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Freitag, 17. April 2026

Pizza spinaci e aglio - Pizza Spinat und Knoblauch

Alle lieben Pizza und die Auswahl ist riesig. In mancher Pizzeria schmeckt die Pizza spitzenmäßig, in anderen auch mal nicht ganz so gut. Das ist dann immer besonders ärgerlich.

So gibt es bei uns meist selbstgemachte Pizza. Wir haben schon seit ca. 20 Jahren einen kleinen "Alfredo" Pizzaofen, der jede Pizza auf einem runden Pizzastein sehr gut backt. Der Boden wird schön knusprig und die Pizza schmeckt (fast) so wie in einer guten Pizzeria mit Holzbackofen.

In letzter Zeit backe ich den Teig gerne mit 00er Manitobamehl. Das ist eine spezielle proteinreiche Weizensorte, die auch gerne in Italien genommen wird. Aber "normales" Mehl, Dinkelmehl 630er bzw. Pizzamehl geht selbstverständlich auch.

Ab und an backe ich die Pizza aber auch als Blechpizza im Backofen, dann verwende ich die Pizzastufe. Der Teig hier reicht dann auch für ein Backblech.

Wenn ich aber den "Alfredo" nehme, dann helfe ich mir mit einer Dauerbackfolie, auf der ich die Pizza ausrolle und komplett belege und in den Ofen befördere. Die Pizza plus Folie lege ich dann auf den vorgeheizten Backstein, schließe den Deckel und nach knapp einer Minute öffne ich den Deckel, ruckel an der Pizza und wenn sie rutscht, dann ziehe ich die Folie direkt unter der Pizza weg. So verrutscht die dünne Pizza auch nicht auf dem Weg in den Ofen. Sie anderweitig auf den Stein zu befördern hat bei mir nie geklappt, von daher ist mir die Dauerbackfolie eingefallen. Die Folie hält den kurzen Moment im Alfredo auch gut aus, ich habe jedenfalls nichts gegenteiligen bisher bemerkt. Die Pizza backe ich dann nach Sicht, sie muss ggfls. im "Alfredo" etwas gedreht werden, damit alles schön backt. Backzeit ist ca. 7 Minuten.


Pizza Spinat und Knoblauch

🍕🍕🍕


Knusprig und dünn, so muss die Pizza sein.


Pizza spinaci e aglio - Pizza Spinat und Knoblauch 2 Pizzen

  • 280 g Pizzamehl 00er oder Manitobamehl 00er
  • 180 ml lauwarmes Wasser
  • 7 g frische Hefe
  • 7 g Salz
  • 1 Esslöffel natives Olivenöl 
  •  
  • 1 Esslöffel Tomatenmark, 2-fach konzentriert
  • ca. 150 ml passierte Tomaten
  • 2 mittlere Knoblauchzehen, fein gerieben
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 gehäufter Teelöffel Oregano
  • etwas Italienische Kräuter, getrocknet
  • 1 dicke Knoblauchzehe, fein gerieben
  • Chiliflocken (falls man es schärfer mag)
  •  
  • 200 g Mozarella oder Pizzakäse

  • ca. 200 g Blattspinat, aufgetaut
  • Pfeffer
  • Salz
  • Muskatnuss
  • 2 dicke Knoblauchzehen, fein gerieben
  •  
  • etwas natives Olivenöl zum Beträufeln 


Achtung: Der Pizzateig wird einen Tag vorher hergestellt und zum Reifen in den Kühlschrank gestellt.

Die Hefe in etwas Wasser auflösen, mit dem Öl zum Mehl geben und in der Küchenmaschine soviel Wasser zugießen, bis sich der Teig so langsam bildet. Dann das Salz zugeben und die Maschine weiterkneten lassen bis alles geschmeidig ist und der Teig nicht mehr am Schüsselrand klebt.

Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz kneten und zur Kugel formen. Die Schüssel leicht mit etwas Öl ausstreichen, den Teig hineingeben, mit etwas Öl bestreichen und mit einem Deckel verschließen. 

Den Teig dann für ca. 24 bis 30 Stunden in den Kühlschrank stellen. Der Teig sollte sich dann verdoppelt haben. 


Wenn man Pizza nun backen möchte, den Teig ca. eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.

Für die Pizzaiola das Tomatenmark mit den passierten Tomaten und allen Gewürzen und dem Knoblauch  verrühren und pikant abschmecken.

Den aufgetauten Spinat ggfls. ausdrücken, er sollte nicht zu nass sein, und mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss würzen. Den Knoblauch fein reiben.

Den Backofen auf höchster Pizzastufe (ca. 270°C) oder einen Pizzaofen nach Herstellerangabe  vorheizen. 

Den Teig halbieren und jedes Teigstück zu einem runden, dünnen Pizzafladen mehr drücken als ausrollen. Rundherum einen Rand stehen lassen.

Die Pizzaiola auf der Pizza verstreichen, dann den Pizzakäse darauf verteilen. Nun kommt der Spinat und der Knoblauch an die Reihe. Abschließend etwas Olivenöl darüber träufeln. 

Die Pizza in den heißen Ofen schieben und ca. 7 - 10 Minuten backen, bis der Rand golden gebräunt ist und alles blubbert.

Den Vorgang mit der zweiten Pizza wiederholen. 




🍕🍕🍕



🍕🍕🍕






Freitag, 17. Oktober 2025

Südtiroler Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano

Endlich war es soweit, ich habe mich mal wieder an die Herstellung leckerer Schlutzkrapfen gewagt. Diese Leckerei kennen und lieben wir seit etlichen Jahrzehnten, wir hatten sie seinerzeit in Südtirol  kennengelernt.

Schlutzkrapfen sind eine Art Ravioli, aber mit Roggenmehl zusätzlich im Nudelteig. Sie werden mit Spinat, Quark und Parmesan würzig gefüllt und mit Brauner Butter und Parmesan serviert. Das ist ein wunderbares, leckeres Gericht.

Meine Rezeptur war für vier große Portionen, die zweite Hälfte Schlutzer hatte ich ungekocht in einer Lock&Lock-Dose im Kühlschrank aufbewahrt und sie dann am nächsten Tag frisch gekocht. Auch die Braune Butter hatte ich frisch zubereitet. So konnten wir an zwei Tagen schlemmen. Ach, was war das lecker.

Normalerweise werden die Schlutzkrapfen mit Parmesan serviert. Im Monent favorisieren wir aber den Pecorino Romano, da er so schön würzig und "rund" schmeckt. Aus diesem Grund habe ich die Schlutzer mit Pecorino zubereitet.


eine große Portion Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano


Südtiroler Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano  4 Portionen

für den Nudelteig:

  • 150 g Roggenmehl 1050er *
  • 100 g Weizenmehl 
  • 1 große Prise Salz
  • 1 großes Ei
  • 70 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  •  
  • * oder 100 g Roggenmehl 1150er und 50 g Vollkorn Roggenmehl

Die trockenen Zutaten gründlich mischen, das Ei mit dem Wasser und Öl verquirlen, zur Mehlmischung geben und daraus einen geschmeidigen, glatten Teig kneten. 

Den glatten Teig zur flachen Kugel formen und in Folie verpackt rund 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten:
  • 250 g aufgetauten, gehackten Blattspinat
  • 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Esslöffel Butter
  • 3 gehäufte Teelöffel Quark (oder griechischen Joghurt **)
  • 2 Esslöffel Parmesan oder Pecorino Romano
  • 1 große Prise Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer
Den aufgetauten Spinat gründlich ausdrücken und ggfls. fein hacken. In einer kleinen Pfanne die Butter erhitzen, darin die Zwiebel und den Knoblauch leicht golden dünsten, den Spinat dazu geben und einige Minuten köcheln lassen. Alles in eine Schüssel umfüllen, mit den Gewürzen und dem Parmesan pikant abschmecken und den Quark ** unterrühren. Die Masse soll nicht zu flüssig, sondern eher fest sein.
** ich hatte keinen Quark da und habe stattdessen griechischen Joghurt genommen, das schmeckt auch.
Den Nudelteig mit Hilfe der Nudelmaschine recht dünn ausrollen. Auf die Nudelplatte mit ca. 5cm Abstand jeweils ca. 1 Teelöffel Füllung geben. Rund herum den Teig mit etwas Wasser bestreichen, die andere Hälfte Teig darüber schlagen und rund um die Füllung andrücken. Darauf achten, dass die Luft rausgedrückt ist. 

Mit einem 7cm großen, runden Teigausstecher Halbmonde ausstechen. Den Rand mit Hilfe der Gabel andrücken, dass er beim Kochen nicht aufgeht.

Die Schlutzer auf ein Küchentuch legen unnd nacheinander den ganzen Teig verarbeiten.

Desweiteren benötigt man:
  • ca. 80 g Butter
  • geriebenen Parmesan oder Pecorino Romano
Die Butter auf mittlerer Hitze zu Brauner Butter schmelzen lassen, immer wieder rühren, die Braune Butter ist fertig, wenn die Molke zu kleinen, braunen Stückchen geworden ist. Dann den Topf zur Seite ziehen.

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, die Schlutzer in dem leicht siedenden Wasser in ca. 3 - 5 Minuten kochen und mit einer Schaumkelle herausnehmen.

Die abgetropften Schlutzer auf einen Teller geben, mit Brauner Butter beträufeln und Parmesan darüber streuen.



Vom ausgerollten, gefüllten Teig zur Braunen Butter.
Oben links sieht: Herstellung der Schlutzer, rechts oben: die fertigen Schlutzer ruhen auf einem Küchentuch
unten links: Schlutzer für den nächsten Tag, unten rechts: Braune Butter







Freitag, 8. August 2025

Südtiroler Spinat Spatzlen mit Schinken - Sahnesößchen

Manchmal beamen wir uns mit einem leckeren Südtiroler Gericht direkt in den Urlaub in diese wunderschöne Landschaft. So war es jetzt auch wieder. Ich habe Spinat - Spatzlen gekocht.

Wer jemals in Südtirol Spinat - Spatzlen gegessen hat, der hat ein neues Lieblingsessen und möchte diese auch zu Hause essen. Aber außer vielleicht in Schwaben bekommt man sie im Rest Deutschlands nirgendwo. Oder sagen wir mal so, ich habe sie noch nirgendwo sonst gesehen. . . 

Tja, da kann man nichts machen. Oder doch? Ich bin da fürs selber machen. Geht leicht und recht schnell und das Ergebnis ist (fast) wie in Südtirol. Auf jeden Fall ist es sehr lecker.




Spinat - Spatzlen mit Schinken - Sahnesößchen, 4 Portionen

für die Spatzlen benötigt man:
  • 600 g Blattspinat (gefroren und aufgetaut)
  • 300 g Mehl
  • 125 - 250 ml Vollmilch
  • 3 Eier Gr. L
  • Salz
für die Sauce benötigt man:
  • 30 g Butter
  • 200 g gekochter Schinken, fein gewürfelt
  • 125 ml Weißwein
  • 200 ml Sahne
  • 3 Eßlöffel geriebener Parmesan oder Pecorino romano
  • Salz, Pfeffer

den Spinat nach dem Auftauen sehr gut ausdrücken und möglichst fein hacken oder im Mixer pürieren. Je feiner je besser. Ich nehme gerne gefrorenen Spinat, denn den bekommt man das ganze Jahr und hat ihn immer parat in der Kühltruhe. 

Den Spinat mit der Milch, dem Mehl, den Eiern und dem Salz zu einem mittelfesten Teig anrühren und mit dem Holzkochlöffel so lange schlagen, bis er Blasen wirft. Ihn ein wenig ruhen lassen, damit der Kleber sich gut bilden kann. Der Teig sollte nicht zu fest sein, er soll lieber ein wenig weicher in der Konsistenz sein. Ggfls. noch mit Milch oder Wasser verdünnen.

In einem großen Topf Wasser zum Köcheln bringen und gut salzen. Den fertigen Teig portionsweise durch ein Spätzlesieb oder Spätzleschwob in das kochende Wasser drücken. Wenn die Spatzlen an der Oberfläche schwimmen, dann sind sie auch schon fertig. Mit einer Schöpfkelle herausheben und warm stellen.

Für die Sauce die Schinkenwürfel in der Butter anschwitzen, mit dem Wein ablöschen und etwas reduzieren lassen. Die Sahne dazu geben und wieder zum Kochen bringen, salzen, pfeffern und den Parmesan zugeben, diesen schmelzen lassen. Nochmals abschmecken.

Die Sauce zu den Spatzlen geben und alles gut vermengen. Noch mit etwas Parmesan betstreuen und fertig sind die leckeren Spinat-Spatzlen. Da kann man nur noch guten Appetit wünschen.













Freitag, 4. Juli 2025

meine Spinatknödel mit Brauner Butter und Pecorino romano

Es ist erst ein paar Wochen her, dass wir im Urlaub in Südtirol waren. Ach was war das eine tolle Zeit. Wir hatten so viel Spaß, Glück mit dem Wetter, wir haben ganz liebe Freunde besucht und viel mit ihnen unternommen. Mit ihnen haben wir auch viel Neues erlebt, und gewandert sind wir auch. Herrlich. 

Die Küche in Südtirol ist auch immer genial. Oft sehr bodenständig, aber auch raffiniert und immer sehr lecker. Gerade die regionale Küche mag ich besonders.

Natürlich habe ich auch "Knödeltris" gegessen. Das sind meist Spinatknödel, Rohnenknödel (Rote Bete Knödel) und Kaspressknödel, die mit Brauner Butter und Parmesan serviert werden. Herrlich und so lecker. Manchmal findet man sogar Brennesselknödel und auch Speckknödel auf der Speisekarte. Meine liebste Variante sind die Spinatknödel. Schon oft habe ich zu Hause selber welche zubereitet. So war es jetzt auch. 

Wir hatten von einer RTF noch etliche Brötchen übrig, und so gab es spontan Spinatknödel.

Das Knödeln ist nicht schwer und das Ergebnis unheimlich lecker. Damit beamen wir uns immer nach Südtirol. Fehlt nur noch ein Gläschen Rotwein dazu und ein kleiner Salat, dann passt alles. 

Aber auch mit einem Glas Wasser zum Essen schmeckte es nach Urlaub. Probiert es aus, hier kommt mein Rezept.


Diese drei Spinatknödel mit Brauner Butter und reichlich Pecorino romano waren ein gut sättigendes Mittagessen. Mittlerweile mögen wir den Pecorino bald mehr als Parmesan. Er ist noch würziger.




meine Spinatknödel mit Brauner Butter und Pecorino romano  10 Stück

  • 150 g altbackene Brötchen vom Vortag
  • ca. 100 ml lauwarme Vollmilch

  • 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt oder gerieben
  • 2 Esslöffel Butter

  • 500 g aufgetauter, fein gehackter Blattspinat

  • 1 Ei Gr. L
  • Salz, Pfeffer, 
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 2 Esslöffel Mehl
  • ca. 3 Esslöffel Paniermehl/Semmelbrösel
  •  
  • heiße, braune Butter
  • Pecorino romano, frisch gehobelt (oder Parmesanhobel)


die Brötchen klein würfeln und mit der lauwarmen Milch übergießen. Vorsichtig mit den Händen alles vermischen bis jedes Stück Brot von der Milch benetzt wird. Die Zwiebel fein würfeln und mit Butter und Knoblauch in einer kleinen Pfanne hell golden dünsten. Den Spinat hacken und gut ausdrücken.

Das Ei und das Mehl zu den eingeweichten Brötchen geben, mischen und den Spinat und die Zwiebelmischung untermischen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Etwas Paniermehl dazu geben und mit den Händen alles gut vermischen bis die Masse gut bindet. Abschmecken und ca. 15 Minuten ruhen lassen. 

Einen Probeknödel in Tischtennisballgröße formen und im kochenden Salzwasser ca. 10 Minuten ziehen lassen. Sollte sich der Knödel im Wasser auflösen, dann noch etwas Paniermehl unter die Masse geben.

In der Zwischenzeit die Butter auf kleiner Hitze in einer kleinen Stielkasserolle schmelzen und zu Brauner Butter werden lassen. Dabei immer wieder den Topf schwenken. Die Butter so lange bräunen, bis die kleinen Molkeflöckchen schön gebräunt sind,  dann den Topf beiseite stellen.

Aus dem restlichen Teig mit feuchten Händen 10 Klöße rollen und im leicht siedenden Salzwasser ca. 10 - 12 Minuten gar ziehen lassen bis sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einem Schöpflöffel herausheben und warm stellen.

Zum Servieren die Knödel auf einen Teller geben, mit heißer, brauner Butter beträufeln und mit frisch gehobeltem Pecorino bestreut servieren. 

Dazu passt sehr gut ein leckerer Salat, wie z.B. Rucola mit Cherrytomaten und einer leckeren Vinaigrette. Oder auch ein Krautsalat. Und wenn man dann noch einen schönen Südtiroler Wein dazu trinkt, dann ist man schon fast jenseits der Alpen . . . 

Guten Appetit.

PS.: ich bin schon gespannt, was die Südtiroler unter euch zu meinem Rezept sagen werden . . . 😉


Knödeltris im Gasthaus Waalrast in Lana 

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Ausblick vom Brandis Waalweg auf Lana. Im Hintergrund sieht man in der Ferne rechts das Passeier Tal.





Freitag, 9. Mai 2025

Quiche mit Blattspinat, Möhre und Zucchini

Es gab mal wieder eine leckere Quiche zum Mittag, dieses Mal mit frischem Blattspinat, Möhre und Zucchini. Die war richtig gut und da sie uns so gut geschmeckt hat, habe ich gleich das Rezept aufgeschrieben. 

Meine Quiche ist für vier Portionen ausgelegt, wir essen sie immer an zwei Tagen. Ich wärme sie dann einige Minuten bei rund 150°C im Backofen bzw. Airfryer auf. Das geht recht schnell und sie schmeckt wie frisch gebacken.



Quiche mit Blattspinat, Möhre und Zucchini , 32cm Tarteform

  • 1 Rolle Mürbeteig aus dem Kühlregal
  • etwas Paniermehl
  • Röstzwiebeln (Fertigprodukt), Menge nach Wunsch
  •  
  • 125 g frischer Blattspinat, geputzt und grob geschnitten
  • etwas Muskatnuss
  • 3 mittlere Möhren, geviertelt und in feine Stücke geschnitten
  • 1 mittlere Zucchini, fein gestiftelt
  •  
  • für den Guss (ca. 450 ml ):
  • 200 g Kräuterfrischkäse
  • 1/2 Teelöffel Paprikapulver
  • 1/2 Teelöffel Kurkumapulver
  • schwarzer Pfeffer nach Wunsch
  • etwas Salz, falls nötig
  • 3 Eier Gr. L
  • mit Milch auf 450ml auffüllen
  •  
  • 150 g Auflauf - Käseraspel (Cheddar und Mozzarella)


den Teig 10 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen, eine Tarteform bereit stellen und den Ofen auf 170°C Umluft vorheizen.

Den Teig mit seinem Backpapier in die Tarteform legen, eventuellen Teigüberstand an anderen Stellen anlegen und festdrücken. Den Boden dann mit Paniermehl und Röstzwiebeln bestreuen.

Die Hälfte des Blattspinates in die Form geben, mit etwas Muskatnuss bestreuen. Dann die feinen Möhren- und Zucchinistifte gleichmäßig auf dem Spinat verteilen. Darauf dann den restlichen Spinat geben, ebenso etwas Muskatnuss darüber reiben.

Für den Guss den Frischkäse mit den Gewürzen verrühren und nach und nach die Eier unterrühren bis eine homogene Masse entstanden ist. Dann mit Milch auffüllen, bis 450 ml erreicht sind. Alles pikant abschmecken und nochmals gut verrühren.

Den Guss über die Gemüse geben. Dann die Oberfläche mit Käse bestreuen und die Tarte auf der 2. Stufe von unten im vorgeheizten Ofen golden backen. 

Nach ca. 40 Minuten sollte die Tarte fertig gebacken und die Teigränder gebräunt sein. Da kann man nur noch guten Appetit wünschen.





Diese zwei Portionen hatte ich am Tag darauf im Airfryer bei 150°C einige Minuten aufgebacken. Die Oberfläche hatte ich mit etwas Wasser besprüht, damit sie nicht so austrocknet. 







Freitag, 14. Februar 2025

BBQ - Chicken mit Knusper - Pommes und Blattspinat

Bei uns gab es mal wieder etwas texanisch angehauchtes Essen. Wir hatten uns für ein BBQ - Chicken mit selbstgemachten Knusper - Pommes und lecker gewürztem Blattspinat entschieden. Das war ein richtig leckeres Mittagessen und der Aufwand war nicht allzu hoch. Pommes und Chicken waren zusammen im Ofen und der Spinat war als letztes schnell auf dem Herd geschmort. Und schon konnte serviert werden.




BBQ - Chicken benötigt man: (2 Portionen)

für den Rub:

  • 1 Teelöffel Knoblauchpulver
  • 1 Teelöffel Paprika
  • etwas Cayenne Pfeffer
  • 1 Teelöffel Mehl
  • 1/2 Teelöffel feines Salz
  • etwas frisch gemahlener Schwarzer Pfeffer
  •  
  • oder:
  • BBQ - Rub Mischung nach Wahl

für das Chicken:

  • 2 gleichgroße Hähnchenbrüste
  • Gewürzmischung (Rub)
  • ca. 200 g (8 Scheiben) nicht zu dünner Bacon
  • etwas Brauner Zucker
  • natives Olivenöl
  •  
  • BBQ - Sauce 

alle Zutaten für die Gewürzmischung gut vermischen und die Hähnchenbrust damit rundherum einreiben. Eine große Auflaufform mit etwas Öl ausstreichen und den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.

Jede gewürzte Hähnchenbrust mit Bacon umwickeln und in die Auflaufform setzen. Etwas Braunen Zucker darauf verstreuen und etwas Olivenöl aufträufeln. Die Form mittig in den vorgeheizten Ofen schieben. 

Die Backzeit beträgt insgesamt ca. 30 - 40 Minuten, nach den ersten 15 Minuten etwas BBQ - Sauce in die schon entstandene Sauce geben, alles mit dem Silikonpinsel verrühren und damit dann die Chicken bestreichen, damit alles schön knusprig wird und der Bacon schön glänzt. 

Nach weiteren 10 Minuten den Vorgang wiederholen. Am Ende der Garzeit mit einem Fleischthermometer die Temperatur an der dicksten Stelle testen. Sie sollte über 75°C betragen. Sind die 75°C noch nicht erreicht oder wenn der Bacon noch nicht schön braun ist, evtl. noch einige Minuten länger backen lassen. Das Chicken zusammen mit der Sauce servieren.

mein Tipp: das Chicken und die Pommes können im Umluftofen auf zwei Ebenen zusammen gebacken werden. Ich schiebe die Pommes immer zuerst in den Ofen und das Hähnchen ca. 10 Minuten später. So wird alles zusammen gar und knusprig.


Knusper - Pommes 

  • 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
  •  
  • kochendes Salzwasser
  • 2 Esslöffel heller Essig
  •  
  • 3 - 5 Esslöffel neutrales Öl
  •  
  • Pommesgewürz 

Die Kartoffeln waschen, schälen, abtrocknen und die Kartoffeln mit einem Koch- oder Santokumesser  in gleich dicke Stifte schneiden. Oder man nimmt ein Wellenschnittmesser, wie in diesem Fall.

In einem ausreichend großen Topf Wasser zum Kochen bringen, Salz dazu geben und den Essig. Die Pommes dazu geben, alles durchrühren und die Pommes ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Mit einem Schöpflöffel die Pommes herausheben, mit einem Küchenhandtuch rundherum abtrocknen. Die Pommes dann in eine Schüssel geben und mit Öl benetzen. Jede Pommes soll rundherum von einem dünnen Ölfilm überzogen sein.

Die Pommes dann auf das Backblech geben, sie sollen nebeneinander und nicht übereinander liegen und möglichst noch etwas Abstand zu den anderen haben. Jetzt ab in den Ofen, mittlere Schiene und die Pommes ca. 40 - 45 Minuten golden backen. 

Wenn die Pommes rundherum schön golden gebräunt sind und rascheln, dann sind sie fertig. In eine Schüssel geben und mit Pommesgewürz (Menge nach Geschmack) würzen und dann genießen.


für den Blattspinat:

  •  200 g frischer Blattspinat
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 - 2 Knoblauchzehen
  • etwas Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
Den Spinat waschen und trocken schleudern. In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen, die Zwiebelwürfelchen leicht golden anschwitzen, dann den Knoblauch dazu geben und weiter anbraten. Dann den Spinat dazu geben, alles vermischen und den Spinat zusammen fallen lassen. Das geht sehr schnell. Jetzt nur noch kräftig mit Salz, Pfeffer und ordentlich Muskat abschmecken. Und dann kann schon serviert werden.







Das ist ein Foto von einem HardRock T-Shirt (Rückenansicht) von 1996. Damals gab es noch sehr schöne T-Shirts und wir brachten uns aus jedem HardRock Café eines mit. Jedes Café hatte sein spezielles Motiv auf der Rückseite. Dieses hier müsste aus San Antonio/Texas gewesen sein.. "The Alamo", das Wahrzeichen der Stadt, ist zusammen mit Cowboystiefeln, Opuntien und einer Gitarre ein Indiz dafür. 

★★☆★★


Samstag, 14. Dezember 2024

Fisch Bordelaise mit gewürztem Babyspinat und Hasselback Kartoffeln

Mindestens ein Mal die Woche essen wir Fisch. Auswahl, die uns schmeckt, gibt es genug. Dieses Mal gab es ein Schlemmerfilet Bordelaise. Meistens gibt es dazu einen Salat und Kartoffelpüree, aber dieses Mal hatte ich eine andere Idee. 

Ich hatte Babyspinat mitgebracht, den ich mit Zwiebelchen, Knoblauch und viel Muskat zum Fisch servieren wollte und dazu wollte ich kein Kartoffelpüree essen. So kam mir die Idee der Fächerkartoffeln. Das Schlemmerfilet brauchte ca. 40 Minuten im Ofen, das war genau die Zeit, die auch die Kartoffeln benötigten. Sie fanden in der Auflaufform daneben noch Platz im Backofen. So konnte beides zusammen garen. Außerdem hatte ich genug Zeit mich um den Spinat zu kümmern, der ja nur einige wenige Minuten zum Garwerden benötigt.

Gesagt, getan. Das Essen hat uns sehr gut geschmeckt. Es sieht auf dem Foto zwar nicht so spektakulär aus, aber dafür war es sehr lecker. Meine Rezeptur habe ich euch hier aufgeschrieben. Ich hatte dieses Mal aber gekauftes Schlemmerfilet verwendet. Solltet ihr es lieber selber machen wollen, mein Rezept für selbstgemachten Knusperfisch habe ich euch auch aufgeschrieben.


Hier hatte ich gekauftes Schlemmerfilet "à la Bordelaise"

Fisch Bordelaise: 

  • ein Schlemmerfilet Bordelaise (für 2 Personen) aus dem Froster
das Fischfilet nach Packungsanleitung im Ofen backen. Meist sind es 40 Minuten bei 200°C Umluft.

oder selbstgemacht:

Fischfilet mit Kräuter - Knusperkruste, 2 Portionen

  • 2 dicke Stücke Seelachsfilet (Köhler) *  à  150g
  • schwarzer Pfeffer
  • Zitronensalz 

  • 40 g geschmolzene Butter
  • 40 g Paniermehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Teelöffel Thymian
  • 2 gehäufte Teelöffel "8-Kräuter", gefroren
  • 1 Schuss Olivenöl

  • * ich hatte tiefgefrorenen Fisch, der halb aufgetaut war.

den Fisch beidseitig mit Pfeffer und Salz würzen und in eine kleine Auflaufform legen. Die Zutaten für die Kruste mischen, abschmecken und auf den Fisch geben. Die Kruste fest andrücken.

Die Form in den auf 185°C Heißluft eingestellten Backofen schieben und ca. 30 - 35 Minuten backen.


gewürzter Babyspinat:
  • 200 g frischer Babyspinat in Bio - Qualität

  • etwas Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 große Knoblauchzehe, fein gewürfelt
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • eine große Prise Muskatnuss, frisch gemahlen
Den Spinat putzen, waschen und trocken schleudern.
In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfelchen leicht golden anschwitzen, dann den Knoblauch zugeben und noch etwas anschwitzen.
Dann den Spinat hineingeben, der fällt recht schnell zusammen, und unter Wenden leicht dünsten lassen. Mit Pfeffer, Salz und Muskat kräftig würzen und direkt servieren.

Fächerkartoffeln bzw. Hasselback Potatoes:

  • gleichgroße Kartoffeln, vorwiegend festkochend

  • Olivenöl
  • Pfeffer
  • Paprika
  • Salz
  • Thymian 
  • Rosmarin
  • Knoblauch, fein gerieben oder fein gewürfelt

  • Parmesan, fein geraspelt

Die Kartoffeln waschen, schälen und an einer Seite den Boden leicht flach schneiden, damit die Kartoffeln gut aufliegen und nicht wegrutschen. 

Dann zwei Essstäbchen oder dünne Kochlöffelstiele auf ein Brett legen. Die Kartoffel eng dazwischen legen und mit einem großen Messer dicht an dicht fein fächerförmig einschneiden. Die Stäbchen verhindern das Durchschneiden der Kartoffeln. Das ist wichtig.

Eine Auflaufform leicht einölen, dann Olivenöl mit den Gewürzen vermischen. Jede Kartoffel mit Abstand in die Form setzen, mit Hilfe eines Silikonpinsels mit dem Kräuteröl bestreichen. Dabei darauf achten, dass das Öl auch möglichst in die Zwischenräume gelangt.

Die Auflaufform in den auf 200°C Umluft vorgeheizten Ofen schieben und ca. 35 Minuten backen. Dann die Kartoffeln nochmals mit dem Öl bestreichen und etwas Parmesan auf die Kartoffeln streuen. Weitere ca. 10 Minuten backen lassen bis der Parmesan leicht golden gebräunt und die Kartoffeln gar sind. 











Samstag, 29. Juni 2024

Seelachs mit Röstikruste und Blattspinat

Wir essen gerne Fisch. Und diesen am liebsten gebraten.  Dieses Mal hatte ich feine Rückenfilets vom  Seelachs, den ich mit einer Röstikruste gebraten haben. Das Gericht habe ich in Anlehnung an ein Rezept vom Sternekoch Alexander Wulf gebraten. Er hatte es vor ein paar Wochen im TV mit Lachs zubereitet.

Lange Rede, kurzer Sinn. Hier ist meine Version: Seelachs Filet mit Röstikruste und gewürztem Blattspinat. Es war richtig lecker, das nächste Mal werde ich es mit Lachsfilet probieren. Und mit Schellfischfilets schmeckt dieses Gericht übrigens auch sehr lecker.



Seelachs mit Röstikruste und Blattspinat (2 Portionen, nach einem Rezept von Alexander Wulf)

Zutaten für die  Röstikruste

  • 1 mittlere Zwiebel
  • etwas Öl zum Braten

  • 2 Kartoffeln, fein geraspelt
  • 1 - 2 Teelöffel Stärke
  • 1 Ei, Gr. M
  • Salz und Pfeffer
  • Muskat

Die Zwiebel fein schneiden, in etwas Öl anbraten und beiseitestellen. Die rohen Kartoffeln fein raspeln und mit Stärke, dem Ei und den angeschwitzten Zwiebeln vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

  • 2 Portionsstücke Seelachs (Rückenfilets) ohne Haut **
  • etwas Zitronensalz
  • Pfeffer

  • etwas Öl und Butterschmalz zum Anbraten

Den Fisch beidseitig würzen und mit der rohen Kartoffelmasse auf einer Seite bedecken. Sollte die Kartoffelmenge für die Kruste zu viel sein, dann aus der restlichen Masse kleine Rösti in der Pfanne ausbraten und zusätzlich zum Fisch servieren.

    Eine beschichtete Pfanne erhitzen und das Öl mit dem Schmalz hineingeben. Den Fisch mit der Kartoffelseite zuerst darin auf mittlerer Hitze kross anbraten und vorsichtig auf die andere Seite drehen. Die Temperatur noch etwas herunter schalten und den Fisch noch ein paar Minuten braten lassen, bis er innen gerade gar ist.  

    ** statt Seelachs kann man Lachsfilets nehmen. Schellfischfilets schmecken auch sehr gut.

    Zutaten  Blattspinat

    • 250 g Babyspinat, gewaschen
    • 1 Schalotte oder kleine Zwiebel
    • 1 Knoblauchzehe
    • etwas Butter
    • Salz und Pfeffer
    • Muskatnuss

    Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein schneiden. Dann in der Butter anschwitzen und den gewaschenen und trockenen Spinat dazugeben. So lange in der Pfanne wenden, bis der Spinat komplett zusammen gefallen ist, ihn dann mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig würzen. 


    Wenn die Röstikruste schön golden gebräunt ist, dann vorsichtig den Fisch mit der Kruste wenden und noch auf kleiner Flamme fertig braten lassen.







    Montag, 19. Juni 2023

    Spargelpäckchen mit Spinat und Parmaschinken

    Noch gibt es Spargel. Immer nur klassisch mit Sauce Hollandaise, Kartöffelchen und Schnitzel ist zwar lecker, aber auch ein wenig einfallslos. Wie wäre es da mal als Päckchen mit Spinat und Parmaschinken? 

    Das ist mal etwas anderes, wenn Besuch kommt, dann kann man die Päckchen schon gut vorbereiten und man kann sich ganz seinem Besuch widmen.

    Heute rede ich mal nicht lange um den heißen Brei herum, hier kommt mein Rezept:



    Spargelpäckchen mit Spinat und Parmaschinken, 2 Portionen

    • 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
    • 100 g Blattspinat
    • 6 dickere Stangen weißer Spargel
    • etwas gemahlener Schwarzer Pfeffer
    • 4 große Scheiben Parma Schinken
    • ca. 100 g Gouda, gestiftelt
    • etwas Kondensmilch, Sahne oder Eigelb zum Bestreichen
    • etwas Sesam und Käse zum Bestreuen

    den Spargel schälen, die Stangen halbieren (= 12 Stücke) und in ganz wenig Wasser mit etwas Salz und einer Prise Zucker ca. 8 Min. bissfest garen. Abtropfen lassen. Den Spinat waschen, trocken tupfen und in schmale Streifen schneiden. Wenn man gefrorenen Spinat nimmt, diesen auftauen und ausdrücken. Den Schinken in feine Streifen schneiden. Den Blätterteig entrollen und in 2 Teile teilen. 

    Den Backofen auf  200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen, ein Backblech mit Backpapier belegen.

    Nun geht's ans Füllen. 

    Für jede Portion mittig den Schinken und dann den Spinat auf den Blätterteig legen, darauf den Spargel. Etwas pfeffern. Dann etwas Käse auflegen, dann den Schinken und wieder Spargelstücke und etwas Käse. Den Blätterteig über die Füllung klappen und die Ränder verschließen, mit Milch bestreichen und mit etwas Käse und Sesam bestreuen.

    Das Päckchen auf das Backpapier legen und mittig in den vorgeheizten Ofen schieben. Nach ca. 25 Minuten ist alles golden braun und nun kann serviert werden.

    Vorsicht, der Spargel ist sehr heiß.












    Mittwoch, 8. März 2023

    Gemüselasagne mit Spinat, zweierlei Karotten und Pastinake

    Wir hatten Freunde eingeladen und es sollte etwas Leckeres zu essen geben. Aber fleischlos sollte es sein. Da ich zu solchen Anlässen gerne das Essen schon vorbereite, um nicht mehr so lange in der Küche zu stehen, wenn der Besuch schon da ist, da bietet sich ein Auflauf immer sehr gut an.

    So entschied ich mich für eine Gemüselasagne mit Spinat, zweierlei Karotten und Pastinake. Pastinake war eine Premiere in diesem Gericht für mich und ich war sehr gespannt, wie alles zusammen harmonierte. Die Lasagne war super lecker, allen hat es sehr gut geschmeckt und was will man mehr.


    Jeder bekam seine eigene Form mit der Gemüselasagne

    Gemüselasagne mit Spinat, zweierlei Karotten und Pastinake  4 Portionen 

    für die Lasagneplatten * : 

    • 3oo g Mehl
    • 3 Eier
    • etwas Salz
    • (1 Teelöffel Kurkumapulver zum Färben der Nudeln)

    alle Zutaten zu einem glatten, festen Nudelteig kneten und in Plastikfolie eingewickelt einige Stunden (oder auch über Nacht im Kühlschrank) rasten lassen.

    Mit Hilfe der Nudelmaschine in nicht zu dicke Platten ausrollen. Die Größe der Platten richtet sich nach der Auflaufform. Auf einem Küchentuch bis zum Kochen ruhen lassen.

    * Wer die Lasagneplatten nicht selber herstellen möchte, der kann selbstverständlich auch gekaufte Nudelplatten nehmen. Sehr lecker sind auch grüne Nudelplatten.


    für die Füllungen:

    • 750 g Blattspinat, gefroren und aufgetaut, gut ausgedrückt
    • 3 Knoblauchzehen, fein gerieben
    • Salz und Pfeffer 
    • eine große Prise Muskatnuss, frisch gerieben
    • etwas natives Olivenöl

    normalerweise wird der Spinat leicht gedünstet, aber ich verwende ihn in diesem Fall nur aufgetaut. Der Spinat wird ordentlich ausgedrückt, dann mit den Gewürzen und dem Öl vermischt und pikant abgeschmeckt. Beiseite stellen.

    • 200 g Karotten, fein geraspelt
    • 200 g gelbe Karotten, fein geraspelt
    • 200 g Pastinake, fein geraspelt

    • Saft einer halben Zitrone
    • eine abgeriebene Zitronenschale
    • Salz, Pfeffer

    • etwas natives Olivenöl oder Butter

    eine beschichtete Pfanne erhitzen, das Öl hinein geben und wenn es heiß ist, die Gemüse darin leicht andünsten, bis alles al dente ist. Mit dem Zitronensaft, der Zitronenschale, Pfeffer und Salz abschmecken. Beiseite stellen.

    für die Bechamelsauce:

    • 3 Esslöffel Butter
    • 3 Esslöffel Mehl
    • knapp 500 ml kräftige Brühe
    • 300 ml Milch
    • eine große Prise frisch gemahlene Muskatnuss 
    • Pfeffer, Salz nach Geschmack
    • 100 g geriebener Käse 
    •  
    • 1 Kugel Mozarella (125g Abtropfgewicht)

    Butter zerlassen, das Mehl einrühren und mit der Brühe ablöschen und ordentlich köcheln lassen. Die Milch angießen und weiter köcheln lassen. Die Sauce sollte leicht dicklich sein. Würzig abschmecken und den geraspelten Käse in der Sauce auflösen. Beiseite stellen. 

    Den Mozarella abtropfen lassen und in Stücke zerpflücken.


    Nun geht es an das Zusammensetzen der Lasagne:

    eine Auflaufform gut buttern, die Nudelplatten in leicht gesalzenem Wasser al dente kochen und abtropfen lassen. Gekaufte und getrocknete Lasagneplatten müssen auch nach Packungsanleitung vorgekocht werden. Meist sind sie in ca. 5 Minuten bissfest.

    Eine Lage Nudelplatten in die Auflaufform legen. Etwas Sauce darauf verteilen. Darauf kommt die Hälfte der Möhren und etwas Sauce. Nun die nächste Lage Nudelplatten auflegen, etwas Sauce und dann folgt der Spinat, wieder etwas Sauce und wieder Nudeln. Wieder etwas Sauce auf die Nudelplatte geben und die restlichen Möhren, nochmals Sauce und als letzte Schicht eine Nudelplatte. Als Abschluss mit der restlichen Sauce bedecken. Dann den zerpflückten Mozarella als letztes auf der Lasagne verteilen.

    Den Backofen auf 175°C Ober- Unterhitze vorheizen und den Auflauf auf der 2. Schiene von unten ca. 50 Min. backen, bis die Oberfläche leicht golden und alles schön gebräunt ist. 

    Guten Appetit. Dazu passt wunderbar ein Glas Wein.


    Die einzelnen Arbeitsschritte der Zubereitung der Gemüselasagne


    Lasagne lässt sich immer so schlecht fotografieren . . . 







    Donnerstag, 14. April 2022

    selbstgemachte Rote Bete - Kurkuma - Ravioli und Fagottini

    Letztens hatte ich eine dicke Rote Bete in Bioqualität gekauft und wollte damit ein Rote Bete Carpaccio als kleines Abendessen zubereiten. Aber daraus wurde nichts, ich habe mit der Roten Bete Nudeln gezaubert. Die waren so lecker und hier ist das Ergebnis. 

    Zugegeben, die rot-gelben Nudeln in der Tomatensauce sehen schon ein wenig "strange" und ungewöhnlich aus, aber sie waren unheimlich lecker.

    Der Teig war schnell zubereitet, das Ausrollen klappte auch gut und die Füllung war ebenso schnell zusammengerührt. Nur das Falten und Formen der Ravioli und Hütchen nahm ein wenig Zeit in Anspruch. Aber es hat Spaß gemacht und vor allem, es hat sehr lecker geschmeckt. 

    Die übrig gebliebenen Teigabschnitte habe ich dann zusammen durch die Maschine georgelt. Das ergab dann einen marmorierten Teig. Ich musste richtig grinsen, denn der Teig sah zuerst wie eine Roulade mit Senf aus . . . ich habe daraus dann Bandnudeln geschnitten.

    Solltet ihr also mal Zeit und Lust haben, probiert meine bunten Nudeln doch mal aus, sie werden euch bestimmt ebenso gut schmecken wie uns.

    Übrigens, die Rote Bete schmeckt nicht erdig durch. 










    Rote Bete - und Kurkuma - Nudeln

    • 100 g fein geraspelte, rohe Rote Bete
    • 2 Eier, Gr. L
    • 2 1/2 Cup (= ca. 320 g ) Pizzamehl 00er
    •  
    • 1 Esslöffel Kurkuma Pulver
    • 1 Ei, Gr. L
    • 1 1/4 Cup (= ca. 160 g) Pizzamehl 00er
    • eventuell etwas Wasser
    •  
    • Mehl zum Bestreuen und Ausrollen
    die Rote Bete schälen, fein raspeln und in der Mikrowelle für ca. 2 Minuten bei voller Leistung abgedeckt dünsten. Einige Minuten stehen lassen und dann mit den Eiern in einem Mixer/Thermomix o.ä. ganz fein schreddern bis feines Mus entstanden ist.
    Das Mehl mit dem Mus mit Hilfe der Küchenmaschine gut verkneten. Der Teig sollte elastisch sein. In Folie einschlagen und mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

    Das Kurkumapulver mit dem Ei mixen, das Mehl zugeben. Sollte der Teig zu fest sein, noch etwas Wasser dazugeben und weiter kneten, bis es ein glatter, geschmeidiger Teig entstanden ist, ihn in Folie verpacken und ruhen lassen.

    Ravioli - Spinatfüllung:
    • 85 g gehackter Tiefkühlspinat, gewogen nach dem Auftauen und Ausdrücken
    • 100 g Hüttenkäse
    • 1 Schalotte, sehr fein gehackt
    • 1 große Knoblauchzehe, sehr fein gehackt
    • Muskatnuss, Pfeffer, Salz
    den aufgetauten und gut ausgedrückten Spinat mit dem Hüttenkäse und allen Gewürzen gut vermischen und pikant abschmecken.

    Den jeweiligen Teig mit Hilfe einer Nudelmaschine portionsweise dünn ausrollen (bis Stufe 4 von 7). Dabei immer wieder leicht beidseitig bemehlen. Aus dem gelben Teig Streifen schneiden und auf dem roten Teigband nach Gutdünken auflegen und festdrücken, dann den wiederum bemehlten Teig auf Stufe 4  und dann nochmal auf Stufe 5 durchdrehen. 
    Nun ist der Teig für die Ravioli fertig.

    Nach und nach den ganzen Teig ausrollen bis Stufe 5.

    Für die Ravioli ein Teigband auf die bemehlte Arbeitsplatte legen, etwas Spinatfüllung (ca. 1 Teelöffel) mit Abstand auf den Teig geben. Rund um die Füllung den Teig leicht anfeuchten, die andere Teigseite darüber klappen und die Zwischenräume um die Füllung gut festdrücken. Darauf achten, dass sämtliche Luft aus dem Teig gestrichen wird. Mit einem Ravioliausstecher die Ravioli ausstechen oder mit einem Teigrädchen ausradeln. Die fertigen Ravioli auf ein Küchentuch legen.

    Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Ravioli portionsweise hinein geben und ca. 4 Minuten leicht köcheln lassen. Wenn sie an der Oberfläche gut schwimmen, dann sollten sie fertig sein. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen lassen und mit Sauce nach Wahl servieren. Guten Appetit.

    die Hütchen (Fagottini) formt man folgendermaßen:
    auf ein Nudelquadrat etwas Füllung geben und alle gegenüberliegenden Ecken zur Mitte falten und festdrücken. Die vier Seiten jeweils festdrücken. So entsteht das Hütchen. Sie werden ebenso wie die Ravioli gekocht.

    wir hatten zu den Ravioli folgende Sauce:

    pikante Tomatensauce mit Hüttenkäse:
    • 2 Esslöffel Olivenöl
    • 1 Schalotte, fein gewürfelt
    • 1 große Knoblauchzehe, fein gewürfelt
    • 1 Esslöffel Tomatenmark
    • ca. 300 ml passierte Tomaten
    • ca. 1 gehäufter Teelöffel Oregano 
    • ca. 1 Teelöffel getrocknete Pizzakräuter
    • Pfeffer und Salz
    • etwas gemahlenen Chili
    • 100 g Hüttenkäse
    •  
    • geriebener Parmesan
    das Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch anschwitzen. Tomatenmark dazu und anrösten. Dann die passierten Tomaten dazu geben, aufkochen lassen. Die Gewürze und auch den Hüttenkäse dazu geben, alles einmal aufkochen lassen, pikant abschmecken, fertig.

    Die Ravioli und Hütchen mit der Sauce und etwas geriebenem Parmesan servieren. Guten Appetit.


    vom Teig zur fertigen Pasta. Zur Erklärung des rechten, unteren Bildes . . . das ist keine "Roulade mit Senf", das sind die zusammen gekneteten und ausgerollten Teigreste. Dabei vermischten sich die Farben und bekamen eine Marmorierung. Ich habe die Nudeln anschließend zu Bandnudeln geschnitten (mittleres Foto).

    Die Bandnudeln habe ich auf einem Küchentuch einen Tag trocknen lassen. Dabei habe ich sie ab und an gewendet. Anschließend habe ich sie in eine gut schließende Lock&Lock-Dose gegeben. Sie werden in den nächsten Tagen gekocht und verspeist.






    hier noch mein Tipp mit dem Mehlzerstäuber