Samstag, 17. Dezember 2022

kleine Heidesand - Plätzchen

Im Advent findet der Backwahn jenseits des Ganges wie jedes Jahr in ganz vielen Küchen statt. So auch bei mir. Im Grunde hatte ich nicht viel Lust Kekse zu backen, aber wie es oft so ist, man möchte doch ein Plätzchen zum Kaffee und dann backt man doch.

Spritzgebäck hatte ich auch schon 5 Bleche gebacken und nun sollte es Heidesand sein. Heidesand mag ich total gerne, als ich Kind war gab es in einer bestimmten Bäckerei immer große Heidesandtaler, die ich mega lecker fand. Aber so große Taler wollte ich nicht backen. Ich dachte eher an kleine Plätzchen.

Und so habe ich zwei Bleche Heidesand - Plätzchen gebacken. Den Teig hatte ich schon am Vortag hergestellt und die Rollen zum Durchkühlen in den Kühlschrank gestellt.

Am nächsten Tag habe ich den Ofen vorgeheizt und das Backblech mit Backpapier belegt. Die Teigrollen wurden dann in 1cm dicke Scheibchen geschnitten und mit Abstand aufs Blech gelegt. Nach ca. 15 Minuten waren sie schon fertig. 

Als ich sie dann direkt mit einem großen Spatel vom Blech nehmen wollte, fielen ein paar Kekse direkt auseinander. Ich habe sie dann auf dem Blech abkühlen lassen und sie erst dann auf das Abkühlgitter gelegt. Als sie dann wirklich komplett ausgekühlt waren habe ich sie vorsichtig in die Blechdose gelegt. Nun hoffe ich, dass wir diese unheimlich mürben Heidesand - Plätzchen nicht alle mit dem Löffel aus der Dose essen müssen . . .  nein, müssen wir zum Glück nicht. Man muss sie zwar vorsichtig behandeln, aber eines steht fest, sie sind sehr lecker und sehr mürbe geworden. Und was mich besonders freut, sie kommen denen, die ich als Kind gegessen habe, im Geschmack sehr nahe.

 


kleine Heidesand - Plätzchen, ca. 120 Stück

  • 250 g Butter
  • 150 g Zucker
  • etwas Vanillezucker
  • 370 g Dinkelmehl 630er
  • 1 gestrichener Teelöffel Backpulver
  • 1 Prise Vanillesalz

Die Butter auf mittlerer Hitze zerlassen und rührend zum Bräunen bringen. Die so entstandene Nussbutter abkühlen lassen. Die kleinen, braunen "Pünktchen" (gebräunte Molke) unbedingt in der Butter lassen. Danach mit dem Zucker schaumig rühren und nach und nach das mit Backpulver vermische Mehl zufügen und gut unterkneten.

Aus dem Teig Rollen formen (ca. 2cm Durchmesser) und abgedeckt zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen.

Zwei Backbleche mit Backpapier belegen, den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.

Die Teigrollen aus dem Kühlschrank nehmen, in 1cm dicke Scheibchen schneiden und mit etwas Abstand auf das Backblech legen.

Die Bleche in den heißen Ofen schieben und in ca. 15 - 20 Minuten golden backen. Die Plätzchen auf dem Backblech abkühlen lassen, da sie sehr leicht brechen.

Vorsichtig die Heidesand in eine Blechdose legen und die Dose an einem kühlen Platz aufbewahren.















ich wünsche euch einen schönen 4. Advent


Donnerstag, 15. Dezember 2022

weihnachtlicher Spekulatius - Käsekuchen

Zum Adventskaffee sagte sich Besuch an und mein Mann wünschte sich einen leckeren Kuchen. So habe ich ein neues Rezept ausprobiert, ein Spekulatius - Käsekuchen sollte es werden.

Den Kuchen fanden alle sehr lecker, was mich sehr freute. Ich hatte die Zuckermenge sehr reduziert, was überhaupt nicht auffiel und die Käsemasse war schön cremig und mit dem Orangengeschmack sehr fruchtig. Mir persönlich war der Orangengeschmack ein Hauch zu viel. Ich habe es mit Orangen in Kuchen und Co. sowieso nicht so, aber das ist ja mein Geschmack . Hauptsache dem Besuch und meinem Mann hat es geschmeckt.  Und das tat es . . . zum Glück . . . 

Allerdings hatte ich am darauffolgenden Tag festgestellt, dass in meinem Stück Kuchen am Tag zuvor wohl die Orangenschale in der Käsemasse nicht so gut verteilt bzw. zu viel an einer Stelle war. Das war wohl der Fehler, warum es so sehr nach Orange schmeckte. Egal. Der Kuchen ist wirklich lecker und gerade in der Advents- und Weihnachtszeit schmeckt er sehr gut.

Den Käsekuchen bitte am Tag vor der Verköstigung backen, denn er muss im Kühlschrank über Nacht gut durchkühlen.

mein Tipp: Der Kuchen eignet sich auch sehr gut als Dessert für die große Runde. Denn der Kuchen lässt sich wunderbar in schmale Stücke schneiden.



weihnachtlicher Spekulatius - Käsekuchen , 20cm 

  • 300 g Gewürzspekulatius
  • 120 g geschmolzene Butter
  • 1 Prise Vanillesalz
  •  
  • 3 Eier
  • 450 g Frischkäse
  • 70 g Zucker
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • Abrieb einer Bio - Orange
  •  
  • 150 g Gewürzspekulatius
  • 50 g geschmolzene Butter

Eine 20cm Springform mit Backpapier auslegen bzw. einen Backrahmen gut in Backpapier einschlagen.

Den Spekulatius fein zerkleinern und mit der Butter und dem Salz vermengen. Die feinen Brösel in die Form geben, gut andrücken und einen 2 cm hohen Rand hochdrücken. Die Form zum Durchkühlen in den Kühlschrank stellen. 

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.

In der Zwischenzeit den Frischkäse mit Zucker, Zimt und Orangenschale aufschlagen und nach und nach die Eier gut untermixen. Die Füllung auf den Kuchenboden geben.  

Den Spekulatius grob zerbröseln und mit der Butter gut mischen. Die Füllung mit den Spekulatiusbröseln vorsichtig bedecken.

Den Kuchen vorsichtig in den vorgeheizten Ofen schieben und eine Stunde golden backen. Den Ofen ausschalten, die Tür etwas öffnen und den fertig gebackenen Kuchen eine weitere Stunde im leicht geöffneten Ofen abkühlen lassen. Dann die Form aus dem Ofen holen und ganz abkühlen lassen.

Nun muss die Form für mindestens 5 Stunden in den Kühlschrank, damit der Kuchen schön fest wird. Erst dann die Form abnehmen. Im Kühlschrank hält er sich ohne weiteres einige Tage gut frisch.











Mittwoch, 14. Dezember 2022

mein Kirschmarmelädchen "Kirschwälder Schwarz"

Oh, was ist mir das Kirschmarmelädchen gut gelungen. Ich freue mich wie Bolle. Und mein Mann hätte am liebsten gleich den ganzen Topf ausgeschleckt.

Wovon ich spreche? Ich hab mal eben zwischendurch ein paar Gläser Kirschmarmelade gekocht. Im Froster befanden sich noch 500 g Sauerkirschen aus dem Garten. Die sollten nun endlich verbraucht werden, weil ich den Platz im Froster für Weihnachten benötige.

Gesagt, getan. Die Kirschen habe ich aufgetaut, entkernt, püriert und in meinem Kupfer-Marmeladentopf zu einem sehr köstlichen Marmelädchen verkocht. Ich wollte aber kein "normales" Kirschmarmelädchen kochen, das war mir zu langweilig. Ich hatte Lust mal etwas zu experimentieren. Da Kirschen sehr gut mit Schokolade und Kirschwasser zusammen harmonisieren, kam ich auf die Idee das alles zu einem Aufstrich zu verarbeiten. Von meinem Ergebnis bin ich selbst erstaunt und freue mich, denn ich habe mich fast selber übertroffen. Wirklich. Aber genug der eigenen Lobhudelei, jetzt verrate ich euch, was für einen leckeren Aufstrich ich da gezaubert habe. 

Also falls ihr noch ein kleines Geschenk für Weihnachten sucht, dieses Marmelädchen wäre bestimmt was.


die "Ausbeute" von 500 g Kirschen plus Gelierzucker

Karins Kirschmarmelädchen 🍒 "Kirschwälder Schwarz" 🍒

  • 500 g entsteinte Sauerkirschen
  • 500 g Gelierzucker 1:1
  • etwas Vanille
  • eine Prise Salz
  • 1 Teelöffel Zitronenzucker
  • 1 Esslöffel Backkakao
  • 20 ml Kirschwasser aus dem Schwarzwald (50%)
  •  
  • kleine Marmeladengläser

Die Sauerkirschen zusammen mit dem Gelierzucker, Vanille, Salz und Zitronenzucker in einen hohen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Masse mit einem Mixstab zur gewünschten Konsistenz pürieren.
Den Backkakao und die Hälfte des Kirschwassers dazu geben und alles unter Rühren zum Kochen bringen. Die Masse jetzt 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Etwas Marmelade dann auf einen kalten Teller geben und prüfen, ob die Marmelade schon fest genug ist. Ansonsten noch etwas länger kochen lassen. Ist die Masse so wie gewünscht, den Rest des Kirschwassers gut unterrühren.

Die kochendheiße Masse in die gut gereinigten und frisch sterilisierten Gläser* bis zum Rand einfüllen, den Deckel sofort aufsetzten und zudrehen und die Gläser abkühlen lassen. Ich stelle die Gläser nicht auf den Kopf, der heiße Dampf sterilisiert den aufgesetzten Deckel und beim Erkalten hört man ein Knacken. So ist das Glas fest verschlossen. 

* die Marmeladengläser- und Deckel gut reinigen und ausspülen, dann in die Gläser bis zum Rand kochendes Wasser füllen und die Deckel in kochendes Wasser einlegen. Alles einige Minuten stehen lassen, das Wasser vorsichtig ausgießen, die Gläser umgedreht auf einem Geschirrtuch abtropfen lassen, die Deckel aus dem Wasser nehmen und ebenso auf das Geschirrtuch legen. 

mein Tipp für die Kerne:
übrigens, . . . die Kirschen musste ich noch entsteinen. Als mein Mann sie im Sommer pflückte, war das Fruchtfleisch so fest an den Kernen, dass beim Entsteinen nichts übrig geblieben wäre. So habe ich sie mit Kernen eingefroren. Als sie aufgetaut waren, ließen sich die Kerne ganz einfach und ohne "Schwund" entkernen. Die Kerne habe ich dann mit kochendem Wasser übergossen und etwas stehen lassen. Dann mehrfach mit frischem, klaren Wasser gespült und zwischen den Händen gerubbelt, damit auch kleinste Fruchtfasern noch abgingen. Das Schüsselchen mit den sauberen Kernen habe ich dann mit in den Backofen gestellt, als ich gerade eine Tarte im Ofen hatte. So konnten die Kerne gut durchtrocknen. Die abgekühlten Kerne habe ich dann zu den anderen gegeben, die ich schon hatte. Die Kerne sind wunderbar zum Blindbacken geeignet. Oder man nimmt sie für ein Kirschkernkissen.


frische Sauerkirschen vom Sommer - ich hatte sie dann eingefroren



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herrlich und so lecker ist dieses Marmelädchen auf einem kräftigen Graubrot


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Montag, 12. Dezember 2022

Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus - eine Kindheitserinnerung

Die Tage habe ich ein ganz altes Rezept aus meiner Kindheit mal wieder hervorgekramt. Ich hatte Appetit auf Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus.

Als ich letztens einkaufen war, ist mir beim Warten an der Fleischtheke fetter Speck ins Auge gesprungen. Diesen Speck hatte ich ewig nicht beachtet und ich habe gleich eine kleine Scheibe mitgenommen. Fetten Speck verwende ich sonst so gut wie nie in der Küche, aber beim Anblick wurden sofort Kindheitserinnerungen wach. 

Herrlich, solche Mehlklöße waren früher so lecker und so könnt ihr euch schon denken, was ich jetzt zum Mittagessen gekocht habe. Richtig. Mehlklöße . . .  mit ausgelassenem Speck und Apfelmus . . . und uns hat es wunderbar geschmeckt.



Mehlklöße mit ausgelassenem Speck und Apfelmus,   2 Portionen

  • 250 g Mehl *
  • 3 Eier
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • ca. 100 ml Vollmilch

  • etwas Fetter Speck (Rückenspeck)

  • feines Apfelmus

Aus Mehl, den Eiern, dem Salz und der Milch einen dicken Teig herstellen. Die Konsistenz sollte so sein wie dicker Spätzleteig. Den Teig ungefähr eine halbe Stunde stehen lassen und nochmals gut durchschlagen. Ist er zu dick einfach noch etwas Milch zugeben. In der Zwischenzeit den fetten Speck in feine, gleichmäßige Würfel schneiden und auf kleiner Flamme langsam auslassen. So lange ausbraten, bis die Speckwürfelchen hell golden sind und zur Seite stellen.

Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht mit 2 Esslöffeln (oder großen Teelöffeln) kleine Nocken abstechen und in das kochende Salzwasser geben. So lange köcheln lassen bis die Mehlklöße an der Oberfläche schwimmen. Noch mehrmals wenden, dann mit einem Schaumlöffel heraus nehmen und warm stellen.

Zum Anrichten die Mehlklöße auf einen Teller geben, einige Grieben und etwas Fett auf die Klöße geben und zusammen mit Apfelmus servieren. Fertig ist ein leckeres Mittagessen der etwas anderen Art.

* ich verwende gerne Dinkelmehl 630er, das klappt und schmeckt genau so gut.








 

Samstag, 10. Dezember 2022

mein Apfelstrudel

Apfelkuchen geht immer, Apfelstrudel aber auch. Wenn ich viel Lust und Zeit habe, dann gibt es bei uns auch mal einen Apfelstrudel. Jetzt wo es wunderbare Äpfel gibt, da komme ich um einen Apfelstrudel nicht drumherum. 

Die ersten Apfelstrudel hatte ich vor vielen Jahrzehnten in Südtirol kennen- und liebengelernt. Dort wird sehr gerne Apfelstrudel gebacken. Jeder Bäcker hat sein eigenes Rezept und oft wird er auch mit Mürbeteig oder auch Blätterteig zubereitet, aber ich esse ihn lieber mit Strudelteig. Dieses Rezept mit einem, ich würde fast sogar sagen, "idiotensicherem" Strudelteig möchte ich euch heute verraten. Wer schon des öfteren gebacken hat und auch schon ein wenig Erfahrung mit Teigen hat, dem wird dieser Strudelteig bestimmt auch gut gelingen. Mit ein wenig Ruhe und ein wenig Obacht gelingt es ganz leicht. Versprochen.



mein  Apfelstrudel

für den Strudelteig:

  • 300 g Dinkelmehl 630er
  • 120 ml lauwarmes Wasser
  • 60 ml verquirltes Ei
  • 2 Teelöffel neutrales Öl
  • 1 dicke Prise Vanillesalz
  • 1 Teelöffel Apfelessig
  •  
  • ca. 100 g geschmolzene Butter (zum Bestreichen der Teigplatte und des Strudels)

für die Apfelfülle:

  • ca. 1500 g Boskoop Äpfel (oder eine andere säuerliche Sorte)
  • 60 g Rosinen *
  • etwas Rum und/oder Wasser zum Einweichen der Rosinen
  • ca. 2 Esslöffel Zucker
  • etwas Zitronensaft
  • Zimt nach Geschmack
  • 60 g Semmelbrösel
  •  
  • Puderzucker zum Bestäuben

Das Mehl mit allen anderen Zutaten in einer Schüssel vermischen und mit den Händen auf der Arbeitsplatte zu einem glatten Teig kneten. Er sollte nicht kleben. Den Teig zur Kugel formen, mit Öl bestreichen und zugedeckt 30 Min. bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, entkernen und feinblättrig schneiden. Den Zitronensaft, Zucker  sowie etwas Zimt unterrühren. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Ein großes Küchentuch leicht mit Mehl bestäuben, den Teig mit der Teigrolle ausrollen und auf das bemehlte Tuch legen. Von der Mitte her vorsichtig mit bemehlten Händen den Teig bis zum Rand ausziehen. Langsam und vorsichtig zu Werke gehen, damit es keine Löcher gibt. Den Teig so lange ausziehen, bis er die Größe des Küchentuches erreicht hat und man das Muster des Tuches sehen kann.

Den ausgezogenen Teig mit flüssiger Butter dünn bestreichen, die Semmelbrösel aufstreuen und auf ca. 2/3 der langen Teigfläche die Äpfel gleichmäßig verteilen. Darauf kommen dann die Rosinen und evtl. noch etwas Zimt. Die schmalen Seiten darüber schlagen und von der breiten Seite her vorsichtig mit dem Küchentuch den Strudel aufrollen. Den Stollen jetzt mit Hilfe des Tuches vorsichtig auf das Backblech rollen, die Teignaht soll unten liegen. Den Strudel jetzt vorsichtig in Form rücken und mit flüssiger Butter bestreichen.

* wer keine Rosinen mag, der lässt sie einfach weg oder ersetzt sie durch Mandelblättchen

Das Blech kommt nun in die Mitte des vorgeheizten Ofens. Nach ca. 35 - 45  Min. Backzeit sollte er golden gebräunt sein.

Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestäuben und schon kann geschlemmt werden. Lauwarm schmeckt er am besten. Ich serviere ihn immer mit einer selbstgemachten Vanillesauce.

Das Rezept für eine selbstgemachte, echte Vanillesauce findet ihr > hier <    


so dünn soll der Strudelteig ausgezogen werden, man soll das Muster des Tuches sehen


die dicken Ränder werden abgeschnitten und dann der Strudel befüllt und aufgerollt










Donnerstag, 8. Dezember 2022

kleines Täschchen für Lippenstift und Co.

Seit längerer Zeit habe ich mal wieder etwas genäht. Und zwar ein kleines Täschchen aus vorgeschnittenen Stoffquadraten.

In Bastelläden oder 1-Euro-Discountern gibt es jede Menge Zubehör zum Basteln und Nähen. Ab und an stöbere ich dort auch und so fand ich jetzt Stoffquadrate und Reißverschlüsse für kleines Geld. Direkt war die Idee geboren, daraus ein paar Täschchen für Lippenstift, Tabletten, Kleingeld und Co. für unterwegs zu nähen.

Und hier ist das Ergebnis meiner Näherei. ich habe die Täschchen ohne Anleitung "einfach so" genäht. Beim ersten war ich noch etwas skeptisch, ob das überhaupt was werden könnte, aber es klappte besser als gedacht und schon nach wenigen Augenblicken war das Täschchen fertig.

Die Anleitung zum Nähen und das benötigte Zubehör habe ich euch mal aufgeschrieben. Das Täschchen ist auch ein nettes, kleines Geschenk.



kleines Täschchen für Lippenstift und Co.

  • ein Stück festerer Stoff, 20 x 20cm **
  • ein Reißverschluss (RV), 20cm lang
  • Applikation 

  • Schere
  • Stecknadeln oder Stoffklammern
  • Garn
  • Nähmaschine
  • Reißverschlussfüsschen
das quadratische Stück Stoff zum Dreieck falten und die offenen Seiten dicht am Rand mit Steppstich zunähen. Die Enden des Reißverschlusses (RV) etwas umnähen (siehe Foto).

Die Mitte der langen Seite ermitteln und dort das Ende des RV anstecken, der restliche RV wird zur spitzen Ecke hin festgesteckt. Nicht wundern, der RV ist länger als der Stoff.
Mit dem Reißverschlussfüßchen der Nähmaschine den RV knappkantig an dieser festgesteckten Seite aufsteppen.

Eine eventuelle Applikation aufnähen.

Den RV etwas öffnen, die beiden Enden mit breitem Zickzackstich zusammen nähen.

Den RV wieder etwas schließen und den Stoff an den RV anlegen, feststecken, den RV öffnen und mit dem Reißverschlussfüßchen am spitzen Dreieck beginnend knappkantig aufsteppen. Kommt man ans Ende, den RV etwas schließen und hinter die versenkte Nadel schieben, die restliche Naht aufsteppen.

Nun ist der RV eingesetzt und man legt alles jetzt zum Quadrat. Der RV verläuft jetzt diagonal. Kurz überprüfen, ob alles passt, den RV etwas öffnen und dann alles auf links drehen und das Quadrat wie auf dem Foto an den offenen Seiten feststecken. Der RV-Überschuss ist nun länger als das Täschchen.

Die Seiten nun mit Steppstich schließen, den Überstand des RV abschneiden und das Täschchen durch den geöffneten RV wenden. Die Ecken ausarbeiten und fertig ist das Täschchen für Lippenstift, Kopfschmerztablette und Co.

** natürlich kann man auch größere Stoffquadrate nehmen









ich wünsche euch eine schöne Adventszeit






Dienstag, 6. Dezember 2022

Karins rustikales Kartoffel - Dinkelvollkorn - Haferbrot

Mögt ihr auch so gerne frisches, kräftiges Brot mit schöner Kruste? Hach, ich liebe das. Und am liebsten frisch abgeschnitten und nur mit Butter, vielleicht noch mit etwas Fleur de Sel. Da könnte ich mich dann "dumm und dusselig" dran essen, wie man bei uns so schön sagt.
Von daher backe ich ab und an dieses Brot hier. Es gelingt, schmeckt und es hält sich auch sehr gut einige Tage frisch. Und man weiß, was drin ist.


 

Karins rustikales Kartoffel - Dinkelvollkorn - Haferbrot

  • 200 g Kartoffeln, gekocht und fein zerdrückt

  • 300 g Dinkelvollkornmehl
  • 100 g Dinkelmehl 630er
  • 100 g Hafermehl
  • 15 g Salz
  • etwas geriebene Muskatnuss

  • ca. 170 ml warmes Wasser 
  • ½ Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • 15 g Zucker

  • 3 Esslöffel natives Olivenöl

Kartoffeln in der Schale weich kochen, pellen, 200 g abwiegen und mit einer Gabel fein zerdrücken. Etwas auskühlen lassen.

Die Hefe zerkrümeln und in ca. 150 ml lauwarmen Wasser auflösen, den Zucker dazu geben. 

Nun das Mehl mit dem Salz und einer großen Prise Muskatnuss gründlich mischen. Die lauwarmen Kartoffeln sowie das Olivenöl und die Hefeflüssigkeit dazu geben und alles in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten lassen. Sollte der Teig zu fest sein oder noch Mehlnester da sein, dann noch etwas Wasser vorsichtig nachgießen. Ist er zu "matschig", dann noch nach und nach etwas Mehl zugeben. Einige Minuten weiter kneten lassen bis alles gut geknetet ist und der Teig nicht mehr am Schüsselrand klebt.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsplatte mit bemehlten Händen gut durchkneten und zu einer Kugel formen. Zurück in die bemehlte Schüssel legen, abdecken und 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. 

mein Tipp: mein Backofen hat eine Gärstufe, ich habe den Teig samt Schüssel und Abdeckung in den auf 40°C warmen Ofen gestellt. Der Teig ist wunderbar aufgegangen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den gegangenen Teig auf der bemehlten Arbeitsplatte kurz durchkneten und rund wirken. Dabei den Teig der Teigkugel mit den flachen Händen immer unter die Kugel schieben, dass sich eine ganz glatte, gespannte Oberfläche bildet.

Die Teigkugel mit dem Schluss nach unten mittig auf das Backblech legen, abdecken und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. 

Den Backofen auf 250°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Das Brot mit einem Stück Garn eindrücken und "vierteln" und mit einer Rasierklinge (oder scharfem Messer) nach Wunsch einritzen. Oder man nimmt eine Schere und schneidet kleine Spitzen in den Teig. Dann die Oberfläche des Brotes mit Wasser besprühen.

Das Blech in das untere Drittel des heißen Ofens schieben, sofort noch etwas Wasser hinein sprühen und die Tür schließen. Nach 15 Minuten die Temperatur auf 200°C herunterschalten und das Brot weitere ca. 35 Minuten backen lassen.

Nach der Zeit die Klopfprobe machen, hört sich das Brot hohl an, dann ist es fertig gebacken. 

Mein Tipp: Sofort nach dem Backen das Brot nochmals mit Wasser besprühen. Das gibt Glanz und die Kruste wird besonders knusprig. 

Das Brot dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Guten Appetit. Das Brot hält sich durch die Kartoffeln einige Tage frisch. Sogar der letzte Rest schmeckte am 3. Tag noch, ohne dass wir die Scheiben toasten mussten.







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das Rezept der Rudolph-Kekse findet ihr >HIER<

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Samstag, 3. Dezember 2022

ganz viele Geschenkideen aus der Küche

Kinder, was rast die Zeit. Empfinde nur ich das nur so oder geht es euch ebenso? Kaum ist der Sommer vorbei, schon ist die Adventszeit in vollem Gange. Wahnsinn.

Alle Jahre wieder macht man sich Gedanken, was noch alles erledigt werden will oder soll. Habt ihr schon alle Geschenke besorgt? Oder fehlen euch noch ein paar Kleinigkeiten? Dann hätte ich ein paar Geschenkideen aus der Küche für euch. Die Herstellung ist recht einfach, vieles habt ihr vielleicht sogar im Haus und ihr könnt gleich loslegen.

Meine Vorschläge habe ich alphabetisch geordnet, damit ihr sie leichter findet. 

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Zubereitung, Herstellung und beim Verschenken oder selber behalten.




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Apfelsinen - Sirup 

Balsamico Kugel  

Birnenschmaus mit karamellisierten Mandelblättchen und Ingwer  

Bunte Nudeln (Rote Beete und Kurkuma)

 Chaos-Pralinen und 1-0-1 Pralinen

 Eierlikör

gebrannte Mandeln

 Glühwein - Essenz

 Glühwein - Fruchtgummi

 Kaffee-Zucker-Olivenöl-Peeling

 kleine Lebkuchenhäuschen 

Lavendel - Kissenspray 

 Limettenlikör 

 Limoncello 

 Ponche de Crema (Spezialität aus der Dom. Rep.)

 diverse Salze

 Schneemandeln, würzige ,

 Tomatenpesto

 Whisky - Fudge

 Zuckerherzen 


 



bunte Nudeln

Birnenschmaus


gebrannte Weihnachtsmandeln



Tomatenpesto

Lavendel - Kissenspray


Ponche de Crema


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