Nun kommt schon bald der Herbst, oder soll ich lieber sagen, der Sommer ist bald vorbei? Egal. Zu dieser Jahreszeit gibt es auf jeden Fall schöne Zwetschgen, mit denen man gerne einen Kuchen backt.
Gerade jetzt sind die Zwetschgen reif, da "muss" man doch einen Zwetschgenkuchen backen, den man aber meist als Pflaumenkuchen betitelt. Egal.
Im Rheinland rund um Köln nennt man ihn auch Prummetaat. Mit Prummen sind die Pflaumen gemeint, mit Taat die Torte. Aber die Prummen sind immer Zwetschgen. Denn Zwetschgen sind länglich und fest, Pflaumen sind rund und sehr saftig und für Kuchen nicht so geeignet. Steigt ihr jetzt noch durch? Zwetschgen, Pflaumen, ja was denn nun. Egal. Für diesen Pflaumenkuchen werden jedenfalls Zwetschgen benötigt . . .
Dieses Mal habe ich eine Prummetaat mit Teiggitter gebacken. Eine so genannte Gitterstanze oder Gitterschablone habe ich schon ewig und brauche sie viel zu selten. Dabei sehen diese schnell hergestellten Gitter immer klasse und doch recht professionell aus. Wie man das bewerkstelligt habe ich euch unten aufgeschrieben.
Solltet ihr keine Stanze haben, dann schneidet bitte für ein Gitter die dünne Teigplatte in schmale Streifen und legt sie dann gitterförmig auf den Kuchen. Das hat natürlich den gleichen Effekt.
Wie man sieht ist der Kuchen auch recht ansehnlich geworden, geschmeckt hat er auch und so schreibe ich nicht lange um den heißen Kuchen herum, hier kommt mein Rezept.
Prummetaat mit Gitter 32cm Tarteform
für den Boden: (diese Menge reicht sogar für den Boden eines Backbleches)
- 400 g Dinkelmehl 630er
- 85 g Zucker
- etwas Vanille aus der Mühle
- 1 Prise Vanillesalz
- 1 Päckchen Backpulver
- 250 g Magerquark
- 6 Esslöffel neutrales Öl (z.B. Rapsöl)
- 7 Esslöffel Vollmilch
- 2 Esslöffel Paniermehl oder Zwiebackbrösel
- 2 Teelöffel Vanille - Puddingpulver
die trockenen Zutaten mischen und mit den nassen Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten.
Knapp 2/3 des Teiges gleichmäßig dünn ausrollen und in eine tiefe, gefettete Tarteform legen, den Rand hochziehen.
Das Paniermehl mit dem Puddingpulver gut mischen. Die Oberfläche des Teiges damit bestreuen. So wird später die Flüssigkeit der Zwetschgen besser aufgesogen und der Boden weicht nicht durch. Wer möchte gibt noch etwas Zucker und Zimt darauf.
für den Belag:
- ca. 2 kg Zwetschgen
- Zimt & Zimt
- Hagelzucker
- Puderzucker zum Bestreuen
- Schlagsahne, mit Vanille und Zucker leicht gesüßt
Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. In Reihen oder in wildem Muster eng an eng hochkant auf den Teig stellen. Nach Wunsch mit Zucker und Zimt bestreuen.
Für das Gitter den restlichen Teig dünn ausrollen und in schmale Streifen schneiden. Diese nach Wunsch auf die Pflaumen legen und die Ränder festdrücken.
Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.
Oder man benutzt eine so genannte "Gitterschablone". Meine ist rechteckig und ich habe sie schon seit über 20 Jahren - und benutze sie im Grunde viel zu selten . . . Es gibt sie aber auch in rund. Die Gitterschablone oder Gitterstanze ist ein zweiteiliges Plastikgitter mit rautenförmigen Löchern/Gitter. Auf dieses legt man die Teigplatte und rollt sehr beherzt mehrfach in allen Richtungen mit einem bemehlten Rollholz über den Teig. Man kann auch eine Backfolie auf den Teig legen. Der Teig, der in den kleinen Rauten hängt, fällt heraus und kann anderweitig verbraucht werden. Dann werden beide Gitterteile zusammen mit dem Teig kopfüber auf den Kuchen gelegt. Das obere Gitter (orange) wird vorsichtig vom unteren (cremefarben) abgenommen. Der Teig fällt dann langsam vom zweiten Gitter herunter auf die Pflaumen. Eventuell muss man vorsichtig mit einem schmalen Löffelstiel nachhelfen. Dann das helle Gitter abnehmen. Eventuellen Überstand abschneiden und den Teig an den Rändern festdrücken.
Die Tarteform in den auf 200°C vorgeheizten Ofen Ober-/Unterhitze auf die 2. Stufe von unten schieben und in ca. 35 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der Teig schön golden ist. Die Teigoberfläche mit Puderzucker besieben.
Die Prummetaat abkühlen lassen oder lauwarm servieren. Ein Schlag Vanillesahne dazu schmeckt besonders gut.
mein Tipp: aus den Kernen kann man noch wunderbaren Amaretto aus Zwetschgenkernen herstellen.
Liebe Karin,
AntwortenLöschendein Zwetschgenkuchen sieht total gut aus. Dieses Gitter macht so viel aus, richtig edel.
Liebe Grüße
Sigrid
Liebe Sigrid, ich fand ihn optisch auch richtig schick. Ich weiß gar nicht, warum ich diese Stanze so wenig bis gar nicht benutze. . . sollte man wirklich des Öfteren mal machen.
LöschenLiebe Grüße, Karin
Liebe Karin, die Gitterstanze ist ideal. Sehr schön, wusste gar nicht, dass es so ein Gerät gibt. Schaut gut aus 👍👍 und lecker ist er sicher auch. 😋♥♥
AntwortenLöschenLiebe Grüße von Irmi
Liebe Irmi, ja, was man so alles im Schrank hat und viel zu selten benutzt. Aber ich denke, ich werde ihn jetzt öfter nehmen. Das klappte so gut und schnell und das Ergebnis ist richtig klasse.
LöschenLiebe Grüße schickt dir Karin