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Freitag, 1. Mai 2026

meine Eigenkreation "Karins Friesentorte" 2026

Seit langer Zeit habe ich mal wieder eine richtig leckere, üppige Sahnetorte gebacken. Wir hatten im Haus ein kleines Jubiläum zu feiern und dazu unsere Nachbarin eingeladen. Die Wahl fiel auf meine Eigenkreation der Friesentorte. Diese hatte ich auch schon live und in Farbe im August 2013 im WDR in der damaligen Sendung "Daheim+Unterwegs" backen dürfen. Eine tolle Torte. Und ich wusste, dass Frau Nachbarin so eine Friesentorte sehr gerne mag. Dieses Mal hatte ich sie auch mit allem Drum und Dran gebacken und das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen. 

Die Torte schmeckte richtig klasse, nicht zu süß und nicht zu schwer. Frau Nachbarin war auch ganz begeistert und wir haben alle richtig geschlemmt. Für den nächsten Tag bekam sie noch ein Stück mit auf den Weg.

Und hier kommt mein bewährtes Rezept meiner Friesentorte.


Knuspriger Mürbeteig vereint sich hier mit Zwetschgenkompott, Zwetschgenmus, Brandteigböden, karamellisierten Walnüssen und üppiger Vanillesahne. Herrlich.


meine Eigenkreation "Karin's Friesentorte" 26 cm

Mürbeteigboden:  

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • 100 g Zucker
  • 150 g Butter
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Ei
  • evtl. etwas kaltes Wasser

Brandteigböden:

  • 250 ml   Wasser
  • 100 g   Butter
  • 1 Esslöffel   Zucker
  • 1 Prise   Vanillesalz
  • 150 g   Dinkelmehl 630er
  • 4 mittelgroße  Eier

Krokant:

  • 200 g  Walnüsse, gehackt
  • 100 g  Zucker

Zwetschgenkompott:  (für die ganz aufwendige Version)

  • 300 g Zwetschgen, gewürfelt
  • 1 Stückchen  Butter
  • 2 Esslöffel Zucker und etwas Zimt (oder mehr nach Geschmack)
  • 2 Blatt Gelatine
  • etwas Kirschwasser oder Pflaumenschnaps (wenn man mag)

weitere Zutaten:

  • 1  Becher Pflaumenmus (400g)

  • 4 Becher  Sahne (à 200 ml)
  • 8 Teelöffel (SanApart) Sahnesteif
  • 4 Teelöffel Vanillezucker  

  • Puderzucker, zum Bestäuben


Für den Mürbeteigboden: (kann am Vortag schon gebacken werden)

Alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig kneten, 30 Minuten kühlen und ca. ½ cm dünn ausrollen und mit einer Gabel einstechen. Der Durchmesser soll ca. 27 cm betragen. Er zieht sich beim Backen leicht zusammen, sodaß der fertige gebackene Boden später 26 cm Durchmesser hat.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze in ca. 25-35 Minuten golden backen. Auskühlen lassen. 

Tipp: Aus dem Teigrest kann man Plätzchen ausstechen und ebenso wie den Boden goldbraun im vorgeheizten backen. Oder man friert den Teigrest ein für ein anderes Mal.

Für die Brandteigböden:

Wasser mit der Butter, dem Zucker und dem Salz zum Kochen bringen, das Mehl hinein schütten und abrösten. Wenn sich auf dem Topfboden ein weißer Belag gebildet hat, den Teig in eine Schüssel geben und etwas auskühlen lassen. Die Eier nach und nach mit einem Holzlöffel oder Handmixer unterrühren.

Drei Backpapierbögen vorbereiten und auf jeden Bogen jeweils einen Kreis von 30cm aufzeichnen. Das Backpapier wenden und den Teig dünn und gleichmäßig bis zum Rand aufstreichen. Die Böden jeweils auf ein Backblech legen und bei 200°C Umluft im vorgeheizten Ofen in 15-20 Minuten hellbraun und golden backen. Während des Backens den Backofen NICHT öffnen, sonst fällt der Brandteig zusammen.

Die Böden nach dem Backen sofort mit einem Teigring (26 cm Durchmesser) ausstechen und abkühlen lassen. Die Abschnitte klein brechen, sie werden später noch verwendet.

Für den Krokant: 

Den Zucker hellbraun karamellisieren und die gehackten Walnüsse zugeben und alles unter stetigem Rühren einige Zeit karamellisieren lassen. Auf Backpapier auskühlen lassen und evtl. nochmals fein hacken. Der Krokant soll nicht zu grob sein.

Für das Zwetschgenkompott: (am besten einen Tag vorher zubereiten)

Zwetschgen waschen, entkernen und würfeln, die Gelatineblätter in etwas kaltem Wasser einweichen. Die Butter im Topf schmelzen, den Zucker und die Zwetschgen zugeben und alles rührend zum Kochen bringen. Einige Zeit köcheln lassen, die Pflaumen sollen aber noch etwas bissfest sein. Anschließend vom Herd ziehen und den Schnaps  unterrühren. Die eingeweichte Gelatine unter die heißen Pflaumen geben und alles gut mischen. Das Kompott nun in eine kleine Schüssel oder Silikonform füllen und abkühlen lassen. Zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

Für die Sahneschichten die Sahne mit Sahnesteif und Zucker steif schlagen.

Tortenaufbau: 

den Mürbeteigboden auf eine Tortenplatte setzen und mit etwas Pflaumenmus dünn bestreichen, den 26 cm Tortenring herumstellen und den ersten Brandteigboden darauf setzen. Boden gleichmäßig dünn mit der halben Menge Pflaumenmus bestreichen.

Falls Zwetschgenkompott mit hinein soll, ihn jetzt in die Mitte geben, einen Rand frei lassen.

Dann 1/3 der Sahne darüber streichen und 1/3 der Nüsse darüber geben. Den zweiten Boden einsetzen, mit dem restlichen Pflaumenmus bestreichen, 1/3 der Sahne aufstreichen sowie 1/3 der Nüsse darauf geben und den dritten Boden einsetzen. Auf diesen Boden die restliche Sahne verstreichen, die restlichen Nüsse sowie die Teigabschnitte der Brandteigböden auf der Sahne verteilen. 

Torte in den Kühlschrank stellen und gut durchkühlen lassen. Vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestäuben.

Tipp Nr. 1: Die Böden, den Kompott  sowie den Krokant kann man schon gut einen Tag vorher zubereiten, die Torte schmeckt frisch am besten, aber auch am nächsten Tag. Falls etwas übrig bleibt . . . 

Tipp Nr. 2: Wenn es schneller gehen soll kann man die Torte auch ohne Pflaumenkompott und ohne Mürbeteigboden zubereiten. Das schmeckt ebenso gut.

Tipp Nr. 3: wenn es noch viel schneller gehen soll, dann bietet sich meine "superschnelle Friesentorte" an. 


Hier wartete das Prachtstück auf den Anschnitt.









Hier nochmal alle Zutaten (bis auf das Kompott) im Bild.












Ich hab mal in meinem PC gekramt und noch eine alte Videoaufnahme gefunden. Wer Interesse, Zeit und Lust hat, kann hier noch ein absolut laienhaft abgefilmtes Stück Sendung vom 28.08.2013 anschauen. Die Herstellung der Torte hatte ich während der fast zweistündigen Livesendung im Studio gezeigt und am Ende haben die Moderatoren Eva Assmann und Stefan Pinnow und ich die Torte probiert. Ach, das war ein so schöner Tag.



Hier ein wenig "Retro - Fernsehen". Am Ende der Sendung haben wir die Torte verkostet.




Das Schlussbild der Sendung, Foto © WDR







Mittwoch, 17. September 2025

Zwetschgen Crumble

Zur Pflaumen- bzw. Zwetschgenzeit backe ich gerne Zwetschgen Crumble. Das geht ruckzuck und es schmeckt umwerfend, vor allem wenn es noch lauwarm ist. Dann sind die Zwetschgen schön saftig und fruchtig und der Crumble wunderbar knusprig. Man könnte sich da reinlegen, wie man so sagt. . . 

Falls ihr so ein Crumbel noch nie gebacken habt, dann versucht es unbedingt mal. Statt der Zwetschgen kann man natürlich auch andere Früchte nehmen, wie z.B. Äpfel, Aprikosen oder Stachelbeeren. Nehmt was euch gefällt.

Das Crumble habe ich im Airfryer gebacken, aber es geht selbstverständlich auch in jedem Backofen.

Hier kommt mein Rezept:


Lecker, so ein Crumble - und Marcel Seegers * neues Backbuch ist auch Spitze und sehr empfehlenswert. Das erste Durchblättern beim Nachmittagskaffee mit Kaffee und Crumble machte richtig Lust auf leckere Kuchen und Torten. Mal sehen was ich demnächst backen werde.


* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)

Zwetschgen Crumble

  • 100 g Mehl
  • 80 g feine Haferflocken
  • 1 große Prise Vanillesalz
  • 1 große Prise Zimt
  • 90 g Zucker
  • 100 g Butter, weich
  •  
  • ca. 500 gr. Zwetschgen,  gewürfelt
  • ca. 3 Teel. Mondamin oder Stärkemehl
  • 2 Teel. Zimtzucker


Für den Crumnle alle trockenen Zutaten mischen, dann die Butter dazu geben und alles mit der Gabel zu einem Streuselteig verrühren. Die Crumble sollen nicht zu fein aber auch nicht zu groß werden. Die Crumble zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen, so werden sie später knuspriger.

Die Zwetschgen waschen, entsteinen und in ca. 1cm große Würfel schneiden. Anschließend mit etwas Mondamin oder Stärkemehl und Zimtzucker vermischen und in eine bzw. 2 Auflaufformen füllen. Darauf dann den Streuselteig gleichmäßig verteilen.

Die Auflaufform in den Airfryer stellen, Airfry 170°C, ca. 30 Minuten

Kommt die Form in den Backofen, dann den Ofen ebenso auf 170°C Umluft stellen und den Crumble in ca. 30 Minuten golden backen.






Das Crumble in zwei Glasschalen - vor und nach dem Backen.










Freitag, 29. August 2025

Pflaumenkuchen mit Rührteig

Dieses Jahr gibt es besonders leckere, saftige und aromarische Zwetschgen, wie ich finde. So ist es natürlich klar, dass ich auch wieder Kuchen damit backe.

Letztens hatte der liebe Marcel* im WDR* wieder einen sehr leckeren Pflaumenkuchen mit Rührteig gebacken. Dieses Ruckzuck - Rezept habe ich jetzt ausprobiert. Der Kuchen ist sehr lecker geworden, so wie er schon in der Sendung sagte, schmeckt der Kuchen mit dem Braunen Zucker besonders aromatisch. Das können wir nur bestätigen. Der Kuchen ist sehr lecker, saftig und aromatisch.

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag enthalten +++ (Namensnennung und/oder Verlinkung)

Dieses Mal habe ich keinen runden Kuchen gebacken, sondern mal eine quadratische Silikonform ausprobiert. Das hat prima geklappt. Das schöne an der Form ist, dass keinerlei Flüssigkeit oder Teig aus der Form laufen kann. Sie könnte höchstens überlaufen . . . aber ich hatte vorgesorgt und die Form auf ein mit Backpapier belegtes Kuchengitter gestellt und zusätzlich noch mit einem Edelstahlrahmen umrandet. Denn vor einiger Zeit hatte ich eine Zwetschgentarte gebacken, die kurz vor Ende dermaßen den Saft im Ofen verteilte, dass ich noch ordentlich schrubben konnte, bis der Pflaumensaft wieder entfernt war. Das blöde war, meine selbstreinigende Rückwand im Ofen hat seitdem ein paar Flecken, die wohl nicht mehr weggehen. Zum Glück ist es nur eine optische Sache, aber ärgern tut es mich schon. Selbst mit dem speziellen Reinigungsprogramm für die Rückwand gingen die Flecken nicht weg. 

Nun ja, das ist ja jammern auf höherem Niveau, jetzt präpariere ich eben vorsorglich die Form und hoffe, dass das nicht nochmal passiert.


Der leckere Pflaumenkuchen im Anschnitt


Pflaumenkuchen mit Rührteig nach einem Rezept von  Marcel Seeger *, 26cm rund oder 19 x 19cm Quadrat

  • 100 g weiche Butter
  • 120 g brauner Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 1 Prise Zimt

  • 2 Eier, Größe L

  • 180 g Dinkelmehl 630er
  • 5 g Backpulver
  • 20 ml Vollmilch

  • ca. 600 g Zwetschgen **
  •  
  • ca. 1 Esslöffel Zimt & Zucker


Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Zwetschgen entsteinen**. Oben und unten die Zwetschgen mehrfach einschneiden, damit sie schön aufgefächert sind, wenn man sie in den Teig steckt.

Die Backform ggfls. in Backpapier außen einschlagen und mit Backpapier auf das Backgitter stellen, eventuell noch einen zusätzlichen Rahmen außen herum stellen, damit der Ofen vom eventuellen Zwetschgensaft, der gerne zum Ende hin austritt, sauber bleibt . . .

Butter, Zucker, Salz und Zimt gut aufschlagen, bis alles schön cremig ist. Dann nach und nach die Eier untermischen. Das Mehl mit dem Backpulver sorgfältig vermischen und abwechselnd mit der Milch zur aufgeschlagenen Butter - Eimasse geben und zügig unterrühren.

Den Teig in die Form geben, die Oberfläche glatt streichen. Dann die Zwetschgen dicht an dicht leicht in den Teig hineinstecken. Auf der Oberfläche noch etwas Zimt & Zucker nach Geschmack verteilen und die Form auf die 2. Stufe von unten in den vorgeheizten Ofen schieben. Backzeit beträgt ca. 45 Minuten. Zum Ende hin bitte die Oberfläche beobachten. Der Kuchen soll goldbraun werden und bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr anhängen. Hängt kein Teig mehr an, dann ist der Kuchen gar.

Den fertigen Kuchen in der Form auskühlen lassen, erst dann den Tortenring entfernen. Den Kuchen kann man noch mit Puderzucker bestreuen.

** aus den Kernen kann man wunderbaren Amaretto selber herstellen. Das Rezept für den Amaretto findet ihr > hier <
noch ein Tipp: bitte für Pflaumen- oder Zwetschgenkuchen NUR Zwetschgen nehmen. Das sind die länglichen, meist mit hellem Belag versehenen Früchte. Das Fruchtfleisch kann manchmal grünlich aussehen, die Kerne sind länglich und lassen sich sehr gut entfernen. Pflaumen sind rund, haben weicheres, saftiges Fleisch und sind zu saftig für Kuchen. Auch der Kern lässt sich oft kaum entfernen.


Üppig belegt wurde der Teig mit den Zwetschgen. Auf dem Foto oben rechts sieht man den zusätzlichen Backrahmen, den ich um die Form gestellt habe. Ich hatte Glück, kein Saft verteilte sich im Ofen.



Zwetschgen gibt es in allen Größen. Diese hier waren in einem Korb zu finden.









Mittwoch, 9. Oktober 2024

Zwetschgenknödel mit Topfenteig

Herrlich, wenn im Herbst Zwetschgen reif sind und ich damit nicht nur Kuchen, Strudel und Co. backen kann, sondern auch Zwetschgenknödel. Die sind immer eine Wucht. So schön fruchtig, saftig und aromatisch und mit dem Topfenteig leicht zu kochen.

Zum Rollen der Knödel bevorzuge ich mittlerweile Einmalhandschuhe. Der Teig klebt so gut wie nicht an den Handschuhen (Mehl zum Rollen benutze ich aber trotzdem) und die Hände bleiben sauber. Wer keine hat oder benutzen möchte, der nehme bitte ordentlich bemehlte Hände. Das geht natürlich auch.



Zwetschgenknödel mit Quarkteig  8 Stück

  • 1 Eigelb
  • 50 g Butter
  • 60 g Hartweizengrieß
  • 2 Teelöffel Zitronenzucker
  • 250 g Magerquark
  •  
  • 80 g Dinkelmehl 630er
  • 1 Eischnee
  • 1 Prise Vanillesalz
  •  
  • 9 dicke Zwetschgen
  •  
  • 50 g Paniermehl oder Semmelbrösel
  • 25 g Zucker
  • 1 knapper Teelöffel Zimt
  •  
  • reichlich Mehl zum Bemehlen der Hände 

  • großer Kochtopf 
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 2 Teelöffel Salz
  •  
  • zerlassene, braune Butter (falls man mag)


das Eiweiß mit einer dicken Prise Salz ganz steif schlagen und beiseite stellen. Das Eigelb mit der Butter schaumig rühren und nach und nach den Grieß, Mehl, Zitronenzucker und den Quark unterrühren. Dann abwechselnd das Mehl und den Eischnee unterheben.

Die Masse für 45 Minuten in den Kühlschrank stellen. Währenddessen das Paniermehl mit dem Zucker und dem Zimt gut vermischen und die Zwetschgen entkernen. 

Eine Zwetschge halbieren, dann die Hälften nochmals halbieren und das Viertel quer teilen. Mit diesem Stück Frucht jede Zwetschge füllen *.

Den Teig in acht Teile teilen und jede gefüllte Zwetschge  mit dem Teig umhüllen. Dabei die Hände ordentlich bemehlen, der Teig klebt leider (manchmal) sehr. Mit den bemehlten Händen zu schönen, runden, möglichst glatten Knödeln rollen.

* viele nehmen statt der Frucht ein Stück Würfelzucker. Aber wir mögen gerne besonders viel Frucht in den Knödeln und so ersetze ich den Kern mit einem Stück Frucht statt Würfelzucker.

Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, Salz dazu geben und einen Esslöffel Zucker. Wenn es kocht, die Knödel hinein legen, die Temperatur herunterschalten und die Knödel leise simmern lassen bis sie an der Oberfläche schwimmen. Das dauert ca. 10 Minuten. Ab und an die Knödel wenden.

Mit einem Schaumlöffel herausheben und die Knödel einzeln in der Bröselmischung wenden. Wer mag gibt noch zerlassene Butter darüber. (Das haben wir uns aber verkniffen). Und schon kann geschlemmt werden.





Diese verschieden großen Zwetschgen fand ich in einem Korb gekaufter Früchte. Wahnsinn, wie unterschiedlich groß die Zwetschgen waren.



Zwetschgen am Baum



Samstag, 21. September 2024

köstlicher Zwetschgenstrudel ohne Schickimicki

I dit it again . . . ich habe wieder einen Strudel gebacken. Schon Anfang September gab es einen, einen saftigen Aprikosenstrudel. Diesen hatte ich ohne Schnickschnack und mit viel Frucht gebacken. Er war einfach köstlich. Nun waren Zwetschgen die Füllung, das Ergebnis war auch super lecker.

Habt ihr schon mal selber Strudel gebacken? Ich meine keinen tiefgefrorenen, gekauften, sondern selbstgemachten Strudel mit Ziehteig. Das hört sich im ersten Moment schwer an, aber dieser Ziehteig bzw. Strudelteig ist leichter herzustellen als man denkt.

Viele trauen sich ja nicht Strudelteig selber herzustellen, weil sie denken, das Ausziehen des Strudelteiges ist so schwierig und man hat hinterher nur Löcher im Teig. Aber das stimmt nicht. Mit meinem Strudelteigrezept klappt es bestimmt. Versprochen. Der Teig lässt sich ohne Probleme ziehen, es ist die reine Freude. Man ist so schnell fertig, der Teig ist nahezu perfekt. Und wenn man sich die Ruhe nimmt, und bedächtig den Teig vorsichtig auf dem bemehlten Tuch auszieht, dann klappt das auch mit dem Nachbarn . . äh . . Strudelteig . . .

Als ich nun im Laden schöne Zwetschgen fand, dachte ich mir, daraus backe ich nun einen Zwetschgenstrudel. Auch ohne großen Schnickschnack, nur mit Frucht und einem Hauch Zitrone und einer großen Portion Zimt. Was soll ich euch sagen, der Strudel war eine Wucht, weil die Zwetschgen sehr aromatisch waren. So ein Gebäck steht und fällt ja mit dem Geschmack der Früchte. Dieses Mal waren die Zwetschgen phantastisch. Nicht zu sauer, nicht zu süß, nicht zu saftig, sehr intensiv im Geschmack, toll. Wir waren ganz begeistert. Leider weiß ich nicht welche Sorte das war, ich hatte nirgends ein Schild gefunden. Na ja. 




köstlicher  Zwetschgenstrudel  ohne Schickimicki

für den Strudelteig:

  • 150 g Dinkelmehl 630er
  • 60 ml lauwarmes Wasser
  • 30 ml verquirltes Ei
  • 1 Teelöffel neutrales Öl
  • 1/2 Teelöffel Apfelessig
  • 1 Prise Vanillesalz

  • neutrales Öl zum Bestreichen der Teigkugel

das Mehl mit allen Zutaten vermischen und zu einem schönen, glatten, elastischen Teig kneten. Die Teigkugel mit Öl bestreichen und in Klarsichtfolie verpackt bei Zimmertemperatur 20 - 30 Minuten ruhen lassen. 

Währenddessen die Füllung zubereiten.

für die Bröselmischung:

  • 1 Esslöffel Butter
  • 80 g Semmelbrösel
  • 1 Esslöffel Zucker

die Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen, die Brösel und den Zucker dazugeben und alles vorsichtig bei mittlerer Hitze anrösten, beiseite stellen und etwas auskühlen lassen.

für die Füllung:

  • 800 g Zwetschgen, entkernt und gewürfelt
  • etwas Bröselmischung   
  • ca. 1 Esslöffel Zitronenzucker
  • ca. 1 Teelöffel Zimt (oder nach Geschmack)
  • etwas gemahlene Vanille aus der Mühle

  • zerlassene Butter zum Bestreichen
  • Puderzucker zum Bestäuben

Die Zwetschgen waschen, entkernen und grob würfeln. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Ein Küchentuch/Abtrockentuch dünn mit Mehl bestreuen. Da ist mein Mehlzerstäuber** eine gute Hilfe. 

Dann den Teig auf das bemehlte Küchentuch legen und vorsichtig von der Mitte her mit dem bemehlten Handrücken und/oder bemehlten Händen dünn ausziehen. Dabei darauf achten, dass die Ränder nicht zu dick sind und keine Löcher entstehen. Den Teig bis fast zum Tuchrand ziehen. Eventuelle dicke Ränder abschneiden. Das Muster des Tuches sollte zu sehen sein. 

Dann den rechteckigen Teig mit etwas geschmolzener Butter bestreichen. 

Als erstes wird der gebutterte Teig mit den Bröseln bestreut. Etwas Bröselmischung zurück halten und unter die Zwetschgen rühren. Dabei an allen Seiten einen ca. 5 cm breiten Rand frei lassen. 

Auf die Brösel nun die Zwetschgenwürfel verteilen. Das Obst nur auf 2/3 des Teiges geben (siehe Foto).  Die schmalen Seiten nun über die Füllung legen und mit Hilfe des Tuches den Strudel von der schmalen Seite her möglichst eng einrollen. Die Naht des Strudels liegt oben.

Den Strudel jetzt nicht vom Tuch nehmen, sondern mit dem Tuch auf das Backblech mit Backpapier legen. Das Tuch an der einen Seite unter den Strudel ziehen, dann den Strudel vom Tuch vorsichtig auf das Backblech rollen. Die Naht soll jetzt unten liegen. Den positionierten Strudel mit flüssiger Butter bestreichen und in den vorgeheizten Ofen schieben und ihn hellbraun backen. Die Backzeit beträgt ca. 35 - 40 Minuten.

Den goldbraunen Strudel mit Puderzucker bestreuen und dann kann auch schon serviert werden. 

Dazu passt sehr gut eine selbstgemachte, echte Vanillesauce , geschlagene Vanillesahne und/oder auch eine Kugel selbstgemachtes Vanille - Eis .   



mein Tipp: wenn ihr den Strudel nicht an einem Tag aufessen wollt, dann schneidet bitte den Strudel erst mittig durch. Entnehmt links und rechts davon die Stücke, die gegessen werden sollen, und schiebt dann die Schnittflächen aneinander, so bleiben sie schön frisch und trocknen nicht aus.


Hier hatte ich einen Blätterteigstrudel zusammen geschoben.




 
Vom Ausziehen und Füllen des Strudels (hier waren es Aprikosen) . . . 


. . . bis zum fertigen Produkt. Lecker.










Mittwoch, 18. September 2024

Pflaumenmuffins mit weißer Schokolade

Man kann es kaum glauben, aber ich habe Muffins gebacken. Muffins sind nicht so mein Ding, ich esse lieber ein Stück Kuchen stattdessen. Aber ich hatte vom letzten Backen noch ein paar Zwetschgen übrig und der liebe Marcel * zeigte im TV ein Muffinrezept mit Pflaumen. Sie sahen so appetitlich und gut aus, da dachte ich mir, die könntest du jetzt doch mal backen. Gesagt, getan.

Auf die Pflaumenmuffins gehört im Grunde noch ein Frosting, aber das Wetter war so warm als ich die Muffins gebacken habe, da habe ich auf dieses (gehaltvolle) Topping verzichtet. Die Rezeptur für das Frosting habe ich euch aber auch trotzdem aufgeschrieben.

Die Muffins schmeckten wunderbar, so schön saftig, locker, fruchtig und auch der Geschmack der weißen Schokolade kam gut durch. Ein sehr leckeres Rezept, das man schnell und einfach backen kann. Danke, Marcel *, deine Rezepte sind immer super.

Nun aber ab in die Küche, es gibt Muffins.

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Pflaumenmuffins mit weißer Schokolade nach einem Rezept von Marcel Seeger *, 12 Stück

  • 60 g Butter, weich
  • 90 g Zucker
  • 1 Prise Zimt, gemahlen
  • 1 Prise Salz

  • 1 Ei (Größe M)

  • 125 g Dinkelmehl 630er oder Weizenmehl 550er
  • 3 g Backpulver

  • 100 g Naturjoghurt
  • 50 g weiße Schokolade, fein gewürfelt
  • 200 g Pflaumen oder Zwetschgen, gewürfelt


Die Muffinformen mit Papier- oder Silikonförmchen auslegen und den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Pflaumen/Zwetschgen entsteinen und klein würfeln.

Butter, Zucker, Zimt und Salz cremig aufschlagen, dann das Ei dazugeben und weiter aufschlagen.

Mehl und Backpulver gründlich vermischen und die Schokolade klein hacken. 

Das Mehlgemisch abwechselnd mit Joghurt und Schokolade unter die Butter-Zuckermasse rühren. Gegen Ende die klein gewürfelten Pflaumen mit einem Spatel unterarbeiten. 

Den Muffinteig mit Hilfe von zwei Löffeln auf die 12 Formen verteilen und die Muffins im vorgeheizten Backofen circa 30 Minuten backen.

Nach dem Backen die Muffins im Förmchen auskühlen lassen und dann vorsichtig aus der Form nehmen.

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Marcel hatte als Topping noch ein Frosting vorgeschlagen. Das hatten wir uns bei dem warmen Wetter aber verkniffen . . .

Zutaten für das Frosting

  • 75 g Butter, weich
  • 50 g Puderzucker
  • 100 g Frischkäse
  • 5 g Zimt, gemahlen

Butter und Zucker cremig schlagen, anschließend den Frischkäse und Zimt kurz unterrühren. Die abgekühlten Muffins mit einem Spritzbeutel mit dem Frosting dekorieren.


Die Muffins vor und nach dem Backen.








 

Mittwoch, 11. September 2024

Zwetschgenkuchen mit Hefeteig

Kuchen geht immer, Kuchen schmeckt immer. Gerade jetzt sind die Zwetschgen reif, da "muss" man doch einen Zwetschgenkuchen backen, den man aber meist als Pflaumenkuchen betitelt. Egal.  

Im Rheinland rund um Köln nennt man ihn auch Prummetaat. Mit Prummen sind die Pflaumen gemeint, mit Taat die Torte. Aber die Prummen sind immer Zwetschgen. Denn Zwetschgen sind länglich und fest, Pflaumen sind rund und sehr saftig und für Kuchen nicht so geeignet. Steigt ihr jetzt noch durch? Zwetschgen, Pflaumen, ja was denn nun. Egal. Für diesen Pflaumenkuchen werden jedenfalls Zwetschgen benötigt . . . 

Am liebsten backe ich so einen Blechkuchen mit Quarkölteig. Ich bilde mir ein, der Boden wird auch am nächsten Tag nicht so trocken wie mitunter beim Hefeteig. Aber egal, ob ihr ihn mit Quarkölteig oder mit Hefeteig backt, lecker wird er auf jeden Fall.

Heute habe ich einen Zwetschgenkuchen mit Hefeteig für euch. Das Rezept reicht für ein Backblech. Ich hatte dieses Mal aber den Kuchen in der Tarteform gebacken, von daher ist etwas Teig übrig geblieben, daraus hatte ich noch kleine Brötchen gebacken.



Zwetschgenkuchen mit Hefeteig:

für den Boden: (diese Menge reicht für ein Backblech)

  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 1/4 Teelöffel Vanillesalz
  • 60 g Zucker
  • 125 ml lauwarme Vollmilch
  • 20 g frische Hefe
  • 1 Ei, Zimmertemperatur
  • 75 g weiche Butter

  • 3 Esslöffel Paniermehl oder Zwiebackbrösel
  • 3 Teelöffel Vanille - Puddingpulver

  • etwas Zucker und Zimt nach Geschmack
  •  
  • Schlagsahne, mit Vanille und Zucker leicht gesüßt

Für den Hefeteig das Mehl mit dem Zucker und dem Salz vermischen, die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Die Hefemilch in die Mehlmischung geben, mit etwas Mehl bestreuen und einige Zeit stehen lassen. Wenn die Oberfläche Risse bekommt (das ist das Zeichen, dass die Hefe geht), das Ei und die weiche Butter zugeben und alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten, nicht mehr klebenden Teig kneten lassen. Den Teig abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.

Circa 2/3 des Teiges gleichmäßig dünn ausrollen und in eine tiefe, gefettete Tarteform (32 cm ) legen und einen Rand hochziehen.

Aus dem restlichen Teig einen weiteren, kleinen Kuchen backen, ihn einfrieren für nächstes Mal oder kleine Brötchen daraus formen und diese abbacken.

Das Paniermehl mit dem Puddingpulver gut mischen. Die Oberfläche des Teiges damit bestreuen. So wird später die Flüssigkeit der Zwetschgen besser aufgesogen und der Boden weicht nicht durch. Wer möchte gibt noch etwas Zucker und Zimt darauf.

für den Belag:

  • ca. 2 kg Zwetschgen
  • Zimt & Zimt
  • Hagelzucker

Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. In Reihen oder in wildem Muster eng an eng hochkant auf den Teig stellen. Nach Wunsch mit Zucker und Zimt bestreuen. Den Kuchen jetzt nochmal ca. eine halbe Stunde gehen lassen.

Das Backblech in den auf 180°C vorgeheizten Ofen Ober-/Unterhitze auf die 2. Stufe von unten  schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Teigrand schön golden ist. 

Nach dem Backen die Zwetschgen noch mit etwas Hagelzucker sowie Zucker & Zimt bestreuen. Am besten frisch und vielleicht sogar noch lauwarm genießen. Ein Schlag Vanillesahne dazu schmeckt besonders gut.

mein Tipp: aus den Kernen kann man noch wunderbaren Amaretto aus Zwetschgenkernen herstellen.





frische Zwetschgen vom Markt



Zwetschgen in so vielen verschiedenen Größen hatte ich auch noch nicht in einem Korb. Die ganz große links war riesig, die mittleren hatten die ideale Größe.








Samstag, 7. September 2024

Prummetaat mit Gitter

Nun kommt schon bald der Herbst, oder soll ich lieber sagen, der Sommer ist bald vorbei? Egal. Zu dieser Jahreszeit gibt es auf jeden Fall schöne Zwetschgen, mit denen man gerne einen Kuchen backt.

Gerade jetzt sind die Zwetschgen reif, da "muss" man doch einen Zwetschgenkuchen backen, den man aber meist als Pflaumenkuchen betitelt. Egal.  

Im Rheinland rund um Köln nennt man ihn auch Prummetaat. Mit Prummen sind die Pflaumen gemeint, mit Taat die Torte. Aber die Prummen sind immer Zwetschgen. Denn Zwetschgen sind länglich und fest, Pflaumen sind rund und sehr saftig und für Kuchen nicht so geeignet. Steigt ihr jetzt noch durch? Zwetschgen, Pflaumen, ja was denn nun. Egal. Für diesen Pflaumenkuchen werden jedenfalls Zwetschgen benötigt . . . 

Dieses  Mal habe ich eine Prummetaat mit Teiggitter gebacken. Eine so genannte Gitterstanze oder Gitterschablone habe ich schon ewig und brauche sie viel zu selten. Dabei sehen diese schnell hergestellten Gitter immer klasse und doch recht professionell aus.  Wie man das bewerkstelligt habe ich euch unten aufgeschrieben. 

Solltet ihr keine Stanze haben, dann schneidet bitte für ein Gitter die dünne Teigplatte in schmale Streifen und legt sie dann gitterförmig auf den Kuchen. Das hat natürlich den gleichen Effekt.

Wie man sieht ist der Kuchen auch recht ansehnlich geworden, geschmeckt hat er auch und so schreibe ich nicht lange um den heißen Kuchen herum, hier kommt mein Rezept.



Prummetaat mit Gitter   32cm Tarteform

für den Boden: (diese Menge reicht sogar für den Boden eines Backbleches)

  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 85 g Zucker
  • etwas Vanille aus der Mühle
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Päckchen Backpulver
  •  
  • 250 g Magerquark
  • 6 Esslöffel neutrales Öl (z.B. Rapsöl)
  • 7 Esslöffel Vollmilch

  • 2 Esslöffel Paniermehl oder Zwiebackbrösel
  • 2 Teelöffel Vanille - Puddingpulver


die trockenen Zutaten mischen und mit den nassen Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. 

Knapp 2/3 des Teiges gleichmäßig dünn ausrollen und in eine tiefe, gefettete Tarteform legen, den Rand hochziehen. 

Das Paniermehl mit dem Puddingpulver gut mischen. Die Oberfläche des Teiges damit bestreuen. So wird später die Flüssigkeit der Zwetschgen besser aufgesogen und der Boden weicht nicht durch. Wer möchte gibt noch etwas Zucker und Zimt darauf.

für den Belag:

  • ca. 2 kg Zwetschgen
  • Zimt & Zimt
  • Hagelzucker
  •  
  • Puderzucker zum Bestreuen

  • Schlagsahne, mit Vanille und Zucker leicht gesüßt

Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. In Reihen oder in wildem Muster eng an eng hochkant auf den Teig stellen. Nach Wunsch mit Zucker und Zimt bestreuen.

Für das Gitter den restlichen Teig dünn ausrollen und in schmale Streifen schneiden. Diese nach Wunsch auf die Pflaumen legen und die Ränder festdrücken.

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Oder man benutzt eine so genannte "Gitterschablone". Meine ist rechteckig und ich habe sie schon seit über 20 Jahren - und benutze sie im Grunde viel zu selten . . . Es gibt sie aber auch in rund. Die Gitterschablone oder Gitterstanze ist ein zweiteiliges Plastikgitter mit rautenförmigen Löchern/Gitter. Auf dieses legt man die Teigplatte und rollt sehr beherzt mehrfach in allen Richtungen mit einem bemehlten Rollholz über den Teig. Man kann auch eine Backfolie auf den Teig legen. Der Teig, der in den kleinen Rauten hängt, fällt heraus und kann anderweitig verbraucht werden. Dann werden beide Gitterteile zusammen mit dem Teig kopfüber auf den Kuchen gelegt. Das obere Gitter (orange) wird vorsichtig vom unteren (cremefarben) abgenommen. Der Teig fällt dann langsam vom zweiten Gitter herunter auf die Pflaumen. Eventuell muss man vorsichtig mit einem schmalen Löffelstiel nachhelfen. Dann das helle Gitter abnehmen. Eventuellen Überstand abschneiden und den Teig an den Rändern festdrücken.

Die Tarteform in den auf 200°C vorgeheizten Ofen Ober-/Unterhitze auf die 2. Stufe von unten  schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Teig schön golden ist. Die Teigoberfläche mit Puderzucker besieben.

Die Prummetaat abkühlen lassen oder lauwarm servieren. Ein Schlag Vanillesahne dazu schmeckt besonders gut.

mein Tipp: aus den Kernen kann man noch wunderbaren Amaretto aus Zwetschgenkernen herstellen.



 

Das mit der Gitterstanze hergestellte Gitter vor und nach dem Backen.


Auf das Gitter (helle Seite liegt oben) legt man die Teigplatte und rollt sehr beherzt mehrfach in allen Richtungen mit einem bemehlten Rollholz über den Teig. (Foto oben links). Man kann auch eine Backfolie auf den Teig legen. Der Teig, der in den kleinen Rauten hängt, fällt heraus und kann anderweitig verbraucht werden. 
Dann werden beide Gitterteile zusammen mit dem Teig kopfüber auf den Kuchen gelegt (Foto rechts oben). Das obere Gitter (orange) wird vorsichtig vom unteren (cremefarben) abgenommen. Links unten ist das helle Gitter mit dem darunter hängenden Teig zu sehen. Der Teig fällt dann langsam vom zweiten Gitter herunter auf die Pflaumen. Eventuell muss man vorsichtig mit einem schmalen Löffelstiel nachhelfen. Dann das helle Gitter abnehmen. Auf dem Foto unten rechts ist das fertige Gitter zu sehen. 











Freitag, 9. August 2024

mein 10. Bloggeburtstag und meine Friesentorte

Kinder, wie die Zeit vergeht. Jetzt gibt es meinen Blog schon seit zehn Jahren. Zehn - was für eine Zahl. Zehn Jahre, wer hätte das damals gedacht, dass ich überhaupt mal einen Blog betreibe und das es mittlerweile zehn Jahre sind. Die Freude am Schreiben ist auch noch immer da. Vor allem kann ich hier das Bloggen mit meinem weiteren Hobby, dem Fotografieren, sehr gut miteinander verbinden.

💝💝💝

Am 09. August 2014 startete mein Blog und ging mit meinem Rezept "Karins Erdbeertorte" online. Mit diesem Rezept war ich sogar am 30.04.2014 beim WDR * live in der damaligen Nachmittagssendung "daheim+unterwegs" eingeladen, um dort diese Torte zu backen. 

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Im Laufe der zehn Jahre ist viel passiert, ich war einige Male beim WDR * in der Nachmittagssendung "daheim+unterwegs" und auch in der Nachfolgesendung "hier+heute" zum Backen, Kochen und sogar zum Nähen eingeladen. Es war immer aufregend für mich. Unter dem Label "Karin im TV" findet ihr alle Rezepte, mit denen ich live auf Sendung war. Beim Durchscrollen staune ich, was ich alles so gebacken und gekocht habe. Wahnsinn. 

Sogar auf einem Wein- & Speisen Workshop war ich eingeladen und wohnte einer Eröffnung einer Gastronomierevolution in Köln bei. An diese beiden spannenden Abende denke ich sehr gerne zurück.

Meinen Blog mit meinen Rezepten, Anleitungen und Fotos habe ich natürlich online auf dem Handy und folglich immer zur Hand. In alten Posts kann ich stöbern und lesen und mir auch meine vielen Fotos anschauen. Auch dafür betreibe ich meinen Blog, da bin ich ganz egoistisch. Oft bin ich selbst mehr als erstaunt, was ich alles schon gemacht, fotografiert und geschrieben habe. 

Aber nicht nur aufregende Zeiten im TV habe ich erlebt, sondern auch durch meinen Blog viele nette Menschen kennengelernt. Sogar einige Freundschaften sind durch den Blog entstanden, die es ohne diesen mit Sicherheit nicht geben würde. Dafür bin ich sehr dankbar.



Nun möchte ich aber nicht nur über die vergangenen Jahre schreiben, sondern euch noch ein leckeres Rezept mit auf den Weg geben.

Gibt es von euch noch jemanden, der meine Friesentorte noch nicht kennt? Wenn ja, dann machen meine Fotos heute hoffentlich ordentlich Appetit auf diese leckere Tortenkreation. Mindestens ein Mal im Jahr muss ich diese Friesentorte backen. Vor allem im Herbst schmeckt sie besonders gut.

Die Torte ist wirklich einmalig. Mürbeteig zuunterst, dann die Brandteigböden mit Pflaumenmus, karamellisierte Walnüsse, eine üppige Sahneschicht und manchmal auch zwischendrin noch eine Kompottschicht mit Zwetschgen. Wenn das mal nicht lecker klingt. Dann wird alles gut gekühlt und voilà, dem Lob der Tortenesser steht nichts mehr im Wege. 

Beim Backen der Torte muss ich immer an den August 2013 denken. Damals wurde ich vom WDR eingeladen, um meine Interpretation der Friesentorte live in der Sendung bei "Daheim & Unterwegs" vorzustellen und zu backen. Meine Güte, ist das schon lange her . . . Die Torte kam damals sehr gut an. Was mich natürlich sehr gefreut hat.


Meine Friesentorte ist immer ein Highlight auf der Kaffeetafel.


So üppig schmeckt meine Friesentorte besonders gut. Gut, dass man keine Kalorien sieht, aber Torte isst man ja nicht jeden Tag. 


meine Eigenkreation "Karin's Friesentorte" 

Mürbeteigboden:  
  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • 100 g Zucker
  • 150 g Butter
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Ei
  • evtl. etwas kaltes Wasser
Brandteigböden:
  • 250 ml   Wasser
  • 100 g   Butter
  • 1 EL   Zucker
  • 1 Prise   Vanillesalz
  • 150 g   Dinkelmehl 630er
  • 4 mittelgroße  Eier
Krokant:
  • 200 g  Walnüsse, gehackt
  • 100 g  Zucker
Zwetschgenkompott:  (für die ganz aufwendige Version)
  • 300 g Zwetschgen
  • 1 Stückchen  Butter
  • 2 Esslöffel Zucker und etwas Zimt (oder mehr nach Geschmack)
  • 2 Blatt Gelatine
  • etwas Kirschwasser oder Pflaumenschnaps (wenn man mag)
weitere Zutaten:
  • 1  Becher Pflaumenmus (400g)

  • 4 Becher  Sahne
  • 8 Teelöffel (SanApart) Sahnesteif
  • 4 Teelöffel Vanillezucker  

  • Puderzucker, zum Bestäuben

Für den Mürbeteigboden:
Alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig kneten, 30 Min. kühlen und ca. ½ cm dünn ausrollen, mit einer Gabel einstechen. Durchmesser 26cm. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze in ca. 25-35 Min. golden backen. Auskühlen lassen. 
Tipp: Aus dem Teigrest kann man Plätzchen ausstechen und ebenso wie den Boden goldbraun im vorgeheizten backen. Oder man friert den Teigrest ein für ein anderes Mal.

Für die Brandteigböden:
Wasser mit der Butter, dem Zucker und dem Salz zum Kochen bringen, das Mehl hinein schütten und abrösten. Wenn sich auf dem Topfboden ein weißer Belag gebildet hat, den Teig in eine Schüssel geben und etwas auskühlen lassen. Die Eier nach und nach mit einem Holzlöffel oder Handmixer unterrühren.

Drei Backpapierbögen vorbereiten und auf jeden Bogen jeweils einen Kreis von 30cm aufzeichnen. Das Backpapier wenden und den Teig dünn und gleichmäßig bis zum Rand aufstreichen. Jeden Boden mittig bei 200°C im vorgeheizten Ofen in 15-20 Min. hellbraun und golden backen.

Die Böden nach dem Backen sofort mit einem Teigring (26 cm Durchmesser) ausstechen und abkühlen lassen. Die Abschnitte klein brechen, sie werden später noch verwendet.

Für den Krokant:
Den Zucker hellbraun karamellisieren und die Walnüsse zugeben und alles unter stetigem Rühren einige Zeit karamellisieren lassen. Auf Backpapier auskühlen lassen und evtl. nochmals fein hacken. Der Krokant soll nicht zu grob sein.

Für das Zwetschgenkompott: (am besten einen Tag vorher zubereiten)
Zwetschgen waschen, entkernen und würfeln, die Gelatineblätter in etwas kaltem Wasser einweichen. Die Butter im Topf schmelzen, den Zucker und die Zwetschgen zugeben und alles rührend zum Kochen bringen. Einige Zeit köcheln lassen, die Pflaumen sollen aber noch etwas bissfest sein. Anschließend vom Herd ziehen und den Schnaps  unterrühren. Die eingeweichte Gelatine unter die heißen Pflaumen geben und alles gut mischen. Das Kompott nun in eine kleine Schüssel oder Silikonform füllen und abkühlen lassen. Zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

Für die Sahneschichten die Sahne mit Sahnesteif und Zucker steif schlagen.


Tortenaufbau: 
den Mürbeteigboden auf eine Tortenplatte setzen und mit etwas Pflaumenmus dünn bestreichen, den 26 cm Tortenring herumstellen und den ersten Brandteigboden darauf setzen. Boden gleichmäßig dünn mit der halben Menge Pflaumenmus bestreichen.

Falls Zwetschgenkompott mit hinein soll, ihn jetzt in die Mitte geben, einen Rand frei lassen.

Dann 1/3 der Sahne darüber streichen und 1/3 der Nüsse darüber geben. Den zweiten Boden einsetzen, mit dem restlichen Pflaumenmus bestreichen, 1/3 der Sahne aufstreichen sowie 1/3 der Nüsse darauf geben und den dritten Boden einsetzen. Auf diesen Boden die restliche Sahne verstreichen, die restlichen Nüsse sowie die Teigabschnitte der Brandteigböden auf der Sahne verteilen. 

Torte in den Kühlschrank stellen und gut durchkühlen lassen. Vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestäuben.
Tipp Nr. 1: Die Böden, den Kompott  sowie den Krokant kann man schon gut einen Tag vorher zubereiten, die Torte schmeckt frisch am besten, aber auch am nächsten Tag. Falls etwas übrig bleibt . . . 

 Tipp Nr. 2: Wenn es schneller gehen soll kann man die Torte auch ohne Pflaumenkompott und ohne Mürbeteigboden zubereiten. Das schmeckt ebenso gut.

 Tipp Nr. 3: wenn es noch viel schneller gehen soll, dann bietet sich meine "superschnelle Friesentorte" an. 


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Ich hab mal in meinem PC gekramt und noch eine alte Videoaufnahme gefunden. Wer Interesse, Zeit und Lust hat, kann hier noch ein absolut laienhaft abgefilmtes Stück Sendung vom 28.08.2013 anschauen. Die Herstellung der Torte hatte ich während der fast zweistündigen Livesendung im Studio gezeigt und am Ende haben die Moderatoren Eva Assmann und Stefan Pinnow und ich die Torte probiert. Ach, das war ein so schöner Tag.



Hier ein wenig "Retro - Fernsehen". Am Ende der Sendung haben wir die Torte verkostet.


Das Schlussbild, Foto © WDR



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Zu guter Letzt möchte ich mich bei euch allen ganz herzlich bedanken. Danke an alle, die oft und gerne auf meinem Blog vorbei schauen, liebe und nette Kommentare hinterlassen und mir schon so lange die Treue halten. Ich freue mich sehr darüber. Gleichzeitig hoffe ich, dass ich auch weiterhin noch viele Ideen und Rezepte für euch habe und mich nicht die Lust und Freude am Schreiben meines Blogs verlässt. Schauen wir mal . . . 

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Nachtrag: das war übrigens mein erster Blogpost am 09. August 2014. Ihr findet ihn immer noch hier auf meinem Blog  Karins Erdbeertorte.




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