstag, 28. April 2026

"Majarete de Maiz verde" - . . . ein Dessert aus der Dominikanischen Republik

Wer schon mal in der Dominikanischen Republik war kennt vielleicht dieses Rezept. Es ist wie ich finde ein ganz ungewöhnliches Rezept. Das Dessert "Majarete de Maiz verde" stammt von dort und wird dort sehr gerne zu besonderen Angelegenheiten serviert. Wie es immer so ist, jede Familie hat ihr eigenes Rezept. Mein Rezept hier stammt aus der Gegend um Santo Domingo. Ich hatte es vor Corona schon mal aufgeschrieben und möchte es euch heute nochmals vorstellen.

Als wir es bei meiner Schwester kosten durften, wussten wir nicht, was wir essen und wir alle sollten raten, was für Zutaten dieses Dessert enthält. Die einzelnen Gewürze haben wir so ziemlich rausgeschmeckt, aber auf die Hauptzutat Mais wären wir nie im Leben gekommen. Das Dessert schmeckte uns unvergleichlich gut. Cremig, schön würzig, nicht zu süß, einfach mega lecker und mal etwas ganz anderes.

Ich habe dieses sehr leckere und ungewöhnliche Rezept nachgekocht, das Ergebnis stelle ich euch mit dem Rezept nun vor:



"Majarete de Maiz verde" der Nachtisch reicht für bestimmt 10 kleinere Portionen

  • 2 Dosen Mais (à 425 ml)
  • ca. 1 Liter Vollmilch

  • ein Stück Zimtstange
  • 1/2 Essl. Pimentkörner
  • 1 Prise Muskat
  • 5 Nelken
  • etwas Vanille
  • eine dicke Prise Salz
  • etwas Zitronenschale
  • eine Dose gesüßte Kondensmilch, 340ml
  • 200 ml H - Sahne
  • ein Stück Butter
  • eine Handvoll Rosinen

  • Schokoraspel, bunte Zuckerdeko, Kokosraspel, etwas Sahne und/oder ein paar Früchte für die Deko


den Mais abschütten, in einen Mixer geben und mit Milch bedecken. Alles nun ganz fein pürieren. Je feiner je besser. Die Flüssigkeit durch ein Sieb streichen und in einem Kochtopf auffangen. Es sollen nur im Sieb die ganz feinen Schalenreste übrig bleiben.

Jetzt den Zimt, Piment, Muskatnuss, Nelken, Vanille, Salz, Zitronenschale und die Rosinen dazu geben. Ebenso die Kondensmilch und die Sahne sowie etwas Butter.

Die gesamte Masse rührend zum Kochen bringen und ca. 20 Min. leise köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt.

Das Dessert in eine Schüssel füllen, mit Folie abdecken, damit sich wie beim Pudding keine Haut bildet und alles abkühlen lassen. Anschließend im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Vor dem Servieren alles noch einmal gut durchrühren und wer möchte, der fischt mit einem gelochten Löffel o.ä. die Gewürze aus dem Dessert. Ich hab sie drin gelassen und die Esser aufmerksam gemacht, dass sich u.U. Gewürze im Dessert befinden können. 

Serviert wird "Majarete de Maiz verde" mit Schokoraspeln, vielleicht etwas Sahne und ein paar Kokosflocken, falls man welche hat. Oder auch mit einigen Früchten. Erlaubt ist was gefällt und was einem schmeckt.

Tipp: "Majarete de Maiz verde"  kann sowohl heiß, lauwarm oder auch schön durchgekühlt gegessen und serviert werden. Die Gewürze kann man auch drin lassen und mitservieren. Von daher bitte beim Essen Obacht geben, damit man nicht auf die Gewürze beißt. Mir persönlich schmeckt es mit den Gewürzen gut durchgezogen und eiskalt serviert am besten.




hier ein paar Impressionen aus der Dominikanischen Republik, die Fotos hat mir meine Schwester freundlicherweise zur Verfügung gestellt:

Obstwagen in Santo Domingo

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Santo Domingo

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Dienstag, 3. Februar 2026

Blutorangen - Kompott

Im Winter (von Dezember bis März) gibt es immer leckere Blutorangen. Jede Frucht ist innen farblich anders und sorgt für eine Überraschung. Manche Früchte sind ganz dunkelrot, andere eher hell. Aber lecker sind sie alle.

Aus diesen Blutorangen habe ich jetzt Kompott gekocht. Das ist so lecker geworden und wird sehr gut zum Mallorquinischen Mandelkuchen passen. 

Wer lieber eine Marmelade kochen möchte, dem empfehle ich meine Blutorangen - Marmelade. Die ist auch mega lecker und schön fruchtig.

Aber nun zum Kompott. Das ist schnell gekocht. Wer es nicht direkt essen und für später aufbewahren möchte, der füllt das kochendheiße Kompott bis zum Rand in ein kochendheiß ausgespültes und sterilisiertes Schraubglas/Einmachglas und verschließt dieses direkt mit dem ebenso sterilisierten Schraubdeckel. Wenn der Inhalt abkühlt, knackt der Deckel. Das ist das Zeichen dafür, dass das Glas ein Vacuum gebildet hat. Das Glas ist kühl und dunkel so einige Zeit haltbar.



 mein Blutorangen - Kompott

  • knapp 2  Esslöffel Zucker
  • 1 Stich Butter
  • Saft einer halben Zitrone
  • der Saft der geschnittenen Blutorangen

  • ca. 5  Blutorangen, geschält, gewürfelt (den austretenden Saft auffangen)
  • etwas Orangenschale
  • etwas Zitronenschale

  • 3 Teelöffel Stärkemehl/Mondamin
  • etwas selbstgemachter Amaretto oder Orangenlikör (alternativ Wasser oder O-Saft)

  • Prise Kardamom
  • etwas Zimt

Die Blutorangen schälen, die weiße Haut entfernen und die Orangen in grobe Stücke schneiden. Den austretenden Saft auffangen und zum Zitronensaft geben.

Den Zucker schmelzen und ganz leicht bräunen. Dann die Butter dazu geben. Alles gut rühren und dann den Saft dazugeben. Achtung, das könnte spritzen. Sofort weiterrühren und die gewürfelten Orangen und Zesten dazugeben. Kurz dünsten und gut rühren. Eventueller, fester Zucker löst sich nach und nach auf. Wenn alles gut aufgekocht hat, die Orangenstücke schon etwas weich sind und der Zucker geschmolzen ist, dann kann man das Kompott andicken.

Die Stärke in etwas Schnaps (alternativ Wasser oder Saft) auflösen und ins Kompott geben. Rührend kurz aufkochen lassen bis alles gebunden ist. Vom Herd nehmen und mit dem Kardamom und Zimt abschmecken. In eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen. 

mein Tipp: Oder man füllt das kochendheiße Kompott sofort in sterilisierte Gläser und verschließt diese sofort. So hat man für später Orangenkompott. Da nicht so viel Zucker im Kompott enthalten ist, würde ich die Gläser kühl aufbewahren und innerhalb der nächsten Zeit verbrauchen. Übrigens, das Kompott schmeckt auch gut im Joghurt.

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Blutorangen in vielen Farben.


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Freitag, 9. Januar 2026

Kekse - "Resteverwertung"

Nun ist das neue Jahr schon ein paar Tage alt und ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Auch 2026 geht "das Schlemmen" selbstverständlich weiter. 

Habt ihr auch noch Spekulatius, also Gewürz-Spekulatius von Weihnachten und der Adventszeit übrig? Wir mögen Weihnachtskekse komischerweise immer nur in der Vorweihnachtszeit. Und auf Weihnachten. Meistens sind sie aber auch bis dahin aufgefuttert.

Solltet ihr aber noch einige Spekulatius (oder andere Kekse) haben, dann ist mein Dessertrezept eine gute Alternative zur Vernichtung von Keksen.

Ich hatte für mein Dessert noch einigen Gewürzspekulatius übrig behalten. Zusammen mit einer leicht gesüßten Mascarpone-Sahnecreme, etwas Birnenlikör und fruchtigem Apfelmark entsteht ein sensationelles Dessert. Das schmeckt so lecker. Ich hätte gleich mehr machen sollen . . .

Die unten im Rezept aufgeführten Mengen sind alles Circa - Angaben, weil man das Dessert so schichten kann, wie man gerne möchte. Meine Version habe ich euch mal aufgeschrieben.

Also, falls ihr noch Weihnachtsplätzchen oder Spekulatius habt, dann wäre dieses Dessert doch eine gute Resteverwertung. Falls ihr keine "Restkekse" mehr habt, dann könnte  man ja auch eine Packung anderer, gekaufter Lieblings - Kekse nehmen . . .




Keks- Trifle mit Äpfeln ca. 6 größere Portionsgläser

  • 4 mittelgroße, säuerliche Äpfel
  • etwas Zimt nach Geschmack
  • etwas Zucker nach Geschmack

  • 1 Becher geschlagene Sahne
  • 250 g Mascarpone
  • 1 Esslöffel Vanillezucker

  • 4 Esslöffel Apfelsaft
  • 2 Esslöffel Williamslikör (oder Apfelschnaps) *

  • 200 g Gewürzspekulatius (oder andere Kekse)
  • einige Apfelchips (getrocknete Apfelscheiben) zur Deko 


die Äpfel schälen, entkernen und mit ganz wenig Wasser dünsten bis sie weich sind. Mit einem Stampfer oder einer Gabel grob stampfen bis sie zu Mus werden. Mit Zimt und eventuell noch mit etwas Zucker abschmecken. Auskühlen lassen.

Die Sahne mit dem Zucker und der Mascarpone verrühren, den Spekulatius in kleine Stückchen bröseln. 

Den Apfelsaft mit dem Schnaps verrühren.

* muss nicht, kann aber hinein. Aber wenn Kinder mitessen den Likör unbedingt weglassen ❗

Jetzt geht es ans Schichten. In jedes Schälchen als erste Schicht einige Keksbrösel hineingeben, mit etwas Saft beträufeln. Dann eine Schicht Apfelmark hineingeben und darauf die Mascarponecreme. Dann den Vorgang wiederholen. Die Gläschen in den Kühlschrank stellen und mindestens 3 Stunden gut durchkühlen lassen.

Vor dem Servieren einige feine Brösel und noch eine Scheibe Apfelchips als Deko auf die Creme geben.

Das Trifle schmeckt aber auch noch am nächsten Tag sehr gut. 

Tipp: wer das Apfelmark nicht selber kochen möchte, der nimmt gekauftes Apfelmark. Apfelmark ist im Gegensatz zum Apfelmus nicht gesüßt.





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Dienstag, 14. Oktober 2025

Apfelquitten und Quittenmus - eine Köstlichkeit

Von einer lieben Freundin bekam ich dieses Jahr eine ordentliche Portion sehr großer Quitten geschenkt. Und das in Bioqualität. Ich habe mich sehr darüber gefreut und möchte mich auch hier nochmals sehr für die Quitten bedanken. Danke, liebe Liss. 💝

Die Ernte in ihrem Garten war dieses Jahr so enorm, dass sie kaum wussten, wie sie dieser Menge Herr werden sollten. Sie haben schon Mus eingekocht, Gelee zubereitet und sogar einen Quittenauflauf damit gezaubert. Und einiges wartet noch darauf verarbeitet zu werden.

So fragte sie uns, ob wir denn auch ein paar Quitten abbekommen möchten. Zuerst hatte ich dieses verneint, weil wir vor bestimmt 25 Jahren mal Birnenquitten probiert hatten und sie hatten uns viel zu parfümiert geschmeckt. Das war gar nicht unser Geschmack. Und wie das so ist, man probiert es danach einfach nicht mehr aus. 

Nun hatte meine Freundin mir trotzdem drei Apfelquitten geschenkt. Sie duften auch so wunderbar. Sie meinte, wir sollten es auf jeden Fall nochmals mit der Quitte probieren. Es wäre ja ein Unding, dass uns das nicht schmecken würde. Zuerst dachte ich, ohje . . . Quitten, was soll ich damit machen, wir mögen sie doch nicht. Eine habe ich als Deko in eine Schale mit kleinen Zieräpfelchen gelegt, aus der anderen habe ich zur Probe ein Mus gekocht und die dritte lag als Deko in der Obstschale in der Küche.

Was soll ich euch sagen, das Mus schmeckt uns sensationell. So fluffig, samtig mit sehr leckerem Aroma. Auch meinem Mann schmeckte das Mus super lecker. Und da ich ihr so davon vorschwärmte, bekam ich noch eine große Tüte Quitten geschenkt. Die werde ich nach und nach noch zu Mus verarbeiten. Nochmals meinen herzlichsten Dank. 

Das Mus kochen geht so schnell und einfach. Soll ich euch etwas sagen? Der Tipp zum Kochen der steinharten Früchte meiner lieben Freundin ist einfach genial. 

Und nun ab zum Rezept, wie ich das Mus gekocht habe.


Diese vielen Quitten bekamen wir geschenkt. 💝

Quittenmus 

  • Apfelquitten
  • etwas Wasser oder Apfelsaft
  • Zucker
  • Braunen Zucker
  • etwas Vanillezucker

Den Flaum der Quitten mit einem Tuch abrubbeln und die Quitten gut waschen. Nun mit einem großen Kochmesser die Quitte halbieren. Vorsicht, dass die Frucht nicht wegrutscht, sie ist sehr fest.
Jede Hälfte mit der Schnittfläche aufs Brett legen und nochmals halbieren. Den Blütenansatz entfernen. Fertig sind die Quittenviertel zum Kochen.

Das ist der Kochtipp meiner Freundin. Ich hätte die Quitte sonst versucht zu schälen und auch das harte Kerngehäuse vor dem Kochen zu entfernen. Das wäre sehr schwierig geworden. Aber das ist nicht notwendig. Durch die Schale und das Kerngehäuse bekommt das Mus noch eine ordentliche Portion Pektine ab. Und das Entfernen der Kerngehäuse aus den gekochten Früchten geht ruckzuck und einfach.

Einen ausreichend großen Topf auf den Herd stellen, die Quittenviertel hineingeben und soviel Wasser oder Saft angießen, bis die Flüssigkeit ca. 2cm hoch im Topf steht.

Den Topf mit einem Deckel verschließen und alles zum Kochen bringen. Wenn alles kocht, die Hitze herunter schalten und die Früchte ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen.

Mit einem Messer testen, ob das Fruchtfleisch weich ist. Den Topf von der Herdplatte nehmen, die Quittenviertel mit einem Sieblöffel herausnehmen und auf einen Teller legen. Die Flüssigkeit im Topf belassen und nicht wegschütten..

Die Quitten einige Zeit auskühlen lassen, dann das Kerngehäuse und die harten Stellen rundherum mit einem kleinen Küchenmesser herausschneiden. Die Quitten wieder in den Topf geben und mit einem Zauberstab alles fein pürieren. 

Das fertige Mus mit Zucker nach Geschmack abschmecken. Eine genaue Mengenangabe kann ich hier nicht geben. Man muss es ausprobieren und solange Zucker dazu geben, bis einem das Mus richtig gut schmeckt.


Möchte man das Mus für den Vorrat aufheben, dann geht man am besten so vor:

Gut gespülte kleinere Schraubgläser (von Marmeladen, Obstkonserven o.ä.) sowie deren Deckel mit kochendem Wasser bis oben hin füllen und einige Zeit stehen lasen. Die Deckel kann man in einer Schüssel mit dem kochenden Wasser bedecken. So werden die Gläser und Deckel quasi sterilisiert.

Das fertige, abgeschmeckte Mus bitte nochmals aufkochen. Dann das sehr heiße Wasser der Gläser vorsichtig ausgießen, das kochenheiße Mus bis knapp unter dem Rand einfüllen und sofort den Deckel aufschrauben.

Wenn das Mus abgekühlt ist, sollte der Deckel ein Knackgeräusch von sich geben. Das ist das Zeichen, dass sich ein Vakuum gebildet hat. So ist das Mus einige Zeit im kühlen Vorratsraum oder auch im Kühlschrank haltbar.



Hier sieht man die wahnsinnige Ausbeute eines Apfelquittenbaumes im Garten unserer Freunde. 



Von den rohen Quitten zum leckeren Mus.



Diese Quitte duftet wunderbar und sieht mit den Zieräpfelchen doch als herbstliche Tischdeko hübsch aus.



Freitag, 25. Juli 2025

Aprikosen - Trifle

Es war mal wieder an der Zeit für eine neue Dessertkreation. Gerade wo es jetzt so schöne Aprikosen gibt wollte ich mal ein Dessert damit zubereiten. Gesagt, getan.

Beim Überlegen kam ich auf die Idee eines Aprikosen - Trifles. Für ein Trifle schichtet  man mehrer verschiedene Zutaten in ein Glas und erhält so ein (auch optisch) schönes Dessert. Vom Geschmack war ich positiv überrascht, es schmeckte so gut wie erhofft und das Dessert war sehr schnell fertig gestellt. Und das wichtigste, lecker war es auch. Ich hätte nur noch ein wenig mehr Marillenlikör auf die Kekse geben können, das Teelöffelchen war doch zu wenig . . .

Hier ist meine Rezeptkreation, vielleicht gefällt sie euch.



Aprikosen - Trifle

  • 250 g Aprikosen, fein gewürfelt
  • 1 gehäufter Teelöffel Orangen-Zitronenzucker
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • ca. 1 Esslöffel Zucker
  • etwas Stärkemehl (Mondamin) zum Abbinden

  • "Schoko Cookies", Fertigprodukt, fein zerdrückt
  • Marillenlikör zum Beträufeln (falls man mag und keine Kinder mit am Tisch sitzen)

  • 250 g Ricotta
  • 200 ml geschlagene Sahne
  • 2 Teelöffel Vanillezucker
  • etwas abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • etwas Zucker nach Geschmack


Die Aprikosenwürfelchen mit etwas Wasser in ca. 15 Minuten weich kochen. Etwas Stärkemehl in etwas Wasser auflösen und das Kompott damit abbinden und aufkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Orangen-Zitronenzucker und Vanillezucker dazu geben und mit dem "normalen" Zucker abschmecken, bis die gewünschte Süße erreicht ist. Das Kompott abkühlen lassen.

Die zerdrückten Kekse in ein Dessertglas geben, mit etwas Marillenlikör (alternativ etwas Apfelsaft) beträufeln und die Oberfläche flach drücken.

Den Ricotta glattrühren, die geschlagene Sahne unterziehen und mit Zucker und Zitronenschale abschmecken. 

Etwas Creme auf die Keksschicht geben, glattstreichen und etwas Kompott darauf verteilen. Dann nochmals eine Schicht Creme darauf verteilen. Zuletzt noch Kompott sowie ein paar Kekskrümel als Deko aufstreuen. 

Das Trifle zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen. Fertig ist ein leckeres Dessert, was auch optisch was hermacht.

















Hach, war das lecker.



Freitag, 13. Juni 2025

knusprige Strauben nach Südtiroler Rezept

Dieses Jahr waren wir seid langem mal wieder in Südtirol. Wir lieben das Land und die Menschen dort schon seit Anfang der 1980er Jahre. Damals fuhren wir meist in die Dolomiten nach Tiers, Sexten, das Ahrntal und vor allem nach Villnöß. Es waren immer wunderschöne Ferientage mit schönen Wanderungen hoch oben im Gebirge und Spaziergängen durch die hübschen Ortschaften. Wir haben immer sehr viel gesehen, erlebt und auch die Küche Südtirols kennen- und liebengelernt. 

So auch die Strauben. Sie werden gerne auf Volksfesten und an kirchlichen Feiertagen gegessen. Der fluffige Teig wird durch einen Straubentrichter in heißes Öl gegossen und ausgebacken. Heraus kommt ein tellergroßes, knuspriges Gebäck, das mit Puderzucker bestäubt wird. Man isst es aus der Hand. Im Lokal werden die Strauben oft auch mit Preiselbeerkompott serviert. Das schmeckt uns besonders gut.

Dieses Jahr waren wir aber in Lana im Burggrafenamt. Meran, Dorf Tirol, der Vinschgau und das Etschtal mit vielen Sehenswürdigkeiten liegt direkt vor der Tür. Es gab wie immer viel Neues zu entdecken. 

Besonders hatte ich mich gefreut, dass wir auf einer unserer Wanderungen in einer Burgschenke Strauben bekamen. Die waren so lecker und für mich stand sofort fest, nun ist es an der Zeit, diese zu Hause nachzubacken. Was soll ich sagen, sie sind Spitze geworden. Sie schmeckten so wie in Südtirol. 

Solltet ihr etwas Zeit und Muße haben, dann backt auch mal Strauben. Der Teig ist schnell angerührt und auch recht schnell ausgebacken. Die Teigmenge hier reicht für etliche Strauben in Kuchentellergröße.



Sehen die Strauben nicht perfekt aus? Ich war ganz begeistert. 

. . . und das waren die Strauben in Südtirol:

Das war die Portion Strauben mit Preiselbeerkompott (und Radler), die ich in der Burgschenke von Burg Hocheppan gegessen habe. Sie waren lauwarm, schön knusprig und sehr lecker. 


knusprige Stauben nach Südtiroler Rezept

  • 2 Eischnee, Gr. L
  • 1 Prise Salz

  • 200 g Dinkelmehl 630er
  • 1/4 Teelöffel Backpulver

  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 große  Prise Vanillesalz 
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 2 Stich Butter
  • 2 cl Rum *
  • 2 Eigelb, Gr. L

  • neutrales Öl zum Ausbacken
  • Puderzucker
  • Preiselbeerkompott


Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen.

Die Milch erwärmen, das Salz und den Zucker dazu geben und die Butter darin schmelzen lassen. Das Eigelb und den Rum hineinrühren.

Die lauwarme Flüssigkeit nach und nach in das Mehl geben und mit dem Mixer alles zu einem glatten Teig rühren.

Den Teig etwas ruhen lassen. In der Zwischenzeit das Öl in einem Wok auf ca. 175°C erhitzen. 

Mein Tipp: zum Frittieren nehme ich gerne meinen Wok, weil der Wok sich nach oben hin erweitert und man dadurch nicht so viel Öl benötigt.

Wenn das Öl die Temperatur erreicht hat, dann wird der Eischnee noch unter den Teig gezogen. Alles gut mischen und den dickflüssig Teig in eine Spritzflasche (mit ca. 3mm dicker Lochtülle) einfüllen. 

Den Teig kreisförmig, zügig und mit wildem Muster in das heiße Öl laufen lassen. Ist die Unterseite schön golden, dann die Straube wenden und auf der zweiten Seite ebenso goldbraun-knusprig ausbacken.

Die Straube mit einem Schaumlöffel oder Zange aus dem Öl nehmen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und sofort mit Puderzucker bestäuben. Mit Preiselbeerkompott servieren.

* Wer Sorge wegen des Alkohols hat, den kann ich beruhigen. Den Schnaps bemerkt man nicht, er wird aber wegen der Triebkraft benötigt. Alkohol verdampft ab ca. 78°C und das Gebäck wird dadurch lockerer. Die Strauben werden bei 175°C gebacken, da sollte dann nach dem Ausbacken kein Alkohol mehr im Gebäck sein.


Hier sieht man schön, wie die Strauben im Wok gebacken wurden. Den Teig einfließen lassen und beidseitig ausbacken. Fertig. Dann noch mit Puderzucker bestäuben und schon kann geschlemmt werden.


 




Burg Hocheppan


* zu den Strauben, die ich auf Burg Hocheppan in der Burgschenke gegessen habe, gibt es noch eine kleine Geschichte:

Es ging um das dazu bestellte Besteck. Wir waren sehr verwundert. Natürlich wusste ich, dass man Strauben ohne Besteck isst. Sie wurden auch ohne Besteck serviert, was auch in der Karte stand. Aber ich bestellte eine Gabel dazu. Ich mochte bei dem vielen Puderzucker und dem Kompott das Gericht nicht mit den Fingern essen. Wie konnte ich nur eine Gabel verlangen. Widerwillig und nach einiger Diskussion mit der Bedienung bekam ich mit rollenden Augen dann doch meine verlangte Gabel. . .  Ein Herr am Nebentisch meinte nur ganz laut, "also ich hätte mir auch eine Gabel dazu bestellt . . . " Dem Herrn galt mein Dank und auch er wunderte sich über die eigenwillige Bedienung.














Auf dem Drei - Burgen - Weg, und natürlich auch von Hocheppan aus, hat man wunderbare Ausblicke auf das Etschtal und Bozen, im Hintergrund ist der Schlern mit in der Nacht gefallenem Schnee zu sehen.


👇👇👇

Ein paar Südtiroler Rezepte hätte ich noch für euch:

Tirtlen - eine Spezialität aus dem Ahrntal

Spinatknödel mit Brauner Butter und Parmesanspänen

Affogato al Caffe

Spitzbuben

Spinatspatzen mit Schinken - Sahnesößchen

Südtiroler Apfelstrudel 

Apfel - Schmarrn mit Preiselbeeren 





Freitag, 21. März 2025

Panna Cotta mit Mangopüree

Nach einem leckeren Essen mögen alle gerne einen leckeren Nachtisch. Dieses Mal habe ich eine Panna Cotta mit Mangopüree zubereitet. Alle waren begeistert und die Panna Cotta war so schön sahnig - cremig, man hätte glatt die doppelte Menge essen können. Dazu das fruchtige, aromatische Mangopüree. Herrlich. Ich schwärme jetzt noch.

Bei Mangos besteht oft ein Dilemma. Habe ich eine gute reife, saftige, fruchtige erwischt oder täuscht sie das nur vor und man findet nach dem Schälen der weicheren Frucht nichtssagendes, kaum aromatisches Fruchtfleisch. Tja, dieses Mal hatte ich nicht so viel Glück und die Mango war nicht so aromatisch wie erhofft. 

Aber ich habe mir mit einem "Trick" geholfen. Ich habe das Fruchtfleisch mit etwas Wasser, Zitronensaft und etwas Zitronenzucker weich gekocht und anschließend fein püriert und nochmals abgeschmeckt. Durch das Erhitzen bekam die Mango den erhofften aromatisch - fruchtigen Geschmack.

Wäre die Mango aromatisch gewesen, dann hätte ich das Fruchtfleisch nur mit einem Hauch Zitrone püriert und dieses dann auf der Panna Cotta serviert.


Panna Cotta mit Mangopüree und Amarettini


Panna Cotta mit Mangopüree 4 Portionen

Panna Cotta

  • 400 ml Sahne
  • 20 g Vanillezucker
  • 30 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Stück Vanilleschote
  •  
  • 3 Blatt Gelatine
Die Sahne mit dem Zucker, Salz und der Vanilleschote in einen Topf geben und 15 Minuten leicht köcheln lassen. Die Vanilleschote entfernen und den Topf zur Seite stellen.

In der Zwischenzeit die Gelatineblätter für ca. 3 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Sie abtropfen lassen und in der noch heißen (nicht mehr kochenden ) Sahne auflösen.

Die Sahne auf vier Gläser verteilen und sie zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

Mangopüree
Die Mango waschen, schälen und das Fruchtfleisch würfeln. 300 g abwiegen und mit etwas Wasser und dem Zitronensaft in einem Topf zum Kochen bringen. Deckel auflegen und die Mango einige Minuten leicht köcheln lassen, bis die Mango weich ist.

Die weiche Mango fein pürieren und probieren, ob sie süß genug ist. Bei Bedarf noch mit etwas Zitronenzucker abschmecken. Das Mangopüree kühl stellen.

Hat man eine sehr aromatische Mango, dann braucht sie nicht gekocht werden. Einfach mit etwas Zitrone pürieren und ggfls. noch mit etwas Zitronenzucker abschmecken.

Wenn die Panna Cotta fest geworden ist, das Mangopüree auf der Panna Cotta verteilen. Ein paar Amarettinis runden das Ganze ab und schon kann serviert werden.



Eine Kiste mit frischen Mangos.











Mittwoch, 20. November 2024

fruchtig - frische Limettencreme mit Ricotta

Bald kommen wieder jede Menge Feiertage und oft möchte man seinen Lieben ein schönes Dessert servieren. 

Zu so einem Anlass bietet sich meine fruchtig - frische Limettencreme mit Ricotta, Eierlikör und Amarettini auf jeden Fall an. Statt der Limetten kann man auch ohne weiteres Zitronen oder Orangen verwenden. Die Limettencreme schmeckt mir fast noch besser als die Variante mit Zitrone oder Orange. Die Limetten bringen eine wunderbare, feine Frische und Leichtigkeit in die Creme, die Zitronen machen das ganze mehr säuerlich und die Orangen sind noch runder vom Geschmack her, weil man Orangen im Dessert nicht so oft hat. 

Egal, für welche Sorte ihr euch entscheidet, jedes Dessert schmeckt unvergleichlich gut und lässt sich wunderbar einen Tag vorher zubereiten.



Limettencreme mit Ricotta, Eierlikör und Amarettini , Zutaten für ca. 8 - 10 kleine Portionsgläser

  • 250 g Ricotta
  • eine fein abgeriebene Bio - Limettenschale
  • 4 Esslöffel Puderzucker

  • 2 Becher Sahne

  • 3 Blatt Gelatine
  • 100 ml frisch gepresster Limettensaft

  • ca. 100 g Amarettini
  • Eierlikör  *

  • frische Feigen zur Dekoration


den Ricotta zusammen mit der abgeriebenen Limettenschale und dem Puderzucker mit dem Handmixer glattrühren. Die Sahne steif schlagen und die Gelatine in etwas kaltem Wasser 5 Min. einweichen. 

Den Limettensaft leicht erwärmen und die eingeweichte und abgetropfte Gelatine in dem Saft auflösen. 

Jetzt die Limetten - Gelatinemischung in feinem Strahl in die aufgeschlagene Ricottacreme geben. Dabei den Handmixer weiter laufen lassen und alles gut verrühren. So gibt es auch keine Klumpen. Zuletzt die steifgeschlagene Sahne unterrühren.

Die Amaretti grob zerdrücken und auf die Portionsgläschen verteilen. Darauf etwas Eierlikör geben und das Glas mit Creme auffüllen. Die Gläser mit Folie abdecken und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit alles gut durchkühlt und die Creme fest wird.

Zum Servieren etwas Eierlikör auf die Creme geben, einige Amarettini zerbröselt darauf geben und zusammen mit aufgeschnittenen, frischen Feigen servieren.

* Wenn Kinder mitessen, dann bitte anstelle des Eierlikörs Orangensaft nehmen.


Tipp: 

ihr mögt lieber 🍊 Orangencreme  🍊 oder die 🍋 Zitronencreme 🍋

egal welche, alle drei Sorten schmecken super lecker und sind eine Sünde wert. Welche ist euer Favorit?


Tipp Nr. 2:

die schönen Schalen der Limetten bitte nicht wegwerfen, daraus kann man wunderbares Limetten -Salz  herstellen. 


Limettencreme 



 






Dienstag, 26. März 2024

marmorierte Tonka - Crème Brûlée auf meine schnelle Art

Letztens hatte ich euch schon mein Rezept der Crème Brûlée mit Tonka verraten. Da ich eine recht große Menge Creme gekocht hatte, war auch etwas übrig geblieben, was ich mit Kakaopulver vermischt habe. Schwupps ist ein neues Dessert entstanden. Durch den Kakao ist es auch nicht so süß.

Diese leckere, marmorierte Creme  ist schnell zubereitet. Wie es geht steht hier:




marmorierte Tonka - Crème Brûlée auf meine schnelle Art,  ca. 4 Portionen

  • 400 ml Vollmilch
  • 100 ml Sahne
  • 1 Tonka - Bohne

  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  • 35 g Vanillezucker
  •  
  • etwas Backkakao (ca. 1 gehäufter Teelöffel)

  • Brauner Zucker
  • kleiner Gasbrenner 


die Milch in einen Kochtopf geben und erhitzen, aber noch nicht zum Kochen bringen. Den Herd ausschalten, den Topf auf der heißen Platte stehen lassen und die Tonka - Bohne in die heiße Milch geben. Gut umrühren. Die Bohne 10 - 15 Minuten in der heißen Milch ziehen lassen.

Dann die Bohne heraus nehmen, gründlich abwaschen und auf einem Küchenkrepp trocknen lassen. * 

Dann die Herdplatte wieder anschalten, die Sahne zugeben, mit einem Schneebesen das Puddingpulver und den Zucker in die heiße Milch einrühren und alles rührend zum Kochen bringen. Das Pulver muss nicht extra mit Milch angerührt werden, das ist nicht notwendig. Sollten sich wider Erwarten doch ein paar Klümpchen gebildet haben, dann kurz den Zauberstab hinein halten und die Creme pürieren. Wenn alles kocht, den Pudding mindestens eine Minute kochen lassen bis er blubbert und dicklich ist.

Vom Pudding ca. 1/4 abnehmen und das Kakaopulver (Menge nach Geschmack) unterrühren.

Den gekochten, hellen Pudding in ein Crème Brûlée-Förmchen (oder in ein anderes flaches Schälchen mit ca. 120ml Inhalt) geben, den dunklen Pudding in Kleksen auf den hellen Pudding geben und mit einem Holzspieß marmorieren. 

Dann sofort mit einem Stück Klarsichtfolie blasenfrei abdecken. Das verhindert die Hautbildung. Mit den verbleibenden Förmchen ebenso verfahren. Die Crème abkühlen lassen und anschließend zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen.

Wenn der Besuch schon am Tisch sitzt und auf den Nachtisch wartet, dann auf jede Crème eine ordentliche Portion braunen Zucker gleichmäßig verstreuen und mit einem Brenner abflämmen bis eine goldenbraune Karamellschicht entsteht. 

Sofort servieren und genießen. Und? Liest sich das nicht lecker? Bitte unbedingt probieren, es lohnt sich. . . 

* die ganze Tonka - Bohne kann bis zu 10 x wiederverwendet werden. Nach jedem Benutzen sehr gründlich abwaschen, auf einem Küchenkrepp trocknen lassen, ab und an die Bohne wenden. Wenn die Bohne gut getrocknet ist, dann kann sie in einem kleinen Schraubglas bis zum nächsten Einsatz aufbewahrt werden. Ein Zettel mit der Anzahl der bisher verwendeten Einsätze ist hilfreich und man weiß wie oft man sie schon benutzt hat.






Samstag, 16. März 2024

Crème Brûlée "Tonka" auf meine schnelle Art

Hach, was war das ein leckeres Dessert. Wir hatten Besuch und als Nachtisch hatte ich eine Crème Brûlée auf meine schnelle Art gekocht. Crème Brûlée wird ja klassischerweise im Wasserbad im Backofen gebacken, aber das ist mir zu aufwendig. Meine Variante schmeckt ebenso lecker und geht viel schneller. Außerdem braucht man nicht so viel Strom, weil der Backofen nicht gebraucht wird.

So eine Creme bietet sich immer an, man kann sie sehr gut am Vortag zubereiten und sie wartet dann im Kühlschrank auf ihren Auftritt. Aber auch mal so für zwischendurch ist das ein sehr leckerer Nachtisch.

Dieses Mal habe ich die Creme noch mit Tonka aromatisiert. Das ist mal ein anderer Geschmack als nur mit Vanille und ich bin davon ganz hin und weg. Vor ewigen Zeiten hatte ich schon mal Spritzgebäck mit Tonka verfeinert. Da wurde die Bohne wie Muskat fein abgerieben und zum Mehl gegeben. Aber das fertige Gebäck war gar nicht nach meinem Geschmack. So geriet die Tonka bei uns wieder in Vergessenheit.

Als wir im vergangenen Dezember eine Panna Cottta mit Tonka probierten, war ich hin und weg. Das Dessert mit diesem hinreißenden, feinen Geschmack, der ganz leicht an Waldmeister erinnerte, hat mich so richtig begeistert. Schon da stand für mich fest, meine nächste Crème Brûlée werde ich mit Tonka verfeinern. Gesagt, getan, ich habe es ausprobiert und sie ist so lecker und gut geworden wie erhofft. Unserem Besuch hatte es auch sehr gut geschmeckt, sie kannten den Geschmack von Tonka noch gar nicht. Die Premiere war also vollkommen gelungen.

Wer sich also mal an Tonka versuchen möchte, dem empfehle ich mein Rezept. Vielleicht schmeckt euch das Dessert genauso gut wie uns und ihr schreibt mir mal, wie euch die Creme geschmeckt hat. Ich finde den Geschmack jedenfalls genial.


Ich hatte so viel Pudding gekocht (die doppelte Rezeptmenge), da hatten wir am nächsten Tag auch nochmal leckeren Nachtisch.


Crème Brûlée "Tonka" auf meine schnelle Art,  ca. 4 Portionen

  • 400 ml Vollmilch
  • 100 ml Sahne
  • 1 Tonka - Bohne

  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  • 35 g Vanillezucker
  •  
  • Brauner Zucker
  • kleiner Gasbrenner zum Abbrennen


die Milch in einen Kochtopf geben und erhitzen, aber noch nicht zum Kochen bringen. Den Herd ausschalten, den Topf auf der heißen Platte stehen lassen und die Tonka - Bohne in die heiße Milch geben. Gut umrühren. Die Bohne 10 - 15 Minuten in der heißen Milch ziehen lassen. Wer skeptisch ist, der kann zwischendurch die Milch probieren, ob sie schon genug Tonkageschmack angenommen hat. Der Geschmack soll zart nach (wie ich finde) Waldmeister-Vanille-Muskat schmecken.

Dann die Bohne heraus nehmen, gründlich abwaschen und auf einem Küchenkrepp trocknen lassen.

Dann die Herdplatte wieder anschalten, die Sahne dazu geben und mit einem Schneebesen das Puddingpulver und den Zucker in die heiße Mischung einrühren und alles rührend zum Kochen bringen. Das Pulver muss nicht extra mit Milch angerührt werden, das ist nicht notwendig. Sollten sich wider Erwarten doch ein paar Klümpchen gebildet haben, dann kurz den Zauberstab hinein halten und die Creme pürieren. Wenn alles kocht, den Pudding mindestens eine Minute kochen lassen bis er blubbert und dicklich ist.

Den gekochten Pudding bis zum Rand in ein Crème Brûlée-Förmchen (oder in ein anderes flaches Schälchen mit ca. 120ml Inhalt) geben und sofort mit einem Stück Klarsichtfolie blasenfrei abdecken. Das verhindert die Hautbildung. Mit den verbleibenden Förmchen ebenso verfahren. Die Crème abkühlen lassen und anschließend zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen.

Wenn der Besuch schon am Tisch sitzt und auf den Nachtisch wartet, dann auf jede Crème eine ordentliche Portion braunen Zucker gleichmäßig verstreuen und mit einem Brenner abflämmen bis eine goldenbraune Karamellschicht entsteht. 

Sofort servieren und genießen. Und? Liest sich das nicht lecker? Bitte unbedingt probieren, es lohnt sich. . . 

* die ganze Tonka - Bohne kann bis zu 10 x wiederverwendet werden. Nach jedem Benutzen sehr gründlich abwaschen, auf einem Küchenkrepp ca. 1 Tag trocknen lassen, ab und an die Bohne wenden. Wenn die Bohne gut getrocknet ist, dann kann sie in einem kleinen Schraubglas bis zum nächsten Einsatz aufbewahrt werden. Ein Zettel mit der Anzahl der bisher verwendeten Einsätze ist hilfreich und man weiß wie oft man sie schon benutzt hat.


Ganz köstlich war mein Dessert. Das kann es gerne des Öfteren geben.