Sonntag, 31. März 2019

Kronenmuffins mit Kirschen und knusprigen Haferstreuseln

Letzte Woche hatte ich auf Wunsch meiner Schwester einen "Krümelkuchen" zum Kaffeeklatsch gebacken. Den hatte unsere Mutter früher oft gebacken und der war immer sehr lecker. Aber ich wollte noch ein paar Muffins mit Streusel dazu servieren. So als kleine Überraschung. So kam ich auf die Idee, aus einem gekauften Croissantteig, einigen Sauerkirschen und knusprig-kernigen Haferstreuseln ein paar Teilchen zu backen. Aufgrund der entstandenen Form habe ich sie Kronenmuffins genannt. Sie kamen nicht nur optisch gut an und diese Leckerei werde ich bestimmt noch öfter backen, zumal das ganz schnell geht.

Und hier sind sie nun, meine Kronenmuffins mit Kirschen und knusprigen Haferstreueln. Lasst es euch schmecken.


auf knusprigem Croissantteig sind Sauerkirschen unter knusprig - kernigen Haferstreuseln versteckt


meine  Kronenmuffins mit Kirschen und knusprigen Haferstreuseln   12 Stück
  • 1 Rolle "Croissants" aus dem Kühlregal
  • ein Glas Sauerkirschen *

  • 120 g Dinkelmehl 630er
  • 50 g kernige Haferflocken 
  • 50 g Brauner Zucker
  • 1 große Prise Vanillesalz 
  • 1/2 Teel. gemahlener Ceylon-Zimt
  • 100 g weiche Süßrahmbutter

die Sauerkirschen gut abtropfen lassen, den Saft auffangen und anderweitig verwenden

für die Crumble die trockenen Zutaten mischen, die weiche Butter dazu geben und alles mit Hilfe einer Gabel zu schönen Crumbeln (Steuseln) mischen. 

Den Backofen auf 175°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

den Teig der Croissants aus der Packung nehmen und in 12 Quadrate schneiden. Eine 12er Silikon-Muffinform mit Backtrennspray aussprühen und in jede Vertiefung ein Stück Teig legen. Der Boden soll bedeckt sein und die vier Ecken nach oben schauen.
Auf jeden Teigboden Sauerkirschen legen und dann die Crumble großzügig auf den Kirschen verteilen.

Die Form in die Mitte des vorgeheizten Backofens schieben und die Crumbles in ca. 25-35 min. golden backen. Aus der Form lösen und abkühlen lassen.  Die Crumbles schmecken sowohl lauwarm als auch kalt.

* anstelle der Kirschen kann man auch Birnen, Äpfel oder Apfelmus, Pfirsiche, Nektarinen oder Mango nehmen

Mein Tipp: bleiben einige Kronenmuffins übrig, dann kann man sie am nächsten Tag bei 175°C noch einige Minuten kurz im Heißluftofen aufbacken. Der Teig wird wieder knusprig und die Teilchen schmecken (fast) wie frisch gebacken.


der Apfel diente nur zur Deko, im Hintergrund seht ihr meinen "Krümelkuchen mit Äpfeln und Rosinen" 
🍒🍒🍒🍎🍏🍎🍒🍒🍒


so habe ich die Kronenmuffins gebacken


🍒🍒🍒🍎🍏🍎🍒🍒🍒



Freitag, 29. März 2019

Krümelkuchen mit Äpfeln und Rosinen

Heute ist schon wieder Freitag, das Wochenende naht und so habe ich ein leckeres Rezept für euch. Es ist ein Krümelkuchen. So einen hat meine Mutter früher sehr oft gebacken. Das war ihr Standardrezept für Obstkuchen. Der Mürbeteig war schnell geknetet, Obst nahm sie nach Wahl. Am liebsten Apfel, Kirschen oder Pflaumen, oft auch aus dem Glas, und der Kuchen schmeckte auch an den nächsten Tagen noch, falls etwas übrig blieb.

Meine Schwester bat mich letztens, doch mal einen Krümelkuchen zu backen, so wie unsere Mutter ihn früher immer gebacken hatte. Am besten mit geraspelten Äpfeln und Rosinen. Gerne habe ich ihr den Wunsch erfüllt und so gab es nach ewigen Zeiten mal wieder einen Krümelkuchen.

Und hier kommt mein Rezept für "Krümelkuchen mit Äpfeln und Rosinen", das Originalrezept meiner Mutter ist leider verschütt gegangen . . . :


frisch gebacken wartete mein Krümelkuchen auf den Besuch


Krümelkuchen mit Äpfeln und Rosinen  26er Springform
  • 200 g Süßrahmbutter
  • 120 g Zucker
  • 30 g Vanillezucker
  • 1 dicke Prise Vanillesalz
  • 1 Ei Gr. L
  • 400 g Dinkelmehl 630er
  • 2 Teelöffel Backpulver
  •  
  • gemahlener Ceylon - Zimt
  •  
  • 3 Esslöffel gemahlene Mandeln 

  • ca. 1000 g Äpfel (Elstar, Boskoop o.ä.)
  • Zucker nach Geschmack
  • ca. 1 Teel. gemahlener Ceylon - Zimt
  • 1 Teel. Zitronenzucker 
  •  
  • eine Handvoll Rosinen
  • etwas Rum 60% (falls man mag)

Die Rosinen mit etwas Rum und Wasser bedecken und einige Zeit durchziehen lassen, damit die Rosinen sich vollsaugen und schön saftig werden. 

Die Äpfel waschen, schälen, entkernen und grob raspeln. Mit Zucker und Zimt sowie dem Zitronenzucker nach Geschmack vermischen und die abgetropften Rosinen untermischen.

die Butter schaumig rühren, nach und nach den Zucker, das Salz und das Ei zugeben. Das Mehl mit dem Backpulver mischen, die Hälfte nach und nach unter die Buttermischung rühren, dann den Rest nach und nach mit den Händen unterrühren und abbröseln, dass eine krümelige Masse entsteht.

Den Backofen auf ca. 175 - 190°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Eine 26er Springform fetten und 2/3 des Teiges hinein geben. Den Boden gleichmäßig glattdrücken und dabei den Rand ca. 2cm hochziehen. Den Boden mit gemahlenen Mandeln, oder alternativ mit Paniermehl bestreuen. So weicht der Boden nicht durch.

Den restlichen Streuselteig mit etwas Zimt nach Geschmack und einer Gabel vermischen, bis gleichmäßige, nicht zu große Streusel entstehen.

Die Apfelmasse nun auf den Teigboden geben, etwas festdrücken und glattstreichen. Die restlichen Streusel darauf verteilen und die Form mittig in den vorgeheizten Backofen schieben. Den Krümelkuchen in ca. 45 - 55 Min. golden backen.

Die Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, den Rand entfernen. So bleibt der Kuchen knusprig. Frisch gebacken schmeckt er am besten, aber auch am nächsten oder übernächsten Tag schmeckt er noch sehr gut. 

mein Tipp: Damit der Krümelkuchen nicht durchweicht und die Streusel nicht weich werden, den Kuchen nicht mit einer Haube oder Folie abdecken, sondern offen stehen lassen oder nur mit einem Küchenkrepp abdecken.




 🍎🍏🍎


der Krümelkuchen im Anschnitt, ich hätte noch mehr Äpfel hineingeben können . . . 
🍎🍏🍎


mit einem Schlag Vanillesahne zum Tässchen Kaffee oder Tee schmeckt der Kuchen besonders gut

🍎🍏🍎


🍎🍏🍎

Dienstag, 26. März 2019

großer Osterhase aus Pappe

Ostern steht schon fast vor der Tür und so habe ich meinen großen Osterhasen aus dem letzten Jahr wieder aus der Versenkung geholt. 
Letztes Jahr sollte ein großes Paket in den Papiermüll, aber beim Kleinschneiden des Kartons kam mir eine Idee. Die Pappe der großen Seitenteile war mir irgendwie zu schade für den Müll, weil sie auch sehr stabil und dick war. So kam mir mal wieder eine Idee . . . 

Aus der Pappe habe ich eine Osterdeko für den Treppenaufgang gebastelt. Zuerst wollte ich den Hasen bunt bemalen, aber nur mit einer Seidenschleife bekleidet gefiel er mir schon so gut und ich habe ihn einfach so gelassen wie er dann war. So sieht er auch ein wenig realistischer aus. Aber ich könnte ihn mir auch sehr hübsch in bunt oder pastell vorstellen.

Wenn ihr also noch ein großes Stück Pappe habt, dann bastelt euch doch einen Osterhasen. Geht einfacher und schneller als gedacht. Ich wünsche euch viel Spaß beim Basteln.


ca. 60 cm ist der Hase hoch


für einen großen Osterhasen aus Pappe benötigt man:
  • Pappkarton
  • altes Prospekt
  • Bleistift
  • Cuttermesser
  • Schere
  • Marker
  • Klebstoff
  • Satinschleifenband

aus einem alten Prospekt ein Schnittmuster für den gewünschten Osterhasen herstellen. Mit dem Bleistift die Umrisse des Osterhasen-Schnittmusters auf die Pappe malen und mit einem Cuttermesser oder der Schere ausschneiden. Die Ohren ebenso aufmalen und ausschneiden und am Kopf positionieren und auf der Rückseite festkleben. Mit einem Marker Auge, Nase, Mund und Ohrenfalten aufmalen und eine Schleife um den Hals binden. Damit der Hase gut stehen kann, zwei gleichgroße Rechtecke zuschneiden und mittig an der langen Seite bis zur Mitte einschneiden. Am Boden des Hasen ebenfalls zwei Einschnitte vornehmen und die Rechtecke einschieben. Schon kann der Hase stehen.
Jetzt benötigt er nur noch einen schönen Platz und die Deko ist schon fertig.


das war mein "Schnittmuster" aus einem Werbeblättchen


🐇🐇🐇 🐰🐰 🐰 🐰🐰 🐇🐇🐇


Wenn ihr noch mehr Osterhasen basteln wollt, dann gefällt euch vielleicht noch mein 3D-Osterhase aus Papier. Die Bastelanleitung findet ihr hier: Papier - Osterhase in 3D 




🐰🐰🐰

und auch diese Bastelidee kann man ganz leicht aus Papier basteln. Eine Schachtel für kleine Naschereien. Man kann sie füllen oder auch nur so als Deko aufstellen. Ich muss immer grinsen, wenn ich diese Schachtel sehe . . . vor allem wegen der "Hasenzähne". . .  Schaut doch mal hier: Osterhasi - Schachtel



ich wünsche euch viel Spaß beim Basteln 

🐇🐇🐇 🐰🐰 🐰 🐰🐰 🐇🐇🐇





Sonntag, 24. März 2019

"Schneeballen" auf meine Art

jeder, der schon mal in Franken war, und Rothenburg ob der Tauber oder Nürnberg besucht hat, der wird "Schneeballen" kennen. Diese leckere Spezialität gibt es dort fast überall. Viele Konditoreien bieten sie an. Aber es gibt sie auch auf Weihnachtsmärkten. Ich habe sie schon in Köln, Nürnberg, Heidelberg, Luxemburg, Regensburg oder Hamburg gesehen - und auch dort den ein oder anderen gekauft.

Die Köstlichkeit ist aus einer Art nicht zu süßem Mürbeteig und wird in Öl oder Schmalz ausgebacken. Anschließend mit Puderzucker, Zimt-Zucker, Nougat oder Schokolade bestreut beziehungsweise überzogen oder auch einfach nur pur angeboten. Und sie schmecken sehr lecker. Angeboten werden sie in Franken das ganze Jahr über. 

Schon seit einigen Jahren stand für mich fest, eines Tages werde ich sie auch backen. Ich habe zwar kein "Schneeball - Eisen", aber mit zwei Gabeln sollte es auch klappen.

Nun war es soweit, ich habe "Schneeballen" ausprobiert. Von meinen "Tirtlen" hatte ich noch Öl übrig, was noch einmal zum Frittieren benutzt werden konnte und so konnte ich meine Idee mit den "Schneeballen" verwirklichen. Aus Ermangelung eines Eisens habe ich zwei Fleischgabeln verwendet. Das klappte besser als gedacht.

Nun benötigt man aber ein Rezept. Im Internet habe ich mal ein wenig gestöbert, was es da so an Rezepten gibt. Ich glaube, jede Fränkin und jeder Franke hat logischerweise ihr/sein eigenes Rezept. Ich habe mir dann quasi aus sämtlichen gefundenen Rezepten eines selber "erdacht".  Ich hoffe, dass die Franken nicht gleich die Hände überm Kopf zusammenschlagen, was ich da fabriziert habe . . . aber das Ergebnis ist erstaunlich lecker geworden. Meine Bitte daher an alle Franken und "Schneeball-Experten", schreibt mir doch mal, wie euch meine Rezeptur gefällt.

Folgende Rezeptur habe  ich nun verwendet:


mein "Schneeballen" - nicht ganz rund, aber mega knusprig und sehr lecker

meine "Schneeballen"  10 Stück
  • 250 g Dinkelmehl 630er
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Ei, Gr. L
  • 1 Eigelb
  • 125 g Yoghurt 3,8%
  • 1 Eßl. selbstgemachter Vanillezucker 
  • 1 dicke Prise selbstgemachtes Vanillesalz 
  • 1 Schuß Mirabellen - Brand
  •  
  • Rapsöl zum Frittieren
aus allen Zutaten habe ich mit dem Knethaken einen nicht mehr klebenden Teig geknetet. Aus dem glatten Teig habe ich 10 Kugeln geformt und auf einen bemehlten Teller gelegt. Der kam dann für ca. eine Stunde zum Durchkühlen in den Kühlschrank.

Jede Kugel habe ich dann auf Mehl hauchdünn ausgerollt. Je größer, je besser. Mit einem Teigrädchen Linien im Abstand von 1 cm hineinradeln, dabei aber am Rand rundherum unbedingt 1 cm frei lassen. Mit einem Holzlöffelstiel nun abwechselnd die Streifen aufnehmen, eine Hand darunter halten, damit der Teig nicht reißt und wie eine Kugel oder Nest auf eine bemehlte Unterlage legen.

Das  Rapsöl im Topf, Fritteuse oder Wok * auf ca. 175°C erhitzen. Mit einem Holzlöffelstiel die Temperatur prüfen, sobald kleine Blasen am Löffelstiel aufsteigen ist das Öl heiß genug. Nun können die Schneeballen gebacken werden.
* mein Tipp: wer einen Wok hat, sollte den zum Frittieren nehmen. Das Öl kann man  darin auf höchster Herdstufe recht schnell erhitzen. Im Wok benötigt man nicht so viel Öl wie in einem hohen Topf oder einer Fritteuse und durch die nach oben hin weiter werdende Wokform kann man ca. 2 - 3 Schneeballen auf einmal frittieren.
Mit Hilfe der zwei Fleischgabeln ein Teignest vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen und mit Hilfe der Gabeln den Teig zu einer Kugel formen. Wenn der Teig schön aufgeht und die Unterseite golden ist, dann den Ballen wenden und den Ballen rundherum schön golden backen lassen. Herausnehmen, kurz auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und die Ballen mit Puderzucker bestreuen.

mein Tipp: frisch gebacken schmecken sie natürlich am besten. Aber wenn man die ausgekühlten Ballen in eine gut schließende Dose legt, dann halten sie sich ein paar Tage sehr gut. Möchte man sie dann essen, dann die Ballen bei ca. 170°C Heißluft einige Minuten aufbacken. Sie schmecken dann fast wie frisch.
Das klappt natürlich nur bei Schneeballen, die nicht mit Nougat oder Schokolade überzogen sind.


das Making - of meiner "Schneeballen"



ich hab mal die Ballen hochgestapelt . . . 




Schneeballen, gesehen in Regensburg



Freitag, 22. März 2019

Knoblauch - Cremesüppchen mit gerösteten Knoblauchchips

Suppen gehen immer, sie sind schnell gekocht, immer lecker und jetzt wundert sich bestimmt niemand mehr. . . ich habe mal wieder ein Süppchenrezept für euch. Um genauer zu sein, ein feines Knoblauchcremesüppchen. 

Es ist schon einige Jahre her, da haben wir in einem unserer Urlaube eine sehr leckere Knoblauchsuppe gegessen. Ich fand das damals sehr ungewöhnlich und konnte mir nicht vorstellen, dass so eine Suppe schmecken sollte. . . Aber wir waren mutig und haben sie probiert. Was soll ich sagen, die Suppe war der Knaller, sie schmeckte phantastisch. Ich habe dann zu Hause lange herumprobiert, bis ich eine Suppe entwickelt habe, die uns geschmeckt hat. Und hier ist sie nun, meine sehr leckere, cremige und dezent nach Knoblauch und Wein schmeckende Knoblauchcremesuppe. Mutige vor, ihr solltet das Rezept unbedingt probieren.

PS.: das Süppchen eignet sich auch sehr gut als Vorspeise vor einem schönen Menü.


eine außergewöhnliche Vorspeise ist meine Knoblauch-Cremesuppe mit gerösteten Knoblauchchips


Knoblauchcremesüppchen mit gerösteten Knoblauchchips  für 4 Tassen benötigt man:
  • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
  • 4 - 6 dicke Knoblauchzehen, fein gewürfelt
  • 2 Eßl. Butter oder natives Olivenöl
  • 2 gehäufte Eßl. Mehl
  • 500 ml heiße Brühe
  • 250 ml Vollmilch
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 200 ml Sahne
  • Pfeffer, Salz

  • für die Knoblauchchips benötigt man:
  • 4 große Zehen Knoblauch, in feine Scheiben gehobelt
  • natives Olivenöl

für die Suppe werden die Zwiebeln in der heißen Butter glasig gedünstet, dann kommt der Knoblauch dazu und wird ebenso glasig angeschwitzt. Die Zwiebeln und der Knoblauch sollen keine Farbe annehmen. Das Mehl einstreuen und kurz anschwitzen, mit der heißen Brühe ablöschen. 
Wenn sich die Mehl-Zwiebel-Knoblauchmischung gut mit der Brühe verbunden hat, dann wird die Suppe schon einmal kurz püriert bis alles fein und glatt ist. Dann die Milch und den Weißwein zugeben und aufkochen lassen. Den Deckel aufsetzen, die Hitze reduzieren und alles einige Zeit leise köcheln lassen. 
Die Sahne wird dann angegossen, alles lässt man nochmals kurz aufkochen und püriert die Suppe nochmals. Mit Salz und Pfeffer wird sie dann nur noch abgeschmeckt. 

Fertig ist eine leckeres, feines Knoblauchcremesüppchen.

Wenn Kinder mit am Tisch sitzen, dann bitte den Wein durch Brühe austauschen.
PS.: noch besser schmeckt die Suppe aufgewärmt. Von daher eignet sie sich gut als Vorsuppe vor einem schönen Menü, denn man kann sie sehr gut schon einen Tag vorher zubereiten.

Übrigens, keine Angst, nach dem Genuss der Suppe "duftet" man nicht und den Knoblauchgeschmack hat man auch nicht stundenlang im Mund . . . 

Knoblauchchips:
für die Knoblauchchips erhitzt man in einer beschichteten Pfanne etwas Olivenöl. Die feinblättrig geschnittenen oder gehobelten Knoblauchscheibchen hineingeben und auf mittlerer Hitze rösten. Achtung, sie werden ruckzuck braun, von daher bitte den Herd nicht verlassen. Wenn sie golden sind auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und sofort auf die Suppe geben.
Bitte frisch zubereiten, damit sie knackig bleiben, sie werden sonst schnell weich.


alle Zutaten stehen bereit






hier brutzeln gleich die Knoblauchscheibchen und werden golden





Dienstag, 19. März 2019

rosa Rote Bete Bratlinge mit Knoblauchsauce

Wie ihr ja alle wisst, ich probiere gerne etwas Neues aus. Schon letztes Frühjahr habe ich folgendes Rezept ausprobiert und für sehr gut befunden. Es sind rosa Rote Bete Bratlinge, die ich mit Apfel, Minze, Orange, Meerrettich, Zwiebel und dieses Mal aber mit Hüttenkäse pikant abgeschmeckt habe. 
Die rosa Bratlinge sehen schon sehr abgefahren aus und die rohe Masse schmeckt schon sehr gut. So ist es natürlich auch bei den fertigen Bratlingen. Die groben Bete- und Apfelraspel sind schön knackig und frisch, man schmeckt aber auch sehr gut den Hauch von Minze, Orange und Meerrettich heraus. Einfach toll und sehr harmonisch. Die Bratlinge sind mal etwas ganz anderes. Sehr gut schmeckt dazu eine Knoblauchsauce. Dieses leichte Mittagessen ist schon etwas ausgefallenes und es eignet sich auch sehr gut als kleine Vorspeise. 


rosa Rote Beete Bratlinge mit Knoblauchsauce

rosa Rote Bete Bratlinge ,  4 Portionen, ca. 7 Stück
  • 1 dicke Rote Bete Knolle, Bioqualität
  • 1 dicker Apfel (z. B. Elstar oder Boskoop)
  • ca. 100 g Paniermehl
  • 1 Ei 
  • 200 g körniger Frischkäse (Hüttenkäse) 
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 unbehandelte Orange **
  • 1 Zweig frische Minzblätter
  • 2 Teel. Sahne-Meerrettich
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl

  • Knoblauchsauce 

die Bete und den Apfel waschen, schälen und grob raffeln, die Zwiebel fein würfeln, die Minze fein hacken. Die Orange heiß abwaschen, die halbe Schale** abreiben und den Saft auspressen. Jetzt Bete, Apfel, Zwiebel mit dem Hüttenkäse und dem Meerrettich vermischen. Das Ei zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nun so viel Paniermehl unterrühren, bis alles leicht bindet. Die abgeriebene Orangenschale und etwas Saft unterrühren. Alles abschmecken und evtl. mit allen Gewürzen nochmals nachwürzen.  Man soll leicht die Minze aber auch die Orange herausschmecken. Wenn die Masse zu dünn ist noch etwas Paniermehl unterrühren. Die Masse soll gut formbar aber auch nicht zu fest sein.

Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, aus der Masse Bratlinge formen und diese in der Pfanne auf beiden Seiten golden braten. 

Dazu passt sehr gut ein Salat und auch eine Knoblauchsauce oder Aioli.

Übrigens, die Bratlinge schmecken auch kalt . . . es blieben zwei übrig und die haben wir abends kalt gegessen


hier brutzeln sie in der Pfanne, unten rechts ist der Bratling schon fast fertig





** aus der restlichen Orangenschale kann man sehr gut Orangenzucker oder Orangensalz selber herstellen. Dazu einfach den Abrieb mit Zucker (oder Salz) vermischen und in ein gut schließendes Glas geben. So hat man jederzeit Orangenzucker (Orangensalz) zur Hand. Er ist sehr gut bei Desserts oder Kuchen, wo auch etwas Orangenschale benötigt wird.





🍊🍊🍊🍊🍊




Sonntag, 17. März 2019

Südtiroler Tirtlen mit Kartoffel - Topfen - Füllung

Gestern gab es mal wieder etwas aus der Südtiroler Küche. Natürlich selbstgemacht. Unsere Liebe für Südtirol entstand Anfang der 1980er Jahre in Dorf Tirol, oberhalb von Meran. Die Landschaft und die Menschen in der nördlichsten Provinz Italiens sind einfach wunderbar. Und einige Freundschaften haben wir dort auch geschlossen. Ich war als Kind schon Ende der 1960er Jahre mit meinen Eltern in Dorf Tirol und fand es da schon toll. Wie schon erwähnt fahren wir seit den 1980ern sehr oft und gerne zum Wandern nach Südtirol. Auch in die Dolomiten, z.B. nach Villnöß (dem Geburtsort Reinhold Messners), Tiers, Sexten, und auch nach Sand in Taufers, Meran und Lana. Damals war das Erreichen eines Bergdorfes mitunter recht abenteuerlich, da die Straßen damals noch nicht so gut ausgebaut waren wie heutzutage. Etliche Abenteuer haben wir da erlebt und mich haben diese Sträßchen damals einige Nerven gekostet, aber der Weg war das Ziel und entschädigte immer.

In  ganz Südtirol kann man wunderbar und sehr vielseitig speisen. Uns gefällt besonders gut die bodenständige, bäuerliche Küche. Heutzutage wird beides oft mit moderner und italienischer Küche kombiniert und der Geschmack ist einfach großartig. Oft kann man sich nicht entscheiden, was man bestellen soll, die Auswahl ist einfach zu verlockend und zu vielseitig.

In Sand in Taufers, das liegt im Pustertal, haben wir Ende der 1980er Jahre "Tirtlen" kennengelernt. Jeden Samstag wurden sie in unserer Pension frisch gebacken und sämtliche Gäste freuten sich mit der Familie auf das große Schlemmen. Herrlich. Tirtlen sind sehr leckere, große Teigtaschen, die auf vielfältige Art gefüllt und anschließend in heißem Öl ausgebacken werden. Jeder Ort und jede Hausfrau wird für die Füllungen sein/ihr eigenes Rezept haben. Aber lecker sind sie alle. Oft bekommt man sie auch auf Jahrmärkten, an Markttagen und sogar in einer Bäckerei habe ich schon welche gesehen. Ich habe euch hier die Füllungen aufgeschrieben, die wir in Sand in Taufers kennengelernt haben. Man konnte gar nicht sagen, welche herzhafte Füllung einem besser geschmeckt hat. Zum Abschluss des Essens gab es dann süße Tirtlen, die mit Marillenkonfitüre gefüllt waren..

Jetzt war es mal wieder an der Zeit, Südtirol ins Rheinland zu holen und leckere Tirtlen zu backen. Und da gestern gerade Samstag war, passte es besonders gut. Ich hatte mich aber nur für eine Füllung entschieden, die mit Kartoffeln. Das folgende Rezept ist für ca. 30 handtellergroße Tirtlen. Ich habe für 14 Stück ungefähr die Hälfte des Teiges gebraucht und die angegebene Menge für die Kartoffel-Topfen-Füllung. Die andere Hälfte des Teiges habe ich gut verpackt eingefroren. Mal sehen, wie der Teig nach dem Auftauen sein wird.


Fingerfood auf Südtiroler Art: Tirtlen

Südtiroler Tirtlen

für den Teig:
  • 250 g Roggenmehl 1050er
  • 250 g Weizenmehl 405er
  • 2 Eier
  • Salz
  • 30 g weiche Butter
  • lauwarmes Wasser nach Bedarf (ca. 150ml)
aus allen Zutaten einen geschmeidigen, nicht zu festen Teig kneten. Ihn zu einer Rolle formen und in Folie verpackt eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

für die Füllungen:
  • 200 g gekochte, grob geraffelte Kartoffeln
  • 200 g Magerquark (Topfen)
  • 1 Bund Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
  • Salz
  •  
  • oder:

  • 200 g gehackter Spinat
  • 200 g Magerquark
  • 1 Knoblauchzehe
  • eine kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  •  
  • oder
  •  
  • gekochtes Sauerkraut
  • Zwiebel, fein gewürfelt und angeschwitzt
  • Kümmel, Lorbeer, Wacholder
  •  
  • oder
  •  
  • gekaufte Marillenkonfitüre bzw. selbstgekochtes Aprikosen - Marmelädchen 
  •  
  • Rapsöl zum Frittieren

aus der Teigrolle Scheiben abschneiden und jede Scheibe mit Hilfe eines Teigrollers zu einem Kreis sehr dünn ausrollen. Die gewünschten Füllungen bereit stellen. Nun etwas Füllung auf einen Teigkreis geben und mit einem weiteren Kreis abdecken und die Ränder mit der Gabel festdrücken und auf ein Tuch legen. 

So fortfahren bis der Teig aufgebraucht ist. Den Teig kann man auch sehr gut durch die Nudelmaschine drehen und ihn rechteckig ausschneiden und füllen.

In einer Friteuse * das Rapsöl auf ca. 175°C erhitzen. Mit einem Holzlöffelstiel die Temperatur prüfen, sobald kleine Blasen am Löffelstiel aufsteigen ist das Öl heiß genug. Nun nacheinander die Tirtlen auf beiden Seiten golden ausbacken.

* mein Tipp: wer einen Wok hat, sollte den zum Frittieren nehmen. Das Öl kann man  darin auf höchster Herdstufe recht schnell erhitzen. Im Wok benötigt man nicht so viel Öl wie in einem hohen Topf oder einer Friteuse und durch die nach oben hin weiter werdende Wokform kann man einige Tirtlen auf einmal frittieren.

Sind die Tirtlen schön golden gebacken, nimmt man sie mit einem Schaumlöffel heraus und lässt sie auf einem Küchenkrepp abtropfen. Nun kann direkt serviert werden. Die Tirtlen schmecken aber auch noch abends kalt, falls mal welche übrig bleiben . . .  Dann aber bitte die Tirtlen nicht abdecken. 


das Making - of der Tirtlen


das Rezept stammt aus dem Buch:
"Die Küche in Südtirol" von Anneliese Kompatscher, erschienen im Athesia Verlag *

dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten (Markennennung, Ortsnennung und/oder Verlinkung)


sehen sie nicht zum Anbeißen aus?


Tirtlen mit Kartoffel - Topfen - Füllung
ich hätte den Teig noch ein wenig dünner ausrollen können . . . 

📷📷📷👀💝👀📷📷📷


das Schloss Tirol in Dorf Tirol bei Meran im Burggrafenamt.
Sie war  die Stammburg der Grafen von Tirol und die Wiege der Grafschaft Tirol und beherbergt heute  das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte


Blick auf den Schlern und die Dolomiten
Foto aufgenommen in der Nähe des Gampenpasses, auf dem Weg Richtung Lana





Freitag, 15. März 2019

kleine Schmetterlinge aus Papier

Wie ihr ja wisst, bastel ich ab und an gerne. Tipps dazu findet ihr auch mittlerweile reichlich hier auf meinem Blog unter "Bastelideen".

Jetzt ist der Frühling (fast) da und da habe ich eine Ruck-Zuck-Faltidee für Schmetterlinge für euch. Die sind wirklich einfach zu falten und gehen ganz schnell. Jedes Jahr aufs Neue bastel ich sie. Man benötigt nur quadratische Papierblätter. Ich habe das Papier von den Notizblöcken genommen, die haben mit ca. 10 x 10 cm genau die richtige Größe. Aber man kann auch festeres Geschenkpapier, nicht zu festes Tonpapier oder einfaches Briefpapier nehmen. Ich hoffe, dass ihr anhand der Fotos erkennen könnt, wie das Papier gefaltet wird.


kleiner Schmetterling, Papiergröße 10 x 10 cm


Schmetterling auf einem Keramikkranz


🦋🦋🦋🦋🦋



Aber ich versuche hier noch mal, die Bastelanleitung in Worte zu fassen . . .

man benötigt für einen Schmetterling

  • quadratisches Papier, ca. 10 x 10 cm
  • Schere

Nach der ersten Faltung (orangefarbenes Papier oben links) das Blatt wenden, dann 2x diagonal falten (siehe gelbes Blatt oben links), 
Das Blatt nun zum Dreieck zusammenfalten, es geht fast von alleine,, und man erhält das grüne Blatt. Zwei der Spitzen nun nach oben falten (siehe blaues Blatt) und das Papier wenden.

Dieses Blatt (gelb auf dem rechten Bild oben rechts) muss nur noch 1 x gefaltet werden. Die unterste Spitze wird nach oben gefaltet (orange Faltung), dabei bitte das Dreieck einige Millimeter überstehen lassen und auf die Rückseite knicken. Jetzt hat man das rosa Exemplar. Als letztes wird der fertige Schmetterling nun gewendet (hellgrün) und die Flügel etwas nach innen geknickt und fertig ist das Prachtexemplar.

Falls man möchte kann man die Ecken noch ein wenig abrunden, dann schaut der Schmetterling ein wenig anders aus. Und wie ich finde noch hübscher. Siehe den pinkfarbenen Schmetterling ganz oben im Blogbeitrag. Dieses Jahr werde ich wohl etlich mit abgerundeten Spitzen falten . . . 

Ich wünsche gutes Gelingen und viel Spaß beim Basteln.

🦋🦋🦋🦋🦋

Deko Idee für einen Türkranz zu Ostern


🦋🦋🦋🦋🦋






Mittwoch, 13. März 2019

Roggen - Dinkel - Sauerteigbrot mit hübschem Muster

Letzten Montag Morgen, es stürmte draußen wie verrückt und ich hatte keine Lust bei diesem Wetter das Haus zu verlassen um u.a. auch frisches Brot einzukaufen. So habe ich mich ans Werk begeben und mal wieder ein leckeres Brot gebacken. Dieses Mal war es wieder eine Premiere, denn ich habe ein Roggen - Dinkelbrot mit Sauerteig gebacken. Mein Rezept vom  "Kartoffel - Roggen - Dinkelbrot" habe ich einfach nach Gutdünken abgeändert.

Mein Experiment ist super gelungen. Das Brot sah nicht nur phantastisch aus, es duftete sehr verführerisch und auch nach dem Anschnitt konnte man nicht meckern. Die Kruste war schön rösch und knackte richtig beim Anschneiden, innen war die Krume (so sagt man doch) recht locker und saftig. Und die Verkostung mit frischer Butter war umwerfend. Mein Mann und ich hätten das ganze Brot direkt auffuttern können. Wir beide waren sehr begeistert. Ich freute mich umso mehr, weil ich so wieder ein neues Brotrezept in meiner Sammlung habe. Auch am nächsten und übernächsten Tag schmeckte das Brot noch schön saftig und es war überhaupt nicht trocken. Ein Stück ist noch da, ich glaube, das werde ich mal toasten, das schmeckt bestimmt auch. (Nachtrag: das schon 3 Tage alte Brot schmeckte getoastet noch wunderbar).

Natürlich bekam mein Brot wieder ein hübsches Muster. Einfach nur einen langen Schnitt ins gegangenen Brot wollte ich nicht machen, ich wollte etwas "besonderes". Gesagt, getan. Mit einer frischen Rasierklinge habe ich einfach einige Linien in den gegangenen Laib geritzt und siehe da, das Brot sah doch sensationell aus. Vor dem Ritzen habe ich mit einem Stück Garn den bemehlten Laib noch in  Achtel geteilt, damit das Muster auch relativ gleichmäßig wurde. Ich war jedenfalls sehr mit mir zufrieden und auch mein Mann meinte, wow, wieder gibt es ein so ein schönes Brot. Danke, Schatz, für das Kompliment 💖 Und so sah es aus, mein frisch gebackenes "Roggen - Dinkel  - Sauerteigbrot":


Roggen - Dinkel - Sauerteigbrot mit hübschem Muster


Roggen - Dinkel - Sauerteigbrot mit hübschem Muster
  • 200 g Dinkelmehl 630er
  • 100 g Dinkelvollkornmehl
  • 150 g Roggenmehl 1050er
  • 10 g Backmalz °
  • 10 g Brötchenback °
  • 10 g Salz
  • 75 g Natur - Sauerteig (Seitenbacher *)
  • 1 Schuss natives Olivenöl
  • 20 g frische Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • ca. 230 ml lauwarmes Wasser

alle Mehle mit dem Backmalz, dem Brötchenback und dem Salz gründlich vermischen. 

Die Hefe mit einer Prise Zucker in etwas warmen Wasser auflösen. Eine Kuhle in die Mehlmischung machen, die Hefeflüssigkeit dazu geben und mit etwas Mehl abdecken. Sobald sich Risse bilden, kann das Kneten schon beginnen. 

Die Küchenmaschine mit Knethaken anstellen und auf kleinster Stufe laufen lassen. In die laufende Maschine nun das Olivenöl dazu geben, den Sauerteig und dann nach und nach das lauwarme Wasser. Den Teig nun mindestens 5, besser 8 Minuten langsam kneten lassen, bis sich ein geschmeidiger Teig gebildet hat und nicht mehr am Schüsselrand klebt. Sollte alles zu trocken sein, dann etwas mehr Wasser zufügen, ist der Teig zu flüssig, dann mehr Dinkelmehl zugeben. 

Ist der Teig nach dem Kneten in der Maschine schön seidig und klebt nicht mehr, dann mit bemehlten Händen auf bemehlter Arbeitsplatte rund wirken und in die bemehlte Schüssel zurück legen und mit einem Tuch abdecken. Den Teig an einem warmen Ort ca. zwei Stunden gehen lassen, er soll schön aufgehen. 

Ein Backblech mit Backpapier belegen, den gegangenen Teig aus der Schüssel nehmen, auf bemehlter Arbeitsplatte mit bemehlten Händen noch einmal rund formen und dabei darauf achten, dass die Oberfläche eine schöne Spannung bekommt. Aufs Backblech legen und nochmals ca. 60 Minuten abgedeckt gehen lassen. 

In den Backofen eine mit heißem Wasser befüllte feuerfeste Schale stellen und den Ofen auf 220°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. **
** ich habe bei obigem Brot mal wieder meinen Pizzastein verwendet. Der Stein wird in den kalten Ofen gelegt und dann gut aufgeheizt. Ist der Ofen auf 220°C vorgeheizt, dann warte ich noch ca. 10 Min., damit der Stein auch die Hitze ordentlich aufgenimmt.. Das gegangene Brot mit dem Backpapier dann auf den heißen Stein geben und nach ca. 10 Min. das Backpapier unter dem Brot wegziehen und das Brot auf dem Stein fertig backen.

Wenn das Brot schön gegangen ist, den Laib mit etwas Mehl bestreuen. Dafür nehme ich meinen "Mehlzerstäuber". Nun eine frische Rasierklinge nehmen und das Brot nach Wunsch mit einem Muster einritzen. Dabei nicht zu tief ritzen.

Ist der Ofen vorgeheizt, das Blech mittig hineinschieben und das Brot ca. 50 Minuten nach Sicht backen, bis die gewünschte Farbe erreicht ist. Herausnehmen, die Klopfprobe an der Unterseite machen (das durchgebackene Brot wird sich hohl anhören) und auf einem Gitter auskühlen lassen.

° kann hinein, muss aber nicht. Wenn man es nicht hat, klappt es bestimmt auch ohne. Durch das Backmalz *  und das Brötchenbackmittel * wird das Brot allerdings schön locker und besonders knusprig. 

 * dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten (Markennennung, Ortsnennung und/oder Verlinkung)


noch ein paar Mal ritzen, dann ist das Brot fertig und kann gebacken werden


hier wird mit einer Rasierklinge nach und nach das Muster eingeritzt


das fertig gebackene Brot kann nun auskühlen




das Brot im Anschnitt, die Kruste krachte richtig beim Schneiden

🌼🌼🌼🌼🌼





🌼🌼🌼🌼🌼









Sonntag, 10. März 2019

selbstgebacknes Toastbrot mit Haferkleie

Wir hatten mal wieder Appetit auf Toastbrot. Schon vor einiger Zeit hatte ich Toastbrot selber gebacken und das sollte man doch öfter mal tun, denn dann weiß man auch was genau enthalten ist. Aber dieses Mal sollte es eine etwas andere Rezeptur werden. So habe ich mit dem obigen Rezept ein wenig gespielt und es verändert. Heraus kam ein sehr leckeres Toastbrot mit Haferkleie. Durch die Haferkleie hat man noch ein wenig mehr Ballaststoffe, was ja sehr gesund ist. Es schmeckt sowohl ungetoastet als auch getoastet und es hält sich sehr gut einige Tage frisch.
Auch die Herstellung des Hefeteiges habe ich vereinfacht, damit ihr auch schnell zu einem leckeren Toast kommt. Auch wer sich noch nie an Hefeteig gewagt hat, soll es ruhig mal ausprobieren, mit dem Rezept sollte es jedem ohne Probleme gelingen.





selbstgebackenes Toastbrot mit Haferkleie   (für eine Kastenform mit 26cm Länge)
  • 450 g Dinkelmehl 630er
  • 50 g Haferkleie
  • 10 g Zucker
  • 1 Teel. feines Salz (ca. 8g)
  • 50 ml lauwarme Milch
  • ca. 150 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  •  
  • 2 Eier, Gr. L,  Zimmertemperatur 
  • 50 g sehr weiche Butter 

  • Milch oder Sahne zum Bestreichen


das Mehl und die Kleie mit dem Zucker, Hefe und dem Salz gut mischen. Die Milch, das Wasser, die Eier und die Butter dazu geben und einige Minuten in der Maschine kneten, bis der Teig nicht mehr an der Schüssel klebt.

Sollte er nach ein paar Minuten noch kleben, ganz wenig Mehl zugeben und weiterkneten. Ist der Teig zu fest, ein Schlückchen Wasser zugeben und alles nochmals gut kneten lassen, bis ein fluffiger, nicht mehr klebender Teig entstanden ist.

Den Teig zur Kugel formen, ihn in eine bemehlte Schüssel legen und abgedeckt ca. 60 Min. gehen lassen.

In der Zwischenzeit eine Kastenform ordentlich buttern und mit Mehl ausstreuen.

Die Teigkugel nach dem Gehen in 6 gleich große Teile teilen und jedes Stück zur Kugel formen. Bitte nur mit bemehlten Händen arbeiten. Diese 6 Kugeln nun nebeneinander in die Kastenform setzen, die Naht kommt nach unten. Die Form mit einem Tuch abdecken und nochmals am warmen Ort ca. 30 Min. gehen lassen, bis sich der Teig deutlich vergrößert hat.

Das gegangene Brot mit Milch bestreichen und den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. 

Die Kastenform in den heißen Ofen stellen, 2. Schiene von unten. Das Brot nun ca. 45 Min. backen bis es golden ist. Das Brot aus der Form lösen, die "Klopfprobe" machen, ob sich das Brot hohl anhört, dann ist es gar, ansonsten noch einige Minuten länger ohne Form weiterbacken. Anschließend auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Ist der Toast dann endlich ausgekühlt, dann in Scheiben schneiden, toasten und genießen. Das restliche Brot hält sich gut einige Tage frisch.


oben links sind alle 6 Teigkugeln eingefüllt und gehen nun. Oben rechts sind sie schon ein wenig aufgegangen
unten links der fertig gegangene und schon bestrichene Teig, rechts unten das fertig gebackene Brot



🍞🍞🍞🍞🍞






🍞🍞🍞🍞🍞









Freitag, 8. März 2019

gelbes Paprika - Rahmsüppchen mit Chilischaum

Mindestens 1x die Woche kann man locker eine leckere Suppe kochen. Auch wenn es jetzt so langsam wärmer wird. So ist es auch kein Wunder, es ist noch Suppe da. . . . Wie ihr bestimmt schon an meinen diversen Suppenrezepten gemerkt habt, essen wir gerne Suppe. Eine Suppe ist schnell gekocht, macht satt, man kann alles mögliche in einer Suppe verarbeiten und unterbringen, sie kann kalorienreich oder auch kalorienarm sein und sie schmeckt immer. Die Suppenvielfalt ist riesig und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Im Winter kocht man daher eher herzhafte, sättigende und wärmende Suppen,  im Sommer kocht man eher leichte, frische und/oder cremige Varianten.

Mein Tipp heute für die nächste Suppenmahlzeit ist eine gelbe Paprika - Rahmsuppe mit einem Klecks pikantem Milchschaum. Sie ist ein leichtes Mittagessen, oder auch als Vorspeise durchaus gut geeignet. Ich fand auf dem Markt so wunderbare Paprika, die einfach mitwollten. Wer keine gelben bekommt, kann selbstverständlich auch rote Paprika nehmen.

Aber Milchschaum auf einer Suppe? Ja, warum denn nicht. Wer es etwas pikanter möchte, der gibt noch etwas Chiliflocken unter den Milchschaum. Oder oben drauf. Der Milchschaum unterstreicht noch die Konsistenz der Suppe. Er schmeckt gut und optisch macht es auch was her. Finde ich . . .




gelbes Paprika - Rahmsüppchen mit pikantem Milchschaumhäubchen

  • 2 dicke Zwiebeln
  • ca. 700 g gelbe Paprikaschoten
  • 400 ml Brühe
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Prise Zucker
  • Chili aus der Mühle
  • Salz, Pfeffer
  • 200 ml Sahne (oder Frischkäse)
  • Olivenöl zum Anrösten

  • Milchschaum aus 3,5% iger Vollmilch
  • etwas Chiliflocken * aus der Mühle (wer es etwas pikanter möchte)

die Zwiebel und die Paprika würfeln und in dem heißen Olivenöl anrösten. Mit dem Wein ablöschen und leicht einköcheln lassen. Die Brühe dazugeben, ebenso etwas Chili nach Geschmack, und die Suppe nun ca. 15 Min. weichkochen. Mit einem Stabmixer die Suppe fein pürieren, die Sahne dazu gießen, nochmals pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit einem Milchaufschäumer eine Portion heißen Milchschaum herstellen. Die Suppe in einen Teller oder in eine Suppentasse füllen und einige Löffel cremigen Milchschaum * oben auf die Suppe geben. Sieht nicht nur schön aus, schmeckt auch gut. . . 

* für pikanten Milchschaum hebt man fein gemahlene Chiliflocken unter den Milchschaum oder gibt sie darüber






da scheint sogar die Paprika überrascht zu sein . . . 


 wohin man auch schaut - gelbe Paprika auf dem Markt