Dienstag, 6. Dezember 2022

Karins rustikales Kartoffel - Dinkelvollkorn - Haferbrot

Mögt ihr auch so gerne frisches, kräftiges Brot mit schöner Kruste? Hach, ich liebe das. Und am liebsten frisch abgeschnitten und nur mit Butter, vielleicht noch mit etwas Fleur de Sel. Da könnte ich mich dann "dumm und dusselig" dran essen, wie man bei uns so schön sagt.
Von daher backe ich ab und an dieses Brot hier. Es gelingt, schmeckt und es hält sich auch sehr gut einige Tage frisch. Und man weiß, was drin ist.


 

Karins rustikales Kartoffel - Dinkelvollkorn - Haferbrot

  • 200 g Kartoffeln, gekocht und fein zerdrückt

  • 300 g Dinkelvollkornmehl
  • 100 g Dinkelmehl 630er
  • 100 g Hafermehl
  • 15 g Salz
  • etwas geriebene Muskatnuss

  • ca. 170 ml warmes Wasser 
  • ½ Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • 15 g Zucker

  • 3 Esslöffel natives Olivenöl

Kartoffeln in der Schale weich kochen, pellen, 200 g abwiegen und mit einer Gabel fein zerdrücken. Etwas auskühlen lassen.

Die Hefe zerkrümeln und in ca. 150 ml lauwarmen Wasser auflösen, den Zucker dazu geben. 

Nun das Mehl mit dem Salz und einer großen Prise Muskatnuss gründlich mischen. Die lauwarmen Kartoffeln sowie das Olivenöl und die Hefeflüssigkeit dazu geben und alles in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten lassen. Sollte der Teig zu fest sein oder noch Mehlnester da sein, dann noch etwas Wasser vorsichtig nachgießen. Ist er zu "matschig", dann noch nach und nach etwas Mehl zugeben. Einige Minuten weiter kneten lassen bis alles gut geknetet ist und der Teig nicht mehr am Schüsselrand klebt.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsplatte mit bemehlten Händen gut durchkneten und zu einer Kugel formen. Zurück in die bemehlte Schüssel legen, abdecken und 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. 

mein Tipp: mein Backofen hat eine Gärstufe, ich habe den Teig samt Schüssel und Abdeckung in den auf 40°C warmen Ofen gestellt. Der Teig ist wunderbar aufgegangen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den gegangenen Teig auf der bemehlten Arbeitsplatte kurz durchkneten und rund wirken. Dabei den Teig der Teigkugel mit den flachen Händen immer unter die Kugel schieben, dass sich eine ganz glatte, gespannte Oberfläche bildet.

Die Teigkugel mit dem Schluss nach unten mittig auf das Backblech legen, abdecken und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. 

Den Backofen auf 250°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Das Brot mit einem Stück Garn eindrücken und "vierteln" und mit einer Rasierklinge (oder scharfem Messer) nach Wunsch einritzen. Oder man nimmt eine Schere und schneidet kleine Spitzen in den Teig. Dann die Oberfläche des Brotes mit Wasser besprühen.

Das Blech in das untere Drittel des heißen Ofens schieben, sofort noch etwas Wasser hinein sprühen und die Tür schließen. Nach 15 Minuten die Temperatur auf 200°C herunterschalten und das Brot weitere ca. 35 Minuten backen lassen.

Nach der Zeit die Klopfprobe machen, hört sich das Brot hohl an, dann ist es fertig gebacken. 

Mein Tipp: Sofort nach dem Backen das Brot nochmals mit Wasser besprühen. Das gibt Glanz und die Kruste wird besonders knusprig. 

Das Brot dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Guten Appetit. Das Brot hält sich durch die Kartoffeln einige Tage frisch. Sogar der letzte Rest schmeckte am 3. Tag noch, ohne dass wir die Scheiben toasten mussten.







🎅🎅🎅

das Rezept der Rudolph-Kekse findet ihr >HIER<

🎅🎅🎅



Samstag, 3. Dezember 2022

ganz viele Geschenkideen aus der Küche

Kinder, was rast die Zeit. Empfinde nur ich das nur so oder geht es euch ebenso? Kaum ist der Sommer vorbei, schon ist die Adventszeit in vollem Gange. Wahnsinn.

Alle Jahre wieder macht man sich Gedanken, was noch alles erledigt werden will oder soll. Habt ihr schon alle Geschenke besorgt? Oder fehlen euch noch ein paar Kleinigkeiten? Dann hätte ich ein paar Geschenkideen aus der Küche für euch. Die Herstellung ist recht einfach, vieles habt ihr vielleicht sogar im Haus und ihr könnt gleich loslegen.

Meine Vorschläge habe ich alphabetisch geordnet, damit ihr sie leichter findet. 

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Zubereitung, Herstellung und beim Verschenken oder selber behalten.




💝💝💝💖💝💝💝

Apfelsinen - Sirup 

Balsamico Kugel  

Birnenschmaus mit karamellisierten Mandelblättchen und Ingwer  

Bunte Nudeln (Rote Beete und Kurkuma)

 Chaos-Pralinen und 1-0-1 Pralinen

 Eierlikör

gebrannte Mandeln

 Glühwein - Essenz

 Glühwein - Fruchtgummi

 Kaffee-Zucker-Olivenöl-Peeling

 kleine Lebkuchenhäuschen 

Lavendel - Kissenspray 

 Limettenlikör 

 Limoncello 

 Ponche de Crema (Spezialität aus der Dom. Rep.)

 diverse Salze

 Schneemandeln, würzige ,

 Tomatenpesto

 Whisky - Fudge

 Zuckerherzen 


 



bunte Nudeln

Birnenschmaus


gebrannte Weihnachtsmandeln



Tomatenpesto

Lavendel - Kissenspray


Ponche de Crema


💝💝💝  



Mittwoch, 30. November 2022

Tessiner Mandel - Apfeltorte

Meine Tessiner Mandel - Apfel - Torte backe ich schon seit den 1980er Jahren. Wo das Rezept genau herkommt, kann ich überhaupt nicht sagen. Schon meine Mutter hatte sie in den späten 70er Jahren gebacken. Es ist ein recht ausgefallenes Rezept, zu dem es auch eine kleine Geschichte gibt. 

Bisher ist das ja noch nicht so spektakulär. Aber als im August 2010 in der Sendung "Daheim+Unterwegs" im WDR der Aufruf gestartet wurde, wer den leckersten Apfelkuchen backt und man sein leckerstes Rezept einschicken soll, da habe ich mein Rezept der Tessiner Mandel-Apfel-Torte eingeschickt. 

Erst einige Tage später bekam ich mit, dass die Bäckerinnen der besten drei Rezepte ins Studio eingeladen würden. Da dachte ich schon, au weia, was hast du da gemacht. Mein Sohn meinte schon, Mama, der Kuchen ist so lecker, du bist mit Sicherheit dabei . . .  Lange Rede, kurzer Sinn. Ich war eine der drei Zuschauerinnen und live in der Sendung dabei ...

Das war mein erster Auftritt im TV und wie man sich denken kann, war ich mächtig aufgeregt. Damals war Matthias Ludwigs, der Kölner Pâtissier und Inhaber von "TörtchenTörtchen" der Juror und ich war ganz stolz, dass ihm meine Torte so gut geschmeckt hat. 

Und hier ist nun das Rezept der Tessiner Mandel - Apfeltorte.



für meine Tessiner Mandel - Apfel - Torte, 26cm, benötigt man:

Mürbeteig:

  • 250 g Dinkelmehl, 630er
  • 60 g Zucker
  • 125 g Butter
  • 1 Prise Vanillesalz

Zutaten für die Füllung:

  • 3 Eigelbe
  • 100 g Zucker
  • 1 Esslöffel Rum
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 125 g geraspelte Äpfel (ca. 1 Apfel)
  • 200 g geschälte und geriebene Mandeln
  • 50 g Dinkelmehl 630er, vermischt mit
  • 1 Messerspitze Backpulver und 1 Prise Salz

  • 3 Eiweiß (zu Schnee geschlagen)

  • 6 - 7 kleine Äpfel (z.B. Jonagold oder Elstar), geschält, entkernt, halbiert, fächerartig eingeschnitten
  • etwas flüssige Butter zum Bestreichen

für den Boden: 

Mehl, Zucker und Butter zum Mürbeteig verkneten, dünn ausrollen und Rand und Boden einer 26er Springform damit gleichmäßig auskleiden. 15 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 225°C Ober-/ Unterhitze auf mittlerer Schiene backen.

Füllung:

Eigelbe mit dem Zucker schaumig rühren und nach und nach die in Rum und Zitronensaft gewendeten Apfelraspel, die Mandeln und das mit Backpulver vermischte Mehl unterrühren und zuletzt den Eischnee vorsichtig unterheben. Masse auf den vorgebackenen Boden geben und verstreichen. Die kleinen, halbierten Äpfel fächerartig dicht an dicht feinblättrig einschneiden und auf die Mandelmasse setzen. Die Äpfel mit flüssiger Butter bepinseln. 

Die Torte im vorgeheizten Ofen bei 175°C bis 200°C Ober-Unterhitze 45 - 50 Minuten lang in der Backofenmitte fertig backen und nach dem Auskühlen mit Zucker bestreuen.


diese niedliche Karte ziert eine alte Pappschachtel



zum Kuchen schmeckt sehr gut ein Cappucchino







Samstag, 26. November 2022

schneller Eierlikör (Klötenköm)

Die Tage hatte ich mal meinen über 30 Jahre alten Thermomix aus dem Regal geholt. Meine Mutter hatte seinerzeit meiner Schwester und mir einen Thermomix geschenkt, denn damals war das DIE Innovation in der Küche. Anfangs habe ich ihn auch des öfteren benutzt, aber seit einiger Zeit steht er immer im Vorratsraum und wird selten genutzt. Mir ist das Gerät einfach zu laut. Und wenn ich mal ein Süppchen oder eine Sauce fein pürieren möchte, nehme ich lieber einen Zauberstab. Das geht schneller, ich habe alles im Blick und er ist auch ruckzuck wieder sauber. Und gekocht habe ich im Thermomix sowieso nie.

Der ein oder andere fragt sich bestimmt, warum ich ihn so selten benutze, der Thermomix ist doch DAS "must have" in der modernen Küche. Für mich aber nicht. Mein Mann sagt immer, meine Frau braucht ihn nicht, sie kann kochen . . . Für manche Sachen ist das Gerät schon klasse. Wie z.B. Nüsse fein mahlen oder Puderzucker herstellen. Und ich weiß auch, dass man ihn mit dem heutigen, aktuellen Modell in keinster Weise vergleichen kann. Da ist mein alter Apparat schon der Dinosaurier unter den Thermomixern. Egal. Ich hab ihn, benutze ihn ab und zu und gut ist.

In dieser "Krachmaschine" (so nenn ich ihn immer) habe ich jetzt innerhalb kürzester Zeit einen leckeren, süffigen Klötenköm bzw. Eierlikör hergestellt. Das Rezept für den Likör ist von meiner Schwester, die macht den Likör immer im Thermomix. Vielen Dank dafür. 

Wir hatten ganz frische Eier von glücklichen Hühnern und in der Hausbar standen noch Flaschen mit kleinsten Alkoholresten, die nun endlich weg sollten. Gut, dass Alkohol nicht schlecht wird, ansonsten hätten wir etliche Leichen dort stehen. 

Der Eierlikör ist wunderbar cremig geworden und schon warm schmeckte er sehr gut. Ich habe direkt genascht und auch meinem Mann schmeckte es. Er meinte, das Kirschwässerli schmeckt man gut raus. 

Solltet ihr keinen Thermomix haben, dann erhitzt alles auf dem Herd. Zum Rühren dann bitte einen Schneebesen nehmen und die Temperatur mit einem Thermometer kontrollieren. Die 70°C sollten unbedingt erreicht werden, damit eventuelle Bakterien/Salmonellen vernichtet werden. Sind die 70°C erreicht, dann kann der Eierlikör vom Herd genommen und abgefüllt werden.


das war die Ausbeute des Rezeptes

schneller Eierlikör (Klötenköm), ca. 1 Liter

  • 4 ganze Eier
  • 170 g Zucker
  • 30 g echter Vanillezucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas gemahlene Vanille
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Vollmilch oder Kondensmilch
  • 250 ml Vodka oder Doppelkorn **
** ich habe Alkoholreste verwendet. Die Mischung bestand aus 150 ml Kirschwasser 40%, 50 ml Kubanischer Rum 37,5% und 50 ml Doppelkorn 38% 

alle Zutaten in den Thermomix geben und für 8 Minuten auf Stufe 4 bei 70°C erhitzen und mixen. Den fertigen Likör in eine gut gereinigte Flasche füllen und nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren.

Vor Gebrauch gut schütteln, der Eierlikör sollte sich mindestens 4 Wochen halten.

Die verschiedenen Alkoholsorten machten den Likör sehr aromatisch und lecker. Mit anderen Worten, er schmeckt sehr gut und doch besser als gedacht. Und 4 Wochen wird er bestimmt nicht halten, der wird vorher schon getrunken . . . 


eine der glücklichen Hühner








Mittwoch, 23. November 2022

herzhafte Nudelschnecken mit Sauerkraut, Apfel und Speck

Im Herbst und Winter mögen wir sehr gerne Sauerkraut. Sehr gerne mit einer Mettwurst und Kartoffelpüree. Aber auch als Nudelschnecken schmeckt uns das Sauerkraut unvergleichlich gut.

Ich war froh, als ich jetzt im Lebensmittelhandel eine Rolle frischen Nudelteig kaufen konnte. Dieser ist meist für Maultaschen gedacht und 150 x 30cm groß bzw. lang. Im Rheinland sucht man ihn oft vergebens. Und wenn man ihn findet, dann liegt er in der Kühlung zwischen frischen Teigen wie Flammkuchen-, Blätter-, Hefe- oder Quicheteig. 

Direkt hatte ich zwei Rollen mitgenommen und die eine gleich in den Froster gelegt. Aus der anderen Nudelteigrolle habe ich jetzt herzhafte Nudelschnecken mit Sauerkraut, Apfel und Speck gekocht. Das war ein so leckeres Essen, das kann es durchaus öfter geben.

Für eine Mahlzeit war es uns diese Rezeptmenge zu viel, so haben wir die andere Hälfte am nächsten Tag gegessen. Sie schmeckte (fast) wie frisch gekocht.



herzhafte Nudelschnecken mit Sauerkraut, Speck und Apfel,   4 Portionen

  • 2 dicke Zwiebeln
  • 250 g gewürfelter Katenrauchschinken
  • 1 Esslöffel Butterschmalz

  • 500 g rohes Sauerkraut (Neusser Sauerkraut)
  • 1 geschälter Apfel, fein geraspelt

  • 4 Wacholderbeeren
  • 4 Pimentkörner
  • knapp 1 Teelöffel Kümmel
  • etwas frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
  •  
  • ca. 400 g frischer Nudelteig (Fertigprodukt aus dem Kühlregal, ca. 150 c 30 cm)
  • 1 Esslöffel Butterschmalz
  • 1 Esslöffel Rapsöl
  • 250 ml heiße Brühe

das Butterschmalz in einem Topf erhitzen und darin die feingewürfelten Zwiebeln andünsten. Die Schinkenwürfel dazu geben, weiter anrösten.

Das abgetropfte Sauerkraut dazu geben und alles gut mischen. Den Kümmel im Mörser ziemlich fein  mörsern, den Piment und den Wacholder zugeben und weitermörsern bis alles schön fein ist. Die Gewürzmischung zusammen mit dem Pfeffer zum Sauerkraut geben.

 Zuletzt die feinen Apfelraspel unterrühren. Alles gut mischen und einige Minuten braten lassen.

Vom Nudelteig zwei Portionen abschneiden, jedes Teigblatt hat ca. 50 x 30 cm, und auf der Arbeitsplatte auslegen. Die restliche Rolle Teig entweder zurück in den Kühlschrank legen und am nächsten Tag für ein anderes Gericht verbrauchen oder gut verpackt für später in den Froster legen. 

Auf jedes Teigblatt das Sauerkraut bis zu den Rändern verteilen, ein Drittel des Teiges allerdings frei lassen. Jetzt von der  schmalen Krautseite her den Teig zu einer Schnecke aufrollen. Den freien Teig mit Wasser bestreichen und weiter aufrollen, so haftet der Teig gut an. 

Jede Rolle an den Rändern ca. 1cm begradigen und die Rolle dann in 6 Schnecken à 5 cm Dicke schneiden.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen, darin das Schmalz und Öl erhitzen und die Schnecken mit der Schnittkante dicht an dicht in die Pfanne setzen. Auf mittlerer Hitze die Schnecken nun braten lassen. Ist die Unterseite gebräunt, die Schnecken wenden und ebenfalls golden anbraten. Die Schneckenreste der Randstücke dazu legen. Dann die Brühe angießen, ca. 1,5cm hoch, und sofort einen Deckel auflegen und die Schnecken bei kleiner bis mittlerer Hitze 25 Minuten köcheln lassen. 

Den Deckel abnehmen, eventuelle Flüssigkeit noch verkochen lassen und schon kann serviert werden. Eventuelle Reste, die nicht direkt gegessen werden, können am nächsten Tag ohne Probleme mit etwas Brühe und mit Deckel erhitzt werden.





Oben links sind die abgeschnittenen Enden der Nudelschnecken, die ich mitgebraten habe.








Samstag, 19. November 2022

knusprige Kirschröllchen

Manchmal hat man Japp auf eine Kleinigkeit zum Kaffee. So war es auch jetzt und die Frage war, was soll es zum nachmittäglichen Kaffee geben. Im Kühlschrank hatte ich noch eine Rolle Yufkateig. Die hatte ich letztens beim Einkauf mitgenommen und diese wartete nun auf ihren Auftritt.

Dann sah ich im TV ein Rezept, wo Yufkateig mit Äpfeln als kleiner Strudel gebacken wurde. Ach, hab ich gedacht, das ist auch eine gute Idee. Und so hatte ich mich entschlossen, kleine Röllchen mit dem Teig zu backen. Allerdings habe ich sie nicht mit Äpfeln gefüllt sondern mit Sauerkirschen.

Die Kirschröllchen sind sehr lecker geworden, der Teig war schön knusprig und die Füllung schön fruchtig, saftig und nicht zu süß. Genau so hatte ich sie mir vorgestellt.

Und hier ist nun mein Rezept der knusprigen Kirschröllchen:



knusprige Kirschröllchen, ca. 18 Stück

  • 1 Packung Yufka-/Filo-/ Strudelteigblätter aus dem Kühlregal, (ca. 400g, ca. 15 Bögen, ca.30x40cm)

  • 1 Glas Schattenmorellen, 720 ml
  • Kirschsaft (der abgetropften Schattenmorellen)
  • 1/2 - 1 Päckchen Vanille - Puddingpulver zum Kochen
  • ca. 1 Löffel Zucker nach Geschmack
  • 1 große Prise Zimt
  • 1 Schüsschen Kirschwasser, wenn man mag
  • 1 Händchen voll Walnüsse, gehackt

  • etwas geschmolzene Butter oder neutrales Öl
  • etwas Hagelzucker und etwas brauner Zucker

die Kirschen abtropfen und den Saft auffangen. Den Kirschsaft mit dem Puddingpulver, etwas Zucker und Zimt gut vermischen und zum Kochen bringen und eine Minute rührend köcheln lassen. Die Masse sollte eine puddingähnliche Konsistenz haben. Wer mag rührt noch ein Schüsschen Kirschwasser unter.  Mit Zucker und Zimt eventuell nochmal abschmecken.

Die heiße Masse über die Kirschen gießen, alles gut mischen und die Walnüsse unterziehen. Die Masse abkühlen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen, den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den Teig entrollen und ihn mit einem feuchten Tuch abdecken, damit der Teig nicht trocken wird. Oder man besprüht den Teig leicht mit etwas Wasser.

Pro Röllchen einen Bogen doppelt legen (ca. 20x30cm), mit etwas Wasser besprühen und auf das untere Viertel einen Esslöffel Kirschmasse aufsetzen. Die langen Seiten ca. 2cm breit zur Mitte schlagen und die schmale Seite des Teiges über die Kirschen schlagen, dann alles zu einem Röllchen aufrollen. Das Teigende nochmals kurz mit etwas Wasser besprühen, damit der Teig gut hält. 

Die Röllchen rundherum mit Hilfe eines Silikonpinsels mit etwas geschmolzener Butter (oder Öl) dünn bestreichen und die Röllchen mit der Naht nach unten auf das Backpapier legen. Mit etwas Zucker und Hagelzucker bestreuen und das Blech mittig in den heißen Ofen schieben.

Die Röllchen in ca. 20 Minuten golden backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.









Mittwoch, 16. November 2022

Chinakohl - Karotten - Zwiebel - Curry

Chinakohl gab es bei uns länger nicht und so hatte ich letztens einen kleineren Kopf gekauft. Einen Teil haben wir als Salat gegessen, den anderen Teil habe ich zu einem Curry verarbeitet. 

Mir kam spontan die Idee, mal etwas komplett anderes und Neues zu kochen. Und es sollte ohne Fleisch sein. Heraus kam ein leckeres Mittagessen, dass entweder für drei normale oder zwei sehr gute Esser reicht.

Ins Curry kam unter anderem Chinakohl, Karotte, Paprika und Zwiebeln. Zusammen mit der Kokosmilch und dem Curry kam ein leckeres Gericht heraus. Fleisch hat niemand vermisst und die Cashews gaben einen schönen Biss.

Mein Rezept sieht wie folgt aus:

 


Chinakohl - Karotten - Zwiebel - Curry,  3 Portionen

  • 2 dicke rote Zwiebeln
  • etwas Öl
  • 2 dicke Karotten
  • 1 rote Paprika
  • 1/2 Chinakohl
  • 2 Teelöffel grüne Currypaste
  • 200 ml Kokosmilch
  • etwas englisches Currypulver
  • etwas Salz

  • 3 Esslöffel gehackte Cashewkerne

Zwiebeln in Streifen schneiden und diese nochmals halbieren, die Karotten in nicht zu dünne Scheiben schneiden, Paprika in kleinere Rauten schneiden, Chinakohl in 1cm breite Streifen schneiden.

Das Öl erhitzen und die Zwiebelspalten darin golden andünsten, die Karotten dazugeben und mitdünsten. Dann die Currypaste unterrühren. Alles leicht rösten lassen. Dann die Kokosmilch, die Paprika und den Chinakohl dazugeben. Alles unter Rühren einige Minuten leise köcheln lassen,  das Gemüse soll gar aber noch knackig und bissfest sein. Mit Salz und Currypulver pikant abschmecken. 

Und schon kann serviert werden. 

Zuletzt die Cashews über das Curry streuen, guten Appetit.









Samstag, 12. November 2022

mein Maronenlikör

Wir waren letztens für ein paar Tage im Schwarzwald in Urlaub. Bei einem wunderbaren Essen in einem sehr schönen Restaurant haben wir als Aperitif einen "Winzersekt mit Kastanienlikör" getrunken. Mensch, was war das lecker. So aromatisch, würzig, leicht süß, ein herrlicher Geschmack. Ich war mehr als begeistert und hätte davon ohne weiteres noch mehr trinken können. Den Namen des Likörherstellers haben wir erfahren. Er stand auf der Karte dabei und den Namen behalte ich für alle Fälle im Gedächnis. Aber gleichzeitig war mein Ehrgeiz geweckt, es mal selber zu probieren, einen so leckeren Likör selber zu kreieren.

Gesagt, getan. Als wir zu Hause waren habe ich sofort ein paar frische Maronen gekauft und habe damit einen Likör angesetzt. Wie er schmeckt kann ich leider noch nicht sagen, da er noch ein paar Wochen ziehen muss, aber ich denke mal, das wird was werden. Nach einer Woche habe ich schon etwas probiert und er wird wohl sehr lecker werden. Hoffentlich. Wenn nicht, dann weiß ich ja, wo ich mir den fertigen Likör bestellen kann. Damit wir Weihnachten diesen leckeren Aperitif genießen können.



reife Maronen im Schwarzwald


der frisch angesetzte Maronenlikör mit Krustenkandis, Nelke und Vanille

der Ansatz nach 8 Tagen

mein Maronenlikör

  • 240 g frische Maronen
  • 250 g Kandiszucker oder Krustenkandis
  • 1/2 Vanillestange
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 2 Nelken
  • 1 Prise Zimt
  • 500 ml Doppelkorn 38%
Die Maronen mit einem spitzen Messer über Kreuz einschneiden und auf ein Backblech legen. Eine kleine Schale mit Wasser dazu stellen. Alles in den Ofen schieben, den Ofen auf 180°C Umluft stellen und die Maronen ca. 20 Minuten backen lassen. Die Maronen sind fertig, wenn sich die Schalen aufbiegen.

Die Maronen etwas abkühlen lassen und von der Schale befreien.

Die Maronen in grobe Stücke brechen und in ein ausreichend großes Gefäß geben. Den Kandis, die Vanille, die Nelken, den Zimt und das Salz dazu geben und den Alkohol darüber gießen. Das Gefäß gut verschließen und den Liköransatz reifen lassen.

Täglich etwas schütteln, der Kandis soll sich komplett auflösen. Nach 6 Wochen sollte der Likör fertig sein.

Den Likör durch einen feinen Papier-Teefilter gießen und in einer schönen Flasche aufheben. Fertig ist mein Maronenlikör.




🌰🌰🌰🌰🌰

Der Winzersekt mit dem Maronenlikör schmeckt wunderbar als Aperitif. Für ein Glas benötigt man:

Winzersekt mit Maronenlikör, pro Glas:
  • 2 cl Maronenlikör
  • gut gekühlter Winzersekt (Prosecco, Sekt, Crémant oder Champagner)
Dafür den Maronenlikör in ein Sektglas geben und mit gut gekühltem Sekt auffüllen. Herrlich.


falls ihr eine Flasche mit Korken für den Likör verwendet, dann sichert man so den Verschluss








Mittwoch, 9. November 2022

saftiger Marmorkuchen aus der Kastenform

Zum Kaffee am Nachmittag kann ein Stück Kuchen schon sehr lecker sein und da greift man gerne zu. Als mein Mann sich letztens einen Kuchen wünschte, musste ich erstmal ein wenig überlegen. Für zwei Leute lohnt oft ein Kuchen nicht, Platz im Gefrierfach hatte ich auch keinen mehr und so sollte es ein Kuchen sein, der sich doch ein paar Tage hält.

Ich habe ein wenig in meinen alten Backrezepten geblättert und stieß auf einen Marmorkuchen. Marmorkuchen hatte ich ewig schon nicht mehr gebacken und 3x dürft ihr raten, was ich an diesem Tag gebacken habe. Klar, einen Marmorkuchen. Sogar meine Kastenform kam zum Einsatz. Diese hatte ich auch schon ewig nicht mehr benutzt. Anstatt der Kastenform hätte ich auch eine Gugelhupfform nehmen können. Die Rezeptmenge reicht dafür auch. 

Und hier ist mein Rezept vom saftigen Marmorkuchen, die Schokoladenmasse hatte ich mit etwas Rum aromatisiert, so schmeckt uns der Kuchen am besten. Wer den Rum nicht mag oder nehmen möchte, der verwendet stattdessen etwas Milch.



saftiger Marmorkuchen aus der Kastenform   (bleibt lange frisch)

  • 4 Eier, Gr. L                                                         
  • 150 g Zucker                                                   
  • 1 große Prise Vanillesalz                                          
  • etwas Vanille

Die Eier mit den restliche Zutaten dickcremig aufschlagen. Die Masse muss dick und weißlich sein. Das kann einige Zeit dauern.

  • 200 ml Raps-oder Sonnenblumenöl                   
  • 200 ml Orangensaft

Das Öl und  den Saft langsam in die laufende Maschine zugeben und alles gut verrühren.

  • 300 g Dinkelmehl 630er                                                
  • 1 Päckchen Backpulver                                  

Das Mehl mit dem Backpulver gut vermischen und rasch unterrühren.

Eine Kastenform gut fetten und mit feinem Paniermehl gut ausstreuen. Den Backofen auf 175°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

2/3 des Teiges in die Kastenform füllen. 

  • 2 Esslöffel Kakaopulver
  • etwas Rum (oder etwas Milch)

In den restlichen Teig das Kakaopulver und etwas Rum gut untermischen. Den dunklen Teig in den hellen Teig einlaufen lassen und mit einer großen Gabel spiralförmig vermischen.

Die Kastenform auf die 2. Stufe von unten in den heißen Ofen schieben und den Kuchen in ca. 50 - 60 Minuten backen. Zum Ende hin eine Stäbchenprobe machen, ob der Kuchen gar ist. Ansonsten noch einige Minuten länger backen.

Nach dem Backen den Kuchen 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und fast auskühlen lassen. 

  • Puderzucker
  • etwas Milch
  • oder 
  • Schokoladenglasur bzw. Kuvertüre
Für die Zuckerglasur den Puderzucker mit etwas Milch glatt rühren und mit Hilfe eines Silikonpinsels auf dem Kuchen verteilen. Alternativ die Schokoladenglasur vorsichtig erwärmen und ebenso auf dem Kuchen verteilen. Den Kuchen komplett auskühlen lassen.


der Kuchen vor und nach dem Backen