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Mittwoch, 7. August 2019

meine cremige Kaffeeseife

im Jahr 2017 habe ich meine erste Küchenseife gesiedet. Diese Kaffeeseife liegt immer an der Spüle in unserer Küche, denn sie ist in unserem Haushalt nicht mehr wegzudenken. Jedes Mal wenn ich Zwiebeln und Knoblauch geschnitten habe ärgere ich mich doch über den Duft, der anschließend an den Händen klebt. Mit mancher Seife bekommt man das nicht weg, eine Edelstahlseife habe ich zwar auch und das klappt recht gut. Aber seitdem ich selber Seife siede wollte ich auch eine Küchenseife herstellen.

Gesagt, getan, diese Kaffeeseife ist der Hit. Nicht nur, dass Kaffee Gerüche an den Händen entfernt, die erste Kaffeeseife hat noch eine "Schmirgelwirkung" in Form von gemahlenem Kaffee. Sogar mein Mann ist ganz begeistert von dieser Seife, wenn er aus dem Keller kommt und seine vom Fahrradfett verschmierten Hände reinigen möchte. Er meint, diese Seife sei noch besser als manche Handreinigungspaste. Und die Seife trocknet die Haut nicht aus. Wenn das mal kein Kompliment ist. . . 

Aber nicht nur für die Küche ist diese Seife geeignet, einige Freundinnen benutzen die Seife als Peelingseife für das Gesicht und den Körper. Die cremige Textur zusammen mit dem Kaffeepulver wäre excellent und die Haut anschließend schön weich und gut gepflegt.

Meine heutige Kaffeeseife habe ich ohne Kaffeepulver hergestellt. Ich wollte mal Kaffeeseife ohne "Schrubbel". Ich habe sie Mitte Juni gesiedet und jetzt ist sie so langsam soweit, sie "anzuwaschen". Sie ist schon prima, aber ich lass sie noch etwas liegen. Bei Seife ist es so, je länger sie liegt desto besser wird sie. Also, ein paar Wochen darf sie gerne noch reifen . . .

Wenn ihr also auch vorhabt, selber Seife zu sieden, dann schaut euch am besten mal das Video unten im Beitrag an. Da wird anschaulich gezeigt, wie man vorgeht.


meine cremige Kaffeeseife ohne "Schrubel"


meine cremige Kaffeeseife  12 größere Seifenstücke und ca. 6 kleine Seifen
  • 400 g Pflanzenmargarine
  • 250 g Kokosfett (Palmin) *
  • 350 g Rapsöl
  • 135 g NaOH Perlen (in der Apotheke auf Bestellung erhältlich, man bekommt sie mit den entsprechenden Sicherheitshinweisen. Diese Hinweise UNBEDINGT beachten)
  • 310 g kalter, starker Kaffee oder Espresso
  •  
  • Überfettung: 8%

 * dieser Beitrag kann indirekt WERBUNG ohne Auftrag  enthalten (Namensnennung, Ortsnennung und/oder Verlinkung)

für das Seife sieden benötigt man folgende Utensilien **:
  • ein alter, größerer Topf (kein Aluminium ) aus Edelstahl oder Emaille
  • Holz- oder Silikonlöffel zum Rühren 
  • 1 Liter Meßbecher aus Kunststoff (zum Anrühren der Lauge)
  • alter Löffel zum Rühren der Lauge
  • Einmal-Handschuhe
  • elektrische Waage zum Gramm genauen Abwiegen aller Zutaten
  • Schutzbrille 
  • Pürierstab (bitte nicht mehr für Lebensmittel benutzen, günstige neue gibt es schon für ca. 10€, sie dürfen nicht aus Alu bestehen, am besten man nimmt einen aus Kunststoff)
  • Schutzkittel oder altes Hemd/Bluse/Shirt zum Schutz der Kleidung
  • Silikon-Förmchen nach Wunsch
  • Quarkbecher zum Abwiegen des Natriumhydroxid
  • Küchenrolle 
  • Essigwasser (zum Neutralisieren der Lauge, falls Spritzer irgendwo sind)
  • Zeitungspapier zum Abdecken der Arbeitsflächen
  • Silikon - Keksstempel (falls man die Seife auch stempeln möchte)

** sämtliche Utensilien, die für die Seifenherstellung benutzt werden, sollen nicht mehr für den Gebrauch mit Lebensmitteln verwendet werden. Vor allem nicht die Utensilien, die mit der Natronlauge in Verbindung kommen.

Bitte diese Sicherheitshinweise unbedingt beachten und befolgen:
das Arbeiten mit dem Natriumhydroxid bzw. der Natronlauge ist nicht ganz ungefährlich. Die Natronlauge kann bei unsachgemäßem Gebrauch schwere Verätzungen auf der Haut hervorrufen und sollte Lauge ins Auge geraten besteht die Gefahr der Erblindung. Aus diesem Grunde ist die Schutzbrille aller erstes Gebot. Deswegen muss man einige Sicherheitsvorkehrungen treffen. Vor allem darf man seine Nase nicht über die heiße Lauge halten, da die Dämpfe ätzend sind und die Nase bzw. Lunge schädigen können. Kleinkinder und Haustiere dürfen sich aus den beschriebenen Gründen auch nicht in der Nähe der Seifenherstellung befinden, das wäre zu gefährlich.  
Wichtig: 
Alle Zutaten müssen Gramm genau abgewogen werden. Ganz wichtig, nichts abmessen sondern wiegen! 

Vorbereitung: die Arbeitsfläche an der Spüle und überall dort wo man mit dem Seifenleim und der Lauge hantiert, alles gut mit Zeitungspapier abdecken, damit eventuelle Spritzer nicht die Küche verschmutzen. Hinterher braucht das Papier nur noch entsorgt werden.

Die Fette werden im großen Topf geschmolzen, die Öle dazu gegeben, die Mischung lässt man handwarm abkühlen, so ca. 35°C. In der Zwischenzeit wird die Natronlauge vorbereitet. 

Die Spüle mit kaltem Essigwasser befüllen, einen großen Meßbecher für die Lauge mit dem kalten Kaffee in das kalte Wasser stellen. Die benötigten, genau abgewogenen Perlen/Pellets werden langsam und etappenweise in den Kaffee gegeben und ganz vorsichtig rührend darin aufgelöst. Achtung, NIE umgekehrt. Die Nase NICHT über den Topf halten, die entstehenden Dämpfe können ätzend sein. Die Laugenperlen müssen immer IN die Flüssigkeit gegeben werden. Dabei wird die Lauge sehr heiß und kann auch spritzen. Vorsicht! Dann das Gemisch bis auf ca. 35°C (handwarm) abkühlen lassen. 

Wenn die Lauge auch handwarm ist, dann wird sie unter Rühren vorsichtig in die Fett-Öl-Mischung gegossen. Beide Mischungen sollen höchstens ca. 40°C warm sein. Mit dem Pürierstab wird alles gemixt, zwischendurch gerührt, wieder gemixt, bis alles die Konsistenz von dicklichem Pudding hat. Dabei darauf achten, dass der Pürierstab immer unterhalb der Oberfläche bleibt und keine Luftblasen in die Masse kommen. 

Die dickliche Masse in die Silikonförmchen füllen, mit Klarsichtfolie abdecken. Die Form beiseite stellen.

Nach 24 Std. ist die Seife fest, sie kann aus der Form genommen werden. Sollte sie noch sehr weich sein, noch einen Tag länger warten. Auf der Unterseite kann man die Seife noch stempeln, ich habe dafür einen ausrangierten Keksstempel verwendet. Oder man kann seine Initialen mit einem Messer hineinritzen. Falls man möchte.

Die Seifen stellt man nun mit Abstand zu den anderen in einen Karton und lässt sie dunkel, trocken und nicht zu warm reifen. Ab und an kann man sie mal wenden. Und nun muss man Geduld haben, die Seife benötigt noch ca. 6 - 8 Wochen bis sie gebrauchsfertig ist. Je länger sie reift um so besser soll sie werden. . . 

Verwendung findet die Kaffeeseife nicht nur in der Küche. In der Küche nimmt sie Gerüche von z.B. Zwiebel, Knoblauch  und Fisch an den Händen weg. Auch im Bad benutzt manch einer die Kaffeeseife  auch als hautstraffende Gesichts- oder Körperseife, denn Koffein strafft die Haut.



die ersten echten Seifen kamen aus Aleppo in Syrien und werden heute noch wie damals hergestellt:



hier ein Beispielvideo für die Seifenherstellung zu Hause:


das Rezept der hier im Video hergestellten Seife findet ihr hier:

  * dieser Beitrag kann indirekt WERBUNG ohne Auftrag enthalten (Namnesnennung, Ortsnennung und/oder Verlinkung)



ein Teil meiner Kaffeeseifen


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die Rückseite habe ich mit einem Silikon - Keksstempel gestempelt


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in dieser Kaffeeseife ist noch Kaffeepulver als "Schrubbel" enthalten, dadurch ist sie eine gute Peelingseife



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meine ersten handgemachte Seifen

Ziegenmilch - Lavendel - Gästeseifen

Kaffeeseife mit Schrubbel

die allererste Seife


Mittwoch, 8. November 2017

Kaffeeseife - meine Küchenseife gegen "duftende" Hände

jedes Mal wenn ich Zwiebeln und Knoblauch geschnitten habe ärgere ich mich doch über den Duft, der anschließend an den Händen klebt. Mit mancher Seife bekommt man das nicht weg, eine Edelstahlseife habe ich zwar auch und das klappt recht gut. Aber seitdem ich selber Seife siede wollte ich auch eine Küchenseife herstellen.
Gesagt, getan, vor ein paar Wochen war es dann soweit. Ich habe mich an einer Kaffeeseife probiert. Kaffee soll Gerüche an den Händen wegnehmen und eine "Schmirgelwirkung" sollte sie auch noch haben. Folglich habe ich eine Seife gesiedet, wo die Lauge mit starkem Kaffee angesetzt wurde und als Peeling habe ich unter den fertigen Seifenleim noch Kaffeepulver gegeben.


kleine und große Seifenstücke
Kaffeeseife
  • 400 g Pflanzenmargarine
  • 250 g Kokosfett (Palmin)
  • 350 g Rapsöl
  • 135 g NaOH Perlen (in der Apotheke auf Bestellung erhältlich, man bekommt sie mit den entsprechenden Sicherheitshinweisen)
  • 310 g kalter, starker Kaffee oder Espresso
  • 2 Eßl. Kaffeepulver

für das Seife sieden benötigt man folgende Utensilien*:
  • ein alter, größerer Topf (kein Aluminium ) aus Edelstahl oder Emaille
  • Holz- oder Silikonlöffel zum Rühren 
  • 1 Liter Meßbecher aus Kunststoff (zum Anrühren der Lauge)
  • alter Löffel zum Rühren der Lauge
  • Einmal-Handschuhe
  • elektrische Waage zum Gramm genauen Abwiegen aller Zutaten
  • Schutzbrille 
  • Pürierstab (bitte nicht mehr für Lebensmittel benutzen, günstige neue gibt es schon für ca. 10€)
  • Schutzkittel oder altes Hemd/Bluse/Shirt zum Schutz der Kleidung
  • Silikon-Förmchen nach Wunsch
  • Quarkbecher zum Abwiegen des Natriumhydroxid
  • Küchenrolle 
  • Essigwasser (zum Neutralisieren der Lauge, falls Spritzer irgendwo sind)
  • Zeitungspapier zum Abdecken der Arbeitsfläche
  • Silikon - Keksstempel (falls man die Seife auch stempeln möchte)
* sämtliche Utensilien, die für die Seifenherstellung benutzt werden, sollen nicht mehr für den Gebrauch mit Lebensmitteln verwendet werden. Vor allem nicht die Utensilien, die mit der Natronlauge in Verbindung kommen.

Bitte diese Sicherheitshinweise unbedingt beachten und befolgen:
das Arbeiten mit dem Natriumhydroxid bzw. der Natronlauge ist nicht ganz ungefährlich. Die Natronlauge kann bei unsachgemäßem Gebrauch schwere Verätzungen auf der Haut hervorrufen und sollte Lauge ins Auge geraten besteht die Gefahr der Erblindung. Aus diesem Grunde ist die Schutzbrille aller erstes Gebot. Deswegen muss man einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, die in dem Buch genau beschrieben sind. Die benötigten Gegenstände zur Seifenherstellung findet ihr >hier< Vor allem darf man seine Nase nicht über die heiße Lauge halten, da die Dämpfe ätzend sind und die Nase bzw. Lunge schädigen können. Kleinkinder und Haustiere dürfen sich aus den beschriebenen Gründen auch nicht in der Nähe der Seifenherstellung befinden, das wäre zu gefährlich.  

Alle Zutaten müssen Gramm genau abgewogen werden. Ganz wichtig, nichts abmessen sondern wiegen! 

Die Fette werden geschmolzen, die Öle dazu gegeben, die Mischung lässt man handwarm abkühlen, so ca. 35°C. In der Zwischenzeit wird die Natronlauge vorbereitet. Den kalten Kaffee in einen großen Meßbecher geben, die benötigten Perlen/Pellets werden langsam und etappenweise in den Kaffee gegeben und ganz vorsichtig darin aufgelöst. Achtung, NIE umgekehrt. Die Laugenperlen müssen immer in die Flüssigkeit gegeben werden. Dabei wird die Lauge sehr heiß und kann auch spritzen. Vorsicht! Dann das Gemisch bis auf ca. 35°C abkühlen lassen. Wenn die Lauge auch handwarm ist, dann wird sie unter Rühren vorsichtig in die Fett-Öl-Mischung gegossen. Beide Mischungen sollen höchstens ca. 40°C warm sein. Mit dem Pürierstab wird alles gemixt, zwischendurch gerührt, wieder gemixt, bis alles die Konsistenz von dicklichem Pudding hat. Dann das Kaffeepulver unterrühren und die Masse in die Silikonförmchen füllen, mit Klarsichtfolie abdecken. Die Form beiseite stellen. Nach 24 Std. ist die Seife fest, sie kann aus der Form genommen werden. Sollte sie noch sehr weich sein, noch einen Tag länger warten. Auf der Unterseite kann man die Seife noch stempeln, ich habe dafür einen ausrangierten Keksstempel verwendet. Oder man kann seine Initialen mit einem Messer hineinritzen. Falls man möchte. Und nun muss man Geduld haben, die Seife benötigt noch ca. 6 - 8 Wochen bis sie gebrauchsfertig ist. Je länger sie reift um so besser soll sie werden. . . 

Verwendung findet die Kaffeeseife in der Küche. Sie soll Gerüche von z.B. Zwiebel, Knoblauch  und Fisch an den Händen wegnehmen und durch das Kaffeepulver hat man gleichzeitig ein Peeling bei stark verschmutzen Fingern. 


diese kleinen Seifen sind etwa 4cm im Durchmesser
hübsch sind sie schon mal geworden, das Warten ist nun zu Ende. Jetzt nach knapp 6 Wochen habe ich ein kleines Stückchen Seife angewaschen. Die Seife ist schon schön cremig geworden, sie schäumt sehr schön, der Schrubbeleffekt durch das Kaffeepulver ist auch sehr gut geworden. Der Geruch der Seife ist dezent und die Reinigungswirklung ist auch sehr gut. Ich bin jedenfalls schon sehr zufrieden. Noch ein paar Wochen und man kann sie benutzen, denn je länger sie liegt desto besser soll sie werden.








Mittwoch, 16. August 2017

Konfetti - Ziegenmilchseife

Ab und an überkommt es mich und ich "muss" mal wieder Seife sieden. Das macht mir so viel Spaß und das Ergebnis ist immer wunderbar. Es ist auch immer wieder spannend, wenn man eine Seife nach der Wartezeit von ca. 6 Wochen anwäscht. Ist sie tatsächlich so cremig und mild geworden wie erhofft und schäumt sie auch gut? Wenn ich dann auch immer wieder Seife verschenke und der/die Beschenkte freut sich und ist ebenso von der Seife begeistert, wie wir, dann freue ich mich besonders. Dann merkt man, dass die Arbeit nicht umsonst war.

Vor einiger Zeit hatte ich in einem hübschen Seifenladen in der Regensburger Altstadt eine Originale Aleppo*-Seife gekauft, die aber recht viel Lorbeerölanteil enthält. Es gibt sie in verschiedenen Versionen, was ich bis dato aber nicht wusste. Diese Olivenölseife mit Lorbeeröl wird schon seit Jahrtausenden hergestellt und enthält nur natürliche Zutaten. Der "Nachteil" an dieser Seife könnte allerdings der Duft des Lorbeeröls sein, denn es ist recht intensiv und würzig. Ich hatte eine Seife mit hohem Lorbeerölanteil erwischt. Meinem Mann war diese Alepposeife vom Duft her zu aufdringlich und ich dachte mir, da mache ich jetzt etwas Neues daraus.

Bei meiner letzten Seifenherstellung habe ich in den Seifenleim einige Würfel Aleppo - Seife untergerührt. Das Ergebnis möchte ich euch nun vorstellen. Durch die Würfelchen ist der Duft nicht mehr so intensiv, die Seife ist durch die Ziegenmilch wunderbar cremig und hübsch sieht sie auch noch aus.


wenn man genau hinschaut sieht man hier die farbigen Konfetti-Seifenstückchen 


oben links sieht man eine Konfetti-Seife 


Für die Ziegenmilch - Seife mit Aleppo - Seifenstückchen (das 25er Rezept**) benötigt man:
  • 125 g Bio - Olivenöl, nativ
  • 125 g Rapskernsöl, nativ
  • 125 g Kokosfett
  • 125 g Pflanzenfett (Palmfett)

  • 70 g NaOH (Natriumhydroxid) aus der Apotheke
  • 175 g gefrorene Bio - Ziegenmilch in kleinen Würfeln
  •  
  • gewürfelte Alepposeife* für das "Konfetti"


** das Grundrezept und die genaue Anleitung stammen aus dem Buch "Seife sieden für Einsteiger" von Sandra Cramm, ISBN: 9-783732-285556

Achtung: das Arbeiten mit dem Natriumhydroxid bzw. der Natronlauge ist nicht ganz ungefährlich. Die Natronlauge kann bei unsachgemäßem Gebrauch schwere Verätzungen auf der Haut hervorrufen. Von daher muss man unbedingt Handschuhe und auch eine Schutzbrille tragen. Sollte Natronlauge das Auge treffen, dann verliert man u.U. das Augenlicht. Von daher bitte eine gut sitzende Schutzbrille tragen und auch nicht die Nase über das Laugengefäß halten. Deswegen muss man einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, die in dem Buch genau beschrieben sind. 

Die benötigten Gegenstände zur Seifenherstellung findet ihr >hier< Vor allem darf man seine Nase nicht über die heiße Lauge halten, da die Dämpfe ätzend sind und die Nase bzw. Lunge schädigen können. Sämtliche Hilfsmittel dürfen nach der Seifenherstellung nicht mehr für Lebensmittel verwendet werden.

Alle Zutaten müssen Gramm genau abgewogen werden. Ganz wichtig, nichts abmessen sondern wiegen! Die Fette werden geschmolzen, die Öle dazu gegeben, die Mischung lässt man handwarm abkühlen. In der Zwischenzeit wird die Natronlauge vorbereitet. Die Schutzbrille nicht vergessen! Die gefrorenen Ziegenmilch-Würfel in einen großen Messbecher geben, die benötigten Perlen/Pellets werden langsam und etappenweise auf die gefrorenen Würfel gegeben und ganz vorsichtig darin rührend aufgelöst. Dabei kann die Lauge sehr heiß werden und kann auch spritzen. Vorsicht! Die Nase nicht darüber halten. Wenn die Lauge auch handwarm ist, dann wird sie unter Rühren vorsichtig in die Fett-Öl-Mischung gegossen. Beide Mischungen sollen höchstens ca. 40°C warm sein. Mit dem Pürierstab wird alles gemixt, zwischendurch gerührt, wieder gemixt, bis alles die Konsistenz von dicklichem Pudding hat. 

Wenn man jetzt "Ziege mit Aleppo" möchte, dann rührt man in den Seifenleim einige Aleppo-Seifenwürfel. Dafür wird der Aleppo-Seifenwürfel in kleine Würfel geschnitten. So erhält man dann eine "Konfettiseife", die nicht ganz so intensiv duftet wie eine reine Alepposeife.

Die Masse in die Silikonförmchen füllen, mit Klarsichtfolie abdecken. Die Form beiseite stellen. Nach 24 Std. ist die Seife fest, sie kann aus der Form genommen werden. Sollte sie noch sehr weich sein, noch einen Tag länger warten. Auf der Unterseite kann man die Seife noch stempeln, ich habe dafür einen ausrangierten Keksstempel verwendet. Oder man kann seine Initialen mit einem Messer hineinritzen. Falls man möchte. Und nun muss man Geduld haben, die Seife benötigt noch ca. 6 - 8 Wochen bis sie gebrauchsfertig ist. Je länger sie reift um so besser soll sie werden. . . 

*Alepposeife ist eine reine Naturseife, die aus Olivenöl und Lorbeeröl gesiedet wird. Das Original wird seit tausenden von Jahren schon gesiedet, der Anfang war in Aleppo und Damaskus in Syrien. Sie duftet recht intensiv nach Lorbeer, von daher ist es nicht jedermanns Sache.


links ist die Konfetti-Seife. Die bunten Seifenstückchen sind deutlich zu erkennen.






Samstag, 29. April 2017

dreierlei Herzen zum Muttertag

Bald ist Muttertag und wer noch keine Kleinigkeit für seine Mutter oder Schwiegermutter hat, für den habe ich noch drei schöne Ideen. Selbstgemachte Herzen. Schon in den letzten Jahren habe ich solche hübschen Herzen hergestellt. Und da auch der Muttertag genauso wie Weihnachten immer so plötzlich kommt, stelle ich euch die Herzen hier noch einmal vor.
Die Zucker - Herzen können auch Kinder unter Aufsicht sehr gut herstellen. Also, liebe Papas, große Geschwister oder auch Opas, ihr dürft helfen, das schaffen auch Ungeübte. . . Die Herzen aus Schokolade oder auch die Dusch - Herzen sind aber auch nicht schwierig in der Herstellung. Es geht einfach, sieht toll aus und man hat ein wirklich schönes, kleines, selbstgemachtes Präsent. 




gesprenkelte Pralinen mit heller und dunkler Schokolade

Schokoladen - Herzen   für die Schokoladen - Pralinen benötigt man:
  • helle Schokolade oder Kuvertüre
  • dunkle Schokolade oder Kuvertüre
  • Kekskrümel, z.B. Butterkekse
  • Krokant
  • Pralinen-Silikonform

die Schokoladen werden jeweils klein gehackt und jeweils in einen kleinen Kunststoffbeutel gefüllt. Diese Beutel hängt man vorsichtig in einen Topf mit heißem Wasser. Achtung, in die Schokolade darf kein Wasser gelangen. Sobald fast alles geschmolzen ist, die Beutel gut abtrocknen und kneten bis sich alle Schokoladenstücke aufgelöst haben. Die Schokolade darf auch nicht zu heiß werden.

Vom Beutel der ersten Sorte Schokolade eine kleine Ecke abschneiden und die Schokolade wahllos in die Förmchen sprenkeln. Dann einige Kekskrümel und/oder Krokant hineinstreuen, die zweite Sorte Schokolade ebenso in die Förmchen sprenkeln, Kekskrümel dazu und so fortfahren, bis die Förmchen bis zum Rand gefüllt sind. Die Form vorsichtig auf dem Tisch aufklopfen, damit evtl. Luftblasen entweichen können. Evtl. noch etwas Krokant o.ä. als Deko auf die Schokolade streuen und alles fest werden lassen.

Nun heißt es warten, bis die Schokolade fest geworden ist. Dann können die Pralinen von ihrer Umhüllung befreit werden und die Überraschung ist gelungen. Man hat wunderbare Schokoladen - Pralinen. 

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Zucker-Herzen

nicht nur Pralinen aus Schokolade kann man in Pralinen-Silikonförmchen herstellen, sondern auch Zucker-Herzen. Und die macht man so:
  • Zucker
  • etwas Wasser
den Zucker mit ganz wenig Wasser verrühren, bis der Zucker die Konsistenz von nicht zu nassem Schnee hat. Dann wird die Masse in die Förmchen gefüllt und festgedrückt. Die Form stellt man dann für circa 2 Stunden in die Sonne oder auch in den leicht warmen Backofen. Dann sind die Zucker-Herzen fest und können vorsichtig aus der Form genommen werden.

Voilà, fertig sind die Zucker-Herzen und warten nun auf ihren Auftritt im Tee oder im Kaffee. In einen Cellophanbeutel gefüllt ist das doch eine hübsche Geschenkidee.




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Dusch - Pralinen   man benötigt: 
  • Silikon-Pralinenförmchen* oder leere Formen aus  Pralinenschachteln (z.B. Milka-Herzen)
  •  Glasgefäß für ca. 500 ml Inhalt
  •  Löffel zum Umrühren
  •  8 Blatt Gelatine
  •  130 ml fast kochendes Wasser
  •  1-2 Teel. Salz
  •  90 g Duschgel nach Wahl
  •  evtl. etwas Ätherisches Öl nach Wahl (z.B. Zitrone, Orangenblüte, o.ä.)
  •  evtl. einige Tropfen Lebensmittelfarbe nach Wahl
und nun kann es losgehen:

die Gelatine in kaltem Wasser für ca. 5 Min. einweichen und dann vorsichtig ausdrücken. Das heiße Wasser in ein ausreichend großes Glasgefäß geben und darin die eingeweichte Gelatine auflösen. Ebenso das Salz zugeben und alles gut umrühren. Dann einfach das Duschgel einrühren, Achtung, es sollte nicht schäumen! Deshalb vorsichtig und langsam rühren.
Je nach verwendetem Duschgel die Masse noch einfärben und/oder aromatisieren.

Die auf dem Foto gezeigten Duschpralinen habe ich mit milchig weißem  Duschgel hergestellt und bei den grünen habe ich noch einen Tropfen flüssige, grüne Lebensmittelfarbe eingerührt. 

Für klare Pralinen ist ein durchsichtiges Duschgel zu verwenden.

Die fertige Masse dann in die Förmchen gießen, evtl. Luftblasen mit einem Zahnstocher aufpiksen und abkühlen lassen. Einige Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen. Die fertigen Pralinen vorsichtig aus den Förmchen drücken und in einem gut schließenden Behälter aufheben. Am besten frisch verwenden. Zum Duschen einfach eine Praline auf der nassen Haut verteilen und wie gewohnt duschen.

* bei Verwendung von Pralinen - Silikonförmchen bitte diese anschließend nicht mehr für den Gebrauch mit Lebensmittel verwenden, weil das Silikon den Duft der Parfumöle annehmen und auf die Lebensmittel übertragen könnte.



Samstag, 17. Dezember 2016

"Ziegenmilch - Lavendel" Gästeseifen

Ich bin ganz begeistert, wie schön meine selbstgemachten Ziegenmilch - Seifen sind. Sie sind so cremig und trocknen überhaupt nicht die Haut aus. Und dass man Seifen letztendlich doch relativ einfach herstellen kann, hätte ich vorher nie gedacht. Schön ist außerdem, dass man bei diesem "25er Rezept" sämtliche Öle und Fette im Supermarkt oder Biomarkt bekommt. Und das NaOH (Ätznatron in Pelletsform) kann einem die Apotheke besorgen. Man wird bestimmt gefragt werden, wofür man die Natronlauge benötigt, aber wenn man sagt zur Seifenherstellung, dann dürfte es keine Schwierigkeiten geben.

Solche selbstgesiedeten Seifen sind auch ein wunderbares Geschenk. Die Seifen, die ich bisher verschenkt habe, kamen ausnahmslos sehr gut an und die Beschenkten haben sich sehr darüber gefreut.

Hier im vorgestellten Rezept habe ich Lavendel-Seife hergestellt. Lässt man das Lavendelöl weg, dann hatte man eine ganz natürliche, pure Seife. Das habe ich auch schon gemacht. Wer möchte, kann mit Sicherheit auch andere ätherische Öle verwenden. Das habe ich allerdings noch nicht probiert.

hübsche kleine Seifen, ideal für die Gästetoilette


Für die Lavendel - Ziegenmilch - Seife (das 25er Rezept**) benötigt man:
  • 125 g Bio - Olivenöl
  • 125 g Rapsöl
  • 125 g Kokosfett
  • 125 g Pflanzenfett

  • 70 g NaOH (Natriumhydroxid) aus der Apotheke
  • 175 g gefrorene Bio - Ziegenmilch in kleinen Würfeln
  •  
  • 10 ml ätherisches Lavandin Lavendelöl 
  •  
  • Silikon - Pralinenförmchen 


** das Grundrezept und die genaue Anleitung stammen aus dem Buch "Seife sieden für Einsteiger" von Sandra Cramm, ISBN: 9-783732-285556

das Arbeiten mit dem Natriumhydroxid bzw. der Natronlauge ist nicht ganz ungefährlich. Die Natronlauge kann bei unsachgemäßem Gebrauch schwere Verätzungen auf der Haut hervorrufen. Deswegen muss man einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, die in dem Buch genau beschrieben sind. Die benötigten Gegenstände zur Seifenherstellung findet ihr >hier< Vor allem darf man seine Nase nicht über die heiße Lauge halten, da die Dämpfe ätzend sind und die Nase bzw. Lunge schädigen können.
Alle Zutaten müssen Gramm genau abgewogen werden. Ganz wichtig, nichts abmessen sondern wiegen! Die Fette werden geschmolzen, die Öle dazu gegeben, die Mischung lässt man handwarm abkühlen. In der Zwischenzeit wird die Natronlauge vorbereitet. Die gefrorenen Ziegenmilch-Würfel in einen großen Messbecher geben, die benötigten Perlen/Pellets werden langsam und etappenweise auf die gefrorenen Würfel gegeben und ganz vorsichtig darin aufgelöst. Dabei wird die Lauge sehr heiß und kann auch spritzen. Vorsicht! Wenn die Lauge auch handwarm ist, dann wird sie unter Rühren vorsichtig in die Fett-Öl-Mischung gegossen. Beide Mischungen sollen höchstens ca. 40°C warm sein. Mit dem elektrischen Mixstab wird alles gemixt, zwischendurch gerührt, wieder gemixt, bis alles die Konsistenz von dicklichem Pudding hat. Als letztes das ätherische Öl unterrühren. Die Masse in die Silikonförmchen füllen, mit Klarsichtfolie abdecken. Die Form beiseite stellen. Nach 24 Std. ist die Seife fest, sie kann aus der Form genommen werden. Sollte sie noch sehr weich sein, noch einen Tag länger warten. Auf der Unterseite kann man die Seife noch stempeln, ich habe dafür einen ausrangierten Keksstempel verwendet. Oder man kann seine Initialen mit einem Messer hineinritzen. Falls man möchte. Und nun muss man Geduld haben, die Seife benötigt noch ca. 6 - 8 Wochen bis sie gebrauchsfertig ist. Je länger sie reift um so besser soll sie werden. . . 

wie meine allererste 25er Seife aussieht, das könnt ihr hier nachlesen und anschauen: meine allererste handgemachte Seife

und wie meine erste Ziegenmilch-Seife ohne Duft aussieht und ich sie gesiedet habe steht > hier < 



25er Seife natur, 25er Seife mit Karotte, 25er Seife mit grünem Tee


Dienstag, 23. August 2016

meine erste Ziegenmilch - Seife

am 03.07.2016 hatte ich meine erste Seife gesiedet. Das war für mich schon etwas besonderes, Seife wollte ich immer schon mal selber sieden. Wie es dazu kam und was man so alles dafür benötigt, das habe ich in meinem Blogbeitrag  vom 03.07.16 schon beschrieben. Meine Seifen bestehen alle aus reinen Zutaten, ohne Konservierungs- oder Farbstoffe und sie sind auch Parfumfrei.

Die erste Seife hatte nur destilliertes Wasser in der Lauge, die zweite Seife habe ich mit abgekühlten Grünen Tee statt Wasser gesiedet. In einen Teil des Seifenleims habe ich noch fein gemörserten Grünen Tee untergerührt. Und in der drittne Seife  habe ich statt Wasser frisch gepressten Möhrensaft verwendet. Diese drei Seifen sind schon wunderbar geworden. Die erste Seife ist bei ums im Bad auch schon seit ein paar Tagen im Einsatz. Ich bin ganz begeistert. Die Seife hat einen feinen, cremigen Schaum und ist auch leicht rückfettend, da sie 5% überfettet ist und somit die Haut auch nicht so austrocknet. Meinem Mann gefällt diese Seife auch sehr gut, er hat sie sogar schon als Rasierseife verwendet. . . selbst das gelingt sehr gut.

Gestern war es dann soweit. Ich wollte immer schon mal eine Ziegenmilch - Seife haben. Die findet man auch auf Märkten oder in Fachgeschäften sehr selten (oder ich habe bisher immer an den falschen Stellen nach Seife gesucht). Tja, nun habe ich es selber probiert. Die erste Ziegenmilch - Seife habe ich gestern gesiedet, in 6 Silikonförmchen gefüllt und bis heute Mittag stehen lassen. Nun ist sie frisch geschlüpft, sie gefällt mir sehr, sehr gut und sie muss jetzt nur noch mindestens 6 - 8 Wochen an einem trockenen, dunklen Ort reifen. Je länger sie reift umso milder soll sie werden.

Tadaa . . . und hier ist sie, meine erste Ziegenmilch - Seife:





Für die Ziegenmilch - Seife (das 25er Rezept**) benötigt man:
  • 125 g Bio - Olivenöl
  • 125 g Rapsöl
  • 125 g Kokosfett
  • 125 g Pflanzenfett

  • 70 g NaOH (Natriumhydroxid) aus der Apotheke
  • 175 g gefrorene Bio - Ziegenmilch in kleinen Würfeln


** das Grundrezept und die genaue Anleitung stammen aus dem Buch "Seife sieden für Einsteiger" von Sandra Cramm, ISBN: 9-783732-285556

das Arbeiten mit dem Natriumhydroxid bzw. der Natronlauge ist nicht ganz ungefährlich. Die Natronlauge kann bei unsachgemäßem Gebrauch schwere Verätzungen auf der Haut hervorrufen. Deswegen muss man einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, die in dem Buch genau beschrieben sind. Die benötigten Gegenstände zur Seifenherstellung findet ihr >hier< Vor allem darf man seine Nase nicht über die heiße Lauge halten, da die Dämpfe ätzend sind und die Nase bzw. Lunge schädigen können.
Alle Zutaten müssen Gramm genau abgewogen werden. Ganz wichtig, nichts abmessen sondern wiegen! Die Fette werden geschmolzen, die Öle dazu gegeben, die Mischung lässt man handwarm abkühlen. In der Zwischenzeit wird die Natronlauge vorbereitet. Die gefrorenen Ziegenmilch-Würfel in einen großen Meßbecher geben, die benötigten Perlen/Pellets werden langsam und etappenweise auf die gefrorenen Würfel gegeben und ganz vorsichtig darin aufgelöst. Dabei wird die Lauge sehr heiß und kann auch spritzen. Vorsicht! Wenn die Lauge auch handwarm ist, dann wird sie unter Rühren vorsichtig in die Fett-Öl-Mischung gegossen. Beide Mischungen sollen höchstens ca. 40°C warm sein. Mit dem Pürierstab wird alles gemixt, zwischendurch gerührt, wieder gemixt, bis alles die Konsistenz von dicklichem Pudding hat. Die Masse in die Silikonförmchen füllen, mit Klarsichtfolie abdecken. Die Form beiseite stellen. Nach 24 Std. ist die Seife fest, sie kann aus der Form genommen werden. Sollte sie noch sehr weich sein, noch einen Tag länger warten. Auf der Unterseite kann man die Seife noch stempeln, ich habe dafür einen ausrangierten Keksstempel verwendet. Oder man kann seine Initialen mit einem Messer hineinritzen. Falls man möchte. Und nun muss man Geduld haben, die Seife benötigt noch ca. 6 - 8 Wochen bis sie gebrauchsfertig ist. Je länger sie reift um so besser soll sie werden. . . 


Und hier sind meine ersten drei gesiedeten 25er Seifen. Mit Bio - Olivenöl, Rapsöl, Kokosfett und Pflanzenfett. Von links nach rechts:
- 25 er Seife mit NaOH aufgelöst in Wasser
- 25 er Seife mit NaOH aufgelöst in frisch gepresstem Karottensaft
- 25 er Seife mit NaOH aufgelöst in Grünem Tee und fein gemörsertem Grüntee







Sonntag, 3. Juli 2016

meine erste handgemachte (gesiedete) Seife

Ich hab da mal was wirklich Neues ausprobiert. . . dieses Mal ist es aber nix zu essen, obwohl Olivenöl, Rapsöl, Pflanzenfett und Kokosfett darin enthalten ist. Der geneigte Leser wird es in der Überschrift schon bemerkt haben, ich habe Seife gesiedet. Wir mögen sehr gerne handgesiedete Seifen und haben bisher immer Seifen gekauft. Aber das wollte ich nun ändern. Das war für mich eine wirkliche Premiere. Das hatte ich mir schon lange vorgenommen.  Aber zwischen Wunsch und Tat lagen jetzt doch einige Jahre. Letzten Montag war es aber dann soweit. Die ganzen Zutaten hatte ich mir so nach und nach schon besorgt, ein benötigtes Buch für Anfänger fand ich auch und so konnte es die Tage mit dem Seife sieden losgehen.

Wer sich also auch für das Seife sieden interessiert, der sollte sich vorher genauestens informieren und auch die entsprechende Literatur für Anfänger kaufen. Ich habe mir das  Buch "Seife sieden für Einsteiger" von Sandra Cramm, ISBN: 9-783732-285556, gekauft. Mit dem für Anfänger sehr geeignetem "25er Rezept" habe ich meine erste Seife gesiedet. Und in dem Buch stehen einige Anfängerrezepte drin und die genaue Herstellung wird gut beschrieben.  

Damit ihr aber wisst, was man so alles benötigt und wie der Herstellungsprozess vonstatten geht, habe ich den Vorgang unter den Fotos grob beschrieben.




für das Seife sieden benötigt man folgende Utensilien*:
  • ein alter, größerer Topf (kein Aluminium ) aus Edelstahl oder Emaille
  • Holz- oder Silikonlöffel zum Rühren 
  • 1 Liter Meßbecher aus Kunststoff (zum Anrühren der Lauge)
  • alter Löffel zum Rühren der Lauge
  • Einmal-Handschuhe
  • elektrische Waage zum Gramm genauen Abwiegen aller Zutaten
  • Schutzbrille 
  • Pürierstab (bitte nicht mehr für Lebensmittel benutzen, günstige neue gibt es schon für ca. 10€)
  • Schutzkittel oder altes Hemd/Bluse/Shirt zum Schutz der Kleidung
  • Silikon-Kastenform für den Seifenleim
  • Quarkbecher zum Abwiegen des Natriumhydroxid
  • Küchenrolle 
  • Essigwasser (zum Neutralisieren der Lauge, falls Spritzer irgendwo sind)
  • Zeitungspapier zum Abdecken der Arbeitsfläche
  • Silikon - Keksstempel (falls man die Seife auch stempeln möchte)
* sämtliche Utensilien, die für die Seifenherstellung benutzt werden, sollen nicht mehr für den Gebrauch mit Lebensmitteln verwendet werden. Vor allem nicht die Utensilien, die mit der Natronlauge in Verbindung kommen.


Nun die Zutaten für die erste Seife (das 25er Rezept**):
  • 25 % Olivenöl
  • 25 % Rapsöl
  • 25 % Kokosfett
  • 25 % Frittierfett

  • NaOH (Natriumhydroxid) aus der Apotheke
  • destilliertes Wasser
** das Rezept und die genaue Anleitung stammen aus dem Buch "Seife sieden für Einsteiger" von Sandra Cramm, 
ISBN: 9-783732-285556



das Arbeiten mit dem Natriumhydroxid bzw. der Natronlauge ist nicht ganz ungefährlich. Die Natronlauge kann bei unsachgemäßem Gebrauch schwere Verätzungen auf der Haut hervorrufen. Deswegen muss man einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, die in dem Buch genau beschrieben sind. Vor allem darf man seine Nase nicht über die heiße Lauge halten, da die Dämpfe ätzend sind und die Nase bzw. Lunge schädigen können.
Aus diesem Grund möchte ich hier auch nicht genauer auf die Herstellung eingehen. Nur so viel, alle Zutaten müssen Gramm genau abgewogen werden. Die Fette werden geschmolzen, die Öle dazu gegeben, die Mischung lässt man handwarm abkühlen. In der Zwischenzeit wird die Natronlauge vorbereitet. Die benötigten Perlen/Pellets werden langsam und etappenweise in das Wasser gegeben und ganz vorsichtig darin aufgelöst. Dabei wird die Lauge sehr heiß und kann auch spritzen. Vorsicht! Wenn die Lauge auch handwarm ist, dann wird sie unter Rühren vorsichtig in die Fett-Öl-Mischung gegossen. Beide Mischungen sollen höchstens ca. 40°C warm sein. Mit dem Pürierstab wird alles gemixt, zwischendurch gerührt, wieder gemixt, bis alles die Konsistenz von dicklichem Pudding hat. Die Masse in die Silikonform füllen, mit Klarsichtfolie abdecken, vorsichtig zwischen ein Handtuch stellen und die Form 24 Std. stehen lassen. Nach einiger Zeit sieht man, dass die Seife in die "Gelphase" übergeht und die Form bzw. Seifenmasse recht heiß wird und sich die Farbe von der Mitte her verändert. Der Verseifungsprozess ist also voll im Gang. Nach 24 Std. ist die Seife fest, sie kann aus der Form genommen und geschnitten werden. Die Seifenscheiben können noch gestempelt werden. Dafür habe ich einen Keksstempel verwendet. Und nun muss ich Geduld haben, die Seife benötigt noch ca. 4 - 8 Wochen bis sie gebrauchsfertig ist. 

Ich bin schon sehr gespannt, wie sie schäumen und wie das Hautgefühl sein wird. Ich werde dann in einigen Wochen berichten. . . .


die frisch gestempelten Seifen


nun müssen die Seifen noch einige Wochen reifen


oben rechts die frisch eingefüllte Seifenmasse, darunter geht die Masse schon in die "Gelphase" über und erhitzt sich von der Mitte her.. Im Foto unten rechts ist die Gelphase schon fast bis in die Ecken gelangt. Sie kühlt dann  ab und wird wieder cremefarben. Unten links ist die fest gewordene Seife, die noch geschnitten werden musste. Im großen Foto die fertig geschnittenen und gestempelten Seifenstücke.