Freitag, 30. November 2018

mein abgefahrenes Rotweinsalz, uriges Schinkensalz, aromatisches Vanillesalz und fruchtiges Zitronensalz - einfach selbstgemacht

Weihnachten kommt immer so plötzlich . . . geht es euch auch so? Vielleicht werdet ihr ja hier fündig, falls ihr noch ein kleines, selbstgemachtes Geschenk sucht. Gerade für Hobbyköche und Hobbyköchinnen oder einfach für alle, die gerne kochen und essen sind meine Salze eine leckere Geschenkidee. Ist es nicht erstaunlich, wie viele verschiedene Salze es mittlerweile gibt? Früher gab es nur "normales" Salz und das war's. Aber heutzutage reicht eine Sorte nicht mehr aus. Außer Siedesalz, Steinsalz, Meersalz, Fleur de Sel, Pyramidensalz und Himalajasalz gibt es noch sehr viele verschiedene aromatisierte Salze.
Und man kann einige aromatisierte Salze in der heimischen Küche auch sehr leicht selber herstellen. Wie es geht steht hier.

Mein erster Vorschlag ist mein abgefahrenes Rotweinsalz:




ist das nicht eine irre Farbe? Und der Geschmack ist auch nicht zu verachten. Logischerweise salzig mit einem Hauch Säure und leichtem Rotweingeschmack. Hergestellt habe ich es so:

Rotweinsalz
  • trockener Rotwein  
  • Fleur de Sel
  • nicht zu feines Meersalz

den Rotwein soweit reduzieren, bis kaum noch Flüssigkeit übrig ist und die Reduktion schon fast sirupartig ist. Dann wird das Meersalz und das Fleur de Sel (zu gleichen Teilen) in ein Glasschälchen gegeben, das Salz wird nun vermischt und dann träufelt man die eingekochte, abgekühlte Rotweinreduktion vorsichtig auf das Salz. Achtung! Nicht zu viel Flüssigkeit nehmen, da sich ansonsten das Salz auflöst. Und das wollen wir nicht. Wenn es zu viel Rotwein geworden ist, dann einfach noch Fleur de Sel darüber streuen. Den Backofen auf 80-90°C Heißluft aufheizen und das Glasschüsselchen hineinstellen. Ca. 30 Min. im Ofen trocknen lassen, zwischendurch immer wieder durchrühren. Wenn die Farbe noch nicht so intensiv ist, den Vorgang einfach wiederholen. So lange Wiederholen, bis man mit der Farbe zufrieden ist und einem das Salz schmeckt. Wenn das Salz nicht mehr klumpt, dann ist es fertig. Auflockern, abkühlen lassen und in einem dichten Gefäß aufheben.
Fertig ist das Rotwein - Salz.
Bei einer großen Menge nimmt man einfach ein Backblech mit Backpapier.

wozu man es isst: Das Rotweinsalz schmeckt super in allen Gerichten, wo auch Rotwein verwendet wird, wie z.B. beim Rinderbraten oder in der Sauce Bolognese. Aber auch auf dem Frühstücksei, Tomate-Mozarella, im Tomatensalat und besonders gut auf einem Rindersteak (Entrecôte, Hüftsteak, Rumpsteak oder Flanksteak). Euch fällt bestimmt noch mehr ein. Lasst es euch schmecken.





hübsch verpackt auch ein schönes Geschenk

je nach Rotweinsorte bekommt man unterschiedlich gefärbtes Salz. Man könnte auch Weißwein nehmen, aber dann hat man nicht diese Farbexplosion.

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nun kommen wir zum urigen Schinkensalz:




das ist auch eine ausgefallene Geschenkidee für Salzliebhaber. Das ausgefallene Salz macht auch was her und ist nicht schwer herzustellen. Man kann es überall dort verwenden, wo man einen Hauch geräucherten Geschmack haben möchte. Lecker auch im Rührei, auf  Bratkartoffeln, dem Frühstücksei, . . .  ihr habt bestimmt genug eigene Ideen, wo man diese Salze verwenden kann.

uriges Schinken - Salz
  • ca. 10 Eßl. Katenrauch-Schinkenwürfel *
  • 200 g feines Salz

die Katenrauch-Schinkenwürfel in einem kleinen, beschichteten Pfännchen ohne zusätzliches Öl langsam ausbraten und rösten, bis der Schinken trocken und fest ist. Darauf achten, dass er nicht zu dunkel wird. Auf einem Haushaltskrepp abtropfen und auskühlen lassen. Nun kommt der "schwierigste Teil". Die Schinkenwürfelchen werden jetzt in einem Porzellanmörser nach und nach fein gemörsert. Es müsste aber auch in einem kleinen elektrischen Mixer gehen, das ist dann kraftsparender und sollte auch funktionieren.
50 g des fein gemörserten Schinkens abwiegen und mit 200 g feinem Salz gut vermischen. In ein gut schließendes Gefäß füllen und fertig ist ein uriges Schinken - Salz.

Verwenden kann man es z.B. fürs Frühstücksei und alle anderen herzhaften Eierspeisen, zum Würzen von Bratkartoffeln und/oder wozu ansonsten noch der Schinken-Geschmack passt. Auch schön als kleines Mitbringsel.

Viel Vergnügen beim Nachmachen.

* bestimmt kann man jeden beliebigen, geräucherten Schinken nehmen. Ich könnte mir das Salz auch sehr gut mit Schwarzwälder Schinken vorstellen


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Nun kommen wir zum selbstgemachten Zitronensalz *. Dieses Salz ist sehr vielfältig zu gebrauchen und ist auch ein schönes Geschenk. In Süßspeisen, Kuchen, Torten und Plätzchen braucht man sehr oft Salz und auch abgeriebene Schale einer Zitrone und so kann man dieses Zitronensalz super nehmen. Aber auch Schnitzel und Fisch kann man sehr gut mit Zitronensalz würzen, das schmeckt sehr gut. 



Lange Rede kurzer Sinn, wie wird das Zitronensalz nun hergestellt? Das ist wirklich einfach und geht sehr schnell. Man muss nur etwas Geduld aufbringen, weil es einige Zeit durchziehen sollte.
Man nehme:

fruchtiges Zitronensalz
  • feines Salz oder Fleur de Sel
  • fein abgeriebene Schale einer Bio - Zitrone *

das ist schon das ganze Geheimnis. Beim Abreiben der Schale bitte darauf achten, dass keine weiße Haut mit abgerieben wird, weil die bitter ist. Die abgeriebene Zitronenschale vermischt man mit dem feinen Salz und lässt alles gut durchziehen. Sollte die Schale zu grob sein, dann empfehle ich, das vermischte Salz noch ein wenig zu mörsern. So vermischen sich das Salz und die Zitronenschale noch besser. Fertig. Das Verhältnis sollte ca. 1 Teil Schale : 1,5 Teile Salz sein. Sollte die Schale etwas Flüssigkeit ziehen, dann einfach noch etwas mehr Salz dazu geben und alles gut mischen. Dann das Salz in ein gut schließbares Gläschen geben.

Dieses Zitronensalz ist auch ein schönes Geschenk für alle, die gerne kochen und backen.

* Tipp: statt der Zitrone kann man auch eine Bio - Orange nehmen, dann erhält man Orangensalz


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Mein  aromatisches Vanillesalz und Vanillezucker stelle ich selbstverständlich auch selber her. Viele von euch werden es schon kennen. Und das mache ich so:

man nehme ein schönes, kleines Schraubglas und gebe feines Salz hinein. Ich würde da ein gutes Meersalz empfehlen und keines, was mit Fluorid und/oder Jod versetzt ist. Dann nimmt man eine halbe bis eine Vanilleschote (je nach Salzmenge), schneidet sie der Länge nach auf, das Mark wird nun ausgeschabt und mit dem Salz vermischt. Anschließend steckt man dann die Vanilleschote ins Salz. Das Glas nun gut verschließen, alle paar Tage mal durchschütteln und nach einigen Tagen ist das Vanillesalz fertig. Geht das Salz zur Neige, einfach neues Salz einfüllen, ab und zu schütteln. So hat man jederzeit Vanillesalz griffbereit. Die Schote bleibt immer im Salz.

Und, ist das nicht eine gute Idee? Übrigens, wenn man statt des Salzes Zucker nimmt, dann hat man echten Vanillezucker

Tipp:
für das Vanillesalz oder den Vanillezucker kann man ohne weiteres eine gebrauchte, abgewaschene und getrocknete Vanilleschote nehmen.






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Dienstag, 27. November 2018

mürbe Vanillekipferl

Es gibt Plätzchen für den süßen Teller, die MUSS man einfach jedes Jahr wieder backen. So ist es auch mit den Vanille-Kipferln. Die Weihnachtszeit ohne Kipferl geht gar nicht.
Dieses Rezept ist schnell gemacht, den Teig kann man auch sehr gut schon einen Tag vorher zubereiten und dann im Kühlschrank aufheben. Und das Formen der Kipferl geht auch recht flott. Nach dem Backen sollen sie noch in Vanillezucker gewälzt werden, aber ich habe es dieses Jahr anders gemacht. Wenn die Kipferl frisch aus dem Ofen kommen und sie noch leicht warm sind, dann sind sie sehr leicht zerbrechlich. Deswegen habe ich sie dieses Mal auf dem Blech gelassen und dick mit Vanille-Puderzucker bestäubt. Das geht auch und die Kipferl bleiben ganz.




mürbe Vanille - Kipferl, ca. 60 Stück
  • 250 g Dinkelmehl 630er
  • 125 g gemahlene Mandeln
  • 125 g Zucker
  • das ausgeschabte Mark einer Vanilleschote
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 250 g Butter

  • Puderzucker vermischt mit Vanillezucker zum Bestäuben

die trockenen Zutaten gut mischen und rasch die kühle Butter unterkneten. In zwei Rollen formen und in Klarsichtfolie verpackt für mindestens 1 Std. in den Kühlschrank stellen. Oder man bereitet den Teig einen Tag vorher zu und legt ihn in den Kühlschrank. Von der Rolle gleichmäßige Scheiben abschneiden und zu Kipferl formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech mit etwas Abstand legen.

160°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt
Backzeit ca. 20 Min. mittlere Schiene

die fertig gebackenen Kipferl noch heiß im Puderzucker-Vanillezucker wenden und auf einem Gitter auskühlen lassen. In einer gut schließenden Blechdose aufheben, falls man nicht sofort alle verputzt . . . 

Tipp: da die Kipferl im warmen Zustand sehr leicht brechen, sie einfach auf dem Blech mit dem Puderzucker-Vanillezucker bestäuben und auf dem Blech auskühlen lassen. 


das Foto kann  +++ Werbung +++  wegen Produktnennung enthalten




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Samstag, 24. November 2018

saftige Zimtsterne

In einem Monat ist schon Heiligabend, Kinder, wie die Zeit vergeht.  So langsam sollte ich auch einmal mit dem Backen anfangen. Dieses Jahr habe ich als erstes Zimtsterne gebacken. Letztes Jahr hat Marcel Seeger, der Konditormeister und Besitzer des Café Seeger in Nettetal-Lobberich, in der WDR-Sendung "hier + heute" Zimtsterne gebacken und dort das Rezept verraten. 
Wir kennen seine Zimtsterne, und ich kann euch sagen, das waren die besten Zimtsterne, die mein Mann und ich je gegessen haben. Phantastisch. So locker, saftig und schön würzig, mit knackiger Glasur, genau SO müssen Zimtsterne schmecken. Hach, ich hätte mich reinlegen können. So könnt ihr euch denken, wie ich mich gefreut habe, als Marcel sie letztes Jahr im TV gebacken hat. Direkt am nächsten Tag hatte ich sämtliche Zutaten besorgt um auch Zimtsterne backen zu können.

Meine Zimtsterne waren optisch zwar nicht ganz soooo schön geworden, wie man auf dem Foto weiter unten sehen kann, aber das ist ja sowas von egal, das wichtige ist ja der Geschmack. Und der war super. Sooo lecker, (fast) genau so gut wie seine . . . Danke, lieber Marcel, für dein tolles Rezept. Zimtsterne werden ab jetzt jedes Jahr gebacken. 

Wer sie nicht selber backen möchte und mal in die Nähe von Nettetal kommt, der sollte das Café Seeger auf jeden Fall besuchen. Deswegen mache ich auch gerne etwas +++WERBUNG +++. Nettetal-Lobberich liegt zwischen der A40 und der A61 und Venlo ist nur ca. 14km entfernt. Wer also auf dem Weg nach Venlo ist kommt fast dran vorbei. Im Café gibt es wunderbare Torten, leckere Pralinen und im Sommer wunderbares Eis (sehr zu empfehlen ist das Spaghetti-Eis . . . ).

Dieses Jahr habe ich nun auch Zimtsterne gebacken. Hatte ich schon in der Einleitung geschrieben. Aber ich habe dabei noch eine so genannte "Zimtstern-Backmatte" aus Silikon ausprobiert. Die Matte hat Vertiefungen in Sternform und einen Deckel mit Sternöffnungen. Der Teig wird in die Vertiefungen gegeben und glatt gestrichen. Dann legt man die Deckelmatte auf. Sie passt genau und verrutscht nicht. Die Öffnungen der Sterne bleiben offen und da hinein streicht man mit einer Palette die Eiweißglasur. Dann nimmt man den Deckel ab. Jeder Stern hat seine Glasur und alles kann nun abgebacken werden.


meine Zimtsterne von diesem Jahr

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Zimtsterne, gebacken in der Zimtstern - Silikonbackmatte
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von Hand ausgestochene und mit Glasur bestrichene Zimtsterne, das Foto ist vom letzten Jahr

Zimtsterne, ca. 50 Stück. Das Rezept ist von Marcel Seeger

für den Teig
  • 200 g Marzipanrohmasse
  • 3 Eiweiße
  • 250 g Puderzucker
  • 2 TL Zimt, gemahlen
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 300 g Mandeln, fein gemahlen
für die Glasur
  • 30 g Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 160 g Puderzucker
  • etwas Zitronensaft
zusätzlich: etwas Wasser und Speiseöl

Zubereitung
Marzipanrohmasse mit dem Eiweiß mit der Hand oder mit einem Handrührgerät mit Knethaken verkneten. Puderzucker, Mandeln, Zimt und Salz gut vermischen und mit der Marzipanmasse zu einem Teig verkneten. Den fertigen Teig in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht in den Kühlschrank geben. Einige gemahlene Mandeln auf eine Arbeitsfläche streuen und den Zimtsternteig darauf auf eine Dicke von ca. einem Zentimeter ausrollen.
Die Glasur
Eiweiß, Puderzucker und Zitronensaft mit einem Handrührgerät zu einer cremig-zähflüssigen Eiweißglasur aufschlagen. Die Glasur mit Hilfe einer Kuchenpalette oder eines Tortenhebers auf den ausgerollten Zimtsternteig dünn aufstreichen. *
In ein flaches Gefäß warmes Wasser mit etwas Speiseöl geben. Mit einem Zimtsternausstecher, Zimtsterne aus dem Teig ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Dabei jedes Mal vor dem Ausstechen den Ausstecher ins Wasser tauchen und kurz abschlagen. So kleben die Zimtsterne nicht am Ausstecher und lassen sich besser auf das Backblech legen.

Die ausgestochenen Zimtsterne im vorgeheizten Backofen bei 160° C Ober- und Unterhitze zehn bis zwölf Minuten backen. Sobald sich die Sterne mit den Fingern vom Backpapier hochheben lassen, sind sie fertig. Backt man sie zu lange, wird die Glasur braun und die Sterne werden trocken.
Nach dem Backen die Zimtsterne auskühlen lassen und dann genießen.

Tipp: Zimtsterne nach dem Backen am Besten in einer verschließbaren Dose aufbewahren, so bleiben sie länger frisch und saftig.

* ich habe die Sterne zuerst ausgestochen und dann aufs Backblech gelegt und die Sterne einzeln mit der Glasur bestrichen, weil mein Teig relativ weich war. Meine verwendeten Eier waren sehr groß und demnach war es etwas zu viel Eiweiß . . .

so bin ich bei der Backmatte vorgegangen:
Zuerst habe ich die Form mit Backtrennspray ausgesprüht. Den Teig habe ich hinein gefüllt und glatt gestrichen. Dann die Deckelmatte aufgelegt, darauf wurde die Eiweißglasur aufgetragen und die Deckelmatte abgenommen.
Das Backen mit der Silikonmatte dauert einiges länger. Nach 12 Minuten bei 150°C Heißluft habe ich die Matte aus dem Ofen genommen und die Sterne kurze Zeit später vorsichtig aus der Form genommen. Sie waren an der Unterseite doch noch recht weich. Dann habe ich sie mit dem Gesicht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt und nochmals einige Minuten bei Oberhitze 160°C nachbacken lassen, bis die Sterne an der Unterseite fest geworden sind. Nach dem Auskühlen kamen sie in eine Blechdose. So bleiben sie schön saftig und frisch.

. . . und hier seht ihr das Befüllen der Silikonform:




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Donnerstag, 22. November 2018

kleine selbstgebastelte Weihnachtsbäumchen als Tischdekoration

Wie gefallen euch diese hübschen Bäumchen? Mir gefallen sie so gut, dass ich dieses Jahr wieder welche gebastelt habe. Meine etwas andere Tischdekoration für die Weihnachtszeit habe ich mir vor 2 Jahren ausgedacht. Überall findet man Tannenbäumchen für die Deko. Egal ob aus Papier, Holz oder Kunststoff, mit und ohne Glitter, üppig oder reduziert, ich glaube es gab noch nie so viele verschiedene Dekobäumchen.

Bei uns im Garten muss jedes Jahr der große Wacholderbusch geschnitten werden und mir kam damals die Idee, daraus kleine Bäumchen zu fertigen. Und wie gefallen sie euch? Ich bin ganz begeistert, wie gut sie gelungen sind. Und als ich in meinem Deko-Fundus noch die beiden Winterfiguren aus Norwegen gefunden habe, da war meine Tischdeko schon fertig.

Dieses Jahr habe ich sie aber mit anderen Koniferen gebastelt. Seidenkiefer und Lebensbaum. Aber nehmen kann man ja was man möchte.

Man benötigt auch nicht sehr viele Materialien für die Bäumchen. Manches hat man vielleicht sogar noch zu Hause und schon kann es losgehen:

2018

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2016

pro Bäumchen benötigt man:
  • einen schmalen, hohen Tontopf (Rosentopf)
  • Steckmasse für Trockenblumen
  • etwas Moos oder  feine grüne Holzwolle/Ostergras
  • Bambus- oder Holzstöckchen
  • Wacholdergrün - Spitzen, Seidenkiefer, Lebensbaum oder ähnliches Grün
  • Blumendraht 
  • Zeitungspapier
  • eventuelle Deko für das fertige Bäumchen
  • Gartenhandschuhe
Das Wacholdergrün mit den Stielen nach oben zusammen fassen und von oben her rundherum mit Draht umwickeln, dass eine Tannenbaumform entsteht. Immer wieder kleine Spitzen dazu binden bis einem die Form gefällt. Das Bäumchen von unten her mit etwas zerknülltem Zeitungspapier ausstopfen. So bleibt die Baumform besser erhalten, wenn die Zweige eintrocknen. Die Größe richtet sich nach dem jeweiligen Geschmack und/oder dem Tontopf. 
Die Steckmasse in den ausgewählten Tontopf stecken, den Stab mittig einstecken und dann das Bäumchen auf den Stab stecken. Das Bäumchen mit der Schere vielleicht noch leicht an der Unterseite in Form schneiden. Dann das Moos um den Stab legen, den Baum nach Wunsch noch dekorieren, vielleicht alles noch etwas gerade rücken und . . . fertig.

Schon hat man den ersten Baum schon fertig, manch einer wird vielleicht einen kleinen Wald basteln. Aber auch "in groß" sieht so ein Baum super aus. Folglich ist das auch eine schöne Deko-Idee für den Balkon, die Terrasse oder man stellt einen vor die Eingangstür. 


das waren die ersten Versuche. Bei dem linken Baum habe ich als Untergrund noch einen Kegel aus Pappe verwendet, den ich mit Alufolie umkleidet und darum dann das Grün gewickelt habe.


Zutaten für einen Dekobaum. Das war der erste Versuch. Noch mit Alufolie umwickelten Pappkegel. . . 

2016

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Dienstag, 20. November 2018

rheinische Schneidebohnen (Tonnenbohnen)

heute habe ich mal bodenständig gekocht. Ich möchte euch ein Rezept aus dem Bereich "Heimatküche" vorstellen. Es handelt sich um das rheinische Rezept von "rheinischen Schneidebohnen". Wir haben zu Hause immer "Tonnenbohnen" dazu gesagt, weil diese Bohnen ähnlich wie Sauerkraut milchsauer vergoren werden. Sie werden auch Salzbohnen, Saure Bohnen oder Salz-Schneidebohnen genannt. Im Rheinland bekommt man sie schon fertig im Kühlregal der Lebensmittelläden von diversen Firmen. 

Traditionell kocht man daraus einen Eintopf, der aus den Bohnen, Kartoffeln, Zwiebeln, Speck und Mettwurst (oder Kasseler) gekocht wird. Das geht so schnell, dass man schon fast von Fast-Food sprechen könnte. . . innerhalb von 40 Min. kann man locker am Tisch sitzen und sich das Essen schmecken lassen.





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Zwiebeln, geräucherte Mettwürstchen und etwas durchwachsener Speck werden hier etwas angebraten




und so koche ich die "Tonnenbohnen":

für 3 - 4 Portionen:
  • 500 g rheinische Schneidebohnen
  • 4-5 dicke mehlige Kartoffeln, gewürfelt
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • etwas gewürfelter, durchwachsener Speck
  • etwas neutrales Öl (Sonnenblume oder Raps)
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • Maggi
  • geräucherte Mettwürstchen 

Zubereitung:

die Bohnen werden in einem Sieb unter fließendem Wasser gut gespült, damit das Salz abgewaschen wird. Solange spülen, bis das Wasser nicht mehr milchig ist. Jetzt gibt man sie in einen ausreichend großen Topf. Die geschälten und gewürfelten Kartoffeln kommen auf die Bohnen. In einer kleinen Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebeln golden anbraten. Die Speckwürfelchen dazu geben und ebenfalls anbraten. Gibt man nicht die gesamte Mettwurst in den Topf, dann kann man noch die Mettwurst grob würfeln und auch kurz anbraten. Die angebratenen Zwiebel-Speck-Wurst-Würfel gibt man zu den Bohnen und Kartoffeln. Werden ganze Mettwürstchen verwendet, diese einige Male anpieksen und oben auf legen. Zuletzt wird ca. 300 ml frisches Wasser auf das Ganze gegeben, leicht gepfeffert und der Topf mit einem Deckel verschlossen. Salz oder Brühe wird nicht zugegeben, da die Bohnen schon genug Salz abgeben werden. 

Den Eintopf nach dem Aufkochen auf kleine Flamme schalten und ca. 30 Min. kochen. Wenn die Kartoffeln schön weich sind, mit einem groben Kartoffelstampfer alles kurz durchstampfen. (die ganzen Mettwürstchen vorher herausnehmen) Der Eintopf sollte nicht zu "trocken" sein, evtl. mit etwas Wasser verdünnen. Jetzt wird abgeschmeckt. Evtl. noch mit etwas Pfeffer und, wie meine Mutter es immer gemacht hat (und ich auch immer mache. . . ), mit einem ordentlichen Spritzer Maggi abschmecken. Lecker. Auch wenn einige jetzt laut schreien - Maggi, wie kann man nur. Aber das ist auch eine Kindheitserinnerung für mich. Und Maggi rundet hier wirklich das Essen schön ab. Aber das Abschmecken mit Maggi ist natürlich kein Muss. 

Nun ist das Essen fertig, man kann es sich schmecken lassen. Da wünsche ich einen guten Appetit.

Tipp: aufgewärmt schmeckt es eigentlich noch besser. . .






Sonntag, 18. November 2018

Chicken Fajitas

Howdy folks, so begrüßt man sich in Texas. . . Ab und zu haben wir Appetit auf ein amerikanisches Gericht. Dann stellt sich immer die Frage, was soll es denn geben. Meistens werden es dann Fajitas. Denn wer einmal in Texas war, der kommt an TexMex - Food nicht vorbei. Mexikanische Restaurants und Steakhäuser gibt es dort an jeder Ecke und so ist es kein Wunder, dass auch wir Liebhaber der TexMex-Küche sind. Wie sagen wir immer: TexMex-Food ist immer good . . . 😉

Heute möchte ich euch "Chicken - Fajitas" vorstellen. Wer sie nicht kennt sollte sie auf jeden Fall mal probieren. Fajitas sind mittlerweile in Deutschland auch bekannt, aber als wir vor 20 Jahre in Texas waren, da war das komplettes Neuland für uns. 

Fajitas sind gefüllte Weizentortillas, die mit würziger Füllung von Hähnchenfleisch (oder auch Pute oder Steak), Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Guacamole, Sourcream und etwas Reis gefüllt werden. So haben wir sie in Wichita Falls im Norden von Texas, Nahe der Grenze zu Oklahoma, immer gegessen. Das Geheimnis ist die mexikanische Würzmischung, die auf jeden Fall Cumin (Kreuzkümmel) und Chilipulver enthält.
Ich empfehle euch eine fertige Gewürzmischung, die man mittlerweile auch hier in Deutschland bekommt. Sollte man kein Fajita-Gewürz bekommen, dann kann man auch Taco-Gewürz nehmen. Fajitarezepte gibt es bestimmt wie Sand am Meer, hier ist unsere Version der Fajitas, wie wir sie am liebsten essen:


zusammengeklappt kann man sie so nicht auf die Faust nehmen, wir essen sie immer mit Messer und Gabel

Chicken - Fajitas  für 4 Personen:
  • ca. 500 g Hähnchenbrust *
  • 1 Tütchen "Fajita-Gewürzmischung" 
  • neutrales Öl
  • Pfeffer
  • Salz
  • 2 dicke Zwiebeln
  • 2 rote , große Paprika, 
  • 2 entkernte große Tomaten
  • ca. 200 ml Salsa
  • 1 - 2 Becher SourCream (Schmand)
  • Guacamole  von einer großen Avocado
  • etwas gekochter Reis
  • 8 mittelgroße Weizentortillas

Zwiebeln, Paprika und Tomaten in nicht zu breite Streifen schneiden. Das Fleisch fein schnetzeln und in heißem Öl kross anbraten und mit der Gewürzmischung würzen. Aus der Pfanne nehmen, warmstellen und die Zwiebel golden anbraten. Das Fleisch wieder dazu geben, alles mischen und weiterbraten. Die Paprika und Tomate ebenso zugeben und kurz mitbraten. Die Salsa dazugeben, alles erhitzen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
Die Tortillas abgedeckt in der Mikrowelle erhitzen und warmhalten. SourCream, Reis und Guacamole bereit stellen.

gegessen werden die Fajitas folgendermaßen:
die erwärmte Tortilla auf einen Teller legen, mit Schmand und Guacamole bestreichen. Etwas Reis auf die halbe Seite geben und verteilen. Nun die Fleischmischung ebenso. Die andere Hälfte der Tortilla darüber klappen und schon kann das Schlemmen beginnen. Guten Appetit. Normalerweise füllt man nur etwas Füllung in eine Tortilla und verschließt diese wie einen Briefunschlag und isst sie so auf der Faust. Aber wir bevorzugen die zuvor beschriebene Variante und nehmen dazu Messer und Gabel.

* Tipp: anstelle von Hähnchen kann man auch Pute oder Steak (z.B. Flanksteak) verwenden. Das Steak bitte nur medium braten und als letztes unter die fertige Gemüse-Saucenmischung geben.



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Freitag, 16. November 2018

" Origami - Stars " . . . . hübsche Papiersterne 2018

Die Advents- und Weihnachtszeit steht schon vor der Tür und wer noch etwas basteln möchte, dem gefallen heute vielleicht meine hübschen, kleinen Papiersterne. 
Das Wetter ist jetzt teilweise usselig und man verbringt gerne seine freie Zeit in der kuscheligen Wohnung. In dieser Jahreszeit bastel ich sehr gerne und vielleicht habt ihr ja auch Lust noch einige Papiersterne zu falten. Ich finde, davon kann man nie genug haben und sie sind eine nette Deko auf dem Tisch. Im Internet gibt es eine wunderbare Anleitung für diese Sterne und ich habe mich schon letztes Jahr sofort an die Arbeit gemacht. Sie sehen sehr kompliziert aus und ich dachte schon, oh je, wie macht man die denn. Aber anhand des Videos sind sie doch sehr einfach zu falten. Wichtig ist nur, dass man exakt geschnittene Papierstreifen hat. Alles andere faltet sich dann fast von alleine. . .
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nacharbeiten und dekorieren.

*  dieser Beitrag enthält indirekt Werbung ohne Auftrag ( Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung )





den kleinen goldenen Stern habe ich noch mit Goldpaste betupft

Weil aber nicht jeder Videos im Internet anschaut, für den habe ich mal versucht, die Anleitung der Sterne im Bild festzuhalten. Ich hoffe, es ist mir einigermaßen gelungen. Wenn man einmal den Bogen raus hat, dann geht das Falten so einfach wie das Brezelbacken. Ich empfehle aber auf jeden Fall, sich das Video von Jo Nakashima * mal anzuschauen. 

Man benötigt:
  • Bastelpapier, Kopierpapier, festes Geschenkpapier oder Fröbelstern-Streifen
  • Lineal
  • Bleistift
  • Schere
  • Falzbein
Für den ersten Probestern empfehle ich einen Bogen normales Kopierpapier. Auf dem Bogen der Länge nach 2cm breite Streifen aufzeichnen und ausschneiden. Diese Streifen werden dann der Länge nach gefaltet, sie sind dann nur noch 1cm breit. Und schon kann man mit dem Falten beginnen (Bild 3). Dafür 2 Streifen zusammenstecken und wie gezeigt falten. Ist der Streifen zu Ende, einfach einen neuen Streifen einstecken (so 1cm tief) und weiter falten bis der gewünschte Stern in der gewünschten Dicke fertig ist. Man kann entweder einen Stern mit 5 Zacken falten oder aber auch einen mit 6 Zacken.
Je breiter die Streifen geschnitten werden, je größer werden die Sterne.


In Bild 3 werden die Streifen auf Eck gesteckt, in Bild 4 die Spitze nach unten falten.


Die beiden Streifen in Bild 5 nach oben klappen, in Bild 6 zuerst den linken Streifen über den rechten falten und dann den rechten nach unten. Das Ganze wie in Bild 5 wiederholen (Bild 7). Das wird die erste Spitze. So weiter arbeiten  wie in den nächsten Bildern, bis 5 oder 6 komplette Zacken entstanden sind. Beim unteren Foto rechts sieht man 6 Spitzen. Die unterste Spitze wird in die Lücke (siehe Bild 8) gesteckt und man hat 5 Spitzen.

das wird der Stern mit 5 Zacken


nachdem 5 Spitzen entstanden sind, faltet man die Streifen abwechselnd nach rechts und links über die Spitzen (die oberen beiden Fotos). Ist der Streifen zu Ende, einfach einen neuen Streifen ca. 1cm tief einstecken und weiter falten. Das Ganze wiederholen bis der gewünschte Stern in der gewünschten Dicke fertig ist.



wer sich  das Falten  der schönen Sterne noch in bewegten Bildern  anschauen möchte , der schau sich  bitte  Jo Nakashimas  Film "Origami Straw Stars" *  an.  Er zeigt sehr anschaulich, dass  das Falten wirklich nicht schwer ist. 


*  https://www.youtube.com/watch?v=Nly4s1NTbWU&list=PL5jDTd07plNCAqcMAhLYhGt7IYR9VK4r9

* dieser Beitrag enthält indirekt Werbung ohne Auftrag ( Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung )


Übrigens, für die Sterne kann man auch sehr gut vorgefertigte, breitere Origami- oder Fröbelstern - Streifen nehmen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Basteln.


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auch nett als kleines Mitbringsel zum Adventskaffee

hier habe ich gemusterte Streifen für "Fröbel-Sterne" verwendet

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Mittwoch, 14. November 2018

Apple Crumble Biskuits mit kernigen Haferflocken

Resteverwertung kann so lecker sein. Ich hatte noch Boskoop Äpfel, die dringend weg mussten, desweiteren fand sich noch eine Rolle Buttermilch Brötchen Teig im Kühlschrank. Und endlich wollte ich auch etwas mit kernigen Haferflocken * backen.
Gesagt getan, mir kam dann die Idee eines Apple Crumbles mit Boden. Und so entstanden ruckzuck ein paar leckere Crumbles. Im Grunde genommen hätte ich nur Crumbles herstellen sollen, meine Güte, was waren die lecker. So knusprig und mit einem Hauch von Zimt. Klasse. Mein Mann und ich waren ganz begeistert. 
Diese leckeren Apple Crumble (auch ohne Boden) wird es bestimmt öfter geben. Sie sind so schnell gemacht und wirklich sehr, sehr lecker. Auch einen Apfelkuchen habe ich schon mit Haferflocken * gebacken. Das Rezept folgt bald auf meinem Blog.




meine  Apple Crumbles Biskuits    12 Stück
  • 1 Rolle Buttermilch Brötchen aus dem Kühlregal
  •  
  • ca. 500 g Boskoop Äpfel
  • etwas Zitronensaft
  • einige Rosinen
  • etwas Zimt

  • 120 g Dinkelmehl 630er
  • 50 g kernige Haferflocken *
  • 50 g Brauner Zucker
  • 1 große Prise Vanillesalz 
  • 1/2 Teel. gemahlener Ceylon-Zimt
  • 100 g weiche Süßrahmbutter
  •  
  • Cocktailkirschen als Verzierung

Vorbereitung:
Die Äpfel schälen, entkernen und grob würfeln. Zusammen mit dem Zitronensaft, den Rosinen und dem Zimt sowie ganz wenig Wasser abgedeckt in ca. 10 Min. weich kochen. Abkühlen lassen und beiseite stellen.

für die Crumble:
die trockenen Zutaten mischen, die weiche Butter dazu geben und alles mit Hilfe einer Gabel zu schönen Crumbeln (Steuseln) mischen. 

Den Backofen auf 175°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Zubereitung:
den Teig der Biskuits aus der Packung nehmen und jedes Biskuit teilen, so dass 12 Stücke entstehen. Eine 12er Silikon-Muffinform mit Backtrennspray aussprühen und in jede Vertiefung ein Stück Teig legen. Eventuell etwas auseinander drücken, der Boden soll bedeckt sein.
Auf jeden Teigboden einen dicken Klecks Apfelmus geben und dann die Crumble großzügig auf dem Apfelmus verteilen.

Die Form in die Mitte des vorgeheizten Backofens schieben und die Crumbles in ca. 25-35 min. golden backen. 
Aus der Form lösen und abkühlen lassen, nach Wunsch mit einer Cocktailkirsche verzieren. Die Crumbles schmecken sowohl lauwarm als auch kalt.

* dieser Beitrag enthält +++ Werbung/Kooperation +++ wegen Verlinkung und Markennennung:
Der Verband der Hafermühlen stellte mir einige Haferprodukte kostenlos zur Verfügung und die heutigen Apple Crumble Biskuits sind mein erstes Haferrezept. Weitere werden bestimmt folgen. Denn Hafer - der Alleskönner - ist so vielseitig und auch sehr gesund. In den folgenden Links findet ihr ganz viel Infos rund um den #alleskörner Hafer:
https://www.alleskoerner.de/hafer/getreide/pflanze https://www.alleskoerner.de/ernaehrung/naehrstoffe/naehrwerttabelle https://www.alleskoerner.de/ernaehrung/gesundheit/herz-kreislauf-system www.alleskoerner.de
Eine Gemeinschaftskampagne der deutschen Hafermühlen im Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e.V.
                        

nun müssen sie noch ein wenig auskühlen und dann kann das Schlemmen beginnen


Making Of der Apple Crumble Biskuits mit kernigen Haferflocken *



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Montag, 12. November 2018

Papierschirmchen

Letztens fand ich irgendwo im Internet eine kleine Bastelei aus Papier. Niedliche Papierschirmchen, die als Deko ans Fenster gehängt werden können. Gerade im regnerischen Herbst ist das doch eine nette Idee. Mir gefielen sie so gut, dass ich sie direkt nachgearbeitet habe. Ich hatte stabile Pappkreise, aber mit festem Tonpapier geht es mit Sicherheit genauso gut. Je nachdem, wie dicht der Schirm werden soll benötigt man mehr oder weniger viele Kreise. Ich habe 9 Pappkreise pro Schirmchen verwendet, Durchmesser pro Kreis betrug ca. 8cm.
Das Basteln geht ganz einfach:




für ein Schirmchen benötigt man:
  • ca. 9 runde, bunte Papier- oder Pappkreise (Größe nach Wunsch) je nach Dicke des Materials
  • doppelseitiges Klebeband
  • Schere
  • dicker Draht oder ähnliches für den "Stock"
  • Klebstoff
  • Angelschnur zum Aufhängen
jeden Kreis zur Hälfte falten und dann zum Viertel falten. Mit einem kleinen Stück Doppelklebeband zusammenkleben. Sind alle Kreise gefaltet, dann die jeweiligen Viertel zusammen kleben, sodass ein Schirm entsteht. Darauf achten, dass mittig ein kleiner Spalt für den Schirmstock bleibt. Den Draht so biegen, dass oben eine Schlaufe für die Aufhängung entsteht und unten der Griff. Den Stock einschieben und mit Klebstoff festkleben. Nach dem Aushärten des Klebers ein Stück Angelschnur an der Öse befestigen und den Schirm aufhängen.

Ein Schirmchen aus Zeitungspapier sieht bestimmt auch hübsch aus. Ich wünsche euch viel Spaß beim Basteln.



das Foto hätte auch besser ausfallen können . . . aber "you got the idea", wie der Amerikaner sagen würde 


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viele Kreise ergeben so nach und nach ein Schirmchen


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Samstag, 10. November 2018

" Futjes " nordfriesische Leckerei aus Brandteig

Letzte Woche waren wir bei schönstem Herbstwetter endlich mal wieder in Husum/Nordfriesland. Aber nicht nur Krabbenbrötchen gehören dort zu unserem kulinarischen Pflichtprogramm, sondern auch Futjes. Diese hatten wir schon ewig nicht mehr gegessen und sogleich beschloss ich, sobald wir nach Hause kommen, werde ich mal wieder welche backen.

Nun fragt ihr bestimmt, was sind denn Futjes. Das sind aus Hefeteig ausgestochene, süße Krapfen, die in einer speziellen Krapfenpfanne oder aber auch in der Friteuse golden ausgebacken werden. Futjes gibt es in Nordfriesland traditionell am Silvesterabend, wenn die Kinder zum "Rummelpott-Laufen" um die Häuser ziehen. Sie klopfen verkleidet an die Haustür, sagen einen Spruch in Plattdeutsch auf und bitten um Süßigkeiten. Außer dem üblichen Süßkram werden auch Futjes verteilt. Das Gedicht geht so. Ich hoffe, ich habe es richtig aufgeschrieben:
Rummel rummel ruttje, krieg ik noch een Futtje?
Krieg ik een blev ik stohn, krieg ik twee will ik gohn.
krieg ik dree wünsch ik Glück dat de Oosche mit de Posche ut de Schonsteen rutflücht.
und hier die sinngemäße Übersetzung des Rummelpott-Verses. Nordfriesen mögen mich bitte verbessern, falls die Übersetzung nicht so ganz stimmt . . .
Rummel, rummel, Rutsche, bekomme ich noch ein Futje? Bekomme ich eins, bleibe ich stehn, bekomme ich zwei will ich gehn. Bekomme ich drei wünsch ich Glück, dass die Alte mit ihrem Allerwertesten aus dem Schornstein rausfliegt.

So, nun kennt ihr auch das nordfriesische Rummelpott-Gedicht, jetzt geht es aber ans Rezept.




Statt der Futjes aus Hefeteig habe ich dieses Mal aber Futjes aus Brandteig gebacken. Ich habe sie in einer Krapfenpfanne gebacken. Hach, sie waren richtig saftig und sehr lecker. 

Futjes (Rosinen - Krapfen) aus Brandteig 
  • 250 ml Wasser
  • 4 Eßl. Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 2 Eßl. Vanillezucker

alle Zutaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen, 
  • 200 g Mehl

in die kochende Flüssigkeit schütten und sofort mit einem Holzlöffel glattrühren. Solange abrösten, bis sich auf dem Boden eine weiße Schicht bildet und die Masse sich vom Topf löst. In eine Schüssel umfüllen und einige Zeit abkühlen lassen. Dabei ab und an umrühren.
  • 2 Eier

nacheinander mit einem Knethaken unterrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Zuletzt 
  •  100 g abgetropfte Rosinen, die vorher in etwas Wasser und Rum* eingeweicht waren,

unterrühren. Der Teig wird jetzt zu kleinen Kugeln (in Golfball-Größe) geformt und in heißem Sonnenblumen- oder Rapsöl golden frittiert oder aber in einer speziellen Pförtchen/Futjes/Ebleskiver/Ballbäuschen/Poffertjes - Pfanne auf mittlerer Hitze rundherum gebacken. Das kann pro Backdurchgang durchaus ca. 5-8 Minuten dauern. Lieber etwas länger backen lassen, damit sie innen gar werden.

Nach dem Backen in Zimt-Zucker wälzen und frisch genießen. guten Appetit

* wenn Kinder mitessen bitte den Rum weglassen






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