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Dienstag, 10. Februar 2026

turboschnelle, kleine Schweineöhrchen

Wenn man zum Kaffee etwas Süßes haben möchte, dann bieten sich diese kleinen, turboschnellen Schweineöhrchen sehr gut an. Sie sind schnell gebacken, die Menge, die man daraus bekommt, ist auch nicht so klein und man kann sie in einer gut schließenden Dose ohne Weiteres noch einige Tage aufheben.

Da ich fast immer eine Rolle Blätterteig im Kühlschrank habe, steht dem schnellen Gebäck nichts im Wege. Und schon kann es losgehen.




🐷 Schweineöhrchen 🐷

  • 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
  • etwas Milch zum Bestreichen (oder etwas Wasser)
  • Zimt
  • Zucker bzw. Brauner Zucker

den Blätterteig etwa 10 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen. Den Backofen auf 190°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Den Teig entrollen und mit etwas Milch bestreichen oder mit etwas Wasser besprühen. Die komplette Teigplatte nun mit Zimt und Zucker nach Geschmack mehr oder weniger dick bestreuen. Durch den leichten Milch- bzw. Wasserfilm haftet der Zucker besser. 

Von beiden Längsseiten her den Teig jetzt aufrollen. Dafür jede Längsseite bis zur Mitte rollen bzw. falten, bis sich die Teigrollen treffen. Die Teigrolle mit etwas Milch bestreichen und nochmals mit etwas Zucker bestreuen oder darin wälzen.

Dann die Teigrolle in ca. 1cm dünne Scheiben schneiden und diese mit der Schnittfläche nach oben mit etwas Abstand zueinander auf das Backblech legen. Die Scheiben eventuell noch etwas flachdrücken bzw. ausrichten.

Das Blech in den vorgeheizten Ofen schieben und die Öhrchen nach Sicht leicht golden backen. Das dauert ca. 15 Minuten.

Die Öhrchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Frisch gebacken schmecken sie am besten. Aber man kann sie auch abgekühlt einige Tage in einer gut schließenden Dose aufbewahren.




🐷🐷🐷


















Freitag, 30. Januar 2026

knusprige "Hühnerhaut"

Im Internet wird im Moment viel mit Reispapier gezeigt. Alles mögliche wird darin eingewickelt, dann gebraten, luftgeföhnt oder sonstwie frittiert.

Nun habe ich mal wieder etwas ausprobiert. Ich habe knusprige "Hühnerhaut" fabriziert. Zu der Idee kam ich, als der Airfryer nach einer großen Portion Bratkartoffeln noch warm war. Eine angebrochene Packung Reispapier hatte ich noch und da dachte ich mir, jetzt ist die Gelegenheit da, das mal zu testen.

Ich hatte noch Reispapierblätter von "superschnellen Apfeltaschen" und von den "Sommerröllchen" übrig. Wenn man die Packung wieder luftdicht verschließt, dann halten sich die Blätter ewig.

Was soll ich euch sagen, das sehr knusprige Ergebnis war super lecker und hat uns beiden gut geschmeckt. Ich war so erstaunt, wie lecker das doch war und wie flott das ging. 

Jetzt fragt ihr bestimmt, warum soll man das Ausprobieren? Nun ja, wenn einem beim Fernsehabend der kleine Hunger zum Knabbern überkommt, dann ist das eine leckere, schnelle Knusperidee. Oder wer gerne gebratene Hähnchen zubereitet und einem die Haut bei dem Gockel immer zu wenig ist, der könnte sich mit diesem kleinen Trick helfen. Probiert es aus, ihr werdet erstaunt sein, wie lecker das doch ist.

Würzen kann man das Öl natürlich auch mit anderen Gewürzen, je nach Geschmack stelle ich mir eine Curry- oder mexikanisch angehauchte Version auch lecker vor.

Und so wird diese knusprige "Hühnerhaut" zubereitet. Ich hatte zum Testen und Ausprobieren zwei Blätter Reispapier genommen, so habe ich das jetzt auch aufgeschrieben.


Das war die Ausbeute von zwei Reispapierblättern. Sie sehen der echten Hühnerhaut erstaunlich ähnlich.


Man benötigt für die  Knusprige "Hühnerhaut"

  • 1 Esslöffel neutrales Öl
  • ca. 1 Teelöffel Hähnchen - Gewürzmischung
  • alternativ Paprika, Pfeffer und Salz oder die Lieblings Gewürzsalzmischung
  •  
  • 2 Bögen Reispapier
  • 1 flacher Teller mit lauwarmen Wasser
  • Silikonpinsel

Das Öl verrührt man mit den Gewürzen, in einen flachen, großen Teller gießt man lauwarmes Wasser.

Ein Blatt Reispapier legt man kurz in das Wasser, wendet es und wenn es weich wird, dann ist es schon gebrauchsfertig. Das dauert nur ein paar Sekunden.
Das Blatt heraus nehmen, abtropfen lassen und auf einer großen Unterlage beidseitig mit dem Gewürzöl bestreichen. Das Blatt dann zur Hälfte zusammen falten und dann halbieren. So hat man zwei Viertelkreise.
Das Prozedere mit dem zweiten Blatt wiederholen.

Die gewürzten Dreiecke in den Airfryer legen und bei "Airfry 200°C" in ca. 8 - 10 Minuten golden backen. Zwischendurch kurz vor Ende der Backzeit die Schublade rütteln, man hört ein Rascheln, wenn die Blätter auf dem Boden rutschen und somit knusprig sind.

Alternativ klappt das bestimmt auch im Backofen, dann würde ich das gewürzte Reispapier auf eine Pyramiden-Backmatte oder Gitter legen und bei 200°C Umluft backen. Oder auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, dann müssen sie bestimmt gewendet werden, damit beide Seiten schön knusprig werden.


Oben links: die mit Gewürzöl bepinselten Dreiecke Reispapier vor dem Backen.
oben rechts: die fertigen Dreiecke.
unten links: die fertige knusprige "Hühnerhaut".
unten rechts: Im Anbiss sieht man die Luft zwischen den Schichten.













Freitag, 5. Dezember 2025

Quittenkonfekt

Dieses Jahr gab es nicht nur viele Äpfel sondern auch etliche Quitten. Von lieben Freunden bekam ich eine größere Menge geschenkt, von denen ich immer noch einige Früchte hatte.

Nicht nur Quittenmus schmeckt sehr gut, sondern auch superschnelle Quittentaschen. Jetzt dachte ich mir, ich koche aus ein paar Quitten mal etwas Quittenkonfekt.

So ein Quittenkonfekt ist auch schnell zubereitet, man benötigt nur ein paar Tage Wartezeit, bis das Konfekt komplett servierfertig ist. Es ist schön fruchtig geworden. Und schön süß. Im Grunde genommen zu süß, aber anders geht es leider nicht, denn Zucker ist ja bekanntlich ein Konservierungsmittel. Da man auch nur kleine Stückchen schnabulieren sollte, hält sich die Zuckermenge für den jeweiligen Tag doch sehr in Grenzen. Aus diesem Grunde habe ich das Quittenkonfekt in kleine Quadrate geschnitten, denn so dick ist es auch nicht geworden. Dafür aber sehr lecker.



Quittenkonfekt

  • 700 g Quitten (Apfelquitten)
  • ca. die 300 g Gelierzucker 2:1
  • 3 Esslöffel Zitronensaft 
  • etwas Vanille

  • Backblech mit Backpapier

  • Zucker zum Wälzen


Die Quitten waschen, vierteln und den Blütenansatz entfernen. Die Quitten jetzt in einen Topf geben und knapp mit Wasser bedecken. Den Deckel aufsetzen und alles zum Kochen bringen.

Wenn alles kocht, die Hitze reduzieren und die Quitten ca. 20 Minuten köcheln lassen. Sie sollen gar sein. Das Wasser abschütteln und die Quitten etwas abkühlen lassen.

Das Kerngehäuse der weichgekochten Quitten entfernen, die Quitten abwiegen und mit dem Zauberstab fein pürieren. Dann den Gelierzucker (die Hälfte des Quittengewichts) dazu geben, ebenso den Zitronensaft und die Vanille. 

Unter Rühren nun zum Köcheln bringen und das Mus ca. 15 Minuten leise köcheln lassen, bis es deutlich andickt. Dabei immer wieder rühren, damit nichts anbrennt. 

Etwas Mus auf einen kalten Teller geben, es sollte recht schnell richtig fest werden. Dann ist das Mus fertig.

Ein Backpapier auf ein Backblech legen, das Mus auf dem Papier verteilen und bis zum Rand glattstreichen. 

Das Blech an einen warmen Ort stellen, das Mus soll durchtrocknen. *

Nun heißt es warten. Das Durchtrocknen wird einige Tage bis eine Woche dauern. Wenn es sich leicht von der Backunterlage löst und sich ledrig anfühlt, dann ist das Konfekt fertig.

Das Quittenkonfekt wird nun in kleine Quadrate, Rauten, Dreiecke oder Rechtecke geschnitten und die einzelnen Stückchen werden in Zucker gewälzt.

Dann wird das Quittenbrot in gut schließende Dosen oder Gläser verpackt und kühl gestellt. 

Das Quittenkonfekt ist auch ein leckeres Mitbringsel.

* hat man zufällig etwas im Backofen gebacken und der Ofen hat noch Restwärme, dann kann man das Blech noch in den warmen Ofen stellen. Die Tür sollte aber etwas offen bleiben, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.






Quitten über Quitten. Die Ernte war dieses Jahr sehr groß.


Eine einzelne Apfelquitte wog 511 g. Wahnsinn.







Freitag, 1. August 2025

Stroopwaffeln

Letztens habe ich seit ewigen Zeiten mal wieder mein 70er Jahre  Zimtwaffeleisen aus dem Schrank geholt. Ich wollte mich mal an Stroopwaffeln versuchen. Diese Stroopwaffeln sind grob beschrieben knusprig-süße Waffeln, die mit Karamellsirup zwischen Deckel und Boden befüllt werden. Sie stammen aus den Niederlanden. Man bekommt sie dort in jedem Supermarkt und von vielen Firmen.  Lecker sind sie alle. 

Die Original Stroopwaffeln sind rund, ca. 8cm im Durchmesser und sie werden nach dem Backen direkt mit einem Ring ausgestochen, dann quer durchgeschnitten und befüllt.

Jedes Mal, wenn wir mal wieder in Holland sind, dann nehmen wir uns auch immer ein Päckchen Stroopwaffeln mit. Nun habe ich mich mal an das Backen von Stroopwaffeln herangewagt. Und ich muss sagen, sie sind gut geworden.

Allerdings konnte ich bei meinem alten Eisen die gebackene, dünne Waffel nicht quer durchschneiden, die Waffeln waren zu dünn. So habe ich zwei dünne Waffelblätter mit dem Sirup zusammen geklebt. Das ging doch besser als gedacht.

Die fertig ausgekühlten Waffen habe ich dann in einer gut schließenden Blechdose aufbewahrt. Sie halten sich dort einige Zeit gut frisch, können gut durchziehen und schmecken so noch besser.

Gebacken habe ich die Stroopwaffeln nach folgendem Rezept. 





Die eine Seite der Waffel hat ein Muster, die Rückseite ist dann "kariert".

Stroopwaffeln  

Teig:

  • 200 g Weizenmehl
  • 50 g braunen Zucker oder Rohrohrzucker 
  • 100 g zimmerwarme Butter
  • 1 Ei
  • 1 Esslöffel Milch
  • 1 gehäufter Teelöffel Zimt
  • 1 Prise Salz

Sirup:

  • 100 g Zuckerrübensirup
  • 50 g brauner Zucker oder Rohrohrzucker
  • 50 g Butter
  • 1/2 Teelöffel Zimt 


Alle Zutaten für den Teig mit Hilfe der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Er hat die richtige Konsistenz, wenn er noch leicht kleberig ist.

Den Sirup langsam erhitzen, den Zucker darin auflösen und dann die Butter dazu geben und schmelzen lassen und mit Zimt würzen. Den Sirup warm halten. 

Aus dem Teig kleine Bällchen in Größe einer 1 Euro Münze rollen. In einem Hörncheneisen die Kugeln nacheinander golden backen. Das Eisen dabei herunter drücken, die Waffeln sollen ganz flach sein. Die noch heiße Waffel ggfls. noch etwas in Form schneiden oder ausstechen.

Wenn es geht, die Waffel sofort quer in zwei Teile durchschneiden, etwas Sirup auf die eine Hälfte geben und den Deckel auflegen, Waffel zusammen drücken und auskühlen lassen.

Bei mir hatte es leider nicht geklappt, die Waffel quer durchzuschneiden. So habe ich 2 dünne Waffeln mit dem Sirup zusammen geklebt. Der Sirup soll bis zum Rand der Waffel reichen. Das klappte besser als gedacht.

Die Waffeln auf einem Kuchenrost auskühlen lassen und in einer gut schließenden Blechdose aufbewahren.



Hier sieht man die Teigkügelchen, die dann im Eisen ausgebacken und anschließend gefüllt werden. 


So sehen die gefüllten Stroopwaffeln dann aus. Der Sirup reicht bis zum Rand und beide Hälften kleben dadurch gut zusammen.


Zum Kaffee oder Cappuccino passen die Stroopwaffeln sehr gut.







Freitag, 6. Dezember 2024

leckere Kränzchen aus Salzbrezeln

Letztes Jahr hatte ich zu Weihnachten kleine Kränzchen aus Salzbrezeln "gebastelt", die ich mit etwas Zuckerdeko verziert hatte. Diese Kränzchen sehen nicht nur sehr hübsch aus, sie schmecken auch gut und machen richtig was her.

Wenn man sie nicht sofort verspeisen oder auch lieber verschenken möchte, dann ist es ratsam, sie nach dem Fertigstellen und Auskühlen gut in Klarsichtfolie halbwegs luftdicht zu verpacken, damit sie knusprig und frisch bleiben.



für ein Kränzchen aus Salzbrezeln benötigt man:

  • 12 kleine Salzbrezel
  • geschmolzene Zartbitterschokolade
  • Zucker- oder Schokoladenstreusel zur Deko

Die Schokolade mit einem großen Küchenmesser fein hacken und im Wasserbad schmelzen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen und die Salzbrezel bereit stellen. Ebenso die Streudeko. Auf ein Backblech passen vier fertige Kränzchen. Möchte man mehr zubereiten, dann weitere Bögen bereit legen.  

Aus sechs Brezeln wird nun ein Kreis gelegt. Dann jede Brezel einzeln mit den zwei Öffnungen in die geschmolzene Schokolade tauchen und auf das Backpapier legen. Den nächsten Brezel anlegen und so weiter verfahren, bis ein Kreis entstanden und geschlossen ist. Bei Bedarf noch etwas zurechtrücken. 

Für die zweite Lage den Vorgang wiederholen, dabei aber die erste Brezel versetzt auf die unteren zwei Brezel legen. Weiterverfahren, bis auch hier der Kreis geschlossen ist. Fertig ist das Kränzchen.

Als Abschluss Deko nach Wunsch aufstreuen und alles festwerden lassen. Nach dem Festwerden der Schokolade ist das Kränzchen recht stabil. Dann vorsichtig vom Backpapier abheben und dann kann es entweder in Folie, Tütchen & Co. verpackt werden oder gleich als Deko auf den Essteller gelegt werden.


Auch als Tellerdeko sehr gut geeignet.



Jetzt muss die Schokolade nur noch festwerden.




Die Kekse hatte ich nach diesem Rezept gebacken.



Samstag, 30. November 2024

Taralli pugliese und eine Rundreise durch Apulien

Anfang Oktober waren wir für eine Woche auf einer Rundreise in Italien. Apulien war unser Ziel. Vom Gargano, dem  Stiefelsporn Apuliens ging es bis zur Absatzspitze im Salento. Und als Highlight der Reise fuhren wir ins benachbarte Matera, das aber schon zur Basilikata gehört. 

Im Gargano besuchten wir Vieste, die hübsche Küstenstadt mit hunderten von Stufen und Treppen in der Altstadt und den Foresta Umbra. Ein wunderschöner, "schwarzer" Wald der von Buchen dominiert wird und der zum Glück unter Naturschutz steht. 

Auch der Ort Monte Sant' Angelo, hoch über der Adria gelegen, war beeindruckend. Die Grotten- und Wallfahrtskirche San Michele sowie ein normannisches Kastell sind recht eindrucksvoll. Am Ort des heutigen Monte Sant' Angelo erschien der Legende nach im Jahr 492 der Erzengel Michael den Hirten.

In Baris Altstadt haben wir gesehen, wie Orecchiette in einer Gasse hergestellt werden. Hier gab es viel zu sehen. Trani, ein ebenso hübsches Hafenstädtchen mit schöner Promenade und vielen Baudenkmälern haben wir auch besucht. Dann die Krone Apuliens, das "Castel del Monte". Dieses achteckige Gebäude ist ein Bauwerk aus der Zeit des Staufer­kaisers Friedrich II. und weithin sichtbar, da es auf einem Hügel liegt. Das Schloss wurde um 1250 errichtet und man weiß im Grunde bis heute nicht so richtig wofür es gebaut wurde und ob der Stauferkaiser es überhaupt besuchte.

Unsere Reise führte uns außerdem durch ausgedehnte Olivenhaine. Millionen Olivenbäume wachsen in Apulien, leider hat das Bakterium Xylella fastidiosa (dt. Feuerbakterium) viele Bäume befallen,  sie sterben letztlich durch Wassermangel. Etliche Bäume sind komplett zerstört und man sieht nur noch die toten Bäume. Das macht einen ganz traurig. Aber man ist dabei resistente Bäume zu züchten, die dann in ein paar Jahren die zerstörten Bäume ersetzen können.

Natürlich besuchten wir auch Alberobello, die Stadt der Trulli. Wie kleine Schlumpfhäuser stehen Trullo an Trullo und mehrere Trullo (das ist jeweils ein Raum) bilden ein Trulli. Alle erstrahlen in weiß und das Dach besteht aus Kalksteinplatten, die ohne Mörtel aufgeschichtet sind. Uns gefielen die Trulli sehr gut, ich fand sie ganz bezaubernd. Leider ist mittlerweile alles sehr touristisch aufgezogen und auch mehr als gut besucht.

In der Nähe besuchten wir neben einer Olivenmühle mit Verkostung noch das hübsche Städtchen Cisternino. Die Altstadt gehört zu den schönsten Altstädten Italiens. Aber nicht nur da hat es uns super gut gefallen, die "weiße Stadt" Ostuni, die auch von der Adria aus weithin sichtbar ist, hat ihren Flair. Genau wie Lecce, das Florenz des Südens. Die barocke Stadt ist in beigem Sandstein gehalten. 

Otranto an der Adria ist der östliche Punkt Apuliens. Bei gutem Wetter soll man sogar Albanien jenseits der Adria sehen können. Hauptanziehungspunkte der Stadt sind die Kathedrale Santa Annunziata mit wunderschönen Bodenmosaiken (1163–1165), die Festung Castello Aragonese sowie die kleine byzantinische Kirche San Pietro. Und die von einer mächtigen Stadtmauer umschlossene Altstadt ist im Sommer eine der Hauptattraktion. Ein wirklich sehr hübsches Städtchen. 

Am ionischen Meer beeindruckte uns Gallipoli. Die weitläufige Altstadt auf einer Insel ist fast ganz vom Meer umgeben und es macht sehr viel Spaß durch die vielen Gassen und Gässchen zu bummeln. 

An der Südspitze Apuliens,  im Salento, treffen die Adria und das ionische Meer aufeinander. Dort befindet sich der kleine Ort Santa Maria di Leuca. Ein Leuchtturm hoch über den Klippen weist den Seefahrern den Weg. Petrus soll hier bei seiner Reise nach Rom an Land gegangen sein und gepredigt haben. Dabei sei der Minerva-Tempel eingestürzt. Die Jungfrau Maria soll einigen Booten vor der Küste in Seenot geholfen haben, wonach „Santa Maria“ dem Namen Leuca vorangestellt wurde. Die Basilika Santa Maria de Finibus Terrae, ebenfalls auf dem Kap gelegen, wurde in ihrer jetzigen Form zwischen 1722 und 1755 erbaut und gedenkt des Heiligen Petrus.

Wie schon erwähnt, besuchten wir als letzte Station Matera. Bekannt geworden ist die Stadt mit ihren Höhlenwohnungen  hauptsächlich durch den letzten James Bond Film. 007 raste mit seinem Auto durch die engen Gassen und Sträßchen und alles sah sehr unwirklich aus. Aber die Kulisse ist echt. Auch der Film "die Passion Christi" - von und mit Mel Gibson - wurde dort gedreht und viele weitere Filme ebenso.

Matera ist schon seit der Jungsteinzeit bewohnt und zählt zu den ältesten Städten der Welt und wurde 251 vor Christus schon gegründet. In den Sassi, den Höhlenwohnungen, lebten jahrhundertelang die Menschen in teilweise katastrophalen Verhältnissen. Wasser wurde in Zisternen gesammelt, Toiletten gab es so gut wie nicht und in den Höhlenwohnungen war es dunkel und feucht. Die Kindersterblichkeit war sehr hoch und erst 1958 verließ die letzte Familie die Sassi.

Heute gehört Matera mit den Sassi zum Weltkulturerbe. Manche Höhlenwohnugen und auch Felsenkirchen kann man besichtigen und sogar ein Hotel gibt es in den Kalksteinfelsen. Matera ist ein magischer Ort, die Sonne schien vom dunkelblauen Himmel und beim Blick von den Aussichtspunkten am Rande der neueren Altstadt hinunter zu den Sassi di Matera konnte man sich nicht sattsehen. Leider ging die Zeit zu schnell vorbei, man hätte sich gerne noch so vieles genauer angeschaut.

Aber nicht nur hübsche, mittelalterliche Städte und Historische Orte haben wir besucht, das Kulinarische haben wir auch nicht außer Acht gelassen.

Folglich kein Urlaub ohne Leckereien. Einige dieser Leckereien Apuliens sind weltweit bekannt. Angefangen vom sehr guten Olivenöl, über hervorragende Rotweine, wie z.B. Primitivo oder Negroamaro bis hin zur Burrata, die in Andria "erfunden" wurde. Die Hauptstadt der Orecchiette Pasta ist Bari und "Taralli Pugliese" gibt es auch im ganzen  Land. Taralli sind kleine Teigkringel, die sehr knusprig und aromatisch sind. Entweder gibt es sie pur oder auch mit Kräutern und Gewürzen aromatisiert. Sie schmecken wunderbar zum Glas Wein und sind ein sehr leckeres Mitbringsel.  Wir hatten uns auch ein Päckchen mitgebracht und schon vor Ort stand für mich fest,  die werde ich versuchen nachzubacken.  Beim Surfen im WorldWideWeb fand ich auch mehrere Rezepte, ich habe mir meines nach meinem Gusto zusammengestellt. Das Ergebnis ist super geworden. Sie schmecken wie in Apulien und die Arbeit lohnt auf jeden Fall.

Ich hatte mich für die Naturvariante ohne jegliche Kräuter o.ä. entschieden. Die gekauften waren mit Kurkuma, Leinsamen und Chiasamen verfeinert. Sehr lecker, vor allem zum Gläschen Primitivo. Das nächste Mal werde ich etwas Rosmarin und vielleicht auch Thymian und Oregano oder Pfeffer ausprobieren.  



meine Taralli Pugliese "natur" ca. 40 Stück

  • 250 g Pastamehl 00er oder Weizenmehl Tipo 00 
  • 6 g feines Salz 
  • (Gewürze nach Geschmack: Fenchelsamen, Rosmarin, Pfeffer, Chiliflocken, . . . )

  • 70 ml natives Olivenöl
  • 100 ml Weißwein (Chardonney)
  •  
  • leise simmerndes Salzwasser

Das Mehl mit dem Salz gründlich mischen, dann das Öl und den Wein dazu gießen und alles gut verkneten. Die Küchenmaschine mit Knethaken hilft dabei sehr gut. Den Teig so lange kneten bis ein glatter Teig entstanden ist.

Den Teig eine halbe Stunde ruhen lasen. Dann den Teig stückweise zu bleistiftdünnen Rollen formen. Ca. 10cm lange Stücke abschneiden und die Enden zu einem Kringel zusammendrücken.

Den kompletten Teig zu solchen Kringeln formen. Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, die Temperatur zurückdrehen, das Wasser soll nur leise köcheln. Die Taralli portionsweise in das köchelnde Wasser geben und so lange köcheln lassen, bis sie an die Oberfläche kommen.

Mit einem Schaumlöffel herausheben und zum Abtropfen auf ein Küchentuch legen. Ein Backblech mit Backpapier belegen, die Taralli darauf ausbreiten und den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Wenn alle Taralli vorgekocht sind und auf dem Backblech liegen, dieses mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und die Taralli Pugliese ca. 30 - 35 Minuten backen. Alle 5 Minuten die Backofentür kurz öffnen, damit die feuchte Luft entweichen kann.

Die Taralli sind fertig, wenn sie golden gebräunt sind.

Anschließend die Taralli auf einem Kuchenrost abkühlen lassen und in einer gut schließenden Dose aufheben.

Sie schmecken sehr gut zu einem Glas Wein oder Bier.


Diese Tüte mit Taralli Rustici, die wir uns mitgebracht hatten, waren mit Kurkuma, Leinsamen und Chiasamen verfeinert. Sie sind sehr knusprig und würzig. 


Vom fertig gekneteten und gerollten Teig zu fertig gekochten Taralli, danach kommen sie aufs Backblech.



Die Taralli vor und nach dem Backen. Sie sind köstlich geworden und schmecken so wie in Apulien.

👇👇👇

Ein paar Impressionen aus unserem Urlaub in Apulien:


In der Altstadt von Bari

Die Herstellung der Orecchiette.



Das Castel Del Monte - die Krone Apuliens.



Im Foresta Umbra im Gargano.



Monte Sant' Angelo/ Gargano


Die Grotten- und Wallfahrtskirche San Michele in Monte Sant' Angelo.



Der Hafen von Trani.



Die Hafenstadt Vieste - am Stiefelsporn des Gargano.


Eine der vielen Treppen in Vieste. Diese hier ist ein bekanntes Instagram Motiv.



Trulli in Alberobello.


Cisternino - eine hübsche Altstadt, die auch prämiert ist.



Ostuni - die weiße Stadt


Ostuni


Eine der vielen Gassen in Gallipoli.


Gallipoli



"Mittagskonzert" in Gallipoli.




Lecce - eine der barocken Kirchen


Santa Maria di Leuca - der südlichste Zipfel Apuliens.


Ein Mosaik in Otranto.



Otranto, die östlichste Stadt Apuliens.


Matera - Weltkulturerbe und eine der ältesten Städte der Welt.


Matera



Modell einer Höhlenwohnung von Matera. Links war der Eingang. Von dort gelangte man in die Küche mit anschließendem Wohn-, Arbeits- und Schlafraum. Etwas tiefer gelegen wohnten die Tiere (Hühner, Ziegen und Schweine) und ganz rechts im Inneren des Berges war der Vorratsraum.

Mittwoch, 3. April 2024

Tomatenkissen

Knabbert ihr auch gerne? Vor allem bei einem schönen Film? Dann habe ich heute ein leckeres Fingerfood für euch. Es sind "Tomatenkissen". Je nach Größe der Tomaten hat man jede Menge kleine oder große Kissen, die mit einem Happs gleich im Mund verschwinden können.

Hier ist nun meine leckere Idee für einen super leckeren Snack. Die Quadrate passen sehr gut aufs Buffet, zum Aperitif, zum Wein, für den Fernsehabend oder einfach zum Abendessen. Dieses Rezept der Blätterteig - Tomaten - Quadrate hatte ich schon 2014 auf meinem Blog veröffentlicht und am 08.08.2007 beim "Chefkoch" eingestellt. Es ist mittlerweile schon zigtausendfach angeschaut, gedruckt, nachgebacken und gespeichert worden. Wenn das mal kein Grund ist, die Blätterteig - Quadrate unbedingt zu backen.

Die Dinger sind wirklich der Hit, also bitte unbedingt probieren. Und backt gleich die doppelte Menge, sie sind schneller weg als man denkt . . . 

Dieses Mal habe ich kleine Cocktailtomaten genommen, deswegen bekamen sie auch den Namen "Tomatenkissen", weil der Teig gezackt ist und sie so schön plusterig aufgegangen waren.



Tomatenkissen 

  • 1 Packung Blätterteig aus dem Kühlregal
  • etwas Milch zum Bestreichen

  • Kirschtomaten, in 1/2cm dicke Scheiben schneiden
  • Pfeffer frisch aus der Mühle

  • Olivenöl
  • Knoblauchwürfel,
  • frisches Basilikum, fein gehackt

  • Salz (Fleur de Sel)


den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen, den Teig 10 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen.

Den Blätterteig aus der Packung nehmen, entrollen und den Teig leicht mit etwas Milch bestreichen. Die Tomatenscheiben mit etwas Abstand in Reihen auf den Teig legen und mit einem gezackten Teigrädchen (oder Pizzaroller) in Quadrate schneiden. Die Quadrate vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Tomaten leicht pfeffern.

Das Blech in den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 15 - 20 Minuten. golden backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind. In der Zwischenzeit Knoblauchwürfelchen mit Olivenöl und gehacktem Basilikum mischen.

Die fertig gebackenen Quadrate nach dem Backen mit der Knoblauch-Öl-Basilikum-Mischung bestreichen bzw. beträufeln und mit Fleur de Sel leicht salzen. 

Entweder sofort servieren oder auch kalt genießen.

Fertig ist der Snack, der mit Sicherheit weggeht wie die besagten warmen Semmeln. Am besten, man macht gleich die doppelte Menge . . . 



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Tomatenkissen mit Cocktailtomaten

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Tomaten - Quadrate aus mittelgroßen Tomaten

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Tomaten - Quadrate mit recht großen Tomatenscheiben

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