Posts mit dem Label Konfitüre werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Konfitüre werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 2. Dezember 2025

fruchtiger Birnen - Quitten - Schmaus

Ich hatte noch ein paar Birnenstücke übrig, die für meinen Birnen - Walnuss - Kuchen zu viel waren. Da stellte sich die Frage, was mache ich mit den restlichen Birmenscheibchen. Sofort kam mir die Idee zu einem Fruchtaufstrich für den Frühstückstisch. Denn Quitten hatte ich auch noch und Birnen mit Quitten passen doch gut zusammen.

Gesagt, getan, ich habe "mal eben und so zwischendurch" drei kleine Gläschen Birnen - Quitten - Schmaus gekocht. Was soll ich euch sagen, der Schmaus ist mega lecker geworden. Schon fruchtig, nicht zu süß, nicht zu fest und sehr aromatisch.

Für drei kleine Gläschen (zum Ausprobieren) habe ich folgende Mengen genommen. 

Dieser Blogpost sollte schon vor ein paar Wochen gepostet werden, aber irgendwie ist er mir durch die Lappen gegangen. Deshalb heute erst die Veröffentlichung.


Drei kleine Gläschen Fruchtaufstrich wurden es aus folgendem Rezept. 

mein Birnen - Quitten - Schmaus 

  • 240 g Birnen
  • 185 g Quitten
  • 50 g Zucker
  • etwas Zitronensaft
  • 100 ml Wasser

  • 120 g Gelierzucker 2:1
  •  
  • evtl. ein Schüsschen Quitten- oder Birnenbrand (falls man mag)

Die Birnen und die Quitte entkernen und die Blütenansätze entfernen. Geschält werden müssen die Früchte nicht. Dann die Früchte in kleinere Stückchen schneiden.

Die Fruchtstücke mit Zucker, Zitronensaft und Wasser zum Kochen bringen, Deckel auflegen und das Kompott 20 Minuten leise köcheln lassen. Nach 20 Minuten das Kompott mit dem Zauberstab fein pürieren, den Gelierzucker dazu geben und alles erneut zum Kochen bringen. Die Masse jetzt noch ca. 4 Minuten leise sprudelnd köcheln lassen. Dann den Schnaps dazu geben, gut umrühren und eine Gelierprobe nehmen.

Den Schmaus bis fast zum Rand in kochendheiß ausgespülte Gläser füllen und sofort mit dem zuvor kochenheiß ausgespülten Deckel verschließen. 

Nachdem der Schmaus abgekühlt ist, sollte der Deckel knacken, das ist das Zeichen dafür, dass sich ein Vakuum im Glas gebildet hat.

Nach dem Öffnen den Schmaus im Kühlschrank aufbewahren und alsbald verbrauchen.




Apfelquitten




Birnen der Sorte "Abate Fetel" 






Dienstag, 21. Oktober 2025

Karins Birnenschmaus mit gerösteten Haselnüssen und Amaretto

Herbstzeit ist auch Birnenzeit. Diese leckeren Früchte sind ja auch vielseitig verwendbar. Man isst sie gerne roh oder als Kompott, manchmal auch im Kuchen oder wie wäre es mit einem Brotaufstrich? Schon vor ein paar Jahren habe ich mir diese Leckerei ausgedacht und sie findet immer Abnehmer.

Mit leckeren Birnen kann man einen wunderbaren Fruchtaufstrich kochen. Besonders mit gerösteten Haselnüssen und Amaretto ist das sehr lecker. Wer es lieber etwas frischer und mit Kick haben möchte, dem empfehle ich meinen Birnenschmaus mit karamellisierten  Mandelblättchen und Ingwer.

Egal für welchen Aufstrich ihr euch entscheidet, lecker sind sie beide. Die Mengen im folgenden Rezept sind quasi zum Ausprobieren, die Menge entspricht ca. drei kleinen Gläschen.



Karins Birnenschmaus mit gerösteten Haselnüssen und Amaretto

(für ca. 3 kleinere Marmeladengläschen) 

  • 550 g reife Birnenwürfel (mit Schale, entkernt gewogen)
  • 200 g Gelierzucker 1:1
  • 20 g Zitronenzucker
  • 1 Prise Zitronensalz
  • 15 g geröstete, gehackte Haselnüsse
  •  
  • 1 Schüsschen Amaretto 

  • evtl. noch 2 Teelöffel Stärke


die Birnen mit dem Zucker und dem Salz bedecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag die Masse in einen ausreichend hohen Topf füllen, die Nüsse dazu geben und alles rührend zum Kochen bringen. 

Währenddessen die Gläser mit kochendem Wasser bis zum Rand füllen und die Deckel kurz in kochendes Wasser einlegen. Das Wasser ausschütten und die Gläser kopfüber auf ein Geschirrtuch stellen, die Deckel ebenso.

Einen kleinen Teller in das Gefrierfach stellen.

Wenn die Masse schön brodelt, die Masse mindestens 5 Minuten köcheln lassen. Dabei immer rühren. Dann den Amaretto  (gerne auch selbstgemachten) hinzugeben und abschmecken.

Wenn die Zeit um ist, den Teller aus dem Gefrierfach holen, etwas Masse auf den Teller geben und probieren. Wird alles dickflüssig - fest, dann ist der Schmaus fertig.

mein Tipp: Sollte die Masse zu dünnflüssig sein, dann die Stärke in etwas kaltem Wasser auflösen und den Schmaus damit binden und alles nochmals gut aufkochen lassen. Normalerweise wird natürlich keine Marmelade mit Stärke abgebunden, aber ich hab mir damit sehr gut geholfen, da der Schmaus recht dünnflüssig war. Besser wäre Pektin gewesen, aber das hatte ich nicht. Und die Menge war eine sehr kleine, die ich gekocht hatte. Ich vermute mal, die Birnensorte war schuld.

Ist die gewünschte Konsistenz erreicht, den Birnenschmaus kochendheiß in die vorbereiteten Gläser bis zum Rand einfüllen und sofort verschließen.

Die Gläser müssen nicht auf den Kopf gestellt werden, die kochendheiße und bis oben zum Rand eingefüllte Masse bzw. der Dampf sterilisiert den Deckel mit. Beim Abkühlen ertönt ein "Knackgeräusch" und das Glas ist dann vakuumiert. 

Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufheben und alsbald verbrauchen. 

Guten Appetit.


Frische Birnen, diese Sorte war eine Abate Fetel.


Hier blubbert der Birnenschmaus im Kupfertopf.



          
    

Solche Etiketten könnt ihr euch gerne ausdrucken.

Freitag, 27. Juni 2025

Marmelädchen von Aprikose und Sauerkirsch mit einem Hauch von Orange

Unser kleiner Kirschbaum hinterm Haus hatte dieses Jahr eine wahnsinnig "große" Menge Sauerkirschen am Baum. Irre, wie viele es jetzt waren . . . 

Letztes Jahr waren gar keine Kirschen am Baum, dieses Jahr waren es gerade mal eine Handvoll. Was sollte man damit machen? Na klar, ich habe damit ein Marmelädchen gekocht. Denn für ein einziges Gläschen Marmelade reichte die Handvoll Kirschen gerade so aus . . . mehr war nicht dran. 

Aber selbst aus einer Handvoll Früchte kann man ruckzuck ein Glas Marmelädchen kochen. Gelierzucker habe ich immer im Vorrat, sodaß ich jederzeit einen leckeren Fruchtaufstrich kochen kann.

Da ich noch ein paar sehr reife Aprikosen im Kühlschrank hatte, habe ich mich für ein gemischtes Marmelädchen entschieden. Ich hab da einfach mal was ausprobiert. Heraus kam ein sehr leckeres Produkt. Es schmeckt schön fruchtig und fein säuerlich, mit einem Hauch von Orange. Und die Farbe ist auch genial.

Leider war es nur ein Glas plus etwas zum direkten Ausprobieren. Egal. Wer mehr Früchte zur Verfügung hat, kann sich die Menge problemlos hochrechnen. Zum Ausprobieren reicht die unten aufgeführte Menge auf jeden Fall aus.



Marmelädchen von Aprikose und Sauerkirsch mit einem Hauch von Orange

  • 250 g Aprikosenwürfelchen
  • 100 g Sauerkirschen, entsteint gewogen
  • 170 g Gelierzucker 2:1
  • 1 Teelöffel Orangen-/ Zitronenzucker
  • 1 Prise Vanillesalz

  • eventuell etwas neutrales Öl (falls die Masse etwas schäumt)

Alle Zutaten, bis auf das Öl, in einem hohen Topf rührend zum Kochen bringen. Wer möchte püriert das Ganze noch mit dem Zauberstab. Wenn alles sprudelnd kocht, die Hitze etwas reduzieren und die Masse ca. 4 Minuten * weiter köcheln lassen. 

Sollte etwas Schaum auf der Marmelade sein, dann unter Rühren ganz wenig Öl in die Masse gießen, der Schaum sollte dann direkt verschwinden.

Auf einem kalten Tellerchen eine Gelierprobe nehmen, wird das Marmelädchen fest, dann kann sie in ein gut gereinigtes und kochend ausgespültes Schraubglas gegeben werden. Die Masse bis knapp zum Rand einfüllen. Den ebenfalls so vorbereiteten Schraubdeckel aufschrauben und das Glas abkühlen lassen. Wenn der Deckel ploppt, dann ist es das Zeichen, dass ein Vakuum entstanden ist. 

Die angebrochene Marmelade bitte im Kühlschrank aufheben und alsbald verbrauchen.

* mein Tipp: Sollte die Masse noch nicht richtig fest sein, dann noch ein Minütchen oder zwei weiter köcheln lassen.


Das war doch eine enorme Menge Kirschen, die der kleine Baum trug, oder?




Mit einer großen Sicherheitsnadel kann man super Kirschen entkernen. Dafür nimmt man das Ende der Sicherheitsnadel und hebelt damit den Kern heraus.



Aprikosenwürfel und entsteinte Sauerkirschen warten nun auf die restlichen Zutaten und wollen zum Marmelädchen werden.


Die Menge war doch etwas mehr als gedacht, sodaß ich den Rest des Marmelädchens noch in ein kleines Glas gefüllt habe. So konnten wir am nächsten Tag das Marmelädchen direkt probieren.












Dienstag, 6. August 2024

mein Brombeermarmelädchen - mit einem Hauch Orange

Bei uns in der Nähe sind dieses Jahr besonders viele Brombeeren reif. Das freut mich richtig, denn dann kann ich wieder unser beliebtes Brombeermarmelädchen kochen. Ich pflücke immer so viele Früchte wie ich bekommen kann, bzw. wie ich erreichen kann. Die Menge spielt dabei keine Rolle, selbst ein kleines Händchen voll habe ich schon zu einem leckeren Marmelädchen verarbeitet.

Wichtig dabei ist, die gewaschenen, geputzten Früchte abzuwiegen. Danach richtet sich dann die Zuckermenge, die man ja ganz einfach ausrechnen kann. Die Faustregel ist auf 1000 g  Früchte, 1000 g Gelierzucker 1:1, bei Verwendung von Gelierzucker 2:1 wären das dann nach Adam Riese 500 g Gelierzucker 2:1. Gelierzucker 3:1 verwende ich nicht, aber das wären dann 333 g Gelierzucker 3:1 auf 1000 g Früchte. 

Dazu kommt noch eine Prise Salz, etwas Vanille, Zitrone, Orange und/oder ein Schuss Likör. Sollte nach der Kochzeit Schaum auf der Oberfläche sein, diesen bitte nicht abschöpfen. Dagegen hilft ein kleines Löffelchen neutrales Öl.  Das Öl sorgt dafür, dass der Schaum verschwindet. Wenn man mal einen Blick auf die Gelierzucker wirft, dann stellt man fest, dass oft pflanzliches Öl in dem Zucker enthalten ist. Das wird der einzige Grund sein, warum in Gelierzucker Fette und Öle enthalten sind.



mein Brombeermarmelädchen - mit einem Hauch Orange

  • 500 g Brombeeren
  • 250 g Gelierzucker 2:1 (oder 500 g Gelierzucker 1:1, oder 170 g Gelierzucker 3:1)
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 1 gehäufter Teelöffel Orangenzucker
  • eine Prise Vanillesalz
  •  
  • 1 Schuss Brombeerlikör (falls man mag)
  •  
  • 1 Teelöffel neutrales Öl 


Die Brombeeren waschen. Die Früchte abwiegen und mit der halben Menge Gelierzucker 2:1 in einen entsprechend großen, hohen Topf geben. Das Salz, den Vanillezucker und den Orangenzucker dazu geben und alles gut mischen.

Die Marmeladengläser mit kochendem Wasser bis zum Rand füllen, die Deckel in kochendes Wasser einlegen und einige Minuten stehen lassen. Die Deckel mit einer Zange aus dem Kochwasser nehmen und umgedreht auf einem Tuch abtropfen lassen, die Gläser mit Hilfe der Zange ausschütten und umgedreht auf das Küchentuch stellen.

Einen kleinen Porzellanteller in das Gefrierfach stellen.

Die Früchte nun zum Kochen bringen. Dabei immer wieder rühren (Holzlöffel oder Silikonspatel). Wenn alles kocht, die blubbernde Masse laut Packungsaufdruck einige Minuten weiter köcheln lassen. Meist sind das 3 - 5 Minuten. Da wir am liebsten musigere Marmelade mögen, püriere ich die Masse noch mit Hilfe eines Pürierstabes durch. Ansonsten einfach so belassen und man hat stückigen Aufstrich.

Dann etwas Marmelade auf den kalten Teller geben. Geliert die Masse, dann ist das Marmelädchen fertig. Ansonsten noch etwas länger köcheln lassen und erneut testen.

Jetzt einen Schuss Brombeerlikör in die kochende Masse geben, nochmals rühren. 

Sollte sich Schaum auf der Oberfläche befinden, etwas neutrales Öl dazu geben. Das Öl sorgt dafür, dass der Schaum verschwindet.

Die kochendheiße Masse sofort bis zum Rand in die vorbereiteten, sterilisierten Gläser füllen und sofort mit dem Deckel verschließen. Die Gläser müssen nicht umgedreht werden, der heiße Dampf der Marmelade sterilisiert nochmals den Deckel. Beim Abkühlen "knacken" meist die Deckel. Das ist das Zeichen, dass sich ein Vakuum gebildet hat und das Glas gut verschlossen ist.

Die angebrochene Marmelade im Kühlschrank aufbewahren und alsbald verbrauchen. 

meine anderen Konfitüren- und Marmelädchenrezepte möchte ich euch auch ans Herz legen:








Hier hatte ich stückigeren Brombeeraufstrich gekocht und die Masse nicht püriert.


Samstag, 11. Mai 2024

mein Birnenschmaus 2024 mit karamellisierten Mandeln, Ingwer und einem Hauch Vanille und Orange

Die Tage hatte ich Birnen der Sorte Conference zum "so essen" gekauft, wie man hier im Rheinland so sagt. Aber wie es manchmal so ist, man tut es nicht und so "mussten" die Birnen für etwas anderes herhalten.

Schon länger hatte ich keinen Birnenschmaus mehr gekocht, den ich 2018 das erste Mal gekocht hatte. Wir hatten diesen leckeren Aufstrich in einem wunderbaren Wellnesshotel in Franken zum Frühstück probiert und für zu Hause ein Gläschen käuflich erworben. Zu Hause habe ich dann versucht, diesen Aufstrich "nachzukochen". Es ist mir gut gelungen. Heraus kam ein wunderbarer, sehr leckerer Birnenschmaus. Karamellisierte Mandelblättchen habe ich auch hinzu gefügt. Für den frischen, leicht zitronig - scharfen Geschmack kam Ingwer dazu. Herrlich.

Und hier ist meine heutige 2024 Kreation des Birnenschmauses. Ich wünsche euch guten Appetit. 

P.S.: Weil ich nicht genug Gelierzucker 1:1 da hatte, habe ich einfach noch 2:1 Gelierzucker dazu verwendet. Man ist ja flexibel. Zusätzlich habe ich noch etwas Orangenzucker dazu gegeben, was alles auch noch sehr lecker macht. 

 

Das war die "Ausbeute" von knapp 800 g Obst

mein Birnenschmaus mit karamellisierten Mandeln, Ingwer und einem Hauch Vanille und Orange

  • 700 g reife Birnen ** (geputzt gewogen) 
  • 80 g Apfel (geputzt gewogen)
  • 280 g Gelierzucker 1:1
  • 50 g Gelierzucker 2:1
  • 2 Esslöffel Zitronensaft

  • etwas gemahlene Vanille 
  • 2 dicke Prisen Zimt
  • 2 Prisen Vanillesalz
  • 1/4 Teelöffel frisch geriebene Bio - Orangenschale *

  • 90 g Zucker
  • 40 g Mandelblättchen
  • 1 größeres Stückchen Butter

  • 10 g fein gewürfelter, frischer Ingwer


die Birnen und den Apfel waschen, entkernen und würfeln. Die Schale ruhig dran lassen. Mit dem Zitronensaft und dem Gelierzucker vermischen und alles erhitzen. Die Masse mit dem Pürierstab pürieren. Nun die Vanille, Salz, die Orangenschale und den Zimt zugeben und alles langsam zum Kochen bringen. 

In der Zwischenzeit den Zucker hell karamellisieren lassen und die Mandeln zugeben. Unter Rühren weiter karamellisieren bis alles golden braun ist. Sofort vom Herd nehmen und die Butter einrühren. Vorsicht, das könnte spritzen. Das heiße Gemisch zu den fast kochenden Birnen geben und unter Rühren alles zum Kochen bringen. Der Karamell mit den Mandeln wird sich dann auch gut auflösen.

Wenn alles ca. 6 bis 8 Minuten gekocht hat, den Ingwer zugeben und nochmals kurz aufkochen lassen. Nicht länger kochen, das wird sonst zu scharf. Den Schmaus noch einmal probieren, evtl. nachwürzen, Dann die Masse in sterilisierte Marmeladengläser füllen und die Gläser sofort verschließen.

Der fertige Birnenschmaus schmeckt wunderbar fruchtig nach Birne, mit einem Hauch von zitronig-scharfen Ingwer und leichtem Mandelkaramell. Einfach wunderbar. Angebrochene Gläser bitte im Kühlschrank aufbewahren und baldmöglichst verbrauchen.

* alternativ 1 gehäufter Teelöffel Orangenzucker 

** ich nehme gerne die Sorten Williams Christ, Abate Fetel oder Conference


mein Tipp für den Topf mit dem Karamell: Karamell klebt so wunderbar und man fragt sich wie man das Ganze wieder gelöst bekommt. Ich stelle den noch heißen Topf zusammen mit dem Kochlöffel in die Spüle und fülle bis zum Rand Wasser mit etwas Spüli ein. Bis ich mit der Marmelade fertig bin, ist auch der Zucker im Topf und am Kochlöffel gelöst und das Spülen ist ruckzuck erledigt.


Der Birnenschmaus blubbert im Kupfertopf.


Frische Birnen



das Foto könnt ihr gerne als Etikett ausdrucken.








Mittwoch, 1. Mai 2024

Rustikales Brot mit Roggen, Emmer und Dinkel und meine selbstgemachten Marmelädchen

Es geht doch nichts über ein leckeres, kräftiges Brot. Wir mögen sehr gerne welches mit schöner, kräftiger Kruste, viel Roggenanteil und mit Sauerteig, Dieses Mal habe ich Fertigsauerteig aus dem Handel verwendet, an selber hergestellten Sauerteig habe ich mich noch nicht so richtig drangetraut. Aber wer weiß, vielleicht probiere ich das auch mal aus. 

Dieses Brot hier hat uns sehr gut geschmeckt. Egal ob mit Käse, Wurst, Marmelade oder Schokocreme bestrichen, es schmeckt mit jedem Belag. Außerdem bleibt es einige Tage schön saftig. Damit das Brot auch optisch noch was hermacht, habe ich es vor dem Backen noch mit einer Rasierklinge bzw. einem "bread scoring tool" verziert.


Sehr rustikal ist es geworden und sieht doch ganz hübsch aus.

rustikales Brot mit Roggen, Emmer und Dinkel 

  • 200 g Dinkelmehl 630er
  • 100 g Emmermehl °
  • 150 g Roggenmehl 1050er
  • 10 g Backmalz *
  • 10 g Brötchenback *
  • 10 g Salz
  • 1 Beutel Trockensauerteig (für 500 g Mehl)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (für 500 g Mehl)
  • 1 Prise Zucker 
  • 1 Schuss natives Olivenöl
  • ca. 250 ml lauwarmes Wasser


alle Mehle mit dem Backmalz, dem Brötchenback, Trockenhefe, Trockensauerteig, Zucker und dem Salz gründlich vermischen. 

° Emmer (Triticum dicoccum), auch Zweikorn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weizen (Triticum). Er ist, zusammen mit Einkorn, eine der ältesten kultivierten Getreidearten und ein so genanntes Urgetreide. Weitere Infos zum Emmer findet ihr auch > hier <

Die Küchenmaschine mit Knethaken anstellen und auf kleinster Stufe laufen lassen. In die laufende Maschine nun das Olivenöl dazu geben und dann nach und nach das lauwarme Wasser. Den Teig nun mindestens 5, besser 8 Minuten langsam kneten lassen, bis sich ein geschmeidiger Teig gebildet hat und nicht mehr am Schüsselrand klebt. Sollte alles zu trocken sein, dann etwas mehr Wasser zufügen, ist der Teig zu flüssig, dann mehr Dinkelmehl zugeben. 

Ist der Teig nach dem Kneten in der Maschine schön seidig und klebt nicht mehr, dann mit bemehlten Händen auf bemehlter Arbeitsplatte rund wirken und in die bemehlte Schüssel zurück legen und mit einem Tuch abdecken. Den Teig an einem warmen Ort ca. zwei Stunden gehen lassen, er soll schön aufgehen. 

Ein Backblech mit Backpapier belegen, den gegangenen Teig aus der Schüssel nehmen, auf bemehlter Arbeitsplatte mit bemehlten Händen noch einmal rund formen und dabei darauf achten, dass die Oberfläche eine schöne Spannung bekommt und die Naht unten liegt. Aufs Backblech legen und nochmals ca. 60 Minuten abgedeckt gehen lassen. 

In den Backofen eine mit heißem Wasser befüllte feuerfeste Schale stellen und den Ofen auf 220°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. **

** man kann auch einen Pizzastein verwendet. Der Stein wird in den kalten Ofen auf das Rost (unterste Stufe) gelegt und dann gut aufgeheizt. Ist der Ofen auf 220°C vorgeheizt, dann wartet man noch ca. 10 Min., damit der Stein auch die Hitze ordentlich aufnimmt. Das gegangene und geritzte Brot mit dem Backpapier dann auf den heißen Stein geben und nach ca. 10 Min. das Backpapier unter dem Brot wegziehen und das Brot auf dem Stein fertig backen.

Wenn das Brot schön gegangen ist, den Laib mit etwas Mehl bestreuen. Dafür nehme ich meinen "Mehlzerstäuber". Nun eine scharfe/frische Rasierklinge nehmen und das Brot nach Wunsch mit einem Muster einritzen. Dabei nicht zu tief ritzen.

Ist der Ofen vorgeheizt, das Blech mittig hineinschieben und das Brot ca. 50 Minuten nach Sicht backen, bis die gewünschte Farbe erreicht ist. Herausnehmen, die Klopfprobe an der Unterseite machen (das durchgebackene Brot wird sich hohl anhören) und auf einem Gitter auskühlen lassen.

° kann hinein, muss aber nicht. Wenn man es nicht hat, klappt es bestimmt auch ohne. Durch das Backmalz * und das Brötchenbackmittel * wird das Brot allerdings schön locker und besonders knusprig. 

 

 * dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten (Markennennung und/oder Verlinkung)










Sehr lecker schmeckt das Brot auch mit Marmelade. Eine kleine Auswahl an selbstgemachten Marmelädchen findet ihr hier: 






Ich wünsche euch einen schönen Tag.



Mittwoch, 14. Dezember 2022

mein Kirschmarmelädchen "Kirschwälder Schwarz"

Oh, was ist mir das Kirschmarmelädchen gut gelungen. Ich freue mich wie Bolle. Und mein Mann hätte am liebsten gleich den ganzen Topf ausgeschleckt.

Wovon ich spreche? Ich hab mal eben zwischendurch ein paar Gläser Kirschmarmelade gekocht. Im Froster befanden sich noch 500 g Sauerkirschen aus dem Garten. Die sollten nun endlich verbraucht werden, weil ich den Platz im Froster für Weihnachten benötige.

Gesagt, getan. Die Kirschen habe ich aufgetaut, entkernt, püriert und in meinem Kupfer-Marmeladentopf zu einem sehr köstlichen Marmelädchen verkocht. Ich wollte aber kein "normales" Kirschmarmelädchen kochen, das war mir zu langweilig. Ich hatte Lust mal etwas zu experimentieren. Da Kirschen sehr gut mit Schokolade und Kirschwasser zusammen harmonisieren, kam ich auf die Idee das alles zu einem Aufstrich zu verarbeiten. Von meinem Ergebnis bin ich selbst erstaunt und freue mich, denn ich habe mich fast selber übertroffen. Wirklich. Aber genug der eigenen Lobhudelei, jetzt verrate ich euch, was für einen leckeren Aufstrich ich da gezaubert habe. 

Also falls ihr noch ein kleines Geschenk für Weihnachten sucht, dieses Marmelädchen wäre bestimmt was.


die "Ausbeute" von 500 g Kirschen plus Gelierzucker

Karins Kirschmarmelädchen 🍒 "Kirschwälder Schwarz" 🍒

  • 500 g entsteinte Sauerkirschen
  • 500 g Gelierzucker 1:1
  • etwas Vanille
  • eine Prise Salz
  • 1 Teelöffel Zitronenzucker
  • 1 Esslöffel Backkakao
  • 20 ml Kirschwasser aus dem Schwarzwald (50%)
  •  
  • kleine Marmeladengläser

Die Sauerkirschen zusammen mit dem Gelierzucker, Vanille, Salz und Zitronenzucker in einen hohen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Masse mit einem Mixstab zur gewünschten Konsistenz pürieren.
Den Backkakao und die Hälfte des Kirschwassers dazu geben und alles unter Rühren zum Kochen bringen. Die Masse jetzt 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Etwas Marmelade dann auf einen kalten Teller geben und prüfen, ob die Marmelade schon fest genug ist. Ansonsten noch etwas länger kochen lassen. Ist die Masse so wie gewünscht, den Rest des Kirschwassers gut unterrühren.

Die kochendheiße Masse in die gut gereinigten und frisch sterilisierten Gläser* bis zum Rand einfüllen, den Deckel sofort aufsetzten und zudrehen und die Gläser abkühlen lassen. Ich stelle die Gläser nicht auf den Kopf, der heiße Dampf sterilisiert den aufgesetzten Deckel und beim Erkalten hört man ein Knacken. So ist das Glas fest verschlossen. 

* die Marmeladengläser- und Deckel gut reinigen und ausspülen, dann in die Gläser bis zum Rand kochendes Wasser füllen und die Deckel in kochendes Wasser einlegen. Alles einige Minuten stehen lassen, das Wasser vorsichtig ausgießen, die Gläser umgedreht auf einem Geschirrtuch abtropfen lassen, die Deckel aus dem Wasser nehmen und ebenso auf das Geschirrtuch legen. 

mein Tipp für die Kerne:
übrigens, . . . die Kirschen musste ich noch entsteinen. Als mein Mann sie im Sommer pflückte, war das Fruchtfleisch so fest an den Kernen, dass beim Entsteinen nichts übrig geblieben wäre. So habe ich sie mit Kernen eingefroren. Als sie aufgetaut waren, ließen sich die Kerne ganz einfach und ohne "Schwund" entkernen. Die Kerne habe ich dann mit kochendem Wasser übergossen und etwas stehen lassen. Dann mehrfach mit frischem, klaren Wasser gespült und zwischen den Händen gerubbelt, damit auch kleinste Fruchtfasern noch abgingen. Das Schüsselchen mit den sauberen Kernen habe ich dann mit in den Backofen gestellt, als ich gerade eine Tarte im Ofen hatte. So konnten die Kerne gut durchtrocknen. Die abgekühlten Kerne habe ich dann zu den anderen gegeben, die ich schon hatte. Die Kerne sind wunderbar zum Blindbacken geeignet. Oder man nimmt sie für ein Kirschkernkissen.


frische Sauerkirschen vom Sommer - ich hatte sie dann eingefroren



🍒

herrlich und so lecker ist dieses Marmelädchen auf einem kräftigen Graubrot


🍒


🍒



🍒🍒🍒





Donnerstag, 23. Juni 2022

Erdbeer - Marmelädchen mit Mango

Alle Jahre wieder - die Erdbeeren sind reif, da koche ich auch Marmelade, äh, darf man ja zu Erdbeeren nicht mehr sagen, also Konfitüre, Fruchtaufstrich . . . oder eben Marmelädchen. Wie man hier im Rheinland sagt. So ein Erdbeer - Marmelädchen ist immer lecker. 

Seit ich vor einigen Jahren den Tipp mit Mango in der Erdbeermarmelade bekam, koche ich sie am liebsten nur noch so. Durch die Mango wird das Marmelädchen im Geschmack noch intensiver. Nicht nur im Geschmack, sondern auch in der Farbe. Der Mangogeschmack kommt nicht so groß durch, aber sie unterstreicht und intensiviert den Erdbeergeschmack. Ich finde das ganz erstaunlich.



Erdbeer Marmelädchen mit Mango

  • 800 g Erdbeeren
  • 200 g reife Mango
  • 1000 g Gelierzucker 1:1
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Schuss Kirschwasser (wenn man mag)
  • 1 Schuss natives Olivenöl (oder anderes Öl)
  •  
  • kleine Marmeladengläser mit Twist-Off-Verschluss

die geputzten und geviertelten Erdbeeren mit den Mangowürfeln zusammen in einen ausreichend hohen Topf* geben. Den Gelierzucker darüber steruen und über Nacht (oder einige Stunden) stehen lassen. Dann das Salz dazu geben, alles gut umrühren und die Masse mit einem Stabmixer gut pürieren. Jetzt die Masse zum Kochen bringen, dabei immer rühren. Zwischenzeitlich einen kleinen Teller in den Froster stellen. Wenn alles blubbert, die Masse noch ca. 5 Min. köcheln lassen. Nicht wundern, das schäumt. Deshalb soll man auch einen ausreichend hohen Topf nehmen. Am Ende der Kochzeit das Kirschwasser unterrühren und einen kleinen Schuss Öl. Der Schaum wird durch das Öl weniger. Jetzt den Teller aus dem Froster nehmen, einen Klecks Marmelade darauf geben. Sie sollte sehr schnell fest werden und nicht mehr laufen. Sollte sie noch laufen, die Marmelade noch etwas kochen lassen und erneut testen.

Jetzt ist die Marmelade fertig. Sie kann nun in gut gespülte und ausgekochte Gläser bis zum Rand gefüllt werden. Deckel drauf und sofort fest verschließen. Beim Abkühlen "knacken" die Deckel und die Gläser sind somit luftdicht verschlossen. Man muss sie nicht unbedingt auf den Kopf stellen, wenn die Gläser und Deckel sorgfältig sterilisiert wurden. 

Die Gläser nach Wunsch noch beschriften und fertig ist ein sehr leckeres, fruchtiges Erdbeer - Marmelädchen mit Mango.

* Ich habe mir zum Marmelade kochen vor einigen Jahren einen Kupfertopf gekauft. Er ist sowohl innen als auch außen komplett aus Kupfer. In Frankreich wird die Marmelade oft in Kupfertöpfen gekocht, denn sie geliert besser und die Farbe und der Geschmack werden intensiviert. 





hier noch eine Collage, wie ich vor Jahren eine Erdbeerkonfitüre gekocht habe. Damals habe ich noch die Gläser auf den Kopf gestellt, aber später hörte ich mehrfach davon, dass das nicht notwendig sei. 





 

Mittwoch, 19. Januar 2022

Apfelmark und fruchtiges Apfelgelee (aus Schalen und Kerngehäusen)

Wir hatten noch ein paar Äpfel im Haus, die nicht mehr so schön waren, die Schale leicht schrumpelig war und sie auch roh nicht mehr so gut schmeckten. Sie lagerten noch im kühlen Keller, aber sie waren einfach ein wenig zu alt geworden.

Aus solchen Äpfeln kann man immer noch wunderbares Apfelmus, Apfelmark oder Apfelkompott kochen. Apfelmark ist Apfelmus ohne Zuckerzusatz, ein Kompott ist die grobe Variante vom Apfelmus. Die Menge, die zu verarbeiten war, war doch relativ groß und der Berg an Schale und Kerngehäusen war auch nicht zu verachten. Denn durch die Feiertage hatten wir die Äpfel doch ein wenig aus den Augen verloren. Wie das eben schon mal so ist. Aber es war ja noch nicht zu spät.

Als ich so die Äpfel schälte, entkernte und gewürfelt hatte, kam mir der Gedanke, dass meine Mutter ganz früher schon mal Apfelgelee kochte. Das war immer sehr lecker. So entstand die Idee, doch auch mal wieder Apfelgelee zu kochen. Und das ist besser geworden als gedacht.

Für das Gelee benötigt man einfach die Schalen und Gehäuse der Äpfel. Natürlich nur solche, die nicht schon leicht "angeditscht oder angefault" sind. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert, denn man würde die Schalen und Gehäuse ansonsten ja in den Biomüll geben. 

Aus diesen "Abfällen" erhält man einen leckeren Fruchtaufstrich, weiß was drin ist und es ist mal etwas anderes für das Frühstücksbrötchen. Wenn der Tipp mal nicht nachhaltig ist, dann weiß ich auch nicht. . . 



Apfelmark (Apfelmus ohne Zucker)

  • ca. 1 kg Äpfel, geschält, entkernt und gewürfelt
  • Wasser
  • etwas Zitronenabrieb
die Äpfel in einen Topf geben, Wasser dazu geben bis es ca. 3cm hoch im Topf steht. Den Zitronenabrieb dazu geben, Deckel auflegen. Alles zum Kochen bringen, den Herd herunter schalten und alles ca. 15 - 20 Minuten leise köcheln lassen. 
Die Kochflüssigkeit abgießen und auffangen, die weichen Äpfel pürieren und fertig ist das Apfelmark. Die Kochflüssigkeit kann man für das Gelee weiterverwenden.

Wer es lieber stückig haben möchte, lässt das pürieren einfach weg. Wer es lieber süßer mag, probiert das Mus und süßt dann mit Zucker nach.

Da ich eine große Menge Mus hatte, habe ich es kochendheiß in sterilisierte Gläser gefüllt, den Deckel sofort verschlossen und abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen und dem "Knacken" des Deckels (das Zeichen für ein Vakuum) ist das Mus einige Zeit im kühlen Keller, Vorratsraum oder auch im Kühlschrank haltbar. 


Apfelgelee   aus Schalen und Kerngehäusen

  • ca. 250 g Apfelschalen und Kerngehäuse 
  • 500 ml Wasser (incl. das Kochwasser vom Apfelmark)
  • etwas abgeriebene Zitronenschale
  • eine Prise Zitronensalz

  • eine große Prise Zimt
  • 1 Esslöffel Appelstroop (Apfelkraut)
  • 2 Teelöffel Zitronensaft

  • ca. 500 g Gelierzucker 1:1
die Apfelschalen mit den Gehäusen in einen ausreichend großen Topf geben und mit Wasser gut bedecken. Die Zitronenschale und das Salz zugeben. Mit Deckel zum Kochen bringen und auf kleiner Flamme mindestens 15 - 20 Minuten leise köcheln lassen. 

Die Flüssigkeit durch ein Sieb abgießen und auffangen. Die ausgekochten Schalen und Gehäuse in dem Sieb kräftig ausdrücken, diese Flüssigkeit ebenso auffangen.

Einige Marmeladengläser bereitstellen. Zum Sterilisieren die sauberen Gläser bis zum Rand mit kochendem Wasser befüllen und die Deckel in kochendes Wasser legen. So stehen lassen, bis das Gelee fertig ist. 

Die gesamte Flüssigkeit * abwiegen und in einen ausreichend großen Topf geben und die gleiche Menge Gelierzucker 1:1 abwiegen und dazu geben. Eine Prise Zimt, das Apfelkraut und den Zitronensaft ebenso zugeben und alles rührend zum Kochen bringen.

Wenn die Masse sprudelnd kocht, die Hitze etwas reduzieren und die Masse mindestens 4 Minuten leicht brodelnd kochen lassen. Dabei immer wieder rühren. Zur Gelierprobe etwas Masse auf ein kaltes Tellerchen geben, wenn sie geliert, dann ist das Apfelgelee fertig. Ansonsten noch einige Minuten länger kochen lassen.

Das heiße Wasser aus den Gläsern ausschütten und das kochendheiße Gelee bis zum Rand einfüllen, den abgetropften Deckel sofort aufschrauben und die Gläser beiseite stellen. Sie müssen nicht auf den Kopf gestellt werden, weil durch den heißen Dampf der Deckel quasi sterilisiert wird. Beim Erkalten hört man ein "Knacken" des Deckels, er lässt sich nicht mehr eindrücken. Das ist das Zeichen, dass das Glas vakuumiert ist.

Jetzt muss es nur noch beschriftet werden und fertig ist ein leckeres Apfelgelee. Solltet ihr das Rezept mal testen, dann würde ich mich über einen Kommentar hier freuen. Ich wünsche euch guten Appetit.

* mein Tipp:
Apfelgelee kann man auch sehr gut aus frisch gepresstem Apfelsaft oder auch gekauftem, naturtrüben Apfelsaft kochen. 


wunderbare Äpfel aus Südtirol




aus langen Schalen kann man auch Apfelrosen zur Deko drehen

🍎🍏🍎


Mittwoch, 30. Juni 2021

Brombeer - Apfel - Marmelädchen

Da ist mir ein Blogpost doch tatsächlich durch die Lappen gegangen und versteckte sich fast ein Jahr in den Tiefen des Entwurf-Ordners.

Und da auch diesen Sommer irgendwann die Brombeeren reif werden, veröffentliche ich heute schon mein Rezept für ein leckeres Brombeer - Apfel - Marmelädchen. 

mein Tipp:  Wer jetzt schon Lust darauf hat, kann natürlich auch gefrorene Früchte verwenden.

Letzten Sommer hatte ich bei einem Spaziergang einen Brombeerstrauch gesehen, der einige schöne, reife Früchte trug. Meist habe ich ein Tütchen in der Hosentasche dabei für Steine, Blümchen, Früchte und Co. oder was man sonst noch so finden könnte. . .  Das ist noch eine alte Angewohnheit aus der Zeit, wo wir noch unseren Hund hatten. So ein Tütchen kam nun zum Einsatz und ich habe einige Brombeeren gepflückt. Die Ausbeute war nicht sonderlich groß, aber für ein Gläschen Marmelade reichte es. 

Die Menge war nach dem Waschen und der Durchsicht nun wirklich nicht sonderlich groß, sodaß ich noch zusätzlich zu den Brombeeren noch einen Apfel dazu gegeben habe. Gelierzucker 1:1 habe ich auch meist im Haus und so konnte ich aus den Früchten mal eben schnell und nebenbei ein Gläschen Marmelade kochen.

Das Rezept für mein Brombeer - Apfel - Marmelädchen habe ich euch mal aufgeschrieben.



Brombeer - Apfel - Marmelädchen 1 Glas

  • 1 große Handvoll Brombeeren
  • 1 kleiner Apfel, geschält, entkernt, fein gewürfelt
  • Gelierzucker 1:1 (Menge wie das Gesamtgewicht der geputzten Früchte)
  • 1 Prise Zitronensalz
  • etwas Vanille

  • 1 Schuß Brombeerlikör (falls man hat und mag, es geht auch anderer Likör oder Himbeergeist)
  • 1/2 Teelöffel neutrales Öl (Sonnenblume oder Raps)
die Zutaten oben sind die ungefähre Menge für ein Glas Marmelade. Für mehrere Gläser einfach die Mengen entsprechend hochrechnen.

Die Brombeeren waschen, den Apfel schälen, entkernen und fein würfeln. Die Früchte abwiegen und mit der gleichen Menge Gelierzucker 1:1 in einen entsprechend großen, hohen Topf geben. Das Salz und die Vanille dazu geben und alles gut mischen.

Die Marmeladengläser mit kochendem Wasser bis zum Rand füllen, die Deckel in kochendes Wasser einlegen und einige Minuten stehen lassen. Die Deckel mit einer Zange aus dem Kochwasser nehmen und umgedreht auf einem Tuch abtropfen lassen, die Gläser mit Hilfe der Zange ausschüten und umgedreht auf das Küchentuch stellen.

Einen kleinen Porzellanteller in das Gefrierfach stellen.

Die Früchte nun zum Kochen bringen. Dabei immer wieder rühren (Holzlöffel oder Silikonspatel). Wenn alles kocht, die blubbernde Masse laut Packungsaufdruck einige Minuten weiter köcheln lassen. Da wir am liebsten musige Marmelade mögen, püriere ich die Masse noch mit Hilfe eines Pürierstabes.

Dann etwas Marmelade auf den kalten Teller geben. Geliert die Masse, dann ist das Marmelädchen fertig. Ansonsten noch etwas länger köcheln lassen und erneut testen.

Jetzt einen Schuß Brombeerlikör in die kochende Masse geben und etwas neutrales Öl. Das Öl verhindert die Schaumbildung bzw. sollte sich Schaum gebildet haben, dann sorgt das Öl dafür, dass der Schaum verschwindet.

Die kochendheiße Masse sofort bis zum Rand in die vorbereiteten, sterilisierten Gläser füllen und sofort mit dem Deckel verschließen. Die Gläser müssen nicht umgedreht werden, der heiße Dampf der Marmelade sterilisiert nochmals den Deckel. Beim Abkühlen "knacken" meist die Deckel. Das ist das Zeichen, dass sich ein Vakuum gebildet hat und das Glas gut verschlossen ist.

Die angebrochene Marmelade im Kühlschrank aufbewahren und alsbald verbrauchen. 


meine anderen Konfitüren- und Marmelädchenrezepte möchte ich euch auch ans Herz legen:


die fast schwarzen Früchte sind schon reif, die anderen müssen noch nachreifen. 


wie man sieht, war die Ausbeute wirklich nur eine ganz kleine