Freitag, 29. Mai 2026

Bitter Lemon Cake

Zitronenkuchen ist immer lecker, er schmeckt schön frisch und fruchtig. Dieses Mal habe ich aus leckeren, saftigen Zitronen mal einen Bitter - Lemon - Cake gebacken. Und das ganz ohne Mehl. Einfach mit Zitronen, Eiern, Zucker und gemahlenen Mandeln wurde der Kuchen gebacken. 

Der Kuchen ist der Knaller geworden, wie ich finde. Ich fand ihn wahnsinnig lecker, so saftig und herrlich bitter lemon - zitronig. Besonders erfrischend ist er, wenn man ihn im Kühlschrank durchkühlt. So hält er sich auch locker einige Tage.

Wie das geht und wie man zum Bitter Lemon - Geschmack kommt, lest ihr hier im folgenden Rezept. Ich bin schon gespannt, wie euch der Kuchen schmeckt, wenn ihr ihn nachbacken solltet.


Er sieht so unspektakulär aus, ist aber eine geschmackliche Überraschung, wie ich finde.


Bitter - Lemon - Cake (für eine 26er Springform) 

  • 3 Bio - Zitronen, mittelgroß
  • 150 ml Wasser
  •  
  • 4 Eier Gr. M
  • 175 g Zucker
  • 1 Prise Zitronensalz

  • 175 g gemahlene Mandeln/ Mandelmehl *
  • 1/4 Teelöffel Natron (z.B. Kaiser Natron)
  •  
  • Puderzucker zum Bestreuen
* ich hatte nur ganze Mandeln mit Schale, die ich in kochendes Wasser für ca. 15 Minuten eingelegt habe. Die Mandeln abgießen und mit kaltem Wasser abspülen. Die Schale ist dann ganz schrumpelig weich und kann leicht mit den Fingern abgeschnippt werden. Die geschälten Mandeln werden dann in einem Thermomix/FoodProzessor o.ä. fein gemahlen.

Die Zitronen heiß abwaschen und mit 150 ml Wasser in einen Topf geben, zum Kochen bringen, Deckel auflegen und auf kleiner Flamme eine Stunde köcheln lassen. Dabei bitte darauf achten, dass der Deckel gut schließt und kein Wasserdampf aus dem Topf entweicht. 

Die Zitronen etwas abkühlen lassen, halbieren und die Kerne entfernen. Jetzt alles mit einem Mixstab/Zauberstab fein pürieren. Je feiner desto besser. Die Zitronenmasse dann durch ein Sieb streichen bis nur noch der nicht brauchbare Rückstand der Zitronen im Sieb übrig bleibt. Das Passierte ganz abkühlen lassen. Das kann man schon einen Tag vorher erledigen.

Wenn der Kuchen gebacken werden soll, den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Die Eier mit dem Zucker und der Prise Salz schön schaumig rühren bis eine helle, luftige Masse entstanden ist. Die Zitronenpaste zugeben und alles gut vermischen. Dann die Mandeln mit dem Natron mischen und ebenso unterrühren.

Eine Springform mit Backpapier auslegen oder bei Verwendung einer Tarteform diese mit einem Blatt Backpapier auslegen und einen Edelstahl-Backrahmen hineinstellen. Jetzt die Masse einfüllen und glattstreichen. 

Die Form in die Mitte des vorgeheizten Backofens stellen und ca. 40 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob der Kuchen innen nicht mehr klebt. 

Wenn der Kuchen komplett ausgekühlt ist, ihn vor dem Verzehr mit Puderzucker bestreuen. Er ist so saftig, er hält sich locker einige Tage frisch.



Servieridee für den Cake als Dessert: 
eine Kuchengabel auf den Teller legen, dann einfach etwas Kakaopulver darüber sieben und die Gabel vorsichtig wegnehmen. Dann das Stück Kuchen aufsetzen, fertig.

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Dienstag, 26. Mai 2026

Rhabarber - Crumble

Zurzeit gibt es wieder leckeren Rhabarber. Auf meinem Blog findet ihr oben auf dieser Seite unter der Rubrik "Rezepte von A - Z" einige Rezepte mit Rhabarber.  Da wird bestimmt jeder fündig werden.

Heute habe ich ein Crumble für euch. Crumble sind so vielseitig, ob mit Äpfeln, Zwetschgen, Aprikosen oder auch mit Kirschen. Lecker sind sie alle. 

Dieses Mal habe ich ein Crumble mit Rhabarber gebacken. Ich habe das Rezept auf zwei Glasauflaufformen verteilt und im Airfryer gebacken. So hatten mein Mann und ich jeder eine große Portion Crumble zum Nachmittagskaffee. 

Wer keinen Airfryer sein eigen nennt, der gibt das Crumble einfach in eine geeignete Auflaufform und backt alles im Backofen. Zeit und Temperatur habe ich auch dazu geschrieben.

Also ab in die Küche, wir backen Crumble.



Rhabarber - Crumble    2 große Portionen

  • 100 g Mehl
  • 80 g feine Haferflocken
  • 1 große Prise Vanillesalz
  • 1 große Prise Zimt
  • 90 g Zucker
  • 100 g weiche Butter
  •  
  • ca. 500 gr. Rhabarber, fein gewürfelt
  • eventuell Zucker, falls man es süßer möchte


Für den Crumnle alle trockenen Zutaten mischen, dann die Butter dazu geben und alles mit der Gabel zu einem Streuselteig verrühren. Die Crumble sollen nicht zu fein aber auch nicht zu groß werden. Die Crumble zum Durchkühlen kurz in den Kühlschrank stellen, so werden sie später knuspriger.

Den Rhabarber waschen und in ca. 1cm große Würfel bzw. Scheiben schneiden und in 2 Auflaufformen füllen. Ich habe ihn nicht extra gesüßt, weil die Streusel genug Zucker enthalten. Darauf dann den Streuselteig gleichmäßig verteilen.

Die Auflaufform in den Airfryer stellen, Airfry 170°C, ca. 30 Minuten

Kommt die Form in den Backofen, dann den Ofen ebenso auf 170°C Umluft stellen und den Crumble in ca. 30 Minuten golden backen.


Hier ist alles in einer Auflaufform im Backofen gebacken worden.












Freitag, 22. Mai 2026

Spargelquiche mit Pilzen, Zucchini und Möhre

Quiches und Tartes sind immer ein sehr leckeres Essen. Frisch gebacken schmecken sie sehr gut, aber auch am nächsten Tag schmecken sie wunderbar. Und das nicht nur warm bzw. heiß, sondern auch kalt.

Nun hatte ich noch einiges an Gemüse da, was ich verbrauchen wollte. Da bot sich eine Quiche gut an. Das Ergebnis war sehr lecker und noch besser als ich dachte. Deswegen teile ich gerne mein leckeres Rezept mit euch.



Spargelquiche mit Pilzen, Zucchini und Möhre  32cm Tarteform 

  • 1 Rolle Quiche- bzw. Tarteteig aus dem Kühlregal
  • ca. 2 Esslöffel Semmelbrösel/ Paniermehl
  • ca. 2 Esslöffel geröstete Zwiebeln (Fertigprodukt)
  •  
  • 400 g Spargel 
  • 200 g Champignons
  • 1 mittlere Zucchini
  • 1 mittlere Möhre
  • ca. 150 g Katenrauch - Schinkenwürfelchen
  •  
  • 50 ml Kondensmilch oder Sahne
  • Pfeffer und Salz
  • 1/2 Teelöffel Kurkuma
  • 1/2 Teelöffel Paprika
  • ca. 1 Esslöffel Frischkäse
  • 4 Eier Gr. M
  • 2 Teelöffel "Spargel - Finisher" von Potluck*.    
* Meersalz, Zwiebeln, Tomaten, Pfeffer, Zitronenschalen, Knoblauch, Schnittlauch, Ingwer, Chillies, Petersilie, Thymian, Estragon.   * dieser Beitrag kann ++*WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung) 

Den Spargel schälen und in 1cm dicke Stücke schneiden. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die Zucchini waschen und in Stifte schneiden, die Möhre waschen, schälen und fein würfeln.

Den Backofen auf 190°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und den Teig ca. 10 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen.

Den Teig mit seinem Backpapier in eine Tarteform legen und den Boden mit Semmelbrösel und Röstzwiebeln bestreuen. Einige Speckwürfel aufstreuen.

Darauf dann die Pilze geben. Ebenso die Spargel-, Zucchini- und Möhrenstücke sowie die restlichen Speckwürfelchen.

Die Kondensmilch mit den Gewürzen verrühren, dann den Frischkäse und die Eier untermischen, zuletzt die Kräutermischung. Alles pikant abschmecken.

Den Guß über die Gemüsemischung geben und die Form mittig in den vorgeheizten Ofen schieben. In ca. 45 Minuten sollte die Quiche fertig sein, der Teigrand gebräunt und die Füllung gestockt sein.

Bei meiner Quiche hatte sich zum Backende etwas Flüssigkeit auf der Quiche gebildet. Die habe ich mit etwas Küchenkrepp aufgesaugt. So weichte die Quiche auch nicht so durch.








kleiner Gag am Rande . . .




Freitag, 15. Mai 2026

Prasselkuchen mit Birnen, gerösteten Mandelblättchen und Haferstreusel

Wir hatten Lust auf ein Stückchen Kuchen und ich wollte bei der Gelegenheit noch ein paar Birnen verarbeiten. Schnell sollte es auch gehen und da ich noch (wie so oft) eine Rolle Blätterteig im Kühlschrank hatte, kam mir die Idee eines Prasselkuchens.

Ein Birnenkuchen ist sonst nicht unbedingt so mein Fall, aber der Prasselkuchen mit den festen Birnen war eine sehr gute und leckere Idee. Was auch prima ist, er ist megaschnell gebacken und lauwarm schmeckt er sogar noch am besten.

Lange Rede, kurzer Sinn, der Prasselkuchen war ganz nach unserem Geschmack, los geht es mit meinem Rezept:



Prasselkuchen mit Birnen, gerösteten Mandelblättchen und Haferstreusel

  • 100 g Dinkelmehl 630er
  • 50 g Haferflocken, zarte
  • 10 g Haferflocken, kernige
  • 80 g Zucker
  • eine Prise Vanillesalz
  • etwas Vanille
  • 1/2 Teelöffel Ceylon-Zimt

  • 100 g weiche Butter

die trockenen Zutaten alle mischen, die weiche Butter dazu geben und alles mit einer Gabel zu nicht zu großen Streuseln rühren. Die Streusel dann kurz in den Kühlschrank stellen, damit die Butter wieder fester wird.

  • eine Rolle Butter - Blätterteig (280 g Fertigprodukt aus dem Kühlregal)

10 Minuten vor Verwendung den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Dann den Teig entrollen und ihn mit seinem Backpapier auf ein Backblech legen, den Backofen auf 200°C Umluft bzw. 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 

Vom Blätterteig an der schmalen Seite 4 gleichbreite Streifen abschneiden. Die Streifen rundherum auf dem Teigrechteck bzw. Teigquadrat als Rand auflegen und leicht festdrücken.

  • 3 große, feste Birnen

  • geröstete Mandelblättchen
  • oder:
  • ca. 1 Händchen voll grob gehackter Walnüsse

Die Birnen waschen, entkernen und in kleinere Stückchen (ca. 1cm Kantenlänge) schneiden und auf dem Boden verteilen, den Rand dabei frei lassen. Darauf dann einige geröstete Mandelblättchen streuen. Ich hatte noch welche vom letzten Kuchenbacken übrig, nehmt so viele ihr mögt. Alternativ schmecken mit Sicherheit auch grob gehackte Walnüsse sehr gut, sie passen sehr gut zu den Birnen.

Die Streusel aus dem Kühlschrank nehmen und gleichmäßig auf den Birnenstückchen verteilen. Den Rand dabei unbedingt frei lassen, damit er schön aufgehen kann. 

Den Kuchen mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und in ca. 25 Minuten golden backen.

Frisch gebacken schmeckt er natürlich am besten. Aber selbst am nächsten Tag ist er noch recht knusprig und sehr lecker. Bitte beachten, der Kuchen darf nicht abgedeckt werden, sonst ist er am nächsten Tag nicht mehr knusprig. Man kann ihn höchstens mit einem Küchenkrepp abdecken, aber auf keinen Fall mit einer Haube oder Folie.





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Freitag, 8. Mai 2026

selbstgemachtes Zitronenöl

Letztes Jahr bekamen wir von lieben Freunden ein Fläschchen selbstgemachtes Zitronenöl geschenkt, worüber ich mich sehr gefreut habe. Bis dato kannte ich so etwas nur aus diversen Essig-Öl-Geschäften, hatte solches aber noch nie probiert. Unsere Freunde verwenden es schon sehr lange und stellen sich das Öl auch immer selber her.

Der Geschmack eines solchen Öls ist wunderbar zitronig und sehr intensiv. Ich bin davon ganz begeistert. Als sich die Flasche dann dem Ende neigte, fragte ich sie, wie man das Zitronenöl denn selber herstellen kann.  Das geht ganz einfach und benötigt im Grunde kein Rezept, meinten sie:

Man nimmt ein Marmeladenglas o.ä., Bio - Zitronen und einfaches Olivenöl. Die Schale schält man hauchdünn ab, gibt sie in das Glas, füllt alles mit Öl auf und stellt das Ganze in den Kühlschrank. Je mehr Schale man nimmt, umso intensiver wird das Öl. Ob man das Ganze jetzt 3 Wochen oder 3 Monate ziehen lässt, ist einem selber überlassen. Man kann ja zwischendurch probieren . . . Dann nimmt man die Schalen heraus und fertig ist das Zitronenöl.

Genau so hatte ich es jetzt probiert und das Ergebnis ist sehr lecker geworden.



selbstgemachtes Zitronenöl

  • Sehr dünn abgeschälte Schalen von einigen Bio - Zitronen
  • einfaches Olivenöl
Die Schalen der Bio - Zitronen gut waschen und abtrocknen. Mit einem Sparschäler die Schale ganz dünn abschälen.  Darauf achten, dass das Weiße nicht mit abgeschält wird. Ansonsten kann das spätere Öl bitter werden.

Der Saft wird anderweitig verwendet oder auch portionsweise für später eingefroren. 

Die Schalen in ein breites Schraubglas geben und mit Olivenöl auffüllen, bis alles gut bedeckt ist. Das Glas verschließen und in den Kühlschrank stellen.

Hier zieht das Öl nun einige Wochen gut durch. Mein Zitronenöl hatte ich jetzt ca. 2 Monate durchziehen lassen. Es duftet und schmeckt schon wunderbar nach Zitrone.

Das Öl durch ein feines Sieb abgießen und die Schalen leicht ausdrücken. Fertig ist das duftende Zitronenöl.

Es wird im Kühlschrank aufbewahrt und überall, wo man Zitrone benötigt kann das Öl sehr gut mit verwendet werden. 
Achtung. Bitte nicht wundern, wenn das Öl im Kühlschrank fest, milchig und/oder flockig wird. Das liegt am kalten Olivenöl. Je besser die Qualität des Öles, desto eher wird es fest. In der warmen Küche wird das dann aber auch wieder flüssig. Deswegen hebe ich das Öl gerne in einem Marmeladenglas auf, dann kann man es löffelweise heraus nehmen und das Glas direkt wieder in den Kühlschrank stellen.

mein Tipp: je aromatischer die Zitronen sind, desto besser wird das Öl 


Hier ein paar Beispiele wo man das Zitronenöl verwenden kann: 
  • Salatsauce
  • Dressing
  • Kochen von Spargel 
  • Fischgerichte 
  • Pastasaucen
  • Rührteig für Kuchen

In das Glas mit dem Öl passen noch einige Zitronenschalen. Es können ruhig auch kleine Stückchen Schale sein, oder grobe Raspel, das ist völlig egal. Hauptsache ist nur, dass das Weiße der Zitrone nicht mit abgeschält wird, das ist bitter. Und das Öl muss die Schalen komplett bedecken, damit nichts schlecht wird.


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Zitronen auf der Insel Lipari


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Zitronen in Rom


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Dienstag, 5. Mai 2026

Eingelegte süß - saure Radieschen

Radieschen esse ich überhaupt nicht gerne, sie haben mir noch nie geschmeckt. Aber . . . . wenn man sie süß - sauer einlegt, dann sind sie Spitze und ich mag sie total gerne. Sie schmecken wunderbar aromatisch, süß, sauer, einfach klasse.

Das Prozedere ist auch schnell erledigt und ruckzuck hat man leckere, eingelegte Radieschen. Mein Rezept hier ergab zwei Gläser.



eingelegte süß - saure Radieschen

  • ca. 1/2 Bund Radieschen, geviertelt oder geachtelt

  • 200 ml Weißweinessig
  • 150 g Zucker
  • 1 große Prise Salz 
  • 1 große Prise schwarzer Pfeffer
  • 3 Teelöffel "Einmachgewürz"
  • 1/4 Teelöffel Thymian
  • 3 Wacholderbeeren
  • 3 Pimentkörner
  • 1 mittlere Zwiebel, geviertelt
  • 1 Lorbeerblatt

Alle Zutaten für die Marinade in einem Topf aufkochen und einige Minuten leise köcheln lassen.

In der Zwischenzeit kleinere Schraubgläser spülen und bis zum Rand mit kochendem Wasser befüllen und stehen lassen. Den Deckel ebenso in ein Gefäß geben und mit kochendem Wasser bedecken und stehen lassen. Ich hatte alte Marmeladengläser genommen.

Wenn die Marinade gut geköchelt hat, die Gläser leeren und die Radieschen in die Gläser füllen. Bis oben hin mit der heißen Flüssigkeit (inklusive aller Gewürze) übergießen und den Deckel aufschrauben. Wenn die Gläser abgekühlt sind, sie in den Kühlschrank stellen. Die Radieschen mindestens einige Stunden durchziehen lassen, dann sind sie noch knackig.

Wir haben sie am nächsten Tag probiert. Sehr lecker. Sie sind in der Konsistenz nicht mehr ganz so knackig, aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch. Aber selbst nach einer halben Woche schmecken sie immer noch genauso gut.

Ich habe sogar noch folgendes ausprobiert: 

ein paar frische Radieschen habe ich geviertelt und einfach in die kalte Lake gelegt. Sie ziehen auch sehr gut durch und schmecken wunderbar. Denn Zucker und Essig konserviert bekanntlich.


So sehen die Radieschen am nächsten Tag aus. Etwas schrumpelig, aber sie sind sehr lecker.





Freitag, 1. Mai 2026

meine Eigenkreation "Karins Friesentorte" 2026

Seit langer Zeit habe ich mal wieder eine richtig leckere, üppige Sahnetorte gebacken. Wir hatten im Haus ein kleines Jubiläum zu feiern und dazu unsere Nachbarin eingeladen. Die Wahl fiel auf meine Eigenkreation der Friesentorte. Diese hatte ich auch schon live und in Farbe im August 2013 im WDR in der damaligen Sendung "Daheim+Unterwegs" backen dürfen. Eine tolle Torte. Und ich wusste, dass Frau Nachbarin so eine Friesentorte sehr gerne mag. Dieses Mal hatte ich sie auch mit allem Drum und Dran gebacken und das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen. 

Die Torte schmeckte richtig klasse, nicht zu süß und nicht zu schwer. Frau Nachbarin war auch ganz begeistert und wir haben alle richtig geschlemmt. Für den nächsten Tag bekam sie noch ein Stück mit auf den Weg.

Und hier kommt mein bewährtes Rezept meiner Friesentorte.


Knuspriger Mürbeteig vereint sich hier mit Zwetschgenkompott, Zwetschgenmus, Brandteigböden, karamellisierten Walnüssen und üppiger Vanillesahne. Herrlich.


meine Eigenkreation "Karin's Friesentorte" 26 cm

Mürbeteigboden:  

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • 100 g Zucker
  • 150 g Butter
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Ei
  • evtl. etwas kaltes Wasser

Brandteigböden:

  • 250 ml   Wasser
  • 100 g   Butter
  • 1 Esslöffel   Zucker
  • 1 Prise   Vanillesalz
  • 150 g   Dinkelmehl 630er
  • 4 mittelgroße  Eier

Krokant:

  • 200 g  Walnüsse, gehackt
  • 100 g  Zucker

Zwetschgenkompott:  (für die ganz aufwendige Version)

  • 300 g Zwetschgen, gewürfelt
  • 1 Stückchen  Butter
  • 2 Esslöffel Zucker und etwas Zimt (oder mehr nach Geschmack)
  • 2 Blatt Gelatine
  • etwas Kirschwasser oder Pflaumenschnaps (wenn man mag)

weitere Zutaten:

  • 1  Becher Pflaumenmus (400g)

  • 4 Becher  Sahne (à 200 ml)
  • 8 Teelöffel (SanApart) Sahnesteif
  • 4 Teelöffel Vanillezucker  

  • Puderzucker, zum Bestäuben


Für den Mürbeteigboden: (kann am Vortag schon gebacken werden)

Alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig kneten, 30 Minuten kühlen und ca. ½ cm dünn ausrollen und mit einer Gabel einstechen. Der Durchmesser soll ca. 27 cm betragen. Er zieht sich beim Backen leicht zusammen, sodaß der fertige gebackene Boden später 26 cm Durchmesser hat.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze in ca. 25-35 Minuten golden backen. Auskühlen lassen. 

Tipp: Aus dem Teigrest kann man Plätzchen ausstechen und ebenso wie den Boden goldbraun im vorgeheizten backen. Oder man friert den Teigrest ein für ein anderes Mal.

Für die Brandteigböden:

Wasser mit der Butter, dem Zucker und dem Salz zum Kochen bringen, das Mehl hinein schütten und abrösten. Wenn sich auf dem Topfboden ein weißer Belag gebildet hat, den Teig in eine Schüssel geben und etwas auskühlen lassen. Die Eier nach und nach mit einem Holzlöffel oder Handmixer unterrühren.

Drei Backpapierbögen vorbereiten und auf jeden Bogen jeweils einen Kreis von 30cm aufzeichnen. Das Backpapier wenden und den Teig dünn und gleichmäßig bis zum Rand aufstreichen. Die Böden jeweils auf ein Backblech legen und bei 200°C Umluft im vorgeheizten Ofen in 15-20 Minuten hellbraun und golden backen. Während des Backens den Backofen NICHT öffnen, sonst fällt der Brandteig zusammen.

Die Böden nach dem Backen sofort mit einem Teigring (26 cm Durchmesser) ausstechen und abkühlen lassen. Die Abschnitte klein brechen, sie werden später noch verwendet.

Für den Krokant: 

Den Zucker hellbraun karamellisieren und die gehackten Walnüsse zugeben und alles unter stetigem Rühren einige Zeit karamellisieren lassen. Auf Backpapier auskühlen lassen und evtl. nochmals fein hacken. Der Krokant soll nicht zu grob sein.

Für das Zwetschgenkompott: (am besten einen Tag vorher zubereiten)

Zwetschgen waschen, entkernen und würfeln, die Gelatineblätter in etwas kaltem Wasser einweichen. Die Butter im Topf schmelzen, den Zucker und die Zwetschgen zugeben und alles rührend zum Kochen bringen. Einige Zeit köcheln lassen, die Pflaumen sollen aber noch etwas bissfest sein. Anschließend vom Herd ziehen und den Schnaps  unterrühren. Die eingeweichte Gelatine unter die heißen Pflaumen geben und alles gut mischen. Das Kompott nun in eine kleine Schüssel oder Silikonform füllen und abkühlen lassen. Zum Festwerden in den Kühlschrank stellen.

Für die Sahneschichten die Sahne mit Sahnesteif und Zucker steif schlagen.

Tortenaufbau: 

den Mürbeteigboden auf eine Tortenplatte setzen und mit etwas Pflaumenmus dünn bestreichen, den 26 cm Tortenring herumstellen und den ersten Brandteigboden darauf setzen. Boden gleichmäßig dünn mit der halben Menge Pflaumenmus bestreichen.

Falls Zwetschgenkompott mit hinein soll, ihn jetzt in die Mitte geben, einen Rand frei lassen.

Dann 1/3 der Sahne darüber streichen und 1/3 der Nüsse darüber geben. Den zweiten Boden einsetzen, mit dem restlichen Pflaumenmus bestreichen, 1/3 der Sahne aufstreichen sowie 1/3 der Nüsse darauf geben und den dritten Boden einsetzen. Auf diesen Boden die restliche Sahne verstreichen, die restlichen Nüsse sowie die Teigabschnitte der Brandteigböden auf der Sahne verteilen. 

Torte in den Kühlschrank stellen und gut durchkühlen lassen. Vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestäuben.

Tipp Nr. 1: Die Böden, den Kompott  sowie den Krokant kann man schon gut einen Tag vorher zubereiten, die Torte schmeckt frisch am besten, aber auch am nächsten Tag. Falls etwas übrig bleibt . . . 

Tipp Nr. 2: Wenn es schneller gehen soll kann man die Torte auch ohne Pflaumenkompott und ohne Mürbeteigboden zubereiten. Das schmeckt ebenso gut.

Tipp Nr. 3: wenn es noch viel schneller gehen soll, dann bietet sich meine "superschnelle Friesentorte" an. 


Hier wartete das Prachtstück auf den Anschnitt.









Hier nochmal alle Zutaten (bis auf das Kompott) im Bild.












Ich hab mal in meinem PC gekramt und noch eine alte Videoaufnahme gefunden. Wer Interesse, Zeit und Lust hat, kann hier noch ein absolut laienhaft abgefilmtes Stück Sendung vom 28.08.2013 anschauen. Die Herstellung der Torte hatte ich während der fast zweistündigen Livesendung im Studio gezeigt und am Ende haben die Moderatoren Eva Assmann und Stefan Pinnow und ich die Torte probiert. Ach, das war ein so schöner Tag.



Hier ein wenig "Retro - Fernsehen". Am Ende der Sendung haben wir die Torte verkostet.




Das Schlussbild der Sendung, Foto © WDR