Nicht mehr lange, dann ist schon wieder Weihnachten. Habt ihr schon alle Geschenke besorgt? Oder fehlen euch noch ein paar Kleinigkeiten? Dann hätte ich ein paar Geschenkideen aus der Küche für euch. Die Herstellung ist recht einfach, vieles habt ihr vielleicht sogar im Haus und ihr könnt gleich loslegen.
Meine Vorschläge habe ich alphabetisch geordnet, damit ihr sie leichter findet. Zu jedem Vorschlag findet ihr das Foto weiter unten, auch mit Verlinkung zum jeweiligen Rezept.
Ich wünsche euch viel Spaß bei der Zubereitung, Herstellung und beim Verschenken oder selber behalten.
Was war das ein leckeres Mittagessen. Wir waren ganz begeistert von diesem leckeren, nicht zu schweren, vegetarischen Gericht. Man war gut gesättigt und es hat uns unheimlich gut geschmeckt. Die Rede ist vom "Schnitzel vom Kohlrabi" mit Bauernbrotpanade und Kräuterquark. Ich hätte auch schreiben können, Kohlrabischnitzel mit Quark, aber den "Schnitzel vom" fand ich irgendwie netter . . .
Kohlrabi gibt es bei uns nicht so oft, und wenn, dann meist gestiftelt mit Milchsauce und Kartoffeln. So wie es früher meine Mutter gekocht hat. Manchmal gibt es dazu auch eine Bratwurst.
Dieses Mal habe ich die Kohlrabi aber als "Schnitzel" gebraten. Mein Mann und ich waren ganz begeistert von diesem leckeren Gericht. Der Kohlrabi war noch ganz leicht knackig und nicht zu weich, die Bauernbrotpanade schmeckte zusammen mit dem Kohlrabi wunderbar kräftig. Dazu der Kräuterquark, es war wirklich lecker und dieses Gericht wird es mit Sicherheit des Öfteren geben.
Zubereitet habe ich die "Schnitzel vom Kohlrabi" folgendermaßen.
"Schnitzel vom Kohlrabi" mit Bauernbrotpanade und Kräuterquark 2 Portionen
ein dicker Kohlrabi
frisch gemahlener Pfeffer
Salz
frisch gemahlene Muskatnuss
Dinkelmehl 630er
1 großes Ei
etwas Kondensmilch oder Sahne
Paniermehl aus Bauernbrot *
Rapsöl oder anderes Öl
400 g Kräuterquark (Fertigprodukt)
* das Paniermehl stelle ich immer selber her. Dafür lasse ich Brotkanten aus Bauernbrot, die keiner mehr essen mag, gut durchtrocknen. Mit der feinen Reibe meiner Küchenmaschine reibe ich anschließend das trockene Brot und hebe es in einer gutschließenden Dose oder Glas auf. So habe ich immer selbstgemachtes Paniermehl zur Hand und nichts muss weggeworfen werden.
Zum Panieren der Schnitzel eine "Panierstraße" bereitstellen. Dafür in den ersten Teller das Mehl geben, in den zweiten das Ei. Das Ei wird mit der Gabel gut verquirlt und mit etwas Sahne oder Milch verlängert. In den dritten Teller füllt man das Paniermehl.
Den Kohlrabi waschen und dünn schälen. Mit einem großen Kochmesser den Kohlrabi vorsichtig in 1cm dicke Scheiben schneiden. Wer hat, kann natürlich auch seine Brotschneidemaschine nehmen. Das ist vielleicht etwas ungefährlicher für die Finger . . . Die Kohlrabischeiben beidseitig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und in dem Mehl wenden. Die mehlierten Kohlrabi nun in Ei wälzen und als letztes mit dem Paniermehl gut panieren und die Panade fest andrücken.
In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen und die Kohlrabi beidseitig in ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze golden ausbacken. Die Schnitzel mehrfach wenden, sie sollen gar und nicht zu dunkel werden. Mit einer Gabel den Garpunkt prüfen, sie sollen ruhig "al dente" und nicht zu weich sein.
Zusammen mit dem Kräuterquark servieren. Guten Appetit.
so reibt meine Küchenmaschine alte, getrocknete Brötchen (oder Brot) zu Paniermehl
die gewürzten Kohlrabischeiben habe ich anschließend mit dunklem Paniermehl (aus getrocknetem Bauernbrot) paniert, in etwas Öl golden gebraten und mit Kräuterquark serviert.
🍴🍴🍴
trotz Regenwetter blüht meine Rose auf dem Balkon immer noch
Weihnachten kommt immer so plötzlich und manch einer weiß nie was er schenken soll. Selbst bei Kleinigkeiten hat man oft keine Idee. Aber gegessen und gekocht wird immer. Und diese Salzmischungen sind auch ein nettes, kleines Mitbringsel, wenn man mal eingeladen ist. Oder man beschenkt sich selber.
Wie ihr wisst, habe ich jede Menge verschiedener Salze in meinem Küchenschrank. Ich finde Salz toll. Man kann so vielseitig damit würzen und den Geschmack des Gerichtes noch unterstreichen bzw. intensivieren. Wenn man dann noch Salze nach seinem eigenen Geschmack zusammen mixt und man weiß, was drin ist (keine Farb- oder künstlichen Aromastoffe), das ist doch klasse. Ich habe mittlerweile schon etliche Salzmischungen kreiert und diese möchte ich euch heute nochmals ans Herz legen.
Hier sind sie nun, meine Rezepte von verschiedenen Salzmischungen. Zur Haltbarkeit der Salzmischungen würde ich sagen, dass sich die Salze ganz lange bis ewig halten, da Salz ein Konservierungsmittel ist und nichts verderben kann. Ebenso wie Zucker. Und wenn die Mischungen gut verschlossen sind, dann behalten sie auch sehr gut ihre Aromen. Oder stellt erst zum Ausprobieren eine kleine Menge her. So habt ihr immer frisches, aromatisches Salz zur Hand.
mein abgefahrenes Rotweinsalz
uriges Schinkensalz
Zitronen-, Orangen- oder Limetten Salz (oder Zucker)
Vanillesalz & Vanillezucker
Curry - Salz "Windsor"
Pommes Salz
mein Rotweinsalz
ist das nicht eine irre Farbe? Und der Geschmack ist auch nicht zu verachten. Logischerweise salzig mit einem Hauch Säure und leichtem Rotweingeschmack. Hergestellt habe ich es so:
trockener Rotwein
Fleur de Sel oder
feines Meersalz
den Rotwein (ca. 100ml reichen für den Anfang) soweit reduzieren, bis kaum noch Flüssigkeit übrig ist und die Reduktion schon fast sirupartig ist. Das Salz füllt man in ein Glasschälchen und dann träufelt man die eingekochte, abgekühlte Rotweinreduktion vorsichtig auf das Salz. Achtung! Nicht zu viel Flüssigkeit nehmen, da sich ansonsten das Salz auflöst. Und das wollen wir nicht. Wenn es zu viel Rotwein geworden ist, dann einfach noch Salz darüber streuen und alles gut mischen.
Den Backofen auf 80-90°C Heißluft aufheizen und das Glasschüsselchen hineinstellen. Ca. 30 Min. im Ofen trocknen lassen, zwischendurch immer wieder durchrühren. Wenn die Farbe noch nicht so intensiv ist, den Vorgang einfach wiederholen. So lange Wiederholen, bis man mit der Farbe zufrieden ist und einem das Salz schmeckt. Wenn das Salz nicht mehr klumpt, dann ist es fertig. Auflockern, abkühlen lassen und in einem dichten Gefäß aufheben.
Alternativ kann man das Rotweinsalz auch auf die warme Heizung stellen und das Salz trocknen lassen. Ab und an das Umrühren bitte nicht vergessen.
Fertig ist das Rotwein - Salz. Bei einer großen Menge nimmt man einfach ein Backblech mit Backpapier.
wozu man es isst:
Das Rotweinsalz schmeckt super in allen Gerichten, wo auch Rotwein verwendet wird, wie z.B. beim Rinderbraten oder in der Sauce Bolognese. Aber auch auf dem Frühstücksei, Tomate - Mozarella, im Tomatensalat und besonders gut auf einem Rindersteak (Entrecôte, Hüftsteak, Rumpsteak oder Flanksteak). Euch fällt bestimmt noch mehr ein. Lasst es euch schmecken.
Je nach Rotweinsorte bekommt man unterschiedlich gefärbtes Salz. Man könnte auch Weißwein nehmen, aber dann hat man aber logischerweise nicht diese Farbexplosion. Kleinste Weinreste eignen sich prima zum Ausprobieren.
hier hatte ich nur feines Meersalz verwendet und die Rotweinreduktion damit vermischt
🍷🍷🍷🍷🍷
nun kommen wir zumurigen Schinkensalz:
das ist auch eine ausgefallene Geschenkidee für Salzliebhaber. Das ausgefallene Salz macht auch was her und ist nicht schwer herzustellen. Man kann es überall dort verwenden, wo man einen Hauch geräucherten Geschmack haben möchte. Lecker auch im Rührei, auf Bratkartoffeln, dem Frühstücksei, . . . ihr habt bestimmt genug eigene Ideen, wo man diese Salze verwenden kann.
uriges Schinken - Salz
ca. 10 Eßlöffel Katenrauch-Schinkenwürfel *
200 g feines Salz
die Katenrauch-Schinkenwürfel in einem kleinen, beschichteten Pfännchen ohne zusätzliches Öl langsam ausbraten und rösten, bis der Schinken trocken und fest ist. Darauf achten, dass er nicht zu dunkel wird. Auf einem Haushaltskrepp abtropfen und auskühlen lassen. Nun kommt der "schwierigste Teil". Die Schinkenwürfelchen werden jetzt in einem Porzellanmörser nach und nach fein gemörsert. Es müsste aber auch in einem kleinen elektrischen Mixer gehen, das ist dann kraftsparender und sollte auch funktionieren.
50 g des fein gemörserten Schinkens abwiegen und mit 200 g feinem Salz gut vermischen. In ein gut schließendes Gefäß füllen und fertig ist ein uriges Schinken - Salz.
Verwenden kann man es z.B. fürs Frühstücksei und alle anderen herzhaften Eierspeisen, zum Würzen von Bratkartoffeln und/oder wozu ansonsten noch der Schinken-Geschmack passt. Auch schön als kleines Mitbringsel.
Viel Vergnügen beim Nachmachen.
* bestimmt kann man jeden beliebigen, geräucherten Schinken nehmen. Ich könnte mir das Salz auch sehr gut mit Schwarzwälder Schinken vorstellen
🍋🍊🍊🍋
fruchtiges Zitronen-, Orangen- oder Limettensalz
Diese Salze sind sehr vielfältig zu gebrauchen und sind auch ein schönes Geschenk. In Süßspeisen, Kuchen, Torten und Plätzchen braucht man sehr oft Salz und auch abgeriebene Schale einer Zitrone, Orange oder Limette und so kann man eines dieser Salze super nehmen. Aber auch Schnitzel und Fisch kann man sehr gut mit Zitronensalz würzen, uns schmeckt das sehr gut.
Lange Rede kurzer Sinn, wie wird das Zitronensalz nun hergestellt? Das ist wirklich einfach und geht sehr schnell. Man muss nur etwas Geduld aufbringen, weil es einige Zeit durchziehen sollte.
Man nehme:
fein abgeriebene Schale einer Zitrone, Orange oder Limette (bitte nur in Bio-Qualität)
feines Meersalz und/oder Fleur de Sel
oder feiner Zucker für die süße Variante
das ist schon das ganze Geheimnis. Beim Abreiben der Schale bitte darauf achten, dass keine weiße Haut mit abgerieben wird, weil die bitter ist. Die abgeriebene Schale vermischt man mit dem feinen Salz und lässt alles gut durchziehen. Sollte die Schale zu grob sein, dann empfehle ich, das vermischte Salz noch ein wenig zu mörsern. So vermischen sich das Salz und die Schale noch besser. Fertig. Das Verhältnis sollte ca. 1 Teil Schale : 1,5 Teile Salz sein. Sollte die Schale etwas Flüssigkeit ziehen, dann einfach noch etwas mehr Salz dazu geben und alles gut mischen. Dann das Salz in ein gut schließbares Gläschen geben.
Diese Salze sind auch ein schönes Geschenk für alle, die gerne kochen und backen. Nimmt man Zucker statt des Salzes, dann erhält man wunderbaren Zitronen-, Orangen- oder Limettenzucker. Auch den kann man gut zum Backen verwenden.
mein Tipp: wer gerne Fisch brät, dem empfehle ich mein Rosmarin - Zitronensalz. Dafür das fertige Zitronensalz noch mit etwas frischem, ganz fein geschnittenen Rosmarin vermengen und gut durchziehen lassen. Gebratener Lachs schmeckt uns z.B. mit diesem Rosmarin - Zitronensalz besonders gut.
🍮🍮🍮
Mein aromatisches Vanillesalz & Vanillezucker stelle ich selbstverständlich auch selber her. Viele von euch werden es schon kennen. Und das mache ich so:
Vanilleschote
feines Meersalz
oder feinen Zucker (für echten Vanillezucker)
man nehme ein schönes, kleines Schraubglas und gebe feines Salz hinein. Ich würde da ein gutes Meersalz empfehlen und keines, was mit Fluorid und/oder Jod versetzt ist.
Dann nimmt man eine halbe bis eine Vanilleschote (je nach Salzmenge), schneidet sie der Länge nach auf, das Mark wird nun ausgeschabt und mit dem Salz vermischt. Anschließend steckt man dann die ausgekratzte Vanilleschote zusätzlich ins Salz.
Das Glas nun gut verschließen, alle paar Tage mal durchschütteln und nach einigen Tagen ist das Vanillesalz fertig. Geht das Salz zur Neige, einfach neues Salz einfüllen, ab und zu schütteln. So hat man jederzeit Vanillesalz griffbereit. Die Schote bleibt immer im Salz.
Ist das nicht eine gute Idee? Übrigens, wenn man statt des Salzes Zucker nimmt, dann hat man echten Vanillezucker
Tipp:
für das Vanillesalz oder den Vanillezucker kann man ohne weiteres eine gebrauchte, abgewaschene und getrocknete Vanilleschote nehmen. Denn solche Vanilleschoten kann mehr als ein Mal verwenden. Das Aroma steckt auch in den Schoten und nicht nur im Mark.
Möchte man wieder einen Vanillepudding kochen, dann einfach das Stückchen Vanilleschote aus dem Vanillezucker entnehmen, in der Milch auskochen, gründlich abwaschen und mit einem Küchenkrepp trocken tupfen. Die Schote dann gut trocknen lassen und zurück in den Zucker geben.
👑👑👑
Nun zu meinem Currysalz. Ich hab es Currysalz "Windsor" genannt, denn das Kind muss ja einen Namen haben. Ich brauche es nicht sehr oft, aber wenn ich mal ein Spiegelei oder einen Strammen Max esse, dann würze ich es sehr gerne mit etwas frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Currysalz. Das unterstreicht sehr gut den Geschmack eines leckeren Spiegeleis. Finde ich jedenfalls. Aber auch in anderen Gerichten, wo gerne Curry verwendet wird, kann man sehr gut dieses Currysalz verwenden. Und die Herstellung ist mehr als einfach.
Das Salz und Currypulver gut mischen, eventuell ein wenig mörsern, dass sich das Salz und das Currypulver gut mischen. Sollte die Mischung zu sehr nach Curry schmecken, dann noch etwas Salz zugeben. Entscheidend ist der persönliche Geschmack. In einem gut schließenden Gefäß aufheben. Fertig ist mein Currysalz.
Mein Favorit ist seit etlichen Jahren das englische Curry von Manufactum *. Vom Geschmack her finde ich dieses Currypulver einfach genial und sehr aromatisch. Es ist einfach lecker. Aber wie bei allem, nehmt die Currysorte, die ihr mögt, denn jeder hat ja seine speziellen Vorlieben. Und gerade beim Kochen ist erlaubt was einem schmeckt.
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🍟🍟🍟
Als letztes möchte ich mein Pommes Salz vorstellen. Pommes essen alle gerne, ich kenne jedenfalls niemanden, der sie nicht mag. Auch bei uns gibt es ab und an Pommes. Also Tiefkühlpommes . . . oder, was wir mittlerweile noch lieber mögen, selbstgemachte Knusper-Wedges.
Für diese leckeren Wedges (oder auch Pommes) mixe ich mir ein Pommes Salz. Das geht schnell und es ist (fast) das beste Pommesgewürz, was ich je gegessen habe. Nicht nur ich, sondern auch meine Familie ist schwer begeistert.
Meine Mischung für ein Gläschen Pommes Salz sieht so aus:
Mein Pommes Salz:
5 Esslöffel feines Salz (100g)
5 g fein geriebene, getrocknete Röstzwiebeln (Fertigprodukt)
2 Teelöffel feines Knoblauchpulver
1/4 Teelöffel geräuchertes Paprikapulver
2 Teelöffel Paprikapulver edelsüss
etwas geriebene Muskatnuss
die Röstzwiebeln im Porzellanmörser ganz fein mörsern. Damit das besser klappt, nach und nach das Salz dazugeben und weiter mörsern, bis alles ganz fein ist.
Nach und nach alle anderen Gewürze dazugeben und alles schön mischen. Fertig ist das Pommes Salz.
Das Gewürzsalz nun in einem gut schließenden Gefäß aufheben.
Die fertig gebackenen Pommes oder Weges nach Wunsch damit würzen und alles gut mischen. Aber auch auf den knusprigsten Bratkartoffeln schmeckt es wunderbar. Probiert es aus.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und Verschenken der verschiedenen Salze und Zuckersorten.
Ab und an überkommt einen die Lust aufs Backen. So ging es mir die Tage wieder. Ich hatte noch frische Hefe im Kühlschrank und die anderen Zutaten habe ich sowieso immer im Haus. Gebacken habe ich Bagel. Das Rezept habe ich noch aus den USA, von daher bitte nicht wundern, dass alles abgemessen und nicht gewogen wird. Der Amerikaner wiegt nichts ab, er benutzt nur Messbecher und Messlöffel. Mir fiel dann auf, dass ich Bagel schon Jahre nicht mehr selber gebacken habe. Also wurde es Zeit.
Der Teig ist flott zubereitet, er bedarf keiner großen Arbeit, er geht dann von selber und das Formen der Bagel ist auch nicht so schwierig. Ich finde es immer wichtig, dass man den Teig pro Bagel zu einer schönen, glatten, gleichmäßigen Kugel mit viel Spannung an der Oberseite formt. Die Kugel dann auf die bemehlte Arbeitsfläche legen, mit einem Holzlöffel ein Loch mittig piksen und den Teig ein wenig herum wirbeln, dass das Loch größer wird. Klappt das nicht so, dann den Teigring mit bemehlten Händen nehmen und mit den Zeigefingern das Loch gleichmäßig vergrößern. Die Teigringe mit Abstand dann aufs Blech legen, gehen lassen, einige Sekunden abkochen und im Ofen goldbraun fertig backen. Fertig sind dann leckere, fluffige, "chewy" Bagel. Frisch gebacken schmecken sie am besten, aber auch am nächsten Tag, wenn man sie vor dem Verzehr durchschneidet und im Toaster golden aufbackt. Herrlich.
für 12 Bagel benötigt man:
wichtig: alle Zutaten bitte abmessen und nicht abwiegen ! ! !
alles verrühren und ca. 10 Min. am warmen Ort gehen lassen
2 teaspoon (Teelöffel) Zucker
2 teaspoon (Teelöffel) Salz
4 cup (950 ml) Dinkelmehl 630er oder Weizen 405er
evtl. noch Sesam oder Mohn zum Bestreuen
das Mehl mit Salz und Zucker mischen und mit der Hefe-Zucker-Flüssigkeit gut verkneten. Tipp: Wenn man das Mehl abmisst, dann das Mehl des übervollen Messbechers mit einem Messerrücken abstreifen, so hat man bei jedem Messbecher die gleiche Menge Mehl.
Den Teig, der nicht mehr kleben sollte, eine Stunde abgedeckt an einem nicht zu kühlen Ort gehen lassen, dann in 12 Teile teilen. Jedes Teigstück mit bemehlten Händen zu einer Kugel rollen und dann zu einem Bagel formen* und mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Erneut gehen lassen, bis sich die Bagel deutlich vergrößert haben.
In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen und 2 Eßlöffel Zucker hinzufügen. Jeden Bagel je Seite ca. 30-60 Sekunden kochen lassen, mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und zurück aufs Backblech legen. Für Mohn- oder Sesambagel die Bagel jetzt mit den Saaten bestreuen.
mein Tipp, wenn die Bagel nach dem Gehen (vor dem Kochvorgang) am Backpapier kleben:
jeden Bagel mit dem Backpapier ausschneiden, ihn mit dem "Gesicht nach unten" mit dem Backpapier in das kochende Wasser geben, nach 30 - 60 Sekunden wenden. Weiterkochen, wieder wenden und das Backpapier vorsichtig abziehen. Die fertig gekochten Bagel mit der Schaumkelle herausnehmen und auf das mit Backpapier belegte Blech legen.
Im vorgeheizten Ofen bei 200°C (Umluft) oder 220°C Ober-/ Unterhitze in ca. 15 Min. golden backen. Die Bagel auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
* meine Tipps zum Bagel formen:
den Teig zu einer Kugel rollen, bis die Oberfläche schön glatt ist und Spannung hat. Einen Kochlöffelstiel in Mehl tauchen, damit ein Loch in die Mitte piksen und den Teig vorsichtig um den Kochlöffel kreisen lassen. Den Bagel dann in die Hand nehmen und mit beiden Zeigefingern das Loch weiter öffnen bis das Loch groß genug ist.
Oder man rollt die Teigkugel zu einem gleichdicken Teigstrang aus und formt einen Ring. Teigenden zusammendrücken, fertig.
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In New York haben wir Ende der 1990er Jahre "Lox - Bagel" kennen- und liebengelernt. Das sind große Bagel, die mit einer sehr üppigen Lachs-Frischkäsecreme und ein paar Salatblättern gefüllt sind. Manchmal sind sie so groß, man kann sie sich dann sehr gut teilen.
Für einen "Lox - Bagel" wie in New York benötigt man noch einen leckeren Lachs-Frischkäse. Auch den machen wir selber. Dafür nimmt man
ca. 200 g Räucherlachs
400 g Doppelrahmfrischkäse
ca. 100 ml flüssige Sahne
etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
etwas Zitronenpfeffer
etwas Zitronensaft
den Räucherlachs zerpflücken und unter den cremig gerührten Frischkäse rühren, mit der Sahne zur gewünschten Konsistenz verdünnen. Mit Pfeffer, etwas Zitronenpfeffer und einem Spritzer Zitronensaft nach Wunsch abschmecken.
Die Bageloberseite dick mit der Creme bestreichen, ein Salatblatt auf das leicht bestrichene Unterteil legen und die obere Hälfte darauf legen und zusammen klappen. Fertig ist der Lox - Bagel.
PS: die Bagel schmecken natürlich auch mit jedem anderen Belag. Egal ob süß oder salzig . . . Man schneidet sie am besten auf, toastet die Schnittfläche und belegt sie nach Wunsch. Und wer direkt eine doppelte Menge zubereitet, der kann die Bagel direkt nach dem Auskühlen auch sehr gut einfrieren.
Viel Spaß beim Backen und anschließendem Genießen !
Bald ist es schon wieder soweit, das Weihnachtsfest naht und viele stellen sich die Frage, was soll/möchte ich verschenken. Dieses Dilemma hat man jedes Jahr. Dieses Jahr wird es noch erschwert, da man überall liest, vieles wäre knapp und hätte Lieferschwierigkeiten. Von daher habe ich heute einen Nähtipp für euch.
Kennt ihr schon eine "Magic Box"?
Durch Zufall bin ich im letzten Jahr im Internet auf eine "Magic Box" gestoßen. Diese Box ist eine Tasche für Kleinkram, die man überall verwenden kann. Es passt jede Menge hinein und mit dem Reißverschluss ist sie auch sehr schnell geschlossen. Öffnet man die Box komplett, dann liegen alle Sachen wie in einer Schale und man sieht sofort wo was ist. Wenn man dann alles wieder wegräumen möchte, dann einfach den Reißverschluss schließen und alles ist verstaut. Wenn das mal nicht praktisch ist. Falls ihr meinen Bericht darüber lesen wollt, dann schaut bitte >HIER<
Ich bin von dieser Box ganz begeistert. Nicht nur Nähutensilien, sondern auch Kosmetikartikel, Stifte, kleines Spielzeug, Kabel oder was einem sonst noch so einfällt, kann man hinein legen. Sogar für meinen Mann und für seine Fotosachen und Handyzubehör/Kabel habe ich so Boxen schon genäht.
Meine "Magic Box" habe ich nach folgendem Video * genäht. Ich finde es sehr anschaulich und alles wird sehr gut erklärt. Ich habe nur nach einigen Boxen den Arbeitsweg etwas abgewandelt. und meine Anleitung vom letzten Jahr ein wenig überarbeitet.
Damit ihr einen kleinen Überblick bekommt, habe ich die einzelnen Arbeitsschritte so gut es ging aufgeschrieben. Ich hoffe, ihr versteht es einigermaßen. Aber wie schon gesagt, schaut euch bitte das Video * an, das Nähen der Box an sich ist nicht allzu schwer.
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man benötigt für eine "Magic Box": fertige Größe ca. 24 x 11 cm
Stoffquadrat für die Oberseite, ca. 40 x 40 cm (feste Baumwolle oder ähnliches)
Volumenvlies oder Vliesstoff, ca. 45 x 45 cm
Baumwollstoff für das Futter, ca. 45 x 45 cm
Endlosreißverschluss mit Schieber, ca. 57 cm
zwei Stoffstreifen ca. 20 x 10 cm für die Seitenteile vom Oberstoff
zwei Stoffstreifen ca. 20 x 10 cm für die Seitenteile vom Futterstoff
zwei Stoffstreifen für die äußeren Laschen (Größe nach Wunsch)
Maßband
Lineal
Bleistift
Papierbogen für das Schnittmuster 40 x 40 cm cm
Schere
Nähgarn
Nähclips/ Wonderclips oder Stecknadeln
Nähmaschine
Bügeleisen
Aus dem Papierbogen laut Foto unten einen Schnitt anfertigen.
Die Anleitung könnte man auch in wenigen Sätzen so zusammenfassen: Den Stoff zuschneiden, RV abmessen, RV aufnähen, gequilteter/gesteppter Futterstoff mit Oberstoff zusammenstecken und am RV beide Teile zusammennähen. Stoffüberschuß zuschneiden, alles wenden. Schieber einfädeln, RV testen, wieder öffnen. Tasche auf links drehen, Seiten mit Naht schließen, andere Seite ebenso. Seitenwände nähen, an den beiden Seitennähten innen annähen, Ecken fixieren, fertig.
Den glatt gebügelten Oberstoff so falten, dass er vierlagig liegt. Den Schnitt falten und auflegen und ihn laut Video aus- und zuschneiden, dass nach dem Auseinanderfalten des Stoffes ein doppeltes "T" entsteht. An dem "T" die Ecken etwas rund schneiden, damit der Reißverschluss besser aufgenäht werden kann. Die Innenfläche in der Mitte der Stoffstücke ist 20 x 20 cm. Den Stoff nochmals bügeln. Applikationen, Stickereien oder ähnliches werden jetzt auf dem Oberstoff aufgenäht.
Den quadratischen Futterstoff und das Vlies aufeinander legen (Oberseite Futterstoff liegt unten/außen) und den ganzen Stoff noch absteppen bzw. quilten.
Den Reißverschluss (rechte Seite des RV auf die rechte Seite des Stoffs legen) mit den Zähnen nach innen zeigend an die Kanten des Oberstoffes legen und an jeder Seite etwas überstehen lassen. So sieht man, ob die Länge stimmt. Den Reißverschluß feststecken (rechte Seite des RV auf die rechte Seite des Stoffs legen) und mit dem Reißverschlußfüsschen der Nähmaschine aufnähen.
Den RV nach oben klappen, das entgegengesetzte Ende des Stoffes ebenso nach oben klappen (rechte Stoffseite liegt innen) und bündig auf den Reißverschluß legen und ebenso feststeppen.
Alternativ kann man auch den RV auseinander nehmen, die eine Hälfte auf die eine Seite des Oberstoffes (an der gebogenen Kante) mit den Zähnchen nach innen auflegen (rechte Seite des RV auf die rechte Seite des Stoffs), ihn mit den Klammern feststecken. An beiden Seiten soll der RV etwas überstehen. Jetzt den RV aufsteppen.
Das andere Stück RV auf der gegenüberliegenden Seite gegengleich aufsteppen. Zähne zeigen jeweils nach innen.
Den Futterstoff mit der rechten Seite nach oben auf die Arbeitsfläche legen. Den Oberstoff mit der rechten Seite glatt auflegen. Jetzt liegen die Stoffe rechts auf rechts, die Zähnchen zeigen alle nach innen. Den Futterstoff an den RV feststecken und absteppen. Dabei genau auf der Nählinie nähen. Die andere Seite ebenso arbeiten. Jetzt sind nur noch die Seitenteile offen. Wenn man das Stoffteil nun betrachtet, liegen die linken Stoffseiten außen und zwischen den rechten Stoffseiten liegen die beiden Reißverschlussteile mit den Zähnchen nach innen.
Den Stoff wenden, dass beide rechten Stoffseiten außen liegen. Jetzt den Futterstoff wie den Oberstoff zuschneiden. Die ausgeschnittenen Seitenteile werden für die Seitenteile verwendet. Die offenen Seiten ganz knappkantig zusammennähen und die genaue Mitte an beiden Seiten anzeichnen. Dort werden die Laschen angenäht.
Aus zwei schmalen Stoffstreifen jeweils zwei Laschen nähen/legen und diese knappkantig auf der Oberstoffseite an den markierten Stellen aufsteppen. Die Laschen zeigen nach innen.
Jetzt an einer Seite den Schieber für den Reißverschluss einsetzen (siehe Videos unten), das andere Reißverschlussteil einfädeln und den RV schließen, ob alles passt. Die Tasche (bzw. "Schlauch") nun wieder wenden, dass der Außenstoff (rechte Stoffseite) innen liegt.
Nun werden die Seiten geschlossen. Die eine Seite jetzt schließen, indem man die Seiten zusammenklammert und der Länge nach über den RV hinweg absteppt. Dabei ist der RV und die Lasche genau in der Mitte der Naht.
Den RV öffnen, die andere Naht ebenso schließen. Die Tasche jetzt durch die Reißverschlussöffnung wenden. Nun ist sie fast fertig. Zur Probe den RV wieder schließen, ob alles richtig zusammengenäht wurde. Die Tasche dann wieder öffnen und zurück auf links drehen. Den überflüssigen RV an der Naht abschneiden. Die Tasche so auf die Arbeitsplatte legen, dass nur noch das innere Quadrat zu sehen ist, die beiden Nähte liegen außen am Rand.
Nun werden die Seitenteile für die Box genäht. Die Stoffstreifen (20 x 10cm) Ober- und Futterstoff legt man rechts auf rechts und näht sie knappkantig an den beiden kurzen Seiten und einer Längsseite zusammen. Den Stoff wenden, bügeln und knappkantig rundherum absteppen. Für die zweite Seitenwand den Vorgang wiederholen.
Jetzt ein Seitenteil mit der Futterstoffseite an die Naht legen und feststecken. Die Futterseite liegt dabei nach innen auf das Innenseite der Tasche. Das Seitenteil nun auf der Naht feststeppen und nach oben klappen. Eventuelle Überstände begradigen und abschneiden. Wenn man sich die Box nun anschaut, dann ist die lange Naht noch zwischen Reißverschluß/Taschenwand und Seitenteil zu sehen. Jetzt klappt man die Seitenwand stramm über die komplette Naht und steckt alles mit Klammern fest. Diesen Wulst steppt man jetzt von der Innenseite her ab. So ist die Naht verschlossen. Die Tasche jetzt ausformen, die Seitenwände ausrichten und jede Ecke mit kurzen Handstichen an der Futterseite festnähen. Den RV schließen und schauen, ob alles passt.
Fertig ist eine Magix Box. Zum besseren Verständnis schaut euch bitte noch das Video * an.
mein Tipp: die Box in der beschrieben Größe lässt sich recht einfach nähen und man sollte am besten bei ersten Mal auch diese Größe wählen. Natürlich kann man sie auch in anderen Größen nähen. Dafür einfach den Schnitt verkleinern oder vergrößern. Wichtig ist quadratischer Stoff, den Stoff in 16 gleichgroße Quadrate zu teilen wie in der folgenden Zeichnung. Den Endlosreißverschluß erst dann abmessen, wenn der Oberstoff schon fertig zugeschnitten ist.
Endlos - Reißverschlüsse mit Schiebern bestellt man am besten im Internet. Dort gibt es eine große Auswahl zu recht günstigen Preisen.
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weißer Futterstoff, dunkler Oberstoff (fertig zugeschnitten), Reißverschluß und Schieber
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sind Ober- und Futterstoff mit RV verbunden, dann die Ecken zur Mitte legen und die Naht schließen
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hier eine kleine Auswahl meiner bisher genähten Boxen
Wenn man in Italien ist, dann geht kein Weg an Cannoli vorbei. Diese wahnsinnig leckere Nascherei solltet ihr auf jeden Fall auch probieren, falls ihr sie noch nicht kennen solltet. Man bekommt sie in guten Bäckereien und Cafés. Gut gekühlter Teig wird um Edelstahlförmchen geformt und in Öl knusprig ausgebacken. Nach dem Auskühlen werden sie mit einer cremigen Ricottacreme gefüllt und sofort serviert.
Diese kleinen, gefüllten Röhrchen (Cannolo, Mehrzahl Cannoli) stammen ursprünglich aus Sizilien und wurden früher zur Fastenzeit gebacken. Heutzutage bekommt man dieses leckere Gebäck das ganze Jahr über in ganz Italien.
Im Urlaub hatten wir in einer Bäckerei Cannoli gesehen und uns welche gegönnt. Wahnsinn, wie lecker die waren. Sofort stand für mich fest, die werde ich zu Hause ausprobieren. Gesagt, getan. Im Internethandel hatte ich mir zylinderförmige Edelstahlröhrchen für Cannoli bestellt und sofort Cannoli gebacken. Schön ist, dass man das Gebäck an sich schon ein paar Tage vorher backen und in einer Blechdose gut aufheben kann. Denn man soll sie erst kurz vor dem Verzehr mit der Ricottafüllung füllen, ansonsten würden sie weich werden. Auch die Füllung lässt sich gut vorbereiten. Oder man muss das Gebäck vorher noch innen mit geschmolzener Schokolade auskleiden, dann kann die Füllung den Teig nicht so schnell durchweichen.
Cannoli mit Pistazien, ca. 16 Stück
250 g Dinkelmehl (630er) oder Weizenmehl (405er)
30 g Puderzucker
50 g Butter
1 Prise Vanillesalz
1 Ei
1 Teelöffel Zimt
1 Teelöffel Kakaopulver
30 ml Weißweinessig
ca. 30 ml Marsala (oder Rotwein)
1 Eiweiß
neutrales Pflanzenöl
Cannoli-Formen (Edelstahlhülsen, ca. 12cm lang und 2,5cm im Durchmesser. Die Hülsen dürfen nicht zugeschweißt sein und müssen der Länge nach eine offene Kante haben, dass man sie etwas zusammendrücken kann)
die trockenen Zutaten sieben und gut mischen. Dann aus allen Zutaten einen geschmeidigen Teig kneten. Ist der Teig zu fest, noch etwas Marsala dazu geben.
Den Teig flach drücken und in Folie eingeschlagen mindestens eine Stunde (oder über Nacht) im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.
Die Cannoli - Formen rundherum mit etwas neutralem Speiseöl leicht einölen. Das geht am besten mit geölten Händen . . .
Den Teig portionsweise ganz dünn ausrollen und Kreise von 10cm ausstechen. Den Teigkreis leicht überlappend um die Cannoli-Form legen. Die Überlappung mit Eiweiß bestreichen und den Teig gut zusammendrücken.
Das Öl in einem Wok (oder einer Fritteuse oder hoher Topf) auf 175°C erhitzen. Die Temperatur mit einem Thermometer oder Holzstäbchen prüfen. Am Holzstäbchen sprudelt es, wenn das Öl heiß genug ist.
Die Cannoli nacheinander portionsweise ausbacken und auf einem Küchenkrepp auskühlen lassen. Das Röhrchen erst nach dem Auskühlen leicht zusammen drücken und mit einer leichten Drehbewegung vorsichtig aus dem Cannolo herausdrehen. Achtung, wenn sie sehr dünn sind, dann können sie sehr leicht zerbrechen.
mein Tipp: sollten die Cannoli nach dem Ausformen innen noch etwas weich und nicht so richtig durchgebacken sein, dann die Röllchen noch im Backofen bei 180°C einige Minuten nachbacken.
Die Cannoli können ohne Probleme schon einige Tage vor dem Verzehr gebacken werden. Man hebt sie am besten in einer Blechdose auf. Die Cannoli erst vor dem unmittelbaren Servieren füllen. So bleiben sie schön knusprig und weichen nicht durch.
für die Füllung:
400 g Ricotta
ca. 80 g Zucker
gehackte, ungesalzene Pistazien
Puderzucker
Ricotta und Zucker mit dem Handmixer gründlich mixen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und die Creme ganz glatt ist. Die Creme abschmecken, eventuell nachsüßen, etwas fein gehackte Pistazien untermischen und die Füllung gut durchkühlen lassen.
Die Füllung in einen Spritzbeutel geben oder einen kleinen, schmalen Löffel nehmen und die Cannoli beidseitig mit der Creme befüllen. Die Enden in fein gehackte Pistazien tauchen und die fertigen Cannoli mit Puderzucker bestreuen. Sofort servieren.
" Holy Cannoli "
von den Teigrohlingen bis zu den servierfertigen Cannoli
Leckerei in Südtirol: große Spitzbuben (ca. 10 cm ) und Cannoli. Gut verpackt zum Mitnehmen.
Habt ihr schon einmal selber Blätterteig hergestellt? Ehrlich gesagt, das steht immer noch auf meiner to-do-Liste, bisher habe ich es noch nicht versucht. Der Fertigteig aus der Kühlung gefällt mir recht gut und man hat immer Teig im Kühlschrank.
Das hat sich jetzt aber schon mal ein wenig geändert. Ich hatte vor einiger Zeit ein Rezept für Quarkblätterteig gefunden. Und das habe ich jetzt ausprobiert.
Die Teigherstellung war recht einfach und unkompliziert. Das Ergebnis war wunderbar blättrig und buttrig. Das hätte ich mir nie so vorgestellt. Wir waren ganz begeistert und die kleinen Teichen haben uns sehr gut geschmeckt.
Apfeltaschen aus selbstgemachtem Dinkel - Quarkblätterteig ca. 6 - 8 Stück
für den Teig:
125 g Dinkelmehl 630er
125 g sehr kalte Butter (ganz fein gewürfelt)
125 g kalter Magerquark
1 Prise Vanillesalz
Mehl zum Bestäuben
das Mehl in die Schüssel geben und mit allen Zutaten zügig mischen. Entweder man nimmt eine Gabel oder den Knethaken des Handrührers. Im Teig soll man ruhig kleinste Butterstückchen sehen.
Sobald sich alles gut verbunden hat, den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche (oder zwischen Folie oder Backpapier) rechteckig ausrollen. Den Teig falten und über die Mitte schlagen, dass sich drei Schichten bilden. Den Teig drehen und wieder etwas ausrollen, dann erneut falten. Den Vorgang wiederholen, den Teig bemehlen, in Folie eingeschlagen und zum Durchkühlen in den Kühlschrank legen.
Der Teig soll mindestens 1 Stunde sehr gut durchkühlen. Je kälter er ist, desto besser lässt er sich später ausrollen und klebt nicht.
In der Zwischenzeit die karamellisierte Apfelfüllung zubereiten.
500 g Äpfel
2 Teelöffel Zitronensaft
50 g Zucker
3 Esslöffel Wasser
20 g Butter
1 Prise Salz
zum Bepinseln:
etwas Dosenmilch oder Sahne
Hagelzucker
Die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in 1cm dicke Würfel schneiden. Den Zitronensaft darüber geben und mischen.
In einer beschichteten Pfanne den Zucker und das Wasser hineingeben und alles rührend zum Kochen bringen. Solange erhitzen bis alles golden karamellisiert ist. Die Butter unterrühren und die Apfelstücke dazu geben. Mischen, einen Deckel auflegen und 4 Minuten leise köcheln lassen.
Die Apfelstücke mit einer Schaumkelle herausheben, den Sud dicklich einköcheln lassen, salzen und zu den Äpfeln geben. Alles mischen und komplett auskühlen lassen.
Den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
Den Teig leicht bemehlen und zwischen Folie/Backpapier ca. 4mm dünn ausrollen und gleichgroße Kreise (ca. 10cm) ausstechen. Auf die Hälfte der Kreise jeweils mittig die Apfelfüllung aufhäufeln. Die Ränder mit Wasser bestreichen und einen 2. Teigkreis auflegen und mit der Gabel die Ränder festdrücken.
Die Päckchen auf das Backpapier legen, mit der Milch bestreichen und Hagelzucker aufstreuen. Den Teigdeckel etwas anpieksen, damit Luft entweichen kann.
Das Blech mittig in den heißen Ofen schieben und die Teilchen in ca. 25 Minuten golden backen.
einen Teil des Teiges hatte ich dessertellergroß ausgerollt, die Füllung darauf verteilt und den Rand darüber geklappt. So wie man es bei einer Galette macht. Leider ist der Teig beim Backen am Rand etwas geschrumpft und gab die Füllung mehr frei als ich es gerne gehabt hätte. Aber dem Geschmack tat es keinen Abbruch.
hier sieht man wunderbar die vielen Schichten des Quarkblätterteiges