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Freitag, 27. Februar 2026

Apfel - Walnuss - Gugelhupf

Schon wieder habe ich einen Kuchen gebacken. Ab und an steht einem der Sinn danach. Im Moment backe ich nicht so viel wie sonst schon mal, aber das Kuchenbacken geht natürlich auch dieses Jahr weiter. Vielleicht nicht so oft wie sonst schon mal, aber Kuchen muss doch sein. Prima finde ich, wenn man dann einen Kuchen gebacken hat, den man ohne Probleme einige Tage aufheben kann ohne ihn gleich einzufrieren. Das Einfrieren geht natürlich auch, aber dieser leckere Gugelhupf hält sich ohne Probleme ca. 3 - 5 Tage frisch. Dafür aber bitte kühl und abgedeckt aufbewahren. 

Mein heutiges Rezept ist richtig lecker. Der Gugelhupf mit Äpfeln und Walnüssen schmeckt richtig gut, er ist wunderbar saftig und dadurch auch sehr gut einige Tage haltbar. 



Apfel - Walnuss - Gugelhupf

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • 1 Päckchen Backpulver

  • 200 g weiche Butter
  • 140 g Zucker
  • 10 g Vanillezucker 
  • 1 Prise Vanillesalz 

  • 4 Eier, Gr. L

  • 1 gehäufter Teelöffel Zimt
  • 100 g grob gehackte Walnüsse
  • 500 g grob geraspelte Äpfel

  • Puderzucker

Als erstes wird die Gugelhupfform gründlich gefettet und mit feinem Paniermehl dünn ausgestreut, damit später beim Stürzen der Form nichts hängen bleibt.

Das Mehl mit dem Backpulver gut mischen. Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Die Butter wird mit dem Zucker und dem Salz schaumig gerührt. Dann nach und nach die Eier untermixen. Die Walnüsse und den Zimt unterrühren und dann die geraspelten Äpfel untermischen.
Zuletzt das Mehl untermischen und kurz verrühren.

Den Kuchenteig in die vorbereitete Gugelhupfform füllen, glattstreichen und in den vorgeheizten Ofen stellen, 2. Schiene von unten.

Die Backzeit beträgt ca. 70 Minuten. Zum Ende der Garzeit mit einem Holzstäbchen eine Probe nehmen. Sollte noch etwas Teig hängen bleiben, dann den Kuchen noch weitere 10 Minuten bei ausgeschaltetem Ofen backen lassen.

Die Form aus dem Ofen nehmen und auf ein Kuchengitter stellen. Nun muss man 30 Minuten warten, bis die Form gestürzt werden kann. So kann sich der Kuchen "setzen" und bleibt nicht in der Form hängen.

Den Kuchen auf dem Gitter auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Der saftige Kuchen hält sich sehr gut einige Tage frisch.



Die Gugelhupfform heißt "Bavaria" und ist von NordicWare. 

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Hier im Anschnitt sieht man sehr gut, dass der Kuchen sehr saftig ist.

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Freitag, 13. Februar 2026

Apfelkuchen mit Schmandguss

Apfelkuchen geht immer und es gibt bestimmt hunderte von verschiedenen Rezepten. Auf meinem Blog findet ihr auch jede Menge Apfelkuchenrezepte unter der Rubrik "Rezepte A - Z". 

Ich habe jetzt mal in meinem alten, handschriftlichen Rezeptbuch nach einem weiteren Rezept gesucht und mich für einen Apfelkuchen mit Schmandguss entschieden. Das Rezept habe ich schon ewig in meinem Rezeptbuch, aber ich habe den Kuchen schon X Jahre nicht mehr gebacken. Wie das manchmal so ist. Es gibt ja auch so wenig Rezepte . . .

Dieser Kuchen hier ist schnell gebacken. Der Mürbeteig muss nach der Herstellung zwar einige Zeit im Kühlschrank durchkühlen. Aber in der Zwischenzeit kann man die Äpfel schälen und raspeln und der Guss ist auch ruckzuck verrührt. Gebacken wird er bei Ober-/ Unterhitze im vorgeheizten Ofen. Und nach rund 40 Minuten ist er auch schon fertig gebacken.



Apfelkuchen mit Schmandguss  28 cm 

Mürbeteigboden:

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • ½ Teel. Backpulver
  • 130 g feiner Zucker
  • 10 g Vanillezucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 190 g kalte Butter
  • 1 Ei Gr. L

Die trockene Zutaten vermengen, Ei und Butter hinzufügen und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig circa eine Stunde kalt stellen. Er soll gut durchkühlen.
Eine Backform bzw. einen Tortenring (28cm) in Backpapier einschlagen und auf das Backblech stellen.

Wer keinen 28er Tortenring hat, der nimmt eine 26er Springform. Dann werden der Boden sowie die Füllung dicker. Eventuell muss der Kuchen etwas länger backen.

Apfelfüllung:

  • 1 kg grob geraspelte Äpfel (z.B. Elstar oder Boskop)
  • 1 Esslöffel Zitronenzucker
  • 1 Esslöffel Zitronensaft

Die geraspelten Äpfel mit Zucker und Saft vermischen.

Schmand - Sahne - Guss:

  • 200 g Schmand 
  • 200 g süße Sahne
  • 1 Ei Gr. L
  • 20 g Vanille-Puddingpulver
  • 1 Prise Salz
  • Zucker nach Belieben (ca. 1 Esslöffel)

Alle Zutaten zu einem glatten Guss verrühren.

Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. 

Den Mürbeteig zwischen Klarsichtfolie oder Backpapier zu einem Boden ausrollen und in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Springform geben, (28cm Durchmesser), dabei den Rand frei lassen. Die geraspelten Äpfel darauf verteilen und glattstreichen, den glattgerührten Guss gleichmäßig darauf verteilen.

Den Kuchen auf die 2. Stufe von unten in den den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 40 Minuten golden backen. 

Zum Ende der Backzeit eine Stäbchenprobe nehmen, ob der Kuchen gar ist. Sollte noch etwas Teig am Stäbchen kleben, dann den Kuchen noch einige Minuten weiter im heißen Ofen lassen.













 

Freitag, 9. Januar 2026

Kekse - "Resteverwertung"

Nun ist das neue Jahr schon ein paar Tage alt und ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Auch 2026 geht "das Schlemmen" selbstverständlich weiter. 

Habt ihr auch noch Spekulatius, also Gewürz-Spekulatius von Weihnachten und der Adventszeit übrig? Wir mögen Weihnachtskekse komischerweise immer nur in der Vorweihnachtszeit. Und auf Weihnachten. Meistens sind sie aber auch bis dahin aufgefuttert.

Solltet ihr aber noch einige Spekulatius (oder andere Kekse) haben, dann ist mein Dessertrezept eine gute Alternative zur Vernichtung von Keksen.

Ich hatte für mein Dessert noch einigen Gewürzspekulatius übrig behalten. Zusammen mit einer leicht gesüßten Mascarpone-Sahnecreme, etwas Birnenlikör und fruchtigem Apfelmark entsteht ein sensationelles Dessert. Das schmeckt so lecker. Ich hätte gleich mehr machen sollen . . .

Die unten im Rezept aufgeführten Mengen sind alles Circa - Angaben, weil man das Dessert so schichten kann, wie man gerne möchte. Meine Version habe ich euch mal aufgeschrieben.

Also, falls ihr noch Weihnachtsplätzchen oder Spekulatius habt, dann wäre dieses Dessert doch eine gute Resteverwertung. Falls ihr keine "Restkekse" mehr habt, dann könnte  man ja auch eine Packung anderer, gekaufter Lieblings - Kekse nehmen . . .




Keks- Trifle mit Äpfeln ca. 6 größere Portionsgläser

  • 4 mittelgroße, säuerliche Äpfel
  • etwas Zimt nach Geschmack
  • etwas Zucker nach Geschmack

  • 1 Becher geschlagene Sahne
  • 250 g Mascarpone
  • 1 Esslöffel Vanillezucker

  • 4 Esslöffel Apfelsaft
  • 2 Esslöffel Williamslikör (oder Apfelschnaps) *

  • 200 g Gewürzspekulatius (oder andere Kekse)
  • einige Apfelchips (getrocknete Apfelscheiben) zur Deko 


die Äpfel schälen, entkernen und mit ganz wenig Wasser dünsten bis sie weich sind. Mit einem Stampfer oder einer Gabel grob stampfen bis sie zu Mus werden. Mit Zimt und eventuell noch mit etwas Zucker abschmecken. Auskühlen lassen.

Die Sahne mit dem Zucker und der Mascarpone verrühren, den Spekulatius in kleine Stückchen bröseln. 

Den Apfelsaft mit dem Schnaps verrühren.

* muss nicht, kann aber hinein. Aber wenn Kinder mitessen den Likör unbedingt weglassen ❗

Jetzt geht es ans Schichten. In jedes Schälchen als erste Schicht einige Keksbrösel hineingeben, mit etwas Saft beträufeln. Dann eine Schicht Apfelmark hineingeben und darauf die Mascarponecreme. Dann den Vorgang wiederholen. Die Gläschen in den Kühlschrank stellen und mindestens 3 Stunden gut durchkühlen lassen.

Vor dem Servieren einige feine Brösel und noch eine Scheibe Apfelchips als Deko auf die Creme geben.

Das Trifle schmeckt aber auch noch am nächsten Tag sehr gut. 

Tipp: wer das Apfelmark nicht selber kochen möchte, der nimmt gekauftes Apfelmark. Apfelmark ist im Gegensatz zum Apfelmus nicht gesüßt.





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Freitag, 28. November 2025

Apfelballen aus dem Ofen

Dieses Jahr gibt es eine Flut von Äpfeln, sodaß man des öfteren mal etwas Leckeres mit Äpfeln backen kann. Heute habe ich Apfelballen aus dem Ofen für euch.

Der Bäcker backt Apfelballen meist in Öl oder Fett aus. Das schmeckt ja auch immer sehr lecker. Aber zu Hause backe ich ssolche Ballen lieber im Ofen als in der Fritteuse. Dieses Rezept hier ist wirklich prima. Die Zubereitung geht schneller als das berühmte Brezelbacken und schon nach einer knappen halben Stunde sind duftende Apfelballen fertig. 

Lauwarm und frisch aus dem Ofen schmecken sie besonders gut, aber auch am nächsten Tag kann man sie noch sehr gut essen. Am besten hebt man sie dann in einer gut schließenden Dose auf, so werden sie nicht trocken und sie sind immer noch schön saftig und lecker.

Wer es besonders lecker haben möchte, der gibt sie am nächsten Tag noch für ein paar Minuten in den heißen Ofen oder in den Airfryer und backt sie dort kurz auf. Vielleicht klappt das sogar auf dem Brötchenrost des Toasters oder auch kurz in der Mikrowelle. Toaster und Mikrowelle habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Ich wünsche euch guten Appetit bei den leckeren Apfelballen aus dem Ofen.

übrigens . . . Ganz viele Apfel(kuchen)rezepte findet ihr unter der Rubrik "Rezepte A - Z" oben in der Leiste.



🍎 saftige Apfelballen aus dem Ofen  🍎 ca. 12 Stück

  •  200 g Magerquark
  •  100 ml Rapsöl
  •  etwas Vanille
  • 1 Prise Vanillesalz
  •  110 g Zucker

  •  300 g Dinkelmehl 630er
  •  1 Päckchen Backpulver

  •  3 mittlere Äpfel (z.B. Elstar)
  •  
  • Zucker & Zimt


den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Aus den Schalen können noch Apfelrosen* gerollt werden. Wie es geht steht weiter unten.

Magerquark, Rapsöl, Vanille, Salz und Zucker verrühren. Mehl mit Backpulver vermischen und zum Quarkgemisch hinzugeben und alles gut verkneten.

Die Äpfel dazugeben und mit den Händen unterkneten. ca. 10 - 12 Bälle formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mittig in den vorgeheizten Backofen schieben und alles ca. 25 Minuten backen.

Nach dem Backen werden die Bällchen sofort in Zucker & Zimt gewälzt und auf einem Kuchengitter ausgekühlt. 

Wer sie für den nächsten Tag aufheben möchte, der legt die Ballen nach dem Auskühlen in eine gutschließende Dose. So bleiben die Ballen frisch und werden nicht trocken.



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Ein Apfel der Sorte "Elstar"

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für solche hübschen Apfelrosen benötigt man:

  • möglichst lange, dünne und schmale Apfelschalen
die langen Apfelschalen einfach von einer Seite her relativ dicht aufrollen. Die Rose entsteht fast von alleine. Sollte die Schale reißen, einfach ein neues Stück überlappend anlegen und die Rose weiter bis zur gewünschten Größe aufrollen. fertig sind die Röschen. 🌹

Sie eignen sich gut als Deko auf der Kaffeetafel,  und getrocknet sehen sie auch noch recht ansehnlich aus.






Kaffeepause - dazu schmeckt sehr gut ein Cappuccino

Dienstag, 18. November 2025

superschnelle Apfel- oder Quittentasche aus Reispapier

An einem Airfryer kommt man nicht vorbei. Mittlerweile ist es ein regelrechter Hype geworden. Man kann sagen, was man will, so ein Gerät ist nicht so schlecht wie man manchmal meinen könnte. Rezepte gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, die speziell für den Airfryer "erfunden" wurden. Mal ist es gut, mal lustig, mal weniger gut. Da muss man schon testen, was einem zusagt. Verrückt finde ich allerdings, wenn es spezielles "Backpulver für den Airfryer" zu kaufen gibt. Also wirklich, das wundert mich sehr. Was soll an so einem Backpulver anders sein als "normales"? Den namhaften Hersteller finde ich allerdings pfiffig, er wird durch den Hype mit Sicherheit viel davon verkaufen, die Kasse wird ordentlich klingeln, zumal das Produkt noch wesentlich teurer ist als das herkömmliche. Aber wer das kauft ist selber schuld.

Nun aber zurück zum Airfryer. Durch unseren Sohn wurden wir auch angesteckt und wir haben uns Anfang des Jahres ein solches Gerät zugelegt. Mit unserem Gerät (double stack) sind wir sehr zufrieden und das ein oder andere Gericht wird darin zubereitet, wo sonst der große Backofen in Aktion treten müsste.

Sehr gerne stöbere ich auch im Netz und schaue mir so an, was manche Menschen in einem Airfryer so alles zubereiten. Manches finde ich hochinteressant und/oder sehr unterhaltsam. So stieß ich auf den Hype mit dem Reispapier. In dieses Reispapier wird alles mögliche verpackt und im Airfryer gebacken. 

Da ich noch Reispapier im Haus hatte (ich nehme es sonst für Sommerröllchen), dachte ich mir, nun teste ich das mal und habe Apfel- und Quittentaschen damit gebacken. Die sind ruckzuck fertig und haben sehr gut geschmeckt. Sie waren außen auch schön knusprig, weichten aber beim Abkühlen doch leider etwas auf. 

Ein Manko ist allerdings, dass man den Teig sehr schwer mit der Kuchengabel abstechen konnte. Der Teig ist recht fest. Das nächste Mal würde ich kleinere Röllchen formen und diese dann "auf der Hand" essen und direkt abbeißen. Das klappt mit Sicherheit besser.

Aber lecker sind sie, das Ausprobieren lohnt sich. Gebacken habe ich die Apfeltaschen folgendermaßen.



superschnelle Apfel- oder Quittentasche aus Reispapier

für eine Apfel- bzw. Quittentasche benötigt man:

  • 2 Reispapierblätter
  • ca. 2 Eßlöffel Apfelkompott aus geraspelten Äpfeln (oder Quittenkompott)
  • etwas Öl
  • Zimt & Zucker
  •  
  • desweiteren: 
  • einen tiefen Teller 
  • 1 - 2 verquirlte Eier
  • etwas Zucker und Zimt
  • 1 Prise Salz

Für die Apfelfüllung habe ich fein geraspelte Äpfel, Zimt, Zitronensaft und Rosinen vermischt und nicht gekocht. Das Rezept für das Quittenkompott findet ihr >hier<

Das Gitter in der Schublade des Airfryers leicht einfetten bzw. ölen. Das Ei in einem tiefen Teller mit etwas Zucker und Zimt sowie einer Prise Salz verquirlen.

Ein Reispapier kurz in der Eimischung wenden, dann das zweite Blatt ebenso darin wenden und auf das erste legen. Das Reispapier wird sehr weich. 

Mittig etwas Füllung darauf geben und das Reispapier wie ein Päckchen verschließen. Etwas Zimt und Zucker auf das Päckchen streuen und dieses dann in den Airfryer legen.

Den Airfryer auf "200°C Airfry" stellen und die Apfeltaschen in  ca. 12 - 15 Minuten golden backen.

Mein Tipp:

wer keinen Airfryer hat, der backt die Taschen bei 200°C Umluft in ca. 15 Minuten im "normalen" Backofen.

 

Apfeltaschen aus Reispapier. Rechts die Füllung war Quittenkompott.








Freitag, 24. Oktober 2025

fluffiger Apfelschmarrn mit Preiselbeerkompott

Letztens gab es bei uns zum Mittagessen mal wieder einen Apfelschmarrn. Aber dieses Mal wünschte mein Mann sich einen "so richtig fluffigen", wie man ihn auch in Südtirol bekommt. So würde er noch besser schmecken. Ich hatte mir bis dato das Aufschlagen des Eiweißes immer verkniffen . . .

Gut, hab ich gedacht, dann gebe ich dieses Mal nicht nur die ganzen Eier in den Teig, sondern schlage das Eiweiß vorher noch zu steifem Schnee, dann wird er bestimmt auch fluffiger. Und was soll ich euch sagen, mein Mann hatte natürlich recht, durch den Eischnee wurde der Schmarrn so richtig schön fluffig. Er hat noch besser geschmeckt als sonst.

Normalerweise wird der Schmarrn dann im Backofen fertig gebacken. Aber der Aufwand ist mir zu hoch, zumal meine Pfanne keinen hitzebeständigen Griff hat. Auch die Stromkosten dafür halte ich für zu hoch. Aber Frau kann sich ja behelfen, ein aufgelegter Deckel erreicht das gleiche . . .

Und so habe ich ihn zubereitet:



fluffiger Apfelschmarrn mit Preiselbeerkompott  für 2 Portionen:

  • 1 großer Apfel
  • eine kleine Handvoll Rosinen (falls man mag)

  • etwas Rapsöl

  • 3 Eischnee
  • 1 Prise Vanillesalz

  • 3 große Eigelb
  • 3 Esslöffel Dinkelmehl 630er
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Esslöffel Vanillezucker
  • Vollmilch (ca. 150ml)
  •  
  • Puderzucker zum Bestreuen
  •  
  • Preiselbeerkompott 


die Rosinen in etwas Wasser (und wer mag zusätzlich noch mit etwas Rum) übergießen und einige Zeit stehen lassen. Dann gut abtropfen lassen.

Den Apfel waschen, entkernen und feinblättrig schneiden. Das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und eine Prise Salz zufügen. 

Die Eigelbe mit dem Mehl, Zucker, Salz und der Milch zu einem nicht zu festen, eher dickflüssigen Teig verquirlen. Der Teig sollte die Konsistenz von gesüßter Kondensmilch haben. Den Teig einige Zeit ruhen lassen. Dann den Eischnee unterziehen.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen, etwas Öl hinein geben und erhitzen. Die Apfelscheibchen darin etwas anschwitzen. Sie sollen ruhig etwas weich werden. Dann die Apfelscheiben auf dem Pfannenboden gleichmäßig verteilen, den Teig vorsichtig darüber gießen und die abgetropften Rosinen auf dem Teig gleichmäßig verteilen. Die Hitze der Pfanne auf mittlere Stufe schalten, einen Deckel auflegen und alles stocken lassen. Dann Deckel entfernen.

Ist der Schmarrn schön golden gebräunt, ihn wenden. Eventuell etwas Öl nachgießen und den Schmarrn in Stücke zerteilen und alles gut wenden und alles leicht bräunen.

Und schon kann serviert werden. Den Schmarrn auf zwei Tellern verteilen und mit Puderzucker bestäuben. Guten Appetit.








Freitag, 10. Oktober 2025

Kartoffelsticks mit Apfelmus

Wenn das Mittagessen kochen mal recht schnell gehen soll, dann gibt es bei uns gerne mal "FastFoot ". Aber es ist nicht das, was man im Allgemeinen mit Fast Food bezeichnet. Ich habe Kartoffelsticks mit Apfelmus zubereitet. 

Man könnte auch sagen, dass sie eine Art dicke Schupfnudeln mit Panade sind. Die Dinger sind so lecker, sie schmecken meinem Mann sogar abends noch kalt, falls mal welche übrig bleiben sollten.

Aber frisch aus der Pfanne schmecken die Sticks am besten, vor allem wenn sie schön heiß sind und mit dem kalten Apfelmus als Kontrast. Das Rezept ist für 2 Personen ein Hauptgericht, als Beilage reichen sie bestimmt für 4 Personen.


Bei diesen Sticks hatte ich gekauftes Paniermehl/Semmelbrösel verwendet.


für die  Kartoffelsticks  benötigt man: 

  • 500 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
  • 100 g Mehl
  • 1 großes Ei
  • Salz (etwas großzügig sein, Kartoffeln schlucken immer viel Salz)
  • Pfeffer 
  • frisch geriebene Muskatnuß (eine großzügige Prise)
  • Paniermehl * bzw. Semmelbrösel
  • Rapsöl zum Braten

  • Apfelmus


die gewaschenen Kartoffeln kocht man in der Schale bis sie gar sind. Nach dem Kochen abschrecken, pellen und sofort durch eine feine Kartoffelpresse drücken. Die Kartoffeln mit der Gabel auflockern, damit sie auch etwas auskühlen.

Das Mehl und die Gewürze dazugeben und mit einer Gabel alles gründlich mischen. Das Muskat ruhig etwas großzügig verwenden, man sollte das Muskat ruhig ein wenig schmecken. Alles nun mit einer Gabel locker untermischen, bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Dann das Ei dazugeben, nochmals alles gut vermischen bis der Teig homogen ist und alles gut verbunden ist. Der Teig sollte relativ fest aber noch gut formbar sein.

Mit feuchten Händen kleine Rollen formen und diese in Paniermehl wälzen. 

Eine beschichtete Pfanne erhitzen und darin dann das Rapsöl erhitzen. Die Rollen ins heiße Öl geben und rundherum anbraten. 

Manchmal sind sie nicht so fest, dann ergeben sich dann eher dreieckige Sticks als runde Rollen, das macht aber nichts . . . 

Wenn sie rundherum schön golden sind, dann sind sie auch schon fertig. Uns schmecken sie besonders gut zusammen mit Apfelmus. Aber sie passen auch gut zu herzhaften Gerichten als Beilage.

mein Tipp zum Paniermehl: man kann selbstverständlich gekauftes Paniermehl bzw. Semmelbrösel nehmen. Aber ich nehme auch gerne selbstgemachtes Paniermehl. Manches Mal bleibt ein Rest Brot übrig und keiner mag es mehr essen. Dann lasse ich Brötchen oder auch Roggenmischbrot ganz durchtrocknen. Ist das Brot steinhart, dann reibe ich es mit Hilfe der Küchenmaschine (Reibeaufsatz, Moulinette, Thermomix, Foodprozessor o.ä.) ganz fein. Aufgehoben wird es dann in einer gut schließenden Dose.


Hier wurden die Sticks mit selbstgemachtem Paniermehl aus Bauernbrot und Brötchen paniert, deshalb die dunklen "Stückchen" in der Panade.




Die panierten Sticks vor, während und nach dem Braten.

 

Freitag, 19. September 2025

Schneller Apfelkuchen ohne Boden 2025

Wenn sich Besuch ansagt und man schnell einen leckeren Kuchen servieren möchte, dann bietet sich dieses Apfelkuchenrezept auf jeden Fall an.  

Der Kuchen hat eine Art fluffigen Biskuitteig, dann saftige Äpfel und oben eine Art knusprige Baiserschicht. Und das mit nur einem Teig. Das Rezept hatte ich vor über 30 Jahren von einer Nachbarin bekommen.

Er ist schnell gebacken und am besten schmeckt er sogar, wenn er noch lauwarm ist. Dann ist die Oberfläche besonders knackig und knusprig. Er ist also der ideale Kuchen für den Spontanbesuch, der sich auf ein Tässchen Kaffee anmeldet. Eventuelle Reste für den nächsten Tag bitte nicht abdecken, der Kuchen wird sonst sehr weich.

Anfang des Jahres 2016 bin ich dem Aufruf des Kölner Stadt-Anzeigers gefolgt, sein Lieblingsrezept im Sommer zu verraten. Ich wurde mit ausgewählt, gemeinsam mit anderen Leser*innen des Kölner Stadt-Anzeigers, im Deutzer Loft (das war eine Eventlocation mit Küche in Köln-Deutz) für einen Rezeptkalender zu backen und zu kochen. Mit meinem "Schnellen Apfelkuchen" war ich dabei und es war ein sehr aufregender Tag für mich.

dieser Beitrag kann +++ WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung) 

Und hier ist nun das schnelle Rezept des Schnellen Apfelkuchens. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit.



Schneller Apfelkuchen ohne Boden,    26cm 

  • 4 säuerliche Äpfel (z.B. Boskop)
  • etwas Zimt
  • etwas geriebene Zitronenschale

  • 3 Eier Gr. L
  • 1 Tasse Zucker (ich nehme nur ca. 1/2 - 3/4 Tasse)
  • 1 Prise Vanillesalz

  • 1 Tasse Mehl
  • etwas Backpulver
  •  
  • Puderzucker zum Bestäuben

die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in gleichmäßige, kleine Würfel schneiden. Nach Wunsch mit Zimt vermischen. Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Die Eier mit dem Zucker und dem Salz so lange aufschlagen, bis alles hellcremig und sehr schaumig ist. 

Das Mehl mit dem Backpulver mischen, zur aufgeschlagenen Masse geben und alles gut durchmixen.

Eine 26er Springform mit Backpapier auslegen und die Apfelstückchen darin verteilen. Eventuell noch etwas Zimt darüber streuen. Den Teig dann gleichmäßig auf den Äpfeln verteilen und glatt streichen. Die Form mittig in den vorgeheizten Ofen stellen und in ca. 30 Minuten alles golden backen.

mein Tipp: den fertigen Kuchen nicht abdecken, die knusprige Oberfläche wird ansonsten weich.

Den Backformrand erst abnehmen, wenn der Kuchen nur noch lauwarm ist. Damit es noch hübsch aussieht, den fast abgekühlten Kuchen noch mit Puderzucker bestreuen.


mein 2. Tipp: möchte man den Kuchen kleiner oder größer backen, dann sind folgende Mengen zu empfehlen.

für eine 18 cm Form: 1/2 Becher Zucker und 1/2 Becher Mehl, 2 Eier und einen großen Apfel 

für eine 28 cm Form: 1 Kaffeebecher Zucker, 1 Kaffeebecher Mehl, 4 Eier, 4 größere Äpfel











 

Freitag, 5. September 2025

Apfelkuchen für alle Tage

Apfelkuchen geht immer. Und mit Mürbeteig sowieso. Wenn man dann noch Glück hat und besonders leckere Äpfel erwischt, dann ist so ein Apfelkuchen ein absoluter Hochgenuss. 

Der Teig für diesen Kuchen hier ist quasi ein Allroundteig für sämtliche Obstkuchen. Statt der Äpfel kann man auch Sauerkirschen, Mirabellen, Stachelbeeren, Pflaumen (Zwetschgen) oder Aprikosen nehmen. Erlaubt ist was gefällt und einem schmeckt bzw. wonach einem gerade der Sinn steht. Es müssen auch keine frischen Früchte sein. Kirschen, Mirabellen oder Stachelbeeren kann man gut aus der Glaskonserve nehmen. Selbst mit Apfelkompott schmeckt der Kuchen gut. Man sollte nur bedenken, dass man je nach Obst die Fruchtmasse noch mit etwas Stärke vorher andicken sollte.

Zurück zum Apfelkuchen. Man kann die Äpfel grob raspeln, blättrig schneiden oder würfeln. Erlaubt ist was gefällt und einem am meisten zusagt. Natürlich können auch ein paar (in Rum eingelegte) Rosinen und/oder ein paar Mandelstifte oder Mandelblättchen mit unter die Apfelmasse gerührt werden.

Die Oberfläche wird dann mit den Teigresten belegt. Entweder in Form von ausgestochenen Plätzchen oder in Streifen. Man kann den Teigrest für die Oberfläche auch krümeln und diese Krümel dann auf dem Obst verteilen.




mein  Apfelkuchen für alle Tage,  ca. 26cm Durchmesser

  • 200 g Süßrahmbutter
  • 150 g Zucker incl. 1 Esslöffel Vanillezucker 
  • 1 Prise Vanillesalz 
  • 1 Ei Gr. L
  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 2 Teelöffel Backpulver
  •  
  • 2 Esslöffel Paniermehl

  • ca. 1 kg Boskoop Äpfel (oder Elstar, Gala, Jonagold)
  • 50 g Mandelblättchen
  • ca. 1/2 Teelöffel fein abgeriebene Bio - Zitronenschale
  • etwas Zitronensaft
  • etwas Zucker nach Geschmack
  • etwas gemahlener Ceylonzimt 
  •  
  • Puderzucker
  •  
  • geschlagene Sahne
  • etwas Vanillezucker nach Geschmack


die Butter schaumig rühren, nach und nach Zucker, Salz und Vanillezucker zugeben und zuletzt das Ei. Wenn alles gut schaumig und schön cremig ist, das mit Backpulver vermischte Mehl löffelweise dazu geben und alles vermischen. Zuletzt das restliche Mehl unterkneten bis alles schön glatt ist. Den Teig ausrollen und ca. 2/3 davon in eine Springform legen und den Rand ca. 5cm hoch formen. Die Form in den Kühlschrank stellen. 

Aus dem restlichen Teig eine nicht zu dünne Platte ausrollen, dann diese in Streifen schneiden oder mit einem Musterholz ein Muster beherzt eindrücken und daraus dann Kekse ausstechen. Man kann den Teig auch gekrümelt später auf den Äpfeln verteilen. Alles auf einen Teller legen und ebenfalls in den Kühlschrank stellen und alles gut durchkühlen lassen. 

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, vierteln und fein blättrig schneiden. Mit Zitronenschale, Zucker und Zimt mischen und die Mandelblättchen untermischen.

Den Backofen auf 190°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Springform aus dem Kühlschrank nehmen, den Boden mit Paniermehl gleichmäßig bestreuen. So wird verhindert, dass die Äpfel den Boden durchweichen. Jetzt die Äpfel üppig und gleichmäßig bis zum Rand einfüllen, leicht festdrücken und die Oberfläche glattstreichen. Dann die ausgestochenen Kekse oder Teigstreifen auflegen.

Die Form in den vorgeheizten Ofen in die Mitte stellen und ca. 50 Minuten golden backen. Den Kuchen nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestreuen, bei einem Muster mit einem Pinsel den Puderzucker leicht verstreichen, damit das Muster besser herauskommt und zusammen mit Schlagsahne (aromatisiert mit etwas echtem Vanillezucker) servieren.

mein Tipp: den Kuchen nur mit einem Küchenkrepp abdecken, wenn man ihn erst am nächsten Tag servieren möchte. So wird der Mürbeteig nicht so weich.


Hier hatte ich den Teig in Streifen mit Wellenrand (Nudelrad) geschnitten und auf der Oberfläche verteilt.














Freitag, 15. August 2025

Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus - eine Kindheitserinnerung

Was möchte man mittags essen? Immer diese Fragen, sie nerven mich im Grunde schon seit Jahrzehnten. Aber wie das so ist, es nützt ja nichts, man möchte was essen und man muss sich immer etwas einfallen lassen. Man möchte schließlich nicht immer das Gleiche essen.

Letztens hatte ich am Niederrhein in einem sehr großen Bauernhofladen in der Kühlung ein Stück abgepackten Rückenspeck (fetten Speck) gesehen und direkt mitgenommen. Fetten Speck sieht man ja kaum noch beim Metzger. Ist ja auch kein Wunder, kaum einer isst noch Gerichte wie "früher bei Omma". Aber ich hatte gleich "Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus" im Sinn. Das Gericht gab es früher ab und an, als ich noch Kind war. Ich mochte es immer sehr gerne und so kam mir jetzt das Gericht wieder in den Sinn. Ich freute mich sehr, so ein kleines Stück Speck gefunden zu haben. Mein Mann war auch einverstanden, er isst die Mehlklöße auch immer sehr gerne. Und so einmal im Jahr ist das auch sehr lecker.

Vegetarier und Veganer müssen jetzt ganz stark sein und am besten weggucken, denn für dieses Rezept benötigt man unbedingt frischen, fetten Speck (angeräucherter, weißer Rückenspeck). Ohne Speck geht es nicht, denn dann wären es nicht "meine Mehlklöße".

Herrlich, solche Mehlklöße waren früher so lecker und so könnt ihr euch schon denken, was ich jetzt zum Mittagessen gekocht habe. Richtig. Mehlklöße . . .  mit ausgelassenem Speck und Apfelmus . . . und uns hat es wunderbar geschmeckt.


Mehlklöße mit vielen Grieben und Apfelmus


Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus,   2 Portionen

  • 250 g Mehl 
  • 3 Eier
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • ca. 100 ml Vollmilch

  • etwas Fetter Speck (Rückenspeck), ca. 70 g 

  • feines Apfelmus


Aus Mehl, den Eiern, dem Salz und der Milch einen dicken Teig herstellen. Die Konsistenz sollte so sein wie dicker Spätzleteig. Den Teig ungefähr eine halbe Stunde stehen lassen und nochmals gut durchschlagen. Ist er zu dick einfach noch etwas Milch zugeben. In der Zwischenzeit den fetten Speck in feine, gleichmäßig kleine Würfel schneiden und auf kleiner Flamme langsam auslassen. So lange ausbraten, bis die Speckwürfelchen hell golden sind. Dann zur Seite stellen.

Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht mit 2 großen Teelöffeln kleine Nocken abstechen und in das kochende Salzwasser geben. So lange köcheln lassen bis die Mehlklöße an der Oberfläche schwimmen. Noch mehrmals wenden, dann mit einem Schaumlöffel heraus nehmen und warm stellen.

Zum Anrichten die Mehlklöße auf einen Teller geben, einige Grieben und etwas Fett ** auf die Klöße geben und zusammen mit Apfelmus servieren. Fertig ist ein leckeres Mittagessen der etwas anderen Art.

PS.:  meine Schwester streut noch zusätzlich Zucker & Zimt darüber.

** wir haben nicht alles Fett gegessen, nur hauptsächlich die Grieben. Den Rest habe ich in ein kleines Gläschen gegeben und nach dem Abkühlen in den Kühlschrank gestellt. Es wird wieder richtig fest. Das Schweinespeckfett werde ich anderweitig für einen Eintopf o.ä. verwenden.

 

Mehlklöße









 

Freitag, 7. März 2025

Rote Bete Bratlinge mit Apfel, Minze, Orange und Hüttenkäse

Mindestens ein Mal im Jahr gibt es bei uns seit einigen Jahren Rote Bete Bratlinge mit Apfel, Minze, Hüttenkäse und Orange. Sie haben nicht nur eine irre Farbe, sie schmecken auch unheimlich gut. Das Zusammenspiel von der erdigen Bete, dem fruchtigen Apfel, der Minze und der Orange ist einfach irre und eine regelrechte Geschmacksexplosion.

Dieses Mal hatte ich die Bratlinge nicht mit frischer Minze zubereitet, sondern mit Mintjelly aus dem Glas. Liebe Urlaubsbekannte hatten mir ein Glas aus Jersey mitgebracht. Und dieses Jelly war mega für die Bratlinge. Es schmeckte süß, wunderbar minzig mit einem Hauch Säure. Mein Mann fand das Jelly zu den Bratlingen nicht so lecker, aber mir schmeckte es sehr gut dazu.

Solltet ihr also mal irgendwo ein Glas Minzjelly bekommen, dann probiert es in den Bratlingen ruhig aus, es schmeckt super. Ansonsten nehmt bitte frische, kleingeschnittene Minze.



Rote Bete Bratlinge mit Apfel, Minze, Orange und Hüttenkäse ,   ca. 8 Stück

  • 2 mittlere Rote Bete Knollen (ca. 250 g vorgekocht und vacuumiert)
  • 1 dicker Apfel (z. B. Elstar), oder zwei kleine Äpfel
  • 2 kleine rote Zwiebeln

  • 200 g Hüttenkäse
  • ca. 2 Teelöffel Sahne-Meerrettich
  • Abrieb einer unbehandelte Orange 
  • 3 gehäufte Teelöffel "Mint Jelly" (aus dem Glas, Fertigprodukt) oder einige frische Minzblätter
  • 1 Ei, Gr. L 
  • ca. 100 g Paniermehl
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Teelöffel Kurkuma

  • Olivenöl

  • Knoblauchsauce 

Den Apfel waschen, schälen und grob raffeln, ebenso die Bete raffeln, dann die Zwiebel fein würfeln. Bei Verwendung von frischer Minze diese fein hacken. 

Die Orange heiß abwaschen, die Schale mit einer feinen Reibe abreiben und den Saft auspressen. Den Saft zur Seite stellen.

Jetzt Bete, Apfel, Zwiebel mit dem Hüttenkäse und dem Meerrettich vermischen. Das Ei und die abgeriebene Orangenschale zugeben. Mit Salz und Pfeffer sowie Kurkuma würzen. Nun so viel Paniermehl unterrühren, bis alles leicht bindet. Alles abschmecken und evtl. mit allen Gewürzen nochmals nachwürzen.  Man soll leicht die Minze aber auch die Orange herausschmecken. 

Die Masse ca. eine halbe Stunde durchziehen lassen. Ist sie zu fest, noch etwas Orangensaft unterrühren. Sollte sie zu weich sein, noch mit etwas Paniermehl binden. Die Masse soll gut formbar aber auch nicht zu fest sein.

Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, aus der Masse Bratlinge formen und diese in der Pfanne auf beiden Seiten golden braten. 

Wir essen dazu eine Knoblauchsauce oder Aioli. Frisch aus der Pfanne schmecken sie besonders gut, sollten aber welche übrig bleiben, dann schmecken sie auch kalt . . . 

Wer das Mintjelly in der Masse verarbeitet hat, der kann das Jelly noch dazu servieren. Zusammen mit der Knoblauchsauce schmecken die Bratlinge nochmal so gut.






Von der Masse zu den fertigen Bratlingen. Hier mit frischer Minze.