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Mittwoch, 13. Oktober 2021

Südtiroler Wein in Tramin und Kurtatsch

Vor ein paar Tagen hab ich euch mit aufs Vigiljoch* in Südtirol genommen. Diese schöne, erlebnis- und aussichtsreiche Wanderung bei wunderbarem Spätsommerwetter haben wir sehr genossen und ich denke immer noch sehr gerne an den wunderbaren Tag zurück.

Heute nehme ich euch mit nach Tramin und Kurtatsch. Zusammen mit unseren Freunden Irmi und Hans-Peter hatten wir einen Ausflug in die Weinregion in der Nähe des Kalterer Sees gemacht.

* der gesamte Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung, Ortsnennung, Video und/oder Verlinkung)

Unsere erste Station war der Plattenhof * in Tramin. Die Aussicht auf den Kalterer See, das Etschtal und die Weinberge ringsherum kann man von dort wunderbar genießen. Aber man kann dort auch sehr gut speisen. Im Restaurant&Pizzeria des Plattenhofes haben wir es uns gut gehen lassen und auf der Terrasse sehr gut gegessen. Vor allem die vielen Südtiroler Gerichte hatten es uns angetan. Jeder fand sein Lieblingsgericht und die Zeit verging wie im Flug.

Vom Plattenhof fuhren wir nach Kurtatsch zur Kellerei Kurtatsch mit seiner Vinothek *. Das neue, außergewöhnliche Gebäude der Vinothek ist sehr sehenswert. Die Aussicht von dort ist spektakulär und die Weine, die man dort kaufen und verkosten kann, wunderbar. Natürlich haben wir auch ein paar Fläschchen Wein mit nach Hause genommen. Den Rotwein "Curtis" * kannten wir schon, er gehört mit zu Hans-Peters Lieblingsweinen. Die Mischung aus Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon verleiht dem Wein pfeffrige Würze, Fülle, weiche Gerbstoffe und Aromen der schwarzen Johannisbeere. Ein sehr schöner Rotwein genau nach unserem Geschmack.

Den Weißwein "Hofstatt" *, ein Weißburgunder oder Pinot Bianco, hatten wir in der Vinothek probiert und waren sofort von den herrlichen Aromen von Apfel und Birne, reifen Limetten, Zitronenmelisse und Kräutern begeistert. Auch die Farbe, die er im Holzfass abbekam, gefiel mir besonders.

Mit guter Laune fuhren wir dann nach Tramin weiter. Irmi meinte, die Kellerei-Cantina Tramin * sollten wir auch unbedingt anschauen. Auch dieses Gebäude ist sehr sehenswert. Es stilisiert außen die Weinreben. Auch von dort hat man sehr schöne Aussichten auf das Etschtal und die Weinberge. Und guten Wein gibt es selbstverständlich auch. Alle Sorten kann man probieren und seinen Favoriten mit nach Hause nehmen.

Irgendwann ging auch dieser schöne Tag zu Ende. Wir hatten viel gesehen, sehr gut gegessen, wunderbaren Wein probiert und schöne Gespräche geführt. Danke, liebe Irmi und lieber Hans-Peter für diesen schönen, gemeinsamen Tag mit euch. Wir denken gerne daran zurück und werden so einen schönen Tag mit euch mit Sicherheit wiederholen.


am Plattenhof in Tramin wachsen nicht nur Trauben, sondern auch Oliven



Kein Urlaub in Südtirol ohne Knödel. So war mein Mittagessen im Plattenhof ein leckeres "Knödeltris". Das sind Spinat-, Speck und Kasknödel, die zusammen mit Brauner Butter, Parmesan und einem Krautsalat serviert wurden. Ich konnte gar nicht sagen, welcher Knödel mir am besten geschmeckt hat. Alle waren sehr lecker.





die sehr moderne Kellerei - Cantina Kurtatsch

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innen in der Cantina

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der Ausblick ins Tal von der Veranda der Cantina Kurtatsch

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einer musste fahren, von daher haben nur drei den wunderbaren Wein probiert, der vierte durfte aber nippen . . .  verkostet haben wir den Weißwein "Hofstatt" *

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auch die Kellerei - Cantina Tramin besticht mit einer ausgefallenen und sehr modernen Fassade

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Aussicht auf das Etschtal von der Traminer Kellerei

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die Trauben der Sorte "Gewürztraminer" 



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der Kalterer See

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Freitag, 18. September 2020

ein Abend beim "WeinSchmeckerSeminar" in Köln

Endlich konnten wir unseren Geschenkgutschein für einen besonderen Abend einlösen. Von unseren Kindern bekamen wir letztes Jahr einen Gutschein für ein Weinseminar geschenkt. Wir hatten uns dann für einen Termin Ende April entschieden. Aber das WeinSchmeckerSeminar fiel wegen Corona (logischerweise) aus.

Aber nun war es soweit, das Seminar konnte stattfinden. Wie empfohlen sind wir mit der S-Bahn nach Köln gefahren. Das war das erste Mal seit Anfang März, dass wir die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt haben. Ich hatte schon große Bedenken, ob sich alle an das Tragen des Mund- Nasenschutzes halten würden. Sowohl auf den Bahnsteigen als auch in der Bahn trugen alle ordnungsgemäß die Masken. Ausnahmen hat man ja leider immer, aber es waren sehr wenige, die sich nicht dran hielten und die Bahn war zum Glück nicht so voll und man konnte sehr gut Abstand halten. Auf der Venloer Straße in Köln - Ehrenfeld selber sah das schon anders aus. Ich fand es an diesem Samstag Abend recht voll, überall standen Schlangen vor den Imbissen und an der Außengastronomie. Aber wo es sich so knubbelte haben wir doch lieber unseren Mund-Nasenschutz aufgesetzt.

dieser gesamte Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung, Ortsnenung und/oder Verlinkung)


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Eine sehr schöne Räumlichkeit bei "WeinUndWort" mit vielen Exponaten von Dr. Sascha A. Lehmann SAXA. Platz war genug und durch das Wegrücken der Stühle vom Tisch konnte jeder von den anderen Menschen gut "Abstand halten".




Etwas Abseits der Venloer Straße, im "Atelier weinundwort" in der Sömmeringstraße fand das Weinseminar "Weingenuss für alle" statt. Der Sommelier Wolfgang Reinicke-Abel führte uns kurzweilig durch den Abend und Ela Kimmig war für die Organisation und die Bewirtung zuständig.

Unter anderem wurde uns erklärt, wie man Weine allgemein beurteilt (Auge, Nase, Mund) und wie man da am besten vorgeht. Zuerst geht es um die Optik. Dabei dreht und wendet man das Glas zum Licht. Wie ist die Farbe des Weins, ist er klar, sind irgendwelche unerwünschten Schlieren oder Wolken zu sehen, hat er schöne "Kirchenfenster" beim Schwenken des Weines im Glas. Nachdem der Wein dann etwas im Glas "geatmet" hat, kommt die Nase ins Spiel.

Wonach duftet der Wein, welche Aromen erkennt man. Sind es vielleicht Apfel, Kirsche, Cassis, Vanille, Tabak, Zitrusfrüchte, modrige Erde, frisches Gras, Kräuter, oder doch noch etwas anderes? Sind es vielleicht Lakritz, Heu, Rosen oder Veilchen? Es sind jede Menge Aromen, die ein Profi durchaus heraus riechen kann. Wissenschaftler haben sogar an die 500 Aromen im Gas-Chromatographen gefunden. Aber vielleicht riecht man erst ein Aroma und beim längeren Schnuppern sind es vielleicht noch mehrere Aromen, die man erkennt. Die Vorfreude steigt und man freut sich auf den ersten Schluck. Oder man ist sehr gespannt, was er einem im Mund sagt, weil die Aromen einem überhaupt nicht gefallen haben. Das kann durchaus auch passieren.

Dann nimmt man den ersten Schluck. Der Wein soll im Mund bewegt werden, sodass alle Aromen im Gaumen geschmeckt werden können. Auch da die Überlegung, was schmecke ich, welche Aromen sind es. Zuletzt überlegt man sich noch, zu welchem Gericht könnte dieser Wein am besten passen bzw. wozu würde er gar nicht passen.

Nach diesem Schema geht man sowohl beim Sekt (Champagner, ProSecco, Frizzante, Crémant oder Cava) vor, als auch beim Weiß- , Rosé- und Rotwein.

Verkostet und sehr ausführlich erläutert wurden 
  • ein Glera, Vino Frizzante, aus Venetien, 
  • ein Riesling, trocken, von der Nahe, 
  • ein Chardonnay Prestige, spontan vergoren, aus Baden
  • ein Blauer Spätburgunder, Blanc de Noir, von der Nahe
  • ein Tempranillo, Barrica, aus Valencia
  • ein Merlot Sangiovese, Rosso Toscana, aus der Toscana
  • ein Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, Malbec aus dem Bordeaux
nachdem wir alle die Weine ausgiebig verkostet hatten, wurden sie noch von uns allen einzeln bewertet. Zwischen den verschiedenen Weinen wurden natürlich noch diverse Brotsorten, Olivenöl und Salz sowie zwei Käsesorten serviert. Und jede Menge Wasser. Nicht nur gegen den Durst sondern auch zum neutralisieren. Denn wenn man zum Wein genug Wasser trinkt, dann verträgt man ihn besser und man bekommt am nächsten Tag auch keine Kopfschmerzen.

Nach fast vier Stunden sind wir dann beschwingt mit vielen Eindrücken nach Hause gefahren. 

So unterschiedlich die Leute, so unterschiedlich fielen auch schon mal die Meinungen aus. Wir persönlich haben aber wieder festgestellt, dass uns bei den Rotweinen spanische  und italienische Weine besser gefallen und zusagen als französische. Man hat doch so seine Vorlieben.

Mein erneutes Fazit:

Egal, wie Weine bewertet werden, ich finde es gibt nur ZWEI Sorten Wein auf der Welt:

schmeckt oder schmeckt nicht 

Auch der Preis ist da meist unerheblich, ein ordentlicher Wein muss nicht wahnsinnig teuer sein. Am besten ist es, man lässt sich direkt beim Winzer oder im guten Weinfachhandel beraten. Man sollte sagen oder gefragt werden, zu welchem Anlass und/oder zu welchem Essen man Wein benötigt und man sollte den Wein auch probieren können bevor man ihn kauft. Denn dann findet jeder seinen Wein, der ihm schmeckt und der auch seinen Ansprüchen genügt.

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Schon 2016 habe ich ein Weinseminar besucht. Damals lief das Seminar ein klein wenig anders ab, weil einem dort noch diverse Speisen zu den verschiedenen Weinen serviert wurden. Meinen ausführlichen Bericht zum Speisen- und Weinseminar könnt ihr  > HIER <  nachlesen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. 

Vielleicht bekommt ihr jetzt auch Lust auf ein Weinseminar. Das lohnt auf jeden Fall. Es ist auch eine sehr schöne Geschenkidee (Weihnachten oder Geburtstage kommen immer so plötzlich . . .)  und wir haben uns darüber sehr gefreut . . .

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Ein dickes Dankeschön geht auch auf diesem Wege nochmal an Mia und Simon. Danke für diese sehr schöne Geschenkidee 💝. Wir haben uns sehr gefreut und es war ein toller Abend in einer schönen Location mit netten Menschen und vielen leckeren Weinen.





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Donnerstag, 19. Dezember 2019

meine "1 0 1 Pralinen" - einfach selbstgemacht

heute habe ich einfache und schnelle Pralinen für euch. Die sind selbstverständlich selbstgemacht, denn in ein paar Tagen ist schon Weihnachten, das kommt ja immer so plötzlich. Leckere Pralinen werden da immer gerne gegessen. Habt ihr sie schon mal selbst gemacht? Wenn nicht, dann man los, es ist ganz einfach. Und wer sie nicht alle selber essen möchte, der kann sie auch liebevoll verpackt noch verschenken.


eine wilde Mischung selbstgemachter Pralinen



ganz unten sieht man die Pralinen mit Chili und Fleur de Sel






Man nehme:

1. Sorte Zartbitter-Marzipan
  • Zartbitterschokolade (Marke nach Wunsch)
  • Marzipan, zu kleinen Kugeln gerollt

2. Sorte Weiße Schokolade-Krokant
  • weiße Schokolade (Marke nach Wunsch)
  • Krokant

3. Sorte Weiße Schokolade-Krokant-Zartbitter
  • weiße Schokolade (Marke nach Wunsch)
  • Krokant
  • Zartbitterschokolade (Marke nach Wunsch)

4. Sorte Zartbitter-Chili
  • Zartbitterschokolade (Marke nach Wunsch)
  • Chiliflocken

5. Sorte Vollmilch-Chili-Fleur de Sel
  • Vollmilchschokolade (Marke nach Wunsch)
  • Chiliflocken
  • Fleur de Sel

6. Sorte Drei-Schichten-Pralinen
  • weiße Schokolade, Vollmilch und Zartbitter (Marke nach Wunsch)

7. Sorte Keks-Zartbitter
  • Zartbitterschokolade (Marke nach Wunsch)
  • Kekskrümel

8. Sorte Chaos-Pralinen
  • diverse Schokosorten nach Wunsch


Silikon-Pralinenformen, Chiliflocken, Fleur de Sel und Marzipankügelchen sowie Krokant bereit stellen. 

Jede Schokoladensorte mit einem großen Kochmesser klein schneiden und in einen kleinen Plastikbeutel füllen. Je feiner je besser. Jeden Beutel mit einer Klammer verschließen und in heißem Wasser die Schokolade schmelzen. Das geht relativ schnell, zwischendurch die Beutel vorsichtig kneten. Achtung, die Schokolade nicht zu heiß werden lassen.

Wenn sie gut geschmolzen ist, den Beutel an der Spitze vorsichtig aufschneiden und die Schokolade in die Förmchen füllen. 

Für die Krokant-Pralinen die Form zur Hälfte mit Schokolade füllen, Krokant einstreuen und mit Schokolade auffüllen. Noch etwas Krokant auf die Oberfläche streuen. Die fertig gefüllte Form etwas aufstupfen, damit die Oberfläche sich glättet und eventuelle Luftblasen entweichen können. Die gleiche Arbeitsweise gilt für die Chili-Pralinen.

Bei der Marzipan-Variante die Marzipankugel in die halb gefüllte Form legen und mit Schokolade abschließen.

Für die Keks-Pralinen einfach Kekskrümel unter die Schokolade rühren und in die Form füllen.

Für die Chaos-Pralinen werden die Formen mit diversen Schokoladen kreuz und quer gefüllt.

Die fertig gefüllten Pralinenformen an einen kühlen Ort stellen (einige Stunden oder über Nacht) und die Pralinen fest werden lassen. Anschließend vorsichtig aus der Form lösen.

Nun steht dem Genuss nichts mehr im Wege. Guten Appetit. Wer die Pralinen verschenken möchte, füllt sie noch in kleine Cellophantütchen. 















Samstag, 26. Oktober 2019

Südtiroler Tirtlen

Nun ist unser Südtirolurlaub auch schon wieder Geschichte und wir zehren noch sehr davon. Das Land, die Leute und vor allem das Essen sind einfach unvergleichlich.

Unsere Liebe für Südtirol entstand Anfang der 1980er Jahre in Dorf Tirol, oberhalb von Meran. Die Landschaft und die Menschen in der nördlichsten Provinz Italiens sind einfach wunderbar. Und einige Freundschaften haben wir dort auch geschlossen. Ich war als Kind schon Ende der 1960er Jahre mit meinen Eltern in Dorf Tirol und fand es da schon toll. Wie schon erwähnt fahren wir seit den 1980ern sehr oft und gerne zum Wandern nach Südtirol. Auch in die Dolomiten, z.B. nach Villnöß (dem Geburtsort Reinhold Messners), Tiers, Sexten, und auch nach Sand in Taufers, Meran und Lana. Damals war das Erreichen eines Bergdorfes mitunter recht abenteuerlich, da die Straßen damals noch nicht so gut ausgebaut waren wie heutzutage. Etliche Abenteuer haben wir da erlebt und mich haben diese Sträßchen damals einige Nerven gekostet, aber der Weg war das Ziel und entschädigte immer.

In ganz Südtirol kann man wunderbar und sehr vielseitig speisen. Uns gefällt besonders gut die bodenständige, bäuerliche Küche. Heutzutage wird beides oft mit moderner und italienischer Küche kombiniert und der Geschmack ist einfach großartig. Oft kann man sich nicht entscheiden, was man bestellen soll, die Auswahl ist einfach zu verlockend und zu vielseitig.

In Sand in Taufers, das liegt im Pustertal, haben wir Ende der 1980er Jahre "Tirtlen" kennengelernt. Jeden Samstag wurden sie in unserer Pension frisch gebacken und sämtliche Gäste freuten sich mit der Familie auf das große Schlemmen. Herrlich. Tirtlen sind sehr leckere, große Teigtaschen, die auf vielfältige Art gefüllt und anschließend in heißem Öl ausgebacken werden. Jeder Ort und jede Hausfrau wird für die Füllungen sein/ihr eigenes Rezept haben. Aber lecker sind sie alle. Oft bekommt man sie auch auf Jahrmärkten, an Markttagen und sogar in einer Bäckerei habe ich schon welche gesehen. Ich habe euch hier die Füllungen aufgeschrieben, die wir in Sand in Taufers kennengelernt haben. Man konnte gar nicht sagen, welche herzhafte Füllung einem besser geschmeckt hat. Zum Abschluss des Essens gab es dann süße Tirtlen, die mit Marillenkonfitüre gefüllt waren.

Aber auch im Ultental werden eine Art Tirtlen gebacken. Sie heißen dort "Krapfen" und werden mit Mohn gefüllt. Ich kann euch sagen, sie haben auf der Almhütte wahnsinnig gut geschmeckt und ich werde sie demnächst bestimmt auch probieren. Auf dem großen Freitagsmarkt in Meran gab es auch einen Stand, an dem Krapfen verkauft wurden. Gefüllt waren sie auch u.a. mit einer saftigen Mohnfüllung. Auch die haben uns sehr gut geschmeckt.

Das folgende Rezept ist für ca. 30 handtellergroße Tirtlen. Gefüllt hatte ich sie mit Kartoffel-Quarkfüllung und ein paar mit Aprikosenmarmelade.

* dieser Blogbeitrag kann WERBUNG ohne Auftrag enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)


das Rezept stammt aus dem Buch:
"Die Küche in Südtirol" von Anneliese Kompatscher, erschienen im Athesia Verlag *

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Südtiroler Tirtlen , ca. 30 handtellergroße Tirtlen

für den Teig:
  • 250 g Roggenmehl 1050er
  • 250 g Weizenmehl 405er
  • 2 Eier
  • Salz
  • 30 g weiche Butter
  • lauwarmes Wasser nach Bedarf (ca. 150ml)
aus allen Zutaten einen geschmeidigen, nicht zu festen Teig kneten. Ihn zu einer Rolle formen und in Folie verpackt eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

für die Füllungen:
  • 200 g gekochte, grob geraffelte Kartoffeln
  • 200 g Magerquark (Topfen)
  • 1 Bund Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
  • Salz
oder:
  • 200 g gehackter Spinat
  • 200 g Magerquark
  • 1 Knoblauchzehe
  • eine kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
oder
  • gekochtes Sauerkraut
  • Zwiebel, fein gewürfelt und angeschwitzt
  • Kümmel, Lorbeer, Wacholder
oder


aus der Teigrolle Scheiben abschneiden und jede Scheibe mit Hilfe eines Teigrollers zu einem Kreis sehr dünn ausrollen. Die gewünschten Füllungen bereit stellen. Nun etwas Füllung auf einen Teigkreis geben und mit einem weiteren Kreis abdecken und die Ränder mit der Gabel festdrücken und auf ein Tuch legen. 

So fortfahren bis der Teig aufgebraucht ist. Den Teig kann man auch sehr gut durch die Nudelmaschine drehen und ihn rechteckig ausschneiden und füllen.

In einer Fritteuse * das Rapsöl auf ca. 175°C erhitzen. Mit einem Holzlöffelstiel die Temperatur prüfen, sobald kleine Blasen am Löffelstiel aufsteigen ist das Öl heiß genug. Nun nacheinander die Tirtlen auf beiden Seiten golden ausbacken. Achtung, das geht recht schnell.

* mein Tipp: wer einen Wok hat, sollte den zum Frittieren nehmen. Das Öl kann man  darin auf höchster Herdstufe recht schnell erhitzen. Im Wok benötigt man nicht so viel Öl wie in einem hohen Topf oder einer Fritteuse und durch die nach oben hin weiter werdende Wokform kann man einige Tirtlen auf einmal frittieren.

Sind die Tirtlen schön golden gebacken, nimmt man sie mit einem Schaumlöffel heraus und lässt sie auf einem Küchenkrepp abtropfen. Nun kann direkt serviert werden. Die Tirtlen schmecken aber auch noch abends kalt, falls mal welche übrig bleiben . . .  Dann aber bitte die Tirtlen nicht abdecken. 



hier entstehen leckere Tirtlen nach Südtiroler Rezept




Tirtlen mit Kartoffel - Topfen - Füllung
ich hätte den Teig noch ein wenig dünner ausrollen können . . . 

📷📷📷👀💝👀📷📷📷

Ultner Mohnkrapfen auf der Steinrast -Alm * im Ultental, 
gegessen und für mega lecker befunden



Blick zum Sella in den Dolomiten/Südtirol



Schloß Tirol bei Dorf Tirol im Burggrafenamt/Südtirol

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Mittwoch, 11. September 2019

bunte Gemüse - Ecken mit Käsesauce

Heute habe ich mal wieder ein Backrezept für euch. Mit buntem Gemüse und Käsesauce. Denn buntes Gemüse ist lecker . . . und wenn man daraus noch einen "Blechkuchen" backt, dann schmeckt das nochmal so gut. 

Schön ist auch, dass diese Gemüse-Ecken auch prima für eine Party, den Fernsehabend oder ein Buffet sind. Also, ab in die Küche und schon bald sind diese leckeren Gemüse-Ecken fertig.

Wem zwei Bleche zu viel sind, der kann das Rezept auch leicht halbieren. Oder man friert die Reste, die nicht gegessen werden, einfach ein.





Gemüse - Ecken mit Käsesauce  (für 2 Backbleche)

Hefeteig:
  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 2 Teel. Zucker
  • 6 Eßl. warmes Wasser
  • 2 gestr. Teel. Salz
  • Pfeffer
  • 8 Eßl. Sonnenblumenöl
  • ca. 10 Eßl. lauwarmes Wasser

aus den obigen Zutaten einen Hefeteig herstellen. Zuerst die Hefe in 6 EL Wasser auflösen und in die Mehlmulde geben, 10 Min. stehen lassen. Alles andere dazu geben und ca. 5 Min. verkneten, bis ein geschmeidiger, nicht klebender und nicht zu fester Teig entstanden ist. Nochmals gehen lassen, bis der Teig sich sichtbar vergrößert hat. Durchkneten, halbieren und jeweils auf ein gefettetes Blech geben und ausrollen. Eventuell einen Backrahmen herum stellen, damit es im Backofen nicht spritzt und man exakte Ecken später schneiden kann.

Belag:
  • 6 Eier, Gr. L
  • 1 Teel. Salz
  • Pfeffer
  • 4 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 200 g geriebener Emmentaler
  • 2 Becher à 150g Schmand
  • 250 ml Schlagsahne
  • 4 Eßl. gemischte, gehackte Kräuter
  • 2 Stangen Lauch (300g), in feine Ringe geschnitten
  • 2 rote Paprikaschoten (400g), entkernt und in Streifen geschnitten
  • 2 Dosen Mais (à 285g), abgetropft

für den Belag Eier verschlagen, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Schmand, Sahne, Kräuter dazugeben und verrühren, den Käse darunter heben.

Lauchringe, Paprikastreifen und den Mais auf den Blechen gleichmäßig verteilen, Käsesauce darüber geben und gleichmäßig verteilen.

den Backofen vorheizen, 200°C Ober- Unterhitze oder 180°C Heißluft, den Kuchen mittig in ca. 30 Min. backen. Die Käsemasse soll stocken und alles leicht golden werden.
                                 
Man kann auch Brokkoli, Zucchini, Champignons und/oder Cocktailtomaten verwenden.

Den fertigen Kuchen in Dreiecke schneiden, warm oder kalt servieren. Ich wünsche euch guten Appetit.








Freitag, 5. Juli 2019

duftiges Rosenbrot

Zum Grillen isst man gerne auch Brot. Aber Baguette gibt es fast immer, ich backe da lieber ein schönes Rosenbrot. Das sieht nicht nur optisch gut aus, es schmeckt auch sehr lecker, weil es mit Kräuterbutter gewürzt ist. Außerdem braucht man kein Messer zum Abschneiden. Man zupft einfach ein Röschen aus dem Brot heraus. Mein Tipp ist, backt gleich eine doppelte Menge, euer Besuch wird es sehr mögen . . . 

Bei diesem Rosenbrot werden schmale Hefeteigstreifen vor dem Aufrollen mit Kräuterbutter bestrichen und in eine Backform gestellt und dann gebacken. Fertig ist ein optisch sehr schönes Brot und jeder kann sich bei Bedarf ein Stückchen abbrechen.

Das Brot schmeckt immer so gut, dass es sich jedesmal ruckzuck in Luft auflöst. . . Es ist aber auch immer lecker. So schön knusprig außen und innen schön fluffig mit einem Hauch von Kräuterbutter. So wie es sein soll. Hach . . . 


frisch gebacken wartet das Rosenbrot auf seinen Auftritt

🌹🌹🌹 🍴 🌹🌹🌹



frisch aus dem Ofen muss es noch kurz abkühlen und dann kann auch schon serviert werden

mein Rosenbrot  Durchmesser ca. 30cm
  • 600 g Dinkelmehl 630er
  • ca. 300 ml lauwarmes Wasser
  • 20 g frische Hefe
  • ½ Teel. Zucker
  • 1 Teel. Salz
  • 50 g Olivenöl

  • Belag: 
  • ca. 120 g weiche Butter
  • diverse Kräuter
  • etwas geriebener Knoblauch
  • Salz, Pfeffer

  • oder fertig gekaufte Kräuterbutter

die trockenen Zutaten mischen und die Hefe im warmen Wasser auflösen. Alle Teigzutaten zu einem glatten Hefeteig kneten und ca. 30 Min. gehen lassen, bis der Teig sich deutlich vergrößert hat. In der Zwischenzeit die Kräuterbutter herstellen oder die gekaufte bereit stellen. Den Teig für das Rosenbrot in zwei Teile teilen und jedes Stück zu einem Rechteck in der Größe eines Backbleches ausrollen. 

Die Teigplatten  mit der  Kräuterbutter bestreichen  und in ca. 5 cm breite Streifen * schneiden. Die langen Streifen halbieren und jeden Streifen zu kleinen Röllchen locker aufrollen und in eine gefettete Springform ** mit etwas Abstand nebeneinander setzen und ca. 15 Minuten gehen lassen. 

Das gegangene Brot im vorgeheizten Backofen bei 180°C - 200°C in ca. 30 Minuten golden backen.
* Für dieses Rosenbrot hier habe ich zum Schneiden ein gezacktes "Teigrad" verwendet, deshalb ist der Rand ein wenig gewellt.
** Ich backe das Brot immer in einer emaillierten Tarteform, die ich mit Backpapier auslege. Um die Teigröschen stelle ich dann einfach einen Backrahmen. Oder man nimmt ein Backblech mit Backrahmen. Man kann aber auch sehr gut eine Springform nehmen. 
Man kann das Brot auch sehr gut am Vormittag schon backen und kurz vor dem Verzehr nochmals für ca. 15 Min. im Ofen aufbacken. Dafür das Brot morgens nicht zu dunkel backen und abends dann bis zur gewünschten Bräunung bei 175°C aufbacken. So wird es wieder schön knusprig.

Das Brot schmeckt sehr gut zu Gegrilltem, zum Glas Wein, zum Fondue oder es ist auch ein leckerer Hingucker auf einem Buffet.
Tipp:   anstelle der Rosen kann man es auch sehr gut wie im Faltenbrot beschrieben backen, oder ein Brot in Form einer "Blume". Wie man diese backt steht hier >Kräuter-Blumenbrot <

🌹🌹🌹 🍴 🌹🌹🌹



🌹🌹🌹 🍴 🌹🌹🌹


der Hefeteig ist gut gegangen und kann nun in den Ofen

🌹🌹🌹 🍴 🌹🌹🌹


Mittwoch, 1. Mai 2019

Bärlauch - Häppchen mit Feta, Tomaten und Sesam

Heute ist meine "Bärlauchwoche" zu Ende und ich möchte euch mit diesen leckeren Bärlauch - Häppchen noch einmal Appetit machen. Schon in den letzten Jahren habe ich Bärlauch Häppchen gebacken. Dieses Jahr habe ich sie aber noch ein wenig aufgepimpt. Und was soll ich sagen, sie schmecken uns so noch besser und optisch sind sie auch noch ein wenig hübscher geworden. Das Auge isst ja schließlich mit.
Für die Häppchen nehme ich Blätterteig, der mit Bärlauch, Feta und Tomaten gefüllt wird. Ich muss sagen, eine tolle Kombi. Diese Häppchen haben wir als kleines Abendessen genossen, aber auch als Häppchen zum Glas Wein sind sie hervorragend geeignet. Sie schmecken sowohl kalt als auch warm.
Und hier ist mein Rezept:




Bärlauch - Häppchen mit  Feta, Tomaten und Sesam 
  • eine Rolle Blätterteig
  • 200 g Feta 
  • 50 g frische Bärlauchblätter
  • 2 große, entkernte Tomaten
  • Roter Kampot Pfeffer *, frisch gemahlen
  • Sahne oder Milch zum Bestreichen
  • Sesam zum Bestreuen

den Blätterteig ausrollen und mittig der Länge nach halbieren. Den Bärlauch waschen, die Stiele entfernen, dann den Bärlauch trocknen tupfen und in 1 cm breite Streifen schneiden. Den Fetakäse in schmale Streifen schneiden. Die Tomate entkernen und in Streifen schneiden.

Den geschnittenen Bärlauch nun mittig der Länge nach auf dem Blätterteig gleichmäßig verteilen, die Fetastreifen darauf legen und alles nach Wunsch pfeffern. Dann die Tomaten auflegen. Dabei den Blätterteig an beiden Längsseiten freilassen.

Jetzt den einen Teil des Blätterteiges über die Füllung legen und die andere Seite darüber schlagen und alles festdrücken. Die Rolle mit der Naht nach unten legen. Die Rollen mit Sahne oder Milch bestreichen und mit Sesam bestreuen. Anschließend die Rolle in ca. 4 cm breite Stücke schneiden und die Stücke vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Menge ergibt ca. 20 Stück.

Den Backofen laut Packungsanleitung (200°C Heißluft) vorheizen und die Häppchen in der Mitte des Ofens in ca. 20 Min. golden backen.

Auf einem Kuchenrost die Häppchen etwas abkühlen lassen. Lauwarm schmecken sie uns am besten, aber auch kalt sind sie ein großer Genuss. 

* anstelle des Roten Kampot Pfeffers kann man alternativ auch frisch gemahlenen Schwarzen Pfeffer nehmen

Tipp: den Bärlauch habe ich auch schon eingefroren. Dafür die Blätter gut waschen, die Stiele abschneiden und die Blätter trocken tupfen. Nun gibt man sie gebündelt in einen Klarsichtbeutel, drückt soweit es geht die Luft heraus und friert das Ganze gut beschriftet ein. So kann man sehr gut die Bärlauch-Saison verlängern.

🌿🌿🌿🍃🌿🌿🌿

wer den Bärlauch liebt, der mag vielleicht auch diese Rezepte:


🌿🌿🌿🍃🌿🌿🌿

so kann serviert werden, ruckzuck sind die Häppchen aufgefuttert

🌿🌿🌿🌿🌿


im Grunde ist er nicht zu verwechseln mit Maiglöckchenblättern, denn der Bärlauch duftet ähnlich wie Knoblauch.
Wer sicher gehen will kauft ihn lieber im Laden oder auf dem Markt.


🌿🌿🌿🌿🌿




Sonntag, 17. März 2019

Südtiroler Tirtlen mit Kartoffel - Topfen - Füllung

Gestern gab es mal wieder etwas aus der Südtiroler Küche. Natürlich selbstgemacht. Unsere Liebe für Südtirol entstand Anfang der 1980er Jahre in Dorf Tirol, oberhalb von Meran. Die Landschaft und die Menschen in der nördlichsten Provinz Italiens sind einfach wunderbar. Und einige Freundschaften haben wir dort auch geschlossen. Ich war als Kind schon Ende der 1960er Jahre mit meinen Eltern in Dorf Tirol und fand es da schon toll. Wie schon erwähnt fahren wir seit den 1980ern sehr oft und gerne zum Wandern nach Südtirol. Auch in die Dolomiten, z.B. nach Villnöß (dem Geburtsort Reinhold Messners), Tiers, Sexten, und auch nach Sand in Taufers, Meran und Lana. Damals war das Erreichen eines Bergdorfes mitunter recht abenteuerlich, da die Straßen damals noch nicht so gut ausgebaut waren wie heutzutage. Etliche Abenteuer haben wir da erlebt und mich haben diese Sträßchen damals einige Nerven gekostet, aber der Weg war das Ziel und entschädigte immer.

In  ganz Südtirol kann man wunderbar und sehr vielseitig speisen. Uns gefällt besonders gut die bodenständige, bäuerliche Küche. Heutzutage wird beides oft mit moderner und italienischer Küche kombiniert und der Geschmack ist einfach großartig. Oft kann man sich nicht entscheiden, was man bestellen soll, die Auswahl ist einfach zu verlockend und zu vielseitig.

In Sand in Taufers, das liegt im Pustertal, haben wir Ende der 1980er Jahre "Tirtlen" kennengelernt. Jeden Samstag wurden sie in unserer Pension frisch gebacken und sämtliche Gäste freuten sich mit der Familie auf das große Schlemmen. Herrlich. Tirtlen sind sehr leckere, große Teigtaschen, die auf vielfältige Art gefüllt und anschließend in heißem Öl ausgebacken werden. Jeder Ort und jede Hausfrau wird für die Füllungen sein/ihr eigenes Rezept haben. Aber lecker sind sie alle. Oft bekommt man sie auch auf Jahrmärkten, an Markttagen und sogar in einer Bäckerei habe ich schon welche gesehen. Ich habe euch hier die Füllungen aufgeschrieben, die wir in Sand in Taufers kennengelernt haben. Man konnte gar nicht sagen, welche herzhafte Füllung einem besser geschmeckt hat. Zum Abschluss des Essens gab es dann süße Tirtlen, die mit Marillenkonfitüre gefüllt waren..

Jetzt war es mal wieder an der Zeit, Südtirol ins Rheinland zu holen und leckere Tirtlen zu backen. Und da gestern gerade Samstag war, passte es besonders gut. Ich hatte mich aber nur für eine Füllung entschieden, die mit Kartoffeln. Das folgende Rezept ist für ca. 30 handtellergroße Tirtlen. Ich habe für 14 Stück ungefähr die Hälfte des Teiges gebraucht und die angegebene Menge für die Kartoffel-Topfen-Füllung. Die andere Hälfte des Teiges habe ich gut verpackt eingefroren. Mal sehen, wie der Teig nach dem Auftauen sein wird.


Fingerfood auf Südtiroler Art: Tirtlen

Südtiroler Tirtlen

für den Teig:
  • 250 g Roggenmehl 1050er
  • 250 g Weizenmehl 405er
  • 2 Eier
  • Salz
  • 30 g weiche Butter
  • lauwarmes Wasser nach Bedarf (ca. 150ml)
aus allen Zutaten einen geschmeidigen, nicht zu festen Teig kneten. Ihn zu einer Rolle formen und in Folie verpackt eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

für die Füllungen:
  • 200 g gekochte, grob geraffelte Kartoffeln
  • 200 g Magerquark (Topfen)
  • 1 Bund Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
  • Salz
  •  
  • oder:

  • 200 g gehackter Spinat
  • 200 g Magerquark
  • 1 Knoblauchzehe
  • eine kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  •  
  • oder
  •  
  • gekochtes Sauerkraut
  • Zwiebel, fein gewürfelt und angeschwitzt
  • Kümmel, Lorbeer, Wacholder
  •  
  • oder
  •  
  • gekaufte Marillenkonfitüre bzw. selbstgekochtes Aprikosen - Marmelädchen 
  •  
  • Rapsöl zum Frittieren

aus der Teigrolle Scheiben abschneiden und jede Scheibe mit Hilfe eines Teigrollers zu einem Kreis sehr dünn ausrollen. Die gewünschten Füllungen bereit stellen. Nun etwas Füllung auf einen Teigkreis geben und mit einem weiteren Kreis abdecken und die Ränder mit der Gabel festdrücken und auf ein Tuch legen. 

So fortfahren bis der Teig aufgebraucht ist. Den Teig kann man auch sehr gut durch die Nudelmaschine drehen und ihn rechteckig ausschneiden und füllen.

In einer Friteuse * das Rapsöl auf ca. 175°C erhitzen. Mit einem Holzlöffelstiel die Temperatur prüfen, sobald kleine Blasen am Löffelstiel aufsteigen ist das Öl heiß genug. Nun nacheinander die Tirtlen auf beiden Seiten golden ausbacken.

* mein Tipp: wer einen Wok hat, sollte den zum Frittieren nehmen. Das Öl kann man  darin auf höchster Herdstufe recht schnell erhitzen. Im Wok benötigt man nicht so viel Öl wie in einem hohen Topf oder einer Friteuse und durch die nach oben hin weiter werdende Wokform kann man einige Tirtlen auf einmal frittieren.

Sind die Tirtlen schön golden gebacken, nimmt man sie mit einem Schaumlöffel heraus und lässt sie auf einem Küchenkrepp abtropfen. Nun kann direkt serviert werden. Die Tirtlen schmecken aber auch noch abends kalt, falls mal welche übrig bleiben . . .  Dann aber bitte die Tirtlen nicht abdecken. 


das Making - of der Tirtlen


das Rezept stammt aus dem Buch:
"Die Küche in Südtirol" von Anneliese Kompatscher, erschienen im Athesia Verlag *

dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten (Markennennung, Ortsnennung und/oder Verlinkung)


sehen sie nicht zum Anbeißen aus?


Tirtlen mit Kartoffel - Topfen - Füllung
ich hätte den Teig noch ein wenig dünner ausrollen können . . . 

📷📷📷👀💝👀📷📷📷


das Schloss Tirol in Dorf Tirol bei Meran im Burggrafenamt.
Sie war  die Stammburg der Grafen von Tirol und die Wiege der Grafschaft Tirol und beherbergt heute  das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte


Blick auf den Schlern und die Dolomiten
Foto aufgenommen in der Nähe des Gampenpasses, auf dem Weg Richtung Lana





Sonntag, 29. Juli 2018

Kräuter-Blumenbrot

Jetzt immer Sommer wird gerne gegrillt. Nicht nur Flanksteak und 7-Tage-Salat werden gegessen, sondern auch Brot. Aber immer nur mein gedrehtes Baguette ist ja auch langweilig. Wie wäre es denn mit einem Kräuter-Blumenbrot? Das sieht nicht nur knallermäßig aus, es schmeckt auch super lecker. Außerdem macht es auf dem Tisch auch optisch sehr viel her und man benötigt zum Zerteilen auch kein Messer. Man kann sich einfach ein Stückchen abbrechen.
Aber nun genug geschrieben, hier kommt nun mein Rezept für leckeres Kräuter-Blumenbrot:





Kräuter – Blumenbrot
  • ca. 300 ml lauwarmes Wasser
  • ½ Würfel frische Hefe, 20g *
  • 600 g Dinkelmehl 630er
  • ½ Teel. Zucker
  • 1 Teel. Salz
  • 50 g Olivenöl
Für den Belag: 
  • 120 g weiche Butter
  • diverse Kräuter
  • Salz, Pfeffer
  • oder fertig gekaufte Kräuterbutter
  •  
  • für die süße Variante kann man z.B. eine Schokocreme (z.B. Nutella) nehmen

Die Hefe im warmen Wasser auflösen und alle Teigzutaten zu einem glatten Hefeteig kneten und ca. 30 Min. gehen lassen, bis der Teig sich deutlich vergrößert hat. In der Zwischenzeit die Kräuterbutter herstellen oder die gekaufte bereit stellen. Für die Blume den Teig in drei gleiche Stücke teilen und diese jeweils gleichmäßig rund ausrollen. 

Den ersten Kreis auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit der Hälfte der Kräuterbutter gleichmäßig bis zum Rand bestreichen. Die 2. Platte auflegen, ebenso mit der Kräuterbutter bestreichen und zuletzt die dritte Platte auflegen. Jetzt alles ein wenig glattdrücken. In die Mitte ein Glas stellen und leicht eindrücken bis man den Abdruck sieht. Den Teig nun in 16 gleichmäßige Stücke vom Glasabdruck bis zum Rand schneiden. Jetzt immer zwei Stücke gegeneinander zweimal verdrehen. Wer möchte kann jetzt nochmals die Enden einschneiden und nochmals verdrehen. Das genaue Muster sieht man auf dem Foto. Die fertige Blume ca. 15 Min. gehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen.

Das Blech mit dem gegangenen Kräuter Blumenbrot im vorgeheizten Backofen bei 180°C Heißluft/ 200°C Ober- Unterhitze in ca. 25-30 Minuten golden backen. 

Das Brot schmeckt super zu Gegrilltem oder zu einem guten Glas Wein. Es ist warm wie kalt ein Genuss!

* die andere Hälfte der Hefe kann man gut fürs nächste Mal einfrieren, dann die gefrorene Hefe direkt im warmen Wasser auflösen

Tipp: anstelle des Blumenbrotes kann man auch ein
 Rosenbrot oder auch ein Faltenbrot backen. Ein Rezept und man hat drei verschiedene Arten von leckerem Brot. Ist das nicht klasse? Und außerdem ist es DER Hingucker auf jedem Buffet und Komplimente sind garantiert . . .