Alle lieben Pizza und die Auswahl ist riesig. In mancher Pizzeria schmeckt die Pizza spitzenmäßig, in anderen auch mal nicht ganz so gut. Das ist dann immer besonders ärgerlich.
So gibt es bei uns meist selbstgemachte Pizza. Wir haben schon seit ca. 20 Jahren einen kleinen "Alfredo" Pizzaofen, der jede Pizza auf einem runden Pizzastein sehr gut backt. Der Boden wird schön knusprig und die Pizza schmeckt (fast) so wie in einer guten Pizzeria mit Holzbackofen.
In letzter Zeit backe ich den Teig gerne mit 00er Manitobamehl. Das ist eine spezielle proteinreiche Weizensorte, die auch gerne in Italien genommen wird. Aber "normales" Mehl, Dinkelmehl 630er bzw. Pizzamehl geht selbstverständlich auch.
Ab und an backe ich die Pizza aber auch als Blechpizza im Backofen, dann verwende ich die Pizzastufe. Der Teig hier reicht dann auch für ein Backblech.
Wenn ich aber den "Alfredo" nehme, dann helfe ich mir mit einer Dauerbackfolie, auf der ich die Pizza ausrolle und komplett belege und in den Ofen befördere. Die Pizza plus Folie lege ich dann auf den vorgeheizten Backstein, schließe den Deckel und nach knapp einer Minute öffne ich den Deckel, ruckel an der Pizza und wenn sie rutscht, dann ziehe ich die Folie direkt unter der Pizza weg. So verrutscht die dünne Pizza auch nicht auf dem Weg in den Ofen. Sie anderweitig auf den Stein zu befördern hat bei mir nie geklappt, von daher ist mir die Dauerbackfolie eingefallen. Die Folie hält den kurzen Moment im Alfredo auch gut aus, ich habe jedenfalls nichts gegenteiligen bisher bemerkt. Die Pizza backe ich dann nach Sicht, sie muss ggfls. im "Alfredo" etwas gedreht werden, damit alles schön backt. Backzeit ist ca. 7 Minuten.
Pizza spinaci e aglio - Pizza Spinat und Knoblauch 2 Pizzen
- 280 g Pizzamehl 00er oder Manitobamehl 00er
- 180 ml lauwarmes Wasser
- 7 g frische Hefe
- 7 g Salz
- 1 Esslöffel natives Olivenöl
- 1 Esslöffel Tomatenmark, 2-fach konzentriert
- ca. 150 ml passierte Tomaten
- 2 mittlere Knoblauchzehen, fein gerieben
- Salz
- Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 1 gehäufter Teelöffel Oregano
- etwas Italienische Kräuter, getrocknet
- 1 dicke Knoblauchzehe, fein gerieben
- Chiliflocken (falls man es schärfer mag)
- 200 g Mozarella oder Pizzakäse
- ca. 200 g Blattspinat, aufgetaut
- Pfeffer
- Salz
- Muskatnuss
- 2 dicke Knoblauchzehen, fein gerieben
- etwas natives Olivenöl zum Beträufeln
Achtung: Der Pizzateig wird einen Tag vorher hergestellt und zum Reifen in den Kühlschrank gestellt.
Die Hefe in etwas Wasser auflösen, mit dem Öl zum Mehl geben und in der Küchenmaschine soviel Wasser zugießen, bis sich der Teig so langsam bildet. Dann das Salz zugeben und die Maschine weiterkneten lassen bis alles geschmeidig ist und der Teig nicht mehr am Schüsselrand klebt.
Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz kneten und zur Kugel formen. Die Schüssel leicht mit etwas Öl ausstreichen, den Teig hineingeben, mit etwas Öl bestreichen und mit einem Deckel verschließen.
Den Teig dann für ca. 24 bis 30 Stunden in den Kühlschrank stellen. Der Teig sollte sich dann verdoppelt haben.
Wenn man Pizza nun backen möchte, den Teig ca. eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.
Für die Pizzaiola das Tomatenmark mit den passierten Tomaten und allen Gewürzen und dem Knoblauch verrühren und pikant abschmecken.
Den aufgetauten Spinat ggfls. ausdrücken, er sollte nicht zu nass sein, und mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss würzen. Den Knoblauch fein reiben.
Den Backofen auf höchster Pizzastufe (ca. 270°C) oder einen Pizzaofen nach Herstellerangabe vorheizen.
Den Teig halbieren und jedes Teigstück zu einem runden, dünnen Pizzafladen mehr drücken als ausrollen. Rundherum einen Rand stehen lassen.
Die Pizzaiola auf der Pizza verstreichen, dann den Pizzakäse darauf verteilen. Nun kommt der Spinat und der Knoblauch an die Reihe. Abschließend etwas Olivenöl darüber träufeln.
Die Pizza in den heißen Ofen schieben und ca. 7 - 10 Minuten backen, bis der Rand golden gebräunt ist und alles blubbert.
Den Vorgang mit der zweiten Pizza wiederholen.





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