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Dienstag, 25. November 2025

homemade Döner aus dem Backofen - der neueste virale Trend im Internet

Letztens hatte ich durch Zufall im Internet ein Video gesehen, wie man ganz unkompliziert zu Hause Döner selber herstellen kann. Ich fand die Zubereitungsart sehr interessant, und der fertige Döner sah auch sehr gut und lecker aus.

Wie es dann so ist, wenn man ein Video sieht, dann wird einem durch den Algorithmus im Internet bei Facebook und Instagram laufend Ähnliches angezeigt. Mit anderen Worten, ich bekam X Dönervideos angezeigt, wie man diesen zu Hause im heimischen Herd im Backpapier zubereiten kann.

Wie man sich nun unschwer denken kann, habe ich mich jetzt auch daran begeben. Ab und an essen wir auch sehr gerne mal einen Döner bzw. Lahmacun mit Dönerfleisch.

Und so gab es jetzt bei uns zu Hause selbstgemachten Döner. Ich kann nur sagen, das Zubereiten war einfach und ging recht flott und das Ergebnis war saulecker. Sorry, für das Wort, aber meinem Mann und mir hat es mega gut geschmeckt. Ich hatte die Würzung sehr gut hinbekommen, schon beim Probieren der rohen Masse war ich vom Geschmack sehr angetan und freute mich schon auf das fertige Ergebnis. Und das wurde so lecker wie erhofft.

Wichtig ist meiner Meinung nach, die Zwiebel und den Knoblauch fein zu reiben und dann mit den Gewürzen zum Fleisch zu geben und alles sehr gut zu verkneten. Je länger man alles knetet, desto besser wird das Ergebnis. Beim nächsten Mal werde ich das Fleisch noch im Mixer feiner mixen, dann wird es optisch im Endergebnis bestimmt noch besser als es so schon war. Außerdem habe ich das gewürzte Hack zum Durchziehen noch einige Zeit in den Kühlschrank gestellt, die Idee war auch eine gute.



Döner aus dem Backofen  2 Portionen

  • 400 g Rinderhack
  • 3 kleine Zwiebeln, fein gerieben
  • 3 kleine Knoblauchzehen, fein gerieben
  • knapp 1 Teelöffel feines Salz
  • 1 Teelöffel Paprikapulver 
  • 1/4 Teelöffel geräuchertes Paprikapulver 
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel (Cumin), gemahlen
  • 1/2 Teelöffel schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 1 Teelöffel Kebap&Gyros Gewürzkräutermischung (u.a. Rosmarin, Basilikum, Thymian, Chili) (meine Gewürzmischung ist von Potluck)
  •  
  • 3 Bögen Backpapier
  •  
  • 1 große rote Paprikaschote, entkernt und geachtelt
  • etwas Olivenöl
  •  
  • 200 g griechischer Joghurt, 10%
  • 1 geriebene Knoblauchzehe
  • 1 Esslöffel Mayonnaise 
  • Pfeffer
  • Salz
  • 1 Schuß Olivenöl

  • 1 Stück Gurke, gewürfelt oder in Streifen geschnitten 
  • Tomaten Würfel oder Scheiben
  • 2 kleine Fladenbrote
  • Pul Biber (mild)

Das Hack und sämtliche Gewürze mit der Hand sehr gut durchkneten und durchmischen. Den Einmalhandschuh dabei bitte nicht vergessen. So lange kneten, bis die Masse homogen ist. Die Hackmasse abschmecken und ggfls. nachwürzen. 
Man könnte die Masse auch noch im Thermomix/Mixer/Foodprozessor feiner mixen, dann hat das Endergebnis optisch noch mehr Ähnlichkeit mit dem Döner aus der Imbissbude.

Die Hackmischung einige Zeit zum Durchziehen in den Kühlschrank stellen.

Die Hackmasse auf zwei Backpapiere verteilen, einen weiteren Bogen auf das erste legen und mit einem Rollholz das Hack in Größe des Backpapieres gleichmäßig und dünn ausrollen. Dann das obere Backpapier abziehen. Den Bogen mit der Hackmasse von der breiten Seite her ca. 5 cm einschlagen, leicht festdrücken und aufrollen bzw. falten. Diese Rolle dann auf ein Backblech legen.

Mit dem zweiten Bogen ebenso verfahren. 

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen,  

Die Paprika mit der Haut nach oben mit auf das Backblech legen und etwas Olivenöl darüber geben. 

Das Blech mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen, bis das Fleisch gar und leicht gebräunt ist und die Paprika auch Grillspuren hat.

Währenddessen den Joghurt mit Mayonnaise, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Öl verrühren und abschmecken und zur Seite stellen. 

Die Gurke und Tomaten in Stücke oder Scheiben schneiden.

Das Fleisch aus dem Backpapier entrollen. Ich habe das Fleisch noch weitere 5 Minuten im Backofen bräunen lassen. Dann das Dönerfleisch in Stücke reißen oder schneiden.

Das Brot aufbacken und eine Tasche hineinschneiden, mit der Knoblauchsauce innen bestreichen,  Gurke, Tomate und Fleisch hinein geben. Mit Sauce beträufeln und mit etwas Pul Biber würzen.

Guten Appetit.

PS.: Rotkohl und Eisbergsalat (in feinste Streifen geschnitten) hatte ich nicht im Haus, das gehört sonst auch noch in den Döner, auch feine Zwiebelstreifen mag der ein oder andere. Belegt euren Döner bitte so wie ihr ihn am liebsten mögt.



war das lecker - hier noch eine Detailaufnahme mit Knoblauchsauce und Pul Biber.






Dienstag, 30. September 2025

Rosenbrot mit Kräuterbutter

Zu einem Steak, auf einer Party oder auch zu einem Grillfest isst man gerne Brot. Aber meist gibt es Baguette. Das schmeckt ja auch, aber manchmal ist das doch ein wenig langweilig.

Da backe ich lieber ein schönes Rosenbrot. Das sieht nicht nur optisch gut aus, es schmeckt auch sehr lecker, weil es mit Kräuterbutter gewürzt ist. Außerdem braucht man kein Messer zum Abschneiden. Man zupft einfach ein Röschen aus dem Brot heraus. Mein Tipp ist, backt gleich eine doppelte Menge, euer Besuch wird es sehr mögen . . . 

Bei diesem Rosenbrot werden schmale Hefeteigstreifen vor dem Aufrollen mit Kräuterbutter bestrichen und in eine Backform gestellt und dann gebacken. Fertig ist ein optisch sehr schönes Brot und jeder kann sich bei Bedarf ein Stückchen abbrechen.

Das Brot schmeckt immer so gut, dass es sich jedesmal ruckzuck in Luft auflöst. . . Es ist aber auch immer lecker. So schön knusprig außen und innen schön fluffig mit einem Hauch von Kräuterbutter. So wie es sein soll. Hach . . . 

Übrigens, statt der Kräuterbutter kann man auch ein Pesto verwenden. Das schmeckt auch sehr gut.





mein Rosenbrot  Durchmesser ca. 30cm
  • 600 g Dinkelmehl 630er
  • ca. 300 ml lauwarmes Wasser
  • 20 g frische Hefe
  • ½ Teel. Zucker
  • 1 Teel. Salz
  • 50 g Olivenöl

  • Belag: 
  • ca. 120 g weiche Butter
  • diverse Kräuter
  • etwas geriebener Knoblauch
  • Salz, Pfeffer

  • oder fertig gekaufte Kräuterbutter
  •  
  • alternativ: Pesto statt Kräuterbutter

die trockenen Zutaten mischen und die Hefe im warmen Wasser auflösen. Alle Teigzutaten zu einem glatten Hefeteig kneten und ca. 30 Min. gehen lassen, bis der Teig sich deutlich vergrößert hat. In der Zwischenzeit die Kräuterbutter herstellen oder die gekaufte bereit stellen. Den Teig für das Rosenbrot in zwei Teile teilen und jedes Stück zu einem Rechteck in der Größe eines Backbleches ausrollen. 

Die Teigplatten  mit der  Kräuterbutter bestreichen  und in ca. 5 cm breite Streifen * schneiden. Die langen Streifen halbieren und jeden Streifen zu kleinen Röllchen locker aufrollen und in eine gefettete Springform ** mit etwas Abstand nebeneinander setzen. Dabei mittig beginnen. Das Brot ca. 15 Minuten gehen lassen. 

Das gegangene Brot im vorgeheizten Backofen bei 180°C - 200°C Ober-/ Unterhitze in ca. 30 Minuten golden backen.

* Für dieses Rosenbrot hier habe ich zum Schneiden ein gezacktes "Teigrad" verwendet, deshalb ist der Rand ein wenig gewellt. 
** Ich backe das Brot immer in einer emaillierten Tarteform, die ich mit Backpapier auslege. Um die Teigröschen stelle ich dann einfach einen Backrahmen. Oder man nimmt ein Backblech mit Backrahmen. Man kann aber auch sehr gut eine Springform nehmen. 
Man kann das Brot auch sehr gut am Vormittag schon backen und kurz vor dem Verzehr nochmals für ca. 15 Min. im Ofen aufbacken. Dafür das Brot morgens nicht zu dunkel backen und abends dann bis zur gewünschten Bräunung bei 175°C aufbacken. So wird es wieder schön knusprig.

Das Brot schmeckt sehr gut zu Gegrilltem, zum Glas Wein, zum Fondue oder es ist auch ein leckerer Hingucker auf einem Buffet.


🌹🌹🌹 🍴 🌹🌹🌹








Mittwoch, 6. November 2024

Dinkel Buttertoastbrot

Nach ewigen Zeiten habe ich mal wieder ein Toastbrot gebacken. Schon letztes Jahr hatte ich ein Rezept von Sally ausprobiert. Das Toastbrot war gelungen und sehr lecker.

Das Rezept ist sehr einfach, der Teig ist schnell zusammengeknetet und kann in der warmen Küche wunderbar aufgehen. 

Nachdem das Brot gebacken war und wir es nach dem Auskühlen probiert haben, war ich mit dem Backergebnis und vor allem mit dem Geschmack sehr zufrieden. Das Knäppchen (Kantenstück, Knust, Giegele oder auch Endstück genannt)  haben wir direkt so mit etwas Butter probiert. Lecker. Die anderen Scheiben haben wir getoastet und nach Wunsch belegt. Auch das war sehr lecker.

Hier ist das Rezept, nach dem ich das leckere Toastbrot gebacken habe: 

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)




Dinkel Buttertoastbrot (nach einem Rezept von Sally)

  • 50 ml lauwarmes Wasser 
  • 20 g frische Hefe (halber Würfel)
  • 1 Esslöffel Mehl
  • 1 Esslöffel Zucker

  • 500 g Dinkelmehl 630er
  • 250 ml lauwarme Milch 
  • 50 g weiche Butter 
  • 1,5 Teelöffel feines Salz

außerdem zum Bestreichen:

  • 20 g Butter


Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, dann mit Zucker und Mehl gut vermischen, ca. 15 Minuten gehen lassen.

Nun das Mehl mit der Hefemischung, der Milch, der weichen Butter sowie nach kurzem Vermischen das Salz dazu fügen und alles mit Hilfe der Küchenmaschine in ca. 5 - 10 Minuten zu einem geschmeidigen, weichen Hefeteig verkneten. 

Den Teig zu einer Kugel formen, in die bemehlte Schüssel zurückgeben, abdecken und an einem warmen Ort für ca. eine Stunde gehen lassen. Der Teig soll sich verdoppeln.

Eine Kastenform mit Fett ausstreichen.

Den gegangenen Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck drücken, dann zur Rolle formen und in die vorbereitete Kastenform legen und gleichmäßig leicht flach drücken. Die Oberfläche mit etwas weicher Butter bestreichen. Die Form abdecken und den Teig an einem warmen Ort erneut ca. 60 Minuten gehen lassen. Auch hier soll sich der Teig verdoppeln.

Den Backofen auf 190°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den gegangenen Toast nun in den vorgeheizten Ofen schieben, 2. Stufe von unten, und das Brot in 30 Minuten backen. Die Brotoberfläche direkt nach dem Backen nochmals mit etwas Butter bestreichen, das Brot aus der Form nehmen und auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.


Das Toastbrot sieht doch perfekt aus. Und es hat auch sehr gut geschmeckt.







Samstag, 2. November 2024

meine Schwäbischen Dinkelseelen und ein Besuch im Ländle

Letztens waren wir seit langer Zeit mal wieder im Ländle in unserer ehemaligen Heimat (auf Zeit) zu Besuch. Die Alb ist im Herbst besonders schön, die Wälder waren auch schön golden und es wurde einem ganz warm ums Herz.

Natürlich haben wir auch einen "LKW ohne abS" gegessen, das gehört auf jeden Fall dazu. Für alle Nicht-Schwaben, ein LKW ist ein Leberkäsweckle (ein Brötchen mit einer dicken Scheibe Leberkäse), das wir ohne "a bisserl Senf" gegessen haben. Der leckere LKW schmeckte bei der alten Traditionsmetzgerei in Albstadt-Ebingen immer noch so gut wie früher. Herrlich. 

Aber nicht nur einen LKW haben wir gegessen, sondern eine Seele musste es auch noch sein. Jeder in Schwaben kennt und liebt Seelen. Dieses leckere Gebäck gibt es bei jedem Bäcker. Das sind leckere, längliche Brotstangen, die innen saftig und fluffig, außen knusprig und mit Salz und/oder Kümmel bestreut sind. Man kann sie dort in jeder guten Bäckerei kaufen. 

Da man sie nirgends außerhalb Schwabens findet (soweit ich weiß) muss man sie selber backen. Das folgende Rezept backe ich schon seit Jahren und uns schmecken sie wunderbar. Aber probiert selbst:



meine schwäbischen Dinkel - Seelen  10 Seelen

  • 1000 g Dinkelmehl 630er
  • 30 g frische Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 20 g Salz
  • 600 ml lauwarmes Wasser

  • Kümmel und/oder grobes Salz zum Bestreuen

Die Hefe mit der Prise Zucker in etwas lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl mit dem Salz mischen und die Hefe-Wasser-Mischung dazugeben. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine und weiterem Wasser zu einem weichen und gerade nicht mehr klebenden Teig gut verkneten. Das kann durchaus 10 Minuten dauern. Die Schüssel abdecken und 60 Minuten an einem warmen Platz gehen lassen. 

Während dieser Ruhezeit muss der Teig zwei Mal gefaltet werden. Dafür mit nassen Händen in den Topf greifen und kurz den Teig hoch nehmen, ihn drehen und gefaltet zurück in die Schüssel legen. Den Vorgang wiederholen. Die ganze Prozedur nach 20 und nach 40 Minuten wiederholen. Nach dem letzten Falten nochmals ordentlich gehen lassen.

Den Backofen auf 240°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Dann geht es ans Formen der Seelen. 

Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche legen und vorsichtig flach in Form ziehen, Teiggröße ca. 15 x 30 cm. Mit einem Teigschaber oder scharfen Messer ca. 4cm breite Streifen abschneiden, mit feuchten Händen auf ca. 20 - 30cm Länge ziehen und mit der Schnittfläche nach oben mit Abstand auf das mit Backpapier belegte Backblech legen. Nochmals gehen lassen bis sich die Seelen sichtbar vergrößern. 

Die Seelen mit Wasser besprühen oder bestreichen und nach Wunsch mit grobem Salz und/oder Kümmel bestreuen. 

Eine Schale mit kochendem Wasser in den vorgeheizten Ofen stellen und das Blech sofort mittig einschieben. Die Seelen 10 Minuten auf 240°C backen, dann die Hitze herunter schalten auf 180°C und weitere ca. 10 Minuten backen bis sie schön golden sind. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.





10 Seelen passen gerade so auf ein Backblech.



Dieser LKW aus Albstadt - Ebingen war mega lecker.



Albstadt - Ebingen im Herbst.



Eine Gasse in Ebingens Altstadt.



Im Bärenthal im Landkreis Tutlingen.



Die Benediktiner Erzabtei St. Martin Beuron im oberen Donautal.




Mittwoch, 1. Mai 2024

Rustikales Brot mit Roggen, Emmer und Dinkel und meine selbstgemachten Marmelädchen

Es geht doch nichts über ein leckeres, kräftiges Brot. Wir mögen sehr gerne welches mit schöner, kräftiger Kruste, viel Roggenanteil und mit Sauerteig, Dieses Mal habe ich Fertigsauerteig aus dem Handel verwendet, an selber hergestellten Sauerteig habe ich mich noch nicht so richtig drangetraut. Aber wer weiß, vielleicht probiere ich das auch mal aus. 

Dieses Brot hier hat uns sehr gut geschmeckt. Egal ob mit Käse, Wurst, Marmelade oder Schokocreme bestrichen, es schmeckt mit jedem Belag. Außerdem bleibt es einige Tage schön saftig. Damit das Brot auch optisch noch was hermacht, habe ich es vor dem Backen noch mit einer Rasierklinge bzw. einem "bread scoring tool" verziert.


Sehr rustikal ist es geworden und sieht doch ganz hübsch aus.

rustikales Brot mit Roggen, Emmer und Dinkel 

  • 200 g Dinkelmehl 630er
  • 100 g Emmermehl °
  • 150 g Roggenmehl 1050er
  • 10 g Backmalz *
  • 10 g Brötchenback *
  • 10 g Salz
  • 1 Beutel Trockensauerteig (für 500 g Mehl)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (für 500 g Mehl)
  • 1 Prise Zucker 
  • 1 Schuss natives Olivenöl
  • ca. 250 ml lauwarmes Wasser


alle Mehle mit dem Backmalz, dem Brötchenback, Trockenhefe, Trockensauerteig, Zucker und dem Salz gründlich vermischen. 

° Emmer (Triticum dicoccum), auch Zweikorn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weizen (Triticum). Er ist, zusammen mit Einkorn, eine der ältesten kultivierten Getreidearten und ein so genanntes Urgetreide. Weitere Infos zum Emmer findet ihr auch > hier <

Die Küchenmaschine mit Knethaken anstellen und auf kleinster Stufe laufen lassen. In die laufende Maschine nun das Olivenöl dazu geben und dann nach und nach das lauwarme Wasser. Den Teig nun mindestens 5, besser 8 Minuten langsam kneten lassen, bis sich ein geschmeidiger Teig gebildet hat und nicht mehr am Schüsselrand klebt. Sollte alles zu trocken sein, dann etwas mehr Wasser zufügen, ist der Teig zu flüssig, dann mehr Dinkelmehl zugeben. 

Ist der Teig nach dem Kneten in der Maschine schön seidig und klebt nicht mehr, dann mit bemehlten Händen auf bemehlter Arbeitsplatte rund wirken und in die bemehlte Schüssel zurück legen und mit einem Tuch abdecken. Den Teig an einem warmen Ort ca. zwei Stunden gehen lassen, er soll schön aufgehen. 

Ein Backblech mit Backpapier belegen, den gegangenen Teig aus der Schüssel nehmen, auf bemehlter Arbeitsplatte mit bemehlten Händen noch einmal rund formen und dabei darauf achten, dass die Oberfläche eine schöne Spannung bekommt und die Naht unten liegt. Aufs Backblech legen und nochmals ca. 60 Minuten abgedeckt gehen lassen. 

In den Backofen eine mit heißem Wasser befüllte feuerfeste Schale stellen und den Ofen auf 220°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. **

** man kann auch einen Pizzastein verwendet. Der Stein wird in den kalten Ofen auf das Rost (unterste Stufe) gelegt und dann gut aufgeheizt. Ist der Ofen auf 220°C vorgeheizt, dann wartet man noch ca. 10 Min., damit der Stein auch die Hitze ordentlich aufnimmt. Das gegangene und geritzte Brot mit dem Backpapier dann auf den heißen Stein geben und nach ca. 10 Min. das Backpapier unter dem Brot wegziehen und das Brot auf dem Stein fertig backen.

Wenn das Brot schön gegangen ist, den Laib mit etwas Mehl bestreuen. Dafür nehme ich meinen "Mehlzerstäuber". Nun eine scharfe/frische Rasierklinge nehmen und das Brot nach Wunsch mit einem Muster einritzen. Dabei nicht zu tief ritzen.

Ist der Ofen vorgeheizt, das Blech mittig hineinschieben und das Brot ca. 50 Minuten nach Sicht backen, bis die gewünschte Farbe erreicht ist. Herausnehmen, die Klopfprobe an der Unterseite machen (das durchgebackene Brot wird sich hohl anhören) und auf einem Gitter auskühlen lassen.

° kann hinein, muss aber nicht. Wenn man es nicht hat, klappt es bestimmt auch ohne. Durch das Backmalz * und das Brötchenbackmittel * wird das Brot allerdings schön locker und besonders knusprig. 

 

 * dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten (Markennennung und/oder Verlinkung)










Sehr lecker schmeckt das Brot auch mit Marmelade. Eine kleine Auswahl an selbstgemachten Marmelädchen findet ihr hier: 






Ich wünsche euch einen schönen Tag.



Mittwoch, 24. Januar 2024

homemade Bagel nach Jamie Oliver

Habt ihr schon mal Bagel selber gebacken? Das ist einfacher als oft gedacht und nach längerer Zeit habe ich mal wieder welche gebacken. Dieses Mal aber nach einem anderen Rezept als sonst. Ich hatte ein "foolproof recipe" von Jamie Oliver im Netz gesehen. Das las sich so lecker dass ich gleich Lust aufs Nachbacken hatte. Jamie hat sowieso klasse Rezepte, und so habe ich dieses Bagelrezept ausprobiert.

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Die Bagel waren genau nach unserem Geschmack. So schön "chewy" wie man im englischen sagt. Und mit dem gewünschten Lieblingsbelag schmecken sie besonders gut.








homemade Bagel nach Jamie Oliver, 12 Stück

  • 750 g Weizenmehl 405er
  • 7 g Trockenhefe (ein Tütchen)
  • 3 Teelöffel Brauner Zucker
  • 2 Teelöffel feines Meersalz
  • 450 ml lauwarmes Wasser
  •  
  • kochendes Wasser
  • 1 Teelöffel Natron (Sodium-Bicarbonat)
  • 1/2 Teelöffel Salz
  •  
  • 1 Ei, verquirlt
  • Sesam und/ oder Mohn zum Bestreuen

Das Mehl mit der Hefe und dem Zucker im Kessel der Küchenmaschine vermischen, die Maschine anschalten und die Hälfte des Wassers nach und nach in die laufende Maschine geben. Dann das Salz in die laufende Maschine dazu geben, das restliche Wasser nach und nach ebenso dazu gießen und alles in ein paar Minuten zu einem glatten Teig kneten lassen. Dieser wird recht fest und seidig-glatt werden.

Den Teig kurz mit der Hand durchkneten, die Schüssel leicht ölen und den Teig zurück in die Schüssel legen. Mit einem Deckel oder feuchtem Tuch abdecken und an einem warmen Ort (oder im Backofen auf "Gärstufe" bei 38°C)  bis zu 2 Stunden gehen lassen. Der Teig soll sich verdoppeln. 

Zwei Backbleche mit Backpapier vorbereiten. Den Teig durchkneten und daraus 12 Teigkugeln à 100g formen. Jede Kugel mittig mit dem Zeigefinder durchlöchern, dann die durchlöcherte Kugel mit beiden Zeigefingern kreiseln und den Teigkringel zu einem Ring formen. Der Innendurchmesser des Teiglochs soll ca. 2cm betragen. Den Bagel auf das Backblech legen. Diesen Vorgang mit allen Teigkugeln wiederholen.

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, das Salz dazu geben sowie das Natron. Dann (je nach Topfgröße) 4 - 6 Bagel in das kochende Wasser legen und die Bagel je Seite eine Minute lang leise köcheln lassen. Mit einem Schaumlöffel die Bagel heraus heben und sie zurück auf das Backblech legen.

Die Bagel mit verquirltem Ei bestreichen und nach Wunsch mit Sesam bestreuen oder die Oberseite in den Mohn drücken. 

Die Bleche in den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 20 - 25 Minuten golden backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. 

Frisch gebacken und vielleicht noch lauwarm schmecken sie besonders gut. Man kann sie aber auch sehr gut einfrieren und später im heißen Ofen wieder aufbacken. Wir mögen Bagel gerne nur mit Butter oder Frischkäse oder Frischkäse mit Räucherlachs oder auch mit Gouda oder Salami. Marmelade schmeckt aber auch. Belegt sie so wie ihr mögt.

mein Tipp: am besten schmecken die Bagel am nächsten Tag, wenn man sie aufgeschnitten im Toaster aufbackt.



Von der Teigkugel zum fertigen Bagel.


Der Bagel kommt im Grunde aus Amerika, aber das Rezept hier ist vom Briten Jamie Oliver.














Mittwoch, 18. Oktober 2023

Toastbrot

Für das Wochenende wollte ich mal endlich wieder ein Toastbrot backen. Meine Schwester hatte mich auf die Idee gebracht, denn sie hatte ein Rezept von Sally ausprobiert. Das Toastbrot war gelungen und so habe ich mich auch ans Werk begeben.

Das Rezept ist sehr einfach, der Teig ist schnell zusammengeknetet und kann in der warmen Küche wunderbar aufgehen. Leider war meine Hefe nicht so dolle. Ich hatte sie eingefroren, aufgetaut und dann nach Anleitung verwendet. Irgendwie hatte sie aber nicht mehr so eine große Triebkraft, dass ich den Teig wesentlich länger gehen lassen musste als im folgenden Rezept beschrieben. Nun ja, ich hatte nicht die Geduld verloren und den Teig reichlich und sehr lange gehen lassen. Wichtig war ja die Verdoppelung der Teigmenge. 

Nachdem das Brot dann irgendwann gebacken war und wir es nach dem Auskühlen probiert haben, war ich mit dem Backergebnis und vor allem mit dem Geschmack sehr zufrieden. Das Knäppchen (Kantenstück, Knust, Giegele oder auch Endstück genannt)  haben wir direkt so mit etwas Butter probiert. Lecker. Die anderen Scheiben haben wir getoastet und nach Wunsch belegt. Auch das war sehr lecker.

Fazit: auch wenn der Teig wegen der Hefe in meinem Fall sehr lange gehen musste, es lohnt sich. Das Toastbrot ist wirklich lecker. Und es wird nicht der letzte Toast sein, den ich gebacken habe.

reminder an mich: am besten nur frische Hefe verwenden  

Hier ist das Rezept, nach dem ich das leckere Toastbrot gebacken habe: 


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Der Toast ist super geworden, hier ist er frisch angeschnitten.

 Toastbrot nach Sally

  • 50 ml lauwarmes Wasser 
  • 20 g frische Hefe (halber Würfel)
  • 1 Esslöffel Mehl
  • 1 Esslöffel Zucker

  • 500 g Dinkelmehl 630er
  • 250 ml lauwarme Milch 
  • 50 g weiche Butter 
  • 1,5 Teelöffel feines Salz

ZUM BESTREICHEN:

  • 20 g Butter


Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, dann mit Zucker und Mehl gut vermischen, ca. 15 Minuten gehen lassen.

Nun das Mehl mit der Hefemischung, der Milch, der weichen Butter sowie nach kurzem Vermischen das Salz dazu fügen und alles mit Hilfe der Küchenmaschine in ca. 5 - 10 Minuten zu einem geschmeidigen, weichen Hefeteig verkneten. 
Den Teig zu einer Kugel formen, in die bemehlte Schüssel zurückgeben, abdecken und an einem warmen Ort für ca. eine Stunde gehen lassen. Der Teig soll sich verdoppeln.

Eine Kastenform mit Fett ausstreichen.

Den gegangenen Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck drücken, dann zur Rolle formen und in die vorbereitete Kastenform legen und gleichmäßig leicht flach drücken. Die Oberfläche mit etwas weicher Butter bestreichen. Die Form abdecken und den Teig an einem warmen Ort erneut ca. 60 Minuten gehen lassen. Auch hier soll sich der Teig verdoppeln.

Den Backofen auf 190°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den gegangenen Toast nun in den vorgeheizten Ofen schieben, 2. Stufe von unten, und das Brot in 30 Minuten backen. Die Brotoberfläche direkt nach dem Backen nochmals mit etwas Butter bestreichen, das Brot aus der Form nehmen und auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.


Frisch getoastet und eine Scheibe wurde schon mit Butter und Fleischwurst belegt.


Toastbrote hatte ich schon 2016 und 2019 gebacken, aber nach anderen Rezepturen:

hier eine Variante eines Toastbrotes, das ich 2016 gebacken habe. Das Brot hier ist etwas gehaltvoller, weil noch Eier hineinkommen. Aber es ist durchaus auch sehr lecker. Vielleicht wollt ihr dieses Brot auch mal testen.


Eine Abwandlung des Brotes ist dieses hier. Toastbrot mit Haferkleie im Teig, das hatte ich 2019 hier gebacken:














Mittwoch, 11. Oktober 2023

Rosenbrot mit Pesto Rosso

Heute habe ich mal ein leckeres Zupfbrot für euch. Mit Pesto Rosso, es ist der ideale Begleiter zu Gegrilltem. Aber es schmeckt auch so zum Abendbrot oder zum Glas Wein, Wasser, Schorle oder Bier. Hübsch sieht es auch noch aus, wie ich finde.

Das Brot ist sehr vielseitig. Solltet ihr Pesto Rosso nicht mögen, dann geht auf jeden Fall auch "normales" Pesto. Oder ihr nehmt Kräuterbutter stattdessen. Oder pure Butter. Das geht natürlich auch. Für süße Nasen ginge bestimmt auch eine Nussnougatcreme. Aber das habe ich noch nicht getestet.





mein Rosenbrot mit Pesto Rosso Durchmesser ca. 30cm

  • 600 g Dinkelmehl 630er
  • ca. 300 ml lauwarmes Wasser
  • 20 g frische Hefe
  • ½ Teelöffel Zucker
  • 1 Teelöffel feines Salz
  • 50 g Olivenöl

  • ein Glas "Pesto Rosso" (oder auch selbstgemachtes Tomatenpesto )

die trockenen Zutaten mischen und die Hefe im warmen Wasser auflösen. Alle Teigzutaten zu einem glatten Hefeteig kneten und ca. 30 Minuten gehen lassen, bis der Teig sich deutlich vergrößert hat. In der Zwischenzeit das Pesto bereit stellen. Den Teig für das Rosenbrot in zwei Teile teilen und jedes Stück zu einem Rechteck in der Größe eines Backbleches ausrollen. 

Jede Teigplatten mit dem Pesto bestreichen und jeweils in ca. 5 cm breite Streifen * schneiden. Die langen Streifen halbieren und jeden Streifen zu kleinen Röllchen locker aufrollen und in eine gefettete Springform ** mit etwas Abstand nebeneinander setzen. Eventuell die Röllchen etwas flach drücken und ca. 15 Minuten gehen lassen. 

Das gegangene Brot im vorgeheizten Backofen bei Ober-/ Unterhitze, 180°C - 200°C, in ca. 30 Minuten golden backen.

* Für dieses Rosenbrot kann man zum Schneiden gut ein ein gezacktes "Teigrad" verwenden, dann ist der Rand ein wenig gewellt.

** Ich backe das Brot immer in einer emaillierten Tarteform, die ich mit Backpapier auslege. Ich beginne mit dem Füllen in der Mitte und stelle dann einfach einen Backrahmen um die Röllchen. Oder man nimmt ein Backblech mit Backrahmen. Man kann aber auch sehr gut eine Springform nehmen. 

Man kann das Brot auch sehr gut am Vormittag schon backen und kurz vor dem Verzehr nochmals für ca. 15 Minuten im Ofen aufbacken. Dafür das Brot morgens nicht zu dunkel backen und abends dann bis zur gewünschten Bräunung bei 175°C Umluft aufbacken. So wird es wieder schön knusprig. 

Das Brot schmeckt sehr gut zu Gegrilltem, zum Glas Wein, zum Fondue oder es ist auch ein leckerer Hingucker auf einem Buffet.

Sollte unerwarteter Weise noch Brot übrig bleiben, dann kann man es am nächsten Tag nochmals aufbacken. Sollte das Brot zu trocken geworden sein, dann einfach noch mit etwas Wasser einsprühen und dann kurz aufbacken. Es ist dann wieder wie frisch gebacken.


mein Tipp: statt des Pesto Rosso kann man natürlich auch "Pesto Genovese" oder auch Kräuterbutter, Pfefferbutter, Grillbutter o.ä. nehmen. Das schmeckt auch sehr gut. Oder man nimmt Butter "pur". Für den süßen Geschmack funktioniert vielleicht auch eine Nussnougatcreme oder Konfitüre. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert.












ein Rosenbrot mit gewelltem Rand


ideal zu Gegrilltem ist das Rosenbrot



Mittwoch, 4. Oktober 2023

meine schwäbschen Dinkel - Seelen

Jeder in Schwaben kennt und liebt Seelen. Dieses leckere Gebäck gibt es bei jedem Bäcker. Das sind leckere, längliche Brotstangen, die innen saftig und fluffig, außen knusprig und mit Salz und/oder Kümmel bestreut sind. Man kann sie dort in jeder guten Bäckerei kaufen. 

In den 1990er Jahren haben wir auf der Schwäbischen Alb gewohnt und dort haben wir diese leckeren Brotstangen kennen- und lieben gelernt. Als wir dann aus Schwaben weggezogen sind, fehlten uns die Seelen und nach langem Suchen bekam ich damals ein schönes Rezept für Seelen. Wo ich es genau her habe kann ich gar nicht mehr sagen.

Ich backe die Seelen so wie im Rezept beschrieben und uns schmecken sie wunderbar. Aber probiert selbst:



meine schwäbischen Dinkel - Seelen  10 Seelen

  • 1000 g Dinkelmehl 630er
  • 30 g frische Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 20 g Salz
  • 600 ml lauwarmes Wasser

  • Kümmel und/oder grobes Salz zum Bestreuen


Die Hefe mit der Prise Zucker in etwas lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl mit dem Salz mischen und die Hefe-Wasser-Mischung dazugeben. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine und weiterem Wasser zu einem weichen und gerade nicht mehr klebenden Teig gut verkneten. Das kann durchaus 10 Minuten dauern. Die Schüssel abdecken und 60 Minuten an einem warmen Platz gehen lassen. 

Während dieser Ruhezeit muss der Teig zwei Mal gefaltet werden. Dafür mit nassen Händen in den Topf greifen und kurz den Teig hoch nehmen, ihn drehen und gefaltet zurück in die Schüssel legen. Den Vorgang wiederholen. Die ganze Prozedur nach 20 und nach 40 Minuten wiederholen. Nach dem letzten Falten nochmals ordentlich gehen lassen.

Den Backofen auf 240°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Dann geht es ans Formen der Seelen. 

Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche legen und vorsichtig flach in Form ziehen, Teiggröße ca. 15 x 30 cm. Mit einem Teigschaber oder scharfen Messer ca. 4cm breite Streifen abschneiden, mit feuchten Händen auf ca. 20 - 30cm Länge ziehen und mit der Schnittfläche nach oben mit Abstand auf das mit Backpapier belegte Backblech legen. Nochmals gehen lassen bis sich die Seelen sichtbar vergrößern. 

Die Seelen mit Wasser besprühen oder bestreichen und nach Wunsch mit grobem Salz und/oder Kümmel bestreuen. 

Eine Schale mit kochendem Wasser in den vorgeheizten Ofen stellen und das Blech sofort mittig einschieben. Die Seelen 10 Minuten auf 240°C backen, dann die Hitze herunter schalten auf 180°C und weitere ca. 10 Minuten backen bis sie schön golden sind. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.








Mittwoch, 6. September 2023

mein Rosinenstuten nach Bergischem Rezept

Mein heutiges Rezept stammt aus meiner Heimat, dem Bergischen Land. Es ist ein Rosinenstuten, den wir ab und an zum Frühstück gerne essen. Wer Stuten lieber ohne Rosinen mag, der lässt diese bei meiner Rezeptur ruhig weg. Oder ersetzt diese durch 100 g gehackte Mandeln. So ein "Mandelstuten" ist auch sehr lecker.

Wer gerne "süßen Stuten" isst, der sollte mein Rezept unbedingt einmal ausprobieren. Seit meiner Kindheit liebe ich süßen Stuten (am liebsten mit "guter" Butter und jungem oder mittelaltem Gouda-Käse) und wenn man dann nicht mehr im Bergischen Land wohnt, dann kommt man auch nicht mehr in den Genuss eines solchen Brotes. So musste ich selber kreativ werden und nach langem Ausprobieren von diversen Rezepten ist dieses Rezept hier vor Jahren herausgekommen. Ich finde es perfekt und es schmeckt genau SO wie ich es in meiner Kindheit kennengelernt habe. Aus diesem Grunde habe ich es auch "nach Bergischem Rezept" genannt.

Gerade zum Sonntagsfrühstück oder auch zum Brunch schmeckt das frische Brot wunderbar. Und wer schon Erfahrung mit Hefeteig hat, der kann den Stuten ganz leicht selber backen. Aber auch Ungeübten gelingt das Brot bestimmt. Wichtig sind die zimmerwarmen Zutaten. 

Ich löse grundsätzlich die Hefe immer in etwas lauwarmer () Flüssigkeit auf. Auch die Butter schmelze ich. Sie darf aber nicht warm sein Und das Ei soll auch nicht gerade erst aus dem Kühlschrank kommen. Bei dem Rezept hier ist es wichtig, das Ei zu verquirlen und genau 30 g abzuwiegen. Das restliche verquirlte Ei wird für die Stuten-Glasur genommen. 

Hier kommt jetzt mein Rezept für Rosinenstuten.  


 mein Rosinenstuten nach Bergischem Rezept

  • 500 g Dinkelmehl 630er *
  • 85 g Zucker
  • 1 Teelöffel feines Salz
  • ½ Würfel frische Hefe (20g)
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 60 g zerlassene Butter
  • 30 g verquirltes Ei (bitte abwiegen) *

  • 120 g Rosinen
  •  
  • * der Rest vom verquirlten Ei wird die Eistreiche 


die trockenen Zutaten werden vermischt. Die Hefe löse ich in etwas lauwarmer Milch auf, dann wird die Butter und das verquirlte Ei in die restliche lauwarme Milch gegeben und alles verrührt, bis sich die Butter gerade aufgelöst hat. Die aufgelöste Hefe mit der Butter-Ei-Milch-Mischung zum Mehl geben und alles mit der Küchenmaschine gründlich verkneten. Zuletzt die Rosinen unterarbeiten. Der Teig sollte nicht kleben. 

Abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sich deutlich vergrößert hat. Das kann bis zu einer Stunde dauern.

Dann zum Brot formen, oder in eine gebutterte Kastenform geben, mit einer Schere oder Messer einschneiden und nochmals ca. 20 Min. gehen lassen. Den Stuten mit dem restlichen Ei bestreichen und im vorgeheizten Ofen bei 190°C Ober-/ Unterhitze, 2. Stufe von unten, in ca. 40 Min. backen. Achtung, dass der Teig nicht zu dunkel wird. 

Der Stuten ist fertig, wenn man die Klopfprobe macht und er sich "hohl" anhört. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Der Stuten schmeckt sehr gut mit selbstgemachter Marmelade, jungem oder mittelaltem Gouda. Oder auch mit feiner Leberwurst, so wird Stuten im Bergischen Land auch gerne gegessen . . . 

Nun wünsche ich gutes Gelingen und guten Appetit. Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall!

* wer lieber mit Weizenmehl backt, der nimmt 405er oder 550er






Zum Stuten passt sehr gut mein Erdbeer - Marmelädchen mit Mango. Der Aufstrich ist schön fruchtig und durch die Mango kommt das Erdbeeraroma erst so richtig zur Geltung.