Posts mit dem Label Urlaub werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Urlaub werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 5. Juni 2026

Bruschetta "Lipari" auf meine Art

Mitte April waren wir auf Sizilien unterwegs. Das Wetter war prima, die Landschaft teilweise sehr spektakulär und das Essen, wie überall in Italien, super lecker.

Bei einem Tagesausflug auf die äolischen bzw. liparischen Inseln Lipari und Vulcano haben wir ein mega leckeres Bruschetta gegessen. Das gab es an dem kleinen Aussichtspunkt Belvedere da Graziella "auf die Hand". Selten haben wir ein so leckeres Bruschetta kosten dürfen. Leider weiß ich nicht mehr so ganz genau was alles auf der Bruschetta war, aber ist auch egal, es war so lecker. Die Aussicht auf Vulcano gab es dann noch kostenlos dazu. 

Zuhause habe ich nun probiert dieses leckere Essen so halbwegs nachzumachen. Es ist mir logischerweise nicht ganz gelungen, aber meine Version hier hat uns auch sehr gut geschmeckt. Und so sollte es sein. 

Falls ihr mein Rezept mal testen wollt, es sieht so aus:


So sah unsere "Bruschetta Lipari" aus und sie hat uns sehr gut geschmeckt.


So sah die leckere Bruschetta auf der Insel Lipari am Aussichtspunkt "Belvedere da Graziella" aus. Soweit ich mich erinnere, bestanden sie aus gebratenen Auberginen, Kapernäpfel von der Insel Salina, Olivenöl, Peperoncino, Knoblauch, Oregano und Oliven. Es hat wunderbar geschmeckt.

Bruschetta "Lipari" auf meine Art

  • Bruschetta Brot, große Scheiben
  • Olivenöl
  •  
  • Zwiebeln, in Streifen geschnitten, golden angedünstet
  • Knoblauch, fein gewürfelt
  •  
  • Tomaten, entkernt und fein gewürfelt
  • Oliven in Kräuter - Knoblauch - Marinade, in Scheiben geschnitten
  • gegrillte, in Öl eingelegte Paprika, in Streifen geschnitten
  • in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten, in Streifen geschnitten
  • Kapernäpfel, in Scheibchen geschnitten 
  • Jalapeño Scheibchen (nach Geschmack)
  •  
  • Balsamico Creme
  • etwas Pecorino Romano oder Parmesan, fein gehobelt
  • klein gehackte Basilikumblätter
Für den Belag die Zwiebelscheiben in etwas Öl dünsten und leicht Farbe annehmen lassen. Dann den Knoblauch dazu geben, untermischen und die Pfanne vom Herd nehmen.

Sämtliche Zutaten in Streifen oder Würfel schneiden und bereit stellen.

Die Brotscheiben rösten und mit Olivenöl beträufeln. Dann sämtliche Zutaten auf dem Brot verteilen. Mit Olivenöl und Balsamico Creme beträufeln, darauf dann den Pecorino und das Basilikum verteilen.






Die Tomatenauswahl war riesig.








🍅🍅🍅🍅🍅



Wie das auf Inseln oft ist, es zogen ein paar Wolken hinein. Leider war die Sicht auf Vulcano bei unserem Stopp etwas verhangen. Kurze Zeit später waren die Wolken verschwunden und die Berge wieder frei.




Im Hafen von Lipari. Hier schien die Sonne und die Wolken hatten sich verzogen.


Das Schwefel - Schlammbad auf Vulcano. Man konnte es schon von weitem riechen . . . und aus kleinen Löchern am Wegesrand strömte heißer Dampf heraus. Vulkano ist eine wilde Insel mit schwarzen Stränden und rauchendem Vulkan.
Das war ein sehr schöner, lohnenswerter Ausflug. Uns hat es sehr gut gefallen.







Freitag, 24. Oktober 2025

fluffiger Apfelschmarrn mit Preiselbeerkompott

Letztens gab es bei uns zum Mittagessen mal wieder einen Apfelschmarrn. Aber dieses Mal wünschte mein Mann sich einen "so richtig fluffigen", wie man ihn auch in Südtirol bekommt. So würde er noch besser schmecken. Ich hatte mir bis dato das Aufschlagen des Eiweißes immer verkniffen . . .

Gut, hab ich gedacht, dann gebe ich dieses Mal nicht nur die ganzen Eier in den Teig, sondern schlage das Eiweiß vorher noch zu steifem Schnee, dann wird er bestimmt auch fluffiger. Und was soll ich euch sagen, mein Mann hatte natürlich recht, durch den Eischnee wurde der Schmarrn so richtig schön fluffig. Er hat noch besser geschmeckt als sonst.

Normalerweise wird der Schmarrn dann im Backofen fertig gebacken. Aber der Aufwand ist mir zu hoch, zumal meine Pfanne keinen hitzebeständigen Griff hat. Auch die Stromkosten dafür halte ich für zu hoch. Aber Frau kann sich ja behelfen, ein aufgelegter Deckel erreicht das gleiche . . .

Und so habe ich ihn zubereitet:



fluffiger Apfelschmarrn mit Preiselbeerkompott  für 2 Portionen:

  • 1 großer Apfel
  • eine kleine Handvoll Rosinen (falls man mag)

  • etwas Rapsöl

  • 3 Eischnee
  • 1 Prise Vanillesalz

  • 3 große Eigelb
  • 3 Esslöffel Dinkelmehl 630er
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Esslöffel Vanillezucker
  • Vollmilch (ca. 150ml)
  •  
  • Puderzucker zum Bestreuen
  •  
  • Preiselbeerkompott 


die Rosinen in etwas Wasser (und wer mag zusätzlich noch mit etwas Rum) übergießen und einige Zeit stehen lassen. Dann gut abtropfen lassen.

Den Apfel waschen, entkernen und feinblättrig schneiden. Das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und eine Prise Salz zufügen. 

Die Eigelbe mit dem Mehl, Zucker, Salz und der Milch zu einem nicht zu festen, eher dickflüssigen Teig verquirlen. Der Teig sollte die Konsistenz von gesüßter Kondensmilch haben. Den Teig einige Zeit ruhen lassen. Dann den Eischnee unterziehen.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen, etwas Öl hinein geben und erhitzen. Die Apfelscheibchen darin etwas anschwitzen. Sie sollen ruhig etwas weich werden. Dann die Apfelscheiben auf dem Pfannenboden gleichmäßig verteilen, den Teig vorsichtig darüber gießen und die abgetropften Rosinen auf dem Teig gleichmäßig verteilen. Die Hitze der Pfanne auf mittlere Stufe schalten, einen Deckel auflegen und alles stocken lassen. Dann Deckel entfernen.

Ist der Schmarrn schön golden gebräunt, ihn wenden. Eventuell etwas Öl nachgießen und den Schmarrn in Stücke zerteilen und alles gut wenden und alles leicht bräunen.

Und schon kann serviert werden. Den Schmarrn auf zwei Tellern verteilen und mit Puderzucker bestäuben. Guten Appetit.








Freitag, 17. Oktober 2025

Südtiroler Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano

Endlich war es soweit, ich habe mich mal wieder an die Herstellung leckerer Schlutzkrapfen gewagt. Diese Leckerei kennen und lieben wir seit etlichen Jahrzehnten, wir hatten sie seinerzeit in Südtirol  kennengelernt.

Schlutzkrapfen sind eine Art Ravioli, aber mit Roggenmehl zusätzlich im Nudelteig. Sie werden mit Spinat, Quark und Parmesan würzig gefüllt und mit Brauner Butter und Parmesan serviert. Das ist ein wunderbares, leckeres Gericht.

Meine Rezeptur war für vier große Portionen, die zweite Hälfte Schlutzer hatte ich ungekocht in einer Lock&Lock-Dose im Kühlschrank aufbewahrt und sie dann am nächsten Tag frisch gekocht. Auch die Braune Butter hatte ich frisch zubereitet. So konnten wir an zwei Tagen schlemmen. Ach, was war das lecker.

Normalerweise werden die Schlutzkrapfen mit Parmesan serviert. Im Monent favorisieren wir aber den Pecorino Romano, da er so schön würzig und "rund" schmeckt. Aus diesem Grund habe ich die Schlutzer mit Pecorino zubereitet.


eine große Portion Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano


Südtiroler Schlutzkrapfen mit Brauner Butter und Pecorino Romano  4 Portionen

für den Nudelteig:

  • 150 g Roggenmehl 1050er *
  • 100 g Weizenmehl 
  • 1 große Prise Salz
  • 1 großes Ei
  • 70 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  •  
  • * oder 100 g Roggenmehl 1150er und 50 g Vollkorn Roggenmehl

Die trockenen Zutaten gründlich mischen, das Ei mit dem Wasser und Öl verquirlen, zur Mehlmischung geben und daraus einen geschmeidigen, glatten Teig kneten. 

Den glatten Teig zur flachen Kugel formen und in Folie verpackt rund 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten:
  • 250 g aufgetauten, gehackten Blattspinat
  • 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Esslöffel Butter
  • 3 gehäufte Teelöffel Quark (oder griechischen Joghurt **)
  • 2 Esslöffel Parmesan oder Pecorino Romano
  • 1 große Prise Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer
Den aufgetauten Spinat gründlich ausdrücken und ggfls. fein hacken. In einer kleinen Pfanne die Butter erhitzen, darin die Zwiebel und den Knoblauch leicht golden dünsten, den Spinat dazu geben und einige Minuten köcheln lassen. Alles in eine Schüssel umfüllen, mit den Gewürzen und dem Parmesan pikant abschmecken und den Quark ** unterrühren. Die Masse soll nicht zu flüssig, sondern eher fest sein.
** ich hatte keinen Quark da und habe stattdessen griechischen Joghurt genommen, das schmeckt auch.
Den Nudelteig mit Hilfe der Nudelmaschine recht dünn ausrollen. Auf die Nudelplatte mit ca. 5cm Abstand jeweils ca. 1 Teelöffel Füllung geben. Rund herum den Teig mit etwas Wasser bestreichen, die andere Hälfte Teig darüber schlagen und rund um die Füllung andrücken. Darauf achten, dass die Luft rausgedrückt ist. 

Mit einem 7cm großen, runden Teigausstecher Halbmonde ausstechen. Den Rand mit Hilfe der Gabel andrücken, dass er beim Kochen nicht aufgeht.

Die Schlutzer auf ein Küchentuch legen unnd nacheinander den ganzen Teig verarbeiten.

Desweiteren benötigt man:
  • ca. 80 g Butter
  • geriebenen Parmesan oder Pecorino Romano
Die Butter auf mittlerer Hitze zu Brauner Butter schmelzen lassen, immer wieder rühren, die Braune Butter ist fertig, wenn die Molke zu kleinen, braunen Stückchen geworden ist. Dann den Topf zur Seite ziehen.

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, die Schlutzer in dem leicht siedenden Wasser in ca. 3 - 5 Minuten kochen und mit einer Schaumkelle herausnehmen.

Die abgetropften Schlutzer auf einen Teller geben, mit Brauner Butter beträufeln und Parmesan darüber streuen.



Vom ausgerollten, gefüllten Teig zur Braunen Butter.
Oben links sieht: Herstellung der Schlutzer, rechts oben: die fertigen Schlutzer ruhen auf einem Küchentuch
unten links: Schlutzer für den nächsten Tag, unten rechts: Braune Butter







Freitag, 3. Oktober 2025

Croquetas de Jamón

Wer schon mal in Spanien war, wird mit Sicherheit diese leckeren, kleinen Croquetas kennen- (und bestimmt auch) liebengelernt haben.

Deshalb habe ich heute ein Rezept der Croquetas de Jamón für euch. Diese leckere Kleinigkeit findet man auf der Iberischen Halbinsel und auch auf den spanischen Inseln in vielen Restaurants oder Bars.

Diese "Dinger" sind einfach köstlich und schon auf unserer Rundreise vor Jahren durch Spanien haben wir sie lieben gelernt. Schon da stand es für mich fest, so etwas Leckeres möchte ich zu Hause auf jeden Fall nachkochen.

Wie das manchmal so ist, nach Jahren war es soweit, ich habe dieses Gericht endlich einmal ausprobiert. Es ging einfacher als gedacht und der Geschmack war auch sehr lecker. Jedenfalls hat es uns sehr gut geschmeckt und ich war mit dem ersten Versuch mehr als zufrieden. Sie wurden zwar nicht oval wie bei den Originalen Croquetas, aber die Form spielt letztlich ja keine Rolle. Der Geschmack zählt, das ist das wichtigste. 

Heute möchte ich euch das Rezept noch einmal vorstellen. Mein Tipp wäre, bereitet den Teig schon einen Tag vorher zu und stellt alles zum Durchkühlen in den Kühlschrank, dann ist das Ausbacken am nächsten Tag ein Klacks.

Und hier kommt mein Rezept der "Croquetas de Jamón". Guten Appetit.




Croquetas de Jamón 

  • 2 Esslöffel Butter
  • 50 g Mehl
  • 450 ml Vollmilch
  • Salz
  • eine große Prise Muskatnuss
  • etwas frisch gemahlener Pfeffer

  • 100 g Serrano Schinken, fein gewürfelt (oder anderer geräucherter Schinken)
  • etwas Öl
  •  
  • Paniermehl
  • 2 Eier
  • etwas Salz
  • neutrales Öl
  •  
  • Knoblauchsauce
  • Salsa
  • Paprikasauce


Die Butter zerlassen, das Mehl zugeben und mit einem Schneebesen alles gut verrühren. Dann die Milch nach und nach zugeben und auf mittlerer Hitze unter Rühren zum Kochen bringen. Die dicke Bechamel ca. 10 Minuten leise köcheln lassen, dabei des öfteren umrühren, damit nichts anbrennt. Die recht dicke Sauce mit Salz, Pfeffer und einer ganz großen Prise Muskatnuss kräftig abschmecken. Den Topf von der Herdplatte nehmen, etwas abkühlen lassen.

Den fein gewürfelten Schinken in etwas Öl anbraten, dann abtropfen lassen und unter die dicke Sauce mischen, nochmals abschmecken.

Eine Auflaufform einölen oder mit Folie ausschlagen, die Sauce hinein gießen und über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

In einer Schale die Eier verquirlen, leicht salzen. In der anderen Schale das Paniermehl hinein geben. Aus der gut gekühlten Masse ovale Kroketten formen. Ich hatte die Masse in längliche Rechtecke geschnitten und diese nicht nochmal geformt. So blieb die Masse fest und wurde nicht weich. Die Kroketten rundherum im Paniermehl wenden. Danach rundherum in der Eimasse wenden und nochmals panieren. 

Wichtig ist, dass die komplette Krokette paniert ist und keine freie Stelle zu sehen ist, weil ansonsten die Krokette beim Frittieren ausläuft.

Das Öl in einem Wok, Fritteuse oder hohen Topf auf ca. 170°C erhitzen (Stäbchenprobe machen, dafür einen Holzstiel ins heiße Fett halten, steigen sofort Bläschen auf, dann hat das Öl die richtige Temperatur) und die Kroketten nach und nach rundherum golden ausbacken. Das geht recht schnell. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Mit Salsa, Paprikasauce oder Knoblauchsauce servieren. Guten Appetit. 

Sie schmecken übrigens auch ohne Sauce und auch kalt . . . 


Aus der zubereiteten Masse wurden die fertigen Croquetas. An der Optik könnte man noch etwas arbeiten.


Das waren diverse Croquetas mit Knoblauchsauce, die wir als Vorspeise im "Parador de Segovia" in Spanien serviert bekamen.



Leckere Croquetas, die wir in einem weiteren Parador in Spanien serviert bekamen. Welche Sorte das war kann ich leider nicht mehr sagen. Sie waren jedenfalls köstlich.















Freitag, 8. August 2025

Südtiroler Spinat Spatzlen mit Schinken - Sahnesößchen

Manchmal beamen wir uns mit einem leckeren Südtiroler Gericht direkt in den Urlaub in diese wunderschöne Landschaft. So war es jetzt auch wieder. Ich habe Spinat - Spatzlen gekocht.

Wer jemals in Südtirol Spinat - Spatzlen gegessen hat, der hat ein neues Lieblingsessen und möchte diese auch zu Hause essen. Aber außer vielleicht in Schwaben bekommt man sie im Rest Deutschlands nirgendwo. Oder sagen wir mal so, ich habe sie noch nirgendwo sonst gesehen. . . 

Tja, da kann man nichts machen. Oder doch? Ich bin da fürs selber machen. Geht leicht und recht schnell und das Ergebnis ist (fast) wie in Südtirol. Auf jeden Fall ist es sehr lecker.




Spinat - Spatzlen mit Schinken - Sahnesößchen, 4 Portionen

für die Spatzlen benötigt man:
  • 600 g Blattspinat (gefroren und aufgetaut)
  • 300 g Mehl
  • 125 - 250 ml Vollmilch
  • 3 Eier Gr. L
  • Salz
für die Sauce benötigt man:
  • 30 g Butter
  • 200 g gekochter Schinken, fein gewürfelt
  • 125 ml Weißwein
  • 200 ml Sahne
  • 3 Eßlöffel geriebener Parmesan oder Pecorino romano
  • Salz, Pfeffer

den Spinat nach dem Auftauen sehr gut ausdrücken und möglichst fein hacken oder im Mixer pürieren. Je feiner je besser. Ich nehme gerne gefrorenen Spinat, denn den bekommt man das ganze Jahr und hat ihn immer parat in der Kühltruhe. 

Den Spinat mit der Milch, dem Mehl, den Eiern und dem Salz zu einem mittelfesten Teig anrühren und mit dem Holzkochlöffel so lange schlagen, bis er Blasen wirft. Ihn ein wenig ruhen lassen, damit der Kleber sich gut bilden kann. Der Teig sollte nicht zu fest sein, er soll lieber ein wenig weicher in der Konsistenz sein. Ggfls. noch mit Milch oder Wasser verdünnen.

In einem großen Topf Wasser zum Köcheln bringen und gut salzen. Den fertigen Teig portionsweise durch ein Spätzlesieb oder Spätzleschwob in das kochende Wasser drücken. Wenn die Spatzlen an der Oberfläche schwimmen, dann sind sie auch schon fertig. Mit einer Schöpfkelle herausheben und warm stellen.

Für die Sauce die Schinkenwürfel in der Butter anschwitzen, mit dem Wein ablöschen und etwas reduzieren lassen. Die Sahne dazu geben und wieder zum Kochen bringen, salzen, pfeffern und den Parmesan zugeben, diesen schmelzen lassen. Nochmals abschmecken.

Die Sauce zu den Spatzlen geben und alles gut vermengen. Noch mit etwas Parmesan betstreuen und fertig sind die leckeren Spinat-Spatzlen. Da kann man nur noch guten Appetit wünschen.













Freitag, 1. August 2025

Stroopwaffeln

Letztens habe ich seit ewigen Zeiten mal wieder mein 70er Jahre  Zimtwaffeleisen aus dem Schrank geholt. Ich wollte mich mal an Stroopwaffeln versuchen. Diese Stroopwaffeln sind grob beschrieben knusprig-süße Waffeln, die mit Karamellsirup zwischen Deckel und Boden befüllt werden. Sie stammen aus den Niederlanden. Man bekommt sie dort in jedem Supermarkt und von vielen Firmen.  Lecker sind sie alle. 

Die Original Stroopwaffeln sind rund, ca. 8cm im Durchmesser und sie werden nach dem Backen direkt mit einem Ring ausgestochen, dann quer durchgeschnitten und befüllt.

Jedes Mal, wenn wir mal wieder in Holland sind, dann nehmen wir uns auch immer ein Päckchen Stroopwaffeln mit. Nun habe ich mich mal an das Backen von Stroopwaffeln herangewagt. Und ich muss sagen, sie sind gut geworden.

Allerdings konnte ich bei meinem alten Eisen die gebackene, dünne Waffel nicht quer durchschneiden, die Waffeln waren zu dünn. So habe ich zwei dünne Waffelblätter mit dem Sirup zusammen geklebt. Das ging doch besser als gedacht.

Die fertig ausgekühlten Waffen habe ich dann in einer gut schließenden Blechdose aufbewahrt. Sie halten sich dort einige Zeit gut frisch, können gut durchziehen und schmecken so noch besser.

Gebacken habe ich die Stroopwaffeln nach folgendem Rezept. 





Die eine Seite der Waffel hat ein Muster, die Rückseite ist dann "kariert".

Stroopwaffeln  

Teig:

  • 200 g Weizenmehl
  • 50 g braunen Zucker oder Rohrohrzucker 
  • 100 g zimmerwarme Butter
  • 1 Ei
  • 1 Esslöffel Milch
  • 1 gehäufter Teelöffel Zimt
  • 1 Prise Salz

Sirup:

  • 100 g Zuckerrübensirup
  • 50 g brauner Zucker oder Rohrohrzucker
  • 50 g Butter
  • 1/2 Teelöffel Zimt 


Alle Zutaten für den Teig mit Hilfe der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Er hat die richtige Konsistenz, wenn er noch leicht kleberig ist.

Den Sirup langsam erhitzen, den Zucker darin auflösen und dann die Butter dazu geben und schmelzen lassen und mit Zimt würzen. Den Sirup warm halten. 

Aus dem Teig kleine Bällchen in Größe einer 1 Euro Münze rollen. In einem Hörncheneisen die Kugeln nacheinander golden backen. Das Eisen dabei herunter drücken, die Waffeln sollen ganz flach sein. Die noch heiße Waffel ggfls. noch etwas in Form schneiden oder ausstechen.

Wenn es geht, die Waffel sofort quer in zwei Teile durchschneiden, etwas Sirup auf die eine Hälfte geben und den Deckel auflegen, Waffel zusammen drücken und auskühlen lassen.

Bei mir hatte es leider nicht geklappt, die Waffel quer durchzuschneiden. So habe ich 2 dünne Waffeln mit dem Sirup zusammen geklebt. Der Sirup soll bis zum Rand der Waffel reichen. Das klappte besser als gedacht.

Die Waffeln auf einem Kuchenrost auskühlen lassen und in einer gut schließenden Blechdose aufbewahren.



Hier sieht man die Teigkügelchen, die dann im Eisen ausgebacken und anschließend gefüllt werden. 


So sehen die gefüllten Stroopwaffeln dann aus. Der Sirup reicht bis zum Rand und beide Hälften kleben dadurch gut zusammen.


Zum Kaffee oder Cappuccino passen die Stroopwaffeln sehr gut.







Freitag, 4. Juli 2025

meine Spinatknödel mit Brauner Butter und Pecorino romano

Es ist erst ein paar Wochen her, dass wir im Urlaub in Südtirol waren. Ach was war das eine tolle Zeit. Wir hatten so viel Spaß, Glück mit dem Wetter, wir haben ganz liebe Freunde besucht und viel mit ihnen unternommen. Mit ihnen haben wir auch viel Neues erlebt, und gewandert sind wir auch. Herrlich. 

Die Küche in Südtirol ist auch immer genial. Oft sehr bodenständig, aber auch raffiniert und immer sehr lecker. Gerade die regionale Küche mag ich besonders.

Natürlich habe ich auch "Knödeltris" gegessen. Das sind meist Spinatknödel, Rohnenknödel (Rote Bete Knödel) und Kaspressknödel, die mit Brauner Butter und Parmesan serviert werden. Herrlich und so lecker. Manchmal findet man sogar Brennesselknödel und auch Speckknödel auf der Speisekarte. Meine liebste Variante sind die Spinatknödel. Schon oft habe ich zu Hause selber welche zubereitet. So war es jetzt auch. 

Wir hatten von einer RTF noch etliche Brötchen übrig, und so gab es spontan Spinatknödel.

Das Knödeln ist nicht schwer und das Ergebnis unheimlich lecker. Damit beamen wir uns immer nach Südtirol. Fehlt nur noch ein Gläschen Rotwein dazu und ein kleiner Salat, dann passt alles. 

Aber auch mit einem Glas Wasser zum Essen schmeckte es nach Urlaub. Probiert es aus, hier kommt mein Rezept.


Diese drei Spinatknödel mit Brauner Butter und reichlich Pecorino romano waren ein gut sättigendes Mittagessen. Mittlerweile mögen wir den Pecorino bald mehr als Parmesan. Er ist noch würziger.




meine Spinatknödel mit Brauner Butter und Pecorino romano  10 Stück

  • 150 g altbackene Brötchen vom Vortag
  • ca. 100 ml lauwarme Vollmilch

  • 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt oder gerieben
  • 2 Esslöffel Butter

  • 500 g aufgetauter, fein gehackter Blattspinat

  • 1 Ei Gr. L
  • Salz, Pfeffer, 
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 2 Esslöffel Mehl
  • ca. 3 Esslöffel Paniermehl/Semmelbrösel
  •  
  • heiße, braune Butter
  • Pecorino romano, frisch gehobelt (oder Parmesanhobel)


die Brötchen klein würfeln und mit der lauwarmen Milch übergießen. Vorsichtig mit den Händen alles vermischen bis jedes Stück Brot von der Milch benetzt wird. Die Zwiebel fein würfeln und mit Butter und Knoblauch in einer kleinen Pfanne hell golden dünsten. Den Spinat hacken und gut ausdrücken.

Das Ei und das Mehl zu den eingeweichten Brötchen geben, mischen und den Spinat und die Zwiebelmischung untermischen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Etwas Paniermehl dazu geben und mit den Händen alles gut vermischen bis die Masse gut bindet. Abschmecken und ca. 15 Minuten ruhen lassen. 

Einen Probeknödel in Tischtennisballgröße formen und im kochenden Salzwasser ca. 10 Minuten ziehen lassen. Sollte sich der Knödel im Wasser auflösen, dann noch etwas Paniermehl unter die Masse geben.

In der Zwischenzeit die Butter auf kleiner Hitze in einer kleinen Stielkasserolle schmelzen und zu Brauner Butter werden lassen. Dabei immer wieder den Topf schwenken. Die Butter so lange bräunen, bis die kleinen Molkeflöckchen schön gebräunt sind,  dann den Topf beiseite stellen.

Aus dem restlichen Teig mit feuchten Händen 10 Klöße rollen und im leicht siedenden Salzwasser ca. 10 - 12 Minuten gar ziehen lassen bis sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einem Schöpflöffel herausheben und warm stellen.

Zum Servieren die Knödel auf einen Teller geben, mit heißer, brauner Butter beträufeln und mit frisch gehobeltem Pecorino bestreut servieren. 

Dazu passt sehr gut ein leckerer Salat, wie z.B. Rucola mit Cherrytomaten und einer leckeren Vinaigrette. Oder auch ein Krautsalat. Und wenn man dann noch einen schönen Südtiroler Wein dazu trinkt, dann ist man schon fast jenseits der Alpen . . . 

Guten Appetit.

PS.: ich bin schon gespannt, was die Südtiroler unter euch zu meinem Rezept sagen werden . . . 😉


Knödeltris im Gasthaus Waalrast in Lana 

👇👇👇






Ausblick vom Brandis Waalweg auf Lana. Im Hintergrund sieht man in der Ferne rechts das Passeier Tal.





Freitag, 13. Juni 2025

knusprige Strauben nach Südtiroler Rezept

Dieses Jahr waren wir seid langem mal wieder in Südtirol. Wir lieben das Land und die Menschen dort schon seit Anfang der 1980er Jahre. Damals fuhren wir meist in die Dolomiten nach Tiers, Sexten, das Ahrntal und vor allem nach Villnöß. Es waren immer wunderschöne Ferientage mit schönen Wanderungen hoch oben im Gebirge und Spaziergängen durch die hübschen Ortschaften. Wir haben immer sehr viel gesehen, erlebt und auch die Küche Südtirols kennen- und liebengelernt. 

So auch die Strauben. Sie werden gerne auf Volksfesten und an kirchlichen Feiertagen gegessen. Der fluffige Teig wird durch einen Straubentrichter in heißes Öl gegossen und ausgebacken. Heraus kommt ein tellergroßes, knuspriges Gebäck, das mit Puderzucker bestäubt wird. Man isst es aus der Hand. Im Lokal werden die Strauben oft auch mit Preiselbeerkompott serviert. Das schmeckt uns besonders gut.

Dieses Jahr waren wir aber in Lana im Burggrafenamt. Meran, Dorf Tirol, der Vinschgau und das Etschtal mit vielen Sehenswürdigkeiten liegt direkt vor der Tür. Es gab wie immer viel Neues zu entdecken. 

Besonders hatte ich mich gefreut, dass wir auf einer unserer Wanderungen in einer Burgschenke Strauben bekamen. Die waren so lecker und für mich stand sofort fest, nun ist es an der Zeit, diese zu Hause nachzubacken. Was soll ich sagen, sie sind Spitze geworden. Sie schmeckten so wie in Südtirol. 

Solltet ihr etwas Zeit und Muße haben, dann backt auch mal Strauben. Der Teig ist schnell angerührt und auch recht schnell ausgebacken. Die Teigmenge hier reicht für etliche Strauben in Kuchentellergröße.



Sehen die Strauben nicht perfekt aus? Ich war ganz begeistert. 

. . . und das waren die Strauben in Südtirol:

Das war die Portion Strauben mit Preiselbeerkompott (und Radler), die ich in der Burgschenke von Burg Hocheppan gegessen habe. Sie waren lauwarm, schön knusprig und sehr lecker. 


knusprige Stauben nach Südtiroler Rezept

  • 2 Eischnee, Gr. L
  • 1 Prise Salz

  • 200 g Dinkelmehl 630er
  • 1/4 Teelöffel Backpulver

  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 große  Prise Vanillesalz 
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 2 Stich Butter
  • 2 cl Rum *
  • 2 Eigelb, Gr. L

  • neutrales Öl zum Ausbacken
  • Puderzucker
  • Preiselbeerkompott


Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen.

Die Milch erwärmen, das Salz und den Zucker dazu geben und die Butter darin schmelzen lassen. Das Eigelb und den Rum hineinrühren.

Die lauwarme Flüssigkeit nach und nach in das Mehl geben und mit dem Mixer alles zu einem glatten Teig rühren.

Den Teig etwas ruhen lassen. In der Zwischenzeit das Öl in einem Wok auf ca. 175°C erhitzen. 

Mein Tipp: zum Frittieren nehme ich gerne meinen Wok, weil der Wok sich nach oben hin erweitert und man dadurch nicht so viel Öl benötigt.

Wenn das Öl die Temperatur erreicht hat, dann wird der Eischnee noch unter den Teig gezogen. Alles gut mischen und den dickflüssig Teig in eine Spritzflasche (mit ca. 3mm dicker Lochtülle) einfüllen. 

Den Teig kreisförmig, zügig und mit wildem Muster in das heiße Öl laufen lassen. Ist die Unterseite schön golden, dann die Straube wenden und auf der zweiten Seite ebenso goldbraun-knusprig ausbacken.

Die Straube mit einem Schaumlöffel oder Zange aus dem Öl nehmen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und sofort mit Puderzucker bestäuben. Mit Preiselbeerkompott servieren.

* Wer Sorge wegen des Alkohols hat, den kann ich beruhigen. Den Schnaps bemerkt man nicht, er wird aber wegen der Triebkraft benötigt. Alkohol verdampft ab ca. 78°C und das Gebäck wird dadurch lockerer. Die Strauben werden bei 175°C gebacken, da sollte dann nach dem Ausbacken kein Alkohol mehr im Gebäck sein.


Hier sieht man schön, wie die Strauben im Wok gebacken wurden. Den Teig einfließen lassen und beidseitig ausbacken. Fertig. Dann noch mit Puderzucker bestäuben und schon kann geschlemmt werden.


 




Burg Hocheppan


* zu den Strauben, die ich auf Burg Hocheppan in der Burgschenke gegessen habe, gibt es noch eine kleine Geschichte:

Es ging um das dazu bestellte Besteck. Wir waren sehr verwundert. Natürlich wusste ich, dass man Strauben ohne Besteck isst. Sie wurden auch ohne Besteck serviert, was auch in der Karte stand. Aber ich bestellte eine Gabel dazu. Ich mochte bei dem vielen Puderzucker und dem Kompott das Gericht nicht mit den Fingern essen. Wie konnte ich nur eine Gabel verlangen. Widerwillig und nach einiger Diskussion mit der Bedienung bekam ich mit rollenden Augen dann doch meine verlangte Gabel. . .  Ein Herr am Nebentisch meinte nur ganz laut, "also ich hätte mir auch eine Gabel dazu bestellt . . . " Dem Herrn galt mein Dank und auch er wunderte sich über die eigenwillige Bedienung.














Auf dem Drei - Burgen - Weg, und natürlich auch von Hocheppan aus, hat man wunderbare Ausblicke auf das Etschtal und Bozen, im Hintergrund ist der Schlern mit in der Nacht gefallenem Schnee zu sehen.


👇👇👇

Ein paar Südtiroler Rezepte hätte ich noch für euch:

Tirtlen - eine Spezialität aus dem Ahrntal

Spinatknödel mit Brauner Butter und Parmesanspänen

Affogato al Caffe

Spitzbuben

Spinatspatzen mit Schinken - Sahnesößchen

Südtiroler Apfelstrudel 

Apfel - Schmarrn mit Preiselbeeren