Freitag, 2. Februar 2018

die Avocado - der geriebene Kern und leckere Guacamole . . .

Liebt ihr auch Guacamole, diese leckere Creme, die aus Avocados hergestellt wird? Diese Avocadocreme ist so lecker und gehört bei uns immer zum Homemade Hamburger und manchmal auch zu Quesadillas.
Aber jetzt habe ich wieder mal etwas ausprobiert. Bisher habe ich die Kerne von Avocados immer weggeworfen. Ihr bestimmt auch, oder? Aber wie ich schon vor einiger Zeit gehört und gelesen habe, sollen diese Kerne sehr viele gesunde Stoffe enthalten, die man auch essen sollte. Der Kern hätte viele Vitamine, soll den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen und senken, Herz- und Gefäßkrankheiten vorbeugen und sogar Magenbeschwerden lindern. Außerdem sollen die entzündungshemmenden Eigenschaften das Immunsystem stärken und die enthaltenden Antioxidantien vor freien Radikalen schützen. Schon die Ureinwohner Mittelamerikas kannten die positiven Eigenschaften der Avocado und die Mexikaner nennen den Kern heute noch „el corazón del aguacate“, das Herz der Avocado. Jede Menge Infos zur Avocado findet man ausführlich hier bei Wikipedia.

Aber wie immer gibt es auch negative Berichte über den Avocadokern, selbst das Fruchtfleisch soll auch nicht so gesund sein wie man immer hört und liest. Tja, was soll man von allem halten. Ich glaube, wenn man umsichtig damit umgeht und den getrockneten und geriebenen Kern sehr sparsam und nur als Gewürz verwendet, dann ist man auf der sicheren Seite. Und eine ganze Avocado isst man auch nicht täglich. Eine ganze Muskatnuss oder einen 5-Liter Eimer Eis isst man ebenso wenig  ja auch nicht auf einmal,  denn das ist ja auch ungesund . . . Ich halte mich immer an die Regel: von allem ein wenig und nicht zu viel und die Dosis macht das Gift. 


nach dem Raspeln werden der Kern und die Raspel rotbraun

Trotz allem habe ich zwei Kerne meiner letzten Avocados (Sorte Hass) aufgehoben. Ich hab gedacht, wenn das nix wird kann man sie immer noch entsorgen. Und so geht man vor:

den Kern unter fließendem Wasser abspülen und eventuell anhaftendes Fruchtfleisch entfernen. Den Kern einen Tag trocknen lassen und dann die braune Schale entfernen. Ihr wundert euch bestimmt über die braunen Flecken auf dem oberen Foto. Der Kern hatte durch die festsitzende Schale, die ich mit einem Messer entfernt habe, schon braune Flecken bekommen, weil der Kern an den Stellen durch das schälen dort schon oxidiert ist.

Den Kern habe ich fein gerieben und dann muss alles gut durchtrocknen. Durch die Luft oxidiert alles, die Raspel werden braun und das ist aber richtig so. Wenn alles gut getrocknet ist, die Raspel in einem gut schließenden Behälter aufheben.

Die geriebene Avocado kann sehr gut über die Guacamole oder Salat als Topping gestreut werden, ins Müsli oder über den Smoothie. Probiert es aus. Sie schmeckt leicht würzig und wie ich finde auch ein wenig pfeffrig. Wer es noch feiner möchte, der schreddert und mahlt die Raspel noch kurz in der Moulinette, Thermomix o.ä.
Mal sehen, wo wir das Pulver überall einsetzen werden. Solltet ihr es ausprobieren, dann schreibt mir doch, wo und wie ihr es verwendet habt. Ich bin schon gespannt.

eine Bitte habe ich aber:  in den Kommentaren wies mich jemand auf einen kritischen Bericht hin, der die Verwendung des Kerns als ungesund, wenn nicht sogar als giftig hinweist. Ich bin kein Chemiker und kenne mich mit der Toxologie von Pflanzen nicht aus. Lest den Bericht und macht euch selbst ein Bild. Bitte verwendet den geraspelten Kern nur als Gewürz, setzt das gemahlene Pulver nur sparsam ein, verabreicht es auf keinen Fall Kindern und esst auch nicht einen ganzen Kern geschreddert im Smoothie. Ich denke, wenn man das beherzt, dann kann man nicht so viel falsch machen.  Wie heißt es doch: nur die Dosis macht das Gift. Vielen Dank

Ansonsten kann man den frischen Avocadokern auch einpflanzen. Es benötigt etwas Geduld, denn manchmal keimt er und es entsteht eine hübsche Pflanze. . . das ist dann auf jeden Fall die sicherste Methode 😉


links der frisch geraspelte Kern, rechts ist fast schon alles getrocknet und rotbraun geworden

ich habe die Raspel noch ein wenig im Mixer geschreddert, so wurde alles noch etwas feiner

Guacamole  bereite ich so zu:

das reife Fruchtfleisch der Avocado mit der Gabel fein zerdrücken, einen Spritzer Zitronen- oder Limettensaft dazugeben, damit das Mus nicht braun wird. Nun alles mit einer ordentlichen Prise Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, etwas Chilipulver, etwas Cumin und etwas fein geriebener Zwiebel und/oder Knoblauch verrühren und kräftig abschmecken.
Nach Wunsch kann man noch ganz fein gewürfelte und entkernte Tomate unterheben. Nun  die Oberfläche noch mit Folie abdecken So bleibt die Guacamole schön grün. Oder man steckt den Kern hinein, dann soll sie auch nicht braun werden . . . Die Guacamole gut durchziehen lassen. Uns schmeckt sie am besten mit Zimmertemperatur. Aber zur Aufbewahrung bitte in den Kühlschrank stellen. Lasst es euch gut schmecken.






Kommentare:

  1. Liebe Katharina,
    davon habe ich noch nie gehört! Das muss ich unbedingt ausprobieren. Danke für den Tipp! <3
    Herzlichst, Conny

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  2. Hallo Katharina,

    ich bin auch immer dafür möglichst alles zu verwerten.
    Da es bei uns auch regelmäßig Guacamole gibt und ich es schade finde
    die Kerne zu entsorgen, habe ich etwas recherchiert.
    Bin dann über das folgende gestolpert:
    https://projekte.meine-verbraucherzentrale.de/avocadokern
    http://www.deutschlandfunkkultur.de/superfoods-gift-im-kern-von-avocados.993.de.html?dram%3Aarticle_id=369857



    V.G. Kai

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  3. @Kai Kunze
    vielen Dank für den interessanten Link. Herr Pollmer ist immer sehr kritisch mit allem und stellt vieles auch in Frage. Auch wenn er recht hat/haben sollte, ich denke, wenn man den pulverisierten Kern als reines Gewürz sieht, ihn nicht täglich in großen Mengen und wenn dann sehr sparsam dosiert, dann ist dagegen nichts einzuwenden. Bei der Verwendung von Muskat und Tonka ist es ähnlich, zu viel ist da auch ganz ungesund.Das wissen auch sehr wenige. Und wenn Kinder mitessen, sollte man sowieso auf würzige, salzige und zu süße Sachen sowieso verzichten.
    Nochmals vielen dank für den Hinweis.
    Wie heißt es doch: allein die Dosis macht das Gift . . .
    viele Grüße von Katharina

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