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Freitag, 10. Juli 2026

Spätzle mit Schinken - Erbsen - Sahnesauce

Manchmal möchte man in Null - Komma - Nichts ein Essen auf dem Tisch haben. Fastfood aus der Bude um die Ecke fällt für uns fast immer aus, ich koche lieber selber. Und so war es jetzt auch wieder.

Meine heutige Sauce ist zwar etwas gehaltvoller, dafür aber in wenigen Minuten selbstgekocht. Und lecker ist sie auch. Die Idee dazu bekam ich im SWR und es sprach mich direkt an. Bei den Zutaten ist es ja auch kein Wunder.

Diese leckere Sauce mit Spätzle habe ich jetzt gekocht und sie hat uns überzeugt. Schneller kann man keine Sauce kochen.



Spätzle mit Schinken - Erbsen - Sahnesauce

  • 50 g geräucherte Schinkenwürfelchen
  • 4 Scheiben Kochschinken, gewürfelt
  • 200 ml Sahne
  • 140 g feine Erbsen (aus der Dose) oder gefroren
  • 50 g geraspelter Pizzakäse
  • 2 Eier, Gr. M
  • 1 gehäufter Teelöffel Senf
  • schwarzer Pfeffer
  •  
  • Spätzle
Die Schinkenwürfelchen in einem Topf ohne Öl auslassen und leicht Farbe nehmen lassen. Dann den Kochschinken dazu geben und ebenso leicht andünsten.

Währenddessen die Spätzle nach Anweisung kochen.

Dann die Sahne angießen und einige Zeit leicht köcheln lassen.
Die Erbsen dazu geben und alles kurz köcheln lassen (bei gefrorenen Erbsen etwas länger kochen) und den Pizzakäse in der Sauce auflösen lassen.
Die Eier mit dem Senf verquirlen und mit Pfeffer würzen.
Den Topf vom Herd nehmen, die Eiermasse unterrühren und die Sauce eindicken und cremig werden lassen. Mit einer guten Portion Pfeffer abschmecken.

Die Spätzle mit der Sauce servieren.










Freitag, 20. Februar 2026

Rigatoni mit pikanter Tomaten - Thunfisch - Sauce

Ab und an gibt es bei uns Pasta. Pasta ist so wandlungsfähig und lecker und die Saucen, mit denen man sie servieren kann, sind auch so vielseitig und alle rundherum lecker.

Ich kaufe am liebsten Pasta al bronzo, das sind Nudeln, die durch eine Bronzematritze gedrückt werden und dadurch eine rauhe Oberfläche erhalten. An solcher Pasta haftet die Sauce besser, sie sehen im getrockneten Zustand auch sehr rau aus. Gekocht werden sie wie alle anderen Nudeln auch, wichtig ist (wie ich finde), dass sie noch gerade al dente und bissfest sind.

Nudeln, die durch eine Bronzematritze gedrückt werden, bekommt man mittlerweile von sehr vielen Firmen. Das Wort "al bronzo" oder Bronzematritze steht auch auf der Packung. Wir mögen sehr gerne Pasta der Firmen Molisana oder Rummo, aber auch die Diskounter und Lebensmittelmärkte haben eine große Auswahl an diversen Firmen, die auch Pasta al bronzo vertreiben, da findet jeder seine Lieblingssorte. 

Wie man sieht gibt es reichlich Auswahl. Oft bekommt man solche Pasta auch im Angebot, dann kann man auch gleich mehrere Packungen seiner liebsten Marke und Sorte kaufen.

In meinem Vorrat sind außer Nudeln auch immer Thunfisch, passierte Tomaten, Oliven, Kapern und was man sonst oft für Pastagerichte braucht. So kann man je nach Lust und Laune schnell ein leckeres Pastagericht kochen.



pikante Tomaten - Thunfisch - Sauce mit Rigatoni 2 große Portionen

  • etwas Olivenöl
  • eine mittlere Zwiebel
  • 2 große Knoblauchzehen
  • 4 kleinere Tomaten
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 kleines Päckchen passierte Tomaten

  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • ca. 1 Teelöffel Oregano
  • ca. 1 Teelöffel getrocknete, italienische Kräuter
  • ca. 1/2 Teelöffel Paprikapulver
  • evtl. etwas Chilipulver

  • 1 Dose Thunfisch in Öl, abgegossen
  • ca. 1 Esslöffel gehackte Kapern
  • einige Oliven (grün und/oder schwarz)
  •  
  • etwas Pecorino Romano oder Parmesan, fein gerieben
  •  
  • 200 g Rigatoni al bronzo

Die Zwiebel sowie den Knoblauch fein würfeln. Das Olivenöl erhitzen und die Zwiebel leicht golden anschwitzen, dann den Knoblauch dazu geben und ebenso einige Zeit anschwitzen. Dann das Tomatenmark dazu geben und auch mit anschwitzen.

Wärenddessen die Tomaten fein würfeln, die Kapern hacken und die Oliven in feine Scheibchen oder Stücke schneiden.

Die Tomaten dann zu der Zwiebelmischung geben, etwas dünsten und die passierten Tomaten dazu geben. Die Sauce nun würzen und einige Zeit abgedeckt leise köcheln lassen. 

In der Zwischenzeit die Pasta in Salzwasser nach Packungsanweise al dente kochen. 

Dann den Thunfisch, die Kapern und die Oliven zur Sauce geben, alles aufkochen lassen und zuletzt die Sauce noch einmal abschmecken.
 
Die Pasta mit der Sauce vermischen und zuletzt mit geriebenem Pecorino oder Parmesan servieren.

🍝🍝🍝


Für sämtliche Saucen benutze ich immer einen kleinen, höheren Topf, weil da die Sauce nicht so schnell heraus spritzt, wenn sie köchelt oder blubbernd kocht. Denn gerade bei Tomatensaucen finde ich die höheren Töpfe gut, denn solche Flecken mag ich gar nicht . . . Aber selbst bei einer kleineren Menge Sauce nehme ich keinen flachen, kleinen Topf oder Kasserolle. Eben wegen eventueller Spritzer.

Dieser Tage habe ich eine schöne Überraschung bekommen. Diese Kasserolle von GreenKitchen* bekam ich geschenkt. Ich habe mich richtig gefreut. 
Der Topf macht einen sehr soliden Eindruck und hat auf jeden Fall Profiqualität. Auf der Verpackung steht sogar, dass der Topf "enkelfähig" ist. Der Slogan gefällt mir, denn der Topf macht qualitativ wirklich einen sehr guten Eindruck.  So wird er lange halten und wer weiß, vielleicht kann man ihn später wirklich noch vererben. Auf allen Herdarten kann man ihn übrigens benutzen und in die Spülmaschine darf er auch.
Der Stieltopf ist recht schwer, der Griff liegt dabei aber gut in der Hand und der gesamte Topf wiegt mit Deckel etwas über 1600 g und ist aus "3 ply Sandwichmaterial" (Edelstahl, Alu, Edelstahl) gefertigt. Nirgendwo gibt es Rillen oder Nieten, alles ist ganz glatt und wertig verarbeitet. Der schwere Glasdeckel hat einen abnehmbaren, patentierten Holzgriff. So wird der Griff nicht heiß und die Holzverschalung kann bei Bedarf und zum Reinigen abgenommen werden. Innen ist eine Literskala angebracht. Das gefällt mir auch. Wie ihr schon beim Lesen unschwer gemerkt habt, ich bin richtig begeistert.

Jetzt habe ich euch aber genug von dem Topf erzählt. Aber wenn ich mich über etwas freue oder mich etwas überzeugt, dann bin ich manchmal nicht zu bremsen . . . Ich freue mich schon auf das nächste Gericht, was ich darin kochen werde.

* dieser Beitrag enthält +++WERBUNG+++ (Namensnennung und/oder Verlinkung)



Der Griff ist rundherum geschlossen und liegt gut in der Hand.








Frische Pasta - gesehen in einem Schaufenster in Rom.



. . .  für das Geschenk. Ich habe mich sehr gefreut.

💝💝💝

Freitag, 16. Januar 2026

Lauchgratin mit Rosa Pfefferbeeren - immer noch ein Lieblingsgericht

Mögt ihr auch gerne Lauch bzw. Porree? Dieses Gemüse mögen wir total gerne. Und wenn ich im Laden schöne, dicke, frische Lauchstangen sehe, dann nehme ich meist welche mit. Denn dann kann ich zum Mittag das leckere Lauchgratin mit Rosa Pfefferbeeren zubereiten. Dieses Gericht zählt mit zu unseren Lieblingsgerichten.

Jetzt denkt ihr bestimmt, och. . . Lauchgratin, ist ja nicht so spektakulär. Aber jetzt kommen die Rosa Pfefferbeeren ins Spiel. Der Rosa Pfeffer bringt den gewissen Pfiff in das Gericht und ist auch unbedingt erforderlich. Vielleicht eine Erklärung dafür, dass der Rosa Pfeffer nicht nur pfeffrig sondern auch sehr würzig und ein wenig harzig schmeckt. 

Im Zusammenspiel mit dem herzhaften Lauch, den milden Nudeln und dem cremigen Käse schmeckt dieses vegetarische Gratin sehr pikant und ist mal was ganz anderes. Kein Wunder, dass es mit zu unseren Lieblingsrezepten zählt. 

Man kann das Gratin auch sehr gut in der Mikrowelle wieder aufwärmen, falls mal ein Rest übrig bleiben sollte. Aber frisch aus dem Ofen schmeckt es besonders gut. Ich wette, es kommt auch bei euch auf die "das gibt's jetzt öfter" - Liste, weil es wirklich sehr, sehr lecker ist.



Lauchgratin mit Rosa Pfefferbeeren   ( 4  Portionen)

  • 250 g Bandnudeln, vorgekocht
  • etwas Olivenöl

  • 2 - 3 Lauchstangen, in feine Ringe geschnitten (Breite der Bandnudeln)
  • 2 Esslöffel Butter
  • Salz, Pfeffer
  • frisch gemahlene Muskatnuss

  • ca. 150g Pizzakäse
  • 1 Teelöffel Rosa Pfefferbeeren *

  • 3 Eier Gr. L
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Milch
  • 1/2 Teelöffel Kurkuma
  • 1/2 Teelöffel Paprika
  • etwas Muskatnuss
  • etwas schwarzer Pfeffer
  • 1 große Prise Salz
  • 1/4 Teelöffel fein zerdrückte Rosa Pfefferbeeren *

  • Butterflöckchen 

die Nudeln vorkochen und leicht mit dem Olivenöl benetzen, damit sie nicht aneinander kleben. Eine beschichtete Pfanne erhitzen und die in feine Ringe geschnittenen Lauchstangen in der Butter leicht dünsten bis sie glänzen und eine leuchtende Farbe haben. Mit Pfeffer, Salz und Muskat würzen. 

Die Nudeln abwechselnd mit dem Lauch und 3/4 des Käses in einer gebutterten Auflaufform schichten und ca. 1 Teelöffel Rosa Pfefferbeeren zwischen den Schichten gleichmäßig verteilen.

Die Eier mit der Sahne und der Milch verquirlen und mit den Gewürzen würzen. Die restlichen Rosa Pfefferbeeren* ebenso unter die Eiermilch mischen. Die Eiermasse über den Lauch - Nudeln verteilen und den restlichen Käse darüber streuen. Abschließend mit einigen Butterflöckchen bestreuen.

Den Backofen auf 190°C Umluft vorheizen, die gefüllte Auflaufform in die Mitte stellen und in ca. 25 Minuten golden backen, bis alles gestockt ist und die Oberfläche schön golden ist.
Vor dem Servieren noch ein paar Minütchen ruhen lassen.

Fertig ist ein sehr leckeres, sättigendes Mittagessen. 

* mein Tipp: die Rosa Pfefferbeeren kann man sehr leicht zwischen den Fingern zerdrücken, das Aroma verteilt sich so besser.  Ein Mörser ist dafür nicht erforderlich.






Da kann man nur noch guten Appetit wünschen.


Freitag, 17. Oktober 2025

Südtiroler Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano

Endlich war es soweit, ich habe mich mal wieder an die Herstellung leckerer Schlutzkrapfen gewagt. Diese Leckerei kennen und lieben wir seit etlichen Jahrzehnten, wir hatten sie seinerzeit in Südtirol  kennengelernt.

Schlutzkrapfen sind eine Art Ravioli, aber mit Roggenmehl zusätzlich im Nudelteig. Sie werden mit Spinat, Quark und Parmesan würzig gefüllt und mit Brauner Butter und Parmesan serviert. Das ist ein wunderbares, leckeres Gericht.

Meine Rezeptur war für vier große Portionen, die zweite Hälfte Schlutzer hatte ich ungekocht in einer Lock&Lock-Dose im Kühlschrank aufbewahrt und sie dann am nächsten Tag frisch gekocht. Auch die Braune Butter hatte ich frisch zubereitet. So konnten wir an zwei Tagen schlemmen. Ach, was war das lecker.

Normalerweise werden die Schlutzkrapfen mit Parmesan serviert. Im Monent favorisieren wir aber den Pecorino Romano, da er so schön würzig und "rund" schmeckt. Aus diesem Grund habe ich die Schlutzer mit Pecorino zubereitet.


eine große Portion Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano


Südtiroler Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano  4 Portionen

für den Nudelteig:

  • 150 g Roggenmehl 1050er *
  • 100 g Weizenmehl 
  • 1 große Prise Salz
  • 1 großes Ei
  • 70 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  •  
  • * oder 100 g Roggenmehl 1150er und 50 g Vollkorn Roggenmehl

Die trockenen Zutaten gründlich mischen, das Ei mit dem Wasser und Öl verquirlen, zur Mehlmischung geben und daraus einen geschmeidigen, glatten Teig kneten. 

Den glatten Teig zur flachen Kugel formen und in Folie verpackt rund 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten:
  • 250 g aufgetauten, gehackten Blattspinat
  • 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Esslöffel Butter
  • 3 gehäufte Teelöffel Quark (oder griechischen Joghurt **)
  • 2 Esslöffel Parmesan oder Pecorino Romano
  • 1 große Prise Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer
Den aufgetauten Spinat gründlich ausdrücken und ggfls. fein hacken. In einer kleinen Pfanne die Butter erhitzen, darin die Zwiebel und den Knoblauch leicht golden dünsten, den Spinat dazu geben und einige Minuten köcheln lassen. Alles in eine Schüssel umfüllen, mit den Gewürzen und dem Parmesan pikant abschmecken und den Quark ** unterrühren. Die Masse soll nicht zu flüssig, sondern eher fest sein.
** ich hatte keinen Quark da und habe stattdessen griechischen Joghurt genommen, das schmeckt auch.
Den Nudelteig mit Hilfe der Nudelmaschine recht dünn ausrollen. Auf die Nudelplatte mit ca. 5cm Abstand jeweils ca. 1 Teelöffel Füllung geben. Rund herum den Teig mit etwas Wasser bestreichen, die andere Hälfte Teig darüber schlagen und rund um die Füllung andrücken. Darauf achten, dass die Luft rausgedrückt ist. 

Mit einem 7cm großen, runden Teigausstecher Halbmonde ausstechen. Den Rand mit Hilfe der Gabel andrücken, dass er beim Kochen nicht aufgeht.

Die Schlutzer auf ein Küchentuch legen unnd nacheinander den ganzen Teig verarbeiten.

Desweiteren benötigt man:
  • ca. 80 g Butter
  • geriebenen Parmesan oder Pecorino Romano
Die Butter auf mittlerer Hitze zu Brauner Butter schmelzen lassen, immer wieder rühren, die Braune Butter ist fertig, wenn die Molke zu kleinen, braunen Stückchen geworden ist. Dann den Topf zur Seite ziehen.

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, die Schlutzer in dem leicht siedenden Wasser in ca. 3 - 5 Minuten kochen und mit einer Schaumkelle herausnehmen.

Die abgetropften Schlutzer auf einen Teller geben, mit Brauner Butter beträufeln und Parmesan darüber streuen.



Vom ausgerollten, gefüllten Teig zur Braunen Butter.
Oben links sieht: Herstellung der Schlutzer, rechts oben: die fertigen Schlutzer ruhen auf einem Küchentuch
unten links: Schlutzer für den nächsten Tag, unten rechts: Braune Butter







Freitag, 18. Juli 2025

Rigatoni mit würzigem Speck, Datterini und Ricotta

Pasta geht immer, heute habe ich wieder ein leckeres Rezept für euch. Die Zutatenliste für die Sauce hört sich zwar lang und viel an, aber das ist es nicht. Die meisten Zutaten hat man sowieso im Vorratsschrank.

Dieses Mal war es quasi ein Resteessen. Ich hatte noch Speck, etwas Ricotta und Tomaten, die "weg" sollten und der Rest war sowieso da.



Rigatoni mit würzigem Speck, Datterini und Ricotta 

  • 100 g Speckwürfelchen
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 2 große Knoblauchzehen
  • etwas Olivenöl

  • 1 mittlere Karotte 
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 50 ml Wodka *
  • ein Schuss  Wasser

  • 2 Handvoll Datterini Tomaten
  • 2 Teelöffel Oregano
  • 1 Teelöffel Italienische Kräuter
  • etwas Thymian
  • 1/2 Teelöffel Pfeffer 
  • Salz nach Geschmack
  • 1/2 Teelöffel Paprika
  • 1/2 Teelöffel Kurkuma

  • 2 Esslöffel fein geriebener Pecorino oder Parmesan
  • 125 g Ricotta

  • etwas Kochwasser
  • etwas gemahlenen Chili

  • 250 g Rigatoni

  • Pecorino zum Bestreuen


Zwiebel, Knoblauch und Karotte fein würfeln, die Datterini in schmale Scheiben schneiden.

Den Speck in einem Topf auslassen, die Zwiebelwürfel golden anschwitzen und den Knoblauch ebenso. Dann die Karottenwürfelchen dazu geben. Das Tomatenmark anschwitzen und mit etwas Wasser ablöschen.

Dann den Wodka * (kann man auch weglassen, er macht die Sauce aber noch etwas pikanter und der Alkohol verkocht), die Tomaten und sämtliche Gewürze dazu geben und alles ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Währenddessen die Nudeln laut Packungsanleitung al dente kochen. 

Etwas Kochwasser zur Sauce geben, den Ricotta und Pecorino untermischen und die Sauce mit etwas Chili würzen und nochmals abschmecken.

Die Pasta abgießen und unter die Sauce mischen. Schon kann serviert werden. Mit etwas Pecorino bestreuen und servieren. 

Guten Appetit. 






Diese frisch gemachten Nudeln hatte ich in Rom in einem Schaufenster gesehen.




Freitag, 4. April 2025

Spaghetti Carbonara alla Romana

Habt ihr auch Gerichte, an denen ihr euch "dumm und albern" futtern könnt, wie man hier bei uns so sagt? So geht es uns mit Spaghetti carbonara. Seitdem wir das Original in Rom letztes Jahr gegessen hatten, zählt es zu unseren absoluten Lieblingsgerichten. Und schnell gekocht ist das Essen auch.

Letztes Jahr hatten wir in Rom allerdings statt Spaghetti phantastische Rigatoni alla Carbonara gegessen. Das war auch so ein Highlight. Einen kleinen Reisebericht und das Rezept habe ich euch  > hier < verlinkt.



Fertig angerichtet - nun kann serviert werden. 


Spaghetti Carbonara alla Romana 4 Portionen

  • 500 g Spaghetti 

  • 140 g Guanciale *
  • 2 ganze Eier, Gr. M 
  • 2 Eigelbe Gr. M
  • 140 g Pecorino romano (oder Parmesan) frisch gerieben **

  • Pfeffer, schwarzer aus der Mühle
  • evtl. etwas Salz


Den Speck in nicht zu feine Würfel schneiden und bei mittlerer Hitze in einer beschichteten Pfanne auslassen. Aber nicht zu lange braten, sonst kann er leicht bitter werden. Dann von der Herdplatte nehmen.

Die Pasta in kochendem Salzwasser nach Packungsanleitung al dente kochen. Etwas Kochwasser abnehmen und beiseite stellen.

Während die Pasta kocht, die Eier und das Eigelb mit dem fein geriebenen Parmesan verrühren und mit frisch gemahlenem, schwarzen Pfeffer würzen. Salz wird nicht zusätzlich nötig sein.

Die Pfanne mit dem Speck wieder auf die Herdplatte stellen, die Speckwürfelchen heraus nehmen. Dann ein klein wenig Kochwasser in die Pfanne geben und die abgetropfte Pasta dazu geben. Alles gut vermischen. Dann die Spaghetti in die Eier - Käsemischung geben und alles gut mischen, bis der Käse geschmolzen und alles schön cremig ist. 

Die Spaghetti auf den Tellern verteilen, die Speckwürfelchen gleichmäßig auf den Portionen verteilen, etwas Pecorino und Pfeffer darüber geben und schon kann geschlemmt werden.

* Guanciale ist ein aus der Schweinebacke (italienisch guancia) oder dem Schweinenacken hergestellter luftgetrockneter, ungeräucherter Speck aus dem Latium und angrenzenden Regionen Italiens.

** in Rom nimmt man Pecorino Romano Käse statt Parmesan

 

 
Zu den Spaghetti passte sehr gut ein Rucola - Tomatensalat und ein Glas Pinot Grigio.



Das waren die großartigen Rigatoni in Rom.










Freitag, 21. Februar 2025

Pesto aus getrockneten Tomaten, Mandeln und Pecorino

Ich hatte noch eine Packung getrocknete Tomaten, die ich gerne verbrauchen wollte. Solche Tomaten habe ich immer im Vorrat und meistens verwende ich sie ganz fein gewürfelt als Zutat im frischen Salat bzw. in der Salatsauce.

Nun hatte ich aber aus eben diesen getrockneten Tomaten ein sehr leckeres, aromatisches Pesto angerührt. Das geht ruckzuck und schmeckt wunderbar. Im Kühlschrank hält es sich eine ganze Zeitlang gut frisch, wenn die Oberfläche glattgestrichen und mit Öl gut bedeckt ist. So kann keine Luft hinein kommen und den Inhalt ruinieren. 

Wenn Pesto gebraucht wird, das Pesto umrühren und die gewünschte Menge entnehmen. Den Rest wieder glattstreichen (darauf achten, dass an den Seiten kein Pesto haften bleibt) und erneut mit Öl bedecken und das Glas in den Kühlschrank zurück stellen. So hat man bis zum nächsten Mal noch Pesto.



Pesto aus getrockneten Tomaten, Mandeln und Pecorino  reicht für ca. 6  Portionen

  • 90 g getrocknete Tomaten *
  • 50 g geschälte Mandeln ** oder gemahlene Mandeln 
  • ca. 6 - 8 Esslöffel natives Olivenöl und/oder das Öl der abgetropften Tomaten 
  • 60 g Pecorino, fein gerieben (alternativ Parmesan oder Grana Padano)
  • 1 dicke Knoblauchzehe
  • 6 - 8 Blätter Basilikum (frisch oder aus dem Froster ***)
  • frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • (eventuell etwas Salz)


Am Vortag die getrockneten Tomaten fein hacken und mit Öl bedecken, die Tomaten sollen durch das Öl schön mürbe werden.

* Alternativ kann man auch "getrocknete Tomaten in Öl" aus dem Glas verwenden.

Die Mandeln, die Tomatenstücke und den Knoblauch in den Mixer/Mixbecher geben. Mixen bis alles schon gut zerkleinert ist. Dann alle restlichen Zutaten zugeben und mixen bis eine homogene und nicht zu dünne Paste entsteht. Eventuell noch einmal Öl zugeben. Zum Schluss nochmals abschmecken und evtl. mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Das Pesto ist nun fertig und kann mit al dente gekochten Spaghetti (oder Tortellini oder Pasta nach Wahl) sofort serviert werden. 

** bekommt man keine geschälten Mandeln, dann hilft mein Tipp: die Mandeln (mit Haut) mit kochendem Wasser übergießen und ca. 15 Minuten stehen lassen. Die Mandeln sollen vom Wasser gut bedeckt sein. Sobald die Haut weich geworden ist, die Flüssigkeit abgießen. Nun die Mandeln zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und die Mandel aus der Haut "flutschen" lassen. Das geht ganz einfach und so erhält man geschälte Mandeln und kann sie nach Rezept weiterverarbeiten. 
***  ich habe immer eingefrorenes Basilikum zu Hause. So hat man ihn immer griffbereit, wenn es gerade mal keinen frischen gibt. Wie man ihn für später aufhebt und anschließend verwendet könnt ihr hier nachlesen:  "Basilikum für den Vorrat". 

Mein Tipp:

Möchte man das Pesto aufheben, dann in ein Glas geben, die Oberfläche schön glatt streichen und die Oberfläche mit etwas Öl bedecken. Das Öl schließt die Oberfläche ab, kein Sauerstoff kann an das Pesto, denn das Öl konserviert in dem Fall. Das Pesto in den Kühlschrank stellen, so hält es sich einige Zeit. Entnimmt man Pesto, alles durchrühren, die gewünschte Menge Pesto entnehmen, den Rest wieder glattstreichen und wieder mit Öl bedecken und zurück in den Kühlschrank stellen. So bleibt alles bis zum nächsten Genuss haltbar.










Mittwoch, 23. Oktober 2024

italienisch angehauchter Nudelsalat

Letztens hatte der Radclub meines Mannes ein Grillfest. Wir waren auch dabei und so haben wir für das Grillbuffet einen Salat beigesteuert. Es sollte ein Nudelsalat werden, den ich aber ohne schwere Mayonnaise zubereitet habe. Mayo ist oft so schwer und bei Salaten doch irgendwie aus der Mode. 

So entschied ich mich für einen italienisch angehauchten Nudelsalat. Er schmeckte frisch und knackig, nicht zu schwer und optisch sah er auch gut aus. Mit anderen Worten, er hat sehr gut geschmeckt. Selbst die Reste haben am Folgetag immer noch sehr gut, wenn nicht sogar noch besser geschmeckt. 

Meine leckere Rezeptur sah so aus:



italienisch angehauchter Nudelsalat: ca. 8 - 10 Portionen

  • 500 g Spiralnudeln
  • 5 Tomaten
  • 2 rote Paprika
  • 1 Schlangengurke
  • 1 Dose Mais
  •  
  • ca. 250 ml Salatcreme balance/ Miracel whip balance oder Griechischer Joghurt
  • 1 Esslöffel Senf
  • 1 großer Schuss Essig
  • etwas Olivenöl
  • etwas Ahornsirup
  • etwas Milch (zum Verdünnen)

  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Esslöffel Italienische Kräuter, getrocknet
  • 1 gehäufter Teelöffel Oregano
  • 1 gehäufter Teelöffel Thymian
  • 1 Teelöffel Bärlauchblüten in Öl
  • 1 Esslöffel getrocknete Tomaten (fein gewürfelt)

Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen und abschütten- Auskühlen lassen. Die Tomaten, Gurke und Paprika in gleichgroße Stücke schneiden.

Die Salatcreme mit Senf, Essig, Öl und Milch zu einer dickflüssigen Sauce rühren, mit den Kräutern und Gewürzen würzen und pikant abschmecken. Sollte die Sauce noch eindicken, mit Milch und/oder Essig verdünnen, bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist.

Nun alle Zutaten gut mischen und etwas durchziehen lassen. Ab und an rühren. Vor dem Servieren nochmals abschmecken. Und schon kann serviert werden.

Der Salat schmeckt auch noch am nächsten Tag schön frisch.












Mittwoch, 17. Juli 2024

bunter Nudelauflauf "retro"

Das war aber ein sehr leckerer Nudelauflauf, der uns beide sehr an unsere Kindheit erinnert hat. Damals gab es in den 1960er/1970er Jahren schon mal einen Nudelauflauf. Mit Spirelli, also gedrehten Nudeln, Fleischwurst, Tomaten und Eiermilch. Ob jetzt noch Käse darüber kam kann ich nicht mehr sagen, aber es hat immer geschmeckt.

So einen ähnlichen Auflauf wollte ich jetzt auch kochen und heraus kam ein sehr leckeres Gericht. In Anlehnung an früher habe ich den bunten Auflauf "retro" getauft. Hinein kann ja das, was man noch so da hat oder einem schmeckt. Meine Rezeptur war folgende:



Bunter Nudelauflauf "retro" 4 Portionen

  • 300 g gekochte Spirelli - Nudeln
  • 1 rote Paprika, gewürfelt
  • 5 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 200 g kleine Datteltomaten, halbiert oder geviertelt
  • 300 g Bockwürstchen, in Streifen geschnitten (oder Fleischwurst)
  • 50 g Salami gewürfelt 
  • 100 g Pizzakäse, geraspelt
  •  
  • 4 Eier Gr. L
  • 150 ml Sahne oder Milch

  • Steinpilzsalz (oder anderes feines Salz)
  • schwarzer Pfeffer
  • Paprikapulver
  • Kurkuma
  • Muskatnuss
  • Knoblauchpulver
  • italienische Kräuter, getrocknet
  • Tomatenflocken, getrocknet
  • 100 g Pizzakäse, geraspelt

Nudeln, Paprika, Zwiebelringe, Tomaten, Würstchen, Salami und Käse gut mischen und in eine gefettete Auflaufform geben. 

Die Eier mit der Sahne verquirlen und mit den Gewürzen pikant abschmecken. Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.

Den Guss über die Nudeln geben und als letztes den restlichen Käse darüber streuen. Die Form in den vorgeheizten Ofen schieben und alles in ca. 20 Minuten golden backen.


Alles gut mischen, die gut gewürzte Eiermilch darüber geben und nochmals Käse aufstreuen und ab in den Backofen.











Mittwoch, 19. Juni 2024

erfrischender Nudelsalat mit Thunfisch

Die Tage hatten wir mal Lust auf einen erfrischenden Salat. Da ich noch kleine Muschelnudeln hatte, die auch verbraucht werden wollten, hatte ich mich entschieden diese unter den Salat zu rühren. Der Salat war schnell zusammengerührt und geschmeckt hat er uns unheimlich gut. 

Der Salat ist gut sättigend, schön erfrischend und pikant ist er durch Knoblauch und Oliven auch noch. Wir haben ihn zu Mittag "nur so" gegessen. Er eignet sich auch als Beilagensalat zu Gegrilltem, oder falls man möchte auch nur mit einem Stück Fladenbrot oder Baguette.

Meine Rezeptur sieht so aus:




erfrischender Nudelsalat mit Thunfisch 

  • 1 mittlere rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Balsamico Essig
  • natives Olivenöl
  • etwas Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Teelöffel Thymian
  • 1 Teelöffel Oregano
  • 1 gehäufter Teelöffel getrocknete Tomaten, fein gewürfelt
  •  
  • 1 Handvoll kleine Muschelnudeln, gekocht
  •  
  • 1 Dose Thunfisch in Öl, abgetropft
  • 2 große Tomaten, gewürfelt
  • 2 rote Spitzpaprika, gewürfelt
  • einige Oliven (grün und schwarz), in Stücke geschnitten
  •  
  • einige Blätter Romanasalat, fein geschnitten
  • (etwas geraspelte bzw. kleingeschnittene Balsamico - Kugel )
  • natives Olivenöl

Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln. In einer Schüssel beides mit Balsamicoessig und Olivenöl mischen. Salzen, pfeffern und mit Oregano und Thymian würzen. Die fein gewürfelten getrockneten Tomaten dazu geben.

Den Thunfisch dazu geben, dann die Tomaten, Paprika und Oliven. Zuletzt die Nudeln untermischen. Alles mit Pfeffer und Salz abschmecken und kurz durchziehen lassen.

Die Romanasalatblätter kleinschneiden und auf dem Teller verteilen, darauf den Salat geben und wer möchte gibt noch etwas kleingeschnittene Balsamico - Kugel und etwas Olivenöl darüber.






Große Auswahl an frischem Gemüse auf einem Markt im Süden Europas.







Samstag, 13. April 2024

Rigatoni alla carbonara mit Guanciale - wie in Rom

Anfang März diesen Jahres waren wir einige Tage in Rom. Es war herrlich. Rom ist eine so sehenswerte Stadt und wir freuten uns sehr auf die Reise. Das letzte Mal waren wir 1988 in der ewigen Stadt. Da hatte es ja letztlich geholfen, dass wir damals auch eine Münze in den berühmten Trevi Brunnen geworfen hatten.

In den 4 Tagen sind wir kreuz und quer durch die Stadt gelaufen, fast 61.000 Schritte wurden es unterm Strich und alle wichtigsten Sehenswürdigkeiten haben wir natürlich auch besucht. An einem Tag waren wir am frühen Abend am Bahnhof Termini. Wir wollten uns die Markthalle anschauen. Sie war nicht ganz so wie erhofft, denn wir hatten spanische Mercados mit ihren vielen Marktständen im Sinn. Aber der Mercato im Termini gefiel uns trotzdem sehr gut. Der Mercato  hatte "nur" kulinarisches wie Pizza, Pasta, Beef, Eis, Brot, Vegetarisches sowie Getränke zu bieten. Und so haben wir dort eine leckere Pasta genossen. Rigatoni alla carbonara war unsere Wahl und die war absolut köstlich. Cremig, würzig, leicht pfeffrig und die Pasta genau auf den Punkt mit leicht bissfestem Kern. Eine bessere Wahl hätten wir nicht treffen können. 

Schon da stand für uns fest, zu Hause wird es bald wieder Pasta alla carbonara geben. Aber nicht mit hiesigem Speck, sondern mit Guanciale. Und hier sind sie nun, Rigatoni alla carbonara mit Guanciale. Sie schmeckten fast wie in Rom. Herrlich. Demnächst wird es wieder Carbonara geben, denn ich hatte ein größeres Stück vacuumierten Guanciale im hiesigen Supermarkt gekauft. Einen Teil hatte ich direkt verbraucht, den anderen hatte ich portionsweise gut in Folie verpackt eingefroren. Ich hoffe, das Einfrieren tut dem Geschmack keinen Abbruch und die nächsten Mahlzeiten werden wieder genauso lecker.



Rigatoni Carbonara mit Guanciale 2 Portionen

  • 240 g Rigatoni

  • 70 g Guanciale *
  • 2 Eier, Gr. M (wer es feiner mag nimmt nur die Eigelbe)
  • 70 g Pecorino romano (oder Parmesan) frisch gerieben **

  • Pfeffer, schwarzer aus der Mühle
  • evtl. etwas Salz


Den Speck in nicht zu feine Würfel schneiden und bei mittlerer Hitze in einer beschichteten Pfann auslassen. Aber nicht zu lange braten, sonst kann er leicht bitter werden. Dann von der Herdplatte nehmen.

Die Pasta in kochendem Salzwasser nach Packungsanleitung al dente kochen. Etwas Kochwasser abnehmen und beiseite stellen.

Während die Pasta kocht, die Eier (oder nur die Eigelbe) mit dem fein geriebenen Parmesan verrühren und mit frisch gemahlenem, schwarzen Pfeffer würzen. Salz wird nicht zusätzlich nötig sein.

Die Pfanne mit dem Speck wieder auf die Herdplatte stellen, ein klein wenig Kochwasser (ca. 2 Esslöffel) dazu geben und die abgetropfte Pasta dazu geben. Alles gut vermischen. Dann die Eier - Käsemischung dazu geben und alles gut mischen, bis der Käse geschmolzen und alles schön cremig ist.

* Guanciale ist ein aus der Schweinebacke (italienisch guancia) oder dem Schweinenacken hergestellter luftgetrockneter, ungeräucherter Speck aus dem Latium und angrenzenden Regionen Italiens.

** in Rom nimmt man Pecorino Romano Käse statt Parmesan


Der Parmesan war nicht ganz geschmolzen, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat.


 

Im "il Mercato Centrale  Roma" im Bahnhof Termini haben wir diese super leckeren Rigatoni alla carbonara gegessen. 









Samstag, 30. März 2024

selbstgemachte Bandnudeln mit meinem Pistazienpesto

Manchmal frage ich mich, warum man so leckere, einfache Gerichte nicht öfters kocht. Letztens hatte ich Nudelschnecken gekocht. Mit selbstgemachtem Nudelteig. Da der Teig so lecker und einfach herzustellen war, hab ich jetzt Bandnudeln selber gemacht. Das geht besser und schneller als gedacht. 

Pasta geht immer, was war das lecker. So einfach und so gut. 

Ich habe in den Nudelteig noch Gewürze mit hinein gegeben, damit die Nudeln "auch nach etwas schmecken", wie man so sagt. Das ist normalerweise nicht üblich, aber mittlerweile schmecken mir diese gewürzten Nudeln noch besser als ohne. Und eine tolle Farbe bekommen sie durch das Kurkuma auch noch. Handhabt das so wie ihr meint, lasst es weg oder nehmt nur jeweils eine Prise.

In folgendem Rezept habe ich euch zwei Varianten für selbstgemachten Nudelteig aufgeschrieben. Zum ersten Nudelteig aus Dinkelmehl mit Ei. Anstatt des Dinkelmehls könnt ihr auch Weizenmehl 405er nehmen.

Die zweite Variante ist eine Rezeptur ohne Ei, ich habe da Hartweizengrieß mit Weizenmehl gemischt. Die Nudeln werden wunderbar und sie haben einen schönen Biss.

Als Faustregel kann man sagen, man rechnet pro Person 100 g Mehl plus ein Ei Gr. M (ca. 55g). So kann man den Nudelteig entsprechend hoch- oder runterrechnen.




selbstgemachte Bandnudeln mit Pistazienpesto 2 Portionen

  • 200 g Dinkelmehl 630er
  • 1 große Prise Salz
  • 1/4 Teelöffel Paprikapulver
  • 1/4 Teelöffel Kurkuma
  • 1/4 Teelöffel schwarzer Pfeffer
  • 2 Eier Gr. M 

  • Mehl zum Ausrollen
  • Salz für das Nudelwasser
  •  
  • Pesto
  • etwas natives Olivenöl


Das Mehl mit den Gewürzen gut mischen, die Eier zugeben und alles mit Hilfe des Knethakens der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen, glatten Teig kneten. Der Teig sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu weich sein. Ist er zu weich, noch etwas Mehl hinzufügen.

Den Nudelteig nochmals mit der Hand gut durchkneten, ihn bemehlen und in Folie mindestens 30 Minuten ruhen lassen.


oder ei-freier Nudelteig:  4 Portionen
  • 250 g Weizenmehl 405er
  • 150 g Hartweizengrieß
  • 1 große Prise Salz 
  • 1/4 Teelöffel Paprikapulver 
  • 1/4 Teelöffel Kurkuma 
  • 1/4 Teelöffel schwarzer Pfeffer 
  • ca. 180 ml Wasser
  •  
  • Mehl zum Ausrollen
  • Salz für das Kochwasser 
  •  
  • Pesto
  • etwas natives Olivenöl

Für die Nudelplatten das Mehl mit dem Grieß vermischen, wer möchte gibt noch die Gewürze dazu. Das Wasser dazu geben und mit Hilfe der Küchenmaschine (Knethaken) zu einem festen, glatten Nudelteig kneten.

Den Teig mit der Hand noch durchkneten, ihn flach drücken und in Folie für mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.


Anleitung für beide Teige:
Den Nudelteig portionsweise mit Hilfe einer Nudelmaschine/ Pastaroller - Vorsatz ausrollen, dabei bei Stufe 1 beginnen und nach und nach den Teig zu einem langen Band ausrollen bis Stufe 5 von 8. Stufe 5 ist für die "Bandnudeln" die beste Dicke. Die Teigplatten vor jedem Durchorgeln beidseitig leicht bemehlen, damit nichts klebt.

Wer einen Tagliatelle/Bandnudel-Aufsatz für seine Nudelmaschine hat, der dreht die leicht bemehlten Teigplatten jetzt zu Bandnudeln durch.

Hat man keinen Aufsatz, die langen Nudelplatten auf ein bemehltes Küchentuch legen und zum besseren Handling in ca. 30 cm lange Stücke schneiden. Diese der Länge nach locker aufrollen und mit einem scharfen Messer in gewünschter Breite "Scheiben" abschneiden. Das sind die Bandnudeln. Diese dann mit der Hand auflockern und zum Trocknen zurück auf das bemehlte Tuch legen. Entweder als Nester oder der Länge nach nebeneinander.

Wenn die Nudeln direkt gegessen werden sollen, dann brauchen sie in kochendem Salzwasser nur ganz kurz gekocht werden. Schon nach kurzer Zeit sind sie gar und bissfest.

Wenn man die Nudeln trocknen möchte, dann sollen sie sehr gut durchtrocknen, dabei die Nudeln ab und an wenden und anschließend in einem gut verschließbaren Behälter aufheben. Die Kochzeit für getrocknete Nudeln liegt bei ca. 8 - 10 Minuten, je nachdem wie dick die Nudeln sind und wie al dente man sie haben möchte. Da sollte man die Nudeln im Blick haben und zwischendurch immer wieder mal probieren.


mein Pistazienpesto ca. 2 Portionen
  • 20 g geröstete Pistazien, ungesalzen
  • 1,5 g feines Salz (ca. 1/4 Teelöffel) 
  •  
  • oder:
  • 20 g geröstete, gesalzene Pistazien

  • 1/4 Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ca. 20 g natives Olivenöl
  •  
  • Mörser
  • Löffelwaage
  • kleines Schraubglas
  • etwas Olivenöl
  •  
  • Spaghetti, Linguine, Gnocchi oder Bandnudeln

die Pistazien portionsweise in einem Mörser fein mörsern. Das geht besser als man denkt. Dann das Salz und den Pfeffer zugeben, alles gut mischen und das Öl darüber gießen. Nochmals alles gut mischen und abschmecken.

Das Pesto in ein kleines Schraubglas füllen, die Oberfläche schön glatt streichen und vorsichtig noch etwas Olivenöl darauf gießen. So wird die Oberfläche "versiegelt" und der Inhalt hält sich so besser, weil keine Luft an die Zutaten kommt.

Das Glas verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren alles gut durchrühren, weil sich die festen Bestandteile am Boden absetzen.


Die gekochten Bandnudeln abgießen, auf einen Teller geben und mit dem Pesto mischen. Noch etwas Olivenöl darüber geben, fertig ist ein leckeres Essen.



mein Pistazienpesto