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Samstag, 17. August 2024

Pinsa mit Mozzarella, Rucola und Prosciutto cotto

Pinsa ist in aller Munde und wir hatten bis dato noch keine probiert. Das sollte sich nun ändern. Im Handel fand ich eine Packung "Pinsa Mix Spezial Mehlmischung", die nur noch mit etwas Hefe, Salz, Wasser und Öl zusammengeknetet werden musste. Nach dem Blick auf die Zutaten dachte ich mir, das teste ich mal.

Eine Pinsa ist eine Art Brot, das nach dem Backen mit Wunschzutaten belegt wird. 

Wikipedia sagt u.a. dazu, ich zitiere ". . . die Pinsa geht auf eine Idee des italienischen Unternehmers Corrado Di Marco zurück, der 2001 den Markennamen Pinsa romana registrieren ließ. . . Bereits 1981 hat das von Di Marco geführte Unternehmen . . . den Teig vom Blech, der später als Pinsa bezeichnet wurde, erstmals in seine Produktpalette aufgenommen. Als Marketingstrategie wurde, wie Di Marco später zugab, ein nicht vorhandener historischer Bezug der Pinsa zum Alten Rom in Umlauf gebracht, um das Produkt besser zu verkaufen. Dabei wurde mit dem Namen Pinsa eine Verbindung auf das Lateinische pinsere (deutsch zerdrücken oder zerquetschen) hergestellt. Zudem war bei der Namensentwicklung eine Ähnlichkeit mit den Begriffen Pizza und Pita erwünscht. "

Die Frage, die sich uns nun stellte, mit was belegen wir die Pinsa. Wir haben sie dann mit Mozzarella, Rucola und Prosciutto cotto belegt. Lecker war sie und man war mehr als satt. Der Teig war schön locker und fluffig, außen knusprig und der Belag schön saftig. Ich denke mal, genau so soll eine Pinsa sein.

Meine Version und wie ich sie zubereitet habe, habe ich euch hier aufgeschrieben. Probiert es auch mal aus, es lohnt sich. Lasst sie euch schmecken, guten Appetit.



Pinsa mit Mozzarella, Rucola und Prosciutto cotto 4 Stück

  • 500 g "Pinsa Mix Spezial Mehlmischung"  oder:

  • 400 g Pizza-Mehl Type 00
  • 70 g Reismehl
  • 30 g Kichererbsen-, Soja- oder Maismehl

  • 4 g frische Hefe 
  • 300 ml kaltes Wasser
  • 50 ml Olivenöl
  • 7 g Salz

  • etwas Mehl zum Ausrollen

Das Mehl in eine Schüssel geben und das Salz dazu geben. Dann die Hefe in kaltem Wasser auflösen und zusammen mit dem Olivenöl in die Mehlmischung geben und alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine in einigen Minuten zu einem  glatten Teig kneten. 

Den Teig zu einer Kugel formen, in eine größere Schüssel legen, bemehlen, bei Zimmertemperatur abgedeckt mindestens 1 - 2 Stunden gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat. Dann das Gefäß abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Er soll dort 24 - 72 Stunden ruhen und aufgehen. So wird der Teig aromatisch und offenporig.

Am Backtag den Teig in vier Teile teilen und bei Raumtemperatur vor dem Backen ca. drei Stunden  ruhen/ gehen lassen. 

Zwischenzeitlich das Sugo für die Pinsa kochen.

mein Tomatensugo:

  • etwas Olivenöl
  • 1 mittlere, rote Zwiebel
  • 1 dicke Knoblauchzehe
  • 1 Teelöffel Tomatenmark
  • 1 kleine Dose stückige Tomaten
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Teelöffel Oregano
  • 1 Teelöffel getrocknete italienische Kräuter
  • 1/2 Teelöffel Zucker

Das Öl erhitzen und darin die klein gewürfelte Zwiebel golden anschwitzen, den klein gewürfelten Knoblauch dazu geben und ebenso anschwitzen. Dann das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten. Nun kommen die stückigen Dosentomaten dazu sowie die Gewürze. Alles aufkochen lassen, den Deckel auflegen. 

Das Sugo einige Minuten mit Deckel köcheln lassen, dann abschmecken und zur Seite stellen.

weitere Zutaten für die Pinsa:

  • 4 Kugeln Mozzarella
  • 8 große Scheiben Prosciutto cotto
  • 2 Handvoll Rucola, geputzt
  • einige Basilikumblätter
  • Olivenöl

Circa eine Stunde bevor man essen möchte, einen Pizzastein auf den Rost in den kalten Backofen legen, 1. Stufe von unten, und den Ofen auf höchste Temperatur stellen. Bei meinem Ofen sind das 275°C Pizzastufe. 

Hat man keinen Pizzastein, dann nur den Ofen vorheizen. Dann ein Backblech bereit stellen und es ölen. Die Pinsa auf dem geölten Backblech in Form drücken und weiter vorgehen wie beschrieben. Aufs Backblech passen bestimmt mehrere Pinsen, *.

Eine Dauerbackfolie bereit legen, Mehl darauf streuen, eine Teigkugel mit bemehlten Händen zu einem länglichen, ovalen Fladen drücken * und Tomatensugo darauf verteilen. Den Rand rundherum frei lassen.

Eine halbe Kugel Mozzarella auf dem Sugo verteilen und dann die Pinsa mit der Folie auf den heißen Stein legen (oder das Blech in den Ofen schieben). Nach ca. einer Minute die Folie unter der Pinsa herausziehen und die Pinsa ein paar weitere Minuten nach Sicht backen, bis der Rand schön golden gebräunt ist.

Die Pinsa aus dem Ofen nehmen, mit zerzupftem Schinken, Rucola und der anderen Hälfte Mozzarella belegen und mit Olivenöl beträufeln. 

Fertig ist die erste Pinsa.

Die anderen Pinsen (sagt man das so?) auf die gleiche Weise zubereiten. Guten Appetit. 


ups . . . auf einmal hörte ich einen kleinen rumms im Ofen . . . vom Pizzastein war ein Stück abgeplatzt, warum auch immer. Die anderen Pinsen konnte ich aber auf dem verbliebenen Stein noch backen, der blieb intakt.




🍕🍕🍕




🍕🍕🍕



Mittwoch, 8. Mai 2024

Pizza "Parma Rucola" mit Parmesanspänen, Balsamicoperlen und Olivenöl

Pizza "Parma Rucola" gehört mit zu meinen Lieblingspizzen. Vor allem das Zusammenspiel mit dem Rucola, dem aromatischen Parmaschinken und dem pikanten Parmesan finde ich genial. Und sie ist so schnell selbstgemacht. Außerdem kann man je nach Lust und Laune die Menge der einzelnen Zutaten variieren und bekommt nicht nur "Schinken oder Parmesan draufgeschossen" . . . wie man hier so sagt.

Meine homemade Pizza "Parma Rucola" ist mit Parmesanspänen, schwarzen Balsamicoperlen und Olivenöl. Die Balsamicoperlen bekam ich mal geschenkt und sie schmeckten auf der Pizza wunderbar. Und da wir so gerne Pizza mögen, kam mir die Idee, sie auf der "Parma Rucola" zu verwenden. Gerade zum Parmesan passten diese Perlen besonders gut. Der würzige Parmesan harmonisierte wunderbar mit den süßlich-sauren, sehr aromatischen Balsamicoperlen. Und dann noch der Rucola und der leckere Schinken, darüber noch etwas aromatisches Olivenöl, das war wirklich sehr, sehr lecker. Vor allem, wenn man alles zusammen auf der Gabel hatte. Das war im wahrsten Sinne des Wortes

"the perfect bite". 

Wer keine Balsamicoperlen hat oder kaufen möchte, der lässt sie einfach weg. Als Alternative könnte man auch ein paar Tropfen Balsamico über die Pizza träufeln. Das schmeckt mit Sicherheit genauso gut.


So liebe ich die Pizza.

homemade Pizza "Parma Rucola"mit Parmeanspänen, Balsamicoperlen und Olivenöl

hier die Zutaten für zwei Pizzen:

  • 280 g Dinkelmehl 630er
  • 180 ml lauwarmes Wasser
  • 8 g frische Hefe
  • 7 g Salz
  • 1 Esslöffel natives Olivenöl 
  •  
  • 2 Teelöffel Tomatenmark, 2-fach konzentriert
  • 200 ml passierte Tomaten
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 gehäufter Teelöffel Oregano
  • etwas Italienische Kräuter, getrocknet
  •  
  • 200 g Mozarella

  • 100 g Parmaschinken
  • Rucola (Bio - Qualität), Menge nach Geschmack
  • Parmesanspäne, Menge nach Geschmack
  • 1/2 Gläschen Balsamicoperlen (oder alternativ etwas Balsamico) 
  • natives Olivenöl


die Hefe in etwas Wasser auflösen, mit dem Öl zum Mehl geben und in der Küchenmaschine soviel Wasser zugießen, bis sich der Teig so langsam bildet. Dann das Salz zugeben und die Maschine weiterkneten lassen bis alles geschmeidig ist und der Teig nicht mehr am Schüsselrand klebt.

Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz kneten und zur Kugel formen. Die Schüssel leicht bemehlen, den Teig hineingeben, ebenfalls leicht bemehlen und mit einem Deckel abdecken. 

Den Teig dann mindestens 2 Stunden (es  können auch 6 Stunden und mehr sein) an einem möglichst warmen, zugfreien Ort gehen lassen. Der Teig sollte mindestens doppelt so groß sein.

Für die Pizzaiola das Tomatenmark mit den passierten Tomaten und allen Gewürzen verrühren und pikant abschmecken.

Wenn der Teig gegangen ist, ihn in 2 Teile teilen, jedes Teigstück von der Mitte her auf einer dünnen Dauerbackfolie rund wirken bis der Teig innen gleichmäßig dünn ist und außen einen gleichmäßigen Rand hat. In der Zwischenzeit den Ofen vorheizen (wir haben einen "Alfredo-Pizzaofen", ihn laut Beschreibung vorheizen, den herkömmlichen Backofen wenn möglich auf Unterhitze+Heißluft auf 250°C einstellen, ansonsten so heiß wie möglich). 

Den Teig mit der Pizzaiola dünn bestreichen, dann geraspelten Käse/Mozarella aufstreuen und die Pizza auf der Dauerbackfolie in den heißen Ofen schieben. Die Folie nach spätestens 2 Minuten unter der Pizza wegziehen. Sofort den Deckel bzw. die Ofentür wieder schließen und die Pizza noch einige weitere Minuten (ca. 5 Minuten) backen lassen. Der Rand soll schön golden sein, der Boden schön gebräunt und der Käse geschmolzen.

Die gebackene Pizza nun mit dem Parmaschinken, dem Rucola und den Parmesanspänen nach Wunsch belegen. Als Highlight noch einige Balsamicoperlen (oder ein paar Tropfen Balsamico) darüber geben. Gutes, natives Olivenöl rundet dann alles ab, dafür etwas Öl über die Pizza träufeln.

Ich wünsche euch guten Appetit und lasst euch die Pizza gut schmecken.

Die Balsamicoperlen sehen aus wie kleine Johannisbeeren und platzen im Mund, wenn man darauf beißt.



"my perfect bite"










Mittwoch, 10. Januar 2024

Crêpes mit Rucola, Tomate und Paprika

Heute gibt es mal ein schnelles Rezept. Ein Crêpe mit Rucola, Tomate und Paprika ist ein leckeres, kleines Mittagessen oder auch ein schnelles Abendessen. 

Und da das Essen schnell fertig ist, habe ich euch das Rezept auch genauso schnell aufgeschrieben und rede bzw. schreibe nicht lange drumherum.



Crêpes mit Rucola und Tomate  Zutaten für 2 Stück: 

  • 2 große Eier
  • 2 gehäufte Esslöffel Dinkelmehl 630er
  • Vollmilch
  • Pfeffer, Salz, Paprikapulver

  • Butterschmalz oder gutes Olivenöl zum Backen der Crêpes

  • 200 g Frischkäse "Knoblauch"
  • 50 g Rucola
  • 1 große Tomate, entkernt und in lange, dünne Streifen geschnitten
  • 1 rote Paprikaschote, in lange Streifen geschnitten

  • schwarzer Pfeffer, grob gemahlen
  • etwas Fleur de Sel
  • einige Parmesanhobel


aus obigen Zutaten wird ein nicht zu dickflüssiger Teig hergestellt. Die Konsistenz sollte wie flüssige Sahne sein. Diesen Teig lässt man ca. 15 Min. rasten und schlägt ihn nochmals auf. Sollte er zu dick sein, dann bitte noch mit Milch verdünnen.

In der Zwischenzeit die Tomate und Paprika waschen, vom Kerngehäuse befreien und in dünne, lange Streifen schneiden. Rucola waschen und trocken schleudern. 

Eine große Crêpe-Pfanne oder beschichtete Pfanne erhitzen und Butter oder Olivenöl darin erhitzen. Aus dem Teig 2 goldene Crêpes backen* und zur Seite stellen.

Die abgekühlten Crêpes werden dann mit der Frischkäsecreme bestrichen und darauf kommen dann die Tomaten- und Paprikastreifen, der Rucola, nach Wunsch pfeffern und salzen. Wer möchte gibt noch ein paar Parmesanhobel auf das Ganze. 

Dann die Pfannkuchen aufrollen und schon kann serviert werden. Wenn man sie nicht sofort isst, dann in Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank kühl stellen. Zum späteren Zeitpunkt kann man sie in dicke Scheiben schneiden und servieren. Ideal für ein leichtes Mittag- oder Abendessen, für den Fernsehabend oder fürs Buffet. Oder man nimmt den Crêpe mit ins Büro.

* ich habe mir vor ein paar Jahren eine gusseiserne Crêpe-Pfanne von LeCreuset geleistet. Im Outlet war sie zum Drittel des Herstellerpreises zu bekommen und da musste die Pfanne mit nach Hause . . . Es ist wirklich erstaunlich, vielleicht aber auch nur Einbildung, aber die Crêpes und Pfannkuchen schmecken aus einer Gusspfanne nochmal so gut (im Vergleich zur beschichteten Teflon-Pfanne). 

 

Frisch gebackene Crêpes, sie können dann direkt befüllt werden.


Die Paprika ist "not amused", sie wird der Länge nach entkernt und in lange Streifen geschnitten.



Tomaten in Hülle und Fülle - gesehen auf einem Markt in Bamberg vor ein paar Jahren.













 

Samstag, 19. Februar 2022

Spinat - Rucola - Parmesan - Nocken mit Salbeibutter

Leute, was war das heute ein leckeres Essen. Ich hab mal wieder ein neues Rezept ausprobiert. Mein Mann fand dieses in irgendeiner Zeitschrift und da wir schon beim Lesen Appetit bekamen, haben wir es direkt ausprobiert und ich hab's wie so oft etwas abgeändert . . .  Die Spinat - Rucola - Parmesan - Nocken mit Salbeibutter sind ein sehr leckeres Essen, kein Mensch vermisst da Fleisch und sättigend war es auch. Wir beide waren ganz begeistert. Jede Zutat schmeckte man heraus und so viel Arbeit wie man erst meinen könnte, war es letztlich auch nicht.
Und so werden die Nocken gekocht:



Spinat - Rucola - Parmesan - Nocken mit Salbeibutter   4 Portionen

  • 450 g Blattspinat (gerne auch gefrorenen)
  • 170 g Rucola
  • 200 g Hüttenkäse
  • 100 g Parmesan am Stück
  • 2 Eigelb
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 100 g Dinkelmehl 630er (evtl. etwas mehr)

  • 5 frische, größere Salbeiblätter
  • 50 g Butter

In einem breiten Topf Spinat und Rucola in kochendem Salzwasser blanchieren, kalt abschrecken, gut ausdrücken und fein hacken. Nimmt man gefrorenen Spinat, diesen einfach auftauen und kräftig ausdrücken und dann fein hacken. Ich habe ihn nicht extra blanchiert.

Parmesan fein reiben. Den Hüttenkäse und 60 g Parmesan sowie Eier und Eigelbe dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig würzen und alles gut verrühren. Dann das Mehl untermischen.

Von der Masse mit zwei nassen Esslöffeln kleine Portionen abstechen und zu Nocken formen. Einen Probekloß kochen. Zerfällt er, dann noch etwas mehr Mehl untermischen.

In der Zwischenzeit die Butter zerlassen und den Salbei darin 10 Minuten ziehen lassen und dann herausnehmen.

In reichlich leicht siedendem Salzwasser die Nocken in ca. 6 Min. gar ziehen lassen. Sind sie gar, schwimmen sie an der Oberfläche. Mit einer Schöpfkelle herausnehmen und abtropfen lassen.

Zum Servieren die abgetropfte Nocken mit Salbeibutter beträufeln und mit dem restlichen Parmesan bestreut servieren. 

Guten Appetit!