Freitag, 23. Oktober 2026

Trümmertorte - Tortenglück aus Nordfriesland

Im September waren wir mal wieder in unserer "alten Heimat" Nordfriesland. Fast jedes Jahr statten wir dem Land zwischen den Meeren und unseren Freunden dort einen Besuch ab. Gerne besuchen wir dann Neues, aber auch altbewährtes. Wie zum Beispiel schöne Cafés und/oder Bauernhofcafés. Mittlerweile gibt es etliche und unsere Freunde hatten dieses Mal für uns wieder zwei neue Cafés ausgesucht. Man muss sich wundern, wo man überall hübsche und teilweise ausgefallene Cafés in Nordfriesland findet. Dass es dort megaleckere Torten gibt, brauche ich bestimmt nicht extra erwähnen. Die Auswahl ist oft groß, die Torten üppig und lecker sind sie immer.

Dieses Mal habe ich in einem Café mal wieder eine Trümmertorte gegessen. Diese Spezialität ist ein nordfriesischer Kuchenklassiker. Manchmal wird die Torte auch Himmelstorte oder Gewittertorte genannt. Gefüllt wird die Sahneschicht mit Mandarinen oder auch mit Stachelbeeren. Die leckere Torte mit Mandarinen gab es im Bonboncafé Hünning in Silberstedt*. Silberstedt liegt mitten in Schleswig-Holstein, zwischen Husum und Schleswig. Dieses Café kannten wir noch nicht und waren ganz verwundert, wo unsere Freunde uns hinführten. Leider hatte es an dem Tag geregnet wie aus Kübeln, sodaß wir schon Sorge hatten, keinen Platz im Café zu bekommen. Aber wir hatten Glück, Platz war genug. In diesem Café kann man auch jede Menge Bonbons, Schokoladen und Lakritz erwerben. Und viel zu gucken gibt es auch. Nette Deko, hübsche Sitzgruppen und ausgefallene Schilder mit lustigen Sprüchen findet man überall.

Aber woher hat denn die Trümmertorte ihren Namen? Ihren Namen bekam die Trümmertorte daher, dass die Torte beim Anschnitt eine trümmerartige Optik bekommt. Sie sieht dann mitunter ein wenig verunglückt aus. Das liegt daran, dass die Mandel - Baiser - Haube auf dem Boden zerbricht und daher etwas bröselig wird. Verhindern kann man das ein wenig, wenn man den oberen Boden vor dem Auflegen auf die Sahneschicht etwas vorschneidet. 

Eine Trümmertorte hatte ich bis dato noch nicht selber gebacken und das habe ich jetzt nachgeholt. Die Torte ist recht flott gebacken, es ist nicht schwierig und lecker war sie auch geworden. Das Rezept habe ich euch weiter unten aufgeschrieben. 

Auch im Waldcafé "zur Nachtigall" in Schwabstedt* an der Treene, nördlich von Friedrichstadt gelegen, haben wir eine sehr leckere Torte gegessen. So eine leckere, üppige, sahnige, fruchtige und nicht zu süße Blaubeertorte habe ich selten gegessen. Wir vier hatten alle diese Blaubeertorte ausgewählt und alle waren begeistert. Ein dickes Lob ging dann auch an die Dame des Hauses für diese leckere Torte. Dieses nette Café liegt idyllisch gelegen außerhalb von Schwabstedt mitten im Wald. 

Für beide Cafés empfehle ich, sich über die Homepage vorher zu informieren, wann die Cafés geöffnet sind. Nicht, dass man sonst vor verschlossenen Türen steht.

Nun aber zum Rezept der Trümmertorte.

* dieser Beitrag kann +++WERBUNG ohne Auftrag+++ enthalten (Namensnennung und/oder Verlinkung)




Nordfriesische Trümmertorte mit Mandarinen  26cm

Rührteig für 2 Böden à 26 cm

  • 125 g Butter, zimmerwarm
  • 125 g Zucker
  • 4 Eigelb, Gr. L
  • 150 g Mehl
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas Vanille
  • etwas Milch

Für das Baiser:

  • 4 Eiweiß, Gr. L
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Zucker
  • etwas Vanille 

  • 100 g Mandelblätter

Für die Füllung:

  • 500 g Mandarinen aus der Dose, abgetropft 
  • (oder 1 großes Glas Stachelbeeren, abgetropft)
  • 2 Becher Sahne à 200 ml
  • 2 Tütchen Sahnesteif
  • 2 Teelöffel Vanillezucker
Für die Deko:
  • Puderzucker zum Bestreuen


Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwei gleichgroße Springformen einfetten und bemehlen oder mit Backpapier auslegen.

Die Eier trennen. (Dafür nehme ich meinen "Eggbert", meinen neuen Eiertrenner, ein Foto seht ihr weiter unten.)

Die Butter und den Zucker schaumig rühren und nach und nach die Eigelbe unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und ebenso nach und nach untermischen. Das Salz und etwas Vanille nicht vergessen. Sollte der Teig sehr fest sein, noch etwas Milch zugeben.

Den Teig auf beide Springformen verteilen und die Oberfläche glatt streichen.

Für die Baiserschicht das Eiweiß mit dem Salz und dem Zucker steif schlagen bis die Masse glänzt und Spitzen zieht. Das Baiser auf beide Backformen verteilen, glatt streichen und dann mit einem Löffelrücken kleine Wellen hineindrücken. Die Mandelblättchen zuletzt gleichmäßig auf beide Baiserschichten aufstreuen. 

Die Backformen nun mittig in den auf 180°C vorgeheizten Ofen schieben und die Böden in ca. 30 Minuten backen bis das Baiser leicht golden gebräunt ist.

In meinen Backofen passen keine zwei Backformen nebeneinander. Da ich sie nicht mit Umluft backen wollte, habe ich die Böden hintereinander abgebacken.

Die Böden auskühlen lassen und den schöneren Boden vorab in 12 Stücke schneiden. So hat man später beim Schneiden der Torte keine Probleme und die "Trümmer" halten sich in Grenzen.

Dann geht es ans Zusammensetzen der Torte.

Die Sahne mit dem Zucker und dem Sahnesteif steif schlagen. Dann den einen Boden auf eine Tortenplatte setzen und einen Tortenring drumherum stellen.  Einige Mandarinen (oder Stachelbeeren) gleichmäßig auf dem Boden verteilen, etwas Sahne darüber streichen und weitere Früchte darauf verteilen. 
Wenn Sahne und Früchte gleichmäßg verteilt wurden, alles glatt streichen und die 12 "Trümmerstücke" auflegen und leicht andrücken.

Die Torte abgedeckt bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen, dann noch mit Puderzucker bestäuben. Und dann kann geschlemmt werden.



Das ist mein "Eggbert", ein Eiertrenner vom Atelier "der gute Ton" von  Cornelia Kielinger *, ich habe ihn auf dem Keramikmarkt in Friedrichstadt/SH gekauft. Er arbeitet sehr zuverlässig, das Eiweiß wird sehr gut vom Eigelb getrennt. Es klappt auch gut mit zwei Eiern. Die passen ohne Probleme hinein. Das war ein sehr guter, praktischer Einkauf und das Gadget ist sehr zu empfehlen.



Das war meine Trümmertorte auf dem Kaffeetisch.




Das war das Stück Trümmertorte mit Mandarinen im Bonboncafé Hünning in Silberstedt*. Lecker war's.



Impressionen aus dem BonBon Café

🍰☕🍰☕🍰


das war die sehr leckere, "unsüße" Blaubeertorte im Waldcafé "Zur Nachtigall" in Schwabstedt



Impressionen vom Waldcafé "Zur Nachtigall"




Im Storchendorf Bergenhusen haben wir diese hübschen Störche im Landgasthof und Café Hoierboier gesehen. Dort kann man lecker und gutbürgerlich essen. Die Auswahl ist gut, die Besitzer sehr freundlich und die Preise sind in Ordnung. Der Gasthof ist zentral gelegen, die Kirche ist direkt gegenüber und das Storchenmuseum ist gleich um die Ecke.
Kaufen kann man die Störche übrigens in der Töpferei Bergenhusen. Ich habe mir auch ein kleines Exemplar mit nach Hause genommen.






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen